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Best Western Plus Atrium Hotel Ulm: Christoph Hormel neuer Küchenchef

(Ulm, 10. Januar 2012) Christoph Hormel (41) ist neuer Küchenchef des Best Western Plus Atrium Hotel Ulm sowie dem Restaurant “Siedepunkt” in Ulm. In seiner Position ist der geprüfte Küchenmeister sowohl für die Gastronomie des Hotels wie auch für den À-la-carte-Bereich des Restaurants „Siedepunkt“ verantwortlich.

Christoph Hormel

Christoph Hormel

 
Nach seiner Ausbildung zum Koch absolvierte der gebürtige Hesse unterschiedliche Stationen in der Region. Unter anderem war er im Landgasthof Adler in Rammingen, im Wiley Club Neu-Ulm sowie im Bründelhof Wartenberg tätig, bevor er als Chef de Partie im Oberschwäbischen Hof Schwendi Halt machte. Die Verantwortung als Küchenchef übernahm Hormel dann im Restaurant „Turmstuben“ in Neenstetten und absolvierte berufsbegleitend den Küchenmeisterlehrgang, den er mit bestandener Prüfung abschloss. Zuletzt leitete Hormel die Küche im Restaurant Goldener Bock in Ulm, wo er auch erstmals eine Empfehlung im renommierten Guide Michelin bekam.
 
„Wir freuen uns sehr, mit Christoph Hormel einen erfahrenen Mann für unseren gastronomischen Gusto gefunden zu haben“, sagte Hotel-Geschäftsführer Oliver Schreiber. Der Trend gibt der bisherigen Küche von Schreiber recht: Regional und bodenständig ist zurzeit selbst in der gehobenen Küche gefragt. Dies soll auch weiterhin die Pflicht bleiben, doch in der Kür muss sich jede Küche immer wieder neu hinterfragen und weiter entwickeln. „Auch die besten Stammgäste freuen sich über neue Akzente“, weiß Schreiber, und hat sich zielbewusst Hormel als seinen neuen Küchenchef ausgesucht. Hormel selbst erklärt: ,,Wir haben uns gemeinsam für 2012 einiges vorgenommen und ich bin voller Motivation für diese spannende und neue Herausforderung.’’

Grand Hotel Heiligendamm: Marc-André Uhlenbrock neuer Küchenchef

(Heiligendamm, 02. Januar 2012) Marc-André Uhlenbrock ist seit Kurzem neuer Küchenchef im Grand Hotel Heiligendamm und damit verantwortlich für die Speisenkonzepte aller Restaurants und Veranstaltungen. Dazu zählt das „Kurhaus Restaurant”, die „Baltic Sushi Bar”, die „Nelson Bar”, das italienische Restaurant „Medini´s” und die „SPA Bar”. Ausgenommen ist nur das Gourmetrestaurant „Friedrich Franz”, welches eigenverantwortlich von Sterne-Koch Ronny Siewert geführt wird.

Marc-André Uhlenbrock

Marc-André Uhlenbrock

Der gebürtige Westfale begann seine Karriere 1999 im „Gräfliches Parkhotel” in Bad Driburg und kletterte dort nach seiner Ausbildung die Karriereleiter bis zum Sous Chef herauf. Eine weitere Station folgte 2006, wo er im Hotel „Zur Bleiche Resort & Spa”, im Gourmetrestaurant „17-Fuffzig” anheuerte. 2009 zog es Marc-André Uhlenbrock dann nach Berlin, wo er bereits nach knapp einem halben Jahr zum Executive Sous Chef befördert wurde.

Marc-André Uhlenbrock freut sich sehr auf seine neue Aufgabe: „Besonders das Gut Vorder Bollhagen in Verbindung mit Spitzengastronomie hat es mir angetan. Der direkte Zugriff auf hochwertige Bioprodukte vom Gut, schafft dem Grand Hotel eine zusätzliche Einmaligkeit.“ Henning Matthiesen, Geschäftsführender Direktor des Grand Hotel ist sich sicher: „Wir haben mit Herrn Uhlenbrock einen erfahrenen Küchenchef verpflichten können. Unter anderem erkochte er mit seiner Brigade im Gourmetrestaurant ‚17-Fuffzig’ den ersten Stern.“

Sensation vorab bekannt: 2. Michelin-Stern für Thomas Kellermann

(Wernberg, 07. November 2011) Thomas Kellermann, Küchenchef im Restaurant „Kastell“ des Relais & Châteaux Hotels Burg Wernberg im Osten Bayerns, ist vom renommierten Gastronomie-Führer Guide Michelin mit dem zweiten Stern ausgezeichnet worden. Dies wurde vorab bekannt. Der neue Guide erscheint erst morgen – um neun Uhr werden alle Einzelheiten bekannt gegeben.

Die neuen Sterne werden am 08. November verkündet
Der Countdown läuft: Die Deutschland-Ausgabe des wichtigsten Restaurantführers, des Guide Michelin, erscheint am 11. November. Bereits am 08. November um 9 Uhr werden die Auf- und Absteiger unter den besten Gourmetrestaurants bekannt gegeben.

Für die Auswahl der Adressen im Michelin-Führer ist ein Team aus hauptberuflichen, fest angestellten Michelin Inspektoren verantwortlich. Die bekannt kritischen Tester sind ausgewiesene Fachleute aus dem Hotel- und Gaststättengewerbe. In den vergangenen zwölf Monaten waren sie in Deutschland unterwegs, um neue Häuser zu besuchen und die bereits im Guide Michelin aufgenommenen Adressen zu überprüfen. Dabei gingen sie nach strengen Maßstäben vor.

Der Guide Michelin Schweiz 2012 wird ab 17. November verkauft. Die wichtigsten Inhalte werden bereits ab 15. November verfügbar sein.

Thomas Kellermann, einer der besten Köche Deutschlands

Thomas Kellermann, einer der besten Köche Deutschlands

Großer Erfolg für Thomas Kellermann
Der Guide Michelin verleiht zwei Sterne für „Restaurants mit hervorragender Küche, die einen Umweg verdienen“ – für jeden Koch eine ganz besondere Auszeichnung. In Bayern ist Thomas Kellermann aus dem Restaurant „Kastell“ im Relais & Châteaux Hotel Burg Wernberg jetzt auf Augenhöhe mit den Zwei-Sterne-Köchen Hans Haas, Christian Jürgens und Heinz Winkler. Der Küchenchef ist außerdem der einzige Zwei-Sterne-Koch in der Oberpfalz.

„Mein Team und ich haben hart dafür gearbeitet und uns immer weiter verbessert“, erklärt Kellermann. „Es macht uns unglaublich stolz, dass unsere Mühe jetzt mit dem zweiten Stern belohnt wird.“ Die Tester der roten Gourmetbibel loben vor allem Kellermanns kreativen Umgang mit den Zutaten. 2009 erkochte sich der gebürtige Bayer den ersten Michelin-Stern auf Burg Wernberg und erhält neben der Auszeichnung durch den Guide Michelin auch von anderen Gastronomie-Führern nur beste Bewertungen: 4,5 Punkte im Aral Schlemmeratlas, 17 Punkte im Gault Millau und 3 F im Feinschmecker sind Kellermanns derzeitige Bilanz, Tendenz steigend. Erst Anfang des Jahres machte der Küchenchef im Capital-Ranking, das einen Querschnitt aus allen Feinschmecker-Führern errechnet, einen großen Satz nach vorn: Er stieg von Platz 71 auf Platz 45 und gehört damit zu den 50 besten Köchen Deutschlands.

Die Familie Conrad, Inhaber der Burg Wernberg, unterstützt ihre Küchenchefs seit jeher: Jürgen Benker, Christian Jürgens und jetzt Thomas Kellermann: Alle drei haben sich in ihrer Zeit in den renommierten Gastronomie-Führern nach vorne gekocht und im Guide Michelin jeweils um einen Stern verbessert bzw. überhaupt erst erhalten. Gerade vor kurzem wurde wieder investiert und dem Restaurant Kastell 2011 eine neue Optik gegeben. Das umgestaltete Restaurant bietet den Gerichten Kellermanns den idealen Rahmen, Interieur und Küchenstil harmonieren perfekt miteinander. Die modernen Möbel und ein raffiniertes Lichtsystem, helle Farben und sorgsam eingesetzte Deko-Elemente lassen den Raum besonders elegant und gleichzeitig gemütlich wirken.
 
Das gekonnte Spiel mit Aromen, die auf den ersten Blick konträr zu sein scheinen, ist charakteristisch für Kellermanns Küchenstil und zeigt sich in Gerichten wie Petersilien-Bananeneis mit Erdnussknusper. Auch Apfel-Koriander mit Eukalyptus überrascht mit filigran und harmonisch abgestimmten Ingredienzen. Das Herz des Küchenchefs schlägt dabei besonders für Gemüse, das immer wieder Hauptakteur auf dem Teller ist. Das Gericht Phönix aus der Asche ist ein gutes Beispiel dafür, wie der Sternekoch aus einfachen Zutaten etwas Besonderes mit einem großen Effekt macht. Fenchel, im Ganzen mit Speck umwickelt, wird in einem Salz-Ascheteig gegart und mit Ziegenquark serviert. So hebt Kellermann ein fast banales Gemüse auf ein Podium, gibt ihm ein Ehrenplatz auf der Tellermitte, auf dem es überrascht und in jeder Beziehung überzeugt. Dazu kommt die spezielle Art der Präsentation. Der graue Salz-Asche-Kegel, der sich im Ofen in eine tönerne Kruste verwandelt, wird am Tisch aufgebrochen, der Fenchel aus dem Salzteig befreit und direkt vor den Augen der Gäste auf dem Teller angerichtet.

Der zweite Stern wird auch die kulinarischen Veranstaltungen auf der Burg Wernberg beeinflussen. „Natürlich wird es auch weiterhin den Probiersonntag im Kastell geben. Unsere Gäste dürfen sich jetzt auf ein Zwei-Sterne-Menü freuen“, erklärt Thomas Kellermann. Der Probiersonntag bietet Neugierigen die Möglichkeit, die exzellente Küche des Zwei-Sterne-Kochs kennenzulernen und ihn hautnah zu erleben. Und eines dürfte schon jetzt sicher sein: Die Kochkurse von Thomas Kellermann werden jetzt wohl noch gefragter sein.

TORK – Ein Stern mehr: Hotelinspektor Heinz Horrmann in der Küche des Grandhotels

(Bonn, 18. Oktober 2011) TORK startet groß angelegte Kampagne “Ein Stern mehr” für mehr Sauberkeit und Hygiene – Hotelinspektor Heinz Horrmann ist wieder auf Tournee. Heute checkt er im Leading Hotel Kameha Grand in Bonn die Küche der Brasserie “Next Level”.

Präsentierte TORK-Produkte:
Performance Einzeltuchspender (Tork Premium Reinigungstuch 530)
Elevation Seifenspender mit Armhebel (Mit Desinfektionsgel)
Elevation Handtuchspender (H1 Spender mit Premium Rollenhandtuch 290016)
Reinigungstücher (Tork Performance Wandhalter W1 System mit Tork Advanced Wischtuch 420)

Hotel Atlantic Kempinski Hamburg: Thomas Wilken ist neuer Küchenchef

(Hamburg, 30. August 2011) Interne Neubesetzung: Thomas Wilken ist der neue Küchenchef im Hotel Atlantic Kempinski Hamburg. Zum 1. September wechselt Wilken quer über die Alster vom Übersee-Club in das Grand Hotel. Vorgänger Peter Könemann wollte sich aus privaten Gründen neu orientieren. Er war erst zum 1. November vergangenen Jahres angetreten.

Thomas Wilken

Thomas Wilken

Als Küchendirektor zeichnet der 33-Jährige seit dem 15. August verantwortlich für das gesamte kulinarische Angebot im Atlantic Restaurant, in der Atlantic Bar sowie für das Atlantic Catering. Dabei setzt der Gebürtige Hamburger seine eigenen Schwerpunkte: klassisch, maritim und regional.

Thomas Wilken hat seine Wurzeln in Hamburg, doch seit Beginn seiner Ausbildung im Jahr 1999 ist er weit gereist. Vom nördlichsten Punkt Deutschlands ausgehend, der Insel Sylt, hat er Kulturen und Kontinente kennen gelernt und sein Handwerk kontinuierlich perfektioniert. „Es waren die unbekannten Länder, Geschmäcker und Gerüche, die meine Kochleidenschaft mit den Jahren mehr und mehr befeuert haben“, so Thomas Wilken, der seine Lehre in keiner geringeren Küche als der der renommierten Sansibar von Herbert Seckler auf Sylt absolvierte. Doch schon bald zog es ihn an das andere Ende der Welt, nach Sydney. Über Stationen auf dem Luxusschiff MS Europa und erneut auf Sylt (Restaurant Sansibar) nahm er Kurs auf Hamburg. Im Anschluss an seine Position als Sous Chef im Restaurant Elba arbeitete er erstmals im Hotel Atlantic: von 2003 bis 2005 war Thomas Wilken Sous Chef im „Weißen Schloss“ an der Alster. Doch noch einmal rief die Ferne: zwischen 2006 und 2009 war er im Indischen Ozean auf der Insel Zanzibar (Tanzania) unter anderem als gastronomischer Leiter bei Kempinski sowie als Küchendirektor und Trainer tätig, bevor er 2009 wieder in die Heimat zurückkehrte. Seitdem ist er der Hansestadt Hamburg treu geblieben. Nun wechselt er nach knapp drei Jahren vom Übersee-Club in das Hotel Atlantic.

Sich selbst beschreibt Thomas Wilken „als leidenschaftlichen Entdecker und kulinarischen Weltenbummler“, lässt sich aber grundsätzlich ungern in eine Schublade stecken. Ob jung und wild, innovativ und experimentell oder kreativ und fantasievoll – laut Wilken „braucht man eigentlich von allem etwas“. Das Spektrum seiner Küchenkunst ist breit. Mit seiner Liebe zum Detail und zur Perfektion beherrscht Thomas Wilken nicht allein das klassische Restaurantgeschäft, sondern kennt sich aus Erfahrung auch mit den anspruchsvollen Herausforderungen einer Bankett- und Cateringküche aus. Prädestiniert für ein Haus, das über so einzigartige Veranstaltungsräume und Festsäle verfügt wie das Hotel Atlantic.

Für die Menükarte im Atlantic Restaurant hat Thomas Wilken eine ganz bestimmte Richtung im Blick. „Das Faszinierende am Hotel Atlantic ist seine über hundertjährige Geschichte und hanseatische Tradition, und das trifft auch auf das Atlantic Restaurant zu. Diese gilt es zu bewahren, deshalb werden wir unsere berühmten „Atlantic Klassiker“ auch weiterhin anbieten. Meine eigene Handschrift wird insbesondere in unserem neuen maritimen Schwerpunkt sicht- und erlebbar. Meeresfrüchte und Fischspezialitäten werden unser Angebot künftig bereichern.“ Das neue gastronomische Konzept basiert insgesamt auf drei Säulen: klassisch, maritim und regional. „In unseren heimischen Regionen, vom Land bis zu den Küsten und Meeren, gibt es ein wunderbares Angebot an erstklassigen Produkten“, so Wilken. „Wir achten darauf, dass die Hauptzutaten unserer Gerichte nicht erst hunderte von Kilometern unterwegs sind, um dann bei uns zu kulinarischen Kreationen verwandelt zu werden. Regionale Erzeugnisse sind authentisch, echt und für unsere Atlantic-Küche maßgeblich.“ Ob Pommersches Weiderind, Sylter Royal, Müritzwaller oder Nordfriesisches Deichlamm – mit seinen raffinierten Kreationen bringt Thomas Wilken den vielfältigen Geschmack des Nordens zu höchster Vollendung.

Es ist in vielerlei Hinsicht ein besonderer Zeitpunkt für den neuen Küchendirektor. Seit Mai 2011 sind die ersten 131 komplett renovierten Zimmer und Suiten wiedereröffnet, bis zum Jahresende wird die Restaurierung vollständig abgeschlossen sein. „Vor dem aktuellen Hintergrund freue ich mich ganz besonders, nun Thomas Wilken an Board zu haben, um auch im gastronomischen Bereich das Spitzenniveau eines Grandhotels zu gewährleisten“, so Peter Pusnik über die Wahl des neuen Küchenchefs. „Mit ihm haben wir einen wahrhaft frischen, kreativen Kopf gewinnen können, dessen Leidenschaft und Motivation mich schon seit Jahren faszinieren. Mit seiner Raffinesse und Inspiration hat er bereits die anspruchsvolle Klientel im renommierten Hamburger Übersee-Club begeistert, die perfekte Voraussetzung für das Atlantic Restaurant. Seine Heimatverbundenheit hat ihn nach vielen Reisen wieder nach Hamburg geführt, wo wir, davon bin ich überzeugt, noch viel von ihm hören werden.“

Internorga 2011 – GV-Barometer: Fast die Hälfte der Küchenchefs planen wieder größere Technik-Anschaffungen

(Hamburg, 20. Januar 2011) Die Zeichen stehen weiterhin auf Aufschwung: Einer der wichtigsten Gradmesser für Investitionen im Gastgewerbe, der zur Internorga vorgestellte 10. GV-Barometer, prognostiziert wiederholt zahlreiche Technik-Anschaffungen in den Großküchen. Die 85. Internorga Hamburg (18. bis 23. März) ist mit über 1.100 Ausstellern so ausgebucht, so dass erstmals eine Leichtbauhalle für das Segment Bäckerei/Konditorei aufgebaut werden muss. Erstmals wird auch ein „Zukunftspreis“ verliehen – für Topkonzepte zur Nachhaltigkeit von Ausstattern & Zulieferern und Gastbetrieben. Erneut wird es eine „Newcomer’s Area“ geben: Ein Highlight wird hier die Servietten-Facltmaschine „Rofobox“ sein.

Bio ist nicht im Fokus: GV-Küchenchefs setzen aber auf regionale Produkte (Foto: Alois Müller/Dehoga)

Bio ist nicht im Fokus: GV-Küchenchefs setzen aber auf regionale Produkte (Foto: Alois Müller/Dehoga)

Der GV-Barometer spiegelt den neuen Optimismus wider: 47 Prozent der GV-Küchenchefs (in Betrieben und Anstalten mit mindestens 300 warmen Essen pro Tag) wollen in Kochanlagen, Herde, Kassensysteme, Spülmaschinen und anderes investieren. Allerdings gehen die Planungen zum Kauf von allgemeinen Ausstattungen (Besteck, Geschirr etc.) zurück – nach 16 Prozent im Vorjahr wollen nun lediglich zehn Prozent der Küchenchefs hier Geld ausgeben. Nach erheblichen Neuanschaffungen im vergangenen Jahr ebbt der Investitionsboom ab: 43 Prozent der GV-Betriebe planen zunächst keinerlei Neuanschaffungen. Im Vorjahr waren dies noch 37 Prozent gewesen.

Die Aussagen der 306 befragten Betriebsrestaurants, Kliniken und Heime zu den Investitionsvorhaben sind allerdings mit gewisser Zurückhaltung zu sehen. Erfahrungsgemäß wird ein Gutteil der geplanten Anschaffungen storniert oder verschoben. Im vergangenen Jahr äußerten zwar 63 Prozent der Küchenchefs guten Willen zu Neuanschaffungen. Allerdings wurde dies bei 23 Prozent wieder storniert, zahlreiche Projekte verschoben oder erst einmal gar nicht terminiert.

Mehr Investitionen mit großen Budgets
Gleichzeitig sollen die Einkaufsbudgets steigen. 35 Prozent der investitionsbereiten Betriebsrestaurants planen Anschaffungen für mehr als 50.000 Euro. Im Vorjahr waren dies 25 Prozent. Bei den Heimen sind dies 42 Prozent (Vorjahr: 30%). Von wirtschaftlichem Aufschwung zeugen auch die positiven Aussagen zum Investitionsklima: 58 Prozent der GV-Betriebe bezeichnen dies als „gut“ (Vorjahr: 56%) und lediglich neun Prozent als „nicht so gut“ (Vorjahr: 23%!).

Erstaunlich ist, dass nur 51 Prozent der GV-Küchenchefs Interesse an neuen (Convenience-)Produkten bekunden; Vorjahr: 52 Prozent. Jeder fünfte Chef hat geringes Interesse an Neuheiten von F&B-Zulieferern. Bei den Produkten wird Gesundheitsorientierung und stärkere Berücksichtigung der Nachhaltigkeit ebenso erwartet wie guter Geschmack, Top-Qualität und entsprechende Optik. Bei neuen Produkten sind vor allem neue Speiseideen bei Fisch, Gemüse und Geflügel gefragt. Innovationen bei Suppen und Saucen geraten aus dem Fokus. Grundsätzlich sind die GV-Küchenchefs an eigenen Variationen interessiert – die Chance zu haben, Convenienve-Produkte zu verfeinern. Branchenbeobachter Irrgang bezeichnet dies als „Convenience minus zehn Prozent“.

Regionale Herkunft wichtiger als Bio
Für die meisten GV-Küchenchefs (57%) ist der Einkauf von Rohwaren aus regionaler Herkunft weitaus wichtiger als Bio-Lebensmittel (19%). Bei Fisch achten 44 Prozent der Chefs von Betriebsrestaurants auf den nachhaltigen Fang (MSC-Fisch). Fair gehandelte Produkte (Fairtrade) sind für nur 26 Prozent der Chefs bedeutend, Produkte mit niedriger CO2-Bilanz für nur 14 Prozent.

Bio-Qualitäten werden überwiegend (58% der Betriebsrestaurants) bei Gemüse und Salat eingesetzt. Fleisch (42%) und Fisch (32%) aus Bio-Herkunft steht aufgrund der Preisentwicklung nicht an oberster Stelle. Bio-Einkauf ist noch bei Kartoffeln (42%) und Obst (41%) ein Thema. Interessant: Bei Milch und Milchprodukten setzen nur 31 Prozent der GV-Betriebe auf Bio, bei Teigwaren gar nur 19 Prozent.

Die Erhebungen zum zehnten GV-Barometer fanden im November telefonisch unter Projektleitung von Prof. Wolfgang Irrgang (ehemals Synovate, München) im Auftrag des Internorga-Veranstalters Hamburg Messe und Congress statt. Mit der Vorstellung der Ergebnisse im Januar wird auf die jeweilige Messe eingestimmt – als PR-Instrument ein Paradebeispiel. (car.)