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Sommer 2012: Hierhin verreist Deutschland

(Bottighofen/Schweiz, 02. Februar 2012) Jahresbeginn ist Frühbucherzeit. Mehr als 30 Prozent der Deutschen entscheiden in den ersten Wochen des Jahres, wohin es im Sommer geht. Große Rabatte und die Gewissheit, nicht auf Restplätze spekulieren zu müssen, locken immer mehr Urlauber. Aus mehr als 30.000 Buchungen bei holidaycheck.de hat das größte deutschsprachige Reiseportal ermittelt, wohin es dieses Jahr in den Urlaub geht.

Sommer 2012: Hierhin verreist Deutschland
 
Die beliebtesten Urlaubsländer sind die Reise-Klassiker der Deutschen: Türkische Riviera, Mallorca und die Kanaren. Allein in diesen drei Regionen verbringen mehr als 50 Prozent der Deutschen Urlauber ihre Ferien.
 
Gut erholt zeigen sich die Krisengebiete des arabischen Frühlings von 2011: Ägypten hat sich die Nummer Vier in der Rangliste der beliebtesten Urlaubsländer zurückerobert. Doppelt so viele Buchungen als im selben Zeitraum 2011 zeigen wieder gewonnenes Vertrauen. Nach Tunesien kehren im Sommer sogar drei Mal mehr Gäste zurück als in den vergangen Sommerferien. Das reicht für Platz zehn.
 
Verlierer sind die Profiteure des letzten Jahres Kanarische Inseln (-15%) und Türkische Riviera (-10%) sowie Dauerkrisenkandidat griechisches Festland.
 
Die Geheimtipps des Jahres: Sizilien und Dalmatien mit jeweils mehr als 40 Prozent gewonnenen Buchungen.

Mehr als jeder vierte Deutsche will 2012 mehr reisen – laut repräsentativer lastminute.de Reisetrend-Studie

(München, 10. Januar 2012) Die Kauflaune der Deutschen ist gut – und dieser Trend setzt sich auch bei der Reiseplanung fort, wie eine neue repräsentative Umfrage von lastminute.de, der Last Minute Website, zeigt: Mehr als jeder vierte Deutsche will 2012 mehr reisen – deutlich mehr als in den Vorjahren (2012: 27 Prozent / 2011: 19 Prozent / 2010: 7 Prozent). Und fast jeder dritte Deutsche will mehr ausgeben für Urlaub – das sind ebenfalls mehr als im Vorjahr (2012: 32 Prozent / 2011: 27 Prozent / 2010: 13 Prozent).

Dazu Alexandra Rieck von lastminute.de: “Die Deutschen gehen positiv ins neue Reisejahr laut der lastminute.de Reisetrend-Studie. Die Mehrheit zeigt sich bei ihrer Reiseplanung 2012 unbeeindruckt von der Wirtschaftskrise: 6 von 10 wollen sich deshalb nicht einschränken.” Männer sind hierbei offenbar gelassener als Frauen: Dass die Wirtschaftskrise keinen Einfluss auf ihre Reiseplanung 2012 hat, sagen 64 Prozent der Männer und 55 Prozent der Frauen. Die Reisetrend-Studie, für die über 1000 Deutsche repräsentativ befragt wurden, hat lastminute.de bereits das dritte Mal in Folge zum Jahreswechsel durchgeführt.

2,5 Urlaubsreisen machen Deutsche im Schnitt pro Jahr – mit steigenden Ausgaben
2012 wollen die Deutschen im Schnitt 2,5 Urlaubsreisen unternehmen, wie schon 2011. Im vergangenen Jahr lagen die Durchschnittsausgaben pro Haushalt für private Reisen im Schnitt bei 1779 Euro (Kosten für Anreise und Unterkunft – ohne Ausgaben vor Ort). Die Bayern haben am meisten ausgegeben mit 2057 Euro, gefolgt von Hamburg mit 1888 Euro und Berlin mit 1863 Euro. 30 Prozent der Reisenden haben 2011 mehr ausgegeben als in den Vorjahren, 27 Prozent weniger und 43 Prozent gleichviel – im Schnitt wurde 5 Prozent mehr ausgegeben. Und im neuen Jahr plant fast jeder Dritte mehr für Urlaub auszugeben (2012: 32 Prozent / 2011: 27 Prozent), 18 Prozent weniger und 50 Prozent gleichviel – im Schnitt sind derzeit 12 Prozent höhere Reiseausgaben geplant.

Verzicht adieu: 41 Prozent jener, die 2011 weniger gereist sind, wollen mehr reisen
Im vergangenen Jahr sind 22 Prozent weniger bzw. kürzer verreist (Vorjahr: 16 Prozent) – und 21 Prozent mehr bzw. länger, eine Vervierfachung zum Vorjahr (5 Prozent). Elf Prozent sagen, sie sind 2011 gar nicht verreist – dies planen 2012 nur noch zwei Prozent. Und dass Urlaub und Reisen unverzichtbar sind, denken sich wohl jene, die 2011 weniger gereist sind und nun im neuen Jahr wieder mehr reisen wollen: mehr als vier von zehn unter ihnen gaben dies an (41 Prozent).

Im Auftrag von lastminute.de hat die GfK zum Jahreswechsel 2011/2012 für diese repräsentative Umfrage 1.112 Frauen und Männer ab 18 Jahren in Deutschland online befragt.

Hatte sich Ihr Reiseverhalten im zurückliegenden Jahr verändert im Vergleich zu sonst? (in Prozent)
Umfragezeitpunkt/Januar          2012 2011 2010
Ja, weniger bzw. kürzer verreist 22   16   18
Ja, mehr bzw. länger verreist    21    5    6
Ja, gar nicht  verreist          11    9   10
Nein                             47   70   66

Wird sich Ihr Reiseverhalten im neuen Jahr ändern? (in Prozent)
Umfragezeitpunkt/Januar 2012 2011 2010
Ja, weniger verreisen   10    9   13
Ja, mehr verreisen      27   19    7
Ja, gar nicht verreisen  2    3    4
Nein, nicht ändern      34   47   53
Weiß noch nicht         27   22   24

Haben Sie im Vorjahr weniger oder mehr Geld für privaten Urlaub und private Reisen ausgegeben, als in den Vorjahren? (in Prozent)
Umfragezeitpunkt/Januar 2012 2011 2010
Gleichviel              43   50   50
Weniger                 27   25   28
Mehr                    30   25   23

Werden Sie für Ihren Urlaub im neuen Jahr weniger oder mehr ausgeben als in der Vergangenheit? (in Prozent)
Umfragezeitpunkt/Januar 2012 2011 2010
Gleichviel              50   57   53
Weniger                 18   16   16
Mehr                    32   27   13
Weiß ich noch nicht               19

Fast die Hälfte der Deutschen plant einen Urlaub im Schnee – TripAdvisor hat über 900 Deutsche rund ums Thema Winterurlaub befragt

(München, 10. Januar 2012) Auch wenn Deutsche gerne über kaltes Wetter klagen – letztlich lieben sie den Winter und vor allem den Schnee. Das ergab eine Umfrage¹ von TripAdvisor, Inc. (NASDAQ: TRIP), der weltweit größten Reise-Website*.
 
Mindestens ein Winterurlaub muss sein
TripAdvisor hat herausgefunden, dass 46 Prozent der befragten Deutschen dieses Jahr einen Winterurlaub planen. Davon geben sich 67 Prozent mit nur einem Winterurlaub zufrieden, doch immerhin 33 Prozent der Befragten möchten sogar zweimal oder öfter in den Schnee. Nur drei Prozent der Deutschen ziehen einen Wochenendurlaub in Betracht. 45 Prozent planen mit einer Woche und ganze 32 Prozent möchten sogar acht Tage oder mehr im Winterurlaub verbringen.
 
Deutsche legen Wert auf viel Schnee und ein gutes Hotel
Bei der Wahl des Urlaubsortes ist für die Mehrheit der Deutschen die Schneesicherheit sowie die Vielfalt und Qualität der Pisten ausschlaggebend. Kein Wunder, denn 54 Prozent der deutschen Winterurlauber fahren Alpinski oder Snowboard. Auch die Qualität und der Ruf der Unterkunft spielen für viele bei der Wahl des Urlaubsortes eine große Rolle. 58 Prozent übernachten bevorzugt im Hotel, 20 Prozent mieten sich eine Ferienwohnung und nur wenige bevorzugen eine Pension (neun Prozent) oder eine Hütte (fünf Prozent).
 
Top 5 Kriterien bei der Wahl des Wintersportgebietes

  • Schneesicherheit
  • Qualität und Ruf der Unterkunft
  • Vielfalt und Qualität der Pisten
  • Kosten vor Ort
  • Breites Angebot an Wintersportmöglichkeiten
     

Deutsche fahren am liebsten nach Österreich
Österreich ist für 38 Prozent der Befragten das absolute Lieblingsziel. Trotz hoher Preise² befindet sich die Schweiz mit 15 Prozent auf Platz zwei. Nur neun Prozent bevorzugen Ziele in den deutschen Alpen und im Alpenvorland.
 
Die meisten fahren mit dem Auto
Die meisten Winterurlauber reisen grundsätzlich mit dem Auto in die Berge (60 Prozent), 31 Prozent wählen das Flugzeug und nur sechs Prozent den Zug.
 
Jeder fünfte gibt mehr als 2.000 Euro aus
Egal mit welchem Verkehrsmittel, die Deutschen lassen sich ihren Winterspaß viel kosten: 67 Prozent geben zwischen 500 Euro und 2000 Euro dafür aus – ganze 22 Prozent sogar über 2000 Euro.
 
Doch auch wenn die Deutschen ihren Winterurlaub lieben – müssten sie zwischen einem Sommer- und einem Winterurlaub wählen, dann würden ganze 82 Prozent den Sommerurlaub bevorzugen.

Gut versichert in den Urlaub: Die Top-Tipps für Reiseversicherungen von Cheapflug.de

(München, 10. Januar 2012) In diesem Jahr blieben Reisende von dem großen Wintereinbruch verschont – bisher. Noch können wir uns gut an das Chaos erinnern, das der Schnee an Weihnachten 2010 in ganz Europa und sogar an den großen internationalen Flughäfen wie in London verursachte. Und immer wieder legen Aschwolken aus Island, Chile und sogar Australien den Flugverkehr lahm. „Im vergangenen Jahr haben Reisende einiges mitgemacht und es ist nicht auszuschließen, dass uns auch in diesem Jahr Chaos im Luftraum erwartet“, so Cheapflug.de Reise-Expertin Katharina Guderian. Doch nicht gegen alles können sich Urlauber versichern. „Umso wichtiger ist es deshalb, dass Reisende verstehen, welche Versicherungen sie abschließen können, und was diese ihnen bringen.“ Cheapflug.de, das Online-Portal für die Suche nach und den Vergleich von Flugpreisen, hat sich die verschiedenen Versicherungen angesehen und erklärt, was sich für wen wann lohnt.

Auslandskrankenversicherung
Dank des Sozialversicherungsabkommens genießt man zwar in EU-Ländern automatisch die Versorgung der dortigen gesetzlichen Krankenversicherung, muss aber alle Leistungen, die darüber hinausgehen, selbst abdecken. Außerhalb der EU muss sowieso alles selbst bezahlt werden. So können schon kleine Unfälle oder Krankheiten schnell teuer werden. Eine Auslandskrankenversicherung lohnt sich also immer. Wer mehrmals pro Jahr in den Urlaub fliegt, sollte eine Jahres-Police abschließen, die sind meist viel günstiger als mehrere Einzelversicherungen pro Urlaub.

Reiserücktrittsversicherung
Diese Versicherung zahlt die Anzahlung oder gegebenenfalls den vollen Reisepreis zurück, falls man die Reise unerwartet und aus triftigen Gründen stornieren muss, dazu zählen Tod, Krankheit, Verletzung, Verlust des Arbeitsplatzes oder Arbeitsplatzwechsel. Wenn man aus Angst vor einer Pandemie oder Naturkatastrophe zurücktritt oder Flüge aufgrund höherer Gewalt (wie Schneechaos oder Aschewolken) gestrichen werden, ersetzt die Versicherung den entstandenen Schaden nicht. Der Abschluss einer Reiserücktrittsversicherung lohnt sich für Familien mit Kindern, Senioren und für Krankheit anfällige Reisende.

Reiseabbruchversicherung
Diese kommt zum Tragen, wenn man nach Reiseantritt erkrankt oder sich verletzt und den Urlaub abbrechen möchte. Sie lohnt sich bei längeren Reisen vor allem in Gebiete, in denen erhöhtes Erkrankungsrisiko besteht oder bei risikoreichen Aktivreisen.

Gepäckversicherung
Je nach Fluggesellschaft haftet die Airline bei Gepäckverlust für eine Summe von etwa 1.200 Euro. Wertsachen, Geld und Ausweisdokumente gehören sowieso ins Handgepäck. Eine Gepäckversicherung lohnt sich also meist nur, wenn man mit teurer Sportausrüstung oder wertvollem Gepäck reist und den tatsächlichen Wert dessen versichern möchte.

Sportreisen Zusatzversicherungen
Einige Anbieter haben spezielle Versicherungspakete für Sportreisen im Programm. Dabei ist zum Beispiel die eigene Skiausrüstung sowie Leih-Equipment mitversichert. Es gibt auch eine spezielle Golfhaftpflichtversicherung, die Schäden bis in Millionen-Höhe abdeckt. Wer in den Sport-Urlaub fliegt und sowieso eine Versicherung abschließt, muss für eine solche Zusatzversicherung kaum etwas zahlen. Es lohnt sich also, sie abzuschließen.

All-Risk Zusatzversicherung
Bei Ereignissen höherer Gewalt – wie Schneechaos oder Aschewolke – sind Reisende nicht versichert. Bieten die Fluggesellschaften dann wie bisher kostenlose Umbuchungen an, tun sie das freiwillig. Da dies bei den Unternehmen stark zu Buche schlägt, könnten sich Airlines und Veranstalter bald nicht mehr so kulant zeigen, wenn sich derartige Naturereignisse häufen sollten. Deshalb werden mittlerweile so genannte All-Risk Zusatzversicherungen angeboten, die jegliche persönlichen Stornierungsgründe wie ein verletztes Haustier oder überraschende Casting-Teilnahme mitversichern sollen. Liest man allerdings das Kleingedruckte, sind Ereignisse wie Pandemien, Krieg oder Nuklearkatastrophen oft ausgeschlossen. Diese Zusatzversicherung lohnt sich also nicht unbedingt, es sei denn man ist gerade auf dem Weg zu Deutschlands nächstem Superstar.

Weitere Informationen gibt es im Cheapflug.de Reisetipp „Reiseversicherung: Was ist zu beachten?“ unter www.cheapflug.de/reisetipps/reiseversicherung-was-ist-zu-beachten/

Voluntourismus statt Urlaub von der Stange: Cheapflug.de präsentiert die Trends für das Reisejahr 2012

Reiseziel für Individualisten: Puravida Resort Belek (Foto: TUI Deutschland GmbH)

Reiseziel für Individualisten: Puravida Resort Belek (Foto: TUI Deutschland GmbH)

(London, 20. Dezember 2011) Urlaub bewusster und individueller erleben und dabei auch noch Geld sparen – darauf können sich Weltenbummler im Reisejahr 2012 freuen. Cheapflug.de, das Online-Portal für die Suche nach und den Vergleich von Flugpreisen stellt unter http://www.cheapflug.de/reisetipps/reisetrends-2012/ die Trends der kommenden Reisesaison vor.

Reisetrend Freiwilligenarbeit (Foto: TravelWorks)

Reisetrend Freiwilligenarbeit (Foto: TravelWorks)

Voluntourismus
Diese denglische Wortkreation bezeichnet eine neue Art des Reisens: Urlauber engagieren sich an ihrer Zieldestination fürs Gemeinwohl oder den Umweltschutz und sammeln dabei tief bewegende Eindrücke von Land und Leuten. Über spezialisierte Anbieter können Freiwillige rund um die Welt bedrohten Tierarten helfen, sich an Lehr- und Bau-Projekten bedürftiger Gemeinden beteiligen, beispielsweise mit Kindern in Nepal eine Schule bauen, oder bei internationalen Sportevents, wie den Olympischen Spielen, aushelfen.

Grünes Reisen
Weltweit stehen umweltfreundliche Unterkünfte hoch im Kurs, da sie den negativen Einfluss des Tourismus auf den Urlaubsort minimieren. Diese Domizile haben sich in den vergangenen Jahren stark gemausert. Einige Öko-Spas gehören zu den besten Hotels weltweit und bieten ein Verwöhn-Programm für Körper, Seele und Gewissen, das seinesgleichen sucht. Im Trend sind auch Öko-Jugendherbergen, die mit der perfekten Mischung aus entspannter Atmosphäre, hotel-ähnlichem Komfort und umweltfreundlichen Einrichtungen aufwarten.

Respektvoll reisen
Touristen beschäftigen sich zunehmend mit den Gepflogenheiten und dem Hintergrund ihres Reiselandes. Wie geht man mit bettelnden Kindern um? Soll man Länder in Krisensituationen meiden oder sie dann erst recht durch Tourismus unterstützen? Wann und wen darf man fotografieren? Wer dem Reiseziel mit dem entsprechenden Respekt begegnet, kommt leichter mit den Gastgebern in Kontakt und erlebt das Land authentischer.

Individualurlaub
Flugticket buchen, Rucksack packen und aufs Geratewohl starten – das war der Inbegriff des Individualurlaubs der letzten Jahrzehnte. Heute können selbst herkömmliche Pauschalreisen zunehmend individuell gestaltet werden. Es gibt bereits ein umfangreiches Angebot aus maßgeschneiderten Flug-, Rundreise-, und Hotelpaketen. Außerdem entstehen immer mehr Hotels, die auf bestimmte Zielgruppen abgestimmt sind, wie beispielsweise TUIs Puravida oder Sensimar Hotels.

Haustausch
Das Couchsurfing für Erwachsene boomt. Bei „Haustauschferien“ verabreden sich Haus- oder Wohnungsbesitzer online zum Haustausch. Es müssen nur die Flugtickets gebucht werden, die Unterkunft ist kostenlos. Abhängig von den Lebenserhaltungskosten am Urlaubsort brauchen Reisende kaum mehr Geld als Zuhause. Wer selbst ein präsentables Eigenheim zu bieten hat, kann einen Haustausch-Urlaub in prachtvollen Domizilen verbringen, an Orten, wo Hotelpreise für eine Familie unbezahlbar sind.

Neue Reise-Angebote
Auch die Sparfüchse unter den Reisenden kommen weiterhin voll auf ihre Kosten. Im Internet warten zahlreiche neue Möglichkeiten, an gute Angebote zu kommen. Dazu zählen natürlich die Websites der verschiedenen Reiseanbieter, die Preisvergleichswebsites, die die besten Angebote des Internets zusammensuchen, Newsletter von Airlines und online Reisebüros sowie die neuen Couponing-Angebote. Bei Letzterem kann man sich online anmelden und wird dann per E-Mail über aktuelle Rabatte oder Sonderangebote informiert. Augen offen halten und Angebote vergleichen heißt deshalb die Devise für 2012.

Auf in den Winterurlaub: Schneegebiete weiterhin begehrt, warme Kanaren auch beliebtes Ziel

(Nürnberg, 20. Dezember 2011) Welche Länder können mit einem Ansturm von Winterurlaubern rechnen und wo geht es etwas ruhiger zu? hotel.de befragte seine Buchungskunden*, wo sie in der kalten Jahreszeit ihren Urlaub verbringen und welche Aktivitäten dabei hoch im Kurs stehen.

Das Ergebnis:

  • Österreich in der Gunst der deutschen Wintersportler weit vorne
  • Ski-Abfahrt und Wellness angesagte Aktivitäten
  • Über 40% der Urlauber zieht’s gen SüdenTop 5 Urlaubsziele unter den Winterdestinationen

Über 60% der Umfrageteilnehmer gaben an, diesen Winter zu verreisen, sei es um Ski zu fahren, Entspannung zu finden oder um Sonne zu tanken. Rund die Hälfte der Reisewilligen plant dabei einen klassischen Winterurlaub, doch auch wärmere Destinationen sind gefragt: So zieht es immerhin über 40% der Reisenden in wärmere Gefilden. Weitere 10% beabsichtigen eine Städte- oder Rundreise.

Skifahren und Wellness hoch im Kurs - Die fünf beliebtesten Aktivitäten im Winterurlaub

Österreich und Deutschland sind gemäß der hotel.de-Umfrage mit Abstand die beliebtesten Ziele im Winterurlaub der Deutschen. Die Schweiz liegt mit 9,2% auf dem dritten Rang. Hier verteuert vor allem der gegenüber dem Vorjahr noch immer starke Schweizer Franken den Urlaub für Touristen aus dem Euroraum. Auch Italien und Tschechien sind beliebt. Nach Frankreich wollen diesen Winter hingegen nur 1,8% der Befragten.

Die Ski-Abfahrt ist mit 35,3% die beliebteste Aktivität der befragten Winterurlauber. Immerhin rund ein Viertel sucht hauptsächlich Wellness und Entspannung, Wandern folgt auf dem dritten Platz, noch vor dem Ski-Langlauf. Große Unterschiede zeigen sich allerdings bei der genaueren Betrachtung der Urlaubsregionen. Während bei den deutschen Österreich-Reisenden aufgrund der guten Ski-Bedingungen mit 64% vor allem die Ski-Abfahrt hoch im Kurs steht, sind bei den Heimaturlaubern insbesondere Wellness und Entspannung (35,1%) sowie das Wandern (25,9%) sehr beliebt. Jeweils rund 15% planen in Deutschland Ski-Langlauf oder Ski-Abfahrt.

Top 5 Urlaubsziele in wärmere Gefilden - Kanaren beliebteste Destination

Diejenigen Urlauber, die im Winter Sonne und Wärme suchen, bevorzugen einen Aufenthalt auf den Kanaren. Rund ein Drittel der Umfrageteilnehmer, die in wärmere Regionen aufbrechen, zieht es auf die Inselgruppe, die im Winter Temperaturen zwischen ca. 20 bis 25 Grad Celsius bietet. Auf Rang 2 liegen die USA, hier lockt vor allem Florida mit mildem Klima, Thailand folgt dahinter. Position 4 und 5 belegen Dubai und Madeira. 

Ob Sonnenhungrige oder Schneeliebhaber, fast alle haben jedoch eines gemeinsam: Weihnachten wird zu Hause gefeiert. Nur jeder zehnte Umfrageteilnehmer plant den Winterurlaub über die Weihnachtsfeiertage. Silvester und Neujahr hingegen nutzen fast 30% für eine Reise.

Kurzentschlossene, die in kältere Regionen aufbrechen möchten, finden hier eine Auswahl an Wintersporthotels: http://www.hotel.de/media/wintersporthotel.htm

Umfrage von hrs.de: 52% der Deutschen wollen 2012 mehrmals verreisen

(Köln, 14. Dezember 2011) Gute Aussichten für’s Reisejahr 2012: Knapp 52 Prozent der Deutschen wollen im Jahr 2012 zwei- bis dreimal die Koffer zu packen. Dies ist Ergebnis einer Umfrage von eResult unter Internetnutzern im Auftrag von hrs.de. Bei rund 13 Prozent sind sogar vier oder mehr Reisen in Planung. Lediglich eine Reise im Jahr 2012 steht bei knapp einem Viertel der Befragten auf der Agenda. Gut elf Prozent der Befragten sehen sich im kommenden Jahr komplett in heimischen Gefilden und packen voraussichtlich gar keine Koffer.

Jeder zweite Deutsche will 2012 mehrmals verreisen - das ergibt eine Umfrage von hrs.de

Jeder zweite Deutsche will 2012 mehrmals verreisen - das ergibt eine Umfrage von hrs.de

Während sich bereits 2011 als erfreuliches Jahr für die Tourismus-Industrie erwies, sehen sich viele Deutsche für 2012 noch reisefreudiger: Jeder Vierte möchte im kommenden Jahr häufiger verreisen als 2011. Mit gut 27 Prozent planen besonders die jungen Befragten bis 29 Jahre ihre Koffer im Jahr 2012 häufiger zu packen. Bei den Umfrageteilnehmern ab 50 Jahren sind es hingegen nur 17,3 Prozent. Knapp zwei Drittel aller Befragten möchten im kommenden Jahr genauso viel reisen wie 2011. Seltener zu verreisen, planen hingegen nur 12,5 Prozent.

Wunsch nach Schnäppchen
Bei der Frage nach dem geplanten Urlaubsbudget zeigen sich die Deutschen trotz großer Reiselust jedoch eher sparsam. Gut die Hälfte der Befragten setzt für ihre Reisen im kommenden Jahr ein Budget von insgesamt bis zu 1.000 Euro pro Person an. Knapp 17 Prozent der Deutschen möchten mit maximal 1.500 Euro auskommen und bei etwas weniger als 14 Prozent sind es bis zu 2.000 Euro. Ein jährliches Urlaubsbudget von insgesamt bis zu 3.000 Euro pro Person steht 8,5 Prozent zur Verfügung. Bei weiteren 8,5 Prozent der Befragten sitzt das Geld deutlich lockerer. Sie planen für 2012 mit einer Urlaubskasse von mehr als 3.000 Euro pro Person. Erwartungsgemäß steigt die Ausgabenneigung mit den Lebensjahren. In der Altersklasse 50 plus liegt die Anzahl der Befragten, die mehr als 3.000 Euro investieren wollen, mit 12,7 Prozent mehr als doppelt so hoch wie bei den jungen Umfrageteilnehmern.

Anspruch ans Hotel: Gut aber günstig
Auch im Hotel möchten die Deutschen Schnäppchen machen. Mehr als ein Drittel der Befragten plant, im Urlaub maximal 50 Euro pro Nacht für ein Hotelzimmer auszugeben. Ein weiteres Drittel ist bereit, bis zu 75 Euro pro Zimmer zu zahlen. Bis zu 100 Euro aus ihrem Urlaubsbudget würden rund 19 Prozent der Befragten für eine Hotelübernachtung einplanen. Nur knapp neun Prozent sind gewillt, mehr als 100 Euro pro Hotelübernachtung zu entrichten.

Annähernd 44 Prozent der Befragten bevorzugen für den Urlaub 2012 ein Mittelklassehotel im Drei-Sterne-Bereich. Auf Platz zwei der gefragtesten Hotels rangieren Vier-Sterne-Häuser. Knapp ein Drittel wünscht sich ein Hotel dieser Kategorie. Zwei-Sterne-Hotels kommen für 18,2 Prozent der Umfrageteilnehmer am ehesten in Betracht und damit bedeutend häufiger als Fünf-Sterne-Häuser. Letztere bevorzugen lediglich 5,5 Prozent der Umfrageteilnehmer. Auffällig ist, dass der Wunsch nach Komfort und Luxus mit dem Alter der Urlauber steigt. Hotels im Zwei-Sterne-Bereich können sich knapp 24 Prozent der Befragten bis 29 Jahre vorstellen. In der Altergruppe 50 Jahre und älter sind es nur noch 12,7 Prozent, die sich gerne in einem Hotel dieser Kategorie zur Ruhe betten würden. Analog dazu können sich gut doppelt so viele Ältere einen Aufenthalt in einem Fünf-Sterne-Hotel vorstellen wie Jüngere unter 30 Jahren.

Frauen setzen auf Erholung, Männer auf Kultur
Zwei klare Sieger zeigt die Studie bei der Frage nach dem bevorzugten Urlaub: Mit jeweils knapp 50 Prozent stehen 2012 vor allem Strandurlaube und Städtereisen hoch im Kurs. Frauen legen darüber hinaus besonderen Wert auf Wellness. Danach sehnen sich rund 27 Prozent der weiblichen Befragten, aber nur 19 Prozent der Männer. Das starke Geschlecht sprach sich häufiger als die Damen für Bildungsreisen und Skiurlaub aus. Auch altersbezogene Unterschiede deckte die Umfrage auf: Die Lust auf ein paar erholsame Tage oder Wochen am Meer sowie der Wunsch nach einem Skiurlaub sinken mit zunehmendem Alter deutlich. Auf der anderen Seite sind es vor allem Ältere, die zu Rucksack und Stock greifen: Einen klassischen Wanderurlaub planen 12,5 Prozent der Befragten unter 30 Jahren, aber 21,4 Prozent der Altersgruppe 50 Jahre und älter.

Ägypten hofft auf Erholung beim Tourismus : Neue Chancen 2012 – Investitionen langfristig orientiert

Von Michael Marks, gtai

(Kairo, 08. Dezember 2011) Das Tourismusjahr 2011 ist für Ägypten schwierig gewesen. Revolution und nachfolgend immer wieder aufgetretene Gewaltexzesse, vor allem in der Metropole Kairo, haben die Lust auf das Land am Nil bei Reiseveranstaltern und Reisenden vorübergehend stark gedämpft. Die Investitionen in der Branche setzen ohnehin auf langfristige Perspektiven, und die könnten durchaus positiv sein. Derzeit wird vorsichtig fortgebaut, was bereits begonnen worden ist. Geplante neue Vorhaben bleiben in der Pipeline und warten auf den richtigen Moment.

Wenn der friedlich verlaufene Wahlauftakt seine Fortsetzung findet, dann kann Ägypten demnächst wieder auf die Grundvoraussetzung für ein erfolgreiches touristisches Produkt verweisen: Stabilität und Sicherheit. Noch zu Jahresbeginn 2011 stand das Land in Erwartung von 15 Mio. und mehr Besuchern. Der Jahresverlauf lässt nun 11 Mio. Auslandsbesucher bei Devisenerlösen von 10 Mrd. US$ erwarten, ein “gutes Ergebnis angesichts der Umstände”, wie der Minister für Tourismus Abdel Nour kurz vor dem Kabinettsrücktritt kommentiert hatte. In den ersten neun Monaten 2011 ist die Besucherzahl um 35% auf 6,9 Mio. gesunken. Recht wacker hielten sich die an 3.Stelle liegenden Deutschen (-32% auf 0,64 Mio.).

Tourismus Ägypten - Strukturdaten

Wenn es um die für das Land so wichtige Branche geht, dann heißt es oft, besonderen Optimismus zu zeigen. Dies führt leicht zur Verdopplung von Besucherzahlen und Devisenerlösen, die innerhalb von fünf oder zehn Jahren realisierbar seien. Zunächst gilt es jedoch, wieder dort anzuknüpfen, wo man schon einmal war. Die neue Werbekampagne “We´re Egypt” und die Beteiligung als offizielles Partnerland der ITB Berlin im Jahr 2012 geben Anlass zu der Hoffnung, dass Ägypten nach dem politischen auch einen touristischen Frühling erlebt – sofern internationale Wirtschaftskrisen nicht die Reiselust verhageln.

Trotz der noch bestehenden Unsicherheiten überwiegen die (erwünschten) Fundamentaldaten bei den Investitionsentscheidungen. Die in der Regel langfristig angelegten Projekte werden fortgeführt beziehungsweise dürften mit gewisser Zeitverschiebung begonnen werden. Die Ferienanlagen sind vielfach als Mischnutzungsprojekte gedacht, das heißt sowohl für touristische wie Zweitwohnungszwecke ausgelegt. Der Zweit- wie der primäre Luxuswohnungsmarkt gehören in der jetzigen Phase zu den Verlierern. Neben der schwächeren Entwicklung im Inland könnte die fehlende Dynamik in den USA und in der EU beziehungsweise im Euroraum die Revision mancher Investitionsentscheidung hervorrufen.

Kairo verfügt über etwa 36.000 Hotelzimmer. Bis 2050 wird von einem weiteren Bedarf in Höhe von 24.000 Einheiten ausgegangen, um der Entwicklung der individual- und eventtouristischen Nachfrage entsprechen zu können. Neue Kapazitäten werden insbesondere in New Cairo und 6th of October City notwendig. In Downtown Cairo werden ältere Gebäude zu Hotels umfunktioniert.

Qatari Diar hat mit Consolidated Contractors Co. einen 464 Mio. US$-Vertrag über das Mischnutzungsprojekt “Nile Corniche” in Kairo geschlossen, das neben Büro- und Wohnraum auch ein 5-Sterne-Hotel St. Regis umfasst. Weitere 80 Mio. US$ fließen unter demselben Auftragnehmer in die erste Phase einer Ferienanlage in Sharm El Sheikh (Süd-Sinai). Zur Renovierung für 52 Mio. US$ steht das Ramsis Hilton Hotel in Kairo mit Abschluss 2015 an. Das “Falcon Tower”-Vorhaben im südlichen Kairoer Stadtteil Maadi sieht neben einem Wohnturm auch einen Hotelturm auf 23 Stockwerken mit 129 Suiten vor. Das vor der Vergabe stehende Vorhaben soll 2015 zum Abschluss gelangen.

Zu einem neuen Vorzeige-Megaprojekt entwickelt sich die 12 km lange Bucht von Sahl Hasheesh, rund 20 km südlich des internationalen Flughafens von Hurghada gelegen. Dieser wird derzeit ausgebaut mit Verdopplung der Passagierzahl auf 14 Mio. Egyptian Resorts Company (ERC) plant dort in Partnerschaft mit Orascom Development den Start des Sawari-Projekts im 2. Quartal 2012, ein Mischnutzungsvorhaben, das auch eine Marina auf einem Grundstück von 2,5 Mio. qm beinhaltet, die 2014 fertig gestellt sein soll. Nikki Beach soll das dort entstehende Boutique-Hotel betreiben. Erhofft wird ein Aufschwung des vernachlässigten Jacht-Tourismus. Liegeplätze sind bereits im Angebot. Bis zu 330 Jachten können auf der Wasserfläche von 117.000 qm untergebracht werden.

Das Gesamtareal umfasst 41 Mio. qm. Derzeit gibt es in Sahl Hasheesh knapp 1.600 Hotelzimmer und 700 Immobilieneinheiten. ERC hat angekündigt, rund 6 Mrd. ägypt£ in den Ausbau der Infrastruktur zu investieren, so in Trink- und Abwasseranlagen, Meerwasserentsalzung und Stromnetz. ERC ist Master-Entwickler des Gebiets, während der Staat keinerlei Infrastruktureinrichtung schafft. Langfristig ist geplant, das Touristenziel in eine umfassende Gemeinde mit Schulen, Universität, Bürokomplexen und Krankenhäusern zu entwickeln. 17 Hotels befinden sich derzeit in der Planung. In 2012 soll eine groß angelegte Marketing-Kampagne für das Gesamtgebiet an Sub-Developer durchgeführt werden. Weitere künftige ERC-Vorhaben bilden die Entwicklung eines 14 Mio. qm-Gebiets in Berenice, 200 km südlich von Hurghada, sowie von 4 Mio. qm in Dahab auf dem Sinai.

Wachsender Aufmerksamkeit erfreut sich auch das weiter südlich gelegene Gebiet von Marsa Alam, das als guter Eingang für Touristen gilt, die einen Kombi-Urlaub aus Tauchen und Fitness am Roten Meer mit einer Nilkreuzfahrt und dem Besuch antiker Stätten verbinden wollen. Hilton eröffnet in Marsa Alam ein 370-Zimmer-Hotel. Noch weiter südlich befindet sich das “Berenice Red Sea Project” von Orascom Development (ODH) in der Planung. ODH und Louis Vuitton Moet Hennessy (LVMH) wollen ein “Cheval Blanc”-Hotel in Aswan in Angriff nehmen für 50 Mio. US$ mit möglicher Fertigstellung Ende 2014.

Zu den bedeutenden Entwicklungsvorhaben gehört die geschlossene Ferienanlage “Marassi” der Emaar Misr, die auf 6,25 Mio. qm nahe El Alamein am Mittelmeer entsteht. Es handelt sich um einen kompletten Badeort mit allen Freizeiteinrichtungen bis hin zu Golfplatz und einer Lagune. 3.000 Hotelzimmer und 5.300 Wohneinheiten sind avisiert. Die zum Bau anstehenden Hotelanlagen werden von der Emaar Hospitality Group (EHG) gemanagt werden. Nikki Beach Hotels and Resort entwickelt seine erste ägyptische Ferienanlage “Hacienda Bay” für 200 Mio. US$ an der Nordküste. In Partnerschaft mit Palm Hills Development (PHD) sind über das kommende Jahrfünft 4.500 Hotelzimmer an zwölf verschiedenen Standorten geplant.

Das touristische Großprojekt Citystars Sharm El Sheikh (Süd-Sinai) sieht auf 7,5 Mio. qm einen Mix aus Luxuswohnungen, touristischen, Einzelhandels-, Sport- (Golf-) und Freizeiteinrichtungen vor. Auch die weltweit größte schiffbare kristallklare Lagune mit 1,2 Mio. qm, umgeben von 22 km weißem Sandstrand, die die chilenische Crystal Lagoons Corporation errichtet hat, gehört zur Anlage. Die Lagune bildet den Auftakt für weitere Planungen dieser Art in Ägypten. Citystars Sharm El Sheikh soll Mitte 2012 nach Abschluss der ersten Phase mit folgenden Komponenten in Betrieb genommen werden: Fünf-Sterne-Hotel, Lagune, Lagunen-Insel-Restaurant, Einzelhandelsfläche und etwa 1.200 Wohnungen.

Nachhaltiger Tourismus: Kriterien nehmen Form an – Überblick über Zertifikate und Siegel

(Berlin/Rösrath-Hoffnungsthal, 15. November 2011) Das Thema Nachhaltigkeit ist in der Touristik längst angekommen. Bei Reisenden steigt das Bewusstsein, dass billig nicht immer gut ist und dies sowohl Umwelt als auch den Einheimischen der Reiseländer schaden kann. Bislang war es für Urlauber jedoch schwierig, den Überblick zu behalten, was die Zertifizierungen und Prüfsiegel für Ökoreisen anging. Reisende definieren zudem sehr unterschiedlich, was nachhaltiges Reisen für sie bedeutet. Spezielle Reiseportale und Verbände helfen nun weiter.

Für deutsche Reiseanbieter gibt es größere Verbände wie das “Forum Anders Reisen” oder Siegel wie CSR-Tourism-Certified, die mit strengen Kriterien die Nachhaltigkeit ihrer Mitglieder überwachen. Angehende Urlauber, die sich nicht selbst durch den Kriterienwald kämpfen und aus einem möglichst großen Pool von Reisen und Unterkünften wählen wollen, können auf Portale wie traverdo.de oder viabono.de zurückgreifen.

Dass es bislang noch kein einheitliches Bio-Siegel wie zum Beispiel in der Lebensmittelbranche gibt, wird derzeit damit begründet, dass die Anforderungen regional stark variieren und die Kriterien der einzelnen Siegel entsprechend angepasst sind. „Ein Öko-Hotel in der Uckermark achtet vor allem auf den Klimaschutz, die Ecolodge in Ecuador dagegen eher auf faire Gehälter und die Bewahrung des Regenwalds“, erklärte Jochen Zimmermann, Geschäftsführer von traverdo.de, gegenüber der Nachrichtenagentur Pressetext.

„Zwar werden gerade globale Kriterien für nachhaltiges Reisen entwickelt, jedoch ist es bis zur konkreten Umsetzung noch ein weiter Weg.“ Der Tourist ist hiermit natürlich noch nicht aus der Pflicht genommen, denn es gibt eine Reihe von Maßnahmen, mit denen er seine Reise selbst nachhaltiger gestalten kann. Umweltfreundliches und kulturangepasstes Verhalten steht dabei ganz oben auf der Liste. Darüber hinaus können Flugreisende die von ihnen verursachten Klimagase bei Organisationen wie atmosfair.de oder myclimate.de ausgleichen.

Allerdings gilt grundsätzlich die Formel: Reduzieren vor Kompensieren. „Sanfter Tourismus muss nicht Allgäu statt Amazonas oder Buxtehude statt Bali bedeuten. Doch bereits wegen der Umweltbelastung durch den Flugverkehr sollte man sich bei der Urlaubsplanung fragen, ob es ein ebenso attraktives Ziel nicht auch in Europa gibt und ob die Bahn für die Fahrt dorthin infrage kommt”, geben die Betreiber von oeko-fair.de zu bedenken.

Wenn dann doch die Erkundung eines Fernziels auf dem Plan steht, gilt es eines zu beachten: “Vor allem sollte auf nur wenig Tage andauernde Fernurlaube verzichtet werden”, rät Sabine Minninger, Beraterin der Organisation Tourism-Watch. (Caroline Bartz/Pressetext)

Auswirkungen der Überschwemmungen in Thailand auf den Tourismus

(Berlin, 27. Oktober 2011) Drei Monate nach den Überschwemmungen werden die Auswirkungen der Katastrophe auf den Tourismus in Thailand deutlich: Obwohl der Süden des Landes als sicher gilt, steigen die Zahlen der Reiserücktritte, während Neubuchungen ausbleiben.
 
Der stellvertretende Präsident der zentralen Vermarktungsorganisation für den Tourismus in Thailand (TAT), Sansern Ngaorungsi, schätzt den Anteil der Reiserücktritte von bereits gebuchten Reisen auf 25 Prozent. Der Rückgang bei Neubuchungen gegenüber vergleichbaren Zeiträumen ist noch stärker wahrzunehmen. Er liegt bei annähernd 70 Prozent, wie die Association of Thai Travel Agents (ATTA) berichtet. Auch in Deutschland ist diese Entwicklung zu spüren, bestätigt das Reiseportal Citysam.de. Dabei ist der Süden Thailands von den Überschwemmungen auch weiterhin nicht betroffen und lohnt sich aufgrund fallender Preise mehr denn je für eine Urlaubsreise.
 
Seit Beginn der in diesem Jahr besonders stark ausfallenden Monsun-Regenfälle im August gehen die Bilder von schwersten Überschwemmungen im Norden und Nordosten des Königreichs Thailand um die Welt. Mitte Oktober sah Norbert Spitz, Leiter des Goethe-Instituts in Thailand, den Tourismus in Thailand nicht großartig in Gefahr, doch aktuelle Zahlen konnten dies nun bei weitem nicht bestätigen: Da die heftigen Regenfälle sich im September und Oktober fortsetzten, nahmen viele Thailand-Reisende Abstand von ihren ursprünglichen Urlaubsplänen. Thomas Horn, Vorstand der Citysam AG, bestätigt, dass in den letzten Wochen überdurchschnittlich viele Reisen nach Thailand storniert wurden: „Bei uns gehen viele besorgte Anfragen über die derzeitige Lage im Urlaubsgebiet ein. Die Menschen sind verunsichert“.
 
Laut Auskunft des Auswärtigen Amtes herrscht am Subarnabhumi Airport, dem Internationalen Flughafen in Bangkok, derzeit normaler Betrieb. Dagegen unterliegt der Straßen- und Schienenbetrieb vor allem im Norden des Landes zum Teil erheblichen Einschränkungen. In den nördlichen Regionen haben die andauernden Regenfälle zu schweren Überschwemmungen geführt, in den von insgesamt 76 Provinzen Thailands 28 am meisten betroffenen leben mehr als zweieinhalb Millionen Menschen. Ebenso wie die zentral gelegenen Provinzen Nakhon Sawan und Pathum Thani wurde auch die zum Weltkulturerbe zählende Stadt Ayutthaya entgegen Prognosen der thailändischen Katastrophenschutzbehörde zuletzt von den Fluten überspült. Da viele Reiseveranstalter ihre Ausflugsprogramme der Lage angepasst haben, rät Citysam Reisenden dazu, eventuelle Stornierungspläne zu überdenken.
 
„Die im Süden des Landes gelegenen thailändischen Urlaubsregionen wie Pattaya, Koh Samui und Phuket mit ihren Stränden sind vom derzeitigen Hochwasser nicht betroffen und auch am hoch gelegenen Flughafen Bangkok ist die Lage absolut unter Kontrolle“, so Horn. Aufgrund der geringen Nachfrage und der hohen Anzahl von Stornierungen seien Reisen in die thailändischen Touristenzentren derzeit besonders günstig und in den Süden absolut unbedenklich.

zoover.com – Umfrage: Europas Urlauber buchen am liebsten online

(Köln, 21. Oktober 2011) Online geht alles: 57 Prozent der Europäer buchen ihren Urlaub im Internet, während jeder vierte noch immer den Weg ins Reisebüro vorzieht. Für sechs Prozent ist Urlaub ein Fremdwort. Dies ist das Ergebnis einer Befragung von 6.800 Urlauber auf internationalen Websites von zoover.com.

Die Könige der Onlinebuchung kommen aus Skandinavien. Für 89 Prozent der schwedischen Nutzer, 88 Prozent der Finnen und 77 Prozent der Dänen kommt das Reisebüro nicht in Frage. Deutsche Urlauber buchen ihre Reise ebenfalls am liebsten im Internet, jedoch reichten 44 Prozent der deutschen Stimmen im internationalen Vergleich nur für einen Platz im unteren Mittelfeld, wo auch Österreich zu finden ist. In der Schweiz dagegen buchen inzwischen zwei Drittel der Urlauber am liebsten im Internet.

Deutsche Urlauber interessieren sich am meisten für Italien
Um Enttäuschungen im Urlaub zu vermeiden, informieren sich Urlauber immer stärker durch Hotelbewertungen über die Qualität ihrer Unterkunft und vergleichen die Preise für Hotels oder Campingplätze um am Ende einen perfekten Urlaub zu bekommen. Das folgende Ranking zeigt, für welche Reiseländer sich die deutschen Zoover-Nutzer im ersten halben Jahr 2011 am meisten auf Zoover.de interessiert haben und wie stark die Zahl der Seitenaufrufe im Vergleich zum Halbjahr des Vorjahres gestiegen oder gefallen ist.

Einbruch der Nachfrage nach Reiseinformationen zu Ägypten, Tunesien und Griechenland
Während Ägypten in der Halbjahresbetrachtung 2010 noch auf Platz 10 der Beliebtheitsskala lag, sank die Zahl der Seitenaufrufe für Reiseinhalte in 2011 stark (-49,7%). Auch das Interesse an Griechenland ging zurück, jedoch nur um sieben Prozent. In 2010 landete Tunesien noch auf einem passablen elften Rang, nach einem drastischen Einbruch der Seitenaufrufe von 64,3 Prozent im Jahr 2011 nur noch auf Rang 17. Zusätzlich zu den Reiseberichten auf Zoover sind Urlauber gut beraten, sich auch online auf den Websites des Auswärtigen Amtes über die offiziellen Reisewarnungen, Reise- und Sicherheitshinweise zu informieren.

Touristiker Stefan Seidl: „Bayerische Tourismusgeschichte darf nicht in Vergessenheit geraten!“

(Starnberg, 17. Juni 2011) Als am 21. Januar 1961 im Bonner Presseclub der Studienkreis für Tourismus gegründet wurde, ging es schon damals nicht nur um die Fragen der Erholung, sondern auch um die der Bildung und internationalen Begegnungen während der Urlaubsreise. Die an diesen Fragen interessierten Persönlichkeiten aus recht verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen hatten eine gute Wahl getroffen, als sie den Sozialwissenschaftler Heinz Hahn beauftragten, die Gründung dieser Institution vorzubereiten und in die Wege zu leiten. Sitz des Studienkreises wurde Starnberg, eine gute Entscheidung, denn als Reiseland spielte Bayern in Deutschland schon immer eine wichtige Rolle. Davon zeugt ein Blick in die Tourismusgeschichte. Diese Geschichte des Tourismus in Bayern festzuhalten und fortzuschreiben, gehörte zu den unerlässlichen Aufgaben dieser Branche.

Doch wer kümmert sich hier darum? Es gibt seit vielen Jahren Bemühungen um die Bayerische Tourismusgeschichte, aber an einer generellen, zielgerichteten Darstellung, verbunden mit einer geordneten Übersicht, mangelte es. Dieser Problematik hat sich der Arbeitskreis von Stefan Seidl, Touristiker mit Leib und Seele, gestellt und es sich zur Aufgabe gemacht hat, alles, was über die Tourismusgeschichte Bayerns zu finden ist, in einem Archiv zu sammeln und übersichtlich zu ordnen.

„Gerade Bayern als Reiseland Nr. 1 in Deutschland hat genug Interessantes zu bieten, das es gilt festzuhalten,“ meint der gelernte Tourismusfachwirt. Er ist ständig auf der Suche nach historischen Berichten, erwähnenswerten Tourismuspionieren und persönlichen Zeitzeugen. Wichtig sind Seidl unter anderem die Anfänge des Tourismus in Bayern und Berichte der ersten „Sommerfrischler. „Mittlerweile habe ich zwar einen guten Bestand  und gute Kontakte“ meint er. „Da ich mein Projekt jedoch rein privat finanziere, benötigt ich dringend Unterstützung.“ 

Er fordert daher alle Interessierten auf :  „Helfen Sie mit und werden Sie zum Tourismusforscher!“

Weitere Infos gibt es unter: www.tourismushistorie.de

Studie von Ulysses Web-Tourismus – Umsätze so hoch wie nie zuvor: 20,1 Mrd. Euro Umsatz im Online-Tourismus

(München, 16. Mai 2011) Das Tourismusjahr 2010 war aus Sicht der Branche ausgesprochen erfreulich. 2010 setzte die deutsche Tourismuswirtschaft insgesamt 48,05 Milliarden Euro um – soviel wie nie zuvor. Dies geht aus einer Untersuchung des Münchner Marktforschungsinstitutes Ulysses Web-Tourismus hervor. Gegenüber dem von den Auswirkungen der Wirtschaftskrise stark betroffenem Jahr 2009 wuchs der Tourismusumsatz um rund 2,8 Milliarden Euro (+6,1%), während der Online-Tourismus im gleichen Zeitraum sogar um 7,9 Prozent auf nun 20,1 Milliarden Euro anstieg. Das bedeutet, daß in Deutschland inzwischen 41,7 Prozent aller im Tourismus erzielten Umsätze über webbasierte Lösungen erwirtschaftet werden. Im Endkonsumentenbereich (B2C) ist allein der Tourismus für über ein Viertel des gesamten deutschen Ecommerce von rund 50 Milliarden Euro verantwortlich.

Ulysses Web Tourismus - Studie 2011 - Chart 1

Die allgemeine Entwicklung des Tourismus war 2010 sehr vielversprechend. Die Deutschen selbst zeigten sich gewohnt reisefreudig. Von Krisenstimmung oder Auswirkungen der Krise konnte nicht die Rede sein. „Am besten entwickelten sich 2010 die Reiseveranstalter“, erklärte Ulysses-Chef Dominik Rossmann. Die deutschen Veranstalter konnten im Vergleich zu 2009 ein hervorragendes Umsatzwachstum von über neun Prozent auf rund 21,1 Milliarden Euro verzeichnen – auch das ein Rekordwert.

Die Transportbranche hingegen stagnierte, was vor allem der eher unterdurchschnittlichen Entwicklung des Flugsektors geschuldet war. Während sich der Linienflug noch einigermaßen positiv entwickelte, mußten vor allem die Billigflieger – struktur- und marktbedingt – erneut Einbußen hinnehmen. Auch die Hotellerie verzeichnete im Vergleich zum Vorjahr ein deutliches Plus von fast sechs Prozent. „Hätte der Flugsektor 2010 nicht geschwächelt, wäre der Online-Gesamtumsatz sicherlich deutlich höher ausgefallen“, so Rossmann. „Denn bisher war gerade der Transportbereich stets die Lokomotive im Online-Tourismus.“ Befragt nach ihren Zukunftsaussichten und Prognosen ist sich die gesamte Branche zumindest darin einig, daß vor allem die sozialen Netzwerke eines der wichtigsten Investitionsfelder der nächsten Zeit darstellen. Die Dynamik in diesem Bereich war 2010 außergewöhnlich hoch und viele Unternehmen haben den Schritt inzwischen gewagt. „Als sehr vielversprechende Innovations- und Investitionsfelder gelten der M-Commerce und die Apps“, sagte Rossmann weiter. „Diese spielen vor allem bei den primären Leistungsträgern, also bei Hotels und im Transport, eine wichtige Rolle für Zukunftsinvestitionen.“

Transport schwächelt – Veranstalter online stark
Obwohl sich der Transportsektor eher schwach entwickelte, ist er nach wie vor für fast die Hälfte alle Online-Umsätze verantwortlich. Die Hotellerie entwickelt sich weiter sehr gut im Onlinegeschäft und erwirtschaftet mehr als ein Viertel aller touristischen Web-Umsätze. Die Veranstalter erzielten zwar das stärkste Online-Wachstum, liegen aber dennoch rund 0,5 Milliarden Euro hinter der Hotellerie. Das spiegelt sich auch in den Aussagen der Branche wieder. Befragt danach, was denn die profitabelsten Reiseleistungenseien, nannten 21,4 Prozent die reine Hotelleistung knapp vor der reinen Transportleistung (20,5%). Deutlich in der Einschätzung ist auch wieder die klassische Pauschalreise gestiegen, die in der Vergangenheit eher als unlukrativ betrachtet wurde. „Das Bild bleibt seit Jahren nahezu gleich“, so Rossmann, „die beiden Primärleistungen Transport und Hotel sind für rund die Hälfte der Touristiker stets die lukrativsten Leistungen. Dafür sprechen deren Einfachheit und Selbsterklärbarkeit. Alles was nicht kompliziert ist beim Buchen wird von den Kunden schnell verstanden und gerne angenommen.“ In bezug auf die Top-Tourismus-Trends 2011, äußerte sich die Branche recht eindeutig. Rund drei Viertel der Tourismusmanager nannten die Städtereisen gefolgt mit deutlichem Abstand von den Wellnessreisen. Was deren mittelfristige Zukunftschancen anbelangt, ist sich die Branche ebenfalls einig. Sowohl der Städte- als auch der Wellnesstourismus werden in ihrer Bedeutung in den nächsten drei Jahren abnehmen, während insbesondere der höherwertige Gesundheitstourismus, genauso wie der Abenteuer- und Kulturtourismussteigen werden.

Ulysses Web Tourismus - Studie 2011 - Chart 2

M-Commerce und Apps sind Investitionsfelder der näheren Zukunft
Die deutschen Reiseveranstalter erholten sich nach dem sehr schwierigen Krisenjahr 2009 hervorragend. Dies spiegelt sich auch in ihrer Online-Performance wieder. Für den Markt der Veranstalter hatte die Krise durchaus auch positive Effekte. Sie half bei der Marktbereinigung einerseits und drängt andererseits die Veranstalter dazu längst überfällige Änderungen in Angriff zu nehmen. Während manche Veranstalter das Jahr nicht „überlebten“ gingen einige gestärkt aus der Krise hervor. „Die Veranstalter haben in den letzten Jahren viel in ihr Online-Geschäft investiert und deutlich aufgeholt“, erklärte Dominik Rossmann, „es bleibt interessant zu beobachten wie es weitergeht“. Denn während die Veranstalter noch damit beschäftigt sind, den Abstand zu den anderen Branchen zu verringern, haben diese bereits damit begonnen neue Felder zu erschließen, wie den M-Commerce oder die Apps. „Die Veranstalter müssen aufpassen, hier nicht den gleichen Fehler zu machen wie schon vor zwölf Jahren im E-Commerce“, warnte Rossmann. „Ende der 90er haben viele von ihnen das Internet regelrecht verschlafen und dachten das sei nur ein Trend, der irgendwann vorbei ist.“ Die Hotellerie und die Transportbranche, und selbst die Online-Reiseportale, sind sich hingegen der kommenden Bedeutung von webbasierten Mobilanwendungen bewußt und basteln bereits an Lösungen.

Online-Reisebüros/Portale im Aufwind – fast 50%-Anteil
Der Online-Reisevertrieb entwickelte sich auch 2010 sehr erfolgreich. Die Online-Portale konnten weiter Marktanteile hinzugewinnen. „Mit knapp 47 Prozent wurde fast – aber noch nicht ganz – die Hälfte des touristischen Online-Umsatzes 2010 durch den Online-Reisevertrieb erwirtschaftet“, so Studienleiter Rossmann. „Wenn die Entwicklung weiter so voranschreitet, könnte schon in diesem Jahr mehr als die Hälfte aller Online-Umsätze über die Vermittler laufen.“

Allerdings ist der Online-Vertrieb bei der Art der vermittelten Leistungen unterschiedlich erfolgreich. Wie schon 2009 wurden auch 2010 rund 40 Prozent aller Portalumsätze durch die Vermittlung vonTransportleistungen erzielt. Die Portale konnten hier ihren Anteil nicht weiter ausbauen und stagnierten im gleichen Maße wie das auf die gesamte Transportwirtschaft zutraf. Sehr deutlich hingegen wuchs 2010 der Anteil von vermittelten Pauschalreisen, denn die Online-Portale erzielten fast 32 Prozent ihres Umsatzes dadurch. Dieser Wert stieg um ganze sechs Prozentpunkte und zeigt, daß das klassische Reisegeschäft für die Portale immer mehr zu einem wesentlichen Bestandteil ihres Umsatzes wird.

Das Dynamic Packaging (Baukastenprinzip) kommt insbesondere den großen Online-Reisebüros/Portalenzu Gute. Der Umsatzanteil der eigenerstellten Leistungen im Sinne eines Reiseveranstalters, die über Online-Reisebüros vertrieben wurden, wird hauptsächlich geprägt durch die großen Online-Portale und bewegt sich seit drei Jahren stabil um die 20 Prozent. Die Zahl der touristischen Portale schrumpfte auch 2010, was den inzwischen enormen Wettbewerb in der Branche widerspiegelt. „Äußerst interessant ist, daß Veranstalterleistungen zwar nur etwa 31 Prozent der Portalumsätze ausmachen, die Portale 2010 aber erstmals für mehr als die Hälfte aller online abgesetzten Veranstalterleistungen verantwortlich waren“, merkt Rossmann an. Daß die Portale den Veranstaltern ständig Online-Anteile abjagen, zeigt sich schon seit einigen Jahren. Waren 2003 die Portale für nur 33 Prozent aller Online-Umsätze von Veranstaltern verantwortlich, waren es 2007 bereits 43 Prozent und 2010 sind es schon bald 60 Prozent. Durch verstärkte Direktvertriebsmaßnahmen seitens der Veranstalter wird versucht diesem Umstand entgegenzuwirken, um wieder mehr Kontrolle über dieses Geschäftsfeld (zurück) zu gewinnen. Daher ist der Wert Jahr für Jahr ein wenig schwankend, der Trend spricht allerdings derzeit eindeutig für die Portale.

Ulysses Web Tourismus - Studie 2011 - Chart 3

Social Media sehr wichtig – aber nicht sehr umsatzträchtig
Mehrheitlich zwei Drittel der Tourismuswirtschaft ist sich darin einig, daß Social Media Elemente für ihr zukünftiges Online-Geschäft wichtig sind. Für immerhin 12,3 Prozent der Befragten sind diese Elemente sogar vonelementarer Wichtigkeit. Die Breite Mehrheit, insgesamt 80,3 Prozent der Befragten, bezeichnen sie als bedeutsam oder elementar. 6,6 Prozent sehen in Social Media Elementen lediglich eine überbewertete Modeerscheinung, die langfristig für das Online-Business bedeutungslos ist.

Interessant ist auch die sehr unterschiedliche Einschätzung des ökonomischen Erfolgsbeitrags von Social Media Elemente. Während sich die Transportwirtschaft zu fast zwei Dritteln darin einig ist, daß die Social Media Elemente zusätzlichen Umsatz generieren (können), sehen das die Veranstalter konträr. Die Online-Portale sind in ihrer Einschätzung indifferent. Befragt man die Branche explizit nach Umsatzgenerierungdurch das mobile Internet / Apps – der sogenannte M-Commerce – , so geben 69,9 Prozent an, darüber bisher kein signifikantes Umsatzplus erzielt zu haben. 14,7 Prozent hingegen bestätigten durch M-Commerce Maßnahmen schon Umsatz generiert zu haben.

Suchmaschinenmarketing „wau“ – Kundenbindung „lau“ – Social Media mit interessanter Zukunft
Der Werbemarkt hat sich in den letzten Jahren sehr deutlich verändert. Einerseits fließen immer mehr Budgets in die webbasierte Werbung und zum anderen spielt auch das Thema Social Media eine immer wichtigere Rolle, glaubt man den vielen Studien und Erfahrungsberichten. Insbesondere dieTourismuswirtschaft erhofft sich von Social Media Maßnahmen einen deutlichen Schub für ihr Onlinegeschäft, für ihre Marke und zu guter Letzt auch für ihren Umsatz. Ebenso das seit Jahren sehr stiefmütterlich behandelte Thema Kundenbindung versucht die Tourismusindustrie durch ein beherztes Social Media Engagement zu verbessern und zu emotionalisieren. „Das Thema emotionale Kundenbindung ist jedoch für die meisten Tourismusunternehmen nach wie vor eben kein Thema“, bemängelt Studienleiter Rossmann. „Insbesondere in nachhaltige Maßnahmen zur emotionalen Kundenbindung sollte in den nächsten Jahren investiert werden. Stattdessen aber wird mit aller Gewalt versucht Kunden durch Sonderpreise, Rabatte und Gutscheine zu binden“, erklärt Rossmann weiter. „Das aber hat sich bisher allenfalls nachhaltig auf die Kostenstruktur einiger Unternehmen ausgewirkt.“

Fast alle befragten Unternehmen (85,4%) haben schon einmal kostenpflichtige Online-Werbung eingesetzt, um so ihr eigenes Angebot zu vermarkten. Am häufigsten verwenden Portale kostenpflichtige Internetwerbung, mit einer Quote von 87,5 Prozent nutzen fast alle dieses Instrument. Die Reiseveranstalter legten 2010 deutlich zu, denn 85,7 Prozent griffen auf kostenpflichtige Online-Werbung zurück. „Die Veranstalter erhöhen sukzessive ihren Online-Werbedruck und schließen zu den Online-Portalen auf“, erläutert Rossmann die Entwicklung. „Hier läßt sich erkennen, daß sie den Online-Reisevertrieb den Portalen nicht kampflos überlassen wollen.“

Befragt man die Tourismuswirtschaft welches Online-Werbemittel das wirksamste ist, ist sich die Branche seit Jahren mit überwiegender Mehrheit einig. Über 60% sehen das Suchmaschinenmarketing (SEO/ AdWords/ AdSenses) als erfolgreichstes Medium an, allerdings ist dieser Wert im Vergleich zum Vorjahr um fast zehn Prozentpunkte gesunken. Mit deutlichem Abstand folgt der Newsletter, den rund 15 Prozent als am wirksamsten für ihre Belange betrachten. Die Hälfte der Branche sieht auch in Zukunft das Suchmaschinenmarketing als am erfolgreichsten, allerdings schätzen rund 20 Prozent Social Media Maßnahmen und mobile Applicationen (Apps) als am zweitstärksten in Zukunft ein. Beiden Werbeelementen bescheinigt die Branche mittelfristig das größte Wachstum.

Das komplette Werk „Web-Tourismus 2011“, besteht aus 7 Modulen, die individuell zusammengestellt werden können. Die gesamte Studie (alle Module) hat 535 Seiten und 363 Farbabbildungen. Die Studie und ihre Module sind als Ringbuch bei Ulysses Web-Tourismus zu beziehen.

BAT Stiftung für Zukunftsfragen – 27. Deutsche Tourismusanalyse: Ostsee-Region und Bayern sind weiterhin Tourismusgewinner

(Hamburg, 10. Februar 2011) „Der Reiseweltmeister meldet sich zurück – Urlaubslust statt Krisenfrust“, so lautete die letztjährige Prognose zur gerade abgelaufenen Reisesaison 2010. Genauso ist es gekommen – die Reiseintensität der Deutschen ist gegenüber dem Vorjahr um mehr als zwei Prozentpunkte auf 52 Prozent gestiegen. Dies geht aus der 27. Deutschen Tourismusanalyse der Hamburger BAT-Stiftung für Zukunftsfragen hervor. Für die Studie wurden von der GfK 4.000 Bundesbürger ab 14 Jahren nach ihrem Urlaubsverhalten 2010 und ihrer Reiseabsicht für 2011 befragt.

„Die Reiselust kennt keine Grenzen, das Urlaubsbudget schon. Auf diese Formel lässt sich das Reiseverhalten der Deutschen zusammenfassen. Der Großteil der Bürger ist zwar verreist, verkürzte aber die Urlaubsausgaben um durchschnittlich fast 100 Euro“, so Professor Ulrich Reinhardt, der Wissenschaftliche Leiter der BAT-Stiftung. „Die Reisenden sind sich einig: Lieber wird günstiger verreist, als dass ganz auf die Urlaubsreise verzichtet werden muss.“

Strandfeuer an der Mecklenburgische Ostseeküste – die Küstenregion wird auch 2011 wieder Tourismusgewinner sein (Foto: René Legrand/Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern)

Strandfeuer an der Mecklenburgische Ostseeküste – die Küstenregion wird auch 2011 wieder Tourismusgewinner sein (Foto: René Legrand/Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern)

Reiseintensität 2010: Spaltung in der Gesellschaft nimmt weiter zu
Trotz des Vulkanausbruchs auf Island und der daraus resultierenden Aschewolke über ganz Europa, trotz Eurokrise und Milliarden-Hilfspaket für Griechenland und Irland, trotz der größten Ölkatastrophe in der Geschichte der USA, trotz Hitzewellen von Russland bis Italien, trotz Terrorwarnung und Anschlagsversuchen in Deutschland verreisten 2010 so viele Deutsche wie schon lange nicht mehr. Insgesamt waren 52 Prozent der Bundesbürger 2010 fünf Tage und mehr unterwegs. Hierbei glich sich das Reiseverhalten in West- und Ostdeutschland weiter an und auch die Unterschiede zwischen der Stadt- und Landbevölkerung wurden geringer. Groß blieben dagegen die Differenzen zwischen den Einkommensschichten. So verreisten in der abgelaufenen Urlaubssaison vier von fünf Besserverdienenden (79%). Im Vergleich zum Vorjahr war dies eine Steigerung um fünf Prozentpunkte und ein Ende der Reiselust der wohlhabenden Deutschen ist kaum abzusehen.

Dagegen stagnierte die Zahl der reisenden Geringverdiener in Deutschland auf niedrigem Niveau – nicht einmal jeder Dritte dieser Einkommensgruppe (31%) konnte sich 2010 eine Urlaubsreise von fünf Tagen Dauer leisten. Professor Reinhardt: „Die Urlaubsreise ist kein Allgemeingut mehr. Und der Reisebranche droht eine weitere Spaltung in eine Zwei-Klassen-Gesellschaft von Mobilen und Immobilen.“

Inlandsreiseziele 2010: An der Ostsee geht die Sonne auf
Deutschland ist und bleibt das mit Abstand beliebteste Reiseziel der Deutschen. In der abgelaufenen Reisesaison verbrachte mehr als jeder dritte Reisende (37%) seinen Urlaub zwischen Flensburg und Garmisch-Partenkirchen. Der Gewinner der Reisesaison 2010 war hierbei die Ostsee, die etwa jeden elften deutschen Urlauber bei sich begrüßen durfte.

Vor allem die Ostseeküste in Schleswig-Holstein konnte sich über ein deutliches Plus an Gästen gegenüber dem Vorjahr freuen. Mecklenburg-Vorpommern profitierte dagegen von der wachsenden Anzahl an Urlaubern im Hinterland, wie z.B. der Seenplatte. Die bayrischen Ferienregionen konnten ebenso wie die Nordseeküste ihre Gästezahl konstant halten. Rückgänge mussten dagegen – erstmals seit Jahren – Urlaubsziele in Baden-Württemberg (z.B. Schwarzwald- und Bodensee-Region) verkraften, die ihr hohes Vorjahresniveau nicht halten konnten.

Auslandsreiseziele 2010: Kroatien der Gewinner der Saison
Bei den Auslandsreisezielen landete erneut Spanien auf dem Spitzenplatz. Mehr als jeder achte Bundesbürger (12,9%) verbrachte seinen Urlaub auf den Kanaren, Balearen oder dem spanischen Festland. Dahinter lagen Italien (6,7%) und die Türkei (6,6%) fast gleichauf.

Nur noch die zweite Stelle hinter dem Komma entschied über die Platzierung auf der Beliebtheitsskala. Aber auch Österreich und Kroatien konnten viele deutsche Urlauber bei sich begrüßen. „Kroatien war der Gewinner der Reisesaison 2010. Besonders das gute Preis-Leistungsverhältnis, aber auch die Gastfreundschaft und die schönen Landschaften in den Urlaubsgebieten entlang der Küste und auf den über 1.000 vorgelagerten Inseln begeisterten die deutschen Touristen. In den kommenden Jahren könnte sich das Land an der Adria zu einem echten Konkurrenten für die anderen Mittelmeerdestinationen entwickeln“, so der Leiter der BAT-Stiftung. Einbußen verzeichnete dagegen die Urlaubsdestination Griechenland. Im Zuge der Finanzkrise der Helenen und dem damit verbundenen Image- und Vertrauensverlust der Urlauber hat sich die Anzahl der deutschen Touristen zwischen Athen, Kreta und dem Peloponnes um etwa zehn Prozent reduziert.

Im Gegensatz dazu hat die Fernreise ihre Faszination nicht verloren. Trotz Terroranschlägen und Naturkatastrophen begab sich 2010 mehr als jeder neunte Bundesbürger auf die „große“ Reise. Im Vergleich zum Vorjahr konnten hierbei alle Überseedestinationen von Nordamerika bis Asien und von Afrika bis in die Karibik leichte Zugewinne verzeichnen.

Videostatements: Prof. Dr. Ulrich Reinhardt,  Wissenschaftlicher Leiter der Stiftung für Zukunftsfragen, analysiert das Reisejahr 2010, gibt einen Ausblick auf 2011 und nimmt Stellung zur aktuellen Situation in Nordafrika und dem daraus resultierendem Reiseverhalten der Deutschen.

Reisedauer und Reisekosten 2010: 12,5 Tage für 944 Euro
Die durchschnittliche Reisedauer der Deutschen betrug 2010 12,5 Tage. Die Deutschen reisten somit einen halben Tag weniger als noch 2009 (13 Tage). Die Urlaubsphilosophie von den „schönsten Wochen des Jahres“ scheitert zunehmend an zeitlichen und vor allem finanziellen Grenzen. Doch der Wunsch, die Ferien nicht auf Balkonien zu verbringen, hat weiterhin Bestand und um diesen auch realisieren zu können, verkürzen die Bundesbürger immer weiter ihre Reisedauer. Reinhardt: „In den vergangenen dreißig Jahren hat sich die Urlaubsdauer kontinuierlich um etwa zwei Tage pro Jahrzehnt verringert: 1980 waren es 18,2 Tage, 1990 16,3 Tage, 2000 noch 14,8 Tage und 2010 12,5 Tage. Schreitet diese Entwicklung fort, so kann die durchschnittliche Reisedauer zum Ende des Jahrzehnts erstmals auf unter zehn Tage fallen.“ Bei Inlandsreisen wird gegenwärtig bereits lediglich 10,3 Tage verreist.

Durchschnittlich 944 Euro ließen sich die Deutschen ihre Urlaubsreise pro Person kosten. In dieser Summe waren nicht nur die reinen Reise- und Unterkunftskosten enthalten, sondern auch alle Nebenkosten – vom Einkaufsbummel bis zu Ausflügen, vom Souvenir bis zum Trinkgeld für das Servicepersonal. Im Vergleich zum Vorjahr (2009: 1.038 Euro) reduzierten sich die Gesamtausgaben somit um fast 100 Euro. Für die Bundesbürger bleibt es beim Grundsatz: Lieber im Urlaub selbst und an der Dauer der Reise sparen, als komplett daheim zu bleiben.

Geradezu Welten lagen zwischen den Reisekosten im In- und Ausland. Eine Reise ins europäische Ausland war mit 981 Euro fast fünfzig Prozent teurer als ein Urlaub in Deutschland (662 Euro). Fernreisen in die USA, die Karibik oder Asien sind Traumziele und werden es für die meisten Deutschen auch bleiben. Mit 1.668 Euro kostete die Reise in die weite Welt deutlich mehr als die Bundesbürger ausgeben wollten und konnten.

Reiseprognose 2011: Jeder Vierte weiß noch nicht wohin
Deutschland wird auch 2011 das mit Abstand beliebteste Reiseziel der Bundesbürger bleiben. Trotz der Vielfalt und Konkurrenz der Reiseziele in Europa und Übersee will fast jeder vierte Deutsche seinen Urlaub im eigenen Land verbringen. Völlig offen ist die Frage, ob Mecklenburg-Vorpommern oder Bayern, Schleswig-Holstein oder Niedersachsen, Baden-Württemberg oder sonst eine Feriendestination in Deutschland der Gewinner der Saison werden wird. Vieles ist hier noch möglich.

Bei den Auslandsreisezielen bleibt Spanien der unangefochtene Spitzenreiter. Besonders die Balearen können sich 2011 erneut auf zahlreiche Besucher freuen. Der Zweikampf um die Gunst der Gäste zwischen Italien und der Türkei wird derweil in die nächste Runde gehen. Beide Ziele werden wieder ähnlich viele Reisende bei sich begrüßen können. Hierbei kann sich die Türkei auf überdurchschnittlich viele Ostdeutsche und jüngere Reisende, Italien hingegen eher auf Westdeutsche und ältere Gäste einstellen. Die Umfrageergebnisse zeigen zudem: Auch Reiseziele in Griechenland, Skandinavien, Kroatien oder Österreich können sich auf zahlreiche Reisende aus Deutschland freuen.

Urlaub in Krisengebieten – Deutsche zeigen Risikobewusstsein
Nach den Unruhen in Tunesien Anfang des Jahres brodelt es seit Ende Januar auch in Ägypten. Und während aus Tunesien alle Urlauber kurzfristig ausgeflogen wurden, sonnen sich noch immer viele deutsche Touristen an den Stränden von Hurghada bis Scharm El-Scheich. Gerade in Ägypten sind Unruhen und Reisewarnungen nichts Neues. Bereits seit Mitte der 1990er Jahre gab es immer wieder politische Krisen, die Auswirkungen auf den Tourismus im Mittelmeerstaat hatten (z.B. Anschläge in Luxor 1997, in Taba 2004, in Scharm El-Scheich 2005 oder 2006 in Dahab). Die deutschen Urlauber reagierten stets mit kurzfristigem Krisenbewusstsein, kehrten im Anschluss aber wieder relativ zeitnah in das beliebteste Urlaubsziel Nordafrikas zurück. Gilt dies auch für die Zukunft? Und welchen Einfluss haben die Reisewarnungen auf das Urlaubsverhalten 2011?

Das Ergebnis ist eindeutig: Fast jeder zweite Bundesbürger gibt an, sein aktuelles Reiseverhalten den Terror- und Reisewarnungen anzupassen. Vor allem eine Änderung des Reiseziels und der Reisezeit ziehen die Deutschen dabei in Betracht. Und mehr als jeder achte Bundesbürger reagiert entschlossen, indem er seinen Urlaub zunächst einmal gänzlich auf Eis legt. Zusätzlich lässt schon jetzt jeder dritte Deutsche eine generelle Reisevorsicht walten und gibt an, grundsätzlich nur in Urlaubsgebiete zu verreisen, die weniger risikogefährdet sind (z.B. ins Inland). Im Gegensatz dazu äußern lediglich 13 Prozent der Bundesbürger, sich nicht von Reisewarnungen beeinflussen zu lassen und ihren Urlaub wie geplant durchführen zu wollen. Im Vergleich zur Vergangenheit z.B. mit dem Jahr des 1. Golfkrieges 1991 (78%: Urlaubspläne nicht geändert) oder nach dem 11. September 2001 (67%: Urlaubspläne nicht geändert) zeigen die Bürger ein deutlich höheres Risikobewusstsein und wählen ihre Urlaubsziele mit mehr Bedacht aus.

Das Fazit des Wissenschaftlichen Leiters der BAT-Stiftung: „Auch in Krisenzeiten wollen die Deutschen reisen. Die Tourismusbranche wird daher eher kurzweilige Schwankungen als Einbrüche verzeichnen und auch diese werden nur für bestimmte Regionen gelten. Und auch die Reiseziele in Ägypten und Tunesien können langfristig wieder beliebte Reiseziele der Deutschen sein. Ob jedoch die Touristen schon diesen Sommer wieder zurückkommen, ist fraglich. Diesmal könnte es etwas länger dauern“.

„Top hotel“: Deutsche Hoteliers berichten aus Urlaubsorten am Roten Meer – „alles ruhig“

Hilferufe an deutsche Gästen – Verärgerung über pauschale Sicherheitswarnung des Auswärtigen Amtes

(Berlin/Kairo, 02. Februar 2011) Drama um den Tourismus in Ägypten: Die Reisewarnung des Auswärtigen Amtes hat den Reisestrom offenbar zum Erliegen gebracht. „Leider gibt es keine Anreisen mehr“, klagt Dirk Burneleit, GM der äygptischen DG Company for Hotels and Resorts gegenüber der Fach-Illustrierten für das Hotel-Management „Top hotel“. In der Onlineausgabe (www.tophoptel.de) berichten deutsche Hoteliers als Augenzeugen vor Ort: Von Chaos und bürgerkriegsähnlichen Zuständen gebe es keine Spur, weder in Sharm el-Sheikh noch in Hurghada.

Hilferuf an die deutschen Touristen - Steigenberger Al Dau Resort Hurghada

Hilferuf an die deutschen Touristen - Steigenberger Al Dau Resort Hurghada

Erste Reaktionen von deutschen Hoteliers in Ägypten trafen erst an diesem Vormittag ein. Erst seit wenigen Minuten gibt es wieder Zugriff aufs Internet. „Hier in Sharm el-Sheihk hat es keinerlei Einschränkungen gegeben. Kein Militär, keine Kriminellen, kein Chaos“, so Burneleit gegenüber „Top hotel“. „Wir sind hier verärgert über die Pauschalisierung der Sicherheitslage in ‚Ägypten’. Unsere Gäste hier genießen den Urlaub bis zu Ihrer regulären Abreise“, so der Hotelier.

Das Auswärtige Amt hatte gestern einen sog. Sicherheitshinweis für ganz Ägypten herausgegeben. Aufgrund der aktuellen Entwicklungen und der instabilen Lage sei von Reisen nach ganz Ägypten dringend abzuraten, heißt es. Und weiter: „Aufgrund der Unübersichtlichkeit und schweren Vorhersehbarkeit der Gesamtsituation in Ägypten schließt dieser Hinweis ausdrücklich die Touristengebiete am Roten Meer ein, auch wenn die Lage dort derzeit ruhig ist.“

Burneleit will nun auf aktive Medienarbeit setzen, um die deutschen Gäste wieder zu erreichen. „Leider gibt es keine Anreisen mehr. Wir ‚sterben aus’“, so der Hilferuf. Jedoch musste er zunächst einen Großteil der Mitarbeiter nach Hause schicken. Viele Äygpter sind von Einnahmen aus dem Tourismus angewiesen.

Auch in der Touristenhochburg Hurghada sei alles ruhig. „Die Touristenorte entlang der Küste des Roten Meeres, wie Hurghada, sind oder waren in keiner Weise von den derzeitigen politischen Ereignissen in Kairo oder Alexandria betroffen“, berichtet Stefanie Glasser, Director of e-Commerce & Marketing Communications im Steigenberger Al Dau Resort Hurghada. Den Gästen standen die Hoteleinrichtungen und –services stets ohne Einschränkungen zur Verfügung.

Nun häuften sich auch hier die kurzfristigen Stornieren. „Bitte unterstützen Sie besonders jetzt den Tourismus am Roten Meer und damit die vielen ägyptischen Familien und kleinen lokalen Händler, deren Existenz davon abhängig ist und machen Sie weiterhin bei uns Urlaub!“, so der Hilferuf der deutschen Hotelière.

„Top hotel“ ist die renommierte Fachzeitschrift für das Hotelmanagement in Deutschland. Das Magazin erscheint zehn Mal im Jahr im Freizeit-Verlag Landsberg. Die verbreitete Auflage beträgt rund 20.000 Exemplare. Im Verbund mit dem Lebensmittel Praxis Verlag (LPV) erscheinen u.a. auch „Die KÜCHE“, „Catering inside“, „Convenience Shop“ und „Lebensmittel Praxis“.

Commerzbank-Studie – 2011: Boom bei Geschäftsreisen – Erholungssignale bei Urlaubsreisen

(Frankfurt/Main, 19. Januar 2011) Die Deutschen geben im Zuge des Konjunkturaufschwungs wieder mehr für Auslandsreisen aus. Das gilt vor allem für Geschäftsreisende. Dies geht aus der jüngst in Stuttgart vorgestellten Reisestudie der Commerzbank hervor. Aber auch bei den Urlaubsreisen gibt es Erholungssignale. „2011 dürfte es weiter aufwärts gehen. Bei steigenden Haushaltseinkommen und kräftig zunehmenden Investitionen dürften die deutschen Reiseausgaben im Ausland um 3,25 Prozent zulegen”, sagte Jörg Krämer, Chefvolkswirt der Commerzbank.

Weiter Aufschwung bei Geschäftsreisen prognostiziert die Commerzbank (Foto: Großer Festsaal im Hotel Atlantic Kempinski Hamburg)

Weiter Aufschwung bei Geschäftsreisen prognostiziert die Commerzbank (Foto: Großer Festsaal im Hotel Atlantic Kempinski Hamburg)

Die internationale Tourismuskonjunktur profitierte 2010 erheblich von den besseren wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Im Gesamtjahr 2010 sind nach Schätzungen der Welttourismusorganisation 930 Millionen Reisende in einem der 150 Zielländer angekommen. Das sind fünf bis sechs Prozent mehr als 2009. „Dabei war der Anstieg bei den Emerging Markets deutlich stärker als in den Industrieländern”, erklärte Jutta Kayser-Tilosen, Tourismusexpertin der Bank. Das laufende Jahr könnte gar zu neuen Rekordständen bei den Gästezahlen im weltweiten Tourismusgewerbe führen.

Türkei wird immer beliebter
Deutsche Auslandsreisende gaben im vergangenen Jahr schätzungsweise 59,4 Milliarden Euro für Reisen ins Ausland aus, das entspricht etwa 2,5 Prozent des Bruttoinlandsproduktes. Deutschland bleibt damit Reiseweltmeister vor den USA, China und Großbritannien. Verantwortlich für dieses Plus sind allerdings vor allem die Geschäftsleute. Im Einklang mit den kräftig steigenden Investitionen wuchsen die Ausgaben für Geschäftsreisen ins Ausland im vergangenen Jahr um rund 15 Prozent – nach einem Einbruch um insgesamt ein Viertel in den zwei Jahren davor.

Spanien blieb 2010 das Auslandsreiseziel Nummer eins der Deutschen, verliert allerdings seit Jahren Marktanteile. Auf den weiteren Plätzen folgten Österreich und Italien. Der Gewinner des Jahres 2010 ist aber die Türkei, wo Deutsche fast 20 Prozent mehr ausgaben als im Vorjahr. “Ägypten punktet nach wie vor mit einem großen All-inclusive-Angebot. Auch Polen und die Tschechische Republik zählen als relativ preiswerte Länder zu den Gewinnern”, so Kayser-Tilosen.

Das mit Abstand beliebteste Reiseziel der Deutschen bleibt aber das eigene Land. Schätzungsweise über 112 Millionen inländische Reisende kamen in einem Hotel, einer Ferienwohnung oder einem Campingplatz an, deutlich mehr als 2009.

Erholung pur bei den Reiseeinnahmen aus dem Ausland
Nach einer Vollbremsung 2009 stiegen die Reiseeinnahmen aus dem Ausland 2010 um gut fünf Prozent, lagen aber mit 26,1 Milliarden Euro noch unter dem Niveau von 2008 (27,1 Mrd. Euro). Wahrscheinlich sind es vor allem die Ausgaben der Geschäftsreisenden, die sich erholt haben. Sie machen fast ein Drittel aller ausländischen Reiseeinnahmen aus. Dabei sind Bewohner der Nachbarländer die eifrigsten Besucher hierzulande. Mehr als 40 Prozent der gesamten internationalen Reiseeinnahmen Deutschlands kamen von Gästen aus den Niederlanden, der Schweiz, Frankreich und Österreich.

Fünftwichtigste Urlauber sind für die deutsche Wirtschaft die US-Amerikaner. Deutschland empfing elf Prozent  mehr Gäste aus den USA, was mit spürbar höheren Einnahmen einhergegangen sein dürfte.

2011: Weiteres Plus bei den Reiseausgaben im Ausland
Vieles spricht für einen weiteren Anstieg der deutschen Reiseausgaben im Ausland. „Wir erwarten, dass die Unternehmen ihr Budget für Geschäftsreisen ins Ausland nochmals deutlich ausweiten werden”, sagte Jutta Kayser-Tilosen. Auch die Verbraucher dürften 2011 mehr Geld für Auslandsreisen ausgeben. Waren sie im vergangenen Jahr noch vorsichtig, so werden sie nun mit steigenden Einkommen und sinkender Arbeitslosigkeit mutiger. Um schätzungsweise 3,25 Prozent werden die gesamten Reiseausgaben der Deutschen im Ausland steigen. Mit 61,3 Milliarden Euro dürften sie einen neuen Rekord erreichen.

Bei den Reiseeinnahmen aus dem Ausland erwarten die Volkswirte der Commerzbank für 2011 einen Anstieg um drei bis vier Prozent  auf 27 Milliarden Euro. Dies läge schon wieder nahe am Allzeithoch von 2008 (27,1 Mrd. Euro).

Die Studie steht unter commerzbank.com zum Abruf bereit.

Bömer’s Mosellandhotel: Auf dem Weg zum Service-Olymp

Flair Hotel in Alf an der Mosel erreicht Stufe 2 bei Qualitäts-Zertifizierung – Eines von 81 Hotels in ganz Deutschland – Jährlicher Service-Check

(Alf an der Mosel, 07. Dezember 2010) Servicequalität, die sich sehen lassen kann: Als eines von 81 Hotels in Deutschland wurde nun das privat geführte Bömer’s Mosellandhotel in Alf an der Mosel mit dem offiziellen Servicesiegel der Qualitätsstufe II ausgezeichnet. In Rheinland-Pfalz ist das von der Familie Gleißner geführte Flair Hotel gar nur eines von 22 Hotels, die die hohe Qualitätszertifizierung erreicht haben. Zum Vergleich: In Rheinland-Pfalz gibt es aktuell gerade mal einen Hotelbetrieb, der die (höchste) Qualitätsstufe III erfüllt, in ganz Deutschland sind es derzeit sechs (www.q-deutschland.de).

Bömer’s Mosellandhotel: Eines von nur 22 Hotels in Rheinland-Pfalz mit Service-Qualitätsstufe II

Bömer’s Mosellandhotel: Eines von nur 22 Hotels in Rheinland-Pfalz mit Service-Qualitätsstufe II

„Nach Erreichen der Service-Qualitätsstufe II überprüfen wir nun jährlich alle Maßnahmen und stimmen diese feinfühlig ab“, erläutert Hotelière Sonja Gleißner. Die Überprüfung nach zahlreichen Servicekriterien bestehen längst nicht alle Hotelbetriebe. Nach spätestens drei Jahren wird der Servicecheck wiederholt. „Unseren Gäste können mit dieser Zertifizierung gewiss sein, dass Servicequalität nicht nur ein hohes Ziel ist, sondern bei uns auch erfüllt wird“, so Frau Gleißner. Die Qualitätszertifizierung nach dem System „Q Deutschland“ wird durch den Deutschen Tourismus Verband geführt und ergänzt die Hotelklassifizierung („Hotelsterne“).

Als Mitglied der internationalen Hotelvereinigung Flair Hotels, zu der in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Italien 111 ausgesuchte Betriebe zählen, ist auch Bömer’s Mosellandhotel ein privat geführtes Wohlfühlhotel mit besonderem Charme. Management und Team setzen stets auf Weiterbildung und zukunftsweisende Ausbildung.

Über Bömer’s Mosellandhotel: Das Drei-Sterne-Superior-Hotel in Alf an der Mosel bietet 35 Zimmer und eine feine Landhausküche. In den gemütlichen Zimmern kommen Kinder bis zwölf Jahren kostenfrei mit ihren Eltern unter. Internetzugang via W-LAN ist ebenfalls kostenfrei. Bekannt ist das privat von der Familie Gleißner geführte Hotel durch die gemütliche, uneinsehbare Terasse und dem privat-lauschigen Hotelgarten. Alf an der Mosel ist leicht über die Autobahnen A61 und A48 oder den ICE-Bahnhof Bullay erreichbar.

GfK Travel Insights: Reiselust der Deutschen nimmt zu

(Nürnberg, 05. August 2010) Die Deutschen sind reisefreudig wie nie zuvor. In keiner Sommersaison der vergangenen Jahre lagen die Umsätze mit gebuchten Reisen höher. Gesunkene Preise für Urlaubsreisen stützen das Buchungsverhalten. Dies ist Ergebnis einer aktuellen Touristikstudie der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK, Nürnberg).

Die Reisebüros in Deutschland haben die Wirtschafts- und Finanzkrise offenbar überwunden. Im Vergleich zum Vorjahr verzeichnen sie für die laufende Sommersaison ein Umsatzplus von sechs Prozent. Die meisten Buchungen entfallen in diesem Jahr auf Urlaubsländer am Mittelmeer. Die Türkei und Ägypten sind hier stark nachgefragt während Griechenland und Portugal Buchungsrückgänge verzeichnen. Wachstumsstark im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zeigen sich auch Fernreisen mit einem Zuwachs von elf Prozent.

Die in diesem Jahr niedriger ausfallenden Urlaubspreise hat die Reisefreudigkeit der Deutschen positiv beeinflusst. Der durchschnittlich gezahlte Preis für den Sommerurlaub liegt mit 664 Euro pro Person bei annähernd derselben Aufenthaltsdauer 2,8 Prozent unter dem Vorjahr. Deutlich preisbewusster sind hingegen kurzentschlossene Urlauber. Sie geben im Vergleich zu allen Reisenden fast ein Drittel weniger aus. Zudem fällt der Aufenthalt zwei Tage kürzer aus. Besonders günstige Last-Minute-Reisen sind derzeit nach Griechenland, Thailand oder Portugal erhältlich. Hier lagen die Ausgaben pro Nacht und Person zuletzt um mehr als zehn bis zu fast 25 Prozent unter denen des Vorjahres. Für Urlaubsländer wie Ägypten, Malediven und Kroatien zahlen deutsche Urlauber zurzeit dagegen deutlich höhere Preise als im vergangenen Sommer.

Griechenland kämpft mit Preisnachlässen gegen die durch die Krise im Land verursachten Einbrüche im Tourismus. Zwar liegen die Urlaubsbuchungen im deutschen Markt unverändert unter dem Vorjahresniveau, doch ist die Talsohle durchschritten. Die politischen Unruhen in Thailand und die Ölkatastrophe in den USA haben sich bisher nicht auf die Buchungszahlen in Deutschland ausgewirkt.

Balearen führend bei Last-Minute-Reisen
Bisher wurden für die diesjährige Sommersaison ähnlich viele Last-Minute-Reisen gebucht wie im Vorjahreszeitraum. Top-Reiseziel für Kurzentschlossene sind dank der guten Fluganbindung nach wie vor die Balearen. Fast jeder Fünfte verreist kurzfristig dorthin, bevorzugt nach Mallorca oder Ibiza. Ebenfalls attraktiv für Spontanurlauber sind die kanarischen Inseln. Insgesamt entwickeln sich allerdings spanische Ferienregionen in diesem Sommer bislang leicht rückläufig, was aber durch das gute Last-Minute-Geschäft noch ausgeglichen werden kann. Die Türkei gewinnt als zweitstärkstes Urlaubsland in diesem Segment Marktanteile hinzu, allerdings nicht so stark wie mit längerfristig geplanten Reisen. Beliebte Reiseländer für Spontanurlauber sind außerdem Deutschland und Italien mit einem Umsatzanteil von 7,3 beziehungsweise 5,3 Prozent. Andere nah gelegene Ziele wie Frankreich, Niederlande und Polen werden im Reisebüro in diesem Sommer stärker als in der letzten Saison nachgefragt. Hält die Entwicklung bei den Last-Minute-Reisen an, könnte die laufende Sommersaison für die Reisebüros in Deutschland mit einem Umsatzrekord enden.

Gelungener Start in die Wintersaison
Vielversprechend sind derzeit bereits die Vorausbuchungen für die kommende Wintersaison 2010/2011. Das Umsatzplus beträgt bis Juli im Vergleich zum Vorjahr sieben Prozent. Damals haben sich die Deutschen allerdings zurückhaltender verhalten. Aber auch im Vergleich zum starken Jahr 2008 schlägt noch ein Plus von vier Prozent zu Buche. Bei den Frühbuchern sind in diesem Winter Ziele im östlichen Mittelmeer (+16%) und Fernreisen (+5%) bevorzugte Reiseregionen. Urlaubsorte im eigenen oder in nah gelegenen Ländern weisen eine stabile Nachfrage auf (+2%). Lediglich die Länder im westlichen Mittelmeerraum haben das Umsatzniveau des Vorjahres bislang noch nicht erreicht.

Die Auswertungen von GfK Travel Insights, dem Tourismus-Vertriebspanel der GfK Retail and Technology, basieren auf den Buchungsdaten von rund 1.200 Reisebüros, die den stationären Vertriebsmarkt in Deutschland repräsentativ abbilden. Durchschnittlich 340.000 Buchungssätze dieser konstanten Stichprobe gehen monatlich an die GfK. Hochgerechnet auf den Gesamtmarkt erlau¬ben die Auswertungen von GfK Travel Insights verlässliche Rückschlüsse auf das Buchungs- und Reiseverhalten der deutschen Urlauber. Trends und Entwicklungen im touristischen Markt sind zeitnah nachvollziehbar. Die aktuellen Daten beziehen sich auf Auswertungen der Buchungsinformationen bis Mitte Juli. Aussagen sowohl zur Sommersaison 2010 (Mai bis Oktober) sowie zur kommenden Wintersaison 2010/11 (November bis April) stellen Momentaufnahmen dar.

HOTELIER TV – Nachrichtensendung vom 25. Juli 2010 – jetzt live unter www.hotelier-tv.com

(Hamburg, 25. Juli 2010) Kurz vor der Sommerpause noch kritische Themen: HOTELIER TV fragt nach dem “Plan B” im neuen Hamburger Airport-Hotel von Rezidor, wenn die Luftverkehrsabgabe kommt.


Weitere Themen:

  • Accor bleibt auf einem gewaltigen Schuldenberg sitzen, nachdem das sehr profitable Finanzgeschäft abgespalten wurde.
  • Und wie will sich das neue Holiday Inn Express Hotel im dicht besetzen Hotelmarkt an Hamburgs Sündenmeile Reeperbahn beweisen?
  • Die gute Nachricht des Tages: Deutschland bleibt Tourismus-Sieger, Urlaub im eigenen Land ist auch bei jungen Leuten total angesagt.
  • Bedenklich: Schlüpfrige Anrufe im Hotel … Jetzt live! Die neue Nachrichtensendung von HOTELIER TV auf www.hotelier-tv.com

HOTELIER TV jetzt einschalten: www.hotelier-tv.com

Tourismus: Letzte Pauschalurlauber bald zuhause

(Berlin, 21. April 2010) Der Deutsche Reiseverband rechnet damit, die aufgrund der Sperrung des europäischen Luftraums infolge der Vulkanaschewolke gestrandeten letzten deutschen Pauschaltouristen erst in einigen Tagen zurückholen zu können. Bis Mittwochmorgen seien von ursprünglich 130.000 Touristen 100.000 zurückgeflogen worden, sagte der Leiter Kommunikation des Deutschen Reiseverbandes (DRV), Torsten Schäfer, am Mittwochnachmittag in einer Sitzung des Tourismusausschusses des Deutsches Bundestages. Bis einschließlich Donnerstag sollen weitere 20.000 Reisende von weiter entfernten Reisezielen zurückgeholt werden. Die restlichen 10.000 Touristen hingen ”auf der Langstrecke fest“, sagte Schäfer. Ihre Rückholung gestalte sich schwieriger, solle aber in den nächsten Tagen gelingen. Der Ausschuss hatte die Situation für die Tourismusbranche und Reisende nach dem Vulkanausbruch auf Island kurzfristig als Tagesordnungspunkt aufgenommen.

Neben Fragen der Flugsicherheit und der wirtschaftlichen Konsequenzen interessierten sich die Abgeordneten insbesondere für die Auswirkungen auf die Verbraucher. Für die Verbraucherzentrale Bundesverband machte Kerstin Hoppe in der Sitzung deutlich, es habe zahlreiche Beschwerden gegeben, dass Hotlines von Fluggesellschaften oder Reiseanbietern kostenpflichtig und nicht erreichbar gewesen seien. Allerdings hätten sich große Reiseunternehmen bei der Bezahlung zusätzlicher Hotelübernachtungen infolge der Luftraumsperrung kulant gezeigt. Hoppe sagte, sie rechne damit, dass die meisten Beschwerden erst in den nächsten Tagen und Wochen bei den Verbraucherzentralen eintreffen werden.

1,7 Mrd. Euro Verluste für Airlines
Die Flugverbote brachten den Airlines gewaltige Verluste. Der Luftfahrtverband IATA schätzt die Umsatzausfälle auf insgesamt 1,7 Milliarden US-Dollar. Zum Höhepunkt der sechstägigen Luftfahrtkrise betrugen die Einbußen bis zu 400 Millionen US-Dollar am Tag. Die deutsche Wirtschaft musste Umsatzausfälle von bis zu einer Milliarde Euro pro Tag verkraften, rechnete die Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK) hoch. Die Umsatzausfälle in der deutschen Hotellerie waren noch nicht bezifferbar.