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Bewertungsportal yelp.de manipuliert sich selbst

(Berlin, 26. April 2012) Das Online-Bewertungsportal Yelp, bei dem auch viele Gastronomiebetriebe präsentiert werden, versucht offenbar mit einem Algorithmus unechte Rezensionen fernzuhalten. Auch andere Services hätten ähnliche Systeme implementiert. Dies berichtet die Nachrichtenagentur Pressetext. In manchen Fällen würden schlechte Bewertungen von der Software als gefälschte Einträge gekennzeichnet und von den Seiten verbannt. Dies könne zu positiven Verzerrungen der Bewertungen von Produkten und Dienstleistungen führen, heißt es. Im Internet diskutieren Yelp-User bereits über die automatisierte Ergebnis-Verfälschung, die auch finanzielle Einbußen bewirkt (siehe: http://bit.ly/IBdxV8 ).

Yelp.de

Der Filter, den Yelp laut dem Bericht installiert habe, versucht gefälschte Rezensionen von der Plattform zu entfernen. Unter anderem löscht der Algorithmus Einträge von Usern, die nur eine Bewertung abgegeben haben und ansonsten keine Aktivität zeigen, also beispielsweise keine Freunde auf der Seite haben und nicht kommentieren. Viele falsche Einträge erfüllen diese Kriterien. Allerdings würden auch Wertungen von extrem erbosten Usern, die sich nur aus Wut eingeloggt haben, um eine einzige schlechte Kritik zu verfassen, entfernt. Bei extrem schlechten Produkten und Dienstleistungen führe das zu einer ungerechtfertigt positiven Bewertung.

“Ein Algorithmus ist immer schlechter als eine manuelle Auswahl. Allerdings können automatisierte Prozesse verbessert werden. Auch der Google-Algorithmus war anfangs gröber als heute”, sagte Olaf Kopp von SEM Deutschland gegenüber Pressetext. An der Verbesserung solcher Automatismen wird derzeit gearbeitet. Der derzeitige Yelp-Mechanismus entfernt in manchen Fällen über 70 Prozent der Wertungen zu Unrecht. Diese Fehler kosten viele Nutzer bares Geld, da Yelp mitunter recht teure Produkte rezensiert.

Dazu kommt, dass professionelle Anbieter für falsche Bewertungen mittlerweile gelernt haben, ihre Fake-Profile so anzupassen, dass sie nicht mehr ausgefiltert werden. Damit siebt der Algorithmus zunehmend die falschen Einträge aus. Ein Lösungsvorschlag wäre, dass alle User von Bewertungsplattformen sich ausweisen müssen. “Das Koppeln an Social-Media-Accounts wäre eine Möglichkeit. Allerdings würde eine Identifikationspflicht wahrscheinlich viele User vom Bewerten abhalten”, erklärte Kopp.

Auch andere Folgen sind zu bedenken. “Wenn die Idee des anonymen Internetgebrauchs erhalten werden soll, ist eine Identifikation nicht der richtige Weg”, sagt Philipp Kramer von der Hamburger Datenschutzgesellschaft. Solange es keine praktikable Lösung für das Problem gibt, stellt sich die Frage, ob Bewertungsportale überhaupt noch Sinn machen.

“Bewertungen an sich sind sinnvoll. Ob Bewertungsportale, die oft mit Provisionsmodellen arbeiten, weiterhin Relevanz haben, ist weniger sicher. Das ganze Geschäftsmodell ist vielleicht fehlerhaft. Bewertungen direkt beim Händler und Testportale sind eher vertrauenswürdig”, so Kopp. Nimmt der Missbrauch von Rezensionsplattformen zu, könnte sogar ein rechtliches Problem für die Betreiber entstehen: “Wenn der Crowd-Ansatz manipuliert wird, kann das eine wettbewerbsrechtliche Komponente haben. Ich halte es jedenfalls nicht für klug, sich bei Kaufentscheidungen einzig auf Bewertungsplattformen zu verlassen”, sagt Kramer.

Hotelmarketing-Studie: hrs.de und booking.com weiterhin führend bei Online-Zimmerbuchungen

(Hamburg, 18. November 2011) Ohne hrs.de und booking.com geht offenbar nichts: 43 Prozent der Hotels verzeichneten im vergangenen Jahr die meisten Zimmerbuchungen über Portale wie hrs.de, hotel.de und booking.com. Dabei brachten die beiden Top-Buchungsportale hrs.de und booking.com gleichermaßen (jeweils in 40% der befragten Hotels) die meisten Logisumsätze. Dies ist Ergebnis einer breit angelegten Befragung von “Top hotel” unter über hundert Hotels in Deutschland.

Die eigene Hotel-Website hinkt beim Rennen um die Onlinebuchungen noch immer hinterher. Lediglich bei 34 Prozent der befragten Hotels werden auf der eigenem Homepage mehr Buchungen als bei Portalen oder CRS und GDS erzielt. Über die eigene Webpräsenz werden bei den meisten Hotels bis maximal 25 Prozent aller Buchungen generiert; bis zu zehn Prozent in rund einem Fünftel der Hotels. Immerhin gaben neun Prozent der befragten Hotels an, mehr als die Hälfte aller im vergangenen Jahr erfolgten Buchungen über die eigene Website erzielt zu haben.

Somit stehen Verbesserungen an der Hotel-Website bei den meisten Hotels an. 79 Prozent der Häuser setzen Maßnahmen der Suchmaschinenoptimierung laufend um. 77 Prozent setzen auf aktives Suchmaschinenmarketing, u.a. mit Textanzeigen bei Google. Für 63 Prozent ist ein Relaunch der Website oberste Aufgabe. Und über 86 Prozent aktualisieren die eigene Hotel-Website regelmäßig, zum Beispiel mit gastronomischen Angeboten und Logis-Arrangements. Upload von Videos ist bei 47 Prozent ein wichtiges Thema; rund 53 Prozent zögern dies noch hinaus.

Bei den Buchungsriesen hrs.de wird das Preis/Leistungsverhältnis (Leistung vs. Provision) von den meisten Hotels (34%) mit einer durchschnittlichen Drei bewertet. Ähnlich fällt das Ergebnis bei hotel.de (gehört ja nun mehrheitlich zu hrs.de) und booking.com aus. Expedia.de und das Schwesterportal hotels.com bekommen schlechtere Leistungsbewertungen.

Hotelbewertungen bringen Mehr- und Nutzwerte
Hotelbewertungen gehören zum täglich Brot der Betriebe. Über 43 Prozent der befragten Häuser checken jeden Tag die Gästerezensionen. Rund ein Drittel tut sich immerhin mehrmals pro Woche und immerhin knapp 14 Prozent einmal wöchentlich. Professionelle Monitorinsystem wie trustyou.com sind immer stärker gefragt: Dabei nutzt knapp die Hälfte der Hotels ein solches Webtool. Die positiven wie negativen Gästebewertungen werden umgehend analysiert und im Team eigehend besprochen (79%). Kam es zu einer harschen Gästekritik, greifen die meisten Hoteliers zum Hörer und versuchen den Gast dazu persönlich zu sprechen (65%). Über 60 Prozent der Hotels versuchen auch, eine Stellungnahme zur Gästekritik im betreffenden Bewertungsportal zu veröffentlichen.

 

Die Bedeutung von Gästebewertungen für das Hotelmarketing wird überwiegend positiv beurteilt. Dass dadurch Mehrwerte für’s Hotel entstehen, sehen 44 Prozent der Hoteliers zumindest teilweise auch so. Ganz klar erkannt ist die Bedeutung von Onlinerezensionen für das eigene Qualitätsmanagement (71% stimmen dem zu). Mehr als die Hälfte der Hoteliers ziehen aus den Gästekritiken konkrete Analysen und Maßnahmen, um Schwachstellen in Service und Qualität auszumerzen. Und über 46 Prozent meinen sogar, die Bewertungsportalen seien grundsätzlich gut für das Hotelmarketing. Klare Ablehung herrscht dagegen bei den kommerziellen Angeboten von holidaycheck.de & Co: 72 Prozent der Hotels lehnen die Vermittlung von Zimmerbuchungen auf Provisionsbasis ist. Aber: 22 Prozent der Hotels setzen auf diesen Buchungskanal.

Social Media fester Bestandteil im Hotelmarketing
Bei den Social Media stechen facebook.com (wird von 91% der Hotels genutzt) und das Videportal youtube.com (56%) heraus. Der Kurznachrichtendienst twitter.com wird dagegen nur von rund 45 Prozent der Hotels aktiv eingesetzt. Beim Kosten-Nutzen-Effekt bekommt facebook.com die besten Bewertungen: Über 58 Prozent erkennen einen hohen Nutzen bei überschaubaren Aufwendungen als Zeit und Geld. Gerade die Netzwerkplattform facebook.com biete nützliche Möglichkeiten zum direkten Gäste-Kontakt (44% der Hotels sehen dies als „sehr wichtig“ an), zum Dialog mit Gästen (49%) und sogar sich ein Stück weiter unabhängig von Buchungsportalen (34%) und Bewertungsportalen (25%) zu machen. Allerdings sehen über 57 Prozent der befragten Hoteliers den hohen Zeitaufwand bei der redaktionellen Pflege von facebook.com kritisch. Knapp die Hälfte (49%) beklagt das noch zu geringe Buchungsaufkommen auf facebook.com.

 

Hotelmarketing – UK: Werbeaufsicht fühlt tripadvisor.com auf den Zahn – Falsche Bewertungen?

(London, 05. September 2011) Die britische Reputations-Management-Firma Kwikchex hat beinahe ein Jahr lang Informationen über gefälschte Hotelbewertungen auf der Social-Media-Plattform tripadvisor.com gesammelt. Jetzt hat Kwikchex Beschwerde bei der Advertising Standards Authority (ASA) eingelegt. Dies berichtete der Nachrichtendienst pressetext.com.

“In Österreich gab es bisher keine Beschwerden gegen Bewertungsportale. Es gab aber Fälle, wo die Portale unseriöse Poster von sich aus ausgeschlossen haben”, sagte Michael Straberger, Präsident des österreichischen Werberats. Dass nicht alle Bewertungen auf einschlägigen Internetportalen ernst zu nehmen sind, ist seit längerem bekannt. Exzesse wie der Fall eines Briten, der in sieben Jahren 32.300 Hotels bewertete, machen immer wieder Schlagzeilen. “Dass man sich auf Bewertungen im Netz nicht immer verlassen kann, ist klar. Ich glaube, dass Konsumenten sehr wohl einschätzen können, was echt ist und was nicht. Oft sind die falschen Einträge auch sehr schlecht gemacht”, sagt Straberger.

In England untersucht die ASA jetzt, ob tripadvisor.com mit seiner Werbe-Behauptung, echte Rezensionen zu liefern, die Kunden getäuscht hat. Das Verfahren wird einige Wochen dauern. Konkret wirft Kwikchex tripadvisor.com vor, unverifizierte Empfehlungen für Werbezwecke zu verwenden und Konsumenten mit dem Versprechen “echte Berichte von echten Reisenden” in die Irre zu führen. Sollte die ASA Kwikchex Recht geben, müsste tripadvisor.com sein gesamtes Marketing umkrempeln. “Bei Auffälligkeiten käme es auch in Österreich zu einer Prüfung durch den Werberat und seine Partner”, erklärt Straberger. Kürzlich hat Kwikchex ein ähnliches Verfahren gegen tripadvisor.com auch in den USA eingeleitet.

Das Problem mit Bewertungsplattformen ist, dass sie sich zu einfach manipulieren lassen. Mangelnde Kontrollmechanismen erlauben es auch Personen aus dem Umfeld der Besitzer Bewertungen abzugeben. Solche Rezensionen fern jeglicher Objektivität können ein Qualitätsranking schnell verzerren. Manche Buchungsplattformen haben mittlerweile Systeme eingeführt, die es schwieriger machen, die Ergebnisse zu manipulieren. Solange sich kein sicherer Weg durchgesetzt hat, sind Bewertungsportale jedenfalls mit Vorsicht zu genießen.

Neues Urteil: Hotelbewertung darf ungeprüft veröffentlicht werden

Aktuelles Urteil: Hotelbewertungsportal muss Gästeurteil nicht vorher prüfen – Hotelkette unterliegt Schweizer Buchungsportal vor dem Kammergericht Berlin – mehr dazu in Kürze

Hotelmarketing – Online-Gästebewertungen: Die Revolution geht weiter

(München, 30. Dezember 2010) Die öffentliche gemachte Meinung eines Hotelgastes hat direkte Auswirkungen auf den Umsatz des Betriebes – und wirkt sich teilweise positiv auf den Gehalttszettel von Hotelangestellten aus. „Diese Revolution wird nicht mehr aufzuhalten sein“, meint Benjamin Jost, Chef von trustyou.com. Grundsätzlich stimmt diese PR-Äußerung. Die Revolution hat jedoch auch ihre dunklen Seiten. Immer wieder werden Bewertungen manipuliert – gezielt durch Marketingberater, um ihren Auftraggeber besonders positiv und Mitbewerber besonders negativ dastehen zu lassen.

Stefan Lippert von SEO Heidelberg: Profitexter fälscht Bewertungen im Internet

Stefan Lippert von SEO Heidelberg: Profitexter fälscht Bewertungen im Internet

In einem TV-Beitrag für den Südwestfunk gab nun der Profitexter Stefen Lippert (Firma: SEO Heidelberg) zu verstehen: Die „Bestellung“ einer positiven Bewertung koste nur 35 bis 40 Euro. Die Schutz- und Abwehrmechanismen der Bewertungsportale kann ein versierter „Bewertungs-Profi“ wie Lippert offenbar leicht umgehen, u.a. mit zahlreichen Pseudonymen und vielen privaten eMail-Adressen. Er sei noch nie erwischt worden, berichtet Lippert stolz gegenüber dem SWR.

Unter den „Optimierungsagenturen“ werden bestimmte Privataccounts verkauft, um mit diesen viele unterschiedliche Bewertungen abzugeben. Dies soll die tatsächlich zu Manipulationen genutzten Pseudonymen verstecken helfen. Dem SWR-Bericht zufolge leide die Glaubwürdigkeit von Internetewertungen, inbesondere bei technischen Produkten, massiv. Schätzungen zufolgen sollen z.B. bei Haushaltsmaschinen nur noch 20 Prozent der publizierten Bewertungen „echt“ sein. Wieviele der Hotel- und Reisebewertungen von „realen Gästen“ stammt, ist nicht bekannt. Angesichts der hohen Bedeutung ist aber auch hier zu vermuten, dass der Mißbrauch weit verbreitet ist.

„Vor zwei Jahren wurde das Thema Hotelbewertungen von vielen Hoteliers noch negativ gesehen und am liebsten einfach ignoriert. Mit der zunehmenden Relevanz von Bewertungen für Gäste hat auch bei den Hoteliers ein Umdenken begonnen“, so Jost. Diese Auswertungen sind heute zunehmend sogar schon fester Bestandteil von Morgenmeetings im Hotel. So werde heute das moderne Qualitätsmanagement auf den Meinungen der Gäste aufgebaut und habe sich zudem zu einem elementarer Teil der Kommunikationsstrategie entwickelt, so der Hotelmarketing-Experte.

Immer mehr Manipulationen von Gästekritiken: Hotrec intensiviert Dialog mit Hotelbewertungsanbietern

UPDATE (Brüssel, 20. Dezember 2010) Online-Bewertungen haben sich zu einem unverzichtbaren Hilfsmittel sowohl für Hoteliers als auch für ihre Gäste entwickelt. Gleichwohl sieht der europäische Hoteliers-Dachverband Hotrec, Brüssel,  die Notwendigkeit, den Dialog mit den Anbietern von Online-Hotelbewertungen zu intensivieren, um die Verlässlichkeit der Bewertungen zu erhöhen und noch mehr wechselseitige Vorteile zu realisieren. Zu diesem Zweck legt Hotrec ein leicht modifiziertes Arbeitspapier seiner schon früher angenommenen 10 Prinzipien für Hotelbewertungsportale vor, um einen Beitrag zur besseren Entwicklung von Hotelbewertungen im Interesse der Verbraucher, Hoteliers und Bewertungsanbieter zu leisten.

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Engländer stören deutsche Reisende – Deutsche bleiben im Urlaub bevorzugt unter sich

Quelle: Pressemitteilung, 05. Dezember 2007

Repräsentative GFK-Umfrage im Auftrag von TripAdvisor mit überraschenden Ergebnissen

Die nervigsten Mitreisenden sind für deutsche Touristen die Engländer. Ebenso wenig populär scheinen Bekanntschaften mit Reisenden aus anderen Ländern oder den Einheimischen am Urlaubsort. Meist bleibt es beim Kontakt zu den eigenen Mitreisenden oder anderen deutschen Touristen. Dies sind einige der überraschenden Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage des renommierten Marktforschungsinstituts GfK im Auftrag von TripAdvisor, der weltweit größten Online-Reise-Community, unter mehr als 1.000 Deutschen, davon rund 500 Auslandsreisende.

Englische und russische Touristen werden am störendsten angesehen

61 Prozent der Befragten gaben an, sich im Urlaub schon einmal von anderen Touristen gestört gefühlt zu haben. Auf die Frage nach der Nationalität der nervigsten Mitreisenden führen laut der Umfrage englische Touristen mit 20 Prozent die Liste an, gefolgt von Reisenden aus Russland mit 18,5 Prozent. Erstaunlicherweise belegten andere deutsche Touristen mit 15 Prozent den dritten Platz und ließen sogar die Niederländer hinter sich, die von 11,9 Prozent als gelegentliche Störenfriede benannt wurden.

Die Frage, was denn an anderen Reisenden am Urlaubsort als besonders störend empfunden werde, beantwortete eine große Mehrheit von 62,2 Prozent damit, dass dies alkoholisierte Touristen seien, die sich in Folge ihres Alkoholgenusses daneben benehmen.

Die eine oder andere spezielle Befindlichkeit scheint es im Urlaub, ganz wie im richtigen Leben, unter Nachbarn zu geben. Während die Gesamtheit der befragten Reisenden Touristen aus Österreich mit 6,1 Prozent und der Schweiz mit 2,2 Prozent mehr oder weniger als gar nicht störend bezeichneten, sehen das die Befragten aus dem Bundesland Bayern deutlich anders. Von den Reisenden aus dem weiß-blauen Freistaat im Süden fühlten sich angabegemäß 15,1 Prozent schon einmal von österreichischen und 10,6 Prozent von schweizer Touristen gestört.

Internationale Kontakte nicht sehr gesucht

Angesichts des Ergebnisses, dass viele Deutsche ihren Landsleuten im Urlaub eher kritisch gegenüberstehen, erstaunt es doch einigermaßen, dass deutsche Touristen laut den Ergebnissen der TripAdvisor-Umfrage nicht allzu sehr an Kontakten zu Reisenden aus anderen Ländern interessiert sind. 37 Prozent aller Umfrageteilnehmer (in den östlichen Bundesländern sogar 48,5 Prozent) gaben an, im Urlaub bevorzugt Kontakte zu anderen deutschen Reisenden zu suchen. Weitere 25,1 Prozent (östliche Bundesländer 31,2 Prozent) sagten, sie blieben gemeinsam mit ihren Mitreisenden bevorzugt unter sich. Beide Gruppen zusammen ergeben einen Anteil der deutschen Reisenden von 62 Prozent (östliche Bundesländer 79,7 Prozent), die im Urlaub gewöhnlich keine Bekanntschaften mit Menschen aus anderen Ländern suchen.

International aufgeschlossener sind die 11,3 Prozent, die angaben, bevorzugt Bekanntschaften mit Reisenden aus anderen Ländern, sowie die 20,4 Prozent, die Kontakte zu den Einheimischen am Urlaubsort suchen.

Hoher Wohlfühlfaktor in den klassischen Reiseländern

Den Umfrageergebnissen zufolge sind die deutschen Reisenden offensichtlich überwiegend der Meinung, in den klassischen Urlaubsländern der Deutschen besonders willkommen zu sein: In dieser Kategorie liegt Spanien mit 17,4 Prozent vorne und wird auf den Plätzen zwei und drei von der Türkei mit 13,4 Prozent und Italien mit 11,6 Prozent gefolgt.

Etwas überraschend war das Ergebnis, dass 45,2 Prozent der Teilnehmer an dieser TripAdvisor-Umfrage angaben, sie wüssten nicht oder könnten es nicht beurteilen, in welchen Ländern deutsche Touristen besonders willkommen seien.

www.tripadvisor.com