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Bundestagspetition läuft: Staats-Abzocke von Ägypten-Urlaubern stoppen – Finanzministerium kassiert von Ägypten-Urlaubern pro Jahr 28,2 Mio. Euro

(Leipzig, 11. April 20129 Die jährlich rund 1,2 Mio. deutschen Ägypten-Urlauber überweisen pro Jahr nach Berechnungen von ab-in-den-urlaub.de rund 28,2 Mio. Euro zusätzlicher Luftverkehrssteuer an den deutschen Staat. Dieser Betrag soll nach dem Willen einer noch bis zum 25. April laufenden Bundestags-Petition auf maximal 9 Mio. Euro jährlich reduziert werden.

Finanzministerium kassiert von Ägypten-Urlaubern pro Jahr 28,2 Mio. Euro

Finanzministerium kassiert von Ägypten-Urlaubern pro Jahr 28,2 Mio. Euro

Allerdings haben bislang noch nicht einmal 4.000 Personen für die Petition abgestimmt, da die meisten Deutschen noch gar nichts davon gehört haben. Das ist zu wenig. Mindestens 50.000 Stimmen sind bis zum Stichtag am 25. April nötig, damit der Bundestags sich mit dem Petitions-Ziel auseinandersetzt, die von der Bundesregierung vor über einem Jahr eingeführt Luftverkehrssteuer für einen Flug von Deutschland, in eines der wichtigsten deutschen Touristenziele, Ägypten, von derzeit 23,43 Euro pro Flug auf 7,50 Euro zu senken. Ziel ist es, dass Ägypten anderen beliebten deutschen Touristenzielen, wie der Türkei, den Kanarischen Inseln oder Marokko gleichgestellt wird. Die Reisebranche lehnt auch ein Jahr nach Einführung die sogenannte Luftverkehrsabgabe diese weiterhin ab.

Unterstützt wird die Petition vom Deutschen Reiseverband, den deutschen Charter-Fluggesellschaften (wie Airberlin, Condor), diversen Reiseveranstaltern (wie Thomas Cook), aber auch von ab-in-den-urlaub.de, mit über zwei Millionen Nutzern eines der größten europäischen Reisebuchungsportale. “Die Luftverkehrsabgabe sei nicht im Sinne des Verbrauches”, so ab-in-den-urlaub.de.

Erst wenn die 50.000 Unterschriften zusammenkommen, wäre der Petitionsausschuss des Bundestages verpflichtet, eine öffentliche Anhörung zum Thema “Luftverkehrssteuer Ägypten” abzuhalten.

Zur Petition geht es hier, wobei im ersten Schritt eine Anmeldung erforderlich ist: http://www.aegypten-petition.de/

SPD will mehr Sicherheit auf Kreuzfahrtschiffen

(Berlin, 30. März 2012) Für mehr Sicherheit auf Kreuzfahrtschiffen setzt sich die SPD-Fraktion ein. In einem Antrag, der kürzlich erstmals im Bundestag beraten wurde, fordert die Fraktion die Bundesregierung deshalb unter anderem auf, die geltenden Sicherheitsbestimmungen ständig auf ihre Aktualität hin zu überprüfen und alle erforderlichen Maßnahmen zu ergreifen, um den Schutz und die Sicherheit für Passagiere mit Behinderungen in Gefahrensituationen zu gewährleisten.

Weiter soll die Bundesregierung prüfen, ob die Informationen der Reisenden über sicherheitsrelevante Aspekte und den Ablauf von Evakuierungsmaßnahmen vor Reiseantritt und an Bord in Bezug auf Vollständigkeit, Verständlichkeit und Zeitpunkt weiter optimiert werden muss. Außerdem soll die Bundesregierung gemeinsam mit den Sozialpartnern Handlungsempfehlungen für die Reedereien zu formulieren, um einheitliche Standards bei der Personalauswahl für die maritimen Führungspositionen zu schaffen. Außerdem soll sie sich gegenüber den Schifffahrtsunternehmen dafür einsetzen, dass eine regelmäßige Überprüfung der Befähigung des Kapitäns eines Schiffes und seiner Stellvertreter erfolgt.

Die Abgeordneten fordern zudem die Regierung auf, gemeinsam mit den Vertretern der Reedereien zu prüfen, ob eine verpflichtende Anwendung von anerkannten Simulationsprogrammen zur Evakuierung möglich ist. Schließlich soll sie „endlich“ den bereits für 2011 angekündigten Entwurf des Arbeitsgesetzes vorlegen, um das internationale See-Arbeitsübereinkommen zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen von Seeleuten noch in diesem Jahr ins deutsche Recht umzusetzen.

Nach der Havarie zweier Kreuzfahrtschiffe an der italienischen Küste und vor den Seychellen hat eine verstärkte Diskussion um mehr Sicherheit und Risikominimierung an Bord von Kreuzfahrtschiffen eingesetzt, schreiben die Abgeordneten zur Begründung. Der Kreuzfahrtmarkt gehörte weltweit zu den am stärksten wachsenden Segmenten der Tourismuswirtschaft. Die Branche entwickle sich überaus dynamisch und zeichne sich durch einen hohen Wettbewerbsdruck aus. Zunehmender Wettbewerb dürfe jedoch nicht zu Lasten von Sicherheit gehen, betonen die Abgeordneten.

Koalition will Kinder- und Jugendtourismus unterstützen

(Berlin, 02. Februar 2012) Die Koalitionsfraktionen wollen den Kinder- und Jugendtourismus stärken. In einem Antrag fordern die CDU/CSU- und die FDP-Fraktion im Bundestag von der Bundesregierung unter anderem, die Qualifizierung von im Kinder- und Jugendtourismus tätigen Mitarbeitern und ehrenamtlichen Helfern weiter zu fördern. Die Regierung solle zudem prüfen, inwieweit der Aufbau einer Internetplattform „Jugendtourismus in Deutschland“ unterstützt werden kann. Ferner solle sie sich für eine intensivere Vermarktung von Angeboten für den Kinder- und Jugendtourismus in Deutschland einsetzen, insbesondere durch die Deutsche Zentrale für Tourismus. Die Abgeordneten verlangen von der Regierung auch eine Auflistung, welche Bundesländer Aktionspläne zum Kinder- und Jugendtourismus haben und mit welchen Maßnahmen dieser Bereich jeweils gefördert wird.

In dem Antrag heißt es, Kinder und Jugendliche würden in Deutschland oft als bedeutende Zielgruppe für den Tourismus unterschätzt und nur ungenügend wahrgenommen. Dabei hätten Kinder- und Jugendreisen im Gegensatz zu anderen Tourismussegmenten auch eine große pädagogische und soziale Bedeutung. Deshalb sei eine weitere Verbesserung der Qualität von Kinder- und Jugendreisen eine wichtige gesamtgesellschaftliche Aufgabe.

Anhörung zu “Barrierefreiem Tourismus”
Der Tourismusausschuss nimmt sich in einer öffentlichen Anhörung dem Thema „Barrierefreier Tourismus“ an. Am Mittwoch, 8. Februar, werden die Abgeordneten von 15 Uhr an im Saal E 200 des Paul-Löbe-Hauses sieben Experten befragen. Geladen sind Professor Armin Brysch von der Hochschule für angewandte Wissenschaften Kempten, die Leiterin der Kontaktstelle für Behindertenangelegenheiten der Deutschen Bahn AG, Ellen Engel, die Geschäftsführerin der Arbeitsgemeinschaft „Barrierefreie Reiseziele in Deutschland“, Carmen Hildebrandt, der Geschäftsführer des Bundeskompetenzzentrums Barrierefreiheit, Klemens Kruse, der Vorstandvorsitzende der Nationalen Koordinationsstelle Tourismus für Alle (NatKo), Rüdiger Leidner, der Geschäftsführer des Deutschen Seminars für Tourismus (DSFT), Rolf Schrader, sowie Olaf Schliper von der Deutschen Zentrale für Tourismus (DZT).

20 BKA-Beamte bei Papstbesuch im Hotel “Romantischer Fachwerkhof” untergebracht

(Berlin, 10. Januar 2012) Anlässlich des Papstbesuches in Erfurt sind nach Angaben der Bundesregierung in der Zeit vom 21. bis 23. September 2011 insgesamt 20 Beamte des Bundeskriminalamtes (BKA) im Hotel Romantischer Fachwerkhof untergebracht gewesen. Wie die Regierung in ihrer Antwort (17/7963) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke (17/7728) zur „Unterbringung von BKA-Mitarbeitern in bekanntem Neonazi-Treff“ schreibt, war die Hotelsituation im Raum Erfurt wegen des Papstbesuches im genannten Zeitraum „sehr angespannt“. Daher hätten die 350 Beamten in 22 verschiedenen Einrichtungen untergebracht werden müssen, davon 20 Beamte im Romantischen Fachwerkhof. Gebucht habe die Unterkünfte in der Region Erfurt das Bundesverwaltungsamt (BVA) als Dienstleistungszentrum.

Die Frage, ob nach Einschätzung der Bundesregierung die BKA-Personenschützer auch dann in dem Hotel einquartiert worden wären, „wenn der Behörde bekannt gewesen wäre, dass es sich um einen bundesweit bekannten Treffpunkt von Rechtsextremisten handelt“, wird in der Antwort verneint. Zugleich sieht die Bundesregierung der Vorlage zufolge „keine Beeinträchtigung der Glaubwürdigkeit ihres Eintretens gegen Rechtsextremismus“.

Nach Angaben der Fragesteller finden seit circa 2009 in dem auch als „Erlebnisscheune Kirchheim“ bekannten Anwesen regelmäßig Veranstaltungen von Rechtsextremisten aus dem ganzen Bundesgebiet statt. Laut Bundesregierung findet die Nutzung der Immobilie im Verfassungsschutzbericht des Landes Thüringen 2010 „explizite Erwähnung“. Bei Nutzung des Romantischen Fachwerkhofs für rechtsextremistische Veranstaltungen seien nach Kenntnis der Bundesregierung Straftaten wie das Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen oder Verstöße gegen das Versammlungsgesetz beziehungsweise Waffengesetz festgestellt worden, heißt es in der Antwort weiter.

Darin verweist die Regierung zugleich darauf, dass der Bund im Jahr 2010 über ein großes Hotelbuchungsportal, das über ein Angebotsportfolio von rund 11.000 Hotels in Deutschland verfüge, etwa 190.000 Buchungen vorgenommen habe. Dieser Buchungsweg sei bei starker örtlicher Nachfrage oder für Reisen in „Nicht-Hauptzielgebiete“ unerlässlich. Die große Zahl von Buchungen einerseits und die der Hotels andererseits mache deutlich, „wie schwierig es im Einzelfall sein kann, die Reservierung von Häusern sicher auszuschließen, die ihre Räumlichkeiten auch an extremistische Parteien oder Organisationen vermieten“.

Gesetzesänderung: „Abzocke“ bei Telefon-Warteschleifen bald nicht mehr möglich

(Berlin, 27. Oktober 2011) Telefonkunden werden in Zukunft vor teuren Warteschleifen besser geschützt. Der Ausschuss für Wirtschaft und Technologie im Deutschen Bundestag beschloss nun mit den Stimmen der Koalitionsfraktionen CDU/CSU und FDP den Entwurf eines Gesetzes zur Änderung telekommunikationsrechtlicher Regelungen. Die Oppositionsfraktionen von SPD, Die Linke und Bündnis 90/Die Grünen stimmten dagegen. Sie vermissten unter anderem eine Regelung zur Internet-Universaldienstverpflichtung. Damit würden Unternehmen verpflichtet, bundesweit schnelle Internetanschlüsse anzubieten. Mehrere Änderungsanträge der Opposition wurden abgelehnt. Die neue Regelung betrifft auch die Reservierungs-Hotlines von Hotels.

Mit dem Beschluss des Ausschusses wird der Begriff der Warteschleife neu gefasst, „um deutlich zu machen, dass der Anrufer erst dann für besondere Serviceleistungen zahlen muss, wenn sein Anliegen bearbeitet wird“, wie es in der Begründung des Gesetzentwurfs heißt. Die neue Definition erfasst nicht nur Warteschleifen zu Beginn eines Anrufes, sondern auch nachgelagerte Warteschleifen. Das ist die Zeitspanne, die „anlässlich einer Weiterleitung zwischen Beendigung der vorhergehenden Bearbeitung des Anliegens und der weiteren Bearbeitung vergeht, ohne dass der Anruf technisch unterbrochen wird“. Die Koalitionsfraktionen änderten den Entwurf in etlichen Punkten ab. Wurde eine Warteschleife bisher als „Zeitspanne vom Zustandekommen der Verbindung mit dem Anschluss des Angerufenen“ definiert, so heißt es jetzt, die Warteschleife umfasse die Zeitspanne ab „Rufaufbau vom Anschluss des Anrufers“ bis zu dem Zeitpunkt, an dem mit der Bearbeitung des Anliegens des Anrufers begonnen wird.

Auf die Kritik der Oppositionsfraktionen an der fehlenden Universaldienstverpflichtung erwiderte ein Sprecher der CDU/CSU-Fraktion, darauf sei verzichtet worden, weil man überzeugt sei, dass eine Lösung im Markt die beste Lösung sei. Auch erwarte man, dass die „weißen Flecken“ (Gebiete ohne Breitband-Internetversorgung) verschwinden würden und die Datenübertragungsrate steigen werde. Die FDP-Fraktion zeigte sich erfreut, dass man auf einem guten Weg sei, im Bereich der Telekommunikation ein Monopol abzubauen. Die Fraktion begrüßte die Verbesserungen beim Verbraucherschutz. Bei den Warteschleifen sei keine Abzocke mehr möglich, und bei sogenannten Call-by-Call-Gesprächen müsse es eine Preisansage geben.

Die SPD-Fraktion kritisierte ebenso wie die anderen Oppositionsfraktionen den „nicht angemessenen parlamentarischen Umgang“ bei der Beratung. Die zahlreichen Änderungsanträge der Koalition seien sehr spät vorgelegt worden. Zur Versorgung mit Internet-Anschlüssen stellte der Sprecher der SPD-Fraktion fest, es bleibe eine Lücke bestehen. Doch müsse die Politik sicherstellen, dass es keine weißen Flecken mehr gebe. Die SPD-Fraktion habe einen „sehr pragmatischen Vorschlag“ vorgelegt mit dem Ziel, ab 2013 eine Universaldienstverpflichtung einzuführen.

Die Fraktion Die Linke kritisierte, das es gerade in ländlichen Gebieten bei der Internet-Versorgung noch viele Lücken gebe. Der vorliegende Entwurf sei unzureichend. Eine Universaldienstverpflichtung sei notwendig. Auch die Schnelligkeit der Internet-Verbindungen müsse regelmäßig überprüft werden. Die Fraktion warf der Bundesregierung auch vor, die Netzneutralität nicht im Gesetzentwurf verankert zu haben. Auch die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen kritisierte die Regelung zur Netzneutralität als inhaltlich nicht fundiert. Insgesamt sei der Gesetzentwurf wenig geeignet, die weißen Flecken zu beseitigen. Die Fraktion forderte ebenfalls die Einführung einer Universaldienstverpflichtung und ab 2013 für Internetanschlüsse in jedem Haushalt eine Mindestgeschwindigkeit von sechs Megabit pro Sekunde (MBs).

Der Vertreter der Bundesregierung wies auf die Entwicklung der Breitbandversorgung hin. 2009 seien 93,5 Prozent der Haushalte mit Breitband (Geschwindigkeit ein MB/s) versorgt gewesen. Heute seien es 99 Prozent. Auch die Geschwindigkeit sei stark gestiegen. 40 Prozent der Haushalte hätten bereits bis zu 50 MBs. 2009 seien es erst fünf bis zehn Prozent gewesen.

Bundesregierung: Viele Azubis brechen ihre Lehre im Hotel- und Gaststättengewerbe ab

Bericht aus der Onlineausgabe von “Top hotel

(Berlin, 31. August 2010) Sehr viele Jugendliche brechen im Bereich Hotel- und Gaststättengewerbe ihre Ausbildung ab. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke im Deutschen Bundestag hervor. Demnach haben im Jahr 2008 45,3 Prozent der Auszubildenden als Koch/Köchin ihren Vertrag gelöst Bei den  angehenden Hotelfachmänner/–frauen waren es 43,8 Prozent. 42,4 Prozent der Restaurantfachleuten wechselten den Ausbildungsberuf. Bei den Fachkräften im Gastgewerbe waren es 34,6 Prozent und bei den Fachmänner/-frauen für Systemgastronomie 33,7 Prozent und 26 Prozent der Hotelfachkaufmänner/-frauen.

Sind Gastrojobs doch nicht so beliebt? Über 42% der angehenden Restaurantfachleute brachen ihre Lehre ab. Bei den Kochlehrlingen waren es sogar mehr als 45%.

Sind Gastrojobs doch nicht so beliebt? Über 42% der angehenden Restaurantfachleute brachen ihre Lehre ab. Bei den Kochlehrlingen waren es sogar mehr als 45%.

Im Jahr 2008 habe das Durchschnittsalter der Auszubildenden mit neu abgeschlossenem Ausbildungsvertrag bei 19,7 Jahren gelegen, schreibt die Regierung weiter. In dieser Größenordnung habe auch das Durchschnittsalter der Auszubildenden mit neu abgeschlossenem Ausbildungsvertrag in den Berufen Koch/Köchin (19,7), Restaurantfachmann/Restaurantfachfrau (19,8) und Hotelfachmann/Hotelfachfrau (19,8) gelegen. Die Durchschnittsalter für die Berufe Fachkraft im Gastgewerbe (20,0), Fachmann/Fachfrau für Systemgastronomie (20,8) und Hotelkaufmann/Hotelkauffrau (21,0) seien etwas höher ausgefallen.

Laut Bundesregierung hat das Bundesarbeitsministerium die Länder um Stellungnahme zu Verstößen gegen das Jugendarbeitsschutzgesetz (JArbSchG) bei der Ausbildung im Hotel- und Gaststättengewerbe gebeten. Die Abfrage habe ergeben, dass eine Darstellung der Anzahl der Verstöße die Jahre 2001 bis 2010 aufgeschlüsselt nach Ausbildungsberufen und Bundesländern nicht möglich ist, heißt es in der Antwort. Entsprechende Statistiken würden in den Ländern flächendeckend nicht geführt. Auch aus den allgemeinen Ausführungen der Länder lasse sich kein einheitliches Bild über Verstöße im Hotel- und Gaststättengewerbe ableiten, schreibt die Regierung.

Neues Thema im Branchendialog:
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Mehrwertsteuer – Bundesrat beschließt Steuersenkung für Hotelübernachtungen

(Berlin, 18. Dezember 2009) Der Weg ist frei: Ab 1. Januar 2010 beträgt die Mehrwertsteuer für Hotelübernachtungen (exklusive Frühstück oder andere Leistungen) nur noch sieben Prozent, statt wie bisher 19 Prozent. Der Bundesrat beschloss heute mit der knappen Mehrheit der unionsgeführten Bundesländer das Wachstumsbeschleunigungsgesetz.

Erfolgreiche Dehoga-Kampagne: Über 150.000 Unterschriften für „Pro 7%“

Erfolgreiche Dehoga-Kampagne: Über 150.000 Unterschriften für „Pro 7%“

Der Bundestag hatte am 04. Dezember mit klarer Mehrheit das Gesetz beschlossen. Die Mehrwertsteuersenkung für Hotels kam auf Betreiben von FDP und CSU zustande und war im Koalitionsvertrag der neuen Bundesregierung am 24. Oktober angekündigt worden. Doch das Vorhaben ist umstritten. Zuletzt war nicht klar, ob die Mehrheit im Bundesrat erreicht würde. Mit der Steuersenkung gewinnt die Hotellerie, die in diesem Jahr mit erheblichen Umsatzrückgängen zu kämpfen hatte, Spielraum für Investitionen und die härter werdenden Preisverhandlungen.

Der Dehoga-Bundesverband hatte stets auch für eine Steuersenkung in der Gastronomie gekämpft. Doch dies erwies sich als politisch nicht durchsetzbar. Schon die Gegenfinanzierung der rund 945 Millionen Euro teuren Steuersenkung für Hotelübernachtungen entfachte hitzige Diskussion im politischen Berlin. Mit der Kampagne „Pro 7%“, die Anfang April startete, wurden bis heute über 150.000 Unterschriften gesammelt. Nun erwartet auch zahlreiche Hoteliers, die eine starken Gastronomieanteil in ihrem Betrieb haben, eine Strategie für die Durchsetzung einer Steuersenkung für F&B-Leistungen.

Dehoga und IHA erwarten Preissenkungen und Investitionen
„Der reduzierte Mehrwertsteuersatz ist ein wichtiger Impuls für die heimische Tourismuswirtschaft in der Krise und sorgt endlich für die dringend benötigte Steuergerechtigkeit“, betonen Ernst Fischer, Präsident des Dehoga-Bundesverbandes, und Fritz G. Dreesen, Vorsitzender des Hotelverbandes Deutschland (IHA). Gäste, Mitarbeiter sowie Handwerker und Zulieferer werden von der Entscheidung profitieren.

„Mit Blick auf die eklatanten Umsatzeinbrüche in der deutschen Hotellerie, kommt die Reduzierung der Mehrwertsteuer genau zur richtigen Zeit“, machen Fischer und Dreesen deutlich. „Durch die Senkung wird endlich Chancengleichheit in Europa hergestellt.“ In 21 von 27 EU-Mitgliedstaaten gelten bereits seit vielen Jahren reduzierte Sätze, wie zum Beispiel in Frankreich 5,5 Prozent, in Portugal 5 Prozent oder in Spanien 7 Prozent. Auch in den Anrainerstaaten Schweiz und Österreich gelten seit Jahrzehnten für die Hotellerie verminderte Steuersätze: In Österreich sind es 10 Prozent, in der Schweiz sogar nur 3,6.

„Die Mehrwertsteuerreduzierung für Hotelübernachtungen verschafft den Unternehmern wertvolle Handlungsspielräume für Preissenkungen, Investitionen, sowie für neue Arbeits- und Ausbildungsplätze“, so Fischer. Dies sei ein wichtiger Teilerfolg der jahrelangen Bemühungen des Verbandes, die umsatzsteuerliche Benachteiligung für Hotellerie und Gastronomie zu beseitigen. „Die Hoteliers werden die ersparte Mehrwertsteuer mittels Neuanschaffungen, Renovierungen oder An- und Umbauten schnell in den Wirtschaftskreislauf zurückführen. Diese Investitionen in ein noch attraktiveres Preis-Leistungs-Verhältnis für den Hotelgast werden die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Hotellerie im internationalen Vergleich deutlich erhöhen“, zeigt sich Dreesen zuversichtlich.

Kampf für Mehrwertsteuersenkung auch für Gastronomie geht weiter
“Wir werdenmit unverminderter Energie für die sieben Prozent für die Gastronomie kämpfen”, sagte Ingrid Heckel, Hauptgeschäftsführerin des Dehoga-Bundesverbandes. Mit welchen konkreten Maßnahmen und zu welcher Zeit was Sinn mache, soll spätestens zur Sitzung des großen Dehoga-Vorstandes am 22./23.März 2010 beschlossen werden.

Quelle: TOP HOTEL, www.tophotel.de

Mehrwertsteuer-Debatte: Abstimmung im Bundestag pro Hotel-Steuersenkung nicht in Gefahr

(Berlin, 03. Dezember 2009) Die erste Hürde ist zu schaffen: Das sog. Wachstumsbeschleunigungsgesetz, das u.a. die Senkung der Mehrwertsteuer für Hotelübernachtungen von 19 auf sieben Prozent vorsieht – steht morgen früh zur Abstimmung im Bundestag an. Ab 9h wird über den Gesetzentwurf von CDU/CSU und FDP beraten. Eine Probeabstimmung in den Fraktionen ergab eine klare Mehrheit für das umkämpfte Vorhaben, wie die Onlineausgabe der Hotelmanagement-Fachzeitschrift “Top hotel” berichtet. Damit wird eine wichtige Hürde genommen. Schwieriger scheint die Abstimmung im Bundesrat am 18. Dezember, da bislang Schleswig-Holstein seine Zustimmung verweigert; doch deren Stimmen sind für die Mehrheit unbedingt erforderlich.

Gastropolitik – Politischer Aufwind für die FDP

Das Votum ist deutlich: 50 Prozent der Entscheider in Hotellerie und Gastronomie würden für die FDP stimmen, am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre. Dies geht aus der ersten „Gastropolitik“-Befragung, dem politischen Meinungsbarometer im Gastgewerbe, hervor, dessen Ergebnis “Top hotel” exklusiv vorliegt.

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Der starke Hang zu den Liberalen dürfte unter den Profi-Gastgebern durch die Forderung nach einer zeitnahen Senkung der Mehrwertsteuer gestützt sein. Ende März hatte die FDP-Bundestagsfraktion zahlreiche Gastbetriebe angeschrieben mit der Bitte um politische Unterstützung u.a. für einen Antrag im Parlament. Der politische Vorstoß zur Einführung des ermäßigten Mehrwertsteuersatzes war zwar bislang ohne Folgen geblieben, doch das Thema bleibt weiterhin politisch „heiß“. Unlängst hatte CSU-Chef Seehofer angekündigt, einen Vorstoß im Bundesrat unternehmen zu wollen.

Lesen Sie weiter: http://www.tophotel.de/index.php?gastropolitik-poltitik-meinungsbarometer-bundestag

GASTROPOLITIK – Poltischer Meinungsbarometer im Gastgewerbe

Wenn am nächsten Bundestagswahl wäre, welche Partei würden Sie als Entscheider in Hotellerie und oder Gastronomie wählen?

Nehmen Sie teil: http://umfrage.gastropolitik.de
(Zeitdauer: 2 Minuten)

Diese Fachbefragung erfolgt erstmals im Superwahljahr 2009. Die Ergebnisse dienen dazu, um die politische Meinungsbildung unter den Top-Entscheidern in Gastronomie und Hotellerie darzustellen. Die Ergebnisse sind in der Onlineausgabe von “Top hotel” (www.tophotel.de) nachzulesen.

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