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Selektion Deutscher Luxushotels: Sternekoch Christian Rach fördert Nachwuchsprogramme – Appell zu besserer Entlohnung

(Hamburg, 30. März 2011) Seit zehn Jahren fördern die Spitzenhotels der Selektion Deutscher Luxushotels ihren Nachwuchs in besonderer Weise. Nun wurde TV-Star Christian Rach (Restaurant „Tafelhaus“ in Hamburg, 1 Stern Michelin, 16 Punkte Gault Millau) als Schirmherr für das Programm „Selektion fördert“ gewonnen. Rach soll mit seinem persönlichen Engagement in der Förderung junger Menschen (Restaurantprojekt „Sloman“) und seiner TV-Bekanntheit („Rach der Restauranttester“ bei RTL) für mehr Aufmerksamkeit für das umfangreiche Förderprogramm sorgen.

„Man muss die Dinge selbst in die Hand nehmen und nicht immer auf die Politik warten und schimpfen“, sagte Rach bei einem Pressetermin im Fairmont Hotel Vier Jahreszeiten Hamburg. Die zuweilen anstrengende Arbeit in Hotellerie und gehobener Gastronomie soll Leidenschaft wecken und wieder weiter geöffnet werden. Nicht nur Abiturienten sollten in die Lehre aufgenommen werden, so sein Appell.

Ein klarer Aufruf von Rach an die Arbeitgeber ist sein Aufruf zu besserer Bezahlung. „Arbeitgeber müssen noch lernen, anders zu entlohnen“, so Rach. „Wir müssen da anders bezahlen, damit der Beruf attraktiv wird. Leider gelten die flexiblen Arbeitszeiten und das Lohnniveau vielerorts als unattraktiv.“
Jeder könne ein guter Gastgeber werden, so Ingo Peters, Chef des Vier Jahreszeiten und langjähriger Freund und Branchenkollege von Rach. In seinem Haus werden aktuell 50 junge Leute ausgebildet. In den neun Mitgliedsbetrieben der Selektion Deutscher Luxushotels werden insgesamt 350 Lehrlinge ausgebildet. „Mit Christian Rach haben wir einen Schirmherrn, der die Verbindung zwischen den traditionsreichen Hotels der Selektion und dem potenziellen Branchennachwuchs perfekt fördert“, so Peters. „Als Sternekoch hat er höchste Qualitätsansprüche, als Restauranttester und Ausbilder kann er diese hervorragend vermitteln und darstellen.“

Peters ist als Hotelier und Sprecher der Selektion Deutscher Luxushotels besonders in Sachen Nachwuchsförderung engagiert. Das Thema Fachkräftemangel bleibe auch weiterhin sehr bedeutend, sagte er in einem Interview mit „Hotelier TV“. Unter den GM der führenden Fünf-Sterne-Hotels werde das Thema Fachkräftemangel häufig diskutiert. Geld allein sei nicht ausschlaggebend, heißt es in der Analyse. Der Zauber der täglich wechselnden Herausforderungen im Gästekontakt treibe immer wieder „Abtrünnige“ zurück in das Hotelgeschäft. Doch dies seien zu wenige. Und nicht jeder sei der Richtige, so Peters. Hotellerie müsse man schon im Blut haben.

Das Nachwuchsprogramm „Selektion fördert“ basiert auf drei Säulen. Im Mai starten die schriftlichen Vorprüfungen für den jährlichen „Azubi Contest“. Es folgen mündliche und praktische Vorprüfungen. Der Abschluss findet am 16./17. Oktober im Hotels Vier Jahreszeiten Hamburg statt.  Für Auszubildende im dritten Lehrjahr gibt es die Möglichkeit, mindestens eine Woche lang ein Praktikum in einem Selektions-Hotels ihrer Wahl durchzuführen. Mit einem Traineeprogramm werden überdurchschnittlich begabte Azubi nach ihrer Lehre 15 Monate in fünf Selektions-Hotels besonders gefördert und hart gefordert. Wer das Zertifikat erreicht, darf damit ein Berufs-Qualitätssiegel erster Güte tragen.

Insider-Tipps für Top-Azubis (Christian Rach/Ingo Peters auf Fragen von Azubi der Selektions-Hotels):

  • Gutes Business-Englisch ist absolute Grundlage für die Karriere, auch in der Küche
  • Der Lebenslauf muss stringent sein – Auslandserfahrung ist sehr wünschenswert, doch nach der Lehre sollte man für zwei weitere Jahren im Heimatland bleiben
  • Fehler passieren – aber nie vor dem Gast unter den Tisch kehren! – Und: aus Fehler lernen – nicht drei Mal wiederholen!
  • Freundeskreis nach Branche ausrichten – Schichtdienst hat aber auch seine Vorteile für Freizeitvergnügen und Behördengänge
  • Sich stets gut vorbereiten – Faustformel „+10%“ für die Küchenpräparation
  • Hüten Sie sich Alkohol! Kein Champagner oder Aperol vor der Arbeit – Alkoholgenuss nur privat – Während der Arbeit sollte nur Wasser und Tee getrunken werden
  • Ehrliches Handwerk und fachliches Können und Know-how schätzen – ein Arzt ist nicht mehr Wert als ein Klempner
  • Echter Erfolg ist nur langfristig zu haben – Es ist toll, mal die Nr. 1 zu sein, großartig ist es dies zu wiederholen!
  • Man kann auch „krumme Karrieren“ machen: Alles ist möglich, man muss es nur wollen! Auch aus einem Pagen kann ein Topmanager eines Welt-Hotelunternehmens werden.
  • Burn-out vermeiden: Zeit für ganz persönliche Entspannung schaffen, z.B. mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren, Spaziergang im Park – auf seinen Körper hören und für Regenration sorgen – gut frühstücken – bewusst Auszeiten nehmen und nicht über die eigenen Kräft gehen – Jahresplanung für Urlaub/Kurzreisen frühzeitig beginnen – aktiv Sport treiben – Hobby verfolgen – freies Wochenende bewusst genießen!

Die Selektion Deutscher Luxushotels besteht seit 1987 als weltweit einmaliger Marketingverbund der absoluten deutschen Tophäuser je Standort. Die Kollektion umfasst das Brenner’s Park Hotel und Spa Baden-Baden, Grand Hotel Heiligendamm, Fairmont Hotel Vier Jahreszeiten Hamburg, Parkhotel Bremen, Ritz Carlton Berlin, Breidenbacher Hof Düsseldorf, Hotel Excelsior Ernst Köln, Nassauer Hof Wiesbaden, Mandarin Oriental München, Hotel Schloss Fuschl bei Salzburg. Partner sind Mercedes-Benz und die Reederei Deilmann.

Hotrec: Mehr Fairness bei Hotel-Buchungsportalen gefordert

(Brüssel, 20. Dezember 2010) Die Hotel-Buchungsportale setzen ihre Hotelpartner zunehmend unter Druck. Aktuell ist eine Verschlimmerung der Lage zu beobachten:  Die Zahl relevanter Online-Buchungsportale (Online Travel Agents – OTA) sinkt weiterhin und damit verstärkt sich die Tendenz zu engen Oligopolen mit Auswirkungen auf die zugrundeliegenden Geschäftsbedingungen. Aus diesem Grund veröffentlichte der europäische Hotel-Dachverband Hotrec nun ein Arbeitspapier mit „20 Eckpunkten fairen Verhaltens von Hotel-Buchungsportalen” aus Sicht der Hotellerie, um ein allgemeines Bewusstsein für diese Thematik zu schaffen und eine breite Fachdiskussion innerhalb der Branche anzustoßen:

1.    Raten-, Vertriebs- und Produkthoheit verbleibt beim Hotel
2.    Keine ungenehmigte Nutzung von Hotelmarken z.B. für Suchmaschinenmarketing (SEM), Domainnamen (Grabbing) und andere Formen des Online-Marketings
3.    Zumindest monatliche Aktualisierung von Bildern, Logos, Inhalten, Hotelnamen und Beschreibungen, die seitens des Hotels zur Verfügung gestellt werden
4.    Kein verpflichtender Zugriff auf sämtliche Hotel-Angebote (kein “full content”)
5.    Keine Mindestverfügbarkeit oder “Verfügbarkeit des letzten Zimmers”
6.    (Last Room Availability – LRA)
7.    Keine verpflichtende Verfügbarkeitsparität
8.    Keine verpflichtende Ratenparität
9.    Keine intransparenten Auktionsmodelle mit Einfluss auf die Positionierung in den Ergebnislisten der Hotel-Buchungsportale (“Biasing”)
10.    Keine automatische Wiederauffüllung von Zimmerkontingenten jenseits der Kontrolle durch das Hotel (“Auto-Replenishment”)
11.    Preisklarheit und -wahrheit beim Suchmaschinenmarketing (SEM)
12.    Keine Einflussnahme auf Hotelprodukte durch unautorisierte Darstellung auf Auktionsportalen (z.B. Katalogkopien)
13.    Angemessene Reaktionszeit für monatliche Überprüfung der “No-Shows” und Stornierungen
14.    Keine Provisionszahlungen für “No-Shows”, stornierte Buchungen, Steuern oder nicht im Voraus gebuchte Leistungen
15.    Meta-Suchmaschinen sollten Hotel-Homepages einbeziehen und sie gleichberechtigt darstellen
16.    Zusammenarbeit mit qualifizierten Channel-Management Systemen
17.    Zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses muss über alle Vertriebskanäle eine verbindliche Einigung erzielt sein
18.    Keine Veranstalter-Raten zur Paketierung (“rooms only”) frei im Internet verfügbar
19.    Sofern möglich wird die offizielle Sterneklassifizierung des Hotels angezeigt, eine Suchmöglichkeit nach Hotelsternen wird angeboten
20.    Sofern Hotelbewertungen eingebunden werden, finden Hotrec’s “10 Prinzipien” Anwendung
21.    Bezeichnungen der Beherbergungskategorien entsprechen der Terminologienorm EN ISO 18513

Presseschau vom 18. Februar 2010 – Klartext: Alle Parteien waren für die Mehrwertsteuersenkung

(Landsberg/Lech, 18. Februar 2010) Markus Luthe redet noch einmal Klartext: Der Hauptgeschäftsführer des Hotelverbandes Deutschland (IHA) betont in einem Beitrag für hotellerie.de, dass alle im Bundestag vertretenen politischen Parteien die Mehrwertsteuersenkung für Hotelübernachtungen gefordert hatten. Dies muss man offenbar in der laufenden, zuweilen verwirrenden Debatte noch einmal betonen. Auch gerade deshalb, da die Senkung der Umsatzsteuer für die notleidende Gastronomie ebenfalls politisch gewollt ist!

Die Mehrwertsteuersenkung sorgt für einen gewaltigen Investitionsschub und für Preissenkungen in der Hotellerie - hoffentlich auch für mehr Gäste (Foto: Pavel Losevsky/fotolia.com)

Die Mehrwertsteuersenkung sorgt für einen gewaltigen Investitionsschub und für Preissenkungen in der Hotellerie - hoffentlich auch für mehr Gäste (Foto: Pavel Losevsky/fotolia.com)


+++ WIRTSCHAFT +++

hotellerie.de: Erinnerungslücken – Blog von Markus Luthe zur Mehrwertsteuerdebatte vom 18. Februar 2010
Die aufziehenden Nebel des Wahlkampfs zur Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen am 9. Mai 2010 drohen den Blick auf die Positionierungen der Parteien zum reduzierten Mehrwertsteuersatz für Hotellerie und – nota bene – Gastronomie zu verschleiern. Daher möchte ich kollektiven Erinnerungslücken vorbeugen und noch einmal klar festhalten: In den vergangenen Jahren haben Vertreter aller Parteien den reduzierten Mehrwertsteuersatz für die Branche gefordert.
http://www.hotellerie.de/home/page_sta_5412.html

DMM Der Mobilitätsmanager: Design Hotels mit Neuzugängen
Die internationale Hotel- und Lifestylemarke Design Hotels präsentiert 36 neue Mitgliedshotels und erweitert damit ihr Portfolio auf 184 Häuser weltweit.
http://dmm.travel/news/artikel/lesen/2010/02/design-hotels-mit-neuzugaengen-27149/

Südwest Presse: “Mövenpick” nicht schließen
Ulm – Ernst Prost, der Liqui-Moly-Eigentümer, nimmt kein Blatt vor den Mund. Schon gar nicht in der Debatte über steuerbegünstigte Hotelübernachtungen.
http://www.swp.de/muensingen/lokales/muensingen/art5701,348009

 

Die vollständige Presseschau lesen Sie bei TOP HOTEL:
http://www.tophotel.de/index.php?alle-parteien-fuer-mehrwertsteuer-senkung-hotels