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Deutsche vergeben schlechte Hygienenoten an Gastronomiebetriebe

(Mannheim, 21. Dezember 2011) Deutsche Restaurantbesucher sehen Nachholbedarf bei der Hygiene in Gastronomiebetrieben. Das hat eine europaweite, im Auftrag von Tork durchgeführte Umfrage ergeben. Fast drei Viertel der Deutschen haben schon einmal ein Restaurant wegen mangelnder Sauberkeit verlassen. 79 Prozent der Befragten schließen von ungepflegten Waschräumen auf eine unsaubere Küche. Im Rahmen des diesjährigen „Waschraumbarometers“ wurden 4.000 Europäer, darunter 500 Deutsche, nach ihrer Meinung zur Hygiene in Restaurants gefragt.

Waschraumbarometer 2011

73 Prozent der Deutschen haben in den letzten Jahren schon einmal ein Restaurant wegen mangelnder Sauberkeit verlassen. Dies ist eines der Umfrageergebnisse aus dem „Waschraumbarometer“. 79 Prozent der Befragten schließen von ungepflegten Waschräumen auf eine unsaubere Küche.

„Ich denke nicht, dass die Hygienesituation in Gastronomiebetrieben dem schlechten Bild entspricht, das das Studienergebnis vermittelt. Doch letztendlich entscheidend ist der persönliche Eindruck des Gastes. Die Gastronomiebranche hat in diesem Bereich oft Nachholbedarf“, so Marc Münch, Product & Segment Manager bei Tork.

65 Prozent der Umfrageteilnehmer gehen davon aus, dass das Küchenpersonal keine entsprechende Haarbedeckung trägt und 60 Prozent glauben, dass keine Einmalhandschuhe bei der Zubereitung von Rohkost getragen werden. Darüber hinaus glauben 23 Prozent, dass Köche und Küchenmitarbeiter auf den Boden gefallene Lebensmittel aufheben und zum Kochen verwenden. In Sachen Händewaschen trauen die Befragten dem Küchenpersonal etwas mehr zu: 82 Prozent der Befragten gehen davon aus, dass Köche und Küchenhelfer ihre Hände vor dem Umgang mit Lebensmitteln waschen, und 88 Prozent glauben, dass dies auch nach dem Toilettengang geschieht.

„Jeder, der in der Gastronomiebranche arbeitet, weiß, wie wichtig Hygiene ist. Viele Hygieneaspekte sind gesetzlich geregelt, wie zum Beispiel der richtige Umgang mit Lebensmitteln, das Tragen von Berufskleidung oder eine gute Händehygiene“, erklärt Marc Münch. Gehobene Restaurants und Bars sowie Hotelrestaurants erhielten von den Deutschen, aber auch in der Gesamtauswertung die besten Noten für den hygienischen Gesamteindruck. Dagegen sind die Deutschen am skeptischsten, was die Hygiene in lokalen Gaststätten, Pizzerien und Mittagsbüffets angeht.

World Toilet Day

Die wesentlichen Faktoren, die für den Hygiene-Gesamteindruck ausschlaggebend sind, sind saubere und ordentliche Räumlichkeiten (53 %), saubere Toiletten (35 %) sowie die Möglichkeit, die Küche einzusehen (12 %).

Die Studie beleuchtet außerdem Unterschiede in der Wahrnehmung von Waschräumen in verschiedenen Bereichen: Demnach stehen Waschräume am Arbeitsplatz und in Restaurants in der Gunst der befragten Toilettenbesucher aus Deutschland am höchsten, gefolgt von Flughafentoiletten. Dagegen werden öffentliche Toiletten und Zugtoiletten eher gemieden.

Insgesamt brachte die Studie 2011 international vergleichbare Ergebnisse hervor, ob die Befragten nun in Schweden, Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Finnland, Polen, Belgien oder in den Niederlanden wohnten.

Unterschiede fanden sich vor allem in der Hygiene-Bewertung einzelner Restauranttypen. Während lokale Gaststätten und Pizzerien in Deutschland auf die untersten Listenplätze verwiesen wurden, erhielten Pizzerien in Großbritannien sehr gute Noten. In Finnland wurden lokale Gaststätten am schlechtesten bewertet. Die Polen gaben Mittagsbuffets und Fast-Food-Ketten die schlechtesten Noten, Fast-Food-Cafés hingegen wurden am besten bewertet. Insgesamt rangierten Fast-Food-Ketten bei der Hygiene-Befragung europaweit eher im unteren Bereich – ihre beste Bewertung erhielten sie übrigens aus Deutschland.

Tipps für mehr Sauberkeit in Restaurants
Der wichtigste Hygieneaspekt ist in Restaurantbetrieben ganz offensichtlich der Umgang mit Lebensmitteln. Für diesen Bereich gibt es zahlreiche eindeutige Regelungen, die der Branche bestens bekannt sind und für Ordnung sorgen. Von gleichermaßen hoher Bedeutung sind jedoch auch die Hygiene im Gastraum und ganz besonders die Hygiene in den Waschräumen.

„Einwandfreie Händehygiene ist ein Muss für jeden, dem die Gesundheit der Gäste am Herzen liegt. Mitarbeiter sollten zwei einfache Regeln beherzigen. Erstens: Regelmäßig Hände waschen. Zweitens: Die Reinigungstücher zum Tischabwischen oft wechseln. In Waschräumen sollten Einmal-Papierhandtücher zur Verfügung stehen, die nach der Benutzung weggeworfen werden. Von mehreren Personen benutzte Stoffhandtücher sind dagegen ein optimaler Nährboden für Keime – sie gedeihen in feuchten Umgebungen am besten“, erläutert Katrin Ferge, Brand Communication Managerin und Hygienespezialistin bei Tork.

Eine einfache Maßnahme, um die Verbreitung von Bakterien zu unterbinden, ist beispielsweise die Ausstattung des Betriebs mit Seifenspendern. Wichtig ist insbesondere auch die Reinigung von Lichtschaltern, Spültasten, Türgriffen und Wasserhähnen – denn dort sammeln sich leicht Keime.

Das Waschraumbarometer 2011 wurde von Netigate im Auftrag von Tork in acht europäischen Ländern realisiert. Die jährliche Umfrage rückt das Thema Hygiene im Zusammenhang mit dem Welttoilettentag am 19. November ins Rampenlicht. Die diesjährige Studie richtete das Hauptaugenmerk auf die Hygiene-Wahrnehmung von Restaurantbesuchern. Die detaillierten Ergebnisse können unter http://www.tork.de/Ueber-Tork/hygiene/Waschraumbarometer/ nachgelesen werden.

Hygiene-Rangliste der Deutschen nach Restauranttypen (von oben nach unten):

  • Bars und Restaurants der gehobenen Klasse
  • Hotelrestaurants
  • Sushi-Bars
  • Fast-Food-Cafés
  • Fast-Food-Ketten
  • Mittagsbüffets
  • Pizzerien
  • lokale Gaststätten

Firmenkunden fordern: Hotels müssen Sicherheitschecks machen

Hotelberater Ulrich Jander prüft Gastbetriebe – Scharfes Haftungsrecht

(Rüsselsheim, 29. November 2011) Hotels werden immer öfter beklagt. Sei es aufgrund eines Sturzes auf der Hoteltreppe oder wegen Bettwanzen-Stiche … – das Haftungsrecht in der Beherbergung ist komplex und setzt immer neue Anforderungen an die Hotelbetreiber. Darauf macht der international tätige Hotel-Sicherheitsberater Ulrich Jander aufmerksam. Im Auftrag von namhaften Firmenkunden, Banken, Versicherungen und ausländischen Botschaften prüft er die Sicherheitslage für Geschäftsreisen und Hotelaufenthalte.

TV-Hoteltester Ulrich Jander: Hotels müssen Sicherheit besser checken – Firmenkunden verlangen höhe Standards und das Haftungsrecht wird verschärft

TV-Hoteltester Ulrich Jander: Hotels müssen Sicherheit besser checken – Firmenkunden verlangen höhe Standards und das Haftungsrecht wird verschärft

 
„Alle Firmenkunden haben ein großes Interesse daran, dass gerade auch in den Hotels die Sicherheitsvorschriften eingehalten werden. Doch die Realität sieht leider meistens anders aus, insbesondere was das Haftungsrecht betrifft“, so Jander. Bis vor einiger Zeit hieß in den Chefetagen der Tagungs- und Businesshotellerie dazu: „Wurde von der Behörde nicht bemängelt“ – oder: „Brandschutz? Bestandschutz? Was soll denn da schon passieren?“

Doch Banken, Versicherungen und Reiseveranstalter üben immer mehr Druck aus. Ganz klassisch ist das Ranking gemäß dem Kontroll- und Transparenzgesetz KontraG §91 (von Mai 1998), wonach der Vorstand der Hotelketten gefährdete Ereignisse früh erkennen muss. „In den vergangenen Jahren wurden bei den sogenannten Sicherheitschecks, die wir im Auftrag von Konzernen durchgeführt haben, festgestellt, dass das Thema Sicherheit in den Hotels immer weniger beachtet wird“, berichtet Jander. Sicherheit werde zuweilen nur als „Kosten verursachendes Übel“ angesehen. So habe man in einem Hotel explizit darauf bestanden, dass kein externer Berater ins Haus komme. „Das geht nicht mehr gut“, so Jander, „denn in den entsprechenden Behörden wirft man verstärkt ein Auge auf die Sicherheitsstandards in der Beherbergung.“
 
Die Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gastgewerbe (BGN) hatte dazu eine interessante Abhandlung über das Haftungsrecht der Sicherheitsfachkraft (Sifa) herausgegeben. Unter www.bgn.de/474/1819/2 ist nachzulesen, wonach die angestellte „Sifa“ haftbar gemacht und strafrechtlich belangt werden. „Aber: Haftungsrecht gilt nicht nur für die Sicherheitsfachkraft, auch im Bereich der Küche und dem Service treten häufig Mängel auf, die zu Problemen mit den Behörden führen können“, berichtet Jander aus langjähriger Erfahrung.

Dies sei einer der Gründe, warum die Bundesregierung die sog. Hygiene-Ampel einführen will. Zwar gebe es bereits einige gesetzliche Grundlagen, aber die würden kaum eingehalten. Ähnlich verhält es sich auch im Hotelbereich, wo immer öfter Hilfs-, Teilzeit- und Saison-Arbeitskräfte in punkto Sicherheits- und Hygienemanagement kaum geschult seien. „Immer wieder muss ich feststellen, dass man an den Buffets den Spuckschutz einspart oder es generell an Sauberkeit mangelt“, so Jander.

Der aus dem Fernsehen bekannter „Hotelchecker“ engagiert sich Jander um die Hygiene, Sauberkeit und Arbeitssicherheit in der Hotellerie, gehobenen Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung. Mit dem Gastro-Smiley „SQS – Smiley für Qualität und Sauberkeit“ zertifiziert er bundesweit Gastbetriebe. Mehr dazu: www.hygienecheck-smiley.de

Ulrich Jander ist Sicherheitsberater und Fachberater für Arbeits- und Objektschutz. Zusammen mit seiner Frau Martina leitet der die Unternehmen GQH Gesellschaft für Qualitätssicherung im Hotel und ASD Arbeitsmedizinischer & Sicherheitstechnischer Dienst. Der gelernte Bankkaufmann und Verwaltungsfach-Ingenieur ist u.a. Sachverständiger für Arbeitssicherheit und Brandrisikomanagement. Seit über 20 Jahren berät er Hotels, Banken und Versicherungen in Sachen Sicherheit. Mit dem „SQS-Smiley für Qualität und Sauberkeit“ vergibt er eine eigene, sehr streng behandhabte Zertifizierung im Gastgewerbe. Der 53-Jährige lebt in Rüsselsheim bei Frankfurt/Main. Weitere Informationen: www.gqh-hotel.de, www.gastro-smiley.eu www.Hotelchecker.TV

TORK – Ein Stern mehr: Hotelinspektor Heinz Horrmann in der Küche des Grandhotels

(Bonn, 18. Oktober 2011) TORK startet groß angelegte Kampagne “Ein Stern mehr” für mehr Sauberkeit und Hygiene – Hotelinspektor Heinz Horrmann ist wieder auf Tournee. Heute checkt er im Leading Hotel Kameha Grand in Bonn die Küche der Brasserie “Next Level”.

Präsentierte TORK-Produkte:
Performance Einzeltuchspender (Tork Premium Reinigungstuch 530)
Elevation Seifenspender mit Armhebel (Mit Desinfektionsgel)
Elevation Handtuchspender (H1 Spender mit Premium Rollenhandtuch 290016)
Reinigungstücher (Tork Performance Wandhalter W1 System mit Tork Advanced Wischtuch 420)

Nächster Film live! Ein Stern mehr für Hygiene: Heinz Horrmann checkt das Kameha Grand Bonn

(Mannheim, 10. Oktober 2011) Hygienespezialist Tork und Heinz Horrmann zeichnen Hotels aus: Zum Start der breit angelegten Kampagne für mehr Sauberkeit und Hygiene war der RTL-Hotelinspektor im Kameha Grand Bonn, der besten Hotel-Eventlocation Deutschlands (Sieger bei “Location Awards 2011″). Nun ist ein weiterer Videoclip “on air”: Heinz Horrmann checkt die Waschräume. 

Fünf Sterne Superior sind das Maximum dessen, was ein Top-Hotel nach der Deutschen Hotelklassifizierung erreichen kann. Dank einer gemeinsamen Initiative des Hygienespezialisten Tork und des Hotelkritikers Heinz Horrmann können Hotels ab 2012 einen Extra-Stern für vorbildliche Hygiene erhalten.

Heinz Horrmann gilt als einer der meist respektierten Restaurant- und Hotel-Kritiker weltweit. Im April 2001 wurde Heinz Horrmann als erster Journalist mit dem begehrten Five Star Diamond Award der American Academy of Hospitality Sciences als „bester Hotel-Autor weltweit“ ausgezeichnet, eine Ehre, die ihm 2011 erneut zuteil wurde. Für seine Verdienste um die deutsche Hotellerie und Gastronomie sowie seinen ständigen Einsatz gegen die „Service-Wüste“ wurde ihm außerdem das Bundesverdienstkreuz verliehen.

Das Thema Hygiene ist dabei etwas, was Heinz Horrmann besonders am Herzen liegt – eine ideale Bedingung für eine Partnerschaft mit dem Hygienespezialisten Tork. Als Marke des schwedischen Unternehmens SCA leistet Tork im Restaurant- und Hotelleriegewerbe seit Jahren einen aktiven Beitrag im Kampf gegen Hygienemängel und legt mit funktionalen Spendersystemen und durchdachten Produkten einen Grundstein für die einwandfreie Hygiene in jedem Betrieb.

Mit „Ein Stern mehr“ bieten Tork und Heinz Horrmann nun Hotels und Restaurants, die sich ebenfalls der perfekten Sauberkeit und Einhaltung höchster Hygienestandards verschrieben haben, eine einmalige Möglichkeit: nämlich einen Stern mehr verliehen zu bekommen – für vorbildliche Hygiene.

Die zeigt sich laut Tork und Heinz Horrmann vor allem im Bereich Waschraum, der als Visitenkarte des Hauses angesehen wird, aber auch in der Küche. Denn speziell dort, wo mit frischen Lebensmitteln gearbeitet wird, ist ein hygienisch makelloser Zustand die Grundvoraussetzung für ein Menü auf Top-Niveau. Und den erreicht man nur mit der richtigen Basis. „Für die optimale Hygiene zählt im Grunde das, was auch für ein perfektes Gericht gilt“, weiß Heinz Horrmann, „man muss von Anfang an die besten Produkte und Utensilien haben. Nur dann stimmt das Ergebnis.“

Weitere Informationen finden Sie auch unter: http://www.ein-stern-mehr.com
Alle Filme dazu sind zu sehen unter: http://einsternmehr.hotelier-tv.com

Hotelinspektor Heinz Horrmann im Kameha Grand Bonn – nächster Film live!

Nächster Film mit Hotelinspektor Heinz Horrmann: Hygienecheck im Kameha Grand Bonn, der besten Hoteleventlocation Deutschlands – Sehen Sie jetzt: www.hotelier-tv.com

Mehr zur Kampagne TORK – Ein Stern mehr: www.ein-stern-mehr.com

Umfrage von tripadvisor.com: Deutsche Restaurantgäste möchten vor Hygiene-Sündern gewarnt werden

(München, 03. Oktober 2011) Fast acht von zehn deutschen Restaurantbesuchern befürworten die Kennzeichnung von Hygiene‐Sündern durch ein Ampelsystem. Dies ergab eine Umfrage unter 1.512 Reisenden durch tripadvisor.com. Die Verbraucherschutzminister der Länder planen die Einführung der Restaurant‐Ampel, die sichtbar im Eingangsbereich eines jeden Lokals die Sauberkeit signalisieren soll, für Januar 2012.

Laut einer Umfrage von tripadvisor.com ist die Mehrheit der Deutschen für den staatlichen Hygienecheck in der Gastronomie

Laut einer Umfrage von tripadvisor.com ist die Mehrheit der Deutschen für den staatlichen Hygienecheck in der Gastronomie

Eine deutliche Mehrheit von 43 Prozent sprach sich für die Restaurant-Ampel aus. Sogar 36 Prozent stimmten für eine Verschärfung des Ampelsystems – dieses sollte überall dort eingeführt werden, wo Essen und Getränke verkauft werden. Lediglich neun Prozent sind gegen ein Ampelsystem. Neun Prozent essen weiterhin dort, wo es ihnen am besten schmeckt – ganz egal ob grün, gelb oder rot.

Ein Stern mehr für Hygiene – Hygienespezialist Tork und Heinz Horrmann zeichnen Hotels aus

Hotelinspektor Heinz Horrmann: Mit „Ein Stern mehr“ bieten er und Tork nun Hotels und Restaurants, die sich ebenfalls der perfekten Sauberkeit und Einhaltung höchster Hygienestandards verschrieben haben, eine einmalige Möglichkeit: nämlich einen Stern mehr verliehen zu bekommen – für vorbildliche Hygiene.

Hotelinspektor Heinz Horrmann: Mit „Ein Stern mehr“ bieten er und Tork nun Hotels und Restaurants, die sich ebenfalls der perfekten Sauberkeit und Einhaltung höchster Hygienestandards verschrieben haben, eine einmalige Möglichkeit: nämlich einen Stern mehr verliehen zu bekommen – für vorbildliche Hygiene.

(Mannheim, 28. September 2011) 5 Sterne Superior sind das Maximum dessen, was ein Top-Hotel nach der Deutschen Hotelklassifizierung erreichen kann. Dank einer gemeinsamen Initiative des Hygienespezialisten Tork und des Hotelkritikers Heinz Horrmann können Hotels ab 2012 einen Extra-Stern für vorbildliche Hygiene erhalten.

Heinz Horrmann gilt als einer der meist respektierten Restaurant- und Hotel-Kritiker weltweit. Im April 2001 wurde Heinz Horrmann als erster Journalist mit dem begehrten Five Star Diamond Award der American Academy of Hospitality Sciences als „bester Hotel-Autor weltweit“ ausgezeichnet, eine Ehre, die ihm 2011 erneut zuteil wurde. Für seine Verdienste um die deutsche Hotellerie und Gastronomie sowie seinen ständigen Einsatz gegen die „Service-Wüste“ wurde ihm außerdem das Bundesverdienstkreuz verliehen.

Das Thema Hygiene ist dabei etwas, was Heinz Horrmann besonders am Herzen liegt – eine ideale Bedingung für eine Partnerschaft mit dem Hygienespezialisten Tork. Als Marke des schwedischen Unternehmens SCA leistet Tork im Restaurant- und Hotelleriegewerbe seit Jahren einen aktiven Beitrag im Kampf gegen Hygienemängel und legt mit funktionalen Spendersystemen und durchdachten Produkten einen Grundstein für die einwandfreie Hygiene in jedem Betrieb.

Mit „Ein Stern mehr“ bieten Tork und Heinz Horrmann nun Hotels und Restaurants, die sich ebenfalls der perfekten Sauberkeit und Einhaltung höchster Hygienestandards verschrieben haben, eine einmalige Möglichkeit: nämlich einen Stern mehr verliehen zu bekommen – für vorbildliche Hygiene.

Die zeigt sich laut Tork und Heinz Horrmann vor allem im Bereich Waschraum, der als Visitenkarte des Hauses angesehen wird, aber auch in der Küche. Denn speziell dort, wo mit frischen Lebensmitteln gearbeitet wird, ist ein hygienisch makelloser Zustand die Grundvoraussetzung für ein Menü auf Top-Niveau. Und den erreicht man nur mit der richtigen Basis. „Für die optimale Hygiene zählt im Grunde das, was auch für ein perfektes Gericht gilt“, weiß Heinz Horrmann, „man muss von Anfang an die besten Produkte und Utensilien haben. Nur dann stimmt das Ergebnis.“

Innovation für mehr Diebstahlschutz im Hotel: TV-Hotelchecker Ulrich Jander testet neuen „E-Safe“ für wertvolle Gegenstände – Wirksamer Schutz bei Wirtschaftsspionage

(Rüsselsheim, 30. August 2011) Geklaut wird fast alles: Gerade moderne Arbeitsgeräte wie Laptops oder Smartphones kommen auf Geschäftsreisen weg. Auch Businesshotels sind Ziel von Dieben, die ihre Opfer meist gezielt auskundschaften. Der aus dem TV bekannte „Hotelchecker“ Ulrich Jander testete nun eine Innovation, die den Diebstahl verhindern soll. Der „E-Safe“ der Kreuztaler Sicherheitsfirma Castellan AG lässt sich nur per Fingerscan öffnen. „Ein Einbruch ist nahezu ausgeschlossen“, resümiert Jander, der seit über 20 Jahren die Hotellerie in Sachen Sicherheit berät.

Schutz vor Wirtschaftsspionage – der „E-Safe“ von Castellan lässt sich nur per Fingerscanner öffnen

Schutz vor Wirtschaftsspionage – der „E-Safe“ von Castellan lässt sich nur per Fingerscanner öffnen

„Geschäftsreisende sind immer häufiger Ziel von Wirtschaftsspionage“, sagt Jander. Längst seien nicht nur Vorstände, Geschäftsführer oder leitende Mitarbeiter Ziel von Abhör- oder Klauaktionen. Gerade Angestellt im Vertrieb, die häufig unterwegs sind und sensible Daten wie Geschäfts- und Absatzzahlen mit sich führen müssen, sind betroffen. Das sog. Travel-Risk-Management beschäftigt namhafte Hotels und Firmenkunden gleichermaßen. Bei einem Workshop des Verbandes Deutsches Reisemanagement (VDR) wurde jüngst demonstriert, mit welchen „Maschen“ die Gauner arbeiten. So wurde bei einer Präsentation vorgegaukelt, dass ein „Politiker“ die „deutschen Unternehmer“ begrüßen wollte – doch danach stellte sich heraus, man hatte nur die Ablenkung dazu benutzt, um die Festplatte des unbeobachteten Laptops zu kopieren. Die Empfehlung des Hotelsicherheitsexperten dazu: „Die Präsentation oder Daten sollte man auf einem Datenstick oder Smartphone speichern und mitnehmen. Dann ist man relativ sicher unterwegs, auch im Ausland.“

Eindrucksvoll demontrierte der TV-Hotelchecker jüngst für eine Magazinsendung von Sat.1, wie man auch in einem Urlaubshotel sorglose Gäste schröpfen kann. Die Sendung fand enormen Zuspruch und erregte Aufsehen. „Es wird einem manchmal viel zu leicht gemacht, an die Zimmerschlüssel eines Gastes heranzukommen“, so Jander. Travel-Risk-Management ist auch für namhafte und große Hotels ein wichtiges Thema. „Da nahezu jeden Tag neue Tricks unternommen werden, ist der Schulungsbedarf ernormen – auch bei Hotelmitarbeitern an Rezeption, Guest Relations und Roomservice“, rät Jander.

Die wichtigsten Maßnahmen im Travel Risk Management

Für Hotels

  • Wurde durch das Travel-Riskmanagement eine Gefährdungsanlyse im Hotel durchgeführt?
  • Werden die gültigen Rechtsvorschriften im Hotel eingehalten? (Brandschutz, Diebstahlschutz, Lebensmittelsicherheit, etc)?
  • Ist das Hotel vor Anschlägen sicher?
  • Gibt es ausgebildete Security-Fachleute im Hotel?
  • Wie sicher sind Geschäftsdaten bzw. Unterlagen im? Hotel (Einbruch im Gästezimmer)

Für Business Traveler

  • Besteht eine Auslandkrankenversicherung?
  • Gibt es Detektoren (Kontrollen) ähnlich wie am Flughafen?
  • Gibt es in der Nähe ein Krankenhaus nach europäischen Standards?
  • Besteht die Möglichkeit einer Rückreise, wenn der normale Weg nicht eingeschlagen werden kann? (Flughafen gesperrt, innere Unruhen)
  • Ist der Travel-Risk-Manager immer erreichbar?
  • Wie geht man bei einem medizinischen Notfall um?
  • Ist der Geschäftsreisende zusätzlich abgesichert (Versicherung)?
  • Hat sich der Travel-Risk-Manager von der Sicherheit des Hotels überzeugt?
  • Besteht seitens des Hotels eine ausreichende Haftpflichtverletzung? (Empfehlung mind. 50 Mio. Euro)
  • Erfolgt eine Dokumentation des Travel Risk Managements?
  • Ist der Geschäftsreisende telefonisch erreichbar? (optimal: Satellitenhandy)

(ein Auszug aus einem 300 Punkte starken Kriterienkatalag)

Ulrich Jander wurde nun auch zum Sachverständigen für Gastro-.Hygiene ernannt – sein „Gastro-Smiley“ wird in ganz Deutschland in der Gastronomie verwendet

Ulrich Jander wurde nun auch zum Sachverständigen für Gastro-.Hygiene ernannt – sein „Gastro-Smiley“ wird in ganz Deutschland in der Gastronomie verwendet

Ulrich Jander ist Sicherheitsberater und Fachberater für Arbeits- und Objektschutz. Zusammen mit seiner Frau Martina leitet der die Unternehmen GQH Gesellschaft für Qualitätssicherung im Hotel und ASD Arbeitsmedizinischer & Sicherheitstechnischer Dienst. Der gelernte Bankkaufmann und Verwaltungsfach-Ingenieur ist u.a. Sachverständiger für Arbeitssicherheit und Brandrisikomanagement. Seit über 20 Jahren berät er Hotels, Banken und Versicherungen in Sachen Sicherheit. Mit dem „SQS-Smiley für Qualität und Sauberkeit“ vergibt er eine eigene, sehr streng behandhabte Zertifizierung im Gastgewerbe. Der 53-Jährige lebt in Rüsselsheim bei Frankfurt/Main.

Hotellerie: Viele Profiköche tun sich schwer mit dem Thema HACCP

(Rüsselsheim, 14. Juni 2011) Der nächste Lebensmittel-Skandal kommt bestimmt. Nach der EHEC-Krise ist die Fachdiskussion im Küchenhygiene neu entbrannt. „Viele Hotels und Restaurants tun sich mit dem Thema HACCP noch immer schwer“, bekennt der aus dem TV bekannte Hygienekontrolleur und Hotelsicherheits-Experte Ulrich Jander aus Rüsselsheim. Er verweist auf die DIN EN ISO-Norm 22000 über Managementsysteme für Lebensmittelsicherheit. „Wenn ich diese Vorschriften kenne und mich daran halte, kann mir eigentlich nicht viel passieren, egal ob es um Rückstellproben geht oder um die Reinigung“, so Jander. Die DIN-Norm sagt auch, dass interne Audits durchgeführt werden müssen. „Aber wer macht das denn?“, fragt sich der Gastroexperte.

Alles was man über Küchenhygiene wissen muss, steht in der DIN EN ISO-Norm 22000 über Managementsysteme für Lebensmittelsicherheit (Foto: Lucky Dragon/fotolia.com)

Alles was man über Küchenhygiene wissen muss, steht in der DIN EN ISO-Norm 22000 über Managementsysteme für Lebensmittelsicherheit (Foto: Lucky Dragon/fotolia.com)

Welcher Koch könne von sich sagen, dass er in den Rechtsvorschriften der Lebensmittelverordnung sattelfest sei. Küchen sind ein hochsensibles Thema und wenn das Thema Lebensmittelsicherheit ins Spiel kommt, würden viele Entscheider gleich abblocken, berichtet Jander. „Da sind viele beratungsresistent und nehmen sachliche Kritik gleich sehr persönlich“, beklagt sich der Hygienetester. Da ging es auch um Hinweise auf Schädlinge aus dem Ausland, die beispielsweise mit Rohwaren aus exotischen Ländern in die Küchen geraten. Kaum jemand wisse, wie man damit umzugehen habe, so Jander.

Dabei entwickelt sich das Hygienemanagement im Gastgewerbe schnell weiter. Der jüngste politische Beschluss, ab 2012 ein staatliches Hygiene-Kontrollbarometer („Restaurant-Hygieneampel“) zu starten rief lauten Protest hervor. Dabei wurde dies bereits im November 2007 mit der Novellierung des Verbraucherinformationsgesetz eingeführt.

Hygieneexperte Ulrich Jander: Noch mehr Kontrollen in der Gastronomie sind nötig

Hygieneexperte Ulrich Jander: Noch mehr Kontrollen in der Gastronomie sind nötig

Seit 2005 gilt die DIN-Norm für Lebensmittelsicherheit, in Anlehnung an die Bundeswehrvorschrift ZDV 36/1. „Wenn man mal die Armee mit der Hotellerie vergleicht, stellt sich heraus, dass die Bundeswehr mit ihren Vorschriften Meilen voraus war und und nur sehr wenige Beanstandungen zu verzeichnet hatte“, so Jander.

Seit nunmehr drei Jahren werden Gastbetriebe von Jander in Sachen Sauberkeit und Hygiene zertifiziert. „Ein wichtiger Faktor bei der Auditierung war Küchenhygiene, was viele Betriebe begrüßt haben“, so der Hygienechecker. Seit dem vergangenen Jahr vergibt Jander den „Gastro-Smiley“ in der klassischen Gastronomie.

„Wir werden nicht umhinkommen, immer mehr Kontrollen durchführen zu müssen“, so Jander. Immer wieder fallen schwarze Schafe unter den Gastronomen und Hoteliers auf. In anderen Wirtschaftsbereichen, z.B. der Logistik mit „Schrottlastern“, heißt der Umstand dann „rechtswidrige Gewinnabschöpfung“. Diese Anschuldigung könnte bei einem Rechtstreit den Gastronomen eventuell auch treffen, gibt Jander zu bedenken.

EHEC: Warnung vor Gurken, Tomaten und Salat aufgehoben

UPDATE (Hamburg, 10. Juni 2011) Die wegen der EHEC-Epidemie geltende Warnung vor dem Verzehr roher Tomaten, Gurken und Blattsalat wurde aufgehoben. Die für die Suche nach dem EHEC-Erreger zuständigen Behörden – Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR, http://www.bfr.bund.de), das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) und das Robert Koch-Institut (RKI, http://www.rki.de/) – halten Ihre Wanrung vor dieser Rohkost nicht mehr aufrecht. Dies wurde heute vormittag in Berlin mitgeteilt. Die Warnung vor Sprossen bleibe dagegen bestehen, heißt es.

Über die üblichen Hygienemaßnahmen hinaus solle man vorsorglich bis auf weiteres Sprossen nicht roh verzehren, heißt es. Gastronomiebetrieben wird empfohlen noch vorrätige Sprossen sowie möglicherweise damit in Berührung gekommene Lebensmittel zu vernichten. Zudem sollte alle Lebensmittel, die aus einem bestimmten Betrieb in Bienenbüttel/Niedersachsen stammen, aus dem Verkehr gezogen werden, wurde mitgeteilt. Ausdrücklich weisen die Behörden darauf hin, dass die üblichen Hygieneempfehlungen im Umgang mit Lebensmittel streng zu befolgen seien.

In jüngster Zeit stehen Sprossen im Verdacht, für die zahlreichen EHEC-Erkrankungen verantwortlich zu sein

In jüngster Zeit stehen Sprossen im Verdacht, für die zahlreichen EHEC-Erkrankungen verantwortlich zu sein

Sprossen, eine Gefahr für die Gesundheit?
In jüngster Zeit stehen Sprossen im Verdacht, für die zahlreichen EHEC-Erkrankungen verantwortlich zu sein, die seit einigen Tagen überwiegend im norddeutschen Raum auftreten. Dies verunsichert den Verbraucher, denn bislang hatten Sprossen den Ruf eines besonders gesunden Nahrungsmittels. Rohe Sprossen sind deshalb bei Personen, die sich gesundheitsbewusst ernähren, besonders beliebt. In Lebensmittelgeschäften und v. a. in Bioläden wird eine Vielzahl von Sprossen angeboten: am meisten verbreitet sind Alfalfa-Sprossen und Mungo-Sprossen. Aber auch Soja-, Adzuki-, Brokkoli-, Rucola-, Radieschen-, Linsen- und Weizensprossen sind im Angebot.

Sprossen werden positive Effekte auf die Gesundheit nachgesagt. Sie sind reich an essentiellen Aminosäuren, mehrfach ungesättigten Fettsäuren, Enzymen, Vitamin A, C, E, B-Komplex, Rutin, Ballaststoffen und Spurenelementen. Weniger seriös sind Anpreisungen als „Vitalstoffbomben“ oder gar als „Wundermittel“ gegen Muskelerkrankungen, Haarprobleme, Verdauungsstörungen und Stoffwechselstörungen. Unbestritten ist jedoch der hohe ernährungsphysiologische Wert der Keimlinge.

Mehr dazu: http://www.cvuas.de/pub/beitrag.asp?subid=1&Thema_ID=2&ID=1442

Anhaltende Konsumzurückhaltung bei Gemüse
Nach Angaben der Agrarmarkt Informations GmbH verursacht die EHEC-Epidemie weiterhin eine erhebliche Kaufzurückhaltung bei vielen Gemüsearten. Nach einer Analyse der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI) verloren Salatgurken schon in Woche 21 gegenüber der Vorwoche knapp 40 Prozent aller Käufer. Ab Donnerstag (26.05.2011) brach der Gurkenmarkt dann völlig zusammen. In Woche 22 war die Käuferschaft gegenüber Woche 20 schon um über 70 Prozent geschrumpft. Bei Salaten waren in Woche 22 schon 60 Prozent der Käufer abgewandert. Bei Rispentomaten betrug der Rückgang zwischen Woche 20 und Woche 22 immerhin noch fast 50 Prozent. Von der rückläufigen Zahl der kaufenden Haushalte kann man recht gut auf den Rückgang der eingekauften Mengen schließen, denn die durchschnittliche Menge je Käuferhaushalt schwankt nur in sehr engen Grenzen.

Aber auch Arten, die nicht ausdrücklich in den Warnungen genannt wurden, wurden in deutlich geringerer Menge verkauft. Bei Radieschen ging die Zahl der Käuferhaushalte um ein Drittel zurück. Bei Möhren und Broccoli liegt der Anteil der Käuferhaushalte in den letzten beiden Wochen am unteren Rand der normal üblichen Werte. Bemerkenswert ist auch die Entwicklung bei Erdbeeren, die ausgehend von einem Spitzenwert in Woche 20 bis Woche 22 ein Drittel der Käufer verloren.

Produzenten im In- und Ausland müssen einen erheblichen Teil ihrer Ernten vernichten, da es für ihre Produkte keine Käufer gibt. Obwohl deutsche Gemüseerzeuger schon frühzeitig durch eine Vielzahl von Analysen nachweisen konnten, dass ihre Ware frei von EHEC Erregern ist, konnten sie den Umsatzeinbruch nicht verhindern. 

EHEC-Untersuchungen: Bisher keine positiven Ergebnisse
Die Ermittlungen der Lieferbeziehungen des Sprossen-Erzeugers in Bienenbüttel werden mit Hochdruck fortgesetzt. Die Indizienkette konnte durch weitere Klärung von Verbindungen zu Erkrankungsfällen weiter abgesichert werden. Durch Rückmeldungen von Erkrankten ergaben sich weitere Hinweise zum Zusammenhang mit dem Verzehr von Sprossen, teilte das niedersächsische Landwirtschaftsministerium mit. In Folge der Meldungen und im Zusammenhang mit neuen Erkrankungsfällen konnten Proben von Sprossen, die in den Haushalten noch vorhanden waren, für die Untersuchung gewonnen werden. Auch Proben anderer Hersteller wurden beprobt.

Ein Expertenteam hat in dem Erzeugerbetrieb mehrere hundert Proben entnommen. Dabei wurden alle Produkte und Betriebsbereiche einschließlich Wasser- und Abwasserversorgung berücksichtigt. Bisher wurden insgesamt 853 Proben eingeliefert. Eine EHEC-positive Probe lag zuletzt noch nicht vor. Bei 471 Proben war das Untersuchungsergebnis negativ. 382 Proben sind noch in Bearbeitung oder bedürfen weiterer Absicherung. Von den 17 bisher ausstehenden Proben der zunächst aus dem Bienenbütteler Betrieb entnommenen 40 Proben sind bisher neun Untersuchungen abgeschlossen worden, die Ergebnisse sind negativ. Acht Untersuchungen laufen noch.
Verfahren des Fraunhofer FEP desinfiziert sicher und effizient Saatgut
Wissenschaftler am Fraunhofer-Institut für Elektronenstrahl- und Plasmatechnik FEP in Dresden haben ein Verfahren etabliert, um zuverlässig und effizient Saatgut von Krankheitserregern, wie Bakterien und Pilzen, zu befreien. Pathogene EHEC-Bakterien haben in den letzten Wochen in Deutschland und Europa zahlreiche Krankheitsfälle und große Verunsicherung bei Verbrauchern ausgelöst. Neuen Meldungen zufolge steht Saatgut von Sprossen im Verdacht mit EHEC-Bakterien belastet zu sein. Welcher Auslöser auch gefunden wird, in den letzten Wochen ist deutlich geworden, welche Auswirkungen kontaminierte Lebensmittel haben können und wie wichtig die zuverlässige Behandlung von Saatgut und die Sterilisation von Lebensmitteln sind.

Bei der Saatgut-Behandlung des Dresdener Institutes können die Schädlinge keine Resistenzen ausbilden, wie es bei Verwendung von Antibiotika geschehen kann, da es sich um ein rein physikalisches Verfahren handelt. Zudem kommt es ohne Chemikalien aus, die belastend für die Umwelt und die Gesundheit des Anwenders sein können.

In Deutschland konnte die Wirksamkeit für viele Arten von Getreidesaatgut gegen unterschiedliche Krankheitserreger (u.a. auch Pseudomonas-Bakterien) nachgewiesen werden und in langjähriger Zusammenarbeit mit dem Julius-Kühn-Institut als geeignete Saatgutbehandlungsmethode für unterschiedliche Anbaubedingungen bestätigt werden. Neben dem Julius-Kühn-Institut empfiehlt auch die europäische und mediterrane Planzenschutzorganisation EPPO (European and Mediterranean Plant Protection Organization) das Verfahren für die konventionelle als auch für die ökologische Landwirtschaft.

Für die Anwendung steht bereits ein mobiles System mit einer Stundenleistung von bis zu 30 Tonnen Saatgut zur Verfügung. Bisher werden in Deutschland 4.000 bis 5.000 Tonnen Saatgut pro Jahr, vorrangig Getreide (Weizen, Gerste, Hafer), aber auch Raps, Leguminosen und Gemüsesaatgut mit der Technologie behandelt und in der konventionellen sowie in der ökologischen Landwirtschaft angebaut. Frank-Holm Rögner, Leiter der Abteilung »Elektronenstrahl-Prozesse« am Fraunhofer FEP, bekräftigt: »Die Elektronenbehandlung von Saatgut ist technologisch ausgereift und in Sachsen bereits auf dem Markt. Eine Erweiterung der Technologie auf die Sterilisation von Lebensmitteln ist technologisch auf jeden Fall machbar.«

In Deutschland ist die Behandlung von Lebensmitteln mit beschleunigten Elektronen nicht gestattet. Eine aktuelle Studie der EU konnte jedoch belegen, dass beschleunigte Elektronen gegenüber konventionellen Sterilisationsverfahren keine negativen Auswirkungen auf die Lebensmitteleigenschaften haben.
Hintergrund: Was macht das BfR im aktuellen EHEC-Ausbruchsgeschehen?
Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) ist in Deutschland für wissenschaftliche Risikobewertungen im gesundheitlichen Verbraucherschutz zuständig. Das Institut bewertet gesundheitliche Risiken, erarbeitet Empfehlungen zur Risikobegrenzung und kommuniziert diese Prozesse transparent an die Öffentlichkeit. Das BfR ist aktuell an der Aufklärung des derzeitigen EHEC-Ausbruchsgeschehens beteiligt. Dabei stützt es seine Arbeit auf mehrere Säulen: Entwicklung von Labortests und Untersuchungen von Isolaten und Proben, Analyse des Ausbruchsgeschehens sowie gesundheitliche Risikobewertung des Keims EHEC O104:H4. Darüber hinaus übernimmt es eine wichtige Rolle in der Risikokommunikation zwischen den Behörden und Gremien des Bundes, der Länder und der Europäischen Union.

Das BfR wurde im November 2002 errichtet, um den gesundheitlichen Verbraucherschutz zu stärken. Es ist die wissenschaftliche Einrichtung der Bundesrepublik Deutschland, die Gutachten und Stellungnahmen zu Fragen der Lebens- und Futtermittelsicherheit sowie zur Sicherheit von Chemikalien und Produkten erarbeitet. Das BfR gehört zum Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV). In seiner wissenschaftlichen Bewertung, Forschung und Kommunikation ist es unabhängig.

Das BfR arbeitet unter anderem gemeinsam mit dem Robert Koch-Institut (RKI) am aktuellen Ausbruchsgeschehen. Das RKI ist ein Bundesinstitut im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit und für die Erkennung, Verhütung und Bekämpfung von Krankheiten, insbesondere der Infektionskrankheiten, zuständig.

Das am 01. Januar 2001 in Kraft getretene Infektionsschutzgesetz (IfSG) regelt, welche Krankheiten bei Verdacht, Erkrankung oder Tod und welche labordiagnostischen Nachweise von Erregern meldepflichtig sind. Weiterhin legt das Gesetz fest, welche Angaben von den Meldepflichtigen gemacht werden und welche dieser Angaben vom lokalen Gesundheitsamt weiter übermittelt werden. Mit der Einführung des IfSG wurden in Deutschland Falldefinitionen zur routinemäßigen Übermittlung der meldepflichtigen übertragbaren Krankheiten eingeführt.

Im aktuellen EHEC/HUS-Ausbruchsgeschehen arbeiten die Überwachungsbehörden der Länder auf Hochtouren, um die Ausbruchsquelle ausfindig zu machen. Das BfR ist an dieser Ausbruchsaufklärung durch umfangreiche Analysen, Datenlieferungen und gesundheitliche Risikobewertungen beteiligt. Ein wesentlicher Baustein in der Klärung des Ausbruchsgeschehens ist es, die Kontaminationsquelle für die betroffenen Lebensmittel ausfindig zu machen und zu verschließen. Dazu muss auf dem Gemüse der Ausbruchsstamm nachgewiesen werden, der im Stuhl der Erkrankten als Krankheitsursache identifiziert wurde.

Das BfR führt Laboruntersuchungen durch und entwickelt ein Test-System zur Identifikation von EHEC-Keim O104:H4 in Lebensmitteln
Das Nationale Referenzlabor für Escherichia coli des BfR ist eng in die Aufklärung eingebunden. Es hat den Untersuchungslaboratorien der Länder eine neue Untersuchungsmethode zur Verfügung gestellt, um den Ausbruchsstamm in verdächtigten Isolaten identifizieren zu können. Diese Methode wurde zusammen mit Experten der französischen Lebensmittelagentur ANSES entwickelt und evaluiert.

Damit die Infektketten schnellstmöglich aufgeklärt werden können, untersucht derzeit das Nationale Referenzlabor für Escherichia coli außerdem Isolate aus dem Ausbruchsgeschehen, die von den Überwachungsbehörden der Länder an das BfR eingesandt werden. Als Referenzlabor hat es die Funktion, die Untersuchungsergebnisse der Labore der Landesüberwachungsbehörden zu bestätigen.

Weiterhin führt das Nationale Referenzlabor für Escherichia coli Untersuchungen an unterschiedlichen Proben durch, die es von den amtlichen Überwachungsbehörden bekommt: Umfeldproben, Bodenproben, Tupferproben aus Gullis, Wasserproben aus verdächtigten Betrieben sowie Proben aus Haushalten, in denen Menschen an dem EHEC-Keim O104:H4 erkrankt sind. Im Referenzlabor werden diese Proben mit aufwändigen analytischen Verfahren systematisch untersucht, um den vermuteten Erreger zweifelsfrei nachweisen zu können.

Das Nationale Referenzlabor für Escherichia coli arbeitet auch eng mit dem europäischen Referenzlabor für Escherichia coli zusammen. Zur zweifelsfreien Typisierung von Isolaten werden diese nach Untersuchung im BfR an das europäische Referenzlabor geschickt. So konnte bei den verdächtigten Lebensmitteln wie Gurken mit Sicherheit ausgeschlossen werden, dass sie den Keim tragen.

Das BfR arbeitet an der Aufklärung des Lebensmittelausbruchs
In Deutschland werden jährlich mehr als 200 000 Erkrankungsfälle beim Menschen gemel-det, von denen anzunehmen ist, dass sie über Lebensmittel übertragen wurden. Der Verdacht auf einen lebensmittelbedingten Krankheitsausbruch besteht bei Erkrankungen von zwei oder mehr Personen, welche im Zusammenhang mit demselben Lebensmittel aufgetreten sind.

BfR-Experten unterstützen derzeit die für die Lebensmittelüberwachung zuständigen Landesbehörden bei Betriebsbesichtigungen vor Ort und bei der Datenerhebung zur Identifizierung von ursächlich beteiligten Lebensmitteln. Sie führen ebenso Interviews im Rahmen der epidemiologischen Fallkontrollstudien des Robert Koch-Instituts (RKI) durch.

Teams des BfR und des RKI reisen in die Städte und Kommunen, in denen der verdächtigte Erreger vermutet wird, um gemeinsam mit den Lebensmittelüberwachungsbehörden und den Untersuchungsämtern vor Ort Erkenntnisse zu möglichen Kontaminationswegen zu gewinnen. Dabei werden Proben von Rohstoffen und Arbeitsgegenständen genommen, die u.a. an das Nationale Referenzlabor für Escherichia coli im BfR zur Abklärung geschickt werden.

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des BfR versorgen eine diesbezüglich eingerichtete „Task Force“ kontinuierlich mit aktuellen Daten, um die Ausbruchsaufklärung voran zu bringen. An dieser „Task Force“, in der die länderübergreifende Aufklärungsarbeit koordiniert und systematisiert wird, ist unter anderem auch das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) beteiligt. Dort werden die gesammelten Daten zu Lieferlisten und Vertriebswegen, Erkrankungsfällen, Interviewangaben, etc. betrachtet und gewichtet. Durch eine sog. Clusterbildung von Erkrankungen und verdächtigen Lebensmittelbefunden erhoffen sich die Experten, das Ausbruchsgeschehen zurück zu verfolgen und auf die Quelle des Erregers schließen zu können.

Die Ursachenforschung bei Ausbruchsgeschehen ist wichtig, um die Lebensmittelsicherheit in Deutschland und der Europäischen Union weiterhin zu verbessern und die Anzahl von Lebensmittelinfektionen und -intoxikationen reduzieren zu können. Dazu führt das BfR das bundesweite System zur zentralen Erfassung von Lebensmitteln, die bei Krankheitsausbrüchen beteiligt sind (BELA).

Das BfR führt gesundheitliche Risikobewertung zu EHEC-Keim O104:H4 durch
Das BfR führt regelmäßig mikrobiologische Risikobewertungen für an Ausbrüchen beteiligten Lebensmitteln und Erregern durch.

Im gegenwärtigen Fall hat das BfR frühzeitig aufgrund der vorliegenden Daten zum Ausbruchsgeschehen gemeinsam mit dem RKI eine Verzehrsempfehlung erlassen. Diese stützt sich auf Hypothesen aus den epidemiologischen Fallstudien des RKI und folgt dem Ansatz des vorsorgenden Gesundheitsschutzes, da die Datenlage noch keine abschließende Bewertung zulässt.

Die Experten des BfR geben Teilrisikobewertungen zu Einzelfragen, u.a. zur Sicherheit von Tiefkühlkost, Stillen, Dekontamination und Desinfektion von Lebensmitteln hinsichtlich einer Erkrankung mit dem EHEC-Keim O104:H4.
Wenn die Quelle des aktuellen Ausbruchsgeschehens identifiziert worden ist, kann das BfR auf Grundlage der epidemiologischen Daten des RKI und einer Expositionsschätzung eine Risikobewertung zum EHEC-Keim O104:H4 vornehmen.

Zur Minimierung des Risikos hat das BfR auch Empfehlungen zum richtigen Umgang mit Lebensmitteln und zur Küchenhygiene erarbeitet.

Das BfR wird von den BfR-Kommissionen für Hygiene und für Expositionsabschätzung beraten
Die Komplexität des Phänomens „Lebensmittelinfektionen“ erfordert erfolgreiche Strategien zur Prävention. Deswegen wurden 2008 die BfR-Kommissionen für Hygiene und für Expositionsabschätzung eingerichtet. Sie koordinieren ein multidisziplinäres Zusammenwirken von verschiedenen externen Experten (Epidemiologen, Mikrobiologen, Lebensmitteltechnologen, Human- und Veterinärmediziner).

Das BfR betreibt aktive Risikokommunikation
Das BfR hat auch den gesetzlichen Auftrag, die Öffentlichkeit über mögliche, identifizierte und bewertete Risiken zu informieren, die Lebensmittel für den Verbraucher bergen können. Das BfR aktualisiert täglich seine Internetseite zu den Ergebnissen des aktuellen Ausbruchsgeschehens.

Die Risikokommunikation richtet sich aber nicht nur an die Öffentlichkeit. Auch im Rahmen der nationalen, europäischen und internationalen Zusammenarbeit (in die auch die WHO eingebunden ist) der verschiedenen Gremien von Bundesministerien und -behörden, Landesministerien und -behörden sowie der europäischen und internationalen Ebene übernimmt das BfR eine wichtige Mittlerfunktion im Austausch der Daten und Informationen zum aktuellen EHEC-Ausbruch. Als nationale Kontaktstelle für die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) versorgt es die europäischen Mitgliedsstaaten kontinuierlich mit aktuellen Informationen zum Stand der Ausbruchsaufklärung.

Die Suche nach der EHEC-Quelle geht weiter – Hygieneexperte: Gastronomen sollten Rückstellproben bis zu 14 Tage aufbewahren

(Hamburg, 08. Juni 2011) Die Unsicherheit rund um die Food-Seuche EHEC wird immer größer: Nach etlichen konkreten Verdächtigungen – betroffen waren bereits mehrere Hotels und Restaurants – ist die Quelle für die mittlerweile internationale Ausbreitung des tödlichen Darmkrankheits-Erregers EHEC noch immer nicht gefunden. Der aus dem TV bekannte Hygieneberater Ulrich Jander rät nun allen Gastronomen, sog. Rückstellproben zu bilden und diese bis zu 14 Tage lang aufzubewahren.

Hygieneexperte Ulrich Jander rät angesichts der großen Verunsicherung wegen EHEC: Von jeder ausgegebenen Speise sollte eine Rückstellprobe gesichert werden - auch in der Gastronomie (Foto: MNStudio/fotolia.com)

Hygieneexperte Ulrich Jander rät angesichts der großen Verunsicherung wegen EHEC: Von jeder ausgegebenen Speise sollte eine Rückstellprobe gesichert werden - auch in der Gastronomie (Foto: MNStudio/fotolia.com)

„Nur mit Rückstellproben von ausgegebenen Speisen beispielsweise bei Banketten und Caterings kann man auf Anhieb einer behördlichen Untersuchung, die ja jederzeit auf reinen Verdacht hin kommen kann, schnell und unkompliziert reagieren“, so Jander. Von allen Speisen lege man 100 Gramm zurück, beschrifte dies mit Datum und Inhalt und bewahre sie 14 Tage lang auf.

Rückstellproben sind in der Gastronomie noch nicht gesetzlich vorgeschrieben. Entsprechende Verordnungen gibt es allerdings seit Jahren in der Gemeinschaftsverpflegung, so beispielsweise bei der Bundeswehr (Zentrale Dienstvorschrift 36/1). „Grundsätzlich sind Rückstellproben recht hilfreich, wenn es um nachgehende Ermittlungen bei Gruppenerkrankungen geht“, meint Jander.

Ulrich Jander ist als „Hotelchecker“ im TV präsent und vergibt mit dem „Gastro-Smiley“ ein eigenes erfolgreiches Hygienezertifikat für die Gastronomie.

Hintergrund zu Rückstellproben in der Gemeinschaftsverpflegung
Die Bestimmungen zu Rückstellproben in der Gemeinschaftsverpflegung werden in der DIN 10526 (gilt seit Februar 2004) dargelegt. Darin heißt es: Gaststätten und Einrichtungen zur Gemeinschaftsverpflegung haben Proben von Speisen und Lebensmittel, die aus rohen Bestandteilen von Hühnereier hergestellt wurden und die anschließend nicht erhitzt wurden, zu entnehmen. Die Proben müssen mit Datum und Uhrzeit der Herstellung gekennzeichnet und bei vier Grad Celsius mindestens 96 Stunden aufbewahrt werden. Allerdings gilt dies nur für Chargen von mehr als 30 ausgegebenen Portionen. A-la-carte-Speisen sind davon also nicht betroffen. Allerdings empfiehlt der Verband der Küchenleiter/innen in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen (VKK) den GV-Betrieben, auch von anderen Speisen – also auch jene ohne Hühnerei-Inhalten – aufzubewahren. So könne im Schadensfall schnell nachgewiesen werden, ob die ausgegebenen Speisen Krankheitserreger enthielten oder eben nicht. Keine Rückstellproben seien von nicht leicht verderblichen Lebensmitteln sowie Waren in Fertigpackungen von Zulieferern wie Süßspeisen, Getränke und Molkereiprodukte nötig.

Einen politischen Vorstoß will nun Hessens Verbraucherschutzministerin Lucia Puttrich (CDU) wagen. Medienberichten zufolge will sie beim Ehec-Krisentreffen heute in Berlin eine rechtliche Änderung auf Bundes- oder sogar auf europäischer Ebene verlangen. Demnach sollen Rückstellproben nicht nur bei Eirpodukten erfolgen und auch von Restaurants verlangt werden.

Hysterie um EHEC-Erreger – Experten-Rat: Gastronomen müssen Food-Lieferanten dokumentieren

(Hamburg, 06. Juni 2011) Der nächste Verdacht kommt bestimmt: In der Hystrie um die Quellen der lebensgefährlichen EHEC-Bakterien ist bereits ein Restaurant in der Lübecker Altstadt in die Schlagzeilen gekommen – zu Unrecht, wie sich herausstellte. Auch etliche Hotels in Lübeck wurden offenbar geprüft, deren Köche mussten Stuhlproben abgeben. Wichtig sei nun, so der erfahrene TV-Hygienechecker Ulrich Jander, eine umfassende Betriebshaftpflichtversicherung zu haben und sämtliche Lieferanten aufzulisten. Dazu stehen Checklisten zum Download zu Verfügung.

EHEC-Hysterie: In der Gastronomie muss man nun verstärkt Sorgfalt beim Lieferanten-Management walten lassen

EHEC-Hysterie: In der Gastronomie muss man nun verstärkt Sorgfalt beim Lieferanten-Management walten lassen

Nötig sei es, sämtliche Lieferanten und Einkaufsquellen aufzulisten. Damit könne dam auf Anhieb herausfinden, woher mögliche Erregerquellen stammen könnten, so Jander. Zudem sollte jeder Lieferant bewertet werden, u.a. Qualität und Preis/Leistungsverhältnis mit ein bis zehn Punkten. So erhalte man rasch Überblick über gute und weniger Lieferanten bzw. Einkaufsquellen. Und jede Reklamation sollte ebenso schriftlich festgehalten werden, gerade bei Hygiene- oder Qualitätsmängeln. Häufen sich Reklamationen z.B. bei wichtigen Bereichen wie Einhaltung der Kühlkette, müsse man die Beziehung zum Lieferanten neu überdenken, so Jander.

Die Checkliste dafür stehen hier zum kostenfreien Download zur Verfügung:

Wichtig sei, dass Gastwirte nachweisen müssten, was sie wann bei wem gekauft haben. „Wenn diese Kette dicht geflochten ist, kann man hier den Erreger hoffentlich finden“, sagte Martin Müller, Vorsitzender des Bundesverbandes der Lebensmittelkontrolleure gegenüber der Nachrichtenagentur dpa. Noch mehrere Wochen nach einer EHEC-Infektion in einem Restaurant könne dort der gefährliche Darmkeim noch nachgewiesen werden.

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KOCHWELT Fachinformationen – Ausgabe Juni 2011
Große Verunsicherung in Profiküchen – EHEC: Erreger noch nicht endgültig typisiert – Tomaten, Salatgurken und Blattsalate sollten dennoch weiterhin nicht roh verzehrt werden
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KOCHWELT Fachinformationen – Ausgabe Mai 2011
Gefährliche Darmepidemie durch EHEC – Hygiene-Checkliste: Was in der Küche zu beachten ist
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Hysterie um EHEC-Erreger: Heiße Spur führt in Lübecker Restaurant

(Lübeck, 04. Juni 2011) Eine neue heiße Spur: 17 Gäste eines Restaurants in Lübeck sollen sich mit dem lebensgefährlichen Darmkrankheits-Erreger EHEC infiziert haben und daran erkrankt sein. Dies berichten die „Lübecker Nachrichten“. Experten des Robert-Koch-Instituts und des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) seien bereits zu Untersuchungen in der Hansestadt eingetroffen. Doch träfe nicht den Betreiber des Restaurants Schuld. „Allerdings kann die Lieferantenkette möglicherweise den entscheidenden Hinweis geben, wie der Erreger in Umlauf gekommen ist“, wird Prof. Werner Solbach, Mikrobiologe am Universitätsklinikum Lübeck, zitiert.

Die an EHEC und HUS erkrankten Restaurantgäste hätten dort zwischen dem 12. und 14. Mai gegessen. Darunter seien Dänen, die zu einem Tagesausflug nach Lübeck gereist waren, und auch 30 Frauen aus ganz Deutschland, die zu einem Gewerschaftsseminar kamen. Acht der Erkrankten gelten als sehr schwere Fälle, eine Frau aus Nordrhein-Westfalen sei mittlerweile verstorben. Auch ein Kind aus Süddeutschland sei betroffen.

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EHEC-Erkrankungen: Informationen für Lebensmittel-verarbeitende Betriebe, Gastronomie und Verbraucher

(Bönnigheim, 30. Mai 2011) Erkrankungen mit dem EHEC-Erreger bestimmen in diesen Tagen die Medien und rücken dabei wieder einmal die hygienischen Bedingungen bei der Verarbeitung von Lebensmitteln in den Fokus. Dies betrifft insbesondere Gemeinschaftsverpflegungen mit hygienisch sehr hohen Anforderungen (z.B. Gastronomiebranche, Kitas, etc.), doch auch Verbraucher, die sich auf Wochenmärkten mit Gemüse versorgen, sind beunruhigt. Die Wissenschaftler des Instituts für Hygiene und Biotechnologie (IHB) an den Hohenstein Instituten in Bönnigheim beraten seit mehr als 15 Jahren Unternehmen der Lebensmittelindustrie, Betreiber von Betriebsrestaurants, Landwirte mit Direktvermarktung sowie Wochenmarktbeschicker und führen in diesen Bereichen Hygieneuntersuchungen durch. Prof. Dr. Dirk Höfer, Leiter des Instituts für Hygiene und Biotechnologie an den Hohenstein Instituten in Bönnigheim, beantwortet Fragen zu den aktuellen EHEC-Fällen.

Prof. Dr. Dirk Höfer, Leiter des Instituts für Hygiene und Biotechnologie an den Hohenstein Instituten in Bönnigheim

Prof. Dr. Dirk Höfer, Leiter des Instituts für Hygiene und Biotechnologie an den Hohenstein Instituten in Bönnigheim

Was sollte bei der Lebensmittelverarbeitung beachtet werden, um Infektionen mit EHEC-Erregern zu vermeiden?
Höfer: „Enterohämorrhagische Escherichia coli (EHEC) sind bestimmte pathogene Stämme des Darmbakteriums Escherichia coli (E. coli), die ein für den Menschen gefährliches Toxin produzieren. Aus Sicht der Hygiene unterscheidet er sich aber nicht von anderen, “normalen” E.coli – Stämmen. Es stammt ursprünglich aus Därmen von Rindern und ist nun wohl durch Düngen auf norddeutsches Gemüse (Tomaten, Gurken) übergetreten oder durch Importgemüse.
Besondere Vorsicht ist daher aktuell bei der Zubereitung von Rohkost und Salaten gegeben. Sie sollten nur angeboten oder verzehrt werden, wenn garantiert werden kann, dass diese ausreichend und sicher in der eigenen Küche gewaschen worden sind (z. B. Tomaten, Gurke, Erdbeeren). Vorgeschnittene, gewaschene und verpackte Salate sollten gemieden werden, da die Herkunft der Ware und die Qualität des Waschprozesses unbekannt ist.
Generell sollte bei der Zubereitung von Lebensmitteln (insbesondere Fleisch) beachtet werden, dass Speisen gut durchgegart sind (Kerntemperatur mindestens 70°C für 10 min). Zudem sollte Fleisch zur Vermeidung von Kreuzkontaminationen möglichst nicht zeitgleich mit anderen Lebensmitteln, auf keinen Fall jedoch unter Verwendung derselben Arbeitsgeräte und Arbeitsflächen zubereitet werden.
Die Hände müssen zwischen der Zubereitung verschiedener Lebensmittel gewaschen oder desinfiziert werden. Kinder und ältere Menschen sollten Lebensmittel tierischer Herkunft grundsätzlich nur gut gegart zu sich nehmen.
Nach der Verarbeitung muss im Rahmen des gewerblichen Bereichs die übliche Flächendesinfektion der Arbeitsflächen konsequent durchgeführt werden (insbesondere bei der Gemüse und Fleischvorbereitung). Für Fleisch und Gemüse sind ohnehin getrennte Schneidebretter zu empfehlen, auch für Verbraucher.“

Darmbakteriums Escherichia coli E. coli

Darmbakteriums Escherichia coli E. coli

Welche Hygienemaßnahmen sollte man ergreifen, wenn jemand an EHEC erkrankte?
Höfer: „Während der Erkrankungswelle ist eine regelmäßige Desinfektion von Handkontaktflächen (z. B. Gegenständen, Flächen, Sanitäranlagen) durchzuführen, die mit infektiösen Ausscheidungen eines Kranken in Berührung gekommen sind oder sein könnten. Eine Übertragung von Mensch zu Mensch erfolgt nur auf dem Wege der fäkaloralen Schmierinfektion, also wieder auf der Basis eines Hygiene-Fehlers. Diese muss durch entsprechende Händehygiene verhindert werden. Das bedeutet: Die üblichen und anerkannten Maßnahmen der Hygiene wie Reinigung und Desinfektion der Hände und Arbeitsflächen sind völlig ausreichend. Die Geschirraufbereitung erfolgt üblicherweise bei Temperaturen von 70°C oder höher.“

Welche Auswirkungen hat EHEC auf die neue „Hygiene-Ampel“?
Höfer: „Die Bundesländer haben sich unlängst auf die Einführung einer “Hygiene-Ampel” geeinigt, welche Verbraucher von außen sichtbar über die Hygiene und Sauberkeit von Restaurants und Gaststätten informieren soll. Angesichts der von Verbraucherministerin Ilse Aigner angeregten Hygiene-Ampel, ist es ratsam seinen Betrieb bereits heute vor der Begehung eines amtlichen Lebensmittelkontrolleurs in Form einer Eigenkontrolle auf ausreichende Hygiene überprüfen zu lassen, unabhängig von den derzeitigen EHECVorkommnissen. Zahlreiche unserer Kunden aus der Gastronomie lassen dies seit Jahren bereits regelmäßig und mit Erfolg durch uns durchführen.“

Gefährliche Darmepidemie durch EHEC – Hygiene-Checkliste: Was in der Küche zu beachten ist

(Hamburg, 24. Mai 2011) Die ersten Todesfälle werden berichtet – die lebensbedrohlichen Durchfallerkrankungen durch das Bakterium enterohämorrhagische E. coli Bakterien (EHEC) breiten sich in ganz Deutschland aus. Die Erreger werden oral aufgenommen, zum Beispiel mit Gemüse oder auch von Mensch zu Mensch übertragen. Es reichen nur wenige hundert Erreger aus, um eine Erkrankung bis zum Nierenversagen auszulösen. Der aus dem TV bekannte Hotel- und Gastro-Sicherheitsberater Ulrich Jander nennt die wichtigsten Maßnahmen für die Profiküche:

  • Ganz wichtig ist bei der Anlieferung darauf zu achten, dass die Ware nicht in Holz oder Pappkisten angeliefert wird und so in den Kühlräumen eingelagert wird. Die Ware ist entsprechend in Plastikbehälter umzupacken.
  • Beim Verarbeiten der Produkte sollten Gummihandschuhe verwendet werden – dies schützt auch den Küchenmitarbeiter.
  • Nach dem Einsatz sollten die Gerätschaften wie Bretter und Messer desinfiziert werden. Nehmen Sie Desinfektionsprodukte, die auch lebensmittelecht sind. Nähere Informationen erteilt Ihnen auch Ihr Lieferant. Der Einsatz in der Spülmaschine ist nicht ausreichend, da diese nur Temperaturen von 65 bis 70 Grad Celsius erreicht.
  • Salat und Gemüse sind gründlich unter fließendem Wasser zu reinigen – dabei auch Gummihandschuhe zum eigenen Schutz zu tragen.
  • Wenn Sie mit dem Verarbeiten fertig sind, waschen Sie sich die Hände!
  • Achten Sie darauf, dass auch Behälter z.B. von Salat und Gemüse desinfiziert werden.
  • Abfälle sind zu entsorgen – die Abfallbehälter müssen mit einem Deckel versehen.
  • Reinigen und desinfizieren Sie regelmäßig die Kühlräume!
  • Nicht vergessen: Unter den Regalen reinigen – Kühlhausdichtungen reinigen; achten Sie darauf, dass diese nicht beschädigt !
  • Ware gekühlt lagern – Denken Sie an die Dokumentation der Temperaturen.
  • Reinigen Sie die Aggregate regelmäßig in den Kühlräumen – durch die Luftzirkulation werden auch die Bakterien umhergeschleudert.
  • Achten Sie darauf, dass produzierte Ware abgedeckt gelagert werden – Immer wieder ist bei Betriebsbegehungen festzustellen, dass dies nicht geschieht.
  • Achten Sie auf die Körperhygiene: Nach dem Toilettengang Hände gründlich waschen, u.a. mit Desinfektionsmittel!
  • Auf den Toiletten sollte Desinfektionsspray vorgehalten werden, um die Toilettenbrille zu desinfizieren.
  • Heben Sie die Lieferscheine auf, um zu dokumentieren wer der Lieferant der Rohwaren ist.

„Ein Restrisiko gibt es immer“, gibt „Hotelchecker“ Ulrich Jander zu bedenken. „Achten Sie darauf, dass die HACCP-Bestimmungen eingehalten werden.“ Jander ist ein bundesweit bekannter und geachteter Sachverständiger für Gastro-Hygiene. Mit seinem eigenen „Gastro Smiley für Qualität und Sauberkeit“ (http://www.hygienecheck-smiley.de/) vergibt er eine etablierte Hygiene-Auszeichnung.

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Checklisten und Arbeitsmaterialien zu Hygiene-Management in der Gastronomie sind hier abrufbar: http://www.kochwelt.de/ratgeber-wissen/hygienevorlagen.html
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Hintergrund zu EHEC
Der Erreger EHEC macht sich zunächst durch schwere Durchfälle bemerkbar, ist aber viel gefährlicher als ein herkömmlicher Darminfekt, da er im Körper ein Toxin freisetzt, das zur Hämolyse, dem Abbau von roten Blutkörperchen (Erythrozyten), führt. Als Folge tritt dann neben der Blutarmut (Anämie) ein Nierenversagen auf, da die feinen Blutgefäße der Niere durch die Abbauprodukte verkleben. Derzeit werden besorgniserregend viele Fälle dieses hämolytisch-urämischen Syndroms (HUS), darunter versteht man das gemeinsame Auftreten von Nierenversagen, Anämie und Mangel an Blutplättchen (Thrombozytopenie), verzeichnet. In Folge des HUS können auch andere Organe geschädigt werden, so erleiden die Betroffenen oft eine gefährliche Schwellung des Gehirns. Viele der beobachteten Fälle hatten schwere, lebensbedrohliche Verläufe genommen.

Schütz vor EHEC: Gemüse sorgfältig waschen und genügend erhitzen!

Schütz vor EHEC: Gemüse sorgfältig waschen und genügend erhitzen!

Durch ein sogenanntes Aphereseverfahren wird der Heilungsprozess wesentlich unterstützt. Das Verfahren, das sonst häufig bei Autoimmunerkrankungen zum Einsatz kommt, eliminiert die schädlichen Stoffe im Blut und ersetzt körpereigenes Blutplasma. Wenn die Patienten zeitnah eine solche „Blutwäsche“ erhalten, sind lebensbedrohliche Komplikationen wie Hirnödeme und Schäden wie das bleibende Nierenversagen abwendbar.

Die Apherese wird von Nephrologen (Nierenfachärzte) durchgeführt. Derzeit sind die Apherese-Kapazitäten in den betroffenen Gebieten nahezu erschöpft. Die Deutsche Gesellschaft für Nephrologie hat ein Netzwerk geschaffen, um Patienten aus den stark betroffenen Regionen zu Nephrologen anderer Regionen zu überweisen und so die Versorgung sicherzustellen. Zudem wurden die Behörden eingeschaltet und derzeit werden auch Aphesesemaschinen in die nephrologischen Zentren in Norddeutschland eingeflogen, um dort die Kapazitäten aufzustocken.

Mit diesen Aktivitäten kann die Deutsche Gesellschaft für Nephrologie (DGfN, http://www.dgfn.eu) die Versorgung der Betroffenen derzeit sicherstellen. Um eine weiterer Ausbreitung des Erregers zu verhindern, wird die Bevölkerung aufgerufen, besondere Hygienevorschriften einzuhalten. Der Erreger wird vermutlich durch Tierkot bzw. direkten Kontakt mit Tieren übertragen, kann aber auch durch kontaminierte Lebensmittel wie Rohmilch oder Rindfleisch übertragen werden. Eine direkte Ansteckung von Mensch zu Mensch ist in der Akutphase ebenfalls möglich. Auch wenn die genaue Erregerquelle für die aktuelle Epidemie noch nicht bekannt ist, rät die DGfN dringend zu folgenden Vorsichtsmaßnahmen:

  • Auf Rohmilch und Rohmilchprodukte vorerst verzichten.
  • Kopfgedünktes Gemüse (häufig sind das Bio-Produkte) besonders gut waschen, wenn möglich kochen.
  • Kein rohes Fleisch essen, darauf achten, dass das Fleisch gut durchgebraten/-gekocht ist.

EHEC-Ausbruch: Fokus erstmals auf Erwachsenen – Robert-Koch-Institut: Infektionsquelle möglicherweise noch aktiv
Die enterohämorrhagische E. coli Bakterien (EHEC) leben im Verdauungstrakt von Rindern, Schafen und Ziegen. Gelangen sie in den Menschen, schädigen sie die Blutgefäße, die roten Blutkörperchen und die Nieren – und verursachen schlimmstenfalls Hirnblutungen.
 
Bislang gab es in Deutschland mehrere EHEC-Ausbrüche. Statistisch erkrankten jedes Jahr rund 900 Menschen. Als besonders gefährdet galten Säuglinge, Kleinkinder und ältere und abwehrgeschwächte Menschen. Doch beim jetzigen Ausbruch ist es anders, es erkranken überwiegend Erwachsene, vor allem Frauen. Informationen über verschiedene Krankheitsverläufe hat das Robert-Koch-Institut (http://www.rki.de/) zusammengestellt.
 
Der Hygieniker Helge Karch erforscht das Krankheitsbild sei 30 Jahren. Auch er sagt im Gespräch mit dem „Handelsblatt“, dass er sich über den jetzigen Verlauf wundere: „Ich vermute, dass wir es mit einem neuen Typ EHEC-Bakterien zu tun haben. Die aktuellen Krankheitsverläufe sind so aggressiv, mit zerstörten Darmschleimhäuten und Blutgerinnseln in Nieren- und Hirngefäßen, dass der Erreger wohl einen besonderen Giftcocktail mitbringt“.

Es gibt bisher keine Hinweise darauf, dass rohes Fleisch oder Rohmilch Ursachen des aktuellen Ausbruchs sind. Jedoch galten sie bislang als Überträger: Die Bakterien gelangten beim Schlachten auf das Fleisch. Sie breiteten sich aus, als Lebensmittelhändler oder Privathaushalte das Fleisch unhygienisch weiterverarbeiteten.

Für die akute Phase hat das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) ein Merkblatt mit Verbrauchertipps veröffentlicht. Darin heißt es, der Verbraucher solle rohes Fleisch strikt von anderen Lebensmitteln trennen, um eine Kreuzkontamination zu verhindern. Auch beim Grillen sollte man verschiedene Bretter, Teller und Zangen benutzen, und außerdem das Fleisch ausreichend erhitzen – im Inneren des Fleisches sollte für zehn Minuten eine Temperatur von mindestens 70 Grad Celsius herrschen.

Gastronomie: Zweifel an Signalwirkung des Gastro-Kontrollbarometers – Staatliches Hygiene-Siegel startet voraussichtlich 2012

(Berlin, 19. Mai 2011) Überflüssig oder überfällig? Im Vorfeld der für heute zu erwartenden Entscheidung der Verbraucherschutzminister der Länder „pro“ staatlichem Hygiene-Siegel für die Gastronomie schlagen die politischen Wogen hoch. Die „Restaurant-Ampel“ sei zügig umzusetzen, fordern die Verbraucherzentralen. Im Gastro-Siegel-Vorreiterland Nordrhein-Westfalen kämpft man um die Zustimmung aller Bundesländern. Und der Dehoga-Bundesverband ätzt: Die Ampel müsse gestoppt werden, denn der Grundsatz der Verhältnismäßigkeit sei nicht gewahrt. Dabei ist nicht klar, ob die Signalwirkung des geplanten „Hygiene-Kontrollbarometers“ stark genug sein wird.

Entwurf für das staatliche Hygiene-Kontrollbarometer, was voraussichtlich ab 2012 für die deutsche Gastronomie gelten wird

Entwurf für das staatliche Hygiene-Kontrollbarometer, was voraussichtlich ab 2012 für die deutsche Gastronomie gelten wird

Im Vergleich zum „Gastro Smiley“ aus dem Vorzeigeland Dänemark mutet der deutsche Kompromissvorschlag geradezu kompliziert an: Auf einer farblich markierten Skala von 1 bis 80 Punkten soll das Ergebnis punktgenau markiert werden. Wer die Mindestanforderungen nicht erreicht, landet im roten Bereich. Mittelprächtige Kontrollergebnisse liegen irgendwo auf dem gelben Balken. Und Hygiene-Meister bekommen eine Markierung auf dem grünen Sektor. Da mehrere Kontrollbereiche dargestellt werden müssen, erschließt sich das finale Prüfungsergebnis nicht auf einen Blick.

Zum Vergleich: Das staatliche Hygienekontroll-System in Dänemark wendet den auch in Berlin-Pankow bekannten „Gastro Smiley“. Lacht das Gesicht ist alles in Ordnung. Schnute nach unten bedeutet Probleme.

Einfach zu indentifizieren: Gastro-Smiley in Dänemark

Einfach zu indentifizieren: Gastro-Smiley in Dänemark

Klar wird nun, dass ein staatliches Gastro-Hygienekontrollsystem nicht mehr vermeidbar ist. Heute, am 19. Mai, werden die Verbraucherschutzminister der Bundesländer bei einer Sitzung in Bremen voraussichtlich dem seit März vorliegenden Kompromissvorschlag zum „Hygienebarometer“ zustimmen. Eine entsprechende Gesetzesänderung sei bis Jahresende zu erwarten und die bundesweite Einführung ab Anfang 2012 möglich, heißt es. Zunächst soll das Hygiene-Kontrollbarometer in der Gastronomie, dann bei Metzgereien und Bäckereien sowie anschließend im Lebensmittel-Einzelhandel umgesetzt werden.

Doch damit fangen die Probleme an. Laut Gesetzt muss jeder Gastbetriebe mindestens einmal im Jahr auf Einhaltung der Hygienebestimmungen geprüft werden. Doch in der Praxis werde gerade einmal jeder zweite Betriebe im Jahr kontrolliert, etliche davon mehrfach, weist die Berliner Sachverständige und Lebensmittelchemikerin Christina Rempe hin. Die Fachjournalistin für Lebensmittelrecht hat jüngst ihr Fachbuch zum „Lebensmittelkennzeichnungsrecht“ veröffentlicht und genießt u.a. beim führenden Kontrollinstitut SGS Fresenius sowie in staatlichen Fachkreisen hohes Ansehen. Jeder der bundesweit 2.500 staatlichen Lebensmittelkontrolleure könne im Jahr gerade einmal 372 Betriebe checken. Zu wenig, meint Expertin Rempe. Denn insgesamt seien über 75.500 Betriebe zu prüfen. In Dänemark würden über 73 Prozent der Gastbetriebe regelmäßig geprüft – und nicht nur knapp 45 Prozent, wie in Deutschland.

Genau hier setzt der nächste Kritikpunkt an: Können tatsächlich alle Gastbetriebe „zeitnah“ geprüft werden? „Es ist bedenklich, dass beim geplanten Ampel-Konzept der Gastronom keinen Anspruch auf eine zeitnahe Regelkontrolle oder eine Nachkontrolle hat. So kann es nicht sein, dass nach Beseitigung aller festgestellten Mängel eine Negativbewertung im Eingangsbereich den Betrieb jahrelang als schlecht geführt deklariert, auch wenn er inzwischen hygienisch einwandfrei ist. Das ist unverhältnismäßig und setzt die Existenz des Unternehmens aufs Spiel“, kritisiert Ernst Fischer, Präsident des Dehoga-Bundesverbandes. Aufgrund der personellen Ausstattung der amtlichen Lebensmittelüberwachung stehe zu befürchten, dass weder eine flächendeckende noch zeitnahe Nachkontrolle sichergestellt werden könne. „Die Ängste zahlreicher Gastronomen sind groß, durch ein weniger gutes Ergebnis Gäste und Umätze zu verlieren.“

Vor diesem Hintergrund lehnt der Dehoga-Bundesverband auch die geplante Veröffentlichung der Kontrollergebnisse im Internet ab. „Das Internet vergisst nichts. Es ist bekannt, dass eine negative Bewertung, wenn sie sich erst einmal im Netz verbreitet hat, kaum mehr entfernt werden kann“, so Fischer. Ebenso sei es nicht hinnehmbar, dass mit dem Gastgewerbe „quasi als Versuchskaninchen“ gestartet werde. „Es gibt keinen erkennbaren Grund, dieses System zeitlich versetzt einzuführen, da eine gute Hygienepraxis in allen lebensmittelverarbeitenden Betrieben ein Muss ist. Diese Ungleichbehandlung und die damit verbundene Wettbewerbsverzerrung ist inakzeptabel“, sagte Fischer.

Ist denn eine staatliche Hygienekontrolle im Gastgewerbe bundesweit tatsächlich nötig? Wer die Ekel-Fotos der „Negativliste“ des Gastro-Hygiene-Kontrollsystems aus Berlin-Pankow kennt, würde dem umunwunden zustimmen. Da glänzt der Schimmel auf Orangen, modern aufgetaute Shrimps, gammeln Brotreste auf dem Küchenboden oder zersetzen sich Bockwürste im Kühlschrank. Schlimmer geht’s kaum, könnte man denken. Nach dem letzten verfügbaren Bericht des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) lagen angeblich bei 55 Prozent der geprüften Gastbetriebe „Verstöße gegen die Betriebshygiene“ vor. 22 Prozent der Betriebe würden zu wenig wert auf ordentliches Hygienemanagement legen und 18 Prozent hätten gegen die Kennzeichnungspflichten verstoßen, heißt es. Teil dieser „Verstöße“ seien auch zuwenige oder keine erfolgten Schulungen der Gastro-Mitarbeiter, gibt Expertin Rempe zu bedenken.

Weitere Informationen:
Die Restaurant-Ampel: 11 Fragen – 11 Antworten (PDF)
Transparenzsystem (Kurzfassung): Vorschlag für ein nationales System zur Information der Verbraucher über Ergebnisse von Betriebskontrollen der amtlichen Lebensmittelüberwachung (PDF)

Dadurch könnte sich leicht ein Generalverdacht ergeben, geben den sich beispielsweise der fortschrittliche Dehoga-Landesverband NRW zum Beispiel gegen die Aussagen des nordrhein-westfälischen Verbraucherministers Johannes Remmel zur Wehr setzt. Remmel soll sinngemäß mitgeteilt haben, nur die „ehrliche“ Gastronomie sei für die Einführung  eines Hygienebarometers. „Damit weckt Herr Remmel den Eindruck, dass der Verband und alle anderen  Gastronomen, die berechtigte Kritik an dem einzuführenden System anführen, unehrlich seien und die schwarzen  Schafe der Branche decken wollten. Dem ist nicht so“, stellte Klaus Hübenthal, Hauptgeschäftsführer des Dehoga NRW,  klar. „Für die allermeisten unserer Mitgliedsbetriebe sind professionelle Gastfreundschaft und Hygiene  unteilbar und  selbstverständlich. Richtig  ist auch, dass die Beanstandungsquote bei den Lebensmittelkontrollen reduziert  werden muss. Aber wer von einer Restaurant-Ampel spricht und ein solches System zuerst alleine in der Gastronomie einführen möchte, tut so, als lägen die größten Hygiene-Probleme in der Gastronomie und lenkt von den wirklichen  ab“, so Hübenthal.Ob das staatliche Hygiene-Kontrollbarometer, was im Schaufenster oder an der Eingangstür ausgehängt werden muss, dieselbe Wirkung für der dänische Gastro-Smiley entfaltet, bleibt zu beobachten. Nach einer Nielsen-Umfrage von 2007 halten 97 Prozent der dänischen Gäste das Kontrollsystem für eine gute Idee – und auch 88 Prozent der Gastbetriebe. Und immerhin 59 Prozent der Gäste gaben an, bei der Wahl eines Gastbetriebes auf ein positives Testergebnis in Sachen Hygiene Wert zu legen.

Ob das staatliche Hygiene-Kontrollbarometer, was im Schaufenster oder an der Eingangstür ausgehängt werden muss, dieselbe Wirkung für der dänische Gastro-Smiley entfaltet, bleibt zu beobachten. Nach einer Nielsen-Umfrage von 2007 halten 97 Prozent der dänischen Gäste das Kontrollsystem für eine gute Idee – und auch 88 Prozent der Gastbetriebe. Und immerhin 59 Prozent der Gäste gaben an, bei der Wahl eines Gastbetriebes auf ein positives Testergebnis in Sachen Hygiene Wert zu legen.

Daß ein Kontrollsystem auch in der deutschen Gastronomie durchaus willkommen ist, ergab eine repräsentative Befragung des Foodservice-Marktforschungsinstitutes Business Target Group im Herbst vergangenen Jahres. Demnach würden knapp 40 Prozent der Topentscheider in Gastronomie und Hotellerie ein öffentlichkeitswirksames Bewertungssystem für Sauberkeit (Gastro-Smiley) befürworten. Und: Knapp 60 Prozent geben zu, dass es bei Hygienefragen „in Einzelfällen“ Verbesserungsbedarf geben.

Längst etabliert haben sich freiwillige Kennzeichnungen wie der „Gastro Smiley für Qualität und Sauberkeit“ von TV-„Hotelchecker“ Ulrich Jander. Immer mehr Gastbetriebe lassen sich von dem erfahrenen Gastro-Experten auf Herz und Nieren prüfen und auszeichnen. Nicht alle Checks gehen positiv aus. Der durch seine klare Sprache und unnachahmliche Art – just bei zahlreichen TV-Auftritten – beliebte Prüfer fällt durch seine Überzeugungskraft auf. Mit einem eigenen „Hygiene-Smiley“ ist auch der „Qualitätsoptimierer“ Johannes Krahwinkel“ präsent. (car.)

Gastronomie & Hygiene: Neuer Sachverstand ist gefragt

TV-Hygienechecker Ulrich Jander wurde zum offiziellen Sachverständigen ernannt – Neues Siegel für Sauberkeit in der Gastronomie

(Rüsselsheim, 24. März 2011) In Sachen Sauberkeit und Hygiene gibt es keine Kompromisse. Reinlichkeit wird von Gästen ebenso kritisch bewertet wie guter Geschmack und einwandfreie F&B-Rohwaren (F&B = Food & Beverages, Lebensmittel und Getränke). Der aus dem TV bekannte „Hygienechecker“ Ulrich Jander vergibt nun ein neues Siegel für Sauberkeit in der Gastronomie. Mit dem „Gastro-Smiley“ signalisieren die geprüften Gastbetriebe gegenüber ihren Gästen, dass sie regelmäßig und fundiert in Sachen Hygiene gecheckt werden. Der Rüsselsheimer Unternehmer Ulrich Jander wurde unterdessen zum offiziellen Sachverständigen für Gastro-Hygiene ernannt.

Ulrich Jander wurde nun auch zum Sachverständigen für Gastro-Hygiene ernannt – sein „Gastro-Smiley“ wird in ganz Deutschland in der Gastronomie verwendet

Ulrich Jander wurde nun auch zum Sachverständigen für Gastro-Hygiene ernannt – sein „Gastro-Smiley“ wird in ganz Deutschland in der Gastronomie verwendet

Es ist bereits der dritte Sachverständigen-Titel, den der 53-Jährige vom Bundesverband Deutscher Sachverständiger und Fachgutachter verliehen wurde. Seit 20 Jahren berät der Inhaber des Arbeitsmedizinischen und Sicherheitstechnischen Dienst (ASD) Rüsselsheim Hotel-, Restaurant- und Cateringbetriebe. Für Jander ist die Anerkennung zum Sachverständigen eine weitere Auszeichnung und ein Zeichen seiner Qualitätsarbeit. Denn seit 2005 ist auch das Rüsselsheimer Unternehmen ASD nach ISO zertifiziert und muss sich harten Prüfungen unterziehen.

„Wir erhalten damit in der Einführung des Gastro-Smiley eine wichtige Unterstützung“, so Jander. „Das Hygiene-Siegel wurde bereits in einigen Bundesländern eingeführt und folgt damit dem bundesweiten Trend nach Sauberkeits-Checks in der Gastronomie.“ Mit dem „Gastro-Smiley“ erlangen die prämierten Gastronomen einen wichtigen Wettbewerbsvorteil, so Jander.
Ulrich Jander ist als Experte für Sicherheit, Brandschutz, Ergonomie am Arbeitsplatz sowie Hygiene international bekannt. Durch zahlreiche Gastbeiträge in Fachmedien und Auftritten in mehr als 20 Fernsehreportagen für RTL, Kabel1, Pro7 und anderen Sendern ist Jander omnipräsent. Beim jüngsten TV-Dreh testete Jander mit dem bekannten RTL-Reporter Ralf Benkö drei Tage für die Sendung „Wir retten Ihren Urlaub“ hygienische Einrichtungenin öffentlichen Einrichtungen.

In den TV-Sendungen sind auch immer wieder unhaltbare Hygienezuständen in sog. Ekelküchen zu sehen. „Dagegen brauchen sich Betriebe, die mit dem Gastro-Smiley ausgezeichnet wurden, nicht zu verstecken“, so Jander. Denn eine Überprüfung dauert rund sechs Stunden. Dabei werden 120 Hauptkriterien und zahlreiche Einzelfragen in Küche, Lagerrung und Gästeräume überprüft – auch mit moderner Technik, die Bakterien und andere Verunreinigungen aufspüren.

Ulrich Jander ist Sicherheitsberater und Fachberater für Arbeits- und Objektschutz. Zusammen mit seiner Frau Martina leitet der die Unternehmen GQH Gesellschaft für Qualitätssicherung im Hotel und ASD Arbeitsmedizinischer & Sicherheitstechnischer Dienst. Der gelernte Bankkaufmann und Verwaltungsfach-Ingenieur ist u.a. Sachverständiger für Arbeitssicherheit und Brandrisikomanagement. Der 53-Jährige lebt in Rüsselsheim bei Frankfurt/Main.

Beschwerden: Darüber meckerten Touristen 2010

Flop: Sauberkeit, Essen, Service / Russen auf dem Vormarsch

(Bottighofen/Schweiz, 13. Januar 2011) Kaltes Essen, unfreundliches Personal, Balkon ohne Meerblick – worüber haben sich Urlauber 2010 am häufigsten beschwert? Aus 590.000 Hotelbewertungen, die auf HolidayCheck.de im vergangenen Jahr abgegeben wurden, hat das größte deutschsprachige Urlaubsportal die Rangliste der Beschwerden zusammengestellt.


Am meisten störten sich die Bewerter hiernach an mangelnder Sauberkeit der Zimmer und des Hotels. Schlechtes Essen stieß den Urlaubern am zweitübelsten auf. Meckergrund Nummer Drei: Mieser Service, wie etwa notorische Unfreundlichkeit des Personals und fehlende Aufmerksamkeit.

Was alle ärgert: Kakerlaken im Essen

Was alle ärgert: Kakerlaken im Essen

Beschwerden über Lärm, schlechte Lage des Urlaubshotels und ein mieses Preis-Leistungs-Verhältnis folgten auf den Plätzen. Die Überraschung folgt auf Platz acht: Auch hier sind die Russen auf dem Vormarsch. Über zu viele Hotelgäste aus Russland beschwerten sich die Urlauber noch nie so oft wie in 2010.

Ein Volk von Nörglern und Meckerern ist Deutschland dennoch nicht: Von 590.000 Hotelbewertungen auf HolidayCheck im Jahre 2010 waren 85,6 Prozent voll des Lobes für ihren Gastgeber. Sie empfahlen ihr Hotel weiter. Nur 14,4 Prozent der Bewerter hatten etwas auszusetzen und rieten anderen Urlaubern von einem Besuch des selben Hotels ab. Ein schöner Erfolg für die Gastronomie: Im Vergleich zum Jahr zuvor verbesserte sich die Weiterempfehlungsrate um ein Prozent.

Weltneuheit für das Frühstücksbüffet: „Darauf hat die Hotellerie gewartet“

„Hotel-Autorität“ Heinz Horrmann testet Butterspender – Butter wird zum einzigartigen Geschmacks- und Aromaerlebnis

(Berlin, 02. Dezember 2010) Getestet und empfohlen von „Hotel Autorität“ Heinz Horrmann – der Butterspender garantiert ein einzigartiges Frische- und Aromaerlebnis beim Hotelfrühstück. Zu diesem Fazit gelangt der als einer der härtesten Restaurant- und Hotelkritiker bekannte Publizist aus Berlin. Bei einem Test mit handelsüblicher Butter geriet Horrmann geradezu ins Schwärmen: „Die Butter kommt so sahnig, so voll im Geschmack aus dem Spender, dass mir spontan ein Butterbrötchen besser schmeckte als das große Menü eines Drei-Sterne-Kochs!“ Die Weltneuheit ist eine Erfindung aus Deutschland und ab sofort vorbestellbar.


Werner Dutz, Unternehmensberater und Erfinder des Butterspenders, forscht seit rund zehn Jahren an der Verbesserung des Hotelfrühstücks. Mit dem Butterspender hat der Chef der ilotec GmbH & Co. KG, Werlte/Niedersachsen, ein ausgeklügeltes System geschaffen, welches die Butter in idealer Portionsgröße perfekt temperiert und vor allem streichfähig auf den Teller bringt. Der Butterspender eignet sich sowohl für Frühstücksbüffets als auch für Konferenzcatering.

Hygiene und Gästezufriedenheit stehen im Fokus
Die größten Pluspunkte des Butterspenders sind der professionelle Umgang mit der Lebensmittelhygiene und die hohe Gästezufriedenheit. „Praktisch jeder kennt das Problem am Frühstücksbuffet im Hotel doch aus eigener Erfahrung:  Die offen angebotene Butter ist zu hart oder zu weich, die ursprünglich von den Küchen- und  Servicekräften liebevoll und ordentlich gestaltete Dekoration wirkt meist schon nach einigen Gästen unappetitlich und oft genug auch unhygienisch“, erklärt Dutz und erläutert auch gleich die Stärken und Schwächen der sonstigen Darreichungsformen: „Die hygienischen Kleinverpackungen sind da sicher die bessere Lösung. Aber die bescheren den Gästen fettige Finger beim Auffummeln und sind massiv umweltbelastend“. Das Allerletzte sind für den Butterspender-Erfinder in Eiswasser schwimmende Butterstücke. „Oft kleben die aneinander und mit der Butter landet halt auch Wasser auf dem Frühstücksteller.“

All diese Probleme löst der Butterspender und bietet den Gästen dabei quasi als Nebeneffekt ein außerordentliches Genusserlebnis. Und spart den einsetzenden Betrieben auch noch bares Geld, weil die teuren Kleinportionen überflüssig werden.  Jede gängige Markenbutter kann mit dem Butterspender verarbeitet werden und bietet den Gästen als Ergebnis ein herausragendes Geschmackserlebnis.

„Geschmack, Hygiene, stets streichfähig bei günstigen Kosten – auf diesen Butterspender hat die Hotellerie gewartet“, lautet das Fazit von Heinz Horrmann, der schon etliche tausend Frühstücksbüffets getestet hat. Der Butterspender ist für jedes Hotel geeignet, vom  privat geführten Boutiquehotel bis zum kosmopolitischen Grand Hotel. Die Frontfläche kann mit dem Hotellogo individuell gestaltet werden. Doch nicht nur für Hotels ist der Butterspender interessant. Ob Jugendherberge, Wohnheim, Mensa, Betriebskantine oder Kreuzfahrtschiff, der Butterspender gehört auf jedes Frühstücksbuffet, so Erfinder Werner Dutz und verweist auf zahlreiche Anfragen aus aller Welt. Vorbestellungen für den Butterspender werden ab sofort angenommen – die Serienproduktion startet in Kürze.

Der Butterspender wurde als Erfindung mehrfach preisgekrönt. Internationale Bekanntheit und starke Medienpräsenz erreichte er durch den Gewinn des höchsten Erfinderpreises „Prix du Public“ der bedeutendsten Erfindermesse der Welt 2009 in Genf, der damit erstmalig in der 38jährigen Messegeschichte nach Deutschland ging. Bundespräsident Christian Wulff gehörte zu den Gratulanten und zeigte sich bei einem Test des Butterspenders begeistert – wie zuvor schon tausende Messebesucher. Erfinder Werner Dutz hat die Entwicklung des Butterspenders seit knapp einem Jahrzehnt mit Vehemenz und großem persönlichen und finanziellem Engagement vorangetrieben. Sein Unternehmen ilotec nimmt nun weitere Investoren auf, um die internationale Expansion sicherzustellen.

Gastgewerbe Deutschland: Bundesregierung begrüßt Smiley-Kennzeichnungssystem

(Berlin, 11. November 2010) Das System freundlich oder traurig schauender Smiley-Symbole informiert in Dänemark über die Hygienestandards von Lebensmittelgeschäften, Restaurants und Imbissen. Die bundeseinheitliche Einführung eines Kennzeichnungssystems, das Verbraucher auch in Deutschland über die Kontrollergebnisse der Lebensmittelüberwachung auf einen Blick nachvollziehbar informiert, findet Unterstützung in der Regierungskoalition. „Wir wollen das Smiley-System“, hieß es am 10. November aus der FDP-Fraktion im Verbraucherschutzausschuss des Deutschen Bundestages. Auch CDU/CSU erklärten ihre grundsätzliche Bereitschaft. Um „Geduld“ wurde von der Regierungskoalition dennoch gebeten.

Sowohl ein Antrag der Fraktion Die Linke, das System aus Dänemark zu übernehmen, als auch ein Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, bis zum Ende des Jahres 2010 im Verbraucherinformationsgesetz eine Rechtsgrundlage zu schaffen, wurden durch die Mehrheit der Regierungskoalition abgelehnt. „Sie machen den zweiten Schritt vor dem ersten“, begründete ein FDP-Abgeordneter die ablehnende Haltung seiner Fraktion in Richtung Opposition.

Es liege grundsätzlich in der Hand der Länder, ein Kennzeichnungssystem einzuführen. ”Die müssen in der Lage sein, Kontrollen regelmäßig durchzuführen“, hieß es aus der FDP-Fraktion. Im Vorfeld solle mit den Ländern diskutiert werden, wie das Kontrollsystem gewährleistet werden könnte. Der Bund darf nur den Rechtsrahmen im Verbraucherinformationsgesetz setzen, erklärte ein Vertreter der CDU/CSU. Wenn es aber nicht genügend Lebensmittelkontrolleure in den Bundesländern gebe, die nach der Einführung eines Kennzeichnungssystems den Kontrollbedarf bewältigen können, würde „Sicherheit nur dokumentiert“. Regelmäßige Nachkontrollen müssen gewährleistet sein.

Als „Verhinderungspolitik mit dem Verweis auf die Länder“ bezeichnete die Grünen-Fraktion die ablehnende Haltung der Regierungskoalition gegenüber den eingebrachten Anträgen. Die Bundesregierung müsse aktiv werden und „die Länder unterstützen“, damit kein Flickenteppich unterschiedlicher Systeme in Deutschland entstehe. Mit einer Änderung des Verbraucherinformationsgesetzes, die Voraussetzung sei, um ein Kontrollsystem einführen zu können, stehe die Bundesregierung in der Bringschuld.

Für eine bundeseinheitliche Regelung setzt sich auch die Linksfraktion ein. „Gut, wenn wir uns zumindest einig sind, dass ein System kommt“, hieß es mit Blick auf die Haltung der Regierung. Die Fraktion unterstrich, dass ihr Antrag auch auf die Haltung der Bundesregierung in der für diese Frage eingerichteten Bund-Länder-Projektgruppe einwirken sollte: ”Auf Bundesebene muss agiert werden und müssen die in den Ländern gesammelten Ergebnisse auf einer Internetplattform für die Verbraucher zusammengeführt werden.“

Der Kritik seitens der Regierung, dass das Smiley-System verwirrend sei, weil Verbraucher in Dänemark bei einer positiven Bewertung des hygienischen Standards fälschlicherweise automatisch auf die Qualität des Essens geschlossen hätten, widersprach die SPD-Fraktion: „Der Verbraucher kann zwischen Hygiene und Lebensmittel unterscheiden.“ Statt künstlich Hürden aufzubauen, solle die Regierung auf die Mündigkeit der Bürger vertrauen.

Eine Vertreterin der Bundesregierung erinnerte die Abgeordneten daran, dass aus ihrer Sicht der Eingriff durch den Bund verfassungsrechtlich bedenklich sei. „Für Lebensmittelkontrollen sind grundsätzlich die Länder zuständig“, betonte sie und verwies darauf, dass eine Einmischung von allen Länderregierungen unterschiedlicher Parteien schnell abgelehnt werden könnte.