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Internorga Hamburg 2011 – Studie: Investitionsbereitschaft steigt abermals

(Hamburg, 25. Februar 2011) Nach dem Mehrwertsteuer-Schub geht es weiter: 79,9 Prozent der Zwei-, Drei- und Vier-Sterne-Hotels wollen in diesem Jahr gleich viel oder mehr investieren als 2010. Das ist ein Plus von 11,5 Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr. Dies geht aus der Studie „Hotelinvest 2011“ der Hamburg Messe anlässlich der Internorga (18. bis 23. März) hervor.

Lediglich 5,4 Prozent wollen 2011 gar nicht investieren, was im Vergleich zum Vorjahr einem deutlichen Rückgang von 14,1 Prozentpunkten entspricht. Als Hauptgründe für geplante Investitionen nannten die Hoteliers vor allem das Einhalten von Standards und die Anpassung an die Gästeerwartungen. Dementsprechend planen sie am häufigsten Investitionen in die Gästezimmer (18%) sowie das Gästebad und die Sanitärbereiche (13%), gefolgt von den Außenanlagen und öffentlichen Bereichen (11%). Leicht an Bedeutung gewinnen die Bereiche Gastronomie (10% zu 7%) sowie Küche und Küchentechnik (8% zu 5%).

Insgesamt zeigen sich die befragten Hoteliers deutlich optimistischer als vor Jahresfrist. So beurteilt eine große Mehrheit von knapp 88 Prozent ihre eigene wirtschaftliche Lage im Vergleich zum Vorjahr als gleich bis besser, das ist ein Plus von 23 Prozentpunkten. Lediglich zwölf Prozent sehen ihre Lage als schlechter an. Dieser Wert lag im Vorjahr noch bei 34 Prozent. Mit 89 Prozent rechnet eine überwältigende Mehrheit damit, dass sich ihre Situation 2011 entweder verbessern oder stabil bleiben wird, nur rund neun Prozent erwarten eine Verschlechterung.

Das Gros der Investitionsbudgets (84%) bewegt sich wie im Vorjahr (79%) zwischen 25.000 und 300.000 Euro. Während der Anteil der Hotels, denen zwischen 300.000 und eine Million Euro zur Verfügung stehen, gestiegen ist (7% zu 4%), wollen nur sehr wenige der Befragten mehr als eine Millionen Euro investieren (0,4%). Dieser Wert lag im Vorjahr deutlich höher (7%), was darauf zurückzuführen ist, dass 2010 einige Häuser größere Anbauten umgesetzt haben.

Für die Studie „Hotelinvest 2011“ wurden 259 Entscheidungsträger in Zwei- bis Vier-Sterne Hotels durch Treugast befragt.

Wird Bionade wieder mit dieser stylisch gekleideten Dame mit dem "Fast nichts" um die Rundungen auf der Internorga da sein? (Foto: Romanus Fuhrmann/Hamburg Messe)

Wird Bionade wieder mit dieser stylisch gekleideten Dame mit dem "Fast nichts" um die Rundungen auf der Internorga da sein? (Foto: Romanus Fuhrmann/Hamburg Messe)

Getränkevielfalt: Produktpremieren und Kundenkontakte
Testmarkt, Präsentationsplattform und Kommunikationsbörse: Führende Unternehmen aus allen Bereichen der Getränkeindustrie feiern auf der Internorga Produktpremieren, stellen Trends vor und pflegen Kontakte. Ein wichtiger Aspekt der Messepräsenz ist für viele Unternehmen der direkte Kontakt zu den Fachbesuchern. So nutzt die Bitburger Braugruppe als Branchenführer Gastronomie die Internorgagezielt als Plattform für den Kundenkontakt. „Das vor uns liegende Jahr wird für den Gastronomiesektor erneut sehr schwierig werden. Mit unserer Präsenz in Hamburg setzen wir ein Zeichen dafür, dass wir weiterhin unverrückbar an der Seite unserer Kunden stehen“, betont Werner Wolf, Sprecher der Geschäftsführung der Bitburger-Braugruppe. „Die bestmögliche Unterstützung unserer Gastronomen liegt uns sehr am Herzen. Wir sind der Ansicht, dass persönliche Gespräche, kontinuierliche Betreuung und individuelle Beratung maßgeblich dazu beitragen, dieses Ziel zu erreichen“, so Wolf weiter.

Die Möglichkeit der direkten Kundenansprache spielt auch für Gerolsteiner Brunnen eine wichtige Rolle. „Auf der Internorga erreichen wir innerhalb weniger Tage viele neue und bestehende Geschäftspartner aus dem Außer-Haus-Markt, aber auch aus dem Lebensmittelhandel. Das macht sie für uns zu einer Schlüsselmesse“, erläutert Axel Dahm, Vorsitzender der Geschäftsführung von Gerolsteiner. Eines der zentralen Messethemen bei Gerolsteiner Brunnen wird das neue 1,0-Liter-Glas-Mehrweggebinde im 6er-Kasten sein, mit dem das Unternehmen Impulse für den Glasmarkt setzt. Außerdem wird der Wasserspender der Gerolsteiner „Office Line“ in neuem Design vorgestellt, der als hochwertige Komplettlösung jederzeit beste Wasserqualität und maximale Hygiene garantiert.

Die Coca-Cola Erfrischungsgetränke AG feiert in diesem Jahr ihr 125-jähriges Bestehen. Ansgar Eschkötter, Sales Director Gastronomie: „Wir wollen unser Jubiläum mit unseren Kunden im Rahmen der Internorga gemeinsam feiern. Coca-Cola steht mit seinen Marken seit jeher für Erfrischung und Entspannung, aber auch für Qualität und Auswahl bei Produkten. Der Markt für Getränke ist seit Jahren in einem steten Prozess des Wandels. Auf der Internorga wollen wir mit unseren Kunden darüber sprechen, wie wir uns auf die Anforderungen des Wandels einstellen. Dabei stehen für uns nachhaltige und wertschöpfende Themen im Vordergrund. So wollen wir in Hamburg unser Programm zum perfekten Getränkeausschank in der Gastronomie, unser Kombimenü-Programm für das Angebot von Speisen mit Getränk und Neuheiten etwa bei ‚Vio’ präsentieren. Darüber hinaus werden wir für unsere Geschäftskunden attraktive Orderangebote haben.“

Auch die Privatbrauerei Erdinger Weißbräu feiert 2011 ihr 125-jähriges Bestehen und wird auf der Internorga mit zahlreichen Aktionen auf das Jubiläum aufmerksam machen. So wird Inhaber Werner Bromberg gleich am ersten Tag der Fachmesse Franz Beckenbauer als Ehrengast begrüßen.

Mit neuem Standkonzept und neuem Standort in der Halle A1 unterstreicht die Mineralbrunnen Überkingen-Teinach AG ihre Gastronomiekompetenz. „Wir setzen auf die Internorga und verstehen die Messe als wichtiges Forum und wertvollen Impulsgeber im Getränkesegment. Klares Ziel unseres neuen Messeauftritts ist es, die Besucher aktiv zum Markenerlebnis und zum direkten Kontakt mit uns und unseren Produkten einzuladen“, sagt Vorstand Michael Bartholl. Nicht nur der Messeauftritt wurde rundum erneuert, auch die Marken bieten in diesem Jahr viel Neues: So liegt der Fokus bei „Niehoffs Vaihinger“ auf Neuigkeiten im Cocktailbereich, während bei „Afri“ 2011 ganz im Zeichen des 80-jährigen Markenjubiläums steht. Auf der Internorga fällt der Startschuss für die begleitenden Aktivitäten. Auch Staatl. Fachingen, die Kultmarke „Bluna“ sowie „Klindworth“, „DCide“ und „Cocktail Plant“ sind in Hamburg mit dabei.

Eckes-Granini Deutschland hat innovative Produkte und attraktive Service-Angebote für Gastronomen und Großverbraucher im Gepäck für die Internorga. Im Mittelpunkt stehen der neue “Granini Trinkgenuss Rhabarber“ und die „Granini Fruchtschorle Rhabarber“: Ob pur als Nektar oder als Schorle – in bewährter Qualität überzeugen beide Getränke durch ihren authentischen, süß-säuerlichen Geschmack. „Rhabarber ist kein kurzlebiger Trend, sondern belebt das Angebot nachhaltig“, so Corinna Tentrup-Tiedje, Vertriebsdirektorin für den Außer-Haus-Konsum. Daneben präsentieren die Saftspezialisten aus Nieder-Olm ihr Convenience-Sortiment für den Bereich „Take away“, die „Elka-Frischsaftrange“ für die Gastronomie und speziell zugeschnittene Pakete für die Trend-, Szene- und Cocktailgastronomie sowie Hotellerie und Catering.

Getränkevielfalt vom gluten- und laktosefreien Kokosnusswasser „Vita Coco“ über Mineralwasser von den Fidschi-Inseln bis hin zum Quick Energy Energy-Shot zeigt Drinks & More auf der Internorga. Als Neuheit präsentiert das Hamburger Unternehmen unter anderem die italienische Spezialität „Illy Issimo“ in der Slimline-Dose (250ml) in den drei Varianten Caffè, Latte Macchiato und Cappuccino. Die Basis bildet ein Extrakt aus neun verschiedenen Sorten hochwertiger Arabicabohnen in einer speziellen, von Illy Caffè entwickelten Mischung.

Deutsche Hotels investieren kräftig weiter

Studie „Hotel Upgrade 2010“: 80 Prozent der Betriebe setzen Modernisierungsbudgets konsequent um

(Hamburg, 30. September 2010) Gewaltiger Investitionsschub in der Hotellerie: Die zu Jahresanfang erfolgte Mehrwertsteuersenkung für Hotelübernachtungen setzte eine ungeahnte Investitionskraft in der Hotelbranche frei. Knapp 80 Prozent der Beherbergungsbetriebe starten bzw. planen Renovierungen und Erweiterungen ihrer Gästezimmer. Der größte Teil der Modernisierungen soll bis Ende März 2011 erledigt sein. Gut 50 Prozent der investitionsfreudigen Hotels packt die Erneuerung von mindestens einem Viertel ihrer Gästezimmer an. Dies sind die wichtigsten Ergebnisse einer repräsentativen Untersuchung des auf den Außer-Haus-Markt spezialisierten Marktforschungsinstitutes The Business Target Group (BTG), Scheeßel bei Hamburg. In der Studie „Hotel Upgrade 2010“ sind die Aussagen von 350 Hotels zu den Investitionsplänen für alle Bereiche vom Gästezimmer bis zur Kaffeeversorgung zusammengefasst.

Gut 50% der investitionsfreudigen Hotels packt die Erneuerung von mindestens einem Viertel ihrer Gästezimmer an.

Gut 50% der investitionsfreudigen Hotels packt die Erneuerung von mindestens einem Viertel ihrer Gästezimmer an.

„Moderne und komfortable Gästebetten stehen bei den Investitionen besonders im Fokus“, berichtet BTG-Geschäftsführer Thilo Lambracht. Bei über 80 Prozent der Investitionen in die Gästezimmer werden neue (bis zu 30 cm dicke) Matratzen geordert. Ebenso stark gefragt sind neue Betttextilien (79%) und neue Bettgestelle (57%). „Das moderne Hotelbett muss sich eben in punkto Komfort, Schlafgefühl und Sauberkeit stets neu beweisen – daher wird hier viel Budget aufgewendet“, so Lambracht.

In moderne Küchen- und Gartechnik investieren über die Hälfte der befragten Hotels. Rund ein Drittel ergänzt ihre Küche mit weiteren Geräten (Herde, Garstationen etc.) und zwei Drittel ersetzen die bestehenden Geräte durch neue Modelle. Im Fokus stehen Kombidämpfer (40%) und energiesparende Kühltechnik (41% der Investitionen im Küchenbereich). Weitere 32 Prozent erneuern auch ihre Spültechnik.

Das Ambiente des Restaurants ist seit jeher ein sehr wichtiges Kriterium – nicht nur bei professionellen Testessern. 68 Prozent der befragten Hotels renovieren oder modernisieren ihre Speiseräume und verschaffen dem Gast eine moderne Anmutung. Dabei stehen der gedeckte Tisch (59% schaffen neues Tischporzellan, Besteck und Gläser an) und zeitgemäße Tischtextilien (58%) im Vordergrund.

Nachdem das Tagungsgeschäft wieder anzieht, passiert auch im stark umkämpften MICE-Geschäft eine Menge. 35 Prozent der befragten Hotels bessern ihre Tagungsflächen auf. Der Großteil der Investitionen (87%) fließt in neue Tagungs- und Kommunikationstechnik.

Bei den Hotels mit Fitnessbereichen hat die Hälfte ein Budget für neue Geräte bereit gestellt. Angeschafft werden sowohl Ersatzgeräte als auch neue Fitnesstrainer.

Interessant: der Trend zum Daytime Spa ist ungebrochen. Neun Prozent aller befragten Hotels wollen bis Ende 2011 erstmals einen Wellnessbereich einrichten. Bei den Hotels, die bereits über einen Wellnessangebot verfügen, wird sowohl in die räumlichen Bedingung investiert (56 %) wie auch in neue und weitere Anwendungen (60%).

Aber auch in die Bereiche, die der Gast nicht direkt wahrnimmt wird investiert. Rund 6 Prozent wollen in modernste Gäste-Kommunikationsanlagen (Hotel-TV, WLAN) investieren und 36 Prozent setzen auf zukunftsweisende Online-Reservierungstechnologie. Auch mit umweltfreundlichen Heizungsanlagen lässt sich nicht nur Energie sparen (38%) sondern man bewegt sich dadurch auch auf dem Weg zum „Grünen Hotel“.

Die Studie „Hotel Upgrade 2010“ ist für 390 Euro zzgl. 19% MwSt. zu beziehen bei The Business Target Group GmbH, Tel. ++49 (0)4263 301 300. Weitere Infos: www.foodservice-intelligence.de/studienreports.php

Ausser Haus Markt – Zahl des Monats Januar 2010: Deutsche Hotels investieren 9,5 Milliarden Euro

Deutsche Hoteliers investieren kräftig in Neubauten, Modernisierungen und Anbauten – insgesamt über 9,5 Milliarden Euro (Foto: Platzl Hotel München)
Deutsche Hoteliers investieren kräftig in Neubauten, Modernisierungen und Anbauten – insgesamt über 9,5 Milliarden Euro (Foto: Platzl Hotel München)

452 Hotelbau-Projekte mit über 70.000 Zimmern werden derzeit in Deutschland voran getrieben, davon 335 Neubauten. Insgesamt werden über 9,5 Milliarden Euro investiert. Im Durchschnitt kostet jedes neu errichtete Hotel etwa 25,4 Millionen Euro. Die meisten Hotelprojekte sind in Bayern (65) und Baden-Württemberg (59) zu finden. Über die Hälfte der Projekte sind im Luxussegment (fünf Sterne) angesiedelt.

(Quelle: CHD Expert Deutschland – Studie “HOTEL UPGRADE 2010”)