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World Travel & Tourism Council: Deutscher Tourismus wird im Jahr 2012 stagnieren

(Berlin, 09. März 2012) Dämpfer für den Deutschland-Tourismus: Auf Grund eines schleppenden Wirtschaftswachstums wird die deutsche Reise-und Tourismusbranche im Jahr 2012 stagnieren. Die auf der ITB in Berlin veröffentlichten Statistiken des World Travel & Tourism Council (WTTC) zeigen, dass sich der Gesamtumsatz der deutschen Tourismusbranche in 2012 genauso wie im Jahr 2011 auf 41,9 Milliarden Euro belaufen wird. Im gleichen Zeitraum wird jedoch für die weltweite Reise- und Tourismusbranche ein Wachstum von 2,8 Prozent prognostiziert. Dadurch wird erwartet, dass in der deutschen Tourismusindustrie von den 731.000 direkt bestehenden Arbeitsplätzen aus dem vergangenen Jahr 1,1 Prozent verloren gehen werden und das Volumen auf 723.000 Stellen fallen wird.

Download hier:  http://www.wttc.org/site_media/uploads/downloads/germany2012.pdf

Werden die weiteren wirtschaftlichen Auswirkungen der Industrie berücksichtigt, wird der Beitrag der Tourismusbranche an der deutschen Volkswirtschaft in 2012 voraussichtlich um 1,8 Prozent auf 115,5 Milliarden Dollar fallen. Die Zahl der Beschäftigen sinkt dabei um 2,9 Prozent von zwei Millionen auf 1,9 Millionen. „Die deutsche Tourismusbranche muss sich auf ein schwieriges Jahr einstellen. Während die Gesamtgröße auf dem gleichen Stand von 2011 stagniert, wird die Zahl der Beschäftigen in diesem Bereich sinken. Die wirtschaftliche Unsicherheit in der Europäischen Union wird sich direkt auf die Ausgaben der Reisenden niederschlagen und eine Reduzierung der Geschäftsreisen bewirken. Ungeachtet dessen, bleibt die deutsche Tourismusbranche weiterhin auf Platz acht der Weltrangliste bestehen“, sagte David Scowsill, Präsident und Vorstandsmitglied der WTTC.

Die Zahlen für Deutschland zeigen eine marginale Verbesserung für die Europäische Union im Ganzen. Reduzierte Ausgaben der Konsumenten, die unsichere Zukunft der Eurozone mit ihren peripheren Volkswirtschaften von Griechenland, Spanien, Italien und Portugal sowie die Auswirkungen der Sparmaßnahmen werden zu einer Schrumpfung der Wirtschaft um 0,3 Prozent und einen Rückgang der Beschäftigen um den gleichen Betrag führen.

Der Jahreswirtschaftsbericht der WTTC zeigt auch, dass die globale Reise- und Tourismusbranche dieses Jahr einen Meilenstein setzt, da der direkte Beitrag zur Weltwirtschaft voraussichtlich zwei Billionen Dollar BIP und 100 Millionen Arbeitsplätze im Jahr 2012 überschreiten wird. er Bericht prognostiziert, dass die globale Reise- und Tourismusbranche um 2,8 Prozent wachsen wird. Damit wächst der Bereich geringfügig schneller als der weltweite Wirtschaftswachstum, für den eine Steigerung von 2,5 Prozent für 2012 vorhergesagt wird.

Diese Steigerungsrate bedeutet, dass die Reise- und Tourismusbranche einen direkten Beitrag von 2,0 Billionen US-Dollar und 100,3 Millionen Arbeitsplätzen zur Weltwirtschaft leisten wird. Bezieht man die weiteren wirtschaftlichen Auswirkungen der Industrie mit ein, steuert die Branche voraussichtlich 6,5 Billionen US-Dollar und 260 Millionen Arbeitsplätze zur Weltwirtschaft bei. Dies bedeutet, das eine von zwölf aller Stellen der Erde besetzt wird.

Im Jahr 2011 erbrachte die gesamte Tourismusbranche unter Berücksichtigung der direkten und indirekten Auswirkungen 6,3 Billionen US-Dollar BIP, 255 Millionen Arbeitsplätze, 743 Billionen US-Dollar Investitionen und 1,2 Billionen US-Dollar Exporte. Dieser Beitrag repräsentiert neun Prozent es BIP, einen von zwölf Weltarbeitsplätzen, fünf Prozent des Investments und fünf Prozent der Exporte.

Institut für Demoskopie Allensbach: Deutschland nach wie vor mit deutlichem Abstand häufigstes Urlaubsziel

(Berlin, 07. März 2012) Die Reiselust der Deutschen ist nach wie vor ungebrochen. Das zeigen die Ergebnisse der jährlich veröffentlichten Allensbacher Markt- und Werbeträgeranalyse (AWA), die sich jeweils auf persönlich-mündliche (face-to-face) Interviews mit mehr als 20.000 Personen ab 14 Jahre stützt. Dass die Deutschen gerne verreisen, spiegelt sich auch in der ausgeprägt hohen Ausgabebereitschaft für diesen Lebensbereich wider. 44 Prozent der Bürger sind bereit, für Reisen besonders viel Geld auszugeben. Nur für die eigenen vier Wände und gutes Essen greifen die Bürger noch tiefer in die Tasche. Bildungsaffine Personen geben für Reisen besonders gerne Geld aus. Für Personen mit (Fach-)Hochschulreife ist Reisen mit 58 Prozent der Lebensbereich mit der höchsten Ausgabebereitschaft.

In den letzten zwölf Monaten vor dem Befragungszeitpunkt haben 56 Prozent aller Bürger eine mindestens fünftägige Urlaubsreise unternommen. Auch die zunehmend im Fokus der Tourismusbranche stehenden 50- bis 69-jährigen “Best Ager” sind mit 61 Prozent noch ausgesprochen reisefreudig. Erst bei den 70-Jährigen und Älteren lässt die Reiseaktivität, nicht zuletzt aufgrund zunehmender gesundheitlicher Einschränkungen, deutlich nach. In dieser Altersgruppe haben nur 40 Prozent eine Urlaubsreise angetreten. Mehr noch als das Alter beeinflusst das Einkommen das eigene Reiseverhalten. So haben in den unteren Einkommensgruppen mit einem monatlichen Haushaltsnettoeinkommen von weniger als 1.750 Euro 38 Prozent der Personen eine Urlaubsreise gemacht, in den mittleren Einkommensgruppen waren es hingegen 57 Prozent, in den höheren Einkommensschichten mit mehr als 3.500 Euro monatlichem Haushaltsnettoeinkommen 72 Prozent.

Das beliebteste Urlaubsziel der Deutschen ist dabei das eigene Land. 27 Prozent der Bevölkerung machten Urlaub in Deutschland. Besonders Ost- und Nordsee sowie Bayern stehen hoch im Kurs: Acht Prozent der Bürger verbrachte ihren Urlaub an der Ostsee, sieben Prozent in Bayern, sechs Prozent an der Nordsee. Außerhalb Deutschlands sind vor allem Spanien, Italien und Österreich beliebt, wo jeweils acht bzw. sieben Prozent aller Bürger ihren Urlaub verbrachten. Es folgen die Türkei, Osteuropa, Frankreich, Skandinavien, Griechenland und das ehemalige Jugoslawien. Exotische Länder in Fernost, Mittel- oder Südamerika sowie in Sub-Sahara-Afrika sind nach wie vor eher seltene Ziele der Deutschen – nur ein bis zwei Prozent der Bevölkerung hat es in diese Regionen gezogen.

Während sich die Attraktivität einiger großer Reiseziele im Langzeittrend, der für die westdeutsche Bevölkerung bis 1985 zurückverfolgt werden kann, kaum verändert hat, haben andere Länder und Regionen in den letzten Jahrzehnten mitunter deutlich an Anziehungskraft verloren. Weitgehend stabil sind die Präferenzen beispielsweise für Deutschland, die iberische Halbinsel und Italien geblieben. Besonders deutlich verloren haben hingegen seit 1985 Österreich und Frankreich sowie – hier nicht dargestellt – die Schweiz. 2011 sind mit sieben Prozent nur noch knapp halb so viele Westdeutsche nach Österreich gereist wie 1985. Auch Frankreich hat an Attraktivität eingebüßt, statt sechs Prozent wie 1985 haben 2011 nur noch drei Prozent der Westdeutschen dort ihren Urlaub verbracht.

Die Schweiz wählten nur noch zwei Prozent statt vier Prozent (wie 1985) der Westdeutschenals Urlaubsdestination. Zugelegt im Vergleich zu den 1980er Jahren haben Osteuropa und Fernreisen. 1985 haben zwei Prozent der Westdeutschen ihren Urlaub im damaligen Ostblock verbracht, heute sind es drei Prozent, die nach Mittel- und Osteuropa reisen. Fernreisen nach Amerika, Sub-Sahara-Afrika sowie Asien unternehmen heute fünf Prozent, 1985 waren es erst drei Prozent. Gewonnen haben dürfte auch die Türkei, für die allerdings kein Langzeittrend vorliegt.

Bei den Verkehrsmitteln, die die Bevölkerung für ihren Urlaub nutzt, liegt das Auto nach wie vor auf Platz eins. 61 Prozent derjenigen, die in den zwölf Monaten vor der Befragung eine mindestens fünftägige Urlaubreise gemacht haben, haben dafür das Auto genutzt. An zweiter Stelle folgt – mit deutlichem Abstand vor allen anderen Verkehrsmitteln – das Flugzeug, das 44 Prozent der Urlauber nutzten. Die Bahn bestiegen zwölf Prozent, einen Reisebus zehn Prozent der Reisenden.

Für die westdeutsche Bevölkerung lässt sich seit 1980 ein deutlicher Bedeutungsgewinn des Flugzeugs zulasten von Bahn und Bus nachzeichnen. 1980 nutzten 22 Prozent der westdeutschen Urlaubsreisenden das Flugzeug, genau so viele wie die Bahn. Mit dem Bus erreichten 14 Prozent ihr Ziel. Seitdem hat sich der Anteil derjenigen, die mit dem Flugzeug in den Urlaub reisen, auf 44 Prozent verdoppelt, während sich der Anteil der Bahnreisenden auf aktuell 12 Prozent nahezu halbiert hat. Mit dem Bus sind heute zehn Prozent unterwegs in den Urlaub.

Hotelmarkt Europa: 2010 begonnener Erholungsprozess setzt sich fort

(Paris, 06. März 2012) Knapp 6,8 Milliarden Euro wurden 2011 in den fünf führenden europäischen Ländern (Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien und Spanien) in Hotelimmobilien investiert – 3,5 Prozent mehr als im Vorjahr. Damit setzte sich der 2010 begonnene Erholungsprozess im Hotelsektor weiter fort. Dies ergibt eine Studie von BNP Paribas Real Estate (BNPPRE).

Das Wachstumstempo des Investitionsvolumens verlangsamte sich allerdings in der zweiten Jahreshälfte und vor allem im vierten Quartal 2011 erheblich: Während das Plus im ersten Halbjahr gegenüber dem Vorjahreszeitraum noch bei gut 80 Prozent lag, betrug es von Juli bis Dezember 31 Prozent weniger als 2010. Trotzdem hat die Hotelbranche die Rezession gut überstanden und schloss trotz der gebremsten Entwicklung ab September 2011 das Jahr mit einem allgemein positiven Ausblick ab. So verzeichneten die fünf genannten Euro-Länder Zuwächse zwischen 3,5 und 8,9 Prozent bei den Erlösen pro verfügbarem Zimmer (revenue per available room – RevPAR).

Auch der Ausblick für 2012 bleibt insgesamt positiv. Einerseits ist eine Ausweitung des Angebots durch Objekte mit schwierigen Finanzierungssituationen zu erwarten. Dadurch könnten sich mehr opportunistische Kaufgelegenheiten ergeben. Andererseits wird das Interesse internationaler Investoren an Core-Objekten, ungeachtet der hohen Preise und der relativ niedrigen Renditen, voraussichtlich weiterhin groß sein.

Großbritannien: Mit knapp 50 Prozent des gesamten Investitionsvolumens klar an erster Stelle
Mit einem Anteil von 49 Prozent am Transaktionsvolumen in den fünf Kernländern dominierte Großbritannien 2011 den Markt für Hotelinvestments. Der Umsatz erreichte hier mit 3,3 Milliarden Euro ein Plus von 13 Prozent, verglichen mit einem Rückgang um 11 Prozent bei den Gesamtinvestitionen in Gewerbeimmobilien. Die Anleger waren auf der Suche nach Alternativen zu Einzelhandelsobjekten, die in Großbritannien zunehmend mehr Risiken aufweisen könnten. Zudem waren Akteure aus dem Mittleren Osten verstärkt auf der Suche nach „Trophy Assets“. Unter den bedeutendsten Abschlüssen waren insbesondere der Verkauf des W Hotels (233 Mio. €) sowie des Holiday Inn Mayfair (181 Mio. €).

Die Hotelbranche in Großbritannien erholte sich als erste wieder vollständig von den Folgen der Finanzkrise 2008: So verzeichneten britische Hotels bereits 2010 einen der höchsten Zuwächse beim Erlös pro verfügbarem Zimmer (RevPAR). Daher fiel das Plus im vergangenen Jahr nicht mehr ganz so beeindruckend aus. Zwar legte der RevPAR um 3,5 Prozent zu (auf 63,80 €); gleichzeitig fiel jedoch im November und Dezember der durchschnittliche Zimmerpreis, was angesichts stabiler Belegungsquoten einem Rückgang des RevPAR gleichkommt. Damit ist eine zweijährige Wachstumsphase beendet. Dieser Abwärtstrend könnte sich auch in den ersten Monaten dieses Jahres fortsetzen. Trotzdem bleibt London mit 84,4 Prozent zum Jahresende 2011 nach wie vor der Standort mit der höchsten Auslastungsquote in ganz Europa.

Frankreich: Weiterhin eines der dynamischsten Länder Europas
In Frankreich wurden 2011 mehr als 1,8 Milliarden Euro in Hotels investiert. Trotz eines leichten Rückgangs (minus 3 % gegenüber 2010) ist der Markt nach wie vor einer der dynamischsten Europas. Bedeutendster Abschluss im vergangenen Jahr war der Verkauf des Marriott Champs Elysées (215 Mio. €) im ersten Quartal. Auch bei Portfolio-Verkäufen blieb der französische Markt äußerst lebhaft: Mit insgesamt 713 Millionen Euro hatte Frankreich einen Anteil von 68 Prozent am Gesamtvolumen aller Portfolio-Transaktionen in den fünf touristischen Hauptmärkten Europas.

Infolgedessen verzeichnete auch der französische Hotelmarkt erhebliche Zuwächse. Die Belegungsquote stieg innerhalb eines Jahres um 1,3 Prozentpunkte (auf 66,5 %), während der durchschnittliche Zimmerpreis um 3,6 Prozent auf 84,20 Euro stieg. Der Erlös pro verfügbarem Zimmer (RevPAR) betrug 56 Euro, was einem Plus von 5,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Paris nimmt mit dem zweithöchsten RevPAR (2011: 120 €) eine herausragende Stellung unter den europäischen Städten ein und musste nur Genf (133 €) den Vortritt lassen.

Deutschland: Geringeres Hotel-Investitionsvolumen in der zweiten Jahreshälfte
Die erste Jahreshälfte 2011 begann fulminant (652 Mio. €), danach verloren die Hotel-Investmentaktivitäten jedoch an Tempo: Von Juli bis Dezember betrug das Transaktionsvolumen nur noch 283 Millionen Euro. Bemerkenswerte Abschlüsse waren hier vor allem der Verkauf des Radisson SAS in Frankfurt am Main (100 Mio. €) sowie des Scandic in Berlin (85 Mio. €).

Trotz der Rückgänge bei den durchschnittlichen Zimmerpreisen und des RevPAR im April, Juni und September beendete die deutsche Hotelbranche das Jahr positiv. Der RevPAR stieg gegenüber dem Vorjahr zwar nur um 4,3 Prozent auf 55,80 Euro, was aber angesichts des spektakulären Zuwachses in 2010 (+20 %) nicht verwunderlich ist. Dank seiner Vorrangstellung als Tagungs- und Messestandort hatte Deutschland bereits 2010 wieder das Vorkrisenniveau erreicht. Nach wie vor verzeichnet München die besten Ergebnisse mit einer Belegungsquote von 75,1 Prozent und einem durchschnittlichen Zimmerpreis von mehr als 102 Euro.

Spanien: Hotel-Investitionen trotz zunehmend positiver Indikatoren weiterhin stagnierend
Spanien verzeichnete auch 2011 nur schwache Hotel-Investmentaktivitäten mit einem Minus um 6 Prozent gegenüber dem Vorjahr (auf 596 Mio. €). Allerdings fiel der Rückgang weit geringer aus als im gesamten gewerblichen Immobilienbereich (minus 46 %). Die Anleger blicken wieder positiv in die Zukunft und erwarten langfristig eine Erholung der Hotelbranche. Obwohl stark gebeutelt von der Rezession, bleibt Spanien doch gemessen an den Ankünften das weltweit drittbeliebteste Reiseziel für Touristen und nach den Einkünften aus dem Fremdenverkehr die Nummer 1. Zu den bedeutendsten Abschlüssen gehörten 2011 der Verkauf des Hotels Palace in Barcelona (68 Mio. €) und des Hotels Hesperia in Madrid (80 Mio. €).

Bei der Hotel-Leistung war der Markteinbruch zwischen 2008 und 2009 (minus 22 % RevPAR) so gewaltig, dass die Branche noch einige Zeit brauchen wird, um sich wieder vollständig zu erholen. Nach einem Zuwachs von 7 Prozent zwischen 2009 und 2010 sind die spanischen Hotels dank eines zweifachen Wachstums (sowohl bei der Belegungsquote wie auch dem durchschnittlichen Zimmerpreis) wieder deutlich im Aufwind. Der RevPAR legte um weitere 8,9 Prozent zu.

Italien: Kaum Bewegung bei Hotelinvestments
Mit einem Umsatz von nur 117 Millionen Euro lag der italienische Markt für Hotelimmobilien 2011 weitgehend brach. Für die zweite Jahreshälfte wurde lediglich ein einziger Abschluss registriert: der Verkauf des Sansicario Majestic für weniger als 10 Millionen Euro. Trotzdem zeigt die italienische Hotelbranche weiterhin Anzeichen einer Erholung. So wies das Land im Jahr 2011 mit 65,70 Euro RevPAR immer noch das höchste Niveau unter allen fünf beobachteten Euro-Ländern auf. Trotz einer Zunahme um 3,8 Prozent gegenüber 2010 lag dies allerdings immer noch weit unter dem Wert von 2007. Dies liegt vor allem am zweistelligen Rückgang bei den durchschnittlichen Zimmerpreisen zwischen 2008 und 2009, als man versuchte, auf diese Weise der stark fallenden Nachfrage zu begegnen.

120 Städte im Touristencheck: Deutschland immer beliebter: 3,4 Mio. mehr Touristen 2011 – Auch Österreich, Schweiz legen zu

Berlin, Hamburg, Frankfurt, München, Köln, Düsseldorf & Dresden mit immer mehr Touristen / Auch Wien, Salzburg und Zürich verzeichneten mehr Touristen

(Leipzig, 21. Februar 2012) Der Städtetourismus in Deutschland boomt: Allein 2011, im Erhebungszeitraum Januar bis November, konnten die 120 größten deutschen Städte 53,5 Mio. Gäste mit mindestens einer Hotel-Übernachtung verzeichnen – das waren 3,4 Mio. mehr als im Vergleichszeitraum 2010. Insgesamt übernachteten in Hotels in Deutschland 135,5 Mio. Personen in 2011 (bis inklusive November; Dezember liegt noch nicht vor). Das waren 6,5 Mio. oder 4,8% mehr als 2010. Das zeigt aber auch ganz klar – viele der Mehrübernachtungen vereinen Deutschlands attraktive Städte auf sich. Das ergab eine Erhebung des Online-Reiseportals ab-in-den-urlaub.de (2,7 Mio. Nutzer im Monat).

Im Hinblick auf die Besucherzahlen (Gästeankünfte mit mindestens einer Hotelübernachtung) baut Berlin seine Spitzenstellung weiter deutlich aus und kann endgültig als eine der Top-Metropolen weltweit bezeichnet werden. Die deutsche Hauptstadt verbuchte von Januar bis November 2011 insgesamt 9,1 Millionen Gästeankünfte – das sind knackige 700.000 mehr als im Vorjahr (+8,5%). Dabei tut Berlin sowohl kulturell wie stadtplanerisch sehr viel, um immer mehr Menschen an die Spree zu locken.

Auch in Deutschlands Touristenstadt Nummer zwei, Hamburg, haben sich die Investitionen in die Förderung des Stadtbildes gelohnt – von der Speicherstadt über die Außenalster bis hin nach Bahrenfeld ist Deutschlands Kühle endlich dabei, sich zu modernisieren (was auch dringend notwendig war und ist). Das zahlt sich aus: In den ersten elf Monaten des vergangenen Jahres kamen fast 4,7 Mio. Touristen in die Hansestadt – rund 400.000 (+7,4%) mehr als 2010.

Frankfurt am Main hält zwar unter Deutschlands Großstädten immer noch eher das Image eines zwar reichen aber architektonischen Schmuddelkindes, dennoch gehört es mit 3,6 Mio. Gästeübernachtungen in 2011 eindeutig zu Deutschlands Reiseelite. Mit 225.358 mehr Touristen zeigt auch München einmal mehr seine große Überlegenheit als Deutschlands Touri-Mekka. Obwohl die Stadt mit 1,3 Mio. Einwohnern erheblich kleiner ist als Berlin, übernachteten 3,1 Mio. Gäste 2011 in der barocken Metropole. Vor allem bei Italienern und Amerikaner steht die Stadt sehr hoch im Kurs, aber auch für deutsche Städtetouristen ist sie ein Muss.

Das gilt auch für Köln: 2,6 Mio. Gäste übernachteten mindestens eine Nacht in der Karnevalshochburg in den ersten elf Monaten 2011. 2010 waren es über 200.000 weniger. Dennoch: Die Jecken können nicht darüber hinwegtäuschen, dass auch Köln immer noch ein riesiges architektonisches Problem in der Innenstadt hat. Zahlreiche Straßen leiden unter enormen Bausünden aus den 50er und 60er Jahren. Die Bausubstanz ist häufig unter aller Kanone. Selbst die Fußgängerzone gehört nicht zu Deutschlands Vorzeigemeilen und der Domplatz erinnert eher an einen in die Jahre gekommen Skaterplatz einer armen Provinzmetropole. Die Stadt ruht sich zu sehr auf ihrer historischen Bedeutung als Domstadt aus.

Dresden trotzt UNESCO-Strafe mit mehr Touristen
Das rheinabwärts gelegene Düsseldorf bietet hingegen das, was Köln nicht oder kaum mehr hat: Glanz. Das wissen die 2,1 Mio. Gäste in 2011 zu schätzen. Auch hier gibt es ein dickes Gäste-Plus von 7,2%. Dass die UNESCO mit ihrer dramatischen Geste der Aberkennung des Titels einer Weltkulturerbe-Stadt Dresden nicht schaden konnte, zeigt sich an Platz 7 der beliebtesten deutschen Touristenstädte. Es folgen Stuttgart, Hannover, Leipzig, Nürnberg, Bremen, Freiburg im Breisgau. Dass von nichts nichts kommt, weiß man auch in Leipzig. Die riesige künstliche Tropenhalle des Zoos, “Gondwanaland”, trägt maßgeblich dazu bei, dass immer Mehr in die schöne sächsische Stadt kommen. So brachten die ersten elf Monate 2011 6,1% mehr Touristen die mindestens eine Nacht in einem Hotel eincheckten.

Ebenfalls top: Rostock ist mittlerweile beliebter als Heidelberg. Aber auch viele der anderen untersuchten Städte glänzen mit einem hervorragenden Gästeplus. Von den 120 in der Studie beteiligten deutschen Städten verzeichneten vergangenes Jahr 105 ein Wachstum bei den Gästeankünften. Nur 15 Städte mussten einen Rückgang der Besucherzahlen hinnehmen. Einen besonders deutlichen Anstieg von Gästen bilanziert das ländliche Lüneburg. Sage und schreibe um 43% legten die Besucherzahlen 2011 gegenüber dem Vorjahr zu.

Ähnlich positiv blickt man in Koblenz auf 2011 zurück. So brachte die wunderbar ausgerichtete Bundesgartenschau über 320.000 Gäste in die Stadt am Deutschen Eck. Das entspricht einer Steigerung gegenüber 2010 von 35,6 %. Besonders gut dürfte vielen Besuchern die spielerische Seilbahn gefallen haben, mit der die Touristen das etwas abgenudelte Areal des Deutsche Eck verlassen konnten, um hinauf zum Schloss zu fahren.

Glücklich dürften auch die Stadtväter von Görlitz an der Neiße sein: Um 22,9% stiegen die Gästezahlen 2012. “Das Hochwasser im August 2010 und seine Auswirkungen im September und Oktober hatte uns eigentlich das komplette touristische Jahr 2010 verhagelt”, so Kai Grebasch, Sprecher Stadtmarketing Görlitz gegenüber ab-in-den-urlaub.de. Auch Städte, die weniger von den Touristenströmen “heimgesucht” werden, erlebten 2011 einen Besucheransturm. So legte Salzgitter um 17,5% zu, die BASF-Stadt Ludwigshafen um 15,9%, das kleine Aalen im Ostalbkreis, um 15% oder das hübsche sächsische Städtchen Zwickau um 14,7%. Zwickau wird völlig zu Unrecht von vielen Medien als Mekka von Rechtsradikalen diffamiert: Die Stadt gehört zu den schönsten in Ost-Deutschland.

Weniger positiv fällt der Rückblick auf 2011 für Essen aus. Die Ruhrgebietsmetropole erlebte 2010, ebenso wie manch andere Stadt im Pott, einen zweitstelligen Besucherzuwachs. Das Kultur-Event Ruhr 2010 hatte 2010 bis zu 30% mehr Besucher in die Ruhrregion gebracht. Im vergangenen Jahr konnte Essen den Besucher-Schnitt leider nicht halten. Die Zahlen gingen um 10,2% zurück. Ähnlich auch die Nachbarstadt Mülheim a.d. Ruhr: -8,7%. Unter den wenigen Städten, die ebenfalls Besucher-Rückgänge zu verzeichnen hatten, waren außerdem Moers (-7,1%), Cottbus (-5,7%), und Gelsenkirchen (-5,5%). Mehr entnehmen Sie bitte der Tabelle im Anhang.

Österreich und Schweiz
Auf ein sattes Gästeplus stolz sein können auch Österreich und die Schweiz (Tabellen ebenfalls im Anhang). In den beiden Alpenländern führt die österreichische Hauptstadt Wien das Ranking an. Im gesamten vergangen Jahr besuchten 5,2 Mio. Touristen die Donaumetropole (2010: 4,9 Mio.). Die “Mozartstadt” Salzburg konnte sich über rund 1,3 Mio. (2010: 1,2 Mio.) freuen. Platz Drei im alpenländischen Ranking: Zürich. Die Schweizer Finanzmetropole begrüßte alleine in den ersten elf Monaten des Jahres 2011 1,2 Mio. Gäste (2010: 1,2 Mio.). Es folgen Innsbruck mit rund 0,8 Mio. Gästen im Jahr 2011 (2010: 0,7 Mio.), Genf mit 0,7 Mio. (2010: 0,7 Mio.) und Luzern mit 0,6 Mio. (2010: 0,6 Mio.). Anmerkung: Alle Werte für Österreich beziehen sich auf das gesamte Jahr 2011. Für die Schweiz liegen bislang nur Daten der ersten elf Monate vor.

In Österreich und der Schweiz gehören Dornbirn (Vorarlberg) und das kleine Biel (Kanton Bern) mit 10,4% und 9,6% zu den größten Touristen-Gewinnern. Auch Klagenfurt, Villach (Kärnten) sowie Graz kommen auf satte Zuwächse von 8,5 bis 8,9%. Mit weniger Touristen mussten Lugano, Lausanne und Genf im Jahr 2011 auskommen. Hier sanken die Quoten um -3 bis -1%. Dennoch: “Städtereisen liegen nach wie vor voll im Trend”, so das Fazit von Ralph Michaelsen, Manager von ab-in-den-urlaub.de.

hotel.de – Großstadthotellerie in Deutschland: Zufriedenheit der Gäste auf breiter Front gestiegen

(Nürnberg, 18. Februar 2012) In vielen deutschen Großstädten konnten Hoteliers ihre Übernachtungsgäste überzeugen und ihren Service offenbar sogar leicht verbessern. Dies zeigt eine Auswertung der Gästebewertungen auf hotel.de. Kurz zusammen gefasst: Die Dresdner Hotellerie baut ihre Führung aus. Bremer Hotels können am meisten zulegen. In Halle, Nürnberg und Bonn zeigten sich Hotelgäste etwas weniger zufrieden. Und Pekinger Hoteliers erreichen nun ein internationales Ranking.

hotel.de-Top 20-Städte in Deutschland

Mit der Hotellerie in Dresden zeigten sich die Übernachtungsgäste besonders zufrieden. Die Häuser in Elbflorenz konnten ihre Spitzenposition in der nationalen Top 20 mit einem Anstieg auf 7,97 Punkte daher weiter ausbauen. Auch in vielen anderen Städten der Bestenliste erhöhte sich die Zufriedenheit der Buchungskunden mit den Leistungen der Hoteliers. Insbesondere die Bremer Hotellerie konnte bei ihren Gästen mit einer Bewertung von 7,49 stärker punkten. Die Hanseaten machten zwei Plätze gut und verbesserten sich auf Rang 15. Die Augsburger Hotellerie, zuvor noch auf Position 3, musste den Hoteliers von Rostock und Leipzig, die sich bei der Gesamtbewertung verbesserten, nun allerdings den Vortritt lassen.

Mit Halle, Nürnberg und Bonn waren die Übernachtungsgäste nur in drei Städten der nationalen Top 20 mit den Hotelleistungen etwas weniger zufrieden. Bonn bildet dabei mit 7,35 Punkten nun das Schlusslicht der Bestenliste. Die Aufnahme in das Ranking verpassten Hamburg (7,32), Dortmund (7,30) und München (7,29) trotz einer leicht höheren Gesamtbewertung nur knapp. Auch in den meisten anderen untersuchten Großstädten stieg die Zufriedenheit. Anders dagegen die Hotellerie in Krefeld, die nach 6,82 Punkten im November nun mit 6,77 Punkten noch viel Aufholpotenzial zeigt.

hotel.de-Top 20-Metropolen international

Im internationalen Vergleich konnten die Hoteliers von Warschau, Tokio, Helsinki und Bratislava die ersten vier Plätze behaupten. Während sich die Übernachtungsgäste in der slowakischen Hauptstadt etwas zufriedener zeigten als im November, verringerte sich die Gesamtbewertung der finnischen Hauptstadthotellerie leicht auf 7,65 Punkte. Die Hoteliers der deutschen Hauptstadt verbesserten sich zwar nach Meinung der Gäste, verloren im internationalen Ranking dennoch einen Platz, da die Hotellerie in Tallin von 7,50 auf 7,55 noch mehr Boden gutmachen konnte.

Mit einem Anstieg der Gesamtbewertung von 7,19 auf 7,20 schaffte Peking nun den Einstieg in die internationale Bestenliste. Die Übernachtungsgäste zeigten sich mit der Hotellerie in Wilna hingegen weniger zufrieden. Im November noch mit 7,23 Punkten auf Platz 19, erreichte die Hauptstadt Litauens aktuell nur 7,19 Punkte und fiel damit aus den Top 20.

Nicht ganz so zufriedene Gäste hinterließen erneut die Hoteliers in Rom, Paris und London. Erreichte die „Ewige Stadt“ noch eine Wertung von 6,92, so bekamen Paris und London nur 6,73 bzw. 6,58 Punkte von den Buchungskunden.

Bei hotel.de dürfen Buchungskunden ihre Hotels nach ihrer Abreise anhand eines Punktesystems (0 bis 10) bewerten. In die Gesamtbewertung fließen die Kriterien Zimmerqualität, Freundlichkeit des Personals, Sauberkeit, Lautstärke, Preis-Leistungs-Verhältnis sowie Frühstück/Gastronomie ein. Die Bewertungsnoten sind auf zwei Nachkommastellen gerundet. Die Reihenfolge im Ranking richtet sich nach den Ursprungswerten.

HOTELIER TV aktuell von der Intergastra Stuttgart – Magazinsendung vom 15. Februar 2012

Präsentiert von Ihrem Hygienespezialisten TORK: www.ein-stern-mehr.com

HOTELIER TV aktuell von der Intergastra Stuttgart – mit einer weiteren Magazinsendung und einem Potpourrie an spannenden Interviews, interessanten Statement und unterhaltsamen Beobachtungen. HOTELIER TV berichtet mit 2 Kamerateams vom Messegelände und aus dem Messestudio.

Auf den TV-Screens in den Messehallen und auf www.hotelier-tv.com

Sehen Sie hier den Intergastra-Magazinbericht vom 14. Februar 2012: http://youtu.be/xap4x2gDUrM

Sehen Sie hier den Intergastra-Magazinbericht vom 13. Februar 2012: http://youtu.be/4Qv3EHZ1ti8

Sehen Sie hier den Intergastra-Magazinbericht vom 12. Februar 2012: http://youtu.be/dTYGbc_XfL4

Hornstein-Ranking: Spitzenrang für Harald Wohlfahrt, Helmut Thieltges und Sven Elverfeld

(Stuttgart, 14. Februar 2012) Rang 1 müssen die drei besten Köche Deutschlands teilen: Das renommierte Hornstein-Ranking 2012, die Liste der 150 am besten bewerteten Restaurants in Deutschland, wird von Harald Wohlfahrt (“Schwarzwaldstube” im Hotel Traube Tonbach Baiersbronn), Helmut Thieltges (Waldhotel Sonnora in Wittlich/Dreis) und Sven Elverfeld (“Aqua” im Ritz-Carlton Wolfsburg) angeführt. Die neue Bestenliste, die auf den Bewertungen der wichtigsten Gourmetführer basiert, wurde nun in Stuttgart von Laurent-Perrier und Herausgeber Thomas Schreiner präsentiert.

Platz zwei und drei entfallen durch die Dreifachbesetzung des Spitzenplatzes. Auf Rang vier im Hornstein-Ranking 2012 kommt Joachim Wissler (“Vendome” im Grandhotel Schloss Bensberg), Platz fünf erreicht Klaus Erfort (Gästehaus Erfurt, Saarbrücken) und Platz sechs geht an Christian Bau (“Victor’s Gourmet Restaurant” in Schloss Berg Perl). Nummer sieben in der allseits anerkannten Bestenliste ist Claus-Peter Lumpp (Restaurant “Bareiss” im Hotel Bareiss Baiersbronn), auf Rang acht ist Thomas Bühner (“La Vie” in Osnabrück). Auf Platz neun stehen punktegleich Nils Henkel (Gourmetrestaurant “Lerbach” im Schlosshotel Lerbach) und Heinz Winkler (“Residenz Winkler” in Aschau am Chiemsee). Somit entfällt Platz zehn.

Die Bestenliste steht unter www.hornsteinranking.de zum Download bereit.

HOTELIER TV aktuell von der Intergastra Stuttgart – Magazinsendung vom 14. Februar 2012

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14. Februar 2012 - HOTELIER TV aktuell von der Intergastra Stuttgart – mit einer weiteren Magazinsendung und einem Potpourrie an spannenden Interviews, interessanten Statement und unterhaltsamen Beobachtungen. HOTELIER TV berichtet mit 2 Kamerateams vom Messegelände und aus dem Messestudio.

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HOTELIER TV aktuell von der Intergastra Stuttgart – Magazinsendung vom 13. Februar 2012

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HOTELIER TV aktuell von der Intergastra Stuttgart – Magazinsendung vom 12. Februar 2012

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Februar 2012 – HOTELIER TV aktuell von der Intergastra Stuttgart – mit einer ersten Magazinsendung und einem Potpourrie an spannenden Interviews, interessanten Statement und unterhaltsamen Beobachtungen. HOTELIER TV berichtet mit 2 Kamerateams vom Messegelände und aus dem Messestudio.

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Gastgewerbe: Über 40% der Erwerbstätigen arbeiteten 2010 in Teilzeit

(Wiesbaden, 11. Februar 2012) Im Jahr 2010 arbeiteten in Deutschland 1,49 Millionen Personen in ihrer Haupttätigkeit im Gastgewerbe. Davon gingen 41,4 Prozent einer Teilzeittätigkeit nach. Dies teilt das Statistische Bundesamt (Destatis) auf Basis von Ergebnissen des Mikrozensus mit. Mit einem Anteil von 57,8 Prozent waren Frauen in dieser Branche deutlich überrepräsentiert. 42,5 Prozent der Erwerbstätigen im Gastgewerbe waren im Alter von 15 bis 34 Jahren. Damit war der Anteil jüngerer Erwerbstätiger deutlich höher als in der Gesamtwirtschaft, wo diese Altersgruppe nur 30,5 Prozent aller Erwerbstätigen ausmachte.

Erwerbstätige insgesamt und im Gastgewerbe 2010

617 000 Personen arbeiteten 2010 im Gastgewerbe in Teilzeit. Fast jede dritte (29,6%) tat dies unfreiwillig, weil sie keine Vollzeitstelle gefunden hatte. Geringfügig Beschäftigte kommen in dieser Branche mit einem Anteil von 21,6 % mehr als doppelt so häufig vor als bei den Erwerbstätigen in allen Branchen zusammen (8,3%).

Noch ein weiterer Aspekt der Arbeitszeit kennzeichnet das Gastgewerbe. Das Arbeiten außerhalb der üblichen Zeiten ist hier weit verbreitet: Mehr als die Hälfte der Erwerbstätigen arbeitete ständig oder regelmäßig samstags (60,7%), sonntags (52,7%) oder abends zwischen 18 und 23 Uhr (53,5%). Immerhin knapp ein Sechstel (15,3%) arbeitete ständig oder regelmäßig nachts zwischen 23 und 6 Uhr.

Das Gastgewerbe ist ein Bereich, in dem gering qualifizierte Personen ohne formal anerkannte Berufsausbildung häufiger erwerbstätig sind. 577 000 Personen ohne formale Berufsqualifikation arbeiteten 2010 in dieser Branche, was einem Anteil von 38,7 Prozent an allen dort Erwerbstätigen entspricht. Dagegen lag der Anteil gering Qualifizierter unter allen Erwerbstätigen lediglich bei 17,7 Prozent.

Im Gastgewerbe tätige Personen sind häufiger selbstständig als in anderen Branchen: 17,6 Prozent der dort Erwerbstätigen waren 2010 selbst Inhaber beispielsweise eines Hotels, einer Pension, einer Gaststätte, einer Bar oder eines Cateringunternehmens. Damit lag der Anteil der Selbstständigen im Gastgewerbe weit über dem Anteil bei allen Erwerbstätigen (11,5%). Allerdings ist der Anteil der Selbstständigen im Gastgewerbe rückläufig: Im Jahr 2000 hatte er noch bei 23,2 Prozent gelegen.

Seit dem Jahr 2000 ist die Zahl der Erwerbstätigen im Gastgewerbe um 272.000 Personen gestiegen. Das entspricht einer Zunahme um 22 Prozent. Im selben Zeitraum erhöhte sich die Zahl der Erwerbstätigen insgesamt lediglich um sechs Prozent. Allerdings fand der Zuwachs im Gastgewerbe ausschließlich über Teilzeitbeschäftigung statt, die ebenfalls um 272,000 Personen zunahm. Dies ist jedoch nicht mit einem Anstieg an geringfügiger Beschäftigung gleichzusetzen: Die Zahl der geringfügig Beschäftigten wuchs zwischen 2000 und 2010 um 145.000 Personen und machte etwas mehr als die Hälfte des Gesamtanstiegs (53%) der (Teilzeit-)Beschäftigung im Gastgewerbe aus.

28. Deutsche Tourismusanalyse: Urlaub bleibt auch 2012 das Highlight des Jahres – Fast die Hälfte der Deutschen sitzt auf gepackten Koffern

(Hamburg, 10. Februar 2012) Die Urlaubsreise behält auch 2012 ihre Faszination und die Reiselust der Bundesbürger ist ungebrochen. 45 Prozent der Deutschen sitzen gedanklich schon auf gepackten Koffern und planen fest, 2012 wenigstens eine Reise von mindestens fünf Tagen Dauer zu unternehmen. Mehr als jeder neunte Bürger (11,3%) will in diesem Jahr sogar mehrfach verreisen. Ein weiteres Drittel (33%) der Bevölkerung äußert sich noch zurückhaltend bei seiner Urlaubsplanung und ist unsicher, ob 2012 eine Reise unternommen wird. Dagegen ist bisher lediglich etwa jeder fünfte Bundesbürger (22%) sicher, in diesem Jahr nicht zu verreisen. Dies geht aus der 28. Deutschen Tourismusanalyse der Stiftung für Zukunftsfragen, eine Initiative von British American Tobacco, hervor, für die 4.000 Bundesbürger ab 14 Jahren nach ihrem Urlaubsverhalten 2011 und ihrer Reiseabsicht für 2012 befragt wurden.

„Die Tourismusbranche kann aufatmen und sich in diesem Jahr auf stabile bis leicht steigende Gästezahlen einstellen“, so Professor Dr. Ulrich Reinhardt, der Wissenschaftliche Leiter der Stiftung. „Die Deutschen werden auch 2012 lieber im Alltag den Gürtel etwas enger schnallen als die ‚besten Wochen des Jahres‘ daheim zu verbringen. Urlaub ist und bleibt für die meisten Bundesbürger das Highlight des Jahres.“

28. Deutsche Tourismusanalyse

Reiseziele 2012: Urlaub in Deutschland ist wieder gefragt und angesagt
Das Motto der Zukunft lautet: „Zurück in die Vergangenheit“. Vor 20 Jahren verbrachte knapp jeder zweite Deutsche seinen Urlaub im eigenen Land (1991: 48%). Vor zehn Jahren war es dagegen nur noch etwa jeder Dritte (2001: 33%), der sich für eine Destination innerhalb Deutschlands entschied. Für die letzten Jahre ist jedoch eine Renaissance der deutschen Feriengebiete nachweisbar. Diese Beliebtheit wird sich auch 2012 fortsetzen. Fast jeder Vierte plant schon jetzt fest seinen Urlaub zwischen den deutschen Küsten und Bergen zu verbringen. Die Prognose der Stiftung lautet: Insgesamt zwei Fünftel aller Reisenden werden 2012 ihre Ferien im Inland verbringen.

Auf ein stabiles Urlauberaufkommen können sich die meisten Euroopäischen Destinationen einstellen. Spanien bleibt dabei das beliebteste Auslandsreiseziel vor Italien. Auf den weiteren Plätzen folgen die Türkei, Österreich und Kroatien. Fernreisen bleiben auch in diesem Jahr beliebt, wobei die Gästezahlen stark nach Zielgebieten variieren werden: Während die USA und Kanada, die Karibik und Mittelamerika und vor allem asiatische Länder zahlreiche Gäste erwarten können, ist die Skepsis bezüglich nordafrikanischer Ziele hoch.

Alle Reiseziele vom Schwarzwald bis in die Südsee und von der Nordsee bis nach Nordamerika können jedoch weiterhin auf die große Gruppe der Unentschlossenen hoffen, die nur auf das richtige Angebot warten, um dann in den Urlaub zu entschwinden.

Rückblick auf die Reisesaison 2011: Pragmatisch statt panisch
„Es deutet vieles darauf hin, dass die Bundesbürger wieder mehr reisen werden. Das Vertrauen ist zurück, die Grundstimmung positiv. Die Deutschen wollen wieder mehr unterwegs sein und zeigen folgerichtig ihre Reiselust“, so lautete die letztjährige Reiseprognose der Stiftung für Zukunftsfragen zur Reisesaison 2011. Genauso ist es gekommen. Trotz anhaltender Diskussion um Rettungsschirme und Euroo-Krise, trotz Nuklear- und Naturkatastrophen steigerte sich die Reiseintensität der Bundesbürger im zweiten Jahr in Folge leicht auf 53 Prozent (2010: 52% – 2009: 50%).

Innerhalb der Bevölkerung zeigte sich dabei ein uneinheitliches Bild. So war Bildung ein entscheidendes Merkmal, ob verreist wurde oder nicht. Je höher der formale Bildungsgrad, desto höher war auch die Reiseintensität – Hauptschulabsolventen (39%) verreisten etwa nur halb so oft wie Hochschulabsolventen (76%). Auch mit steigendem Einkommen stieg die Reiselaune. Während nicht einmal jeder dritte Geringverdiener (32%) in den Urlaub fuhr, waren es bei den Besserverdienenden mehr als drei Viertel (77%).

Groß blieben auch die Unterschiede innerhalb der Lebensphasen: „Vor allem kinderlose Paare und Jungsenioren zeigten sich auch 2011 als besonders reisefreudige Zielgruppen. Beide verfügen relativ frei über ihre Zeit, haben Geld und sind unabhängig, sodass sie auch weiterhin bekannte Urlaubsdestinationen besuchen und neue Reiseziele entdecken können.

Ungewiss bleibt dagegen die Zukunft des Tourismus im Familiensegment: Im Vergleich zum Reisejahr 2010 verringerte sich der Anteil der Reisenden dieser Bevölkerungsgruppe erneut um zwei Prozentpunkte. Familienurlaub wird zunehmend zu einem Luxus, den sich zukünftig nur noch jede zweite Familie leisten kann“, so Professor Reinhardt.

28. Deutsche Tourismusanalyse

Inlandsreiseziele 2011: Mehr Gäste in Bayern als an der Ostsee
Deutschland war auch 2011 das mit großem Abstand beliebteste Urlaubsziel der Bundesbürger. Mit 37 Prozent verbrachten mehr Urlauber ihre Ferien zwischen Flensburg und Oberstdorf als in den fünf beliebtesten Auslandsdestinationen (Spanien, Italien, Türkei, Österreich, Kroatien) zusammen.

Allein die bayrischen Feriengebiete zogen mehr Gäste an als Nordafrika, Asien, Nordamerika und die Karibik zusammen. Das Reiseziel Bayern konnte dabei seinen Marktanteil um rund ein Zehntel auf neun Prozent steigern und somit erstmals seit Jahren die Ostseeküste vom Spitzenplatz verdrängen. Zulegen konnten auch die Urlaubsregionen in Baden-Württemberg. Einbußen mussten dagegen die Reisegebiete in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern hinnehmen, die stärker unter dem „schlechten Sommer“ zu leiden hatten als andere deutsche Feriendestinationen.

28. Deutsche Tourismusanalyse

Europäische Auslandsreiseziele 2011: Italien gewinnt – Griechenland verliert
Im Vergleich zum Vorjahr konnte Spanien seinen Marktanteil leicht steigern (+0,4 Prozentpunkte) und blieb somit auch 2011 die unangefochtene Nummer 1 der ausländischen Feriengebiete. Auf dem zweiten Platz der beliebtesten deutschen Auslandsreiseziele konnte sich Italien von der Türkei absetzen.

Während Italien mehr deutsche Urlauber bei sich begrüßen konnte (+1,6 Prozentpunkte), musste die Türkei einen leichten Rückgang (?0,3 Prozentpunkte) verbuchen. Gleiches traf auch auf Österreich zu, das sein Vorjahresniveau nicht halten konnte. Die Diskussionen um Staatspleite und Rettungsschirme haben zudem deutlich weniger Deutsche in die griechischen Feriengebiete fliegen lassen. Innerhalb von zwei Jahren hat sich der Anteil deutscher Urlauber in Griechenland auf zwei Prozent verringert und somit um rund ein Drittel reduziert (2009: 3,3%).

Fernreiseziele 2011: Nordafrika verliert Marktanteile
Das Fernreisesegment zeigte 2011 ein uneinheitliches Bild. Die Aufstände und Veränderungen in Ägypten und Tunesien haben den nordafrikanischen Ferienzielen insgesamt ein deutliches Minus beschert. Nur mehr 2,4 Prozent der Deutschen besuchten in der abgelaufenen Urlaubssaison die Strände der südlichen Mittelmeerküste – 2010 waren es noch rund 50 Prozent mehr Gäste. Dagegen konnten asiatische – trotz der Unruhen in Thailand und der Atomkatastrophe von Fukushima – sowie nordamerikanische Ziele – trotz Hurrikans an der Ostküste und Tornados im Landesinneren – fast im selben Umfang zulegen.

28. Deutsche Tourismusanalyse

Reisedauer 2011: Nur noch 12,4 Tage dauert der Urlaub
Urlaub blieb auch 2011 die „populärste Form des Glücks“ – jedoch währte dieses Glück im Schnitt nur noch 12,4 Tage. Damit reduzierte sich die Reisedauer im Vergleich zum Vorjahr leicht (2010: 12,5 Tage), im Kontrast zu 2001 jedoch deutlich (2001: 14,7 Tage).

Vor allem längere Reisen fanden immer seltener statt. Ein Urlaub mit einer Dauer von zwei Wochen oder länger leistete sich nur mehr jeder vierte Reisende (26%). Erstmals in der fast 30-jährigen Geschichte der Tourismusanalyse war damit der Anteil derjenigen, die zwischen 5 und 13 Tagen in die Ferien fuhren (27%), größer als der der Langzeiturlauber (über 14 Tage: 26%). Die Verkürzung der Urlaubszeit traf besonders die inländischen Destinationen – der Urlauber war zwar schnell da, aber auch schnell wieder weg. Weniger als zehn Tage, und damit fast einen halben Tag weniger als noch im Vorjahr (2010: 10,3 Tage), verweilte der Deutsche bei einem Urlaub im eigenen Land. Wer dagegen eine Fernreise antrat, der blieb fast doppelt so lange unterwegs und auch innerhalb Euroopas verweilte der Gast drei Tage länger als im Inland.

Reiseausgaben 2011: Rund 1.000 Euro kostet der Urlaub
Genau 1.012 Euro bzw. 81 Euro pro Tag ließen sich die Deutschen ihren Urlaub durchschnittlich pro Person kosten. In dieser Summe waren nicht nur die reinen Reise- und Unterkunftspreise enthalten, sondern auch alle Nebenausgaben – von Ausflügen über Souvenirs bis zu Trinkgeldern. Im Vergleich zum Vorjahr (2010: 944 Euro) erhöhten sich die Gesamtausgaben damit deutlich um 68 Euroo pro Person und Reise. Abhängig von der Urlaubsdestination fielen hierbei unterschiedliche Kosten an:

Bei einem Urlaub im Inland betrugen die Tageskosten 73 Euro, innerhalb Euroopas durchschnittlich 79 Euro und für eine Fernreise fielen Kosten von 105 Euro pro Tag an.

  • Ein Urlaubstag kostete in Spanien 89 Euro, in Österreich 86 Euro und der Türkei 84 Euro – günstiger waren Ziele in Italien (80 Euro), in Griechenland (69 Eur) oder in Kroatien (64 Euro).
  • Am teuersten war ein Urlaubstag in den USA (133 Euro) und am preiswertesten in Polen (56 Euro).
  • Mit 715 Euro war ein Urlaub im Inland über 300 Euro günstiger als ein Urlaub in Euroopa (1.029 Euro).
  • Fernreisen kosteten mit 1.967 Euro mehr als das Zweieinhalbfache eines Deutschlandurlaubs – dauerten aber auch deutlich länger.

Beherbergung: Inlandstourismus 2011: 4 % mehr Übernachtungen

(Wiesbaden, 10. Februar 2012) Hoffentlich setzt sich das in diesem Jahr fort: Im Jahr 2011 gab es in den Beherbergungsbetrieben in Deutschland 394,1 Millionen Übernachtungen von in- und ausländischen Gästen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis, Wiesbaden) nach vorläufigen Ergebnissen weiter mitteilt, war dies ein Plus von vier Prozent gegenüber dem Jahr 2010.

Die Zahl der Übernachtungen von Gästen aus dem Inland stieg im Vergleich zum Vorjahr um drei Prozent auf 330,3 Millionen, die von Gästen aus dem Ausland um sechs Prozent auf 63,8 Millionen.

Im Monat Dezember 2011 betrug die Gesamtzahl der Gästeübernachtungen 23,0 Millionen und lag damit um sechs Prozent über dem entsprechenden Vorjahresmonat. Davon entfielen 18,8 Millionen Übernachtungen auf inländische Gäste (+5%) und 4,2 Millionen auf Gäste aus dem Ausland (+9%).

Fast jeder achte Arbeitsplatz in Deutschland steht mit dem Tourismus in Verbindung

(Berlin, 06. Februar 2012) Tourismus ist ein gewichtiger Wirtschaftsfaktor: Rund 2,9 Millionen Menschen – und damit sieben Prozent aller Erwerbstätigen – fanden im Jahr 2010 dank des Tourismus in Deutschland eine Beschäftigung. 4,4 Prozent der gesamten Bruttowertschöpfung der deutschen Volkswirtschaft gingen auf das Konto des Tourismus. Dies ist Ergebnis der Studie „Wirtschaftsfaktor Tourismus“, die im Auftrag des Bundesverbandes der Deutschen Tourismuswirtschaft (BTW) von DIW Econ erstellt wurde und das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie maßgeblich mitfinanzierte.

Nimmt man die indirekten (z.B. die Dienstleistungen am Flughafen, Lieferungen von Bäckern an Gaststätten oder Renovierungsarbeiten durch Handwerker im Hotel) und induzierten Effekte (die durch das Ausgeben von tourismusbezogenen Löhnen entstehen) hinzu, kam der Tourismus auf einen Anteil von 9,7 Prozent an der gesamten Bruttowertschöpfung der deutschen Volkswirtschaft und zwölf2 Prozent (entspricht 4,9 Mio. Erwerbstätige) an der Beschäftigung. Fast jeder achte Arbeitsplatz in Deutschland steht also mit dem Tourismus in Verbindung. Die gesamten Konsumausgaben der Touristen in Deutschland beliefen sich 2010 auf 278,3 Milliarden Euro.

Die Studie kann unter www.btw.de kostenfrei als PDF heruntergeladen werden.

Europatourismus 2011: Sechs Prozent mehr Besucher als 2010
Europa hat 2011 ein Besucherplus von sechs Prozent verzeichnet. Das geht aus der Studie „European Tourism in 2011 – Trends & Prospects“ der European Travel Commission hervor. 22 der 23 erfassten Länder konnten sich demnach im vergangenen Jahr über einen Besucherzuwachs freuen – und zwar zwischen drei Prozent in Großbritannien und über 20 Prozent in Lettland und Litauen. Allerdings verlangsamte sich das Wachstum in der zweiten Jahreshälfte.

Sommer 2012: Hierhin verreist Deutschland

(Bottighofen/Schweiz, 02. Februar 2012) Jahresbeginn ist Frühbucherzeit. Mehr als 30 Prozent der Deutschen entscheiden in den ersten Wochen des Jahres, wohin es im Sommer geht. Große Rabatte und die Gewissheit, nicht auf Restplätze spekulieren zu müssen, locken immer mehr Urlauber. Aus mehr als 30.000 Buchungen bei holidaycheck.de hat das größte deutschsprachige Reiseportal ermittelt, wohin es dieses Jahr in den Urlaub geht.

Sommer 2012: Hierhin verreist Deutschland
 
Die beliebtesten Urlaubsländer sind die Reise-Klassiker der Deutschen: Türkische Riviera, Mallorca und die Kanaren. Allein in diesen drei Regionen verbringen mehr als 50 Prozent der Deutschen Urlauber ihre Ferien.
 
Gut erholt zeigen sich die Krisengebiete des arabischen Frühlings von 2011: Ägypten hat sich die Nummer Vier in der Rangliste der beliebtesten Urlaubsländer zurückerobert. Doppelt so viele Buchungen als im selben Zeitraum 2011 zeigen wieder gewonnenes Vertrauen. Nach Tunesien kehren im Sommer sogar drei Mal mehr Gäste zurück als in den vergangen Sommerferien. Das reicht für Platz zehn.
 
Verlierer sind die Profiteure des letzten Jahres Kanarische Inseln (-15%) und Türkische Riviera (-10%) sowie Dauerkrisenkandidat griechisches Festland.
 
Die Geheimtipps des Jahres: Sizilien und Dalmatien mit jeweils mehr als 40 Prozent gewonnenen Buchungen.

European Medical Travel Conference 2012 in Berlin: Deutschland im Fokus

(Berlin, 10. Januar 2012) Die Dresdner Frauenkirche, das Schloss Neuschwanstein und die Berliner Charité: Längst ist Deutschland im Ausland nicht mehr nur für seine kulturellen Sehenswürdigkeiten berühmt, heute spielen medizinische Benefits eine immer größer Rolle bei der Planung von Städtetrips und Urlaubsreisen. “Gerade die deutsche Medizin ist weltweit höchst anerkannt und ein großer Wirtschaftsfaktor und Tourismusmagnet. Deutschland bietet einmalige Heilungsmethoden, für die Menschen aus der ganzen Welt anreisen”, erklärt Dr. Uwe Klein, Initiator der European Medical Travel Conference 2012 (EMTC2012) in Berlin.

“Der Medizintourismus ist ein höchst spannendes Umfeld und bietet sehr große Potentiale”, erläutert Uwe Klein. “Das haben auch andere Länder erkannt: In der Türkei zum Beispiel findet eine rasante Entwicklung statt. Die EU-Direktive erlaubt den grenzüberschreitenden Patiententourismus – der Medizinstandort Deutschland muss sich zukünftig einem starken Wettbewerb stellen und muss dringend Strukturen entwickeln, um diesen Anforderungen gewachsen zu sein.”

Auf der EMTC2012 in Berlin liegt der Fokus ganz klar auf der Vermarktung des Gastgeberlandes Deutschland. So unterstützt die deutsche Zentrale für Tourismus die EMTC2012 und Uwe Klein bei den Bemühungen den Standort Deutschland optimal zu vermarkten. “Für jede Klinik und für jeden Mediziner, der sich in diesem so wichtigem Umfeld positionieren möchte, ist eine Präsenz bei der EMTC2012 ein Muss”, sagt Uwe Klein.

Auch diesmal hat sich das Klinik-Top-Management aus Deutschland, Saudi-Arabien und den USA angekündigt. Auch die oberste Normierungs- und Standardisierungsbehörde der EU, die CEN, lässt es sich nicht nehmen mit einem eigenen Workshop zur zukünftigen Standardisierung medizinischer Dienstleistungen vertreten zu sein. “Kürzlich berichtete die London Times über die Aktivitäten der CEN, nach welchen Brustimplantate künftig nur noch von eigens dafür zertifizierten kosmetischen Chirurgen vorgenommen werden dürfen”, weiß Dr. Klein. “Es wird also spannend in Berlin werden.” Vom 25. bis 27. April 2012 findet unter dem Motto “Turn Potential into Reality” in Berlin die renommierte EMTC2012 statt – www.emtc2012.com.

Die European Medical Travel Conference ist die größte und wichtigste Medizintourismus- Konferenz in Europa. Die Konferenz stellt sich als eine offene und neutrale Plattform dar, die durch die europäischen Länder reist, um das Potenzial des medizinischen Tourismus zu fördern – jeweils steht das Gastgeberland im Fokus. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der grenzüberschreitenden Gesundheitsversorgung innerhalb der Europäischen Union, die Förderung der Interessen der Kunden, sowie bei der Patientenmobilität in Europa.

TUI erwartet Ansturm auf deutsche Skigebiete

(Hannover, 09. Januar 2012) Während in Österreich und der Schweiz das Schneechaos tobte, freuten sich die deutschen Skigebiete über den Neuschnee und die damit endlich eröffnete Wintersportsaison. TUI rechnet nun mit einem Ansturm auf die deutschen Skigebiete, insbesondere im Allgäu und im Bayerischen Wald. Sollte die weiße Pracht in diesem Jahr nur von kurzer Dauer sein, so bietet Deutschlands führender Reiseveranstalter wieder die TUI Schneegarantie für ungetrübten Winterspaß in ausgewählten Skigebieten bis zum 1. April. Mit der mehrfach ausgezeichneten TUI Schneegarantie ist eine gebührenfreie Umbuchung auf einen späteren Zeitpunkt oder ein anderes Urlaubsziel möglich, wenn bis sieben Tage vor Anreise aufgrund von Schneemangel weniger als 75 Prozent der Lifte im Skigebiet des Zielortes laufen.

Keinen Schneemangel hat aktuell das Allgäu. Oberstdorf am Fuße des Nebenhorns bietet eine Schneehöhe von 190 Zentimetern. Idealer Ausgangspunkt für die Allgäuer Bergwelt ist das Vier-Sterne-Pistenhotel Oberstdorf. Drei Nächte mit Frühstück kosten bei eigener Anreise ab 139 Euro pro Person im Doppelzimmer inklusive Nutzung der 800 Quadratmeter großen Alpen-Wellnesswelt.

Auf dem „Mont Blanc des Bayernwaldes“, dem Großen Arber, liegen 70 Zentimeter Schnee. Ob Ski Alpin auf 12 Kilometern, Langlauf auf insgesamt 70 Kilometer langen Loipen, Snowboarden oder Rodeln, die Urlaubsregion St. Englmar ist ein Wintersport-Dorado für Groß und Klein. Das Drei-Sterne-Resort Predigtstuhl liegt zentral im Skigebiet und kostet für drei Nächte ab 63 Euro pro Person im Appartement bei eigener Anreise.

Der Feldberg, die höchste Erhebung des Schwarzwaldes, bietet aktuell eine Schneehöhe von 60 Zentimetern und ideale Wintersportbedingungen für Familien. Das Vier-Sterne-Pistenhotel Feldberger Hof kostet für drei Übernachtungen inklusive Vollpension ab 204 Euro pro Person im Doppelzimmer. Kinder bis sechs Jahre zahlen ab 48 Euro für dreitägige Kost und Logis.

Auf dem Wurmberg, dem zweithöchsten Berg im Harz, liegen derzeit 20 Zentimeter Schnee und alle Lifte sind geöffnet. Ideal für Aktivurlauber liegt hier das Vier-Sterne relexa Hotel Harz-Wald. Drei Übernachtungen kosten inklusive Frühstück ab 105 Euro pro Person im Doppelzimmer.

Wer noch den idealen Schneeurlaub sucht, wird im TUI Wintersportkatalog auf 562 Seiten mit 530 Hotels in 144 Skigebieten fündig. Ob Winterwandern, Après-Ski oder einfach nur heil den Berg runter kommen – TUI hat für jeden Geschmack das richtige Angebot. Damit alle Wintersportler schon vor dem Urlaub ihre Skikünste aufpolieren können, gibt es bei jeder TUI Wintersportbuchung ein Tagesticket pro Person für die Skihallen in Bottrop und Bispingen dazu.

Test: Linienflieger Europa – Wer sind die Besten? “Clever reisen” prüft Preise, Routen, Service, Komfort & Sicherheit

(Duisburg, 04. Januar 2012) Europas Fluglinien im Härtetest: Im Kampf um die Gunst der Passagiere versuchen die führenden europäischen Airlines sich mit neuen Routen, Billigtarifen und innovativen Serviceideen, wie der Zwischenklasse Premium Economy Class oder XL-Sitzen, zu überbieten. Das Reisemagazin “Clever reisen” hat die Angebote der führenden Europaflieger getestet.

Lufthansa erneut Testsieger – Air Berlin knapp dahinter
Testsieger wurde wie schon im vergangenen Jahr Lufthansa. Doch die Vorherrschaft fällt nicht mehr ganz so absolut aus: Konnte die Kranichlinie beim letzten Test (Ausgabe 2/10), noch einen satten Vorsprung herausarbeiten, schmolz dieser jetzt zusammen. Das lag insbesondere an der starken Wertung von Air Berlin. Zudem errang Air Berlin, wie auch beim letzten Test, das Prädikat „Europas jüngste Flotte“, da das Fluggerät der Berliner gerade einmal ein Durchschnittsalter von fünf Jahren erreicht.

Gute Ergebnisse für Turkish Airlines und Swiss
Nochmals verbessern konnte sich Turkish Airlines und belegte noch vor Air France und KLM den dritten Platz. Wie auch letztes Jahr gewann Swiss das Prädikat „Liebling der Passagiere“. Immerhin schnitt Swiss bei den Bewertungen des Flugportals airlinetest.com gleich in beiden Kategorien (Durchschnittsnote und Sitzkomfort) mit den besten Werten ab. Zudem gab es wieder für Turkish Airlines (Star Alliance) das Prädikat für die „Beste Economy Class“. Mit durchschnittlich 82,7 cm bietet Turkish Airlines nicht nur den größten Sitzabstand an, sondern jeder Sitzplatz ist auf der Langstrecke auch noch mit einem eigenen Monitor ausgestattet.

Starke Unterschiede bei den Ticket-Spartarifen
Dass Fluggesellschaft nicht gleich Fluggesellschaft ist, zeigt sich vor allem bei der Preispolitik der einzelnen Fluglinien: So konnten die beiden deutschen Testkandidaten Air Berlin und Lufthansa für ihre zahlreichen Billigofferten auf Europa-Strecken die volle Punktzahl erzielen. Auch bei Air France (Skyteam) oder Austrian Airlines (Star Alliance) ließ sich an den Testtagen eine ansprechende Auswahl an Spartarifen für europäische Flugstrecken finden. Ein ganz anderes Bild bot sich dagegen bei British Airways, Finnair und bei Turkish Airlines. Hier waren die Angebote oftmals nicht wirklich preiswert und zudem war sehr häufig auch die Auswahl stark limitiert.

hrs.de – Hotelpreisentwicklung 2011: Durchschnittliche Zimmerpreise steigen in Europa stärker als in Deutschland

(Köln, 03. Januar 2012) In vielen Reisemetropolen stiegen 2011 die durchschnittlichen Hotelzimmerpreise. Besonders in Europa mussten Reisende im abgelaufenen Jahr für ihre Übernachtungen tiefer in die Tasche greifen als 2010. Zu diesem Ergebnis kommt das Buchungsportal www.hrs.de nach der Auswertung aller Buchungen der vergangenen zwölf Monate. Für die Auswertung wurden die durchschnittlichen Zimmerpreise der beliebtesten Städte in Deutschland, Europa und weltweit analysiert.

Die im Durchschnitt teuersten Hotelübernachtungen ermittelte hrs.de für New York, Rio de Janeiro und Zürich. In New York lag der durchschnittliche Zimmerpreis für das Jahr 2011 bei knapp 180 Euro. Damit verteidigt die größte Stadt der USA den Spitzenplatz, dicht gefolgt von Rio de Janeiro. Am Zuckerhut zahlten Reisende im vergangenen Jahr durchschnittlich gut 175 Euro pro Zimmer. Auf Rang drei folgt Zürich als teuerste Stadt Europas. In der Schweizer Metropole mussten Reisende im Jahr 2011 durchschnittlich knapp 157 Euro pro Nacht für ein Zimmer ausgeben. Am anderen Ende der Preisskala rangieren die ostasiatischen Metropolen Peking, Kuala Lumpur und Bangkok mit Preisen zwischen 50 und 56 Euro pro Zimmer und Nacht.

Hotelpreise in Deutschland

Hotelpreise in Deutschland: Moderate Steigerungen mit wenigen Ausnahmen
Zu den gefragtesten Reisezielen in Deutschland gehörten im Jahr 2011 Berlin, München, Hamburg und Köln. Dabei konnten die Städte unterschiedlich von der starken Zimmernachfrage profitieren. In Berlin konnten sich Touristen über vergleichsweise niedrige Zimmerpreise freuen. Der Hauptstadt-Tourismus boomt. Vor allem junge Menschen aus aller Welt lockt das Angebot an Clubs und das quirlige Leben in den Kiezen. Zudem wird Berlin als günstige Einkaufsstadt geschätzt. Dennoch sanken die durchschnittlichen Zimmerpreise gegenüber dem Jahr 2010 um 4,2 Prozent auf 82,32 Euro. In der Hauptstadt buhlen immer mehr Hotels um die Gunst der Reisenden, was die Preise weiter unter Druck setzt. In München gaben die Zimmerpreise nur leicht nach – um gut 0,2 Prozent auf 99,83 Euro. Damit fielen die durchschnittlichen Raten wieder unter die 100 Euro Schwelle. Dennoch verteidigte München den Spitzenrang im Ranking der teuersten Metropolen in Deutschland gefolgt von Frankfurt, Düsseldorf, Köln und Hamburg, wo die durchschnittlichen Zimmerpreise 2011 jeweils bei rund 95 Euro lagen. Köln und Düsseldorf verbuchten bei den untersuchten deutschen Städten den größten Preisanstieg von jeweils mehr als drei Prozent.

Relativ günstige Hotelübernachtungen registrierte HRS neben Berlin für Nürnberg und Dresden. In allen drei Städten zahlten Reisende 2011 im Durchschnitt knapp 83 Euro pro Zimmer. Für die Messestadt Nürnberg bedeutet dies einen Preisrückgang von 4,3 Prozent. In Dresden gaben die Preise für Hotelzimmer um 1,4 Prozent leicht nach.

Hotelpreise in Europa

Hotelpreisentwicklung in Europa: Überwiegend steigende Preise
Für Städtereisen in Europa besonders beliebt waren 2011 Wien, Paris, London, Prag und Amsterdam. Durch die hohe Nachfrage und der damit verbundenen Zimmerauslastung konnten die dortigen Hotels ihre Preise gegenüber dem Jahr 2010 zum Teil deutlich steigern. In 17 der 20 untersuchten Städte mussten Besucher für ihre Unterkunft mehr ausgeben als 2010. Lediglich in Rom, Madrid und Budapest waren Hotelzimmer 2011 im Durchschnitt etwas günstiger als 2010. Mit unter einem Prozent fielen die Preise allerdings nur sehr gering.

Teuerste Hotelstadt in Europa kann sich erneut Zürich nennen. Unter anderem begünstigt durch einen starken Franken stiegen die Hotelpreise in der größten Stadt der Schweiz um 13 Prozent auf knapp 157 Euro. Mit dem größten Preisanstieg in Europa vergrößerte Zürich den Abstand zum zweitplatzierten Moskau. Hotelübernachtungen in der russischen Hauptstadt schlugen im vergangenen Jahr mit durchschnittlich knapp 151 Euro zu Buche – ein Anstieg von rund zehn Prozent gegenüber 2010. Derzeit fehlen in Russlands Hauptstadt tausende Hotelbetten für Touristen und das knappe Angebot treibt die Preise in die Höhe. Vergleichsweise teurer waren Hotelunterkünfte mit durchschnittlich knapp 135 Euro pro Nacht auch in Oslo.

Relativ hohe Steigerungsraten ermittelte HRS mit 8,8 Prozent auch für Warschau. Die Stadt rüstet sich bereits für die Fußball-EM 2012. Gute Flugverbindungen, ein pulsierendes Nachtleben und eine Stadt reich an Sehenswürdigkeiten machen Warschau für Städtereisen immer beliebter. Mehr Gäste und damit eine höhere Auslastung der Hotels führten zu dem überdurchschnittlichen Preisanstieg auf nunmehr knapp 79 Euro pro Nacht.

Einen ähnlich hohen Anstieg der Hotelpreise mussten Londonreisende hinnehmen. Um gut acht Prozent verteuerten sich Übernachtungen an der Themse. Die royale Hochzeit im April, zu der hunderttausende Besucher aus dem In- und Ausland in die englische Hauptstadt strömten und die anstehenden Olympischen Spiele belebten den Tourismus in London. Auch ein gegenüber dem Euro relativ starkes Britisches Pfund wirkte sich preissteigernd aus.

Traditionell günstig blieben Übernachtungen – abgesehen von Moskau – in Osteuropa. Neben Warschau fanden Reisende in Prag mit knapp 63 Euro und Budapest mit gut 68 Euro die durchschnittlich günstigsten Hotelzimmer. 

Hotelpreise weltweit

Hotelpreisentwicklung weltweit: Teuerste Städte mit zweistelligem Plus
Außerhalb Europas fiel die Preisentwicklung sehr unterschiedlich aus. Gerade in den ohnehin teureren Städten wie New York, Rio de Janeiro oder Sydney mussten Reisende bedeutend tiefer in die Tasche greifen. Rio de Janeiro verbucht mit gut 30 Prozent den größten Preisanstieg gegenüber 2010 unter den 50 ausgewerteten Städten. Die Stadt am Zuckerhut bereitet sich bereits auf die Fußball-WM 2014 vor und baut die Infrastruktur weiter aus. Dies wirkt sich auch positiv auf den Fremdenverkehr aus. Verbunden mit einem starken Wirtschaftswachstum verteuerten sich Hotelzimmer in der zweitgrößten Stadt Brasiliens auf gut 175 Euro und damit nahezu auf den Wert des neuen und alten Spitzenreiters New York.

Hotels in New York gehören seit Jahren zu den teuersten der Welt. In der größten Stadt der USA mussten Hotelgäste über das Jahr gesehen knapp 180 Euro pro Nacht zahlen und damit gut 14 Prozent mehr als 2010. Deutlich hinter New York und Rio de Janeiro rangiert Sydney. In der australischen Metropole mussten Reisende im Jahr 2011 durchschnittlich knapp 154 Euro pro Zimmer ausgeben. Mit einem Plus von knapp 16 Prozent stiegen auch hier die Preise überdurchschnittlich.

Während die Hotelpreise in den ohnehin teuren Metropolen im vergangenen Jahr weiter stiegen, wurden Hotelübernachtungen in vielen Städten Ostasiens noch preiswerter. Dies trifft besonders auf Bangkok und Peking zu, den beiden Metropolen mit den durchschnittlich günstigsten Hotels im HRS Ranking. In Bangkok gaben die Preise um knapp sechs Prozent auf rund 50 Euro nach, in Peking um gut drei Prozent auf knapp 56 Euro. Im vergangenen Jahr öffnete sich die Schere zwischen den teuersten und günstigsten Städten damit signifikant.

Auf stark fallende Preise von sieben bzw. acht Prozent konnten sich Besucher Shanghais und Vancouvers freuen. Während in Shanghai das Ende der Weltausstellung 2010 preismindernd wirkte, konnte die kanadische Metropole die relativ hohen Hotelpreise des Olympiajahres 2010 nicht halten.

Flugsommer 2011: 3,4 Millionen Passagiere mehr als 2010

(Wiesbaden, 30. Dezember 2011) Während des Sommerflugplans von April bis Oktober 2011 flogen insgesamt 65,0 Millionen Passagiere von deutschen Flughäfen ab. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, waren das 5,5 % oder 3,4 Millionen Fluggäste mehr als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. In den vergangenen 20 Jahren wiesen nur die Sommerflugplanperioden 2005 (+ 3,6 Millionen Passagiere) und 2004 (+ 5,3 Millionen) höhere absolute Zuwächse der Fluggastzahlen auf.

Die Mittelmeerinseln als aufkommensstärkste Region mit reinem Flugtourismus kamen bei einer Fluggastzahl von 5,5 Millionen auf ein Plus von 6,7 %. Von den Fluggästen mit diesen Zielen flogen zwei Drittel auf die Balearen und ein Fünftel auf die griechischen Inseln.

Bei nicht zur Mittelmeerregion zählenden Destinationen mit nahezu ausschließlichem Tourismusbezug erzielten die Kanarischen Inseln mit + 15,3 % die höchste Steigerung seit 20 Jahren; in die Karibik, nach den Kanaren außerhalb des Mittelmeerbereichs die bedeutendste Region für ausschließlichen Flugtourismus aus Deutschland, flogen 0,2 Millionen Urlauber (+ 1,8 %).

Das Fluggastvolumen des Gesamtmarktes erhöhte sich primär durch das gesteigerte Aufkommen im Europaverkehr, der um 3,2 Millionen Passagiere (+ 8,6 %) zulegte. Das verhaltene Wachstum des Passagieraufkommens im Interkontinentalverkehr (+ 1,0 %) ist vor allem auf den Rückgang für Afrika (- 15,3 %) zurückzuführen, wobei Ägypten mit – 25,7 % und Tunesien mit – 35,4 % die größten Einbrüche zu verzeichnen hatten. Dagegen stiegen die Fluggastzahlen nach Amerika um 5,9 % und nach Asien um 3,5 %.

Eine zusätzliche Tabelle ist hier zu finden: http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Presse/pm/2011/12/PD11__489__464,templateId=renderPrint.psml