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Mehr Direktbuchungen und Schutz vor Manipulationen: IHA präsentiert Customer Alliance als offizielle Branchenlösung für Hotelbewertungen

(Berlin, 08. Dezember 2011) Der Hotelverband Deutschland (IHA) und Customer Alliance haben eine strategische Partnerschaft für eine hochwertige und manipulationssichere Branchenlösung für Hotelbewer-tungen geschlossen. “Da Hotelbewertungen im Internet längst einen unverzichtbaren Bestandteil des betrieblichen Qualitätsmanagements bilden, wollen wir mit dieser Partnerschaft die Integrität und Aussagekraft der Hotelbewertungen sichern und ausbauen. Zugleich wollen wir der zunehmenden Abhängigkeit der Hotels von Buchungs- und Bewertungsportalen vorbeugen und die Direktbuchungen stärken”, erläutert Markus Luthe, Hauptgeschäftsführer des Hotelverbandes Deutschland (IHA), die Zielsetzung.

Customer Alliance bietet ein umfassendes Bewertungssystem, mit dem Hotels systematisch und ausschließlich tatsächliche Gäste befragen und die Bewertungen auf der Hotelwebseite darstellen können. Zusätzlich können Hotels nach eigenen Vorgaben auch mehr Bewertungen auf anderen Bewertungs- und Social-Media-Portalen erhalten. “Für den Hotelier bedeutet das mehr provisionsfreie Direkt-buchungen, eine bessere Auffindbarkeit über Suchmaschinen,  Zeitersparnis  im  Qualitäts-management und einen besseren Einblick in die Gästebedürfnisse durch individualisierbare Fragebögen”, zeigt Torsten Sabel, Mitglied der Geschäftsleitung von Customer Alliance, die Vorzüge auf.

Viele Hoteliers haben in den letzten Jahren so genannte Widgets großer Bewertungsportale in ihren eigenen Internetauftritt eingebunden, um den Gästen mehr Sicherheit bei ihrer Hotelbuchung zu geben. Allerdings läuft das Hotel bei Einsatz solcher kleiner Programmfenster Gefahr, den so zum Bewertungsportal weitergeleiteten Kunden noch an einen Wettbewerber zu verlieren oder für die Buchung eine vermeidbare Provision an das Portal zahlen zu müssen. “Daher ist die Hotellerie gut beraten, eine vertrauenswürdige und eben dauerhaft provisionsfreie Branchenlösung einzusetzen, mit der sich diese strategische Abhängigkeit verhindern lässt. Mit Customer Alliance hat der Hotelverband hierzu den richtigen Partner gefunden”, erklärt Markus Luthe die strategische Zielsetzung der Verbandsinitiative.

Verbandsmitglieder erhalten von Customer Alliance für 30 Tage einen kostenlosen Testzugang und bei Vertragsabschluss nach der Testphase den 13. Monat als Kunde von Customer Alliance ohne Berechnung. Zusätzlich wird Verbandsmitgliedern die einmalige Einrichtungsgebühr erlassen, die normalerweise 99 Euro beträgt. Und wer bis zum 31. Januar 2012 seine Testphase startet, erhält den 13. und den 14. Monat ohne Berechnung.

Interessierte Hoteliers nehmen bitte Kontakt unter folgender Adresse auf:

CA Customer Alliance GmbH
Leipziger Straße 26
10117 Berlin
Fon: 030/521 07 02 00
Fax: 030/521 07 02 30
E-Mail: info@customer-alliance.com
Internet: www.customer-alliance.com

Hotelmarketing-Studie: hrs.de und booking.com weiterhin führend bei Online-Zimmerbuchungen

(Hamburg, 18. November 2011) Ohne hrs.de und booking.com geht offenbar nichts: 43 Prozent der Hotels verzeichneten im vergangenen Jahr die meisten Zimmerbuchungen über Portale wie hrs.de, hotel.de und booking.com. Dabei brachten die beiden Top-Buchungsportale hrs.de und booking.com gleichermaßen (jeweils in 40% der befragten Hotels) die meisten Logisumsätze. Dies ist Ergebnis einer breit angelegten Befragung von “Top hotel” unter über hundert Hotels in Deutschland.

Die eigene Hotel-Website hinkt beim Rennen um die Onlinebuchungen noch immer hinterher. Lediglich bei 34 Prozent der befragten Hotels werden auf der eigenem Homepage mehr Buchungen als bei Portalen oder CRS und GDS erzielt. Über die eigene Webpräsenz werden bei den meisten Hotels bis maximal 25 Prozent aller Buchungen generiert; bis zu zehn Prozent in rund einem Fünftel der Hotels. Immerhin gaben neun Prozent der befragten Hotels an, mehr als die Hälfte aller im vergangenen Jahr erfolgten Buchungen über die eigene Website erzielt zu haben.

Somit stehen Verbesserungen an der Hotel-Website bei den meisten Hotels an. 79 Prozent der Häuser setzen Maßnahmen der Suchmaschinenoptimierung laufend um. 77 Prozent setzen auf aktives Suchmaschinenmarketing, u.a. mit Textanzeigen bei Google. Für 63 Prozent ist ein Relaunch der Website oberste Aufgabe. Und über 86 Prozent aktualisieren die eigene Hotel-Website regelmäßig, zum Beispiel mit gastronomischen Angeboten und Logis-Arrangements. Upload von Videos ist bei 47 Prozent ein wichtiges Thema; rund 53 Prozent zögern dies noch hinaus.

Bei den Buchungsriesen hrs.de wird das Preis/Leistungsverhältnis (Leistung vs. Provision) von den meisten Hotels (34%) mit einer durchschnittlichen Drei bewertet. Ähnlich fällt das Ergebnis bei hotel.de (gehört ja nun mehrheitlich zu hrs.de) und booking.com aus. Expedia.de und das Schwesterportal hotels.com bekommen schlechtere Leistungsbewertungen.

Hotelbewertungen bringen Mehr- und Nutzwerte
Hotelbewertungen gehören zum täglich Brot der Betriebe. Über 43 Prozent der befragten Häuser checken jeden Tag die Gästerezensionen. Rund ein Drittel tut sich immerhin mehrmals pro Woche und immerhin knapp 14 Prozent einmal wöchentlich. Professionelle Monitorinsystem wie trustyou.com sind immer stärker gefragt: Dabei nutzt knapp die Hälfte der Hotels ein solches Webtool. Die positiven wie negativen Gästebewertungen werden umgehend analysiert und im Team eigehend besprochen (79%). Kam es zu einer harschen Gästekritik, greifen die meisten Hoteliers zum Hörer und versuchen den Gast dazu persönlich zu sprechen (65%). Über 60 Prozent der Hotels versuchen auch, eine Stellungnahme zur Gästekritik im betreffenden Bewertungsportal zu veröffentlichen.

 

Die Bedeutung von Gästebewertungen für das Hotelmarketing wird überwiegend positiv beurteilt. Dass dadurch Mehrwerte für’s Hotel entstehen, sehen 44 Prozent der Hoteliers zumindest teilweise auch so. Ganz klar erkannt ist die Bedeutung von Onlinerezensionen für das eigene Qualitätsmanagement (71% stimmen dem zu). Mehr als die Hälfte der Hoteliers ziehen aus den Gästekritiken konkrete Analysen und Maßnahmen, um Schwachstellen in Service und Qualität auszumerzen. Und über 46 Prozent meinen sogar, die Bewertungsportalen seien grundsätzlich gut für das Hotelmarketing. Klare Ablehung herrscht dagegen bei den kommerziellen Angeboten von holidaycheck.de & Co: 72 Prozent der Hotels lehnen die Vermittlung von Zimmerbuchungen auf Provisionsbasis ist. Aber: 22 Prozent der Hotels setzen auf diesen Buchungskanal.

Social Media fester Bestandteil im Hotelmarketing
Bei den Social Media stechen facebook.com (wird von 91% der Hotels genutzt) und das Videportal youtube.com (56%) heraus. Der Kurznachrichtendienst twitter.com wird dagegen nur von rund 45 Prozent der Hotels aktiv eingesetzt. Beim Kosten-Nutzen-Effekt bekommt facebook.com die besten Bewertungen: Über 58 Prozent erkennen einen hohen Nutzen bei überschaubaren Aufwendungen als Zeit und Geld. Gerade die Netzwerkplattform facebook.com biete nützliche Möglichkeiten zum direkten Gäste-Kontakt (44% der Hotels sehen dies als „sehr wichtig“ an), zum Dialog mit Gästen (49%) und sogar sich ein Stück weiter unabhängig von Buchungsportalen (34%) und Bewertungsportalen (25%) zu machen. Allerdings sehen über 57 Prozent der befragten Hoteliers den hohen Zeitaufwand bei der redaktionellen Pflege von facebook.com kritisch. Knapp die Hälfte (49%) beklagt das noch zu geringe Buchungsaufkommen auf facebook.com.

 

hrs.de: Hotels können auf Gästebewertungen direkt antworten – Rezensionen werden geprüft

(Köln, 24. August 2011) Das klingt nach mehr Fairness: hrs.de lässt Hoteliers die Möglichkeit, auf Gästebewertungen direkt zu antworten. Alle Kommentare würden vor der Veröffentlichung überprüft, heißt es in einer Pressemitteilung des Reservierungsdienstleisters aus Köln. Damit biete hrs.de die von dem europäischen Hoteliers-Dachverband Hotrec geforderten Reaktionsmöglichkeiten auf Bewertungen.

Auch bei hrs.de. können Hoteliers die Gästebewertungen direkt kommentieren - alle Kommentare werden vorher geprüft

Auch bei hrs.de. können Hoteliers die Gästebewertungen direkt kommentieren - alle Kommentare werden vorher geprüft

Im neuen Bereich „Meine Gäste-Bewertungen“ im Hotel-Serviceportal werden alle Bewertungen eines Hotels gebündelt und übersichtlich dargestellt. Hoteliers können sich per E-Mail informieren lassen, sobald ein neuer Kommentar über ihr Haus veröffentlicht wurde. Zudem kann man sich eine Zusammenfassung der Bewertungen im gewünschten Benachrichtigungsintervall, zum Beispiel einmal täglich, zuschicken lassen.

„Der neue Service erlaubt es Hoteliers, direkt in Kontakt mit ihren Gästen zu treten. Dieser Dialog schafft Vertrauen und Glaubwürdigkeit“, sagte Tobias Ragge, Geschäftsführer von hrs.de. „Jede Kundenmeinung zählt. Daher raten wir Hoteliers, Kommentare ernst zu nehmen und sowohl auf kritische Kommentare zu antworten als auch auf positive, die den weitaus größten Teil der Hotelbewertungen ausmachen“, so Ragge weiter.

Ein weiterer Nutzen für die Hotels bestehe darin, Gästekommentare für ihr Qualitätsmanagement einsetzen zu können. Im Bereich „Meine Gäste-Bewertungen“ sollen Filter und Suchfunktionen Hoteliers dabei unterstützen, den Überblick über die Kommentare zu behalten und zu ermitteln, in welchen Bereichen Handlungsbedarf besteht.

67% der Hotelbucher orientieren sich an Bewertungen
Eine Studie des Kölner Hotelbuchungsportals hat gezeigt, dass Kunden die Einschätzung anderer Gäste mehr denn je in ihren Entscheidungsprozess einfließen lassen. Beinahe 67 Prozent der Befragten gaben an, sich stark an Gästebewertungen zu orientieren. Bei Nutzern bis 29 Jahren sind es sogar gut 76 Prozent und auch bei den Kunden in der Altersklasse 50 Jahre und älter greifen noch mehr als 54 Prozent auf das Urteil der Internet-Gemeinde zu.

Wie bisher können über hrs.de nur Gäste, die tatsächlich in dem jeweiligen Hotel übernachtet haben, eine Bewertung abgeben. Hierzu erhalten sie nach ihrem Aufenthalt einen Link, der sie zu der Bewertungsseite führt. Damit will man bei hrs.de sicher stellen, dass sowohl die Punktebewertung als auch die Kommentare authentisch und seriös sind. Allerdings soll auch dieses System Schwachstellen haben und wurde nach Berichten von Insidern bereits geknackt.

Für die Ermittlung der Durchschnittswerte der Hotels bewerten die Gäste 14 Kriterien auf einer Skala von einem Punkt (mangelhaft) bis zehn Punkte (sehr gut). Um die Aktualität zu gewährleisten, fließen die vergebenen Punkte nach zwei Jahren nicht mehr in den veröffentlichten Durchschnittswert der Hotels ein. Auch in diesem Punkt entspreche man den Hotrec-Forderungen, wird mitgeteilt.

Kostenloser Ratgeber
Zum richtigen Umgang mit Gästebewertungen wurde ein Ratgeber entwickelt. Darin wird erläutert, wie Hoteliers den neuen Service am besten einsetzen können. Die Praxistipps für Hoteliers stehen auf Anfrage zur Verfügung.

Hotelmarketing: Hotelbewertungsportale weiter am Pranger – Massive Manipulationen bei tripadvisor.com?

(Frankfurt am Main/London, 23. August 2011) Der Ärger wird immer größer: Gefälschte und manipulierte Hotelrezensionen auf führenden Bewertungsportalen sorgen für immer mehr Verdruss unter den Hoteliers, vom Fünf-Sterne-Hotel in einer deutschen Großstadt bis zum Drei-Sterne-Ferienhotel auf einer Nordseeinsel. Und auch international gibt es Klagen. Nun forderte die britische Verbraucherschutzorganisation Kwikchex das amerikanische FBI zu offiziellen Ermittlungen gegen tripadvisor.com auf. In den vergangenen zwölf Monaten seien über 3.000 Fälle von offensichtlich manipulierten Bewertungen aufgekommen, heißt es bei Kwikchex. 20 von den rund 50 Millionen Bewertungen bei tripadvisor.com seien älter als ein Jahr und damit irrelevant für Verbraucher, so ein weiterer Vorwurf.

Sehen Sie dazu:
HOTELIER TV 1:30: Immer mehr Ärger um Hotelbewertungsportale

Die Vehemenz des (kommunikativen) Widerstandes gegen Hotel- und Reisebewertungsportal lässt auf mannigfaltige Gründe schließen. In einer Analyse des Recherchedienstes hotelpinnwand.de von Maximilian Blum Freiherr von Grevenstein kommen kuriose Tatsachen zu Tage: Da postete ein britischer User namens „Bellagio“ über 32.300 Bewertungen in den vergangenen sieben Jahren. Das entspricht mehr als zwölf Einträge pro Tag, so Blum. Von Authentizität, also einer Bewertung je Hotelübernachtung oder Reiseerlebnis, könne da keine Rede mehr sein.

Die Liste der offensichtlichen Manipulationen lässt sich weiter fortsetzen: Zwei US-Nutzer haben bei tripadvisor.com in den vergangenen paar Jahren sage und schreibe über 56.000 Forenbeiträge verfasst. Durchschnittlich wären das knapp 22 Einträge pro Tag. Ein niederländischer Internetsurfer schrieb seit 2005 mehr als 23.400 Forenbeiträge, also rund zehn pro Tag.

Software erkennt gefälschte Hotelbewertungen
Bei der großen Überzahl der unfairen oder schlichtweg gefälschten Bewertungen soll ein neu entwickeltes Programm der Cornell Universität helfen: Die Software erkenne 90 Prozent von manipulierten Einträgen, heißt es in einer Pressemitteilung. In einem Test mit 800 Rezensionen über Hotels in Chicago wurde ein Großteil der eingeschleusten Fälschungen erkennt, berichtete die für ihre Hotelmanagement-Ausbildung weltberühmte Lehreinrichtung. Die Software setzt dabei auf Sprachanalyse. Ehrliche Hotelbewertungen enthalten konkrete Begriffe, die zum Hotel gehören: z.B. „Badezimmer“, „Check in“ oder „Preis“. Bei Fälschungen würde Wörter wie „Urlaub“, „Geschäftsreise“ oder „mein Ehemann“ eher auftauchen. Grundsätzlich gelte: Fälscher nutzen mehr Verben, ehrliche Rezensenten mehr Nomen.

Ideal ist es, nicht mehr gelistet zu sein
Hotel-Onlineanalyst Blum sieht dagegen erste Erfolge im Kampf gegen manipulierte Bewertungen. Bei einem Hotelkunden aus Bernkastel Kues konnte sein Redaktionsteam die „Unmengen von negativen, alten und persönlich gewordenen Bewertungen“ durch gezielte Hintergrundberichte entschärfen. Das Ergebnis: „Holidaycheck.de hat auf fast allen seiner Portale sowie bei Partnern alle alten, unfairen und negativen Bewertungen entfernt. Es gibt auch kein durchsichtiges Archiv mehr. Aber sie sind auch noch einen Schritt weiter gegangen. Sie haben das betreffende Hotel auch nicht mehr mit Bild in ihrer Datenbank“, so Blum.

Nicht gelistet zu sein bei Hotel-Bewertungsportalen könnte sich als goldener Werg erweisen – dann gibt es nämlich auch keine gefälschten Bewertungen mehr.

Neues Urteil: Hotelbewertung darf ungeprüft veröffentlicht werden

Aktuelles Urteil: Hotelbewertungsportal muss Gästeurteil nicht vorher prüfen – Hotelkette unterliegt Schweizer Buchungsportal vor dem Kammergericht Berlin – mehr dazu in Kürze

„Stern TV“: Neue Manipulationen bei Hotel-Bewertungsportalen

(Berlin, 09. Juni 2011) Neue Vorwürfe an holidaycheck.de und tripadvisor.com: Bei einem Test konnte die Redaktion von „Stern TV“ zusammen mit einem Brancheninsider manipulierte Hotelbewertungen einstellen. Das Hotel Astor Köln wurde für eine „Dachterrasse mit Pool“ – die es gar nicht gibt – fälschlicherweise bewertet und mit angesicchts der Innenstadt-Lage absurd klingenden Sätzen wie “Das Hotel liegt nur fünf Minuten vom Strand entfernt” und “Auch für die Kinder war der Riesenspielplatz direkt am Friesenplatz super. Wasserrutsche, Bolzplatz, alles da.” Beschrieben. Diese „Gästebewertung“ wurde laut „Stern TV“ auch auch hotelzeugnis.de und ciao.de veröffentlicht.

Damit wird einmal mehr deutlich, dass die Sicherheitsfunktionen von führenden Hotelbewertungsportalen wie holidaycheck.de und tripadvisor.com nicht umfassend sind. Hotelkritiken seien nicht immer echt und haben an Glaubwürdigkeit stark verloren, heißt es bei „Stern TV“. „50 Prozent der Deutschen informieren sich vor Reiseantritt im Internet über ihr Urlaubsziel. Viele erleben am Ende eine böse Überraschung“, notiert die Redaktion.

Das Geschäft mit manipulierten Hotelbewertungen aber geht weiter. “Der Druck auf die Hotels ist riesengroß”, wird ein Brancheninsider (der Redaktion bekannt) zitiert. Nur gute Bewertungen würden auch Verkauf bedeuten. Der Insider habe selbst auch jahrelang falsche Hotelbewertungen verfasst – gegen Geld natürlich. Dazu legte er sich falsche Identitäten mit passenden E-Mails zu. Etliche davon sind u.a. bei holidaycheck.de noch aktiv.

Hotelbewertungen im Internet sind ein zweischneidiges Schwert: Auf der einen Seite wirken sich gute Gästerezensionen positiv auf Onlinebuchungen aus. Auf der anderen Seite sind negative Gästekritiken, die oftmals nicht sehr sachlich und teilweise sehr unfair verfasst sind, ein echtes Geschäftshindernis. Zudem ist die Frage zu stellen, ob Bewertungsportale einfach Hotelkritiken zu kommerziellen Zwecken (Reiseverkauf, Bannerwerbung) vermarkten dürfen. Vor diesem Hintergrund klagt A&O-Hotels-Chef Oliver Winter gegen das zum Burda-Konzern gehörende Bewertungsportal holidaycheck.de.

Der europäische Branchen-Dachverband Hotrec hat bereits im Herbst vergangenen Jahres ein Arbeitspapier mit „10 Prinzipien für Hotelbewertungsportale“ vorgestellt. Was davon bereits beherzigt bzw. umgesetzt wurde, ist unklar. Unterdessen werden Hotelbewertungen im Internet mmer wichtiger. Nun sollen die Gästerezensionen bei der Vergabe der Hotelsterne mit berücksicht werden. Und in Kürze erscheint der erste Reisekatalog mit Hotelbewertungen.

Hotelbewertung im Internet: 5 Aktionspunkte für mehr Gerechtigkeit bei Bewertungsportalen

(Mainz, 02. April 2011) „Ferdinand K.*“ kommt nicht zur Ruhe: Der Hotelier stand nun für Sat 1 vor der TV-Kamera (Reportage bei „Planetopia“ am 18. April) und ging auf das heiße Thema „Manipulationen bei Hotelbewertungen“ ein. Seit seinem Insider-Report Ende November in der Onlineausgabe der Fachzeitschrift “Top hotel” kocht die Branchendebatte immer wieder hoch – auch befördert durch TV-Berichte des SWF und ZDF. Dabei stehen Manipulationsversuche von Hoteliers im Vordergrund, aber auch Lücken in den Systemen der entsprechenden Portalbetreiber.

Beim Portalbetreiber trivago.de habe man ja bereits bestätigt, dass es täglich mehrere hundert Manipulationsversuche gebe, so Ferdinand K. Das Thema sei also an der Tagesordnung und den Portalbetreibern kommen jeweils Schlüsselrollen zu. Dem in Sachen Onlinemarketing sehr erfahrenen Hotelier ist längst klar, dass es manchen offenbar Bewertungsportale längst nicht mehr um Meinungstransparenz ginge, sondern um kommerzielle Interessen. So fallen vor allem bei holidaycheck.de (gehört zum Burda-Konzern) überaus positive Bewertungen auf: Bei einem großen Ferienhotel in Ägypten wurden just im Januar und Februar mehrere Bestbewertungen publiziert – obwohl gleichzeitig die Revolution tobte und der Strom der Touristen rasch versiegte. „Das ist natürlich so plump und dumm, dass hier Systemlücken so offen zutage treten“, so K. Schließlich ginge es ja oft darum, die am besten bewerteten Hotels per Onlinemarketing gut verkaufen zu können und Provisionen einzunehmen.

Da die Meinungsmacht der Bewertungsportale erdrückend sei, postuliert Ferdinand K. fünf Aktionspunkte:

  1.     Entflechtung bei Hotel-/Reisen-Bewertungsportalen: Communities mit Gästerezensionen müssen von Verkaufsplattformen/Onlinevermarktung sichtbar, personell und in der Firmenstruktur getrennt werden.
  2.     Transparenz bei Usern stärken: Nutzer der Communities müssen sich gegenseitig indentifizieren und kontrollieren können, um Manipulationsversuchen vorzubeugen.
  3.     Nutzeranmeldung professionalieren: Neue Nutzer müssen kontrolliert werden. Ähnlich wie bei eBay dürfen nur „bestätigte Mitglieder“ Bewertungen schreiben und veröffentlichen. Das würde Manipulierer deutlich abschrecken.
  4.     Bewertungen gewichten: Ganz schlechte bzw. überaus positive Bewertungen sollten nicht in den Durchschnittswert einberechnet werden, da diese das Bewertungsergebnis zu sehr beeinflussen bzw. verfälschen.
  5.     Profi-Tester einsetzen: Um die Gewichtung der Bewertungskriterien zu verdeutlichen, müssen Checks von Profi-Hoteltestern durchgeführt werden. Dies stellt die Relevanz von Einzelmeinungen klar.

Die aktuelle Debatte um Manipulationen bei Hotelbewertungen nütze der Branche, so Ferdinand K. Die manchmal sehr ungerechten Meinungsveröffentlichungen von Gästen in punkto Servicestandards führe zu einheitlichen Qualitätskriterien, die zunehmend von etlichen Hotels eingesetzt werden. Gästebewertungen führten zu mehr Transparenz, so K. Gerade beim Thema Sauberkeit würden da einige Hotels berechtigt angeprangert. Obwohl der Öffentlichkeit nicht bewusst sei, dass ein Zimmermädchen durchschnittlich nur 23 Minuten Reinigungszeit je Raum habe, müssen Mindeststandards eingehalten werden. (car.)    * Name der Redaktion bekannt

Neue Veranstaltungsreihe: Kostenlose Hotelworkshops „Onlinekommunikation – Wissen für die Zukunft“

(Köln, 25. Februar 2011) „Hotelexperten kommunizieren mit Hoteliers“ – das ist das Motto für die neue Workshopreihe von hotel-workshops.de. Die Premiere findet am Mittwoch, 16. März, um 16 Uhr im Hotel Pullman Cologne statt. Bei den Veranstaltungen geht es um globale Themen rund um die Onlinekommunikation speziell aufbereitet für die Hotellerie. Sie sind geprägt vom Experten-Know-how in den Einzelvorträgen und regen zum qualifizierten Erfahrungsaustausch innerhalb der Hotelindustrie an – Networking inklusive.


Vier Fachleute, vier Vorträge – viel Wissen: es werden neue Ideen und Ansätze im Rahmen der Onlinekommunikation beleuchtet und praxisnah behandelt. Dabei ist es den Veranstaltern besonders wichtig, die Teilnehmern aus der Hotellerie über neue Vorgehensweisen und Strategien anhand von interessanten Fallbeispielen aus den jeweiligen Fachbereichen: Hotelbewertung, Social Media, Qualitätsmanagement und mobiles Internet zu informieren und anschließend mit Ihnen darüber zu diskutieren. Als erster Redner wird Wolfgang Schlösser, Geschäftsführer der Localhero GmbH in seinem Part „Mobile, das nächste große Ding – auch für die Hotellerie?“ interessante Thesen vortragen. Ihm folgt Thomas Hendele mit dem zunehmend mehr diskutierten Thema „Social Media im Hotel- Marketing, Distribution oder Support?“ Nach einer Networking-Pause wird dann Markus F. Weidner, Geschäftsführer der Qnigge GmbH – Freude an Qualität, seine Spezialdisziplin, „6 Schritte zu einem Qualitätsmanagement mit dem webbasierten Mitarbeiterhandbuch 2,0“, beleuchten. Last but not least wird Thorsten Sabel, CAM Customer Alliance Management, mit „Reputationsmanagement und Hotelbewertungen“ die Gäste begeistern.

Weitere Termine für das Expertenforum: Donnerstag, 17. März 2011 in Essen, Mittwoch, 30. März in Bremen, Donnerstag, 31. März in Hamburg, Dienstag, 12. April in Leipzig und Donnerstag, 13. April in Berlin. Der Eintritt zu den jeweiligen etwa dreistündigen Workshops ist kostenlos. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt auf 30 Gäste. Dem Thema entsprechend können sich Interessenten unter www.hotel-workshops.de ab sofort online anmelden.

Immer mehr Manipulationen von Gästekritiken: Hotrec intensiviert Dialog mit Hotelbewertungsanbietern

UPDATE (Brüssel, 20. Dezember 2010) Online-Bewertungen haben sich zu einem unverzichtbaren Hilfsmittel sowohl für Hoteliers als auch für ihre Gäste entwickelt. Gleichwohl sieht der europäische Hoteliers-Dachverband Hotrec, Brüssel,  die Notwendigkeit, den Dialog mit den Anbietern von Online-Hotelbewertungen zu intensivieren, um die Verlässlichkeit der Bewertungen zu erhöhen und noch mehr wechselseitige Vorteile zu realisieren. Zu diesem Zweck legt Hotrec ein leicht modifiziertes Arbeitspapier seiner schon früher angenommenen 10 Prinzipien für Hotelbewertungsportale vor, um einen Beitrag zur besseren Entwicklung von Hotelbewertungen im Interesse der Verbraucher, Hoteliers und Bewertungsanbieter zu leisten.

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Der tagtägliche Betrug mit den Hotelbewertungen – Wie Hoteliers systematisch schummeln und tricksen

(Hamburg, 29. November 2010) Ein Insider packt aus: Immer mehr Hoteliers manipulieren die Bewertungen ihrer Häuser im Internet. Dabei wird auch nicht davor halt gemacht, unliebsame Wettbewerber mit gezielten negativen Kritiken aus dem Feld zu schlagen. Dies berichtet Ferdinand K.*, ein namhafter Hotelier und Marketingberater. Der Insider legt gegenüber der Fazeitschrift “Top hotel” offen, wie tagtäglich im Hotelmarketing getäuscht und getrickst wird. In einem Feldversuch mit erfundenen Gästebewertungen, beweist er wie leicht die Sicherheitsvorkehrungen der führenden Kritikportale zu umgehen sind.


„Massiv falsch zu informieren ist absolut an der Tagesordnung“, bekennt der Hotelier. Es sei jederzeit möglich, das eigene Hotel oder das eines Kunden vom letzten Platz im Ranking der Bewertungsportale auf Rang eins „zu schießen“, behauptet er. Der erfahrene Hotelkaufmann setzte dies bis vor kurzem erfolgreich für etliche Beratungskunden in ganz Deutschland um. „Ich weiß, dass das auch viele andere Kollegen so machen“, so K.

Der Enthüllungsreport erscheint in der Onlineausgabe unter www.tophotel.de.

Zoover Award 2010 – Die Gewinner stehen fest

(Köln, 09. Juni 2010) Das Hotelbewertungsportal zoover.de zeichnet zum zweiten Mal nach 2009 die besten Hotels & Unterkünfte Europas mit dem begehrten Zoover Award aus. Die Jury bestand aus tausenden Reisenden aus ganz Europa und kürte Gewinner aus 40 europäischen Ländern in verschiedenen Kategorien. Die herausragenden Bewertungen in 2009, mit Bestnoten für die auf Zoover zu bewertenden Kriterien, sind ein Beleg für den perfekten Service der Sieger und somit auch für die bestmögliche Erholung im Urlaub.

In Kürze erhalten rund 450 Hotels und Unterkünfte in Deutschland das begehrte Gewinner-Zertifikat. Pro Ort und Kategorie wurde maximal ein Gewinner ermittelt. So kürten die Zoover Nutzer beispielsweise das “Radisson Blu Köln” mit der Gesamtnote 9,0 zum besten Hotel Kölns. Deutschlandweit belegte es Platz 9. Mit 148 Bewertungen und der Gesamtnote 9,6 landete das “Landhotel Zur Schmitte” in Westernbödefeld an der Spitze. Die beliebtesten deutschen Hotels des Jahres 2009 liegen im Bundesland Nordrhein-Westfalen.

Deutschlands Top 10 Hotels
Platz 1: Landhotel Zur Schmitte, Nordrhein-Westfalen, 9,6
Platz 2: Parkhotel Euskirchen, Nordrhein-Westfalen, 9,4
Platz 3: Pullmann Aachen Quellenhof, Nordrhein-Westfalen, 9,4
Platz 4: Schlosshotel Brilon, Nordrhein-Westfalen, 9,3
Platz 5: Phantasialand Hotel Ling Bao, Nordrhein-Westfalen, 9,2
Platz 6: Hotel Dollenberg, Baden-Württemberg, 9,2
Platz 7: Hotel Mosel Landhaus, Rheinland-Pfalz, 9,2
Platz 8: Hotel Am Ceresplatz, Rheinland-Pfalz, 9,1
Platz 9: Hotel Radisson Blu Köln, Nordrhein-Westfalen, 9,0
Platz 10: Welcome Hotel Rheinresidenz Wesel, Nordrhein-Westfalen, 9,0

Die besten Unterkünfte Deutschlands
Campingplatz: Family Camping Club, 8,7
Ferienpark: Eurostrand Leiwen, 9,1
Pension: Panorama, 9,3
Appartement: Haus Waldeck, 9,7
Bed & Breakfast: Zur Tulpe, 9,0
Landhaus: Zur Kupferkanne, 9,0
Ferienhaus: Hennesee, 9,6
Gasthof: Grevenstein, 8,5

hotel.de AG: Neuer Hotel-Preis-Leistungs-Index zeigt überraschende Ergebnisse

“War Ihr Hotelzimmer den Preis wert?” Dieser Frage stellte sich das Travel-Tech-Unternehmen hotel.de AG, Nürnberg, und verglich seine aktuell rund 600.000 Hotelbewertungen von Buchungskunden aus aller Welt mit dem Preis-Leistungs-Verhältnis in Drei- und Vier-Sterne-Hotels. Der hotel.de Hotel-Preis-Leistungs-Index (HPLI) per Ende 2008 birgt einige Überraschungen: So liegen die Komfort- und First-Class-Hotels im weltweiten Vergleich vorne. Und in Deutschland liegen die Augsburger Hotels an der Spitze.

Weltweit betrachtet gilt das Preis-Leistungs-Verhältnis von Hotels in Tokio (Japan) bei Hotelgästen als führend. Die Mega-Cities London, Moskau oder New York enttäuschen hingegen und schaffen es nicht in die Top 20. Der Spitzenwert der internationalen Rangliste liegt bei 7,84 Punkten (Tokio). Lissabon (7,71) und Prag (7,66) belegen die Plätze 2 und 3. Die Bundeshauptstadt Berlin erreicht mit einem Preis-Leistungs-Indikator von 7,60 einen sehr guten vierten Platz.

Ein Vergleich der deutschen Großstädte (ab ca. 200.000 Einwohnern) weist Augsburg (8,16) als Sieger aus. Während auf den vorderen Plätzen “kleinere Großstädte” aus dem Osten wie Chemnitz (8,01), Magdeburg (7,79) und Leipzig (7,78) rangieren, finden sich mit Hamburg (6,69), München (7,05) und Köln (7,11) drei deutsche Millionenstädte auf den hintersten Plätzen wieder. Quasi außer Konkurrenz (weil weniger als 200.000 Einwohner) sind die absoluten Spitzenreiter laut der hotel.de-Studie in Deutschland die Städte Fulda (8,86) und Passau (8,74).
Insgesamt erwiesen sich die Hotels in den deutschen Metropolen in Sachen “Preis-Leistung” als international konkurrenzfähig und belegen den vierten Platz im internationalen Ländervergleich.

hotel.info-Top 20 weltweit (Hauptstädte):

1. Tokio 7,84
2. Lissabon 7,71
3. Prag 7,66
4. Berlin 7,60
5. Peking 7,35
6. Warschau 7,33
7. Ottawa 7,29
8. Athen 7,24
9. Istanbul 7,14
10. Dublin 7,13
11. Budapest 7,10
12. Zagreb 7,07
13. Singapur 7,00
14. Paris 6,96
15. Bangkok 6,91
16. Amsterdam 6,68
17. Washington 6,52
18. Rom 6,49
19. Rio de Janeiro 6,33
20. Stockholm 5,86

hotel.de-Top 20 Deutschland (ab 200.000 Einwohner):

1. Augsburg 8,16
2. Chemnitz 8,01
3. Magdeburg 7,79
4. Leipzig 7,78
5. Aachen 7,77
6. Frankfurt am Main 7,73
7. Hannover 7,67
8. Karlsruhe 7,66
9. Düsseldorf 7,65
10. Essen 7,63
11. Berlin 7,60
12. Nürnberg 7,59
13. Bochum 7,59
14. Rostock 7,58
15. Dresden 7,52
16. Bonn 7,33
17. Köln 7,11
18. Bremen 7,10
19. München 7,05
20. Hamburg 6,69

Der Hotelreservierungsservice vergleicht in regelmäßigen Abständen die Hotelbewertungen, die von seinen Buchungskunden zum Kriterium „Preis-Leistungs-Verhältnis“ für Drei- und Vier-Sterne-Hotels abgegeben wurden. Sinngemäß stellt hotel.de die Frage „Wie zufrieden sind Sie mit der gebotenen Leistung für das bezahlte Geld?“. Die Übernachtungsgäste bewerten anhand eines Punktesystems (0 bis 10) das Preis-Leistungs-Verhältnis. Die Gesamtanzahl der hotel.de-Gästebewertungen beläuft sich derzeit auf rund 600.000, wobei täglich mehr als 1.000 neue hinzukommen.

Die Kehrseite des Web 2.0

Quelle: tophotel.de, 17. Dezember 2008

Immer häufiger beklagen Hoteliers ungerechte Bewertungen durch Kunden oder Konkurrenten in den einschlägigen Portalen. A&O Hotels & Hostels berichten sogar von ersten ­Erpressungsversuchen durch Gäste.

Im Sommer dieses Jahres überschritt HRS die magische Grenze von einer Million Hotelbewertungen auf ihrem Portal und verschenkte aus diesem Anlass einen nagelneuen LCD-Fernseher an den einmillionsten Bewerter. Das rasante Wachstum der Meinungsforen vom Kaliber HolidayCheck, TripAdvisor und Co. macht das Sys­tem Hotelbewertung inzwischen zu einem Hauptkriterium für Kaufentscheidungen. So werden gegenwärtig 60 Prozent aller Reisebuchungen online recherchiert – unabhängig davon, ob die Buchung am heimischen Rechner oder im Reisebüro erfolgt. Anbieter wie Thomas Cook führen seit einiger Zeit sogar die Filterung nach Bewertungen in der Hauptnavigation mit.

Die neu gewonnene Markttransparenz freut den Kunden, bringt aber auch allerhand Schwierigkeiten mit sich. Juristische Probleme beispielsweise, wenn eine Bewertung beleidigend ausfällt oder nicht beweisbare Tatsachenaussagen trifft. Dabei erfahren die Hoteliers mitunter nur auf Umwegen oder überhaupt nicht von ihrem Leid, da die Nutzer aufgrund der verunglimpfenden Bewertung das Hotel nicht buchen und somit auch nicht eines Besseren belehrt werden können.

Und hier liegt das nächste Problem der Meinungsforen. Sie bilden in der Regel nur einen kleinen Ausschnitt der echten Kundenmeinung ab. Usability-Experte Jakob Nielsen vermutet, dass deutlich weniger als ein Prozent aller Nutzer solcher Plattformen selbst Bewertungen ab­­geben. Insofern könne die dort veröffentlichte Meinung alles andere als repräsentativ sein.

In beiden Fällen wird es für den Hotelier schwierig sich zu wehren. Die Löschung beleidigender Inhalte ist vor allem bei ausländischen Plattformbetreibern nur äußerst schwierig zu erwirken. Und die Masse der »normal« zufriedenen Kunden dazu zu bringen, Onlinebewertungen abzugeben, ist praktisch ausgeschlossen.

Bewertungserpressung

Auf die Selbstreinigungsmechanismen der Plattformen zu hoffen, ist eine Strategie mit ungewissem Ausgang. Die Betreiber haben vitales Interesse daran, dass schlechte Kommentare sichtbar sind, denn nur so erhalten sie sich bei den Nutzern ihre Glaubwürdigkeit. Stiftung Warentest überprüfte 2007 eine Reihe größerer und kleinerer Hotelbewertungsportale und stellte dort besonders schöngefärbte Werbetexte als Meinung ein. Nur zwei von zehn Betreibern erkannten den Betrug und verzichteten auf die Veröffentlichung – darunter auch Branchenprimus HolidayCheck.

»Natürlich ist es wichtig, Miss­brauch bei den Hotelbewertungen vorzubeugen«, erklärt Tobias Ragge, Mitglied der Geschäftsleitung bei HRS. Das Kölner Unternehmen ist besonders stolz darauf, dass nur echte Bucher ihre Meinung publizieren können. »Manipulierte Einträge, beispielsweise durch Agenturen oder die Häuser selbst, sind so ausgeschlossen«, behauptet man beim Hotel Reservation Service.

Das aber auch bei »echten« Buchern Manipulation möglich ist, erfuhr im September Oliver Winter. Der Geschäftsführer der A&O Hotels and Hostels musste zum Oktoberfest 2008 erleben, wie insgesamt zwölf Kunden am Rezeptions­tresen mit negativer Bewertung drohten, sollte der jeweilige Hotelier die gebuchte Rate nicht deutlich reduzieren. Und zwar um bis zu 40 Prozent. Dabei handelte es sich wohlgemerkt um »bewertungsberechtigte« echte Kunden, die mögliche Fehler im System für sich ausnutzen wollten.

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Hoteldirektoren lesen Online-Hotelkritiken nicht

Quelle: Pressetext, 22. Januar 2008

Studie: Nur 30 Prozent interessieren sich für Rezensionen

Nach einer Analyse des Marktforschungsinstituts CHD-Expert  lesen nur etwa 30 Prozent der Hoteldirektoren die Web-Rezensionen ihrer eigenen Häuser, die in Bewertungsforen eingetragen sind. Mehr als die Hälfte der Befragten ignoriert diese Hotelkritiken generell, kommt die Untersuchung zum Schluss.

Von den Online-affinen Direktoren, die die Hotelbewertungsportale wie www.holidaycheck.de, www.votello.de oder www.hotelkritiken.de beachten, checken 37 Prozent täglich die neuen Einträge und 20 Prozent der Hoteliers klicken mindestens einmal pro Woche die Portale durch, so Carsten Hennig von CHD-Expert gegenüber pressetext. “Für die Mehrzahl der Hoteliers steht das Interesse an der Glaubwürdigkeit an der Onlinekritik im Vordergrund, das heißt Zeitpunkt und Anlass des Vorfalles.” Viele der Hotelmanager zeigen sich von den negativen Kritiken deshalb unberührt, weil sie allzu oft an der Glaubwürdigkeit der Aussagen zweifeln oder gar annehmen, dass es sich um Manipulationen handle.

Die Hälfte der online-affinen Hoteldirektoren nimmt die Kritiken allerdings immer noch schulterzuckend zur Kenntnis, denn ist eine Onlinekritik erst einmal publiziert, erfordert es viel Zeit und etliche Korrespondenz den Gast zur einer Korrektur zu bewegen. Und dies sei einfach zu aufwändig, laute die Reaktion der meisten Hoteliers. “Das ist nicht nachvollziehbar, denn die Bewertungen haben einen gewissen Einfluss auf die Buchung”, stellt auch Hennig fest. Der Nutzen der Hotelbewertungsportale für die Hotellerie ist auch im Fokus des Hotelverbandes Deutschland und des europäischen Dachverbandes HOTREC. HOTREC-Präsident Bernd Geyer fordert von den Hotelbewertungsportalen daher Richtlinien zur Eindämmung von Manipulationen und ungerechtfertigsten Bewertungen. Öl ins Feuer gegossen hat dabei auch die Deutsche Stiftung Warentest bei einem Portal-Check Anfang 2007: Von den insgesamt acht getesteten Portalen filterten nur zwei – holidaycheck.de und hotelkritiken.de – fingierte Bewertungen aus. Ein Test des Magazins “Reise & Preise” stellte dem international agierenden Bewertungsportal www.tripadvisor.com die Note “gut” aus. Das Magazin kritisierte in diesem Zusammenhang die Bewertungsportale hotelkritiken.de, www.travel-and-guide.de und www.cooleferien.com , da hier weder Texte noch die Mailadresse verifiziert würden.

“Es ist unverständlich, warum PR-Stellen oder Guest-Relation-Manager auf negative Kritiken nicht reagieren”, meint Hennig. “Nur die Hälfte der Manager nimmt direkt Kontakt mit dem Gast/Kritiker auf und 39 Prozent der Direktoren versuchen, durch eigene Kommentierungen Einfluss auf die Wirkung der veröffentlichten Kritiken zu übernehmen.” Dass die Flut an leichtfertigen und anonym verfassten Online-Kritiken zunimmt und zu finanziellen Schäden führen, sei unbestritten (pressetext berichtete). Wird die Kritik als existenzbedrohend empfunden, entscheidet sich sogar jeder Zweite für eine intensive Kommunikation mit dem Kritiker, haben die Experten herausgefunden.

Für beide Seiten nicht zielführend ist ein Gerichtsverfahren aufgrund einer negativen Bewertung, wie es ein deutscher Hotelier in Mallorca nach einer Kritik einer Dortmunderin tat. Er drohte zunächst mit einer Unterlassungsklage, wenn es nicht zur sofortigen Löschung des negativen Eintrags komme. Die Touristin ließ sich aber nicht einschüchtern. So kam es zu einer Gerichtsverhandlung. Auch auf das Angebot, der Hotelier würde seine Klage zurücknehmen und ihr darüber hinaus eine Gratiswoche in seinem Haus am Strand zur Verfügung stellen, wenn sie ihre Bewertung lösche, ging die Dortmunderin nicht ein. Den Vergleich lehnte sie vor Gericht ab. Der Hotelier zog seine Klage daraufhin unverrichteter Dinge zurück, berichtet die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung. Die negative Kritik steht allerdings bis heute im Bewertungsportal. “Außer Kosten und einem schalen Nachgeschmack ist nichts übriggeblieben”, meint Hennig.

Hotelbewertungsportale im Internet: Wenig beliebt beim Hotelmanagement

Quelle: CHD Expert Group – Pressemitteilung

Branchenstudie von CHD Expert: Nur 30 Prozent der Hoteldirektoren checken die Webrezensionen regelmäßig – Analyse und Auswertung zu aufwändig

Hamburg, 17. Januar 2008
Hotelkritiken im Internet sind beim Management unbeliebt: Über 50 Prozent der Hoteldirektoren in Deutschland ignorieren bislang die Onlinerezensionen auf Plattformen wie holidaycheck.de, votello.de und hotelkritiken.de. Nur 30 Prozent der Hotelmanager klicken regelmäßig durch die Bewertungsportale, um die jüngsten Bewertungen ihrer Häuser in Erfahrung zu bringen. Dies geht aus einer Branchenstudie des internationalen Marktforschungsinstitutes CHD Expert / Marktplatz Hotel GmbH vor. Befragt wurden 284 Entscheider aus Privat- und Kettenhotellerie sowie Ketten- und Kooperationszentralen.

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Von den online-affinen Direktoren, die die Hotelbewertungsportale beachten, checken 37 Prozent täglich die neuen Einträge und 20 Prozent der Hoteliers klicken mindestens einmal pro Woche die Portale durch.

Für die Mehrzahl der Hoteliers (63%) steht das Interesse an der Glaubwürdigkeit an der Onlinekritik im Vordergrund, d.h. Zeitpunkt und Anlass des Vorfalles. Die Hälfte der Manager (51%) nimmt dazu direkt Kontakt mit dem Gast/Kritiker auf und 39 Prozent der Direktoren versuchen, durch eigene Kommentierungen Einfluss auf die Wirkung der veröffentlichten Kritiken zu übernehmen. Wird die Kritik als existenzbedrohend empfunden, entscheidet sich sogar jeder Zweite für eine intensive Kommunikation mit dem Kritiker.

Allerdings zeigt dies auch, dass immer noch die Hälfte der online-affinen Hotel-direktoren die Kritiken schulterzuckend zur Kenntnis nehmen, denn ist eine Onlinekritik erst einmal publiziert, erfordert es viel Zeit und etliche Korrespondenz den Gast zur einer Korrektur zu bewegen. „Und dies ist einfach zu aufwändig“, ist dazu die Reaktion der meisten Hoteliers.

“Mehrwert für die Hotellerie”
Der Nutzen der Hotelbewertungsportale für die Hotellerie ist auch im Fokus des Hotelverbandes Deutschland (IHA) und des europäischen Dachverbandes HOTREC. Bernd Geyer, Präsident von HOTREC, fordert von den Betreibern der Hotelbewertungs-portale die Einhaltung von zehn Prinzipien zum Schutz vor Manipulationen und ungerechten Bewertungen.

Kurz gefasst lauten diese:
1) redaktionelle Kontrolle
2) Manipulationen vorbeugen
3) Qualität sichern
4) Keine anonymen Bewertungen
5) Mindestanzahl an Bewertungen gewährleisten
6) Notenskalierungen harmonisieren
7) Reaktionsmöglichkeit eröffnen
8) Rechtssicherheit umsetzen
9) Aktualität gewährleisten
10) Offizielle Sterneanzahl angeben

In der Tat sind die deutschsprachigen Hotelbewertungsportale anfällig für Manipulationen: Bei einem Check der Stiftung Warentest („test“, Ausgabe 2/2007) filterten nur zwei von acht getesteten Portalen fingierte Bewertungen aus: hotelkritiken.de und holidaycheck.de. Bei der Prüfung hinsichtlich aussagekräftiger Hotelbewertungen erfüllte nur holidaycheck.de die Kriterien der Tester. Bei einem weiteren Test der Special-Interest-Zeitschrift „Reise & Preise“ erreichte noch das international bekannte Bewertungsportal Tripadvisor.com die Note „gut“. „Bei den letztplatzierten Portalen hotelkritiken.de, travel-and-guide.de und cooleferien.com werden Texte vor Veröffentlichungen weder gesichtet noch die Mailadresse verifiziert“, schreibt „Reise & Preise“-Verleger Oliver Kühn.

Onlinekritiken können Hotels große Schäden zufügen
Internationalen Medienberichten zufolge nimmt die Flut an leichtfertigen und anonym verfassten Onlinekritiken zu. Die finanziellen Schäden erreichen mittlerweile in Einzelfällen sogar Millionenhöhe oder führen sogar dazu, dass ein Unternehmen daran zugrunde geht, berichtet der Mediendienst Pressetext. „Es gibt alle möglichen Arten von Schäden, die den Unternehmen im Web zugefügt werden. Die Anzahl der verschiedenen Methoden hängt allein von der Kreativität der Übeltäter ab“, sagte Marc S. Friedman, Chairman der Abteilung für geistiges Eigentumsrecht bei der Anwaltskanzlei Sills Cummis Epstein & Gross, gegenüber der „New York Times“. Die Justiz ist meist machtlos gegen derlei negative Onlinekritiken und der Großteil der Anwälte empfiehlt daher, die irreführenden Postings am besten zu ignorieren. Firmen die mit Stellungnahmen reagieren riskieren häufig, nur noch mehr Öl ins Feuer zu gießen und heizen die anonymen Schreiber damit erst richtig an, heißt es. Und selbst wenn Unwahrheiten früher oder später wieder von den Webseiten und Online-Plattformen entfernt werden, bleibt häufig ein schaler Nachgeschmack bzw. finden die Poster meist eine Vielzahl an neuen Wegen, ihre Kritiken zu platzieren – beispielsweise auf anderen Review-Seiten, die häufig über große Nutzerzahlen und erheblichen Einfluss verfügen.

Wichtige Hotelbewertungsportale in der Übersicht (Auswahl)
HolidayCheck.de: ca. 49.000 bewertete Hotels in 211 Ländern; 643.830 Bewertungen
Hotelkritiken.de: 3.810 bewertete Hotels in 99 Ländern; 6.520 Bewertungen
Votello.de: 52.000 bewertete Hotels in 90 Ländern
Trivago.de: 50.000 bewertete Hotels in 112 Ländern; 150.000 Bewertungen
Hotelcheck.de: 5.554 bewertete Hotels in 69 Ländern; 10.000 Bewertungen
Travel-and-guide.de: 5.528 bewertete Hotels in 97 Ländern; 21.018 Bewertungen
Cooleferien.de: 5.053 bewertete Hotels in 46 Ländern / 14.000 Bewertungen
Travelevaluation.de: 2.000 bewertete Hotels in 20 Ländern

Eines der wichtigsten Hotelkritikportale ist HolidayCheck.de von der gleichnamigen Schweizer Aktiengesellschaft mit Sitz in Kreuzlingen. Das Unternehmen erwirtschaftet einen Jahresumsatz von rund zwölf Millionen Euro (Quelle: „Horizont“) überwiegend mit Buchungen im eigenen Onlinereisebüro; der vermittelte Reiseumsatz betrug 2006 rund 58 Millionen Euro.

Weitere Hotel- und Reisebewertungsportale (Auswahl): tripadvisor.de, igougo.com, holidayranking.de, hotelbewertung.de, hotel-erfahrungsberichte.de, zoover.de, cruisecritic.com – insgesamt sind derzeit 51 Hotelkritikportale oder Webportale mit Hotelrezensionen zu erfassen

Hotelbewertungen werden auch bei den Reiseveranstaltern TUI („Hotelsonnen“) und Neckermann („N“) vorgenommen. Zudem veröffentlichen die Buchungsportale HRS.de und hotel.de ebenfalls Hotelbewertungen.

Über CHD Expert: Die Geschäftsbereiche reichen von Marktforschung über Direktmarketing bis zu Data Management. Die Firmenphilosophie steht unter der Überschrift „Wissen und machen!“. Das Unternehmen wurde 1997 als Marktplatz Hotel GmbH gegründet und gehört seit rund sieben Jahren zur international agierenden CHD Expert Group mit Niederlassungen in allen wirtschaftlich bedeutenden Ländern Europas sowie USA und Kanada. CHD Expert gehört zu den Preferred Partners des Hotelverbandes Deutschland (IHA). Der Kundenkreis umfasst namhafte Unternehmen u.a. aus den Bereichen Food & Beverages, Ausstattung und Medien.

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