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HOTELIER TV aktuell von der Intergastra Stuttgart – Magazinsendung vom 15. Februar 2012

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HOTELIER TV aktuell von der Intergastra Stuttgart – mit einer weiteren Magazinsendung und einem Potpourrie an spannenden Interviews, interessanten Statement und unterhaltsamen Beobachtungen. HOTELIER TV berichtet mit 2 Kamerateams vom Messegelände und aus dem Messestudio.

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Sehen Sie hier den Intergastra-Magazinbericht vom 14. Februar 2012: http://youtu.be/xap4x2gDUrM

Sehen Sie hier den Intergastra-Magazinbericht vom 13. Februar 2012: http://youtu.be/4Qv3EHZ1ti8

Sehen Sie hier den Intergastra-Magazinbericht vom 12. Februar 2012: http://youtu.be/dTYGbc_XfL4

HOTELIER TV aktuell von der Intergastra Stuttgart – Magazinsendung vom 14. Februar 2012

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14. Februar 2012 - HOTELIER TV aktuell von der Intergastra Stuttgart – mit einer weiteren Magazinsendung und einem Potpourrie an spannenden Interviews, interessanten Statement und unterhaltsamen Beobachtungen. HOTELIER TV berichtet mit 2 Kamerateams vom Messegelände und aus dem Messestudio.

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Gastgewerbe: Über 40% der Erwerbstätigen arbeiteten 2010 in Teilzeit

(Wiesbaden, 11. Februar 2012) Im Jahr 2010 arbeiteten in Deutschland 1,49 Millionen Personen in ihrer Haupttätigkeit im Gastgewerbe. Davon gingen 41,4 Prozent einer Teilzeittätigkeit nach. Dies teilt das Statistische Bundesamt (Destatis) auf Basis von Ergebnissen des Mikrozensus mit. Mit einem Anteil von 57,8 Prozent waren Frauen in dieser Branche deutlich überrepräsentiert. 42,5 Prozent der Erwerbstätigen im Gastgewerbe waren im Alter von 15 bis 34 Jahren. Damit war der Anteil jüngerer Erwerbstätiger deutlich höher als in der Gesamtwirtschaft, wo diese Altersgruppe nur 30,5 Prozent aller Erwerbstätigen ausmachte.

Erwerbstätige insgesamt und im Gastgewerbe 2010

617 000 Personen arbeiteten 2010 im Gastgewerbe in Teilzeit. Fast jede dritte (29,6%) tat dies unfreiwillig, weil sie keine Vollzeitstelle gefunden hatte. Geringfügig Beschäftigte kommen in dieser Branche mit einem Anteil von 21,6 % mehr als doppelt so häufig vor als bei den Erwerbstätigen in allen Branchen zusammen (8,3%).

Noch ein weiterer Aspekt der Arbeitszeit kennzeichnet das Gastgewerbe. Das Arbeiten außerhalb der üblichen Zeiten ist hier weit verbreitet: Mehr als die Hälfte der Erwerbstätigen arbeitete ständig oder regelmäßig samstags (60,7%), sonntags (52,7%) oder abends zwischen 18 und 23 Uhr (53,5%). Immerhin knapp ein Sechstel (15,3%) arbeitete ständig oder regelmäßig nachts zwischen 23 und 6 Uhr.

Das Gastgewerbe ist ein Bereich, in dem gering qualifizierte Personen ohne formal anerkannte Berufsausbildung häufiger erwerbstätig sind. 577 000 Personen ohne formale Berufsqualifikation arbeiteten 2010 in dieser Branche, was einem Anteil von 38,7 Prozent an allen dort Erwerbstätigen entspricht. Dagegen lag der Anteil gering Qualifizierter unter allen Erwerbstätigen lediglich bei 17,7 Prozent.

Im Gastgewerbe tätige Personen sind häufiger selbstständig als in anderen Branchen: 17,6 Prozent der dort Erwerbstätigen waren 2010 selbst Inhaber beispielsweise eines Hotels, einer Pension, einer Gaststätte, einer Bar oder eines Cateringunternehmens. Damit lag der Anteil der Selbstständigen im Gastgewerbe weit über dem Anteil bei allen Erwerbstätigen (11,5%). Allerdings ist der Anteil der Selbstständigen im Gastgewerbe rückläufig: Im Jahr 2000 hatte er noch bei 23,2 Prozent gelegen.

Seit dem Jahr 2000 ist die Zahl der Erwerbstätigen im Gastgewerbe um 272.000 Personen gestiegen. Das entspricht einer Zunahme um 22 Prozent. Im selben Zeitraum erhöhte sich die Zahl der Erwerbstätigen insgesamt lediglich um sechs Prozent. Allerdings fand der Zuwachs im Gastgewerbe ausschließlich über Teilzeitbeschäftigung statt, die ebenfalls um 272,000 Personen zunahm. Dies ist jedoch nicht mit einem Anstieg an geringfügiger Beschäftigung gleichzusetzen: Die Zahl der geringfügig Beschäftigten wuchs zwischen 2000 und 2010 um 145.000 Personen und machte etwas mehr als die Hälfte des Gesamtanstiegs (53%) der (Teilzeit-)Beschäftigung im Gastgewerbe aus.

Dehoga-Bundesverband – Umweltcheck: Gold, Silber, Bronze für umweltbewusste Betriebsführung im Gastgewerbe

(Berlin, 17. Oktober 2011) Umwelt- und Klimaschutz haben in Gastronomie und Hotellerie naturgemäß eine hohe Bedeutung. Auch die Gäste, Privatreisende wie Firmenkunden, erwarten von den gastgewerblichen Betrieben umweltbewusstes und verantwortungsvolles Handeln. Mit dem Dehoga-Umweltcheck gibt es jetzt für die mittelständischen Hoteliers und Gastronomen eine praktikable und finanzierbare Lösung, ihr Umweltengagement der Öffentlichkeit gegenüber klar und transparent darzustellen.

Dehoga Umweltcheck

“Der Umweltcheck steht als Markenzeichen für engagierten Umweltschutz im Gastgewerbe und wirbt für Betriebe, die Ökologie und Ökonomie miteinander verbinden”, erklärt Ernst Fischer, Präsident des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga-Bundesverband). Anhand seiner Verbrauchswerte sowie seiner Angebotsgestaltung wird der Betrieb eingestuft und bei Bestehen mit der Auszeichnung in Bronze, Silber oder Gold belohnt.

“Der Umweltcheck wurde für die spezifischen Anforderungen des Gastgewerbes und seiner vorranging klein- und mittelständisch geprägten Betriebe konzipiert”, berichtet Ullrich Langhoff, Vorsitzender des Arbeitskreises Umwelt im Dehoga-Bundesverband. “Die neue Auszeichnung schließt die Lücke zwischen dem Einstieg in das betriebliche Umweltengagement, zum Beispiel der Teilnahme an der Energiekampagne Gastgewerbe, und sehr anspruchsvollen und teilweise kostenintensiven Umweltauszeichnungen oder Umweltmanagementsystemen wie der Ökoblume, EMAS oder ISO 14001″, sagt Langhoff. “Der Umweltcheck ist damit ein weiterer wertvoller Baustein der vielfältigen Aktivitäten des Dehoga, der bereits seit Anfang der Neunzigerjahre seine Mitglieder bei einer umweltbewussten Betriebsführung unterstützt”, macht Fischer deutlich.

Grundlage des Dehoga-Umweltchecks ist die Auswertung definierter Umweltkennzahlen des Betriebes. Der Kriterienkatalog umfasst die Bereiche Energie- und Wasserverbrauch, Abfallaufkommen bzw. Restmüll und Lebensmittel, wie beispielsweise den regionalen Einkauf. Für jede der vier Kategorien sind differenzierte Grenzwerte und Anforderungen für die Auszeichnungsstufen Bronze, Silber und Gold festgelegt. Dabei werden die individuellen Besonderheiten der Betriebe umfassend berücksichtigt.

Der Dehoga-Umweltcheck ist die logische Fortsetzung der gemeinsam mit dem Bundesumweltministerium 2006 gestarteten Energiekampagne Gastgewerbe, an der sich zwischenzeitlich fast 6.000 gastgewerbliche Unternehmer beteiligen. Den Teilnehmern am Dehoga-Umweltcheck steht ein wirkungsvolles Marketinginstrument zur Verfügung, das ihnen neue Vermarktungschancen eröffnet und eine klare Positionierung im Wettbewerb ermöglicht. Zudem werden die Betriebe dabei unterstützt, ökologische Schwachstellen zu entdecken, zu beheben und damit gleichzeitig Kosten zu senken.

Mit der Durchführung des Dehoga-Umweltchecks wurden die Firmen adelphi gGmbH, die sehr erfolgreich die Energiekampagne Gastgewerbe betreut, und die Viabono GmbH beauftragt. Beide Firmen genießen das Vertrauen des Bundesumweltministeriums.

Alle mit dem Dehoga-Umweltcheck ausgezeichneten Betriebe werden auf der Internetseite unter www.dehoga-umweltcheck.de veröffentlicht. Dort finden sich auch alle weiteren detaillierten Informationen zum Dehoga-Umweltcheck.

Schweinegrippe: Was Arbeitgeber jetzt tun müssen

Sicherheitsberater Ulrich Jander rät zu Pandemieplan gegen massiven Arbeitskräfte-Ausfall

Rüsselsheim, 18. November 2009
Die Grippe hat Deutschland voll erfasst: Während viele noch über Schutzimpfungen diskutieren, steigt die Zahl der Erkrankten wöchentlich um über 10.000 an. Bislang sind laut Robert-Koch-Institut 20 Todesfälle im Zusammenhang mit einer H1N1-Infektion zu beklagen. Da Betriebe in der Gastronomie und Hotellerie als besonders gefährdet gelten, sind umfangreiche Schutzmaßnahmen für Gäste und Mitarbeiter dringend nötig. „Ohne Pandemieplan kann ein Betrieb bei einem massiven Ausfall an Arbeitskräften plötzlich stillgelegt sein“, warnt Ulrich Jander. Der Sicherheitsexperte und Inhaber des Beratungsunternehmen ASD Arbeitsmedizinischer & Sicherheitstechnischer Dienst, Rüsselsheim, macht bereits seit Monaten auf die Gefahren bei der Schweinegrippe hin.

Folgende grundlegende Maßnahmen sollten von den Gastbetrieben ab sofort umgesetzt werden:

  • Ausreichend Desinfektionsmittel zur Händereinigung muss allen Mitarbeitern zur Verfügung stehen.
  • Mitarbeitern muss die Möglichkeit zu einer Grippeschutzinfektion gegeben werden.
  • Mitarbeiter in sensiblen Arbeitsbereichen, z.B. Küche, sollten bei ersten Anzeichen einer Erkältung einen Mundschutz tragen.
  • Führungs- und Fachkräfte müssen regelmäßig auf den sorgsamen Umgang mit Hygiene aufmerksam gemacht werden.
  • Überprüfen Sie jetzt ihr HACCP-Konzept, um letzte Schwachstellen zu erkennen.
Schweinegrippe: Genügend Schutz vor Ansteckungsgefahren gehört  zu den Fürsorgepflichten von Gastronomen und Hoteliers

Schweinegrippe: Genügend Schutz vor Ansteckungsgefahren gehört zu den Fürsorgepflichten von Gastronomen und Hoteliers

„Einen hundertprozentigen Schutz vor Schweinegrippe gibt es nicht“, so Jander. Aber durch Beherzigung einiger Maßnahmen kann die Infektionsgefahr erheblich reduziert werden. Um bei weiterer Grippeausbreitung einem massiven Ausfall an Arbeitskräften entgegen zu wirken, empfiehlt der Sicherheits- und Hygieneberater einen so-genannten Pandemieplan aufzustellen. Dazu kann eine Checkliste des Robert-Koch-Institutes unter www.gqh-hotel.de/pg.php als PDF-Dokument kostenfrei bezogen werden.

„Gesundheitsschutz für die Mitarbeiter und auch die Gäste gehört zu den Fürsorgepflichten eines Arbeitgebers“, konstatiert Jander. Dazu gehöre auch, die Sorgen und Ängste im Team ernst zu nehmen. Zwar dürfen Arbeitnehmer aus bloßer Vorsorge nicht einfach zu Hause bleiben. Aber bei Mitarbeitern mit Risikohintergrund sollten zeitlich begrenzte Ausnahmen gelten oder interne Umbesetzungen vorgenommen werden. „Zur Fürsorge zählt auch Sensibilität beim Thema Schutzimpfung“, so Jander. Zwar sei eine Impfung gegen Schweinegrippe grundsätzlich zu empfehlen, aber hinsichtlich möglicher Nebenwirkung nicht bei jedem sinnvoll. „Wer sich nicht impfen lassen kann, sollte möglichst wenig in intensiven Kontakt mit anderen Menschen stehen“, so Jander.

Weitere Informationen für Unternehmen zum Thema Schweinegrippe sind auf den Webseiten des Robert-Koch-Institutes abrufbar: http://www.rki.de/influenza#unternehmen

Weitere Hintergrundinformationen:
Bundesgesundheitsministerium – Tipps zur Vorbeuge bei der Arbeit (http://www.neuegrippe.bund.de/cln_091/nn_1676082/NeueGrippe/DE/Vorbeugen/Arbeit/arbeit__node.html?__nnn=true)

Kampagne „Wir gegen Viren“ des Robert-Koch-Institutes (http://www.wir-gegen-viren.de/content/index/2)

Flyer mit Hinweisen und Verhaltenstipps gegen die Schweinergrippe in 11 Sprachen (http://www.bundesregierung.de/Content/DE/Artikel/IB/Artikel/Themen/Gesellschaft/Gesundheit/2009-07-15-neue-grippe.html)

Ulrich Jander ist Sicherheitsberater und Fachberater für Brandschutz und Risk Management. Zusammen mit seiner Frau Martina leitet der die Unternehmen GQH Gesellschaft für Qualitätssicherung im Hotel und ASD Arbeitsmedizinischer & Sicherheitstechnischer Dienst. Der gelernte Bankkaufmann und Verwaltungsfach-Ingenieur ist u.a. Sachverständiger für Arbeitssicherheit und Brandrisikomanagement. Der 51-Jährige lebt in Rüsselsheim bei Frankfurt/Main.

Außer-Haus-Markt – Zahl des Monats März 2009: 26 Milliarden Euro Gastronomie-Umsatz im deutschsprachigen Raum

Die Gastronomie im deutschsprachigen Raum florierte in den vergangenen Jahren. Der Umsatz der Restaurants, Bars und Cafés in Deutschland, Österreich und der Schweiz stieg jährlich um durchschnittlich 0,6% (Deutschland) bzw. 2,5% (Österreich/Schweiz). 2008 wurden in Deutschland rund 18,3 Milliarden Euro in der Bediengastronomie umgesetzt. In Österreich waren es 3,5 Milliarden Euro und in der Schweiz 4,2 Milliarden Euro. (Quelle: FACET – Foodservice Annual Count and Expenditures Tracking)

Weitere interessante Zahlen zum Außer-Haus-Markt:

  • Februar 2009 – 11,5 Mrd. Euro für Betriebsverpflegung in Deutschland/Frankreich/UK
  • Januar 2009 – 1,5 Billionen Euro Weltumsatz in Außer-Haus-Märkten
  • Dezember 2008 – Über 994 Millionen Essen in der Mitarbeiterverpflegung
  • November 2008 – Über 220.000 Betriebe im Commercial Foodservice
  • Oktober 2008 – 9,2 Milliarden Essen wurden 2007 in Deutschland ausgegeben
  • September 2008 – Pizza in der Kantine kostet nur 3,14 Euro

Lesen Sie weitere Daten unter:
http://www.chd-expert.de/zahl_des_monats.php

Mis en place im Gourmetrestaurant

Mis en place im Gourmetrestaurant

Die aktuelle Konjunkturentwicklung im Commercial Foodservice (Hotellerie und Gastronomie) wird ab Ende März monatlich unter dem Titel „FOREST“ (Foodservice Recession Seismograph and Trends) veröffentlicht. Die führenden Unternehmen aller Segmente im Außer-Haus-Markt werden zu den Bereichen Abverkauf und Bestellung interviewt.

Über CHD Expert / Marktplatz Hotel GmbH: Die Geschäftsbereiche reichen von Marktforschung über Direktmarketing bis zu Data Management. Die Firmenphilosophie steht unter der Überschrift „Wissen und machen!“. Das Unternehmen wurde 1997 als Marktplatz Hotel GmbH gegründet und gehört seit rund sieben Jahren zur international agierenden CHD Expert Group mit Niederlassungen in allen wirtschaftlich bedeutenden Ländern Europas sowie USA und Kanada. CHD Expert gehört zu den Preferred Partners des Hotelverbandes Deutschland (IHA). Der Kundenkreis umfasst namhafte Unternehmen u.a. aus den Bereichen Food & Beverages, Ausstattung und Medien. Mehr unter: www.chd-expert.de.

CHD Expert-Studie: Ohne Raucherräume geht der Gastroumsatz weiter zurück

Quelle: Pressemitteilung CHD Expert, 16. Oktober 2008

37 Prozent der Speisebetriebe haben abgetrennte Zimmer für qualmende Gäste

Raucher sind nachwievor eine wichtige Zielgruppe für Gastronomen. 37 Prozent der Inhaber von speiseorientierten Betrieben bieten einen abgetrennten Raucherraum an. Nahezu alle Gastwirte (99%) haben auch bestuhlten Außenbereich für Raucher reserviert, 50 Prozent davon mit Wetterschutz und Heizmöglichkeiten. Dies geht aus einer Befragung des internationalen Marktforschungsunternehmens CHD Expert, Scheeßel bei Hamburg, von 5.567 speiseorientierten Gastbetrieben in Deutschland hervor.

„Selbst in Restaurants ist die Möglichkeit zu Rauchen immer noch nachgefragt – 41 Prozent der Chefköche servieren auch in abgetrennten Raucherräumen“, erläutert Thilo Lambracht, Geschäftsführer von CHD Expert / Marktplatz Hotel GmbH. „In Gaststätten ist das Thema Rauchen noch wichtiger – fast die Hälfte der Betriebe können abgetrennte Raucherzimmer anbieten und so die Stammgäste halten.“

Zusätzlich ist ein separater Außenbereich für Raucher das A und O in der Gastronomie. Fast alle (99,4%) stellen auch draußen Aschenbecher auf, 44 Prozent davon auch Zelte oder Pavillons mit Heizstrahlern oder –pilzen. Nahezu 100 Prozent der Betriebe haben auch immer noch einen Zigarettenautomaten in Betrieb. „Außenbestuhlung für die Raucher ist sogar noch im Herbst ein Muß – rund 90 Prozent der Gastbetriebe mit Raucher-Außenbereich pflegen die Outdoor-Möbel regelmäßig“, so Lambracht.

„Die Strukturanalyse der Speisegastronomie zeigt, dass viele Gäste weiterhin bei ihrem Lieblingskoch rauchen wollen“, analysiert Lambracht. „Ist ein abgetrennter Raucherraum vorhanden, fällt der Umsatzrückgang infolge des Rauchverbot nicht ganz so stark aus. Gibt es dagegen keine Raucherzimmer, sind in diesen Gastrounternehmen erhebliche und zum Teil existenzbedrohende Rückgänge bei der Anzahl der Gäste und beim Konsum zu verzeichnen.“ Bei einer Befragung von Gastronomie-Betrieben in Niedersachsen und Baden-Württemberg im Frühjahr dieses Jahres von CHD Expert kam heraus, dass 58 Prozent der Betriebe Umsatzrückgänge verzeichneten und rund 42 Prozent sogar von über zehn Prozent.

Der Gastroexperte weist darauf hin, dass die ungewissen Aussichten bei der rechtlichen Lage die Gastronomen vor schwierige Entscheidungen stellen. „Viele Unternehmer stellen sich die Frage, ob sie weiter in Raucherräume investieren sollen, oder ihre Landesregierung am Ende nicht doch ein ausnahmsloses Rauchverbot ausspricht.“ Nach einem Grundsatzurteil des Bundesverfassungsgerichts (BVG) von Ende Juli müssen die Länder ihre Nichtraucherschutzgesetze bis Ende 2009 überarbeiten. Sie können dabei zwischen einem generellen Verbot und Ausnahmen z.B. für inhabergeführte Eckkneipen und Diskotheken wählen.

Für die Studie „Angebot Raucherplätze und Bestand Zigarettenautomaten“ wurden zwischen Juni und Oktober 2008 insgesamt 5.567 speiseorientierte Betriebe (48% Restaurants, 18% Gaststätten, 29% Cafés und 5% Bistros) befragt. Die Studie ist bei CHD Expert Deutschland (www.chd-expert.de, Tel. 04263 301 300) erhältlich.

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CHD-Expert-Studie: Über 60% der Gastronomie-Gäste im 40+ Segment

Quelle: CHD Expert, 18. Juni 2008

Mehr Männer als Frauen gehen regelmäßig aus – Wenig Jugendliche

Ausgehen ist überwiegend für „reifere Gäste“ eine beliebte Freizeitbeschäftigung. Fast zwei Drittel der Besucher von Restaurants und Kneipen sind über 40 Jahre alt. Nahezu jeder fünfte Gast ist sogar 60 Jahre oder älter. Dies geht aus einer Studie des internationalen Marktforschungsinstitutes CHD Expert, Scheeßel bei Hamburg, hervor. Bei der Altersverteilung der Gäste wird deutlich, dass unterdurchschnittlich wenige Jugendliche regelmäßig in der klassischen Gastronomie anzutreffen sind. Obwohl 19 Prozent der Bevölkerung unter 18 Jahre alt ist, sind nur gut sechs Prozent der Gäste noch nicht volljährig.

„Nur etwa ein Drittel der Gäste sind im ‚Feieralter‘ zwischen 18 und 39 Jahren“, berichtet Thilo Lambracht, Geschäftsführer von CHD Expert / Marktplatz Hotel GmbH. Betrachtet man den Altersdurchschnitt der Gäste ohne die unter 18-Jährigen, stellt sich heraus, dass es keine Alterslücke mehr gibt. „Der Anteil der 18- bis 49-Jährigen ist somit fast genauso hoch wie der Anteil der über 50-Jährigen in der Gastronomie“, so Lambracht.

In den einzelnen Gastronomiearten sind die „reiferen Gäste“ (über 40 Jahre alt) in der Überzahl. Lediglich in Bars, Clubs oder Lounges ist der Anteil unter 39-Jährigen deutlich höher. Zum Vergleich: In A-la-carte-Restaurants sind rund 65 Prozent der Gäste älteren Semesters. „Regelmäßiges Ausgehen hat auch mit der Finanzkraft zu tun – und die ist beim reiferen Publikum einfach höher als bei jungen Leuten“, analysiert Lambracht. Alter hat auch etwas mit Gemeinschaftsgefühl und Überschaubarkeit zu tun: Der Anteil der über 60-Jährigen ist in Kneipen mit fast 22 Prozent besonders hoch. Zum Vergleich: In Bars sind lediglich rund zwölf Prozent der Gäste im Seniorenalter.

Rund 53 Prozent der Gäste sind männlich, 47 Prozent sind weiblich. Je nach Gastronomieart ist die Geschlechterverteilung sehr unterschiedlich: In Bars/Clubs/Lounges herrscht ein Männerüberschuss (59%). Dagegen sind mehr Damen in Cafés (55%) anzutreffen. Und in Kneipen sind die Verhältnisse noch klarer: 63 Prozent der Gäste sind Herren. „Diskussionen beim Bier an der Bar oder am Stammtisch ist eben immer noch Männersache“, so Lambracht.

Weitere Eckdaten der Gastronomie gehen aus den aktuellen Studienergebnissen von CHD Expert hervor: Der Durchschnittsbon in der deutschen Gastronomie beträgt 14,50 Euro. Über die Hälfte der Gäste bleibt zwischen 60 und 120 Minuten. Die wichtigsten Branchendaten sind in der Studie „Gastgewerbe in Deutschland 2008“ (290 Euro zzgl. MwSt.) zu finden; Bestellungen unter http://shop.chd-expert.de.
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In Deutschland ist auswärts essen günstig

Quelle: CHD Expert, 12. Juni 2008

CHD Expert: Gastro-Durchschnittsbon im europäischen Vergleich – Höchste Restaurantpreise werden in Großbritannien verlangt

Hamburg, 12. Juni 2008
Wie bei den Hotelraten sind auch die Gastronomiepreise hierzulande vergleichsweise niedrig: Der Durchschnittsbon in einem deutschen A-la-carte-Restaurant beträgt 14,50 Euro und liegt damit um rund 40 Prozent niedriger als in Großbritannien. In den englischen Top-Restaurants bezahlt jeder Gast durchschnittlich 23,60 Euro je Hauptmahlzeit. Dies geht aus einer Untersuchung des internationalen Marktforschungsinstitutes CHD Expert hervor. Dazu wurden in Frankreich, Spanien, Großbritannien und Deutschland jeweils mehrere tausende Gastronomiebetriebe befragt.

„Das enorme Gefälle beim Gastro-Durchschnittsbon zeigt, dass die Esskultur in anderen europäischen Ländern ausgeprägter ist und häufiger Menüs trotz steigender Preise bestellt werden“, analysiert Thilo Lambracht, Geschäftsführer von CHD Expert Deutschland. Auch in Frankreich fällt die durchschnittliche Restaurantrechnung mit 22 Euro erheblich höher als in Deutschland. In Spanien werden immerhin noch 18,10 Euro je Gast berechnet.

Die Restaurantpreise sind in den vergangenen drei Jahren erheblich gestiegen. 2005 betrug der Gastro-Durchschnittsbon in Deutschland noch 11,70 Euro. In Spanien waren dies 15 Euro und in Frankreich 18,50 Euro. „Hier machen sich europaweit die gestiegenen Kosten für Rohwaren-Einkauf und Energie bemerkbar“, so Lambracht. Gleichzeitig ist aber auf dem gesamten Kontinent ein Wachstum des Außer-Haus-Marktes zu verzeichnen – anspruchsvolle Full-Service-Restaurants gehören dabei in fast jedem westeuropäischen Land zu den Gewinnern. So beträgt der Durchschnittsbon z.B. in französischen Hotel-Restaurants 26 Euro und liegt damit um fast 20 Prozent höher als in anderen Restaurants.

Je nach gastronomischem Segment variiert auch in Deutschland der Durchschnittsbon: In Bars/Lounges zahlt der Gast 13,80 Euro sowie in Kneipen und Bistros knapp über zehn Euro. In Cafés beträgt die Durchschnittsrechnung nur 6,50 Euro. Die Studie „Durchschnittsbon in der deutschen Gastronomie 2008“ (befragt wurden im April 2008 über 1.000 gastronomische Betriebe) ist ab Juli für €330,00 im Onlineshop von CHD Expert (http://shop.chd-expert.de) erhältlich.

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Neue Gastronomie-Studie: Weniger Zeit für die Kneipe

Quelle: CHD Expert, 02. Juni 2008

Verweildauer in der Gastronomie nimmt ab – Am längsten in der Bar

Die Konsumzurückhaltung trifft nun auch die Gastronomie: Die durchschnittliche Verweildauer der Gäste in Kneipen und Restaurants hat in den vergangenen sechs Monaten leicht abgenommen. Nach einer Studie des internationalen Marktforschungsinstitutes CHD Expert, Scheeßel bei Hamburg, bleiben nahezu zwei Drittel der Gäste von A-la-carte-Restaurants maximal zwei Stunden. „Dies sind einige Prozentpunkte weniger als in den vergangenen zwei Jahren“, sagt Geschäftsführer Thilo Lambracht. Dagegen hocken gut ein Drittel der Stammgäste in den klassischen Kneipen regelmäßig zu vier Stunden in ihrem „verlängerten Wohnzimmer“. Für die Studie wurden 1.050 Gastronomiebetriebe (Restaurants, Gasthöfe, Kneipen und Hotelrestaurants) im April 2008 befragt.

Auswärts essen muss heutzutage schneller gehen: Der Anteil der Langzeitgäste in Restaurants (zwei bis vier Stunden je Aufenthalt) liegt bei nur 16 Prozent. „Das Gourmetdinner mit Freunden im ‚Fresstempel‘ findet seltener statt“, so Lambracht. Zum Vergleich: In Segment der Clubs und Lounges bedeutet für rund 40 Prozent der Gäste der Einlass ein nahezu abendfüllendes Programm. „Hier schlägt der Eintrittspreis und der Eventcharakter der Betriebe durch“, berichtet Gastroexperte Lambracht.

In den kleineren Gastronomieformen ist die durchschnittliche Verweildauer der Gäste zum größten Teil wesentlich kürzer: In Bistros bleibt über die Hälfte der Gäste maximal eine Stunde. In Cafés liegt dieser Anteil sogar bei 63 Prozent. Für Kaffee und Kuchen nehmen sich gerade noch 32 Prozent etwas mehr Zeit (30 bis 60 Minuten). Viele Cafétiers kalkulieren heute mit einer höheren Gästefrequenz (mehr Gäste bei weniger Sitzplätzen) und versuchen Zusatzumsätze durch Verkauf von Spezialitäten zu generieren.

Die durchschnittliche Verweildauer schlägt sich auch beim Durchschnittsbon nieder: In Cafés wird per Gast gerade einmal 6,50 Euro berechnet. In Bistros sind dies schon knapp über zehn Euro. Und in den teureren Restaurants und Clubs/Lounges liegt der Durchschnittsbon bei 14,50 Euro bzw. 13,90 Euro.
„Höhere Lebenshaltungskosten, steigende Energiepreise und zu einem guten Teil auch das Rauchverbot setzen der Gastronomie weiter zu“, analysiert Lambracht die aktuelle Marktlage. Neben einem generellen Umsatzeinbruch infolge des Rauchverbotes verstärke sich der Trend dadurch, dass Stammgäste kürzer als früher bleiben und etwas weniger konsumieren. „Nur wer sich im Marketing hervortun kann, wird Sieger im harten Gastro-Wettbewerb sein“, so Lambracht. Bei kleinen Gastronomiebetrieben, z.B. inhabergeführten Eckkneipen, wird weiterhin eine Marktbereinigung stattfinden.

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Der deutsche Gast gibt pro Besuch 12,51 Euro aus

Quelle: CHD Expert, 16. Mai 2008

Studie von CHD Expert über Durchschnittsbon in deutscher Gastronomie – Leichte Steigerung seit 2006 – Restaurantbesuch am teuersten

Die Umsatzentwicklung in der deutschen Gastronomie ist moderat: Der Durchschnittsbon je Gast beträgt 12,51 Euro und damit nur vier Prozentpunkte mehr als vor zwei Jahren. Dies geht aus einer Untersuchung des internationalen Marktforschungsinstitutes CHD Expert, Scheeßel bei Hamburg, hervor. Das leichte Plus  in der Gastronomie ist auf allgemeine Preissteigerungen zurück zu führen. Aber: „Ein Drittel der Kneipen muss mit einem Durchschnittsumsatz von unter acht Euro auskommen – und dies bei zum Teil schweren Umsatzverlusten infolge des Rauchverbotes“, analysiert Thilo Lambracht, Geschäftsführer von CHD Expert Deutschland. Bei Restaurants tritt ein gewisses Luxusverhalten zutage – hier gibt der deutsche Gast mit 14,53 Euro überdurchschnittlich viel aus. In den gut zehn Prozent der gehobenen Restaurants steigt der Durchschnittsbon auf über 25 Euro. „Hier werden auch gerne einmal eine zweite Flasche Wein oder ausgefallene Desserts geordert“, berichtet Lambracht.

Auch in Bars, Clubs und Lounges wird gern konsumiert – der Durchschnittsbon beträgt hier 13,88 Euro. „Dies ist einerseits auf den Trend zu hochwertigen Cocktails oder auch auf Sondererlöse wie Clubeintritt zurück zu führen“, sagt Lambracht.

Über die Hälfte der gastronomischen Betriebe bewegen sich bei den Erlösen im Mittelfeld. „In den meisten Betrieben liegt der Durchschnittsbon zwischen neun und siebzehn Euro  und lässt damit wenig Spielraum“, berichtet Thilo Lambracht. Treten unvorhersehbare Umsatzeinbrüche oder drastische Preissteigerungen bei den Betriebskosten auf, sind schnell Arbeitsplätze in Gefahr.

In der klassischen Kneipe wird knapp über zehn Euro je Gast durchschnittlich umgesetzt, ebenso im Bistro. Schlusslicht ist das Café, das lediglich 6,50 Euro je Gast kassiert. „Dafür ist aber die Gewinnspanne bei Kaffee deutlich höher und meist die Gästefrequenz höher als in den anderen Gastronomieformen“, sagt Lambracht.

Für die Studie wurden im April diesen Jahres über 1.000 gastronomische Betriebe in ganz Deutschland befragt. Die Studie „Durchschnittsbon in der deutschen Gastronomie 2008“ ist ab Juli für €499,00 im Onlineshop von CHD Expert (http://shop.chd-expert.de) erhältlich.

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Kaffeehausketten expandieren in Polen

Quelle: bfai, Januar 2008

Polnische Ausgaben für Gastronomie im europäischem Vergleich noch eher gering

Der Kaffeegenuss erfreut sich in Polen, einem Land traditioneller Teetrinker, zunehmender Beliebtheit. Der Wert des Kaffee-Marktes wird bereits auf bis zu 1,5 Mrd. Zl (rund 417 Mio. Euro, 1 Euro = 3,60 Zl) veranschlagt und wächst mit zweistelligen Wachstumsraten. Der Erdöl-Konzern Orlen will daher auch bei den mehreren Hundert eigenen Tankstellen Bistro-Bars mit der Bezeichnung “Stop Cafe” einrichten. North Coast will zusammen mit der exklusiven italienischen Kaffeemarke Illy Cafes gründen. Das eröffnet auch deutschen Firmen Zulieferchancen.

Die ersten sechs Bistro-Bars “Stop Cafe” will Orlen kurzfristig als Pilotobjekte in bei seinen Tankstellen bestehenden Geschäften einrichten. Sie werden je zwischen 50.000 Zl und 100.000 Zl (circa 14.000 Euro bis 28.000 Euro, 1 Euro = 3,60 Zl) kosten. Zu Orlen gehören bisher 770 Stationen; das Netz wird noch ausgebaut. Vorgesehen ist, dass alle Tankstellen eine Kaffee-Bar erhalten. In Litauen, wo Orlen Tankstellen der Firma Ventus übernomnen hat, gibt es bei diesen bereits Stop Cafes. Bei den polnischen Stationen von Orlen der Marke “Bliska” sind schon Kaffeemaschinen in Betrieb.

Vorreiter bei der Einrichtung von Gastronomiestellen bei Tankstellen in Polen ist die britische Kette Wild Bean Cafe, die sich bei BP-Stationen ansiedelt. Etwa die Hälfte der insgesamt 212 BP-Tankstellen in Polen ist bereits ausgestattet. Auch der norwegische Statoil-Konzern stellte in seinen Tankstellen kürzlich Kaffee-Automaten auf. An die 7.000 Tankstellen vertreiben inzwischen auch branchenfremde Produkte. Die Gesamtheit der Stationen erwirtschaftet damit etwa die Hälfte ihres Umsatzes.

Der Kaffeegenuss erfreut sich in dem traditionellen Land von Teetrinkern zunehmender Beliebtheit. Branchenkenner schätzen den Wert des Kaffee-Marktes auf 1,2 Mrd. bis 1,5 Mrd. Zl im Jahr (rund 417 Mio. Euro, 1 Euro = 3,60 Zl). Im Laufe der vergangenen zehn Jahre versechsfachte er sich. Die Wachstumsraten betragen etwa 20 bis 40%. Eine gute Nachricht für die Betreiber ist, dass die Mehrwertsteuer für Gastronomieleistungen nun doch nicht ab Anfang 2008 auf 22% angehoben wurde, sondern der ermäßigte Satz von 7% laut Beschluss der EU-Finanzminister bis Ende 2010 bestehen bleiben darf.

Bisher gibt es in Polen rund 2.500 Cafés, von denen über 200 einer Kette angehören. Im Laufe von 2007 war ihre Zahl um 30% gestiegen. Das Segment der Kaffee-Bars ist das am schnellsten wachsende des polnischen Gastronomiesektors. Die bestehenden Ketten wollen weiter expandieren, und neue Betreiber treten auf den polnischen Markt. Das eröffnet auch deutschen Anbietern von einschlägigen Gastronomieausstattungen neue Lieferchancen.

Die börsennotierte Gesellschaft North Coast plant, in Kooperation mit der exklusiven italienischen Marke Illy Cafes zu eröffnen. Die ersten Lokale mit der Bezeichnung “Espressamente Illy” sollen im Frühjahr 2008 in Warschau und Krakow (Krakau) eingerichtet werden.

Die US-amerikanische Kette Starbucks will 2008 damit beginnen, Kaffee-Bars in Polen zu eröffnen und mittelfristig dort 100 solche Stellen betreiben. Zu diesem Zweck unterzeichnete sie mit der an der Warschauer Börse notierten Gesellschaft Am Rest eine Vereinbarung. Starbucks will sich auch in der Tschechischen Republik und in Ungarn etablieren; die Kette eröffnet ihr erstes Cafe in diesen drei Ländern im Januar 2008 in Prag.

Die bereits in Südpolen mit zwölf Lokalen präsente britische Kette Costa Coffee will die Zahl ihrer eCoffees landesweit 2008 auf über 30 steigern und Ende 2009 bereits über 54 davon in Städten mit mindestens 150.000 Einwohnern betreiben. Im Jahr 2011 sollen es schon gut 100 sein. Diese Zahl will ihr Konkurrent, der Pressevertrieb Ruch, bereits 2009 mit seiner Kette “i coffee” erreichen, in der er seinen Kunden kostenlos Medien und einen Internet-Zugang bereitstellt. Die ersten beiden i coffees eröffnete Ruch im November 2007 in Warschau und Wroclaw (Breslau).

Nescafe will 2008 die Zahl ihrer Cafés auf mindestens 45 steigern, indem die Kette sieben oder acht weitere einrichtet. Auch die Ketten Mercer’s und Marktführer Coffeeheaven expandieren weiter. Neue attraktive Lagen bieten ihnen die zahlreichen Einkaufszentren und Handelsgalerien, die nun verstärkt in mittleren Städten gebaut werden. Daneben gibt es erfolgreiche Einzelinitiativen wie die des Unternehmers Marcin Malenczyk, der zwei Lokale “Cafe Karma” in Warschau und Berlin betreibt.

Im Jahr 2006 waren die Pro-Kopf-Ausgaben der Polen für gastronomische Leistungen mit 131 Euro im europäischen Vergleich eher gering. Spitzenreiter waren hier laut Horizons for Success (HfS) die Franzosen mit 901 Euro vor den Spaniern mit 806 Euro, den Deutschen mit 775 Euro und anderen. Das Consulting-Unternehmen für den Sektor erwartet aber künftig kräftige Wachstumsraten in Zentraleuropa.

In Polen haben die Umsätze mit fast food einschließl. in Kaffee-Bars einen Anteil von etwa einem Drittel am Gastronomiemarkt im Wert von insgesamt 18,2 Mrd. Zl (Stand: 2006). Euromonitor International gibt den Zuwachs 2007 mit knapp 3% an und erwartet für 2008 ein Plus von 7%. Gleichzeitig werden herkömmliche Restaurants mit Bedienung verstärkt aufgesucht, deren Zahl sich bis Ende September 2007 laut dem Hauptstatistikamt GUS um ein Viertel gegenüber Ende 2006 auf rund 12.500 erhöhte.

Von dem steigenden Kaffee-Konsum profitieren auch die Hersteller davon. Marktführer in Polen ist Kraft Foods Polska mit einem wertmäßigen Anteil von 28% vor Nestle (18%), Tchibo (17%) und Übrigen (37%). Dabei ist das Wachstumspotenzial noch groß, denn der durchschnittliche Pro-Kopf-Verbrauch betrug 2006 erst rund 2,3 kg; in skandinavischen Ländern erreicht er bis zu 15 kg. Auf löslichen Kaffee entfällt derzeit in Polen ein Marktanteil von 50%, auf gemahlene und ungemahlene Bohnen von 48% und auf Getreideerzeugnisse von 2%.
Nachfrage nach Kaffee in Polen

Juli 2005 bis Juni 2006 Juli 2006 bis Juni 2007
Umsatz (in Mio. Zl) 2.334,1 2.497,5
Absatz (in Mio. kg) 75,0 76,5

Quelle: Marktforscher MEMRB

Der bedeutende polnische Hersteller von Cappuccino, Kaffee und Tee Mokate, der bereits in anderen mittel- und osteuropäischen Ländern präsent ist, strebt nun weiter in südliche Richtung. Mit der kroatischen Firma Alba unterzeichnete er eine Lizenzvereinbarung, und im Oktober 2007 nahm diese ihre Produktionstätigkeit in der Sonderwirtschaftszone bei Zagreb auf. Für 2007 erwartet Mokate eine Umsatzsteigerung auf 405 Mio. Zl mit einem Exportanteil von 35%.

Am polnischen Markt für Tee hielt Mokate laut den Marktforschern MEMRB und Nielsen von Juli 2006 bis Juni 2007 einen Anteil von 6,3%. Um diesen noch zu steigern, will Mokate die Kapazitäten in seiner Fabrik in Ustron weiter ausbauen und Teehersteller im In- und Ausland übernehmen. In diesem Segment führte in Polen der Unilever-Konzern deutlich mit seinen Marken Lipton und Saga, der einen Zuwachs um gut 13% verzeichnete und einen Marktanteil von 38,0% hält.

Unilever nahm 2007 eine neue Fabrik zur Konfektionierung von Tee in Katowice (Kattowitz) in Betrieb, die rund 60 Mio. Zl gekostet hatte. Mit deutlichem Abstand folgten Premium Foods mit einem Marktanteil von 10,8% und Herbapol Lublin mit 9,0%. Den fünften Platz hinter Mokate belegte Posti mit 4,5% vor Übrigen mit 31,4%. Noch dominiert schwarzer Tee den Markt; im Kommen sind aber Früchte-, Kräuter- und funktionelle Teesorten. Euromonitor International schätzt, dass die Verkäufe von Tee 2007 bei über 1,8 Mrd. Zl lagen und weiter steigen werden.

Nachfrage nach Tee 

Juli 2005 bis Juni 2006 Juli 2006 bis Juni 2007
Umsatz (in Mio. Zl) 994,6 1.163,7
Absatz (in Mio. kg) 25,3 28,3

Quelle: Marktforscher MEMRB und Nielsen