Monatsarchiv: Dezember 2011

Schlichting Hotel: Steigenberger-GM baut eigene Hotelgruppe auf

(Hamburg, 20. Dezember 2011) Auf zu neuen Ufern: Karl Schlichting gründet nun eine eigene Hotelbetriebsfirma und übernimmt das Komforthotel Fürst Bismarck am Hauptbahnhof Hamburg (102 Zimmer). Schlichting war nahezi 20 Jahre lang General Manager des Steigenberger Hotel Hamburg und unter anderem auch in der Position als Regionaldirektor und später temporär als Bereichsvorstand bei der Steigenberger Hotels AG tätig. Sein Nachfolger im Steigenberger Hamburg ist Bernd A. Zängle.

Karl Schlichting

Karl Schlichting

 
Die Schlichting Hotel GmbH wird zukünftig mittelständische Hotelbetriebe in Pacht, Management oder gemeinsam mit Partnern durch Kauf übernehmen. Primäre Zielregionen sind Hamburg sowie die Region Norddeutschland inklusive Sylt. Weitere vielversprechende Hotelbetriebe und Hotelprojekte werden derzeit intensiv geprüft. Es wird dabei ausdrücklich keine schnelle Rendite angepeilt, sondern eine langfristige Orientierung und Weiterentwicklung der Hotels.
 
„Ziel der Schlichting Hotel GmbH ist das erfolgreiche Betreiben von Drei- bis Fünf-Sterne-Hotelunternehmen in hanseatischer Manier: Langfristig und solide in der Konzeption, zuverlässig und fair in der Umsetzung, engagiert und gastorientiert in der Zielsetzung. Das schafft Mehrwerte für alle Involvierte: Immobilien-Eigentümer, Hotel-Betreiber, Mitarbeiter und Gäste profitieren von einer umfassenden Win-Win-Situation“, so Karl Schlichting.

A&O Hotels ./. holidaycheck.de: Neuer Schlagabtausch vor und außerhalb Gericht

(Hamburg, 20. Dezember 2011) Keine Weihnachtsruhe: Zwischen A&O Hotels und holidaycheck.de geht der Schlagabtausch weiter. Nun behauptete das zum Burda-Konzern gehörende Bewertungsportal, in einem Verfahren vor dem Oberlandesgericht Hamburg gewinnen zu werden. Wohl bemerkt: Das Urteil wird erst voraussichtlich am 04. Januar 2012 verkündet. Das Gericht habe nun in einer mündlichen Verhandlung deutlich gemacht, dass es der Berufung von A&O gegen ein Urteil des Landgerichts Hamburg keine Chance einräume – heißt es in einer Pressemitteilung von holidaycheck.de (siehe unten stehend). A&O-Anwalt Dr. Alexander Freiherr Knigge hält dagegen: Das Oberlandesgericht hab ausdrücklich bestätigt, dass sich die Veröffentlichung von Nutzermeinungen bei holidaycheck.de an den Maßstäben des Wettbewerbsrechts messen lassen müsse. Betrieb des Portals und auch Veröffentlichung von Bewertungen seien als sogenannte “geschäftliche Handlung” von holidaycheck.de zu sehen. Damit kommen auch grundsätzlich Unterlassungsansprüche wegen unlauteren Wettbewerbs in Frage.

A&O Hotels vs. holidaycheck.de

„Die hier allein zu entscheidende Frage, ob diese Unterlassungsansprüche so weit gehen, dass ein Hotelbetreiber seine vollständige Löschung aus dem Internetangebot verlangen kann, hat der Senat keineswegs grundsätzlich verneint, sondern deutlich gemacht, dass dies nur aufgrund einer Abwägung der im konkreten Fall betroffenen Interessen entschieden werden kann“, erläutert Knigge. Damit habe das Gericht zugleich bestätigt, dass grundsätzlich auch ein Anspruch auf vollständige Löschung eines Hauses in Betracht komme. „Nach Auffassung des Gerichts ist die Verletzung der Rechte des Hotelbetreibers allerdings im Fall von A&O durch Negativberichte wohl noch nicht massiv genug, um bei der Abwägung angesichts der zahlreichen auch zutreffenden Berichte zu einem kompletten Löschungsanspruch gelangen zu können. Bezogen auf dieses Verfahren hat A&O also das ‚Problem’, dass die Nutzer von holidaycheck.de zu zufrieden mit dem Hostel sind“, kommentierte der erfahrene Anwalt.

Nicht Gegenstand des Berufungsverfahrens waren allerdings Ansprüche von A&O auf Unterlassung der Verbreitung einzelner Tatsachenbehauptungen in Bewertungen. Dass holidaycheck.de für den Inhalt der einzelnen Bewertungen haftet, war in einem separaten Verfahren erstinstanzlich bereits klar festgestellt worden. „Nach den Ausführungen des OLG in der jetzigen mündlichen Verhandlung ist zu erwarten, dass holidaycheck.de mit seiner Berufung hiergegen scheitern wird“, so Knigge.

„Holidaycheck.de versucht mit seiner Pressemitteilung offensichtlich, Hoteliers davon abzuhalten, sich gegen unwahre Tatsachenbehauptungen und Schmähkritik in den Bewertungen notfalls gerichtlich zu wehren“, so Knigge. Genau das sei nämlich das eigentlich Bedrohliche für den Portalbetreiber: Der Hotelier muss nicht erst auf unwahre Behauptungen hinweisen und holidaycheck.de um Löschung bitten. Er kann vielmehr sofort anwaltlich Unterlassungsansprüche geltend machen und – wenn holidaycheck.de nicht beweisen kann, dass die Behauptungen zutreffen – auch Ersatz seiner Anwaltskosten verlangen. „Es ist abzusehen, dass das OLG diese Auffassung bestätigt. Damit droht holidaycheck.de nach wie vor eine Abmahnwelle“, sagt Knigge.

Im Folgenden die jüngste Pressemitteilung von holidaycheck.de im Wortlaut:

„OLG Hamburg: HolidayCheck vor Erfolg gegen A&O Hostels

Gericht: Billig-Hotelkette darf weiter von Gästen bewertet werden / kein Anspruch des Hotels von der Bewertungsplattform heruntergenommen zu werden / wichtiger Sieg für die Meinungs- und Informationsfreiheit
 
In einem Verfahren vor dem Oberlandesgericht Hamburg steht ein Sieg der HolidayCheck AG gegen die A&O Hotel and Hostel Zoo GmbH bevor. In mündlicher Verhandlung am 14. Dezember 2011 machte das Gericht deutlich, dass es der Berufung von A&O gegen ein Urteil des Landgerichts Hamburg keine Chance einräumt. Das Gericht legte dar, dass es kein Recht eines Hotelbetreibers gibt, nicht auf HolidayCheck bewertet zu werden. Dem klagenden A&O-Hostel steht somit kein Anspruch zu, generell aus dem Bewertungsportal von HolidayCheck herausgenommen zu werden. A&O hatte gefordert, der HolidayCheck AG zu verbieten, „einzelne Urlaubermeinungen bzw. Bewertungen und Kommentare Einzelner“ sowie Zusammenfassungen hieraus zu veröffentlichen. Das Oberlandesgericht sieht einen solchen Anspruch aber weder aus Deliktsrecht, noch aus Wettbewerbsrecht.
 
Die A&O Hotel and Hostel Zoo GmbH versucht vor Gericht, die Bewertungen von ehemaligen Gästen ihres Budget-Hotels auf HolidayCheck.de zu verhindern. Dies sollte durch eine Nicht-Erwähnung des Hotels auf Hotelbewertungsplattformen vor Gericht durchgesetzt werden. Das OLG Hamburg brachte eindeutig zum Ausdruck: Das Internet ist eine gesellschaftliche Realität, bei der die betroffenen Interessen zum Ausgleich gebracht werden müssen, was nicht durch ein Totalverbot der Bewertung einzelner Hotels geschehen kann.
 
In weiteren Verfahren vor dem Kammergericht Berlin und dem OLG Köln konnte HolidayCheck bereits wichtige Erfolge in vergleichbaren Fällen verzeichnen. Von einem lancierten „Ende des Geschäftsmodells von Bewertungsportalen“ kann somit keine Rede sein.
 
Jörg Trouvain, CEO der HolidayCheck AG in Bottighoffen/ Schweiz begrüßt die Positionierung des Gerichts: „Das ist ein wichtiger Sieg für die Meinungsfreiheit. Mit diesem Grundrecht wäre es unvereinbar, wenn ein Hotelier einen Erfahrungsaustausch von Gästen auf Bewertungsplattformen pauschal unterbinden könnte. Ein Anspruch auf Nicht-Listung hätte die Informationsmöglichkeiten von Millionen Verbrauchern und die Markttransparenz massiv eingeschränkt. A&O Hotels sollten ihre Energie in die Verbesserung ihrer Kundenzufriedenheit investieren anstatt in Gerichtsverfahren. Wenn es wirklich Probleme mit einzelnen Bewertungen gibt, haben wir dafür ein professionelles Team, das auf Beschwerden extrem schnell reagiert.“
 
Das Urteil wird am 4. Januar 2012 in Hamburg verkündet.“

Accor Hospitality Germany: Deutsche nehmen für Nachhaltigkeit im Hotel Einschränkungen in Kauf

(Paris, 20. Dezember 2011) Deutsche Hotelgäste sind führend, wenn es um die freiwillige Einschränkung zu Gunsten der Nachhaltigkeit geht: 74 Prozent sind dazu bereit, bei der Lage ihres Hotels Abstriche zu machen, 70 Prozent würden einen Aufpreis für ein nachhaltig wirtschaftendes Hotel bezahlen. Zu diesen Ergebnissen kommt eine weltweite Studie von Accor zum Thema Nachhaltigkeit in der Hotellerie. Rund 7.000 Hotelgäste aus Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Australien, Brasilien und China wurden zu ihren Erwartungen hinsichtlich nachhaltiger Entwicklung befragt.

Accor Nachhaltigkeit

Neben einem weltweiten Konsens zu den Themen Wasser, Energie und Abfall zeigt die Studie auch länderspezifische Erwartungen an die Verantwortung für Nachhaltigkeitsthemen auf: In Deutschland sieht ein Drittel der Gäste an erster Stelle für die Verantwortung für nachhaltige Entwicklung den Bürger selbst, weltweit steht bei den Befragten die Regierung in der Hauptverantwortung. Bemerkenswert: Nichtstaatliche und internationale Organisationen stuften die Hotelgäste ganz unten auf der Skala der Verantwortlichen für nachhaltige Entwicklungsthemen ein.

Nachhaltigkeit bei Accor: tagtäglich gelebte Realität
“Als international tätiger Konzern sind wir uns unserer großen Verantwortung bewusst. Bereits im Jahr 1994 verankerte Accor das Thema Nachhaltigkeit mit einer gesonderten Abteilung für Umweltbelange fest in der Unternehmensstrategie. Gemeinsam mit unseren Mitarbeitern, Zulieferern und Gästen, aber auch mit anderen Unternehmen der Branche sind wir gefordert unsere Zukunft aktiv mit zu gestalten”, erklärt Peter Verhoeven, Vorsitzender der Geschäftsführung der Accor Hospitality Germany GmbH, beim heutigen Pressegespräch im Novotel Berlin Mitte. Neben der Präsentation der aktuellen Studie gaben die Sprecher von Accor einen Überblick über die bestehenden und geplanten nationalen wie weltweiten Corporate Social Responsiblity Projekte von Accor. Um den Prozess zu mehr Nachhaltigkeit in der Hotellerie voranzutreiben, hatte Accor bereits im Juni die Online-Wissensplattform Earth Guest Research ins Leben gerufen, auf der Informationen und Studien über soziale und Umweltschutz-Themen, die für die Tourismusbranche relevant sind, zur Verfügung gestellt werden. “Die Ergebnisse verdeutlichen uns, dass Nachhaltigkeit in der Hotellerie zu einem immer wichtigeren Entscheidungsfaktor wird, obwohl einige der Ergebnisse mit Vorsicht zu interpretieren sind. Unsere Aufgabe ist es, schonende Hotellerie – ganz gleich, wie verantwortungsbewusst sich unsere Gäste verhalten – mit bestmöglichem Komfort zu verbinden. Mit diesen Ergebnissen können wir eine noch relevantere Nachhaltigkeitsstrategie aufbauen, mit der wir unser Ziel erreichen, Hotels nachhaltig neu zu erfinden”, so Caroline Andrieux, Sustainability Project & Communications Senior Manager bei Accor.

Um zu der Entwicklung der offenen Wissensplattform Earth Guest Research beizutragen, befasst sich der nächste Beitrag  mit dem ökologischen Fußabdruck von Accor. Als erstes Unternehmen der Hotelbranche führte Accor eine Bewertung in seinen weltweit 4.200 Hotels durch. Damit bestätigt der Konzern sein Engagement bei der Entwicklung zuverlässiger und anspruchsvoller Vergleichssysteme, um den Fortschritt in der gesamten Industrie voranzutreiben.

Peter Verhoeven (Vorsitzender der Geschäftsführung der Accor Hospitality Germany GmbH), Caroline Andrieux (Sustainability Project & Communications Senior Manager bei Accor) und Michael Kirsch (Direktor PR und Unternehmenskommunikation Accor Hospitality Germany GmbH)

Peter Verhoeven (Vorsitzender der Geschäftsführung der Accor Hospitality Germany GmbH), Caroline Andrieux (Sustainability Project & Communications Senior Manager bei Accor) und Michael Kirsch (Direktor PR und Unternehmenskommunikation Accor Hospitality Germany GmbH)

Nachhaltigkeit in der Hotellerie – die wichtigsten Ergebnisse im Überblick

  • Ein typisches Profil hat sich herausgebildet: Junge, männliche Geschäftsreisende, die Economy-Hotels nutzen, scheinen sich die meisten Gedanken über nachhaltige Entwicklung zu machen.
  • Ein weltweiter Konsens zu den Themen Wasser, Energie und Abfall. Ein geringfügiger Unterschied: Brasilianische Gäste sind besonders um die lokale Entwicklung besorgt, während für chinesische Gäste Gesundheit und Wohlbefinden im Vordergrund stehen.
  • Nichtstaatliche und internationale Organisationen nehmen den letzten Rang auf der Verantwortlichkeits-Skala ein. Einer von drei Gästen ist der Ansicht, dass nachhaltige Entwicklung in erster Linie im Verantwortungsbereich der einzelnen Bürger liegt.
  • Eine freiwillige Einschränkung zu Gunsten des nachhaltigen Handelns. Sieben von zehn Gästen geben an, sie würden sich für ein verantwortungsbewusstes Hotel entscheiden, selbst wenn dieses schlechter gelegen und etwas teurer wäre.

Bestimmte Zielgruppen sind sensibler für Themen der nachhaltigen Entwicklung als andere
Entgegen der allgemeinen Annahme scheint nachhaltige Entwicklung für Männer (82%) von größerer Bedeutung zu sein als für Frauen (72%). Dieses Ergebnis ist eng mit einer anderen Erkenntnis verbunden: Geschäftsreisende – in der Mehrzahl nach wie vor Männer – machen sich offensichtlich mehr Gedanken über dieses Thema als Urlaubsgäste. Die Einstellung der Gäste gegenüber nachhaltiger Entwicklung variiert zudem je nach Hotelsegment. Gäste in Economy-Hotels scheinen sensibler für Umweltthemen zu sein. Dies kann jedoch auch an dem niedrigeren Altersdurchschnitt der Gäste von Budget-Hotels liegen, die im Allgemeinen eher jung sind. Nahezu acht von zehn Befragten gaben an, das Konzept der nachhaltigen Entwicklung zu kennen und zu verstehen. Dies wird, ungeachtet der kulturellen und sozioökonomischen Unterschiede, Zweck des Aufenthalts und Art des gewählten Hotels, als alltäglich angesehen. Hierzu ist jedoch anzumerken, dass es in der modernen Gesellschaft als politisch unkorrekt gilt, kein Interesse für dieses Thema zu zeigen. In Deutschland scheint das Bewusstsein für nachhaltige Entwicklung bei Gästen des Low Cost Segments am Niedrigsten zu sein und am Höchsten bei Gästen, die in Hotels aus dem Upscale-/Luxussegment übernachten. Insgesamt kennen weltweit 76 Prozent der Hotelgäste den Begriff Nachhaltigkeit, während Deutschland mit 73 Prozent knapp unter dem Durchschnitt liegt.

Ein weltweiter Konsens zu den Themen Wasser, Energie und Abfall
Als Antwort auf eine offene Frage wurden mit Abstand am häufigsten die Optimierung der Wasser- und Energieressourcen sowie die Reduzierung von Abfällen als die wichtigsten Probleme weltweit genannt. Bei der Beantwortung einer geschlossenen Frage gaben die meisten Gäste den Kampf gegen Kinder-Sextourismus als wesentliche Priorität in der Hotelindustrie an. Dies zeigt, dass die Gäste besonders sensibel auf negative Auswirkungen reagieren, die in direktem Zusammenhang mit den Aktivitäten eines Hotels stehen. Auf die Frage nach ihren Erwartungen für eine nachhaltige Entwicklung gaben chinesische Hotelgäste vor allem Gesundheit und Wohlbefinden als Themenschwerpunkte an, während brasilianische Gäste hauptsächlich die Förderung der lokalen wirtschaftlichen Entwicklung als besonders wichtiges Thema betrachten – ein wesentliches Problem in einem Land, das angestrengt versucht, Ungleichheit zu beseitigen. In Deutschland steht der Schutz von Kindern neben Energiesparmaßnahmen an erster Stelle, dicht gefolgt von den Themen Wassersparmaßnahmen und Abfallvermeidung, die die Deutschen ebenfalls als besonders relevant einstufen.

Nichtstaatliche und internationale Organisationen stehen ganz unten auf der Verantwortlichkeits-Skala
Ein bemerkenswerter Wandel: Die Befragten stuften nichtstaatliche und internationale Organisationen ganz unten auf der Skala der Verantwortlichen für nachhaltige Entwicklungsthemen ein. Diese Feststellung scheint darauf hinzudeuten, dass die Zeit vorbei ist, in der Bewusstseinsförderung und der Ansporn ausreichend waren. Heute sind praktische Maßnahmen gefragt, die es den Kunden ermöglichen, sich direkt zu beteiligen. Die Reihenfolge, in der die Befragten die Hauptverantwortlichen für die nachhaltige Entwicklung einstufen, scheint von kulturellen Unterschieden beeinflusst zu sein. In Frankreich, Deutschland und Brasilien führten die Regierung und der einzelne Bürger die Rangliste an. In diesen Ländern bestanden die Befragten mit einem Gesamtprozentsatz von 70 Prozent, bzw. 80 Prozent in Brasilien, weithin auf ihre Eigenverantwortlichkeit. In Deutschland sind über ein Drittel aller Befragten (34%) der Meinung, dass die nachhaltige Entwicklung hauptsächlich in der Verantwortung der Bürger liegt. In Australien und Großbritannien hingegen sehen die Hotelgäste die Wirtschaft und die Regierung in nahezu gleich großer Verantwortung und nur einer von zwei Befragten glaubt, dass einzelne Bürger Verantwortung für die nachhaltige Entwicklung tragen. In China rangiert die Regierung an erster Stelle, gefolgt von privaten Unternehmen.

Eine freiwillige Einschränkung zugunsten des nachhaltigen Handelns
51 Prozent der Befragten gaben den Wunsch an, dass ihr Zimmer bei ihrer Anreise die richtige Temperatur aufweist. Paradoxerweise gaben 93 Prozent der Befragten ebenso an, dass sie die Klimaanlage lieber selbst einstellen würden, auch wenn dies bedeute, dass sie einige Minuten warten müssten, bis die gewünschte Zimmertemperatur erreicht sei. Gemäß der Studie scheinen Gäste bereit dazu zu sein, auf eigenen Komfort zugunsten der Umwelt zu verzichten – solange sie die Wahl haben und hier eine aktive Rolle übernehmen können. In Deutschland gaben 61 Prozent aller Befragten an, dass sie nicht erwarten, dass das Hotelzimmer beim Betreten bereits komplett heruntergekühlt ist. 93 Prozent aller Deutschen sind damit einverstanden, dass sie die Zimmertemperatur über die Klimaanlage selber regulieren.

Zudem gaben die Gäste an, dass sie bei der Auswahl eines Hotels zunehmend Kriterien der sozialen und ökologischen Verantwortung berücksichtigen, auch wenn sie dafür in einem Hotel in weniger günstiger Lage oder zu etwas höheren Preisen übernachten müssen. Letztendlich wird nachhaltige Entwicklung nicht mehr als Opfer angesehen oder mit Qualitätseinbußen gleichgesetzt. 66 Prozent der Befragten erwarten keine Komforteinbußen in einem Hotel, das sich der nachhaltigen Entwicklung verpflichtet. Die Deutschen sind führend, wenn es um die freiwillige Einschränkung zu Gunsten der Nachhaltigkeit geht: 74 Prozent sind im Gegensatz zu weltweit 68 Prozent dazu bereit, bei der Lage ihres Hotels Abstriche machen. 70 Prozent der Deutschen, 73 Prozent der Brasilianer und 71 Prozent der Chinesen würden durchaus einen kleinen Aufpreis für ein nachhaltig wirtschaftendes Hotel bezahlen.

Die Umfrage zu den Erwartungen der Hotelgäste in Bezug auf die nachhaltige Entwicklung wurde durch das französische Marktforschungsinstitut IFOP in sechs Ländern – Australien, Brasilien, China, Frankreich, Deutschland und Großbritannien – zwischen dem 9. und dem 30. August 2010 durchgeführt. Sie umfasste repräsentative Studiengruppen aus den beteiligten Ländern mit insgesamt nahezu 7.000 Hotelgästen, die in den letzten zwölf Monaten mindestens eine Nacht in einem Hotel verbracht hatten und beinhaltet einen Querschnitt unterschiedlicher Hotelarten (Ketten, unabhängige Hotels etc.) sowie Segmente (Budget, Economy, Mittelklasse, gehobene Mittelklasse und Luxushotellerie). Es ist geplant, diese Studie auf weitere Länder auszudehnen und regelmäßig zu wiederholen, um jegliche Veränderungen in den Kundenerwartungen zu erkennen.

Die Ergebnisse der Umfrage sind online unter www.accor.com im Bereich Sustainable Development verfügbar. Hier werden alle Earth Guest Research Publikationen veröffentlicht. Die Methodik der Befragung steht darüber hinaus anderen Unternehmen der Branche zur Verfügung, sofern sie sich damit einverstanden erklären, ihre eigenen Umfrageergebnisse kostenlos zu veröffentlichen.

Auf in den Winterurlaub: Schneegebiete weiterhin begehrt, warme Kanaren auch beliebtes Ziel

(Nürnberg, 20. Dezember 2011) Welche Länder können mit einem Ansturm von Winterurlaubern rechnen und wo geht es etwas ruhiger zu? hotel.de befragte seine Buchungskunden*, wo sie in der kalten Jahreszeit ihren Urlaub verbringen und welche Aktivitäten dabei hoch im Kurs stehen.

Das Ergebnis:

  • Österreich in der Gunst der deutschen Wintersportler weit vorne
  • Ski-Abfahrt und Wellness angesagte Aktivitäten
  • Über 40% der Urlauber zieht’s gen SüdenTop 5 Urlaubsziele unter den Winterdestinationen

Über 60% der Umfrageteilnehmer gaben an, diesen Winter zu verreisen, sei es um Ski zu fahren, Entspannung zu finden oder um Sonne zu tanken. Rund die Hälfte der Reisewilligen plant dabei einen klassischen Winterurlaub, doch auch wärmere Destinationen sind gefragt: So zieht es immerhin über 40% der Reisenden in wärmere Gefilden. Weitere 10% beabsichtigen eine Städte- oder Rundreise.

Skifahren und Wellness hoch im Kurs - Die fünf beliebtesten Aktivitäten im Winterurlaub

Österreich und Deutschland sind gemäß der hotel.de-Umfrage mit Abstand die beliebtesten Ziele im Winterurlaub der Deutschen. Die Schweiz liegt mit 9,2% auf dem dritten Rang. Hier verteuert vor allem der gegenüber dem Vorjahr noch immer starke Schweizer Franken den Urlaub für Touristen aus dem Euroraum. Auch Italien und Tschechien sind beliebt. Nach Frankreich wollen diesen Winter hingegen nur 1,8% der Befragten.

Die Ski-Abfahrt ist mit 35,3% die beliebteste Aktivität der befragten Winterurlauber. Immerhin rund ein Viertel sucht hauptsächlich Wellness und Entspannung, Wandern folgt auf dem dritten Platz, noch vor dem Ski-Langlauf. Große Unterschiede zeigen sich allerdings bei der genaueren Betrachtung der Urlaubsregionen. Während bei den deutschen Österreich-Reisenden aufgrund der guten Ski-Bedingungen mit 64% vor allem die Ski-Abfahrt hoch im Kurs steht, sind bei den Heimaturlaubern insbesondere Wellness und Entspannung (35,1%) sowie das Wandern (25,9%) sehr beliebt. Jeweils rund 15% planen in Deutschland Ski-Langlauf oder Ski-Abfahrt.

Top 5 Urlaubsziele in wärmere Gefilden - Kanaren beliebteste Destination

Diejenigen Urlauber, die im Winter Sonne und Wärme suchen, bevorzugen einen Aufenthalt auf den Kanaren. Rund ein Drittel der Umfrageteilnehmer, die in wärmere Regionen aufbrechen, zieht es auf die Inselgruppe, die im Winter Temperaturen zwischen ca. 20 bis 25 Grad Celsius bietet. Auf Rang 2 liegen die USA, hier lockt vor allem Florida mit mildem Klima, Thailand folgt dahinter. Position 4 und 5 belegen Dubai und Madeira. 

Ob Sonnenhungrige oder Schneeliebhaber, fast alle haben jedoch eines gemeinsam: Weihnachten wird zu Hause gefeiert. Nur jeder zehnte Umfrageteilnehmer plant den Winterurlaub über die Weihnachtsfeiertage. Silvester und Neujahr hingegen nutzen fast 30% für eine Reise.

Kurzentschlossene, die in kältere Regionen aufbrechen möchten, finden hier eine Auswahl an Wintersporthotels: http://www.hotel.de/media/wintersporthotel.htm

Stabiles Konsumklima zum Jahresende – Ergebnisse der GfK-Konsumklimastudie für Dezember 2011

(Nürnberg, 20. Dezember 2011) Die Verbraucherstimmung zeigt zum Jahresende 2011 ein differenziertes Bild. Während sich die Konjunktur- und Einkommenserwartungen verbessern, muss die Anschaffungsneigung spürbare Einbußen hinnehmen. Der Gesamt-indikator prognostiziert nach 5,6 Punkten im Dezember für Januar 2012 ebenfalls einen Wert von 5,6 Punkten.

GfK-Konsumklimastudie für Dezember 2011 - 1

Trotz steigender Konjunkturrisiken und der weiteren Verschärfung der Schuldenkrise sehen die Deutschen wieder positiver in die Zukunft. Zum ersten Mal seit fünf Monaten legt die Konjunkturerwartung im Dezember zu. Passend zum gestiegenen Konjunkturoptimismus rechnen die Verbraucher im nächsten Jahr auch mit höheren Einkommen und verbessern das ohnehin schon gute Niveau noch einmal. Die Anschaffungsneigung kann davon allerdings nicht profitieren. Sie erleidet spürbare Verluste, verzeichnet aber dennoch weiterhin einen überaus guten Wert.

Konjunkturerwartung: Abwärtstrend gestoppt
Die Konjunkturerwartung stoppt im Dezember ihren Abwärtstrend – zumindest vorerst. Nachdem der Indikator fünf Mal in Folge Verluste hinnehmen musste, legt er aktuell um gut 6 Punkte zu. Mit -0,9 Zählern hat er sich damit wieder seinem langjährigen Durchschnittswert, der bei 0 Punkten liegt, angenähert.

Damit trotzt der Konjunkturindikator den zunehmenden Rezessionsängsten sowie der jüngsten Verschärfung der Schuldenkrise im Euro-Raum. Die Ver-braucher nehmen derzeit offensichtlich die nach wie vor sehr guten konjunk-turellen Rahmenbedingungen stärker wahr als in den vergangenen Monaten. Der Arbeitsmarkt zeigt sich überaus robust und verzeichnet weiter rückläufige Arbeitslosenzahlen. Die meisten deutschen Unternehmen sind überdurch-schnittlich gut ausgelastet.

GfK-Indikator Konsumklima - Dezember 2011 - 2

Ob dieser Trend anhalten kann, bleibt jedoch abzuwarten. Die europäische Schuldenkrise dürfte für die deutsche Exportwirtschaft zunehmend zu einem Problem werden, wenn eine Reihe von Staaten aufgrund des Konsolidie-rungszwangs ihrer öffentlichen Haushalte ihre Importe verringern. Damit wären auch die deutschen Exportaussichten betroffen. Dies macht sich bereits in den Wachstumsprognosen für 2012 bemerkbar. Nach der aktuellen Prognose der Deutschen Bundesbank soll das Bruttoinlandsprodukt im kom-menden Jahr real nur noch um 0,6 Prozent zulegen, nachdem es dieses Jahr noch ein Wachstum von etwa 3 Prozent verzeichnen wird.

Einkommenserwartung: auf hohem Niveau zugelegt
Die gestiegene Konjunkturerwartung dürfte ein wichtiger Grund dafür sein, dass die Einkommenserwartung im Dezember zugelegt hat. Aktuell beträgt das Plus 2,9 Punkte. Der Indikator verzeichnet nun einen Wert von 34,0 Punkten und bestätigt damit eindrucksvoll sein hohes Niveau.

Wesentliche Einflussgröße für die Einkommensaussichten der Verbraucher sind die Beschäftigungsaussichten. Und hier sind die Nachrichten überaus erfreulich. Der Umfang der Erwerbstätigkeit steigt stetig, dementsprechend verringert sich die Arbeitslosigkeit. Dies hat positive Wirkung auf die Ent-wicklung der Tarifeinkommen, die zuletzt stärker gestiegen sind als in den vergangenen Jahren. Aufgrund der Tatsache, dass sich der Arbeitsmarkt auch im kommenden Jahr günstig entwickeln dürfte, sind auch die Erwartungen der Haushalte an eine bessere Einkommensentwicklung hoch.

Anschaffungsneigung: Kauflust erhält Dämpfer
Von den gestiegenen Konjunktur- und Einkommensaussichten kann im De-zember die Anschaffungsneigung nicht profitieren. Der Indikator verzeichnet ein deutliches Minus von 12,9 Punkten. Damit werden die Zugewinne aus dem Vormonat in Höhe von gut 9 Zählern mehr als kompensiert. Aktuell weist die Konsumneigung einen Wert von 27,4 Punkten auf und liegt damit noch immer auf einem vergleichsweise hohen Niveau.

Trotz des Dämpfers ist die Kauflust der deutschen Konsumenten noch immer stark ausgeprägt. Vor dem Hintergrund der verschärften Finanzkrise tendieren die Verbraucher weiterhin dazu, eher werthaltige Anschaffungen zu tätigen als ihre finanziellen Mittel gegen historisch niedrige Zinsen auf die hohe Kante zu legen. Ob die große Verunsicherung der Deutschen im Hinblick auf die Schuldenkrise durch den jüngsten EU-Gipfel in Brüssel etwas gemindert werden konnte, ist ungewiss, da die Befragung zu diesem Zeitpunkt nahezu abgeschlossen war.

Konsumklima: stabile Entwicklung
Der Gesamtindikator prognostiziert für Januar 2012 einen Wert von 5,6 Punkten nach ebenfalls 5,6 Zählern im Dezember. Das Konsumklima startet damit stabil in das neue Jahr 2012.

Der private Konsum wird damit seiner Rolle als wichtige Stütze der Konjunktur gerecht. Dies dürfte gerade mit Blick auf das kommende Jahr von großer Bedeutung sein. Nach den bislang vorliegenden Prognosen wird sich der Aufschwung 2012 spürbar an Dynamik verlieren. Der wesentliche Grund hierfür ist die deutlich schwächere Entwicklung der Exporte, da sich die Weltwirtschaft abkühlen wird und in einigen wichtigen europäischen Abnehmerländern sogar eine Rezession droht.

Somit dürfte dem privaten Konsum die wichtige Rolle zukommen, auch für Deutschland eine Rezession zu vermeiden. Damit der Konsum seine ihm zugedachte Funktion als Konjunkturstütze auch erfüllen kann, ist es unab-dingbar, dass die Bürger wieder Vertrauen in die politischen Entscheidungsträger gewinnen, die die Krise entschlossen angehen und einer nachhaltigen Lösung zuführen müssen.

Die Ergebnisse sind ein Auszug aus der Studie “GfK-Konsumklima MAXX” und basieren auf monatlich rund 2.000 Verbraucherinterviews, die im Auftrag der EU-Kommission durchgeführt werden. In diesem Report werden die Indikatoren grafisch aufbereitet, prognostiziert und ausführlich kommentiert. Darüber hinaus finden sich darin auch Informationen über die Ausgabevorhaben der Verbraucher für 20 Bereiche der Gebrauchsgüter-, Verbrauchsgüter- und Dienstleistungsmärkte. Die GfK-Konsumklimastudie wird seit 1980 erhoben.

TV bleibt exklusiv – nur Wenige surfen regelmäßig beim Fernsehen

(Köln/Bielefeld, 20. Dezember 2011) Jeder dritte (34 Prozent) Fernsehzuschauer zwischen 14 und 49 Jahren surft zumindest „gelegentlich“ parallel zum Fernsehen im Internet. Jedoch nur 16 Prozent der TV-Zuschauer machen dies „oft“ oder „sehr häufig“. Überrepräsentiert sind dabei jüngere TV-Zuschauer und Männer. Insgesamt betrachtet, sind zwei Drittel der 14- bis- 49-jährigen Zuschauer also gar nicht oder allenfalls selten beim Fernsehen online. Es wird nach wie vor überwiegend exklusiv ferngesehen.

Diese Ergebnisse liefert das aktuelle DigitalBarometer, eine Kooperation zwischen IP Deutschland, TNS Emnid und der Fachzeitschrift W&V. Hierzu wurden repräsentative Daten zum Stand der Internetnutzung beim Fernsehen mit einer telefonischen Befragung von 895 Fernsehzuschauern im Alter zwischen 14 bis 49 Jahren erhoben. Sie zeigen, wie die Internetnutzung beim Fernsehen Interaktivität ermöglicht und wie das Fernsehen vielfach Impulse liefert, die im Internet intensiviert werden.

Auffällig ist, dass Tablet-PCs in Folge ihrer bisher relativ geringen Verbreitung bei der Parallelnutzung noch selten zum Einsatz kommen. Lediglich 8 Prozent der Zuschauer, die beim Fernsehen im Internet surfen, tun dies mit einem Tablet. Am häufigsten werden Laptops, Notebooks oder Netbooks parallel verwendet, wobei knapp ein Drittel der Zuschauer (32Prozent) auf Smartphones zurückgreift. Handhelds wie Smartphones, aber auch internetfähige iPods sind besonders bei den jungen Parallelnutzern verbreitet.

Vielfach hat die parallele Internetnutzung einen direkten Bezug zum Programm und ermöglicht dem Zuschauer damit, sich intensiver mit diesem auseinander zu setzen. So bestätigen z.B. über zwei Drittel (67 Prozent) der 14- bis 49-jährigen Parallelnutzer, dass sie im Internet nach Informationen zur Sendung bzw. dem Film suchen, den sie gerade sehen. Weitere 48 Prozent schauen sich eine Sendung an, weil sie von Freunden übers Internet darauf aufmerksam gemacht wurden und 38 Prozent chatten mit Freunden oder Bekannten in Echtzeit über das gerade gesehene Programm. Deutlich intensiver wird diese TV-synchrone Interaktivität von der jungen Zielgruppe gelebt – vor allem im direkten Austausch mit anderen. Insgesamt nutzen Männer das Internet deutlich stärker als Parallelmedium beim Fernsehen; mit einer Ausnahme: Geht es darum, im Netz nach Antworten auf Quizfragen zu suchen, haben Frauen die Nase vorn.

Auch TV-Werbung kann von paralleler Online-Nutzung profitieren: Über zwei Drittel (68 Prozent) der befragten Parallelnutzer haben sich schon einmal durch das Fernsehen anregen lassen, im Web nach Informationen zu einem Produkt zu suchen. Dabei sind Männer wesentlich aktiver als Frauen. Gut die Hälfte der Befragten (51 Prozent) bestätigt, dass der Impuls durch die Werbung schließlich zum Kauf geführt hat. Immerhin 37 Prozent der Parallelnutzer erledigen beim Fernsehen Online-Einkäufe und machen damit das Fernsehen ein Stück weit zu einem POS-Medium.

So lange sich internetfähige Fernseher in deutschen Wohnzimmern noch nicht durchgesetzt haben, behelfen sich die Fernsehzuschauer selbst, um ihrem Bedürfnis nach Interaktivität, aber auch nach Gemeinschaft beim Fernsehen nachzugehen. Allerdings surft aktuell nur ein Drittel (34 Prozent) der Fernsehzuschauer zumindest gelegentlich beim Fernsehen im Internet. Nur eine Minderheit (16 Prozent) nutzt diese Möglichkeit intensiv. Beim Fernsehen bleiben Laptop und Smartphone überwiegend aus, auch bei den intensiven Parallelnutzern erfolgt ein großer Teil des Fernsehkonsums exklusiv.

Die Presseinformation als PDF-Datei und kommentierte Ergebnischarts zum aktuellen „DigitalBarometer Parallelnutzung“ finden Sie auf unserer Website: www.tns-emnid.com/presse.

Natur und Technik, Dynamik und Entschleunigung – JOI-Design vereint im THE SQUAIRE Gegensätze

Hilton Frankfurt Airport und Hilton Garden Inn Frankfurt empfangen am 20. Dezember 2011 ihre ersten Gäste: Mit der Gestaltung beider Hotels gelingt JOI-Design der Spagat, einen Rückzugsort für ruhebedürftige Reisende zu schaffen und gleichzeitig das Thema Mobilität in den Fokus zu stellen.

(Hamburg / Frankfurt am Main, 19. Dezember 2011) Eines der aufregendsten Bauprojekte Deutschlands, The SQUAIRE am Frankfurter Flughafen. Die „Immobilie der Mobilität“, wie sie auch genannt wird, besticht durch ihre besondere Lage: über dem ICE-Bahnhof, direkt neben einem der größten Airports Europas auf der einen und der puren Natur des Taunus auf der anderen Seite des länglichen Gebäudes.

JOI-Design etabliert mit der Gestaltung des Hilton Frankfurt Airport und Hilton Garden Inn Frankfurt Airport neue Standards in der Hotelgestaltung

JOI-Design etabliert mit der Gestaltung des Hilton Frankfurt Airport und Hilton Garden Inn Frankfurt Airport neue Standards in der Hotelgestaltung

Diese Dynamik des Baus und die Größe des Projektes stellten auch die größten Herausforderungen für die Interior Designer dar: durch die zu allen Seiten hin abgerundete Fassade musste JOI-Design die fast 600 Gästezimmer der beiden Hotels auf jeder Etage anders konzipieren, so dass es relativ wenig gleiche Zimmertypen gibt.

Peter Joehnk erklärt: „Mit dieser architektonisch futuristischen Außenhaut an einem Ort so voller Bewegung sah auch das Designkonzept vor, zwei absolute „state-of-the-art“ Hotels, ein Hilton und ein Hilton Garden Inn, zu gestalten. Die Mobilität zu thematisieren und gleichzeitig einen Rückzugsort für ruhebedürftige Reisende zu schaffen, führte letztlich zum Gewinn des Designwettbewerbs und dem spannenden, für uns ganz besonderen Auftrag.“

 

„Im Inneren soll der Gast durch den Einsatz natürlicher Formen und Farben die Möglichkeit haben, zu „entschleunigen“, das laute Verkehrsumfeld hinter sich zu lassen und zur Ruhe zu kommen“, führt Corinna Kretschmar-Joehnk weiter aus. In der hohen Lobby des Hilton Frankfurt Airport setzen große goldene, wie Flügel geschwungene Dächer Akzente und holen die riesige Dimension auf die menschliche Ebene herunter. Die Zimmer strahlen durch die Beigetöne besondere Ruhe aus – Eyecatcher ist der bequeme, modern umgesetzte Ohrensessel, der für wohlige Heimeligkeit sorgt. In der Presidential Suite darf es naturgemäß etwas edler sein: florale Muster, wertige Materialien, Möbelklassiker und Spuren von Gold vermitteln besonderen Komfort, Diskretion und Wertschätzung.

 

Der Ballsaal wurde zum eigenen Gebäude im Gebäude – die längliche, abgerundete Form stellt eine Reminiszenz an die ‚Außenhaut‘ dar und inszeniert gleichzeitig die Lichteffekte perfekt. Ein besonderes Highlight ist auch die exklusive Lounge innerhalb der Executive Etagen.

JOI-Design etabliert mit der Gestaltung des Hilton Frankfurt Airport und Hilton Garden Inn Frankfurt Airport neue Standards in der Hotelgestaltung. Im Fokus steht der emotionale Zugang zum Gast, der die Raumaufteilung, Gestaltung und auch kleinsten Designelemente unterbewusst wahrnimmt. „Design ist längst ein wichtiger Faktor der Markenkommunikation und beim Beispiel von THE SQUAIRE ein internationaler Meilenstein“, so Peter Joehnk.

 

JOI-Design hat sich spezialisiert auf die Gestaltung von Hotels, Restaurants und SPAs und realisiert die Projekte weltweit. Das Innenarchitektenteam mit Hauptsitz in Hamburg kreiert Konzepte, die eine individuelle Designidee nach außen transportieren und dabei auch funktionieren. Neben einem hohen Anspruch an das Design wird das Ambiente als wesentliches Marketingstatement verstanden, das die Marke unterstützt. Hierbei steht ein holistischer Ansatz im Vordergrund, der auch Projektstudien, Markenauftritte und ganzheitliche CI-Konzepte mit einbezieht. Kunden sind z. B. Hilton, Hilton Garden Inn, Le Méridien, InterContinental, Pullman Hotels, Ritz-Carlton, JW Marriott, Steigenberger Group, Kempinski, Dolce Hotels, Mövenpick, Radisson BLU, Park Inn, Sheraton, Lindner Hotels & Resorts, DVAG, PwC.

Amouse Bouche: Kochen mit Freunden – Dieter Müller über den Kochnachwuchs

Von Dieter Müller

(Hamburg, 19. Dezember 2011) Als Präsident des Wettbewerbs „Koch des Jahres“, dessen Gewinner am 10. Oktober auf der Anuga in Köln ermittelt wurde, durfte ich ein interessiertes Auge auf die Leistungen unseres Koch-Nachwuchses werfen. Ein passender Anlass, um auf einige fundamentale Dinge des Kochens hinzuweisen.  

Die Juroren Fred Nowack, Jörg Müller, Heinz O. Wehmann, Dieter Müller, Thomas Bühner und Martina Kömpel (v.l.n.r.) amüsieren sich prächtig beim Hamburger Vorfinale. (Foto: Koch des Jahres/Grupo Caterdata S.L.)

Die Juroren Fred Nowack, Jörg Müller, Heinz O. Wehmann, Dieter Müller, Thomas Bühner und Martina Kömpel (v.l.n.r.) amüsieren sich prächtig beim Hamburger Vorfinale. (Foto: Koch des Jahres/Grupo Caterdata S.L.)

 
„Koch des Jahres“ auf der Anuga gekürt
Es ist verblüffend: gerade wenn man dem ambitionierten Nachwuchs auf die Finger und später auf den Teller schaut, werden einem die fundamentalen Dinge des Kochens schlagartig bewusst. Ein Koch sollte nicht nur, er muss Freude an seiner Arbeit haben. Seine Hände müssen frei agieren können, der Kopf darf sie nicht beeinflussen und hemmen. Dies zu beherzigen, bedeutet zwei elementare Dinge des Kochens mit allen Sinnen zu begreifen: Man darf nicht mit den Gedanken woanders sein, und man muss sein Handwerk beherrschen. Sind die Hände frei, kann der Koch sich auf seine Aufgabe und auf seine Umgebung konzentrieren. Denn ein Koch ist kein Selbstdarsteller. Selbst wenn wir seit einiger Zeit erleben, dass ein Koch im Fernsehen zum Star wird, im Alltag ist er eben keine „one man show“. Gerade in der Spitzengastronomie sind Teamplayer gefordert. Kreativität in der Küche entsteht erst durch das vertraute Zusammenspiel einzelner Könner. Auch wenn es Unterschiede gibt: Dieses Zusammenspiel ist in einer Sterneküche unabdingbar. Nur als eingespieltes Team versteht man sich auch ohne Worte, kann man Ideen eines Anderen aufgreifen und weiter entwickeln. 
 
Show und Talent
Ich möchte gar nichts gegen die Kochshows im Fernsehen sagen. Sie liefern lediglich das irrige Bild, es sei ein Einzelner, der permanent kulinarische Großtaten vollbringe. Dabei braucht man in einer auf Weiterentwicklung bedachten Küche immer ein Team, dessen Mitglieder sich wechselseitig beeinflussen und im guten Fall ein Spannungsfeld schaffen, in dem sich kreative Ideen wunderbar entwickeln. Durch die Fernsehshows ist der Beruf des Kochs sehr populär geworden. Jedoch beobachten wir nicht nur ein Mehr an jungen Köchen, sondern vor allem einen Zuwachs an talentierten, aufstrebenden jungen Köchen.
 
Wenn ein junger Koche eine spezifische Sensibilität nicht nur für die Produkte sondern auch für die Wünsche des Gastes entwickelt, wenn er im Laufe seiner Ausbildung lernt, sich gegenüber den Mitstreitern in der Küche zu öffnen, um von und mit ihnen zu lernen, dann erst bildet er jene Persönlichkeit aus, die für die Entwicklung zum Spitzenkoch unverzichtbar ist. Und wer weiß: Vielleicht wird Sebastian Frank, der „Koch des Jahres“ 2011, bald schon als Koch mit einer eigenen Handschrift auf sich aufmerksam machen. Wundern würde es mich nicht, denn alle Köche, welche die Endausscheidung des Wettbewerbs erreicht haben, sind ausgesprochene Talente.  
 
Nachwuchswettbewerb fördern
Ich freue mich sehr, diese Entwicklung begleiten zu dürfen. In Spanien habe ich beim dortigen Nachwuchswettbewerb beobachtet, wie wichtig eine solche Auszeichnung für einen jungen Koch ist. Ein solcher Wettbewerb fordert ihn heraus und vermittelt zugleich Sicherheit, Anerkennung und Zuspruch. Wichtige Basiselemente, um in den kommenden Jahren zu einer Persönlichkeit heranzureifen, die es versteht, ihre Gäste mit kreativen Ideen und perfekter Kochkunst zu begeistern.
 
Insofern ist es ganz wichtig, dass Wettbewerbe zur Förderung des Kochnachwuchses weiter Zuspruch erhalten. Zuspruch durch Sponsoren, Zuspruch durch die Medien, vor allem aber Zuspruch in den Küchen des Landes. Es ist gerade in der gehobenen Küche nicht immer leicht, sich die Zeit zu nehmen, um einen jungen Koch auf einen Wettbewerb vorzubereiten. Doch nur so lernt er persönlich, wie wichtig das Team für seinen Beruf ist. Ein guter Koch kocht nicht nur mit Freude, er kocht immer auch mit Freunden. 

„Koch des Jahres“ ist der transparente Wettbewerb für Profi-Köche aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Dessen Herausforderung liegt darin, ein Drei-Gang-Menü für sechs Personen in nur fünf Stunden zu kochen. Dabei darf der Wareneinsatz pro Person nicht über 16 Euro liegen. In den Vorfinalen wählt die Fachjury unter dem Vorsitz des Spitzenkochs Dieter Müller jeweils zwei Finalisten. Diese acht treten zum Finale zur Anuga mit einem neuen Menü unter denselben Bedingungen gegeneinander an, um den Titel „Koch des Jahres” und Preisgelder in Höhe von 26.000 Euro zu gewinnen. Ziel des Wettbewerbs mit Ursprung in Spanien ist es, auf der Anuga 2015 das erste europäische Finale zu veranstalten.

Junge Chinesen sagen Gruppenreisen ade

„Neue“ chinesische Touristen legen Wert auf individuelle Reiseerfahrungen – Wirtschaftsboom und Technik-Leidenschaft feuern die Reiselust an – ITB World Travel Trends Report präsentiert die  Besonderheiten der neuen Reisenden aus dem Reich der Mitte

(Berlin, 19. Dezember 2011) Chinesische Touristengruppen, die ihrem Tour Guide zu den schönsten Sehenswürdigkeiten folgen, könnten bald der Vergangenheit angehören. Junge, wohlhabende und technikorientierte Chinesen mit dem Wunsch nach individuellen Reiseerlebnissen lösen die bisherigen Reiseformen vieler Chinesen ab.  Laut dem aktuellen ITB World Travel Trends Report ist das Reiseverhalten der Chinesen in einem enormen Wandel begriffen. Die internationale Reiseindustrie muss sich mit speziellen Serviceleistungen auf die neuen chinesischen Touristen einstellen, wenn sie den Anschluss an die stetig wachsende Zahl der chinesischen Reisenden nicht verlieren möchte. Chinesisch sprechendes Personal, landestypische Speisen oder die Ansprache über in China beliebte Social Media Kanäle können ausschlaggebende Faktoren für den Erfolg sein.

Der wirtschaftliche Aufschwung treibt die Reiselust der Chinesen maßgeblich an. Gerade junge Berufstätige mit sehr guter Ausbildung profitieren von dem Wirtschafts-Boom und leisten sich internationale Reisen mit Erlebnis-Charakter. Statt möglichst preisgünstiger Gruppentouren ist hohe Servicequalität gefragt, die Touristen aus dem Reich der Mitte wollen individuelle Reiseerfahrungen sammeln. Möglichst viele Sehenswürdigkeiten zu besuchen spielt zwar immer noch eine wichtige Rolle auf Reisen, Faktoren wie Erholung und Unterhaltung rücken allerdings auf der Wunschliste nach oben. Shoppen gehört bei vielen Chinesen nach wie vor zu den Lieblingsbeschäftigungen, wenn sie im Ausland unterwegs sind. Ein Indiz dafür sind auch die durchschnittlichen Ausgaben pro Besuch, die im zweistelligen Bereich gestiegen sind.

Um von chinesischen Reisenden wahrgenommen zu werden, muss sich die Reiseindustrie auf die speziellen Wünsche und Bedürfnisse der chinesischen Reisenden einstellen und den landestypischen Kulturen und Gepflogenheiten Respekt zollen. Chinesisch sprechendes Personal oder Audioguides in Museen sorgen dafür, dass sich Touristen willkommen fühlen. Weitere Annehmlichkeiten wie beispielsweise Wasserkocher auf dem Zimmer für Zwischenmahlzeiten oder chinesische Speisen im Hotelrestaurant werden von vielen Reisenden als Wertschätzung ihrer Kultur gewertet.

Baidu statt Facebook
Auch beim Online-Auftritt sollten touristische Anbieter die Ansprüche und landestypischen Gewohnheiten von Chinesen berücksichtigen. Statt einer reinen Übersetzung der eigenen Inhalte, sind spezielle markt-relevante Inhalte und die Verlinkung zu chinesischen Suchmaschinen wie Baidu wichtig. Websiten sollten in China gehostet sein, um auf mögliche Zensureingriffe schnell reagieren zu können. Zudem sollten sie keine Links zu in China verbotenen Netzwerken wie Facebook oder YouTube enthalten. Stattdessen nutzen Chinesen andere soziale Netzwerke, die berücksichtigt werden müssen. Denn Rücksichtnahme auf ihre kulturellen Besonderheiten wird von Chinesen mit Respekt gleichgesetzt, während eine nicht auf ihre Bedürfnisse angepasste Website von vielen chinesischen Reisenden gleichzusetzen ist mit einer schlechten Reiseerfahrung.

Dr. Martin Buck, Direktor des KompetenzCenter Travel und Logistics der Messe Berlin, kommentiert: „Die Kommunikation in sozialen Netzwerken findet in China auf anderen Kanälen statt als in der westlichen Welt. Tourismusverantwortliche müssen sich der landestypischen Besonderheiten auch in der digitalen Welt bewusst sein, um am Markt erfolgreich zu sein.“

„Digital Natives“ auch bei der Reiseplanung
Social Media Nutzung, Online-Buchung und mobile Technologien sind gerade für die junge chinesische Generation der „Digital Natives“ bei der Reiseplanung und Buchung nicht mehr wegzudenken. Vor allem Nutzer mit Auslandsreise-Plänen verwenden Online-Medien zur ausführlichen Planung und Information über das Reiseziel. Nach dem Trip werden die Erfahrungen und Erlebnisse mit der Community im Netz geteilt. 92 Prozent der chinesischen Online-Nutzer verwenden soziale Netzwerke – das sind etwa doppelt so viele wie in Europa oder den USA. Doch obwohl Online-Buchungen für Flüge, Touren oder Unterkünfte rasant ansteigen, haben sie den klassischen Reisebüros noch nicht den Rang abgelaufen, so die Ergebnisse des ITB World Travel Trends Reports.

Die Reiselust chinesischer Touristen ist aktuell ungebrochen, Chinesen befinden sich auf dem besten Weg, bald zu den wichtigsten touristischen Quellmärkten weltweit zu gehören. Die UNWTO (United Nations World Tourism Organization) rechnet damit, dass dieses Jahr 66 Millionen Chinesen ins Ausland gereist sind. Das entspräche einer Steigerung von 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Auch wenn die Mehrzahl dieser sowohl Tages- als auch Übernachtungsreisen noch immer in die ehemaligen Kolonien Hong Kong oder Macau führen, steigt die Zahl der chinesischen Auslandsreisenden, die in andere asiatische Länder und darüber hinaus reisen, rasant an. IPKs Asian Travel Monitor geht bis Jahresende von rund 18 Millionen Auslandsreisen der Chinesen mit Übernachtung aus. In Europa zählen Deutschland und Frankreich zu den beliebtesten Ländern chinesischer Urlauber.

Restaurant-Ranglisten.de veröffentlicht neue Rankings

Vier Spitzenköche teilen sich Platz 1 / Klaus Erfort und Sven Elverfeld schließen auf / Faire Auswertung von sieben Gourmet Guides

(Frankfurt/Main, 19. Dezember 2011) Sie sind jetzt online, die neuen Rankings der Restaurant-Ranglisten, die die zum Teil sehr unterschiedlichen Einschätzungen und Beurteilungen der verbreiteten Restaurantführer auf einen Nenner bringen. Für das Deutschland-Ranking 2012 wurden die sieben wichtigsten Gourmet Guides ausgewertet und daraus erstmals gleich vier Sieger errechnet. Schon lange führen Harald Wohlfahrt (Schwarzwaldstuben) und Joachim Wissler (Vendôme) die Liste an, jetzt haben Sven Elverfeld mit dem Restaurant Aqua und Klaus Erfort mit seinem Gästehaus die beiden Spitzenreiter eingeholt. Alle vier haben 119,2 von 120,2 möglichen Punkten erreicht.

Die sieben renommiertesten Gastronomie-Guides – Michelin, Gault Millau, Feinschmecker, Gusto, Schlemmer Atlas, Der große Restaurant & Hotel Guide sowie der Varta-Führer – wurden in die Wertung der Internetplattform einbezogen. In einer aufwendigen Prozedur werden die Führer jedes Jahr analysiert und sorgfältig ausgewertet, dabei fließen fünf Kategorien in die Endwertung ein. An erster Stelle wird die Küchenleistung über die bekannten Auszeichnungen wie Sterne, Hauben und Pfannen erfasst. Anhand der Zusatzauszeichnungen der jeweiligen Guides werden außerdem Service, Preis-Leistungs-Verhältnis, Atmosphäre und auch die Weinauswahl für das Gesamt-Ranking berücksichtigt.

Ein spannendes Feature der Internetplattform Restaurant-Ranglisten.de ist die Möglichkeit, sich die Wertungen innerhalb einzelner Regionen anzeigen zu lassen. Auch auf regionaler Ebene gab es Verschiebungen – beispielsweise vom Chiemsee an den Tegernsee: In Bayern wird der lange Zeit erstplatzierte Heinz Winkler von seinem ehemaligen Schüler Christian Jürgens (Gourmetrestaurant Übersee) abgelöst. Weiter nördlich, in Hessen, steigt Christoph Rainer mit dem Restaurant Villa Rothschild in Königstein auf den ersten Platz auf, nachdem der bisherige Platzhirsch Juan Amador nach Baden-Württemberg abgewandert ist.

Gourmet-Portal – die Suche nach den besten Restaurants leicht gemacht
Die Gourmet-Portal GmbH bietet mit ihren Rankings eine benutzerfreundliche und aktuelle Übersicht über die Spitzengastronomie in Deutschland und Europa. Insbesondere Restaurant-Ranglisten.de zeichnet sich durch ein für das Web einmaliges Konzept zur Qualitätsanalyse von Gourmet-Restaurants aus. Dazu gehört ein umfassendes Nachschlagewerk, in dem nach Köchen, Restaurants und Gourmet-Reisezielen gesucht werden kann, auch mit praktischer Umkreissuche. Neben der Informationstiefe spricht vor allem die Aktualität für die Plattform.

Grundlage sind die Volkenborn-Ranglisten – ein von Gustav Volkenborn (1941-2006) erdachtes, ausgeklügeltes System, um aus den oft sehr unterschiedlichen Kritiken maßgeblicher Anbieter eine einzige Gesamtwertung zu errechnen. Die klassischen Profi-Bewertungen aus den bekannten Führern werden seit 2009 durch eine Laienbewertung von Restaurantbesuchern ergänzt, die persönliche Eindrücke von Genießern vermitteln. Mit einem einzigartigen gastronomischen Online-Angebot bietet Restaurant-Ranglisten.de neben der praktischen Übersicht auch ein beständiges und lebendiges Forum für Küchenchefs, Sommeliers und Genuss-affine Privatleute. Profis und Feinschmecker haben hier die Möglichkeit zum Gedankenaustausch und zur Interaktion. Eine kostenlose iPhone-App mit allen relevanten Funktionen für den mobilen Gourmet rundet das Angebot ab.

Condé Nast Traveller: Neue „Gold List“ für den Top-Luxushotels der Welt

(London, 19. Dezember 2011) Das sind die Top-Hotels der Welt: Die neue „Gold List“ des internationalen Reisemagazins „Condé Nast Traveller“ listet die besten Luxushotels und –resorts auf. In Deutschland sind dies: Regent Berlin, Hotel Adlon Kempsinki Berlin, Ritz-Carlton Berlin, Park Hyatt Hamburg und Mandarin Oriental München.

Mandarin Oriental München

Mandarin Oriental München

Die etwas eigenwillige Auswahl der Hotels – es fehlen etliche anerkannte Spitzenhäuser der Selektion Deutscher Luxushotels – kommt dadurch zustande, da beim „Condé Nast Traveller“ die überwiegend aus den USA stammenden Leser ihre beliebtesten Luxusherbergen auswählen dürfen.

In Österreich kommen auf die neue „Gold List“: Imperial Wien, Hotel Bristol Wien, Hotel Sacher Wien und Hotel König von Ungarn Wien. In der Schweiz schafften dies: Beau-Rivage Palace Lausanne, Fairmont Le Montreux Palace, Baur au Lac Zürich, Park Hyatt Zürich, Victoria-Jungfrau Grand Hotel & Spa Interlaken.

Intergastra Stuttgart: „Rofobox“ ist Gewinner des 7. Innovationspreis – Preisverleihung im Februar 2012

(Kornwestheim bei Stuttgart, 19. Dezember 2011) Große Ehrung für die „Robot Folding Box“: Die „Rofobox“ ist Sieger beim Innovationspreis, der zur Gastronomie-Fachmesse Intergastra Stuttgart 2012 verliehen wird. Dies wurde nun vorab bekannt.  Dies wurde nun vorab bekannt. Die erste High-Tech-Servietten-Faltmaschine, die nun in Serie geht, wird bei der feierlichen Messeeröffnung am 11. Februar 2012 in Stuttgart mit einem Sonderpreis prämiert.

Videos von der Weltpremiere sind hier abrufbar:
http://www.youtube.com/watch?v=sY8uJcuvD14

„Rofobox“ ist Gewinner des 7. Innovationspreis – Preisverleihung im Februar 2012

„Rofobox“ ist Gewinner des 7. Innovationspreis – Preisverleihung im Februar 2012

„Wir freuen uns sehr über die hochrangige Auszeichnung“, sagte Rofobox-Geschäftsführer Kartal Can. „Die Verleihung des Innovationspreis für unsere revolutionäre Entwicklung der ersten innovativen High-Tech-Serviettenfaltmaschine der Welt markiert nach dem erfolgreichen Marktstart in Deutschland einen weiteren wichtigen Meilenstein.“

Der Innovationspreis wird von Messe Stuttgart und dem Dehoga Baden-Württemberg verliehen und genießt eine internationale Leitbildfunktion. Eine hochkarätige Jury macht den Preis zur höchsten fachlichen Auszeichnung. Die prämierten Produkt-, Service- und Design-Lösungen werden während der Intergastra den mehr als 80.000 Fachbesuchern präsentiert. Die Jury entschloss sich, einen Sonderpreis zu vergeben, weil diese Technik zwar nicht für die vielen kleinen und mittleren Betriebe, wohl aber für ihre Dienstleister und natürlich für große Hotelbetriebe eine interessante Möglichkeit ist, die Kosten zu senken.

Die „Rofobox“ wurde im Juni erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Seitdem läuft ein vollautomatischer seriennaher Prototyp im Estrel Hotel Berlin prozesssicher und hat bereits mehr als  40.000 Tischservietten akkurat und hygienisch gefaltet. Im zweiten Quartal 2012 wird das erste Serienmodell der „Rofobox“ bei dem Familienunternehmen Wäsche- und Textilpflege König, Groß-Umstadt bei Frankfurt/Main, installiert und in Betrieb genommen. Damit stellt Wäscherei König der Hotellerie, Gastronomie, Event- und Cateringbranche die innovative Erfindung „Made in Germany“ zur Verfügung.

Die größten Nutzen durch die „Rofobox“ sind die Kostenersparnis, der Zeitgewinn und die gesteigerte Motivation der Servicemitarbeiter.  Sie können sich nun auf  wichtigere Aufgaben wie z.B. die Gästebetreuung oder auf Serviceschulungen konzentrieren. Ein weiteres Argument für die vollautomatisierte Serviettenfaltung ist der gesicherte Hygienefaktor. Weil die Tischservietten von allen Gästen auch zum Mund geführt werden, gelten hier besondere Maßstäbe – diese konnten vor der innovativen Automatisierung nicht garantiert werden.

Intergastra Stuttgart 2012 - größer denn je

Intergastra Stuttgart 2012 - größer denn je

Hotellerie setzt auf Nachhaltigkeit und Wellness
Mobilität ist ein Zeichen unserer Zeit. Ob privat oder beruflich, noch nie waren Menschen so viel unterwegs. Wo immer sie sich aufhalten, suchen sie einen gastlichen Rahmen, ob nur für eine Nacht, eine geschäftliche Verabredung in einer Bar oder mehrere Urlaubstage. Statt internationalem Einheitslook ist heute der stilsichere Unterschied gefragt – auf internationalem Ausstattungsniveau, versteht sich. Das gelingt mit individuellen Gestaltungskonzepten, die sowohl zum Hotelier als auch zum Objekt passen, darin sind sich Experten einig. Die Designtrends sind dabei nahezu so vielfältig, wie die Objekte. Dabei gilt: Nur die gelungene Kombination überzeugt den Gast und macht den Unterschied zwischen Masse und Hotel mit Persönlichkeit. Die Intergastra zeigt vom 11. bis 15. Februar 2012 auf dem neuen Messegelände in Stuttgart das breite Panorama der Einrichtungstrends von der Planung über Design bis zur Technik. Ein Höhepunkt ist der nun erweiterte Themenpark Fokus Hotel mit praxisnahen Anregungen.

Von Investitionsstau in der Hotelbranche kann trotz weltweiter Wirtschaftskrise kaum die Rede sein. Die Mehrwertsteuerabsenkung habe da positiv gewirkt und wirke noch nach, sind sich Einrichter wie die Ziefle Koch GmbH, Baur WohnFaszination GmbH oder Neubert Objekteinrichtung einig. Es wird investiert. Bauherren sind an einem ganzheitlichen Gestaltungskonzept interessiert, das Design, Effizienz, Funktionalität, Nachhaltigkeit und Atmosphäre einbezieht. Zwei wesentliche Trends kann man dabei festmachen: Nachhaltigkeit und Wellness.

Ein Baustein zur Nachhaltigkeit ist klassisches, geradezu zeitloses Design kombiniert mit hoher Qualität und effizienter Technik, wofür sich Hoteliers zunehmend entscheiden. Gottlob Ziefle von Ziefle Koch, Waldachtal-Cresbach, stellt fest: „Die Nachfrage nach natürlichen Materialien und Massivholz wächst“. Auch Komplettanbieter Voglauer hotel concept Abtenau/Österreich beobachtet den Trend zu „ehrlichen, unverfälschten Naturprodukten“. Die Pflege von Vollholzmöbeln ist weniger aufwändig geworden, so dass beispielsweise häufiger geölte statt lackierter Oberflächen zum Einsatz kommen. „Wir legen großen Wert darauf, dass geprüfte, schadstoffarme Materialien eingesetzt werden“, erklärt Matthias Windolf von Neubert Objekteinrichtung, Würzburg. Das unterstreicht deren neue Einrichtungslinie ‘Nature’. „Farblich liegen zeitlose Naturtöne im Trend vom gedeckten grau bis zu schoko-creme und weiß Varianten, ergänzt Windolf. Diese werden gezielt mit Farbe oder strukturellen Kontrasten variabel akzentuiert.

Wenn man Wellness mit Wohlfühlen übersetzt, ist es genau die Atmosphäre, die ein Gast sowohl im Hotelzimmer als auch im Café, Bar oder Lobby erwartet. Um dies überzeugend zu inszenieren, sind Planer gefragt, wie das Innenarchitekturbüro Markus-Diedenhofen, Reutlingen. Die Experten realisieren zum zweiten Mal den Themenpark „Fokus Hotel“ auf der Intergastra 2012. Unter dem Motto „Bauen im Bestand“ werden hier praxistaugliche Lösungen und Innovationen präsentiert. Schwerpunkt werden 2012 Hotelzimmer und Bäder sein, eigens für die Intergastra entworfen und realisiert. Zentrum des Themenparks werden drei Zimmer zu den Themen „Stadt“, „Land“ und „Fluss“ sein. „Stadt“ steht hier für ein Businesszimmer mit Schwerpunkt auf dem Arbeitsbereich, in Kombination mit einem ansprechenden Sitz/Loungebereich, „Land“ ist ein Zimmer im Resort/Wellness-Charakter. Weiter repräsentiert ein 4-Sterne Superior-Zimmer mit einem offenen Grundriss mit einer Bettinsel das Thema „Fluss“. Zur freistehenden Wanne kommt noch ein großer, eigenständiger Duschbereich. „Fokus Hotel bietet dem Eigentümer beziehungsweise Betreiber an zentraler Stelle Antworten auf die unterschiedlichsten Fragen mit denen er täglich in seinem Betrieb konfrontiert ist und die ihn beschäftigen“, erklärt Inhaberin Cornelia Markus-Diedenhofen. 2012 wird „Fokus Hotel“ zudem um den Partner-Park erweitert.

 „Es ist wichtig, dass ein Design in zehn Jahren noch überzeugt und die Gäste gerne wiederkommen“, erklärt Markus-Diedenhofen. Das ist die perfekte Verbindung von Nachhaltigkeit und Wellness, jedoch keine leichte Aufgabe. Denn der Gast sei heute kritischer gegenüber seinem zuhause auf Zeit, als noch vor zehn Jahren. Damit ist für Markus-Diedenhofen klar: „Wellness sollte nicht auf entsprechende Hotelbereiche begrenzt sein, sondern direkt im Hotelzimmer beginnen“.

Dabei spielt das Bett eine große Rolle und muss mit einer sehr guten Matratze ausgerüstet sein, ist Matthias Thannbichler von Schuster Hoteleinrichtungen, Grabenstätt, überzeugt. Einzelzimmer sollten seiner Einschätzung nach idealerweise 1,40 Meter breite Betten mit mehr als 2 Meter Länge anbieten. Auch Bettenspezialist Mühldorfer GmbH, Haidmühle setzt auf nachhaltigen Komfort und garantiert mit der neuen Linie „Bio-Natur“ gesunden Schlaf in Bioqualität: Für die daunendichten Bezugsstoffe werden ausschließlich Baumwollqualitäten ausgesuchter Herkunft eingesetzt. Die naturbelassene Ausrüstung der Qualitätsbetten ist nach ÖkoTex Standard 100 schadstoffgeprüft, eine gute Basis für einen erholsamen Schlaf.

Nach dem Aufstehen startet für viele Menschen der Tag auf dem Weg zum Badezimmer mit einem Blick ins Frühstücksfernsehen, Nachrichten auf dem Laptop oder mit Musik vom eigenen MP3-Player. Elektronische Medien sind mittlerweile Alltagsbegleiter. Auch unterwegs erwarten Gäste heute ausreichend Möglichkeiten für die eigene Technik. Ob Business- oder Feriengast – ein Platz für den Laptop muss sein, ebenso genügend Steckdosen, möglichst eine Ladestation für den MP3-Player und ein einfacher Zugang zum Wlan, betont Gottlob Ziefle von Ziefle Koch GmbH Objekt- und Hoteleinrichtung, Waldachtal-Cresbach.

Einmal im Badezimmer angekommen, hat die Atmosphäre entscheidenden Einfluss auf die morgendliche Stimmung. Bei Voglauer Hotel Concept wird es zur Wohlfühloase, die offen ins Zimmerkonzept eingegliedert wird. Das offene Raumgefüge und viel Licht lasse eine entsprechende Wohlfühlatmosphäre entstehen, ist Produktmanager Josef Zwilling überzeugt. „Heutige Badezimmerkonzepte werden durchaus ohne Türen oder mit Wandausschnitten und viel Tageslicht umgesetzt, abhängig vom Hoteltyp und der notwendigen Diskretion“, erläutert Hans Schönig vom Innenarchitekturbüro Markus-Diedenhofen.

Digitale Technik steht auch hier im Dienste des Gästekomfort bei gleichzeitiger Energieeffizienz. Ideal Standard, Bonn, bietet digitale Armaturentechnologie, die über ein Touchscreen ähnlich einem Smartphone bedient werden kann. Das funktionale, wie schnörkellose Design brachte der Linie ‘Evolution’ 2011 zudem den Design Plus Award ein. Wassermenge und Temperatur werden individuell geregelt und sollen laut Unternehmen Energiekosten sparen. Bereits jetzt ist das System darauf ausgelegt, künftig zentrale Funktionen im gesamten Bad zu übernehmen wie beispielsweise Duscharmatur, Toilettenspülung, Wannenzulauf bis hin zur Beleuchtung und angeschlossener Audiosysteme.

Oftmals entscheiden Details über die Zufriedenheit des Gastes. Dazu gehören im Badezimmer beispielsweise Kosmetikspiegel und Haartrockner. Auch Aliseo, Wolfach, verbindet Komfort mit Nachhaltigkeit und hat den klassischen Haartrockner weiter entwickelt. Die Kombination eines High Speed Motors mit Spezialdüse und neuer Ionen-Trocknungstechnologie verspricht laut Unternehmen bis zu 50 Prozent weniger Trocknungszeit und entsprechender Energieeinsparung. Kosmetikspiegel sind mit energiesparender LED-Technologie ausgestattet und bieten dem Gast ein gleichmäßig beleuchtetes Sichtfeld. Der Vorteil für den Hotelier: Die Technik verbraucht bis zu 50 Prozent weniger Energie, ist wartungsfrei und glänzt mit einer hohen Lebensdauer von rund 30.000 Stunden.

Licht ist nicht nur ein entscheidender Akteur im Badezimmer, sondern spielt eine immer wichtigere Rolle bei der Inszenierung der gewünschten Atmosphäre. Je nach Tageszeit verwandelt Licht den Frühstücksraum in ein Café mit lebendiger Stimmung oder in ein Restaurant mit diskreter Atmosphäre. Das ist nicht nur eine Entscheidung der Lichtquelle sondern der Lichtsteuerung. „Heute genießen Anlagen zur Lichtsteuerung in Hotellerie und Gastronomie große Akzeptanz“, betont Martin Krautter der Erco GmbH, Lüdenscheid. Das Light System Dali von Erco beispielsweise gebe damit Planern und Betreibern mehr Möglichkeiten die Räumlichkeiten und das gastronomische Konzept neu zu interpretieren. Mit wenigen Mausklicks können einfach und wirtschaftlich Leuchten im Innen- und Außenbereich gesteuert werden.

„Gerade in Hotelbars ist Licht neben der Lage der Bar selbst, ein extrem wichtiges Gestaltungselement“, erklärt Hans Schönig. Es sorgt dafür, dass Getränke animierend in Szene gesetzt werden oder der Barkeeper eventuell von unten beleuchtet in diskrete und geheimnisvolle Aura gehüllt wird. Technisch gehört dabei der energiesparenden LED-Technologie die Zukunft, die in Punkto Lichtfarben und -wärme aufgeholt haben.

Wie die Lichtkonzeption ausgerichtet ist, beeinflusst maßgeblich die Stimmung – ein wichtiger Baustein in Sachen Nachhaltigkeit: Denn Gäste, die sich wohlfühlen, kommen wieder.

NH Hoteles: 20%-Übernahme gescheitert: HNA steigt schnell wieder aus

(Madrid, 16. Dezember 2011) Schwerer Schaden für NH Hoteles: Der im Mai verkündete Einstieg der chinesischen HNA-Gruppe kommt doch nicht zustande. Der Kauf von 20 Prozent der Aktien für rund 431 Millionen Euro werde nicht abgewickelt, berichtet die „Financial Times“ vor zwei Tagen. Daraufhin brach der Kurs der in Madrid börsennotierten Hotelkette um über zehn Prozent ein.

Warum die HNA, Muttergesellschaft von Hainan Airlines, den Aktienkauf nicht realisieren will, ist bislang nicht bekannt. Damit bleibt NH Hoteles zunächst ohne große finanzielle Hilfe auf einem Schuldenberg von über eine Milliarde US-Dollar sitzen.

Laut „FT“ will NH Hoteles weiterhin mit HNA einige Hotels in China entwickeln. Es werden rund 15 Millionen US-Dollar von HNA für den Vertragausstieg gezahlt, heißt es.

Bettensteuer: Matratzen-Maut in Dortmund auch für Geschäftsreisende

(Dortmund, 16. Dezember 2011) Keine schönen Nachrichten zu Weihnachten: In Dortmund sollen ab dem nächsten Jahr auch Geschäftsreisende die Bettensteuer (5% auf Logisumsatz) zahlen. Die Matratzen-Maut für Privatgäste gilt bereits seit November 2010. Der Stadtkämmerer will einem Zeitungsbericht zufolge aber erst noch einen Musterprozess im Februar abwarten, ehe dies in Kraft tritt.

Rund 700.000 Business Traveller in Dortmund werden davon betroffen sein. Die Stadt Dortmund wird in diesem Jahr schätzungsweise 1,1 Millionen Euro aus der Zwangsabgabe einnehmen. Der Vorstoß kommt von SPD und Grünen im Stadtparlament.

Im Februar ist ein Urteil des Bundesverwaltungsgerichtes zur Rechtmäßigkeit der Bettensteuer in deutschen Städten und Gemeinden zu erwarten.

West Paces Hotel Group: Mehr Geld durch Private Equity – Namensänderung zu Capella Hotel Group

(Atlanta/USA, 16. Dezember 2011) Horst Schulze füllt die Kriegkasse: Seine West Paces Hotelgruppe ändert ihren Namen mit sofortiger Wirkung zu Capella Hotel Group, um die erfolgreiche Hotel-Luxusmarke (u.a. Breidenbacher Hof Düsseldorf) zu nutzen. Mit Stoneleigh Capital, einem Private-Equity-Unternehmen mit Erfahrung in Investitionen im Hotel- und Gastronomiebereich, wird eine enge Partnerschaft gebildet, wurde mitgeteilt. Die Topmanager von Stoneleigh gehören nun auch dem Board of Directors bei Capella an. Damit soll ein neues Modell für Hoteleigentümer und -erschließer bereitgestellt und die eigene Wachstumsstrategie beschleunigt umgesetzt werden.

Sehen Sie dazu ein Exklusivinterview mit Hotelierslegende Horst Schulze bei HOTELIER TV
http://www.youtube.com/watch?v=ksQ7N0XV8NE

„Die Capella-Hotelgruppe hat in den letzten neun Jahren ein starkes Wachstum erlebt, und mit der Namensänderung können wir die von uns aufgebaute Power-Marke ausnutzen“, sagte Schulze. „Die Investition von Stoneleigh Capital ermöglicht uns die Verdoppelung unserer Expansionsbestrebungen, die bereits die Aufnahme fünf neuer Hotels in den nächsten zwölf Monaten beinhalten, sowie die Verdoppelung der Unternehmensgröße im Lauf der nächsten zwei Jahre. Mit unseren Marken Capella und Solís und ausgewählten unabhängigen Hotels werden wir weiterhin die besten Luxushotels in Metropolen der ganzen Welt schaffen und führen.“

„Die Capella-Hotelgruppe ist der Vordenker im Bereich der Luxushotelbranche und setzt den globalen Maßstab für Servicequalität“, fügte Gary Engle, Chairman und CEO von Stoneleigh Capital, hinzu. „Der innovative Weitblick des Unternehmens und sein Streben nach dem höchsten Niveau an persönlichem Service gaben zusammen mit der leistungsstarken Marke des Unternehmens den Ausschlag für unsere Investitionsentscheidung. Zusammen können wir die großartigen Chancen nutzen, die im Bereich des Luxus-Gastgewerbes weltweit bestehen und auch eine der begehrtesten Luxusmarken weiter pflegen.“

Für die Investition in die Capella Hotel Group gründete Stoneleigh, zu dessen jüngsten Investoren auch JP Morgan Private Equity Limited (LSE: JPEL) zählt, das Unternehmen Stoneleigh WP Partners LLC. Darüber hinaus wird Stoneleigh WP Partners LLC eine Co-Investition mit den Eigentümern von Hotels und Resorts anstreben, die die Marken Capella und Solís erweitern.

Des Weiteren gab die Capella Hotel Group bekannt, dass Gary D. Engle, Chairman und CEO von Stoneleigh Capital, James A. Coyne, Vice Chairman und CFO von Stoneleigh Capital, und Frank D. Palmer, Managing Director von Stoneleigh Capital, künftig ihrem Board of Directors angehören.

„Die Beziehungen von Stoneleigh mit globalen Banken und seine Fähigkeit zur Durchführung komplizierter Transaktionen in diesem Bereich verschaffen diesem Beteiligungsunternehmen einen Vorteil gegenüber der Konkurrenz. Damit ist es ein idealer Partner für uns“, erklärte Robert Warman, President und COO der Capella Hotel Group. „Darüber hinaus sind wir davon überzeugt, dass der derzeitige Markt ein ausgezeichnetes Umfeld für Kapitalanlagen bietet, denn unsere außergewöhnliche Marke hat gezeigt, dass sie den Wert und das Image eines Hauses erhöht. Die Besitzer und Investoren sehen eine gesunde Kapitalrendite, wenn sie partnerschaftlich mit der Capella Hotel Group zusammenarbeiten. Und dieser Wert ist nicht nur auf Hotels beschränkt, sondern erstreckt sich auch auf Bürogebäude, Wohneigentum sowie Urlaubs- und Resortgemeinschaften.“

Die Capella Hotel Group wies darauf hin, dass ihre Aussichten für das Luxushotelgeschäft in den nächsten Jahren günstig seien, denn es stehe zu erwarten, dass vermögende Reisende aus Asien das Wachstum erheblich ankurbeln werden. „Wir werden diese Reisenden mit den weltweit besten Hotels zu uns locken. Und da unser Angebot speziell für Luxusreisende konzipiert wurde, sind wir von den typischen Konjunkturzyklen nicht betroffen“, so Warman.

Die West Paces/Capella Hotel Group (CHG) wurde 2002 gegründet und betreibt weltweit Luxushotels der Marke Capella, Businesshotels der Marke Solis, unabhängige Hotels und Spa der Eigenmarke Auriga.

Gastgewerbe: Umsatz sinkt im Oktober um -0,5%

(Wiesbaden, 16. Dezember 2011) Negativer Auftakt im Herbst: Die Unternehmen des Gastgewerbes in Deutschland setzten im Oktober 2011 nominal 1,6 Prozent mehr und real 0,5 Prozent weniger um als im Oktober 2010. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis, Wiesbaden) weiter mitteilt, war im Vergleich zum Vormonat September 2011 der Umsatz im Gastgewerbe im Oktober 2011 kalender- und saisonbereinigt nominal um 0,1 Prozent höher und real genauso hoch wie im Vormonat.

Das Beherbergungsgewerbe erzielte im Oktober 2011 einen nominalen Umsatzzuwachs von 1,7 Prozent gegenüber Oktober 2010 bei einem realen Umsatzrückgang von 0,9 Prozent. Die Gastronomie setzte nominal 1,5 Prozent mehr und real 0,2 Prozent weniger um als im Vorjahresmonat. Innerhalb der Gastronomie stieg der Umsatz der Caterer nominal um 1,7 Prozent real -0,6%).

Von Januar bis Oktober 2011 setzte das Gastgewerbe insgesamt in Deutschland nominal 3,6 Prozent und real 2,1 Prozent mehr um als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Die Jahresübersicht ist unter www.destatis.de abrufbar: http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Presse/pm/2011/12/PD11__471__45213,templateId=renderPrint.psml

Hotelmarketing: Google Hotelfinder zündet die nächste Stufe

(Hamburg, 16. Dezember 2011) Der Google Hotelfinder – im allgemeinen Sprachgebrauch noch in der Testphase befindlich – lässt weiter seine Hüllen fallen und greift die OTAs erneut an. Nachdem der Hotelfinder zunächst ausschließlich in der organischen Suchergebnisliste (SERPS) angezeigt wurde und über http://www.google.com/hotelfinder aufrufbar war, wird der Hotelfinder nun auch an prominenter Stelle angezeigt. Bisher allerdings lediglich in den USA. So wird z.B. bei der Sucheingabe „Hotel New York“ noch über den Google Werbeanzeigen (Ads) an oberster Position die Ergebnisse vom Hotelfinder in Form einer Comparison ad angezeigt. Das Pinkante dabei: In den Werbeanzeigen (Ads) finden sich meist bei die bekannten OTAs wieder.

Google Hotelfinder - neue Suchergebnisse

„Diese Platzierung und die Aufmachung mit der Anzeige der Kategorien und einem displaystarken ‚Book hotels’-Button zeigt wieder einmal deutlich, dass sich Google von den Einnahmen über den Hotelfinder (CPC) mehr erhofft als über die AdWords-Einnahmen der OTAs. Denn die werden durch diesen Frontalangriff eindeutig in der Sichtbarkeit geschwächt“, erläuterte Marc O. Benkert von der Hamburger Agentur Be-Con. Die Agentur erforscht intensiv die Funktionen des Google Hotelfinder und will mit einem neuen Beratungsangebot den Online-Trends „sozial, mobil und lokal“ mit einer neue Triebkraft verleihen. Für den Hotelmarketing-Experten steht weiterhin fest, dass Google den für User richtigen Weg geht. „Lösungen, die die Aggregation von Informationen und die Zusammenführung von Tools, die zur kompletten Reiseplanung, -buchung und -abwicklung ermöglichen, werden die Zukunft sein“, so Benkert weiter. Einen ähnlichen Weg wie mit dem Hotelfinder ist Google schon vorher mit seinem Tool „Flight Search“ gegangen.

BMF zu den wesentlichen Änderungen durch die Steuergesetzgebung ab dem 1. Januar 2012

(Berlin, 16. Dezember 2011) Die Steuergesetzgebung hat im Jahr 2011 wichtige Änderungen gebracht. Die wesentlichen Änderungen ab dem 1. Januar 2012 und wichtige Informationen für Bürgerinnen, Bürger und Unternehmen hat das BMF zusammenfassend dargestellt.

Verbesserung der steuerlichen Berücksichtigung von Kinderbetreuungskosten
Für Eltern ergeben sich ab dem 1. Januar 2012 deutliche Erleichterungen bei der steuerlichen Berücksichtigung von Kinderbetreuungskosten. Die Neuregelung verzichtet auf die persönlichen Anspruchsvoraussetzungen bei den Eltern, wie zum Beispiel Erwerbstätigkeit, Ausbildung, Krankheit, Behinderung. Wer Kinderbetreuungskosten hat, soll diese künftig steuerlich geltend machen können. Nur die Aufwendungen an sich müssen – wie bisher – belegt werden können. Insgesamt reduziert sich der Nachweis- und Erklärungsaufwand bei der „Anlage Kind“ zur Einkommensteuererklärung deutlich.

Im Rahmen des bisherigen Abzugshöchstbetrags von 2/3 der Aufwendungen, höchstens 4.000 Euro pro Jahr und Kind werden Kinderbetreuungskosten nunmehr einheitlich als Sonderausgaben berücksichtigt. Mögliche Wirkungen, die durch die Bezugnahme außersteuerlicher Regelungen auf steuerliche Bezugsgrößen entstehen könnten, z.B. bei der Berechnung der Elternbeiträge für die Betreuung in Kindertagesstätten, werden durch eine gesetzliche Klarstellung vermieden.

Wegfall der Einkünfte- und Bezügegrenze für volljährige Kinder beim Familienleistungsausgleich
Nach der bisherigen Regelung waren der Anspruch auf Kindergeld bzw. die Freibeträge für Kinder bei volljährigen Kindern neben den sachlichen Voraussetzungen (wie z. B. Studium) auch davon abhängig, dass die eigenen Einkünfte und Bezüge des Kindes den Betrag von 8.004 Euro nicht übersteigen.

Nach der ab 2012 geltenden Neufassung durch das Steuervereinfachungsgesetz 2011 wird ein volljähriges Kind zwischen 18 und 25 Jahren unabhängig von seinen eigenen Einkünften und Bezügen berücksichtigt. Nach Abschluss einer erstmaligen Berufsausbildung oder eines Erststudiums allerdings nur, wenn es keiner Erwerbstätigkeit nachgeht, die seine Zeit und Arbeitskraft überwiegend in Anspruch nehmen. Dies erspart den Eltern zukünftig umfangreichen Ermittlungs- und Erklärungsaufwand sowohl im Rahmen des Kindergeldantrags gegenüber den Familienkassen als auch im Rahmen der Einkommensteuererklärung. In diesem Zusammenhang wird auch auf die Anrechnung eigener Einkünfte und Bezüge beim Freibetrag für die Abgeltung des Sonderbedarfs eines sich in Berufsausbildung befindenden, auswärtig untergebrachten volljährigen Kindes ab 2012 verzichtet.

Änderung bei der Berechnung der Entfernungspauschale
Ab 2012 wird die Berechnung der Entfernungspauschale vereinfacht. Bei Nutzung verschiedener Verkehrsmittel müssen die Kosten für öffentliche Verkehrsmittel nicht mehr für jeden einzelnen Tag belegt werden. Nur, wenn diese höher sind als die Entfernungspauschale für das gesamte Kalenderjahr, ist ein Nachweis erforderlich.

Vereinheitlichung der Prozentgrenzen bei verbilligter Wohnraumüberlassung
Mit der Vereinheitlichung der Prozentgrenzen bei verbilligter Wohnraumüberlassung auf 66 Prozent wird die Ermittlung der Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung vereinfacht. Beträgt die ortsübliche Miete bei auf Dauer angelegter Vermietung nicht weniger als 66 Prozent, wird grundsätzlich ohne Totalüberschussprognose die Einkünfteerzielungsabsicht unterstellt und die Vermietung einer Wohnung als vollentgeltlich angesehen. Streitigkeiten hinsichtlich der bislang nach der Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs und Auffassung der Finanzverwaltung bei einem Mietzins zwischen 56 Prozent und 75 Prozent der ortsüblichen Miete vorzunehmenden Totalüberschussprognose werden hierdurch vermieden.

Ermittlung der zumutbaren Belastung und des Spendenabzugsvolumens
Zukünftig werden die abgeltend besteuerten Kapitalerträge nicht mehr bei der Berechnung der zumutbaren Belastung sowie des Höchstbetrages beim Spendenabzug berücksichtigt. Insoweit entfällt künftig die Notwendigkeit, abgeltend besteuerte Kapitalerträge nur für diese Zwecke in der Einkommensteuererklärung anzugeben.

Übertragung der Freibeträge für Kinder
Nach bisheriger Rechtslage kann bei geschiedenen oder getrennt lebenden Eltern der Kinderfreibetrag auf einen Elternteil übertragen werden, wenn der andere Elternteil seiner Unterhaltspflicht dem Kind gegenüber nicht nachkommt. Die Möglichkeit, sich den Kinderfreibetrag des anderen Elternteils übertragen zu lassen, wird nunmehr um die Fälle erweitert, in denen der andere Elternteil mangels Leistungsfähigkeit nicht unterhaltspflichtig ist.

Die Erweiterung der Übertragungsmöglichkeit des Kinderfreibetrages wirkt sich auch auf die Übertragung des Behinderten-Pauschbetrages aus. Künftig kann sich der Elternteil, der ein behindertes Kind betreut und für dessen Unterhalt überwiegend allein aufkommt, neben dem Kinderfreibetrag auch den Behinderten-Pauschbetrag des Kindes in voller Höhe übertragen lassen.

Neu ist auch, dass künftig der Elternteil, bei dem das Kind nicht wohnt, die Übertragung des Freibetrages für den Betreuungs- und Erziehungs- oder Ausbildungsbedarf des Kindes auf den anderen Elternteil verhindern kann, wenn er Kinderbetreuungskosten trägt oder eigenen Betreuungsaufwand hat.

Erstattungsüberhänge bei den Sonderausgaben
Die steuerliche Berücksichtigung von erstatteten Basiskranken- und gesetzlichen Pflegeversicherungsbeiträgen oder Kirchensteuern wird ab dem Jahr 2012 vereinfacht. Erfolgen derartige Erstattungen, ist der Erstattungsbetrag mit den im Veranlagungszeitraum getätigten gleichartigen Aufwendungen zu verrechnen. Der Differenzbetrag ist dann als Sonderausgabe zu berücksichtigen. Sind die Erstattungen höher als die Aufwendungen, ergibt sich ein sog. Erstattungsüberhang. Dieser wird bislang im Jahr der ursprünglichen Zahlung dergestalt berücksichtigt, dass das Einkommen des Steuerpflichtigen entsprechend erhöht wird. Hierzu muss der alte bereits bestandskräftige Steuerbescheid geändert werden.

Die Neuregelung vermeidet dieses „Wiederaufrollen“ der Steuerfestsetzungen aus den Vorjahren und vereinfacht somit die Steuerpraxis für Bürger und Finanzamt erheblich.

Änderung und Neufassung der Regelungen des Lohnsteuerabzugsverfahrens
Das Lohnsteuerabzugsverfahren befindet sich im Umbruch. Es ist derzeit noch durch Papierdokumente geprägt. Der Arbeitnehmer hat dem Arbeitgeber die für den Lohnsteuerabzug erforderlichen Besteuerungsmerkmale (Lohnsteuerabzugsmerkmale) auf Papier mitzuteilen. Dies geschieht mit der immer noch geltenden Lohnsteuerkarte 2010 oder der an ihrer Stelle vom Finanzamt ausgestellten Ersatzbescheinigung 2011.

Das Papierverfahren wird durch ein elektronisches Abrufverfahren abgelöst. Zukünftig soll der Arbeitgeber die für den Lohnsteuerabzug benötigten Lohnsteuerabzugsmerkmale elektronisch bei der Finanzverwaltung abrufen können. Man spricht daher von elektronischen Lohnsteuerabzugsmerkmalen – kurz ELStAM oder auch elektronische Lohnsteuerkarte. Voraussetzung für den Abruf ist, dass der Arbeitnehmer seinem Arbeitgeber einmalig sein Geburtsdatum und seine steuerliche Identifikationsnummer angibt und ihm mitteilt, ob es sich um das Haupt- oder um ein Nebenarbeitsverhältnis handelt. Der Arbeitgeber muss sich authentifizieren und kann dann mit Hilfe dieser vom Arbeitnehmer erhaltenen Angaben die benötigten ELStAM für den Lohnsteuerabzug elektronisch bei der Finanzverwaltung abrufen.

Die gesamten lohnsteuerlichen Verfahrensregelungen wurden an den dauerhaften Betrieb dieses neuen Verfahrens der elektronischen Lohnsteuerabzugsmerkmale angepasst. Die gesetzlichen Voraussetzungen für den Lohnsteuerabzug nach dem neuen Verfahren sind damit geschaffen.

Der ursprünglich im Kalenderjahr 2012 vorgesehene Starttermin für das neue Verfahren der elektronischen Lohnsteuerabzugsmerkmale und den erstmaligen Abruf der elektronischen Lohnsteuerabzugsmerkmale verzögert sich aber aufgrund nicht vorhersehbarer technischer Schwierigkeiten. Der Einsatz des elektronischen Abrufverfahrens ist derzeit zum 1. Januar 2013 geplant.

Steuerfreiheit der Sozialversicherungsrenten an Empfänger, die als Verfolgte nach § 1 Bundesentschädigungsgesetz anerkannt sind
Renten aus der gesetzlichen Rentenversicherung an Verfolgte im Sinne des § 1 des Bundesentschädigungsgesetzes (BEG) werden steuerfrei gestellt, wenn sie auf Anrechnungszeiten zum Ausgleich von Schäden in der Sozialversicherung für Zeiten der Verfolgung bzw. auf Zeiten der Beschäftigung in einem Ghetto während der Verfolgungszeit beruhen. Zur Kompensation von Nachteilen in der Altersversorgung werden Personen, die nationalsozialistischem Unrecht ausgesetzt waren und als Verfolgte im Sinne des § 1 BEG anerkannt sind, sozialversicherungs­rechtliche Anrechnungszeiten gewährt. Bei den in Rede stehenden Renten handelt es sich nicht um Entschädigungs- oder Wiedergutmachungsleistungen, sondern um die Kompensation eines für die Verfolgten entstandenen Nachteils in der Alterssicherung.

Mindestbeitrag von 60 Euro pro Jahr für die im Rahmen der steuerlich geförderten Altersvorsorge mittelbar zulageberechtigten Personen

Um Rückforderungen von Zulagen bei der Riester-Förderung wegen einer schleichenden Änderung der Zulageberechtigung weitgehend zu vermeiden, ist bei mittelbar Zulageberechtigten ab dem Jahr 2012 die Zahlung eines Mindestbeitrags von 60 Euro vorgesehen. Die Riester-Förderberechtigten werden von den Anbietern von Altersvorsorgeverträgen in Kürze über die Neuregelung informiert.

Anhebung des Arbeitnehmer-Pauschbetrages
Bei der Anhebung des Pauschbetrages handelt es sich zwar um eine Maßnahme, die bereits rückwirkend für das Jahr 2011 greift, allerdings sind die Wirkungen für den Haushalt erst für 2012 wirksam. Die Anhebung des Arbeitnehmer-Pauschbetrages von 920 Euro auf 1 000 Euro macht für eine halbe Million Arbeitnehmer zusätzlich das Sammeln von Belegen und den Einzelnachweis der Aufwendungen entbehrlich. Insgesamt ist somit für rund 22 Mio. Arbeitnehmer – das sind etwa 60 Prozent aller steuerpflichtigen Arbeitnehmer – kein Einzelnachweis der Werbungskosten in der Steuererklärung mehr erforderlich.

Vereinfachung der elektronischen Rechnungsstellung
Im vergangenen Jahr hat die Bundesregierung auch die elektronische Rechnungsstellung vereinfacht. Durch Gleichstellung von Papier- und elektronischer Rechnung wurden die bisher sehr hohen Anforderungen an elektronisch übermittelte Rechnungen erheblich herabgesetzt und liberalisiert. Es ist davon auszugehen, dass der Anteil der elektronisch versandten Rechnungen zukünftig stark ansteigt. Insgesamt wird die Wirtschaft so von Bürokratiekosten in Höhe von rund 4 Mrd. Euro entlastet. Der Gesetzgeber hat insbesondere auch darauf geachtet, die elektronische Rechnungsstellung technologieneutral auszugestalten. Das bedeutet, dass kein bestimmtes technisches Übermittlungsverfahren vorgeschrieben ist. Der Rechnungsaussteller ist vielmehr frei in seiner Entscheidung, in welcher Weise er Rechnungen übermittelt, sofern der Empfänger dem zugestimmt hat. Eine elektronische Signatur ist nicht mehr vorgeschrieben, kann aber gleichwohl verwendet werden.

Der Vereinfachungseffekt für den Unternehmer besteht darin, dass er zukünftig auf aufwendige Signatur- oder Datenaustauschverfahren verzichten kann. Stattdessen kann er auf vorhandene innerbetriebliche Kontrollverfahren zurückgreifen, die er bereits aus betriebswirtschaftlichen Gründen zur Überprüfung seiner Zahlungsverpflichtungen verwendet. Für die Verwaltung ist die Vereinfachung der elektronischen Rechnungsstellung nicht mit Verwaltungsmehraufwand verbunden.

Wegen der enormen Bedeutung der Änderung für die Wirtschaftsbeteiligten sind die Erleichterungen bei der elektronischen Rechnungsstellung bereits rückwirkend zum 1. Juli 2011 in Kraft getreten.

Dauerhafte Fortführung der erhöhten Umsatzgrenze von 500.000 Euro bei der Ist-Versteuerung
Die für die Berechnung der Umsatzsteuer nach vereinnahmten Entgelten maßgebliche Umsatzgrenze wurde zum 1. Juli 2009 bundeseinheitlich auf 500 000 Euro angehoben. Die Maßnahme war ursprünglich bis zum 31. Dezember 2011 befristet. Die Umsatzgrenze von 500 000 Euro wird nunmehr auf Dauer beibehalten. Die Unternehmen erhalten hierdurch mehr Planungssicherheit.

Belegnachweis bei innergemeinschaftlichen Lieferungen
Mit Wirkung vom 1. Januar 2012 werden die Beleg- und Buchnachweispflichten für Ausfuhrlieferungen an die seit dem 1. Juli 2009 bestehende EU-einheitliche Pflicht zur Teilnahme am elek­tronischen Ausfuhrverfahren (so genanntes Verfahren „ATLAS-Ausfuhr“) angepasst. Außerdem wurden für die Steuerbefreiung innergemeinschaftlicher Lieferungen einfachere und eindeutigere Nachweisregelungen geschaffen: Für innergemeinschaftliche Lieferungen ist sowohl in Beförderungs- als auch in Versendungsfällen der gesetzlich vorgeschriebene Belegnachweis mit einer so genannten Gelangensbestätigung zu führen.

Beschränkung der Gebührenpflicht für verbindliche Auskünfte
Steuerpflichtige können sich bereits im Vorfeld einer Investitionsentscheidung mehr Rechtssicherheit über die damit verbundenen steuerlichen Folgen verschaffen, indem sie beim Finanzamt einen Antrag auf Erteilung einer verbindlichen Auskunft stellen. Bei Bagatellfällen (Gegenstandswert unter 10.000 Euro) wird künftig auf eine Gebührenerhebung verzichtet. Die Gebührenpflicht für verbindliche Auskünfte wird damit auf wesentliche und aufwändige Fälle beschränkt.

Änderungen des Erbschaftsteuer- und Schenkungsteuergesetzes
Die für die Verschonung unternehmerischen Vermögens wichtigen Werte der Ausgangslohnsumme, der Anzahl der Beschäftigten und der Summe der innerhalb des maßgebenden Lohnsummenzeitraums gezahlten Löhne und Gehälter sollen gesondert festgestellt werden. Gleiches gilt für die Angaben zum Verwaltungsvermögen und zum jungen Verwaltungsvermögen. Das gesamte Verfahren wird sowohl für den Steuerpflichtigen als auch für die Finanzverwaltung übersichtlicher und einfacher zu handhaben. Obwohl sich das Inkrafttreten des Steuervereinfachungsgesetzes 2011 wegen des Vermittlungsverfahrens verzögert hat, wurde daran festgehalten, die Änderungen erstmalig auf Erwerbe anzuwenden, für die die Steuer nach dem 30. Juni 2011 entsteht.

Die Werterhöhung von Anteilen an einer Kapitalgesellschaft, die eine an der Gesellschaft unmittelbar oder mittelbar beteiligte natürliche Person oder Stiftung (Bedachte) durch überproportionale Einlage einer anderen Person (Zuwendender) an die Gesellschaft erlangt, gilt als Schenkung. Vermögensverschiebungen zwischen Kapitalgesellschaften führen zu freigebigen Zuwendungen, soweit sie nicht betrieblich veranlasst sind und soweit an den Gesellschaften nicht unmittelbar oder mittelbar dieselben Gesellschafter zu gleichen Anteilen beteiligt sind.

Bei einer Schenkung durch eine Kapitalgesellschaft oder Genossenschaft ist der Besteuerung das persönliche Verhältnis des Erwerbers zu derjenigen unmittelbar oder mittelbar beteiligten natürlichen Person oder Stiftung zugrunde zu legen, durch die sie veranlasst ist.

Änderungen des Bewertungsgesetzes
Die Vorschriften über die gesonderten Feststellungen für Zwecke der Erbschaft- und Schenkungsteuer sowie der Grunderwerbsteuer wurden aus Gründen der Praktikabilität und unter Berücksichtigung der Rechtsprechung weiter präzisiert, insbesondere wurde klar gestellt, dass Beteiligter am Feststellungsverfahren auch der Steuerschuldner der Erbschaft- und Schenkungsteuer nach dem ErbStG bzw. der Grunderwerbsteuer nach dem GrEStG ist. Obwohl sich das Inkrafttreten der Änderungen verzögert hat, wurde an der im Gesetzentwurf vorgesehen erstmaligen Anwendung auf Bewertungsstichtage nach dem 30. Juni 2011 festgehalten.

Um die Ermittlung des gemeinen Werts bebauter Grundstücke im Sachwertverfahren zu gewährleisten, werden die Regelherstellungskosten an Hand der vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Baupreisindizes an die Entwicklung der Baupreise angepasst.

EU-Beitreibungsgesetz
Das EU-Beitreibungsgesetz setzt die EU-Beitreibungsrichtlinie in deutsches Recht um und löst das überholte EG-Beitreibungsgesetz ab.

Mit dieser Richtlinie wird EU-weit der OECD-Standard für Transparenz und effektivem Informationsaustausch für Besteuerungszwecke umgesetzt. Hierdurch wird gewährleistet, dass auch Bankauskünfte erhältlich sind. Zudem werden alle juristischen und natürlichen Personen in der Europäischen Union von den Regelungen erfasst. Gleichzeitig wird der ständig zunehmenden Vielfalt an Rechtsvereinbarungen, unabhängig davon ob es sich um herkömmliche Instrumente wie Trusts und Stiftungen oder um neue rechtliche Konstruktionen handelt, Rechnung getragen. Dies schafft eine klare Regelung in Bezug auf die Rechte und Pflichten sowohl der Mitgliedstaaten als auch der Steuerpflichtigen.

Eine weitere wesentliche Neuerung ist die Einführung eines einheitlichen Vollstreckungstitels. Dieser stellt für die Vollstreckungsbehörden der Mitgliedstaaten nunmehr die Vollstreckungsgrundlage dar und muss nicht durch einen besonderen Akt im anderen Mitgliedstaat anerkannt werden. Des weiteren wird der Geltungsbereich der Beitreibung auf alle Steuern und Abgaben erweitert, der Informationsaustausch zwischen den Mitgliedstaaten wesentlich erweitert und vereinfacht, ein wirksameres Beitreibungs- und Sicherungsverfahren geschaffen und das Zustellungsverfahren vereinfacht.

Bocuse d’Or – Internationale Sterne-Jury bereit für die Selection Germany 2012

(Köln, 16. Dezember 2011) Die Juroren für den nationalen Vorentscheid des Bocuse d’Or am 11. Februar 2012 in Stuttgart stehen fest. Die Jury setzt sich aus der Elite der internationalen Kochszene zusammen:
 
Dimitri Demjanov
Restaurant Gloria – Präsident Bocuse d’Or Estland

Armin Karrer
Restaurant Zum Hirschen – 1 Stern

Constant-Michel Labarre
Präsident Bocuse d’Or Polen

Léa Linster
Restaurant Léa Linster, Kaschthaus -  1 Stern, Gewinnerin Bocuse d’Or 1989,
Fernsehköchin, Präsidentin Bocuse d’Or Luxemburg

Mario Lohninger
Restaurant Silk – 1 Stern

Christian Lohse
Restaurant Fischers Fritz – 2 Sterne

Andreas Mayer
Schloss Prielau – 2 Sterne, Teilnehmer Bocuse d’Or Deutschland 2002

Wahabi Nouri
Restaurant Piment – 1 Stern, Koch des Jahres 2010 Gault Millau,
Gewinner Bocuse d’Or Deutschland

Hendrik Otto
Restaurant Lorenz Adlon – 2 Sterne

Giancarlo Perbellini
Restaurant Perbellini, 2 Sterne, Präsident Bocuse d’Or Italien

Christoph Rainer
Restaurant Villa Rothschild – 2 Sterne

Michel Roth
Hotel Ritz Paris – 2 Sterne, Gewinner Bocuse d’Or 1991,
Präsident Academie Bocuse d`Or international

Jörg Sackmann
Restaurant Schlossberg – 1 Stern

Martin Scharff
Restaurant Wartenberger Mühle – 1 Stern

Erich Schwingshackl – 2 Sterne
Rolf Straubinger
Burgrestaurant Staufeneck – 1 Stern, Hotelier des Jahres 2011,
Gewinner Bocuse d’Or “bester Fischkoch”

Paul Urchs
Restaurant Alpenstube  – 1 Stern

Claus Weitbrecht
Restaurant Talblick – 3. Platz Bocuse d’Or 2003
 
Léa Linster, die erste und einzige Bocuse d’Or Gewinnerin, über ihre Zusage als Jurorin für den Bocuse d’Or – Selection Germany 2012: „Mein Kompliment an das deutsche Team für die Organisation. Es ist mir eine besondere Freude, ja eigentlich ein Genuss, wieder in der Jury beim Bocuse d’Or – Selection Germany 2012 dabei sein zu dürfen. Als ich gefragt wurde, musste ich nicht lange überlegen – ich habe sofort zugesagt.“
 
Patrik Jaros, Präsident des Bocuse d’Or Germany: „Die begeisterten Zusagen sowohl nationaler als auch internationaler Sterneköche als Juroren für den Bocuse d’Or –
Selection Germany 2012, zeigen das länderübergreifende Renommee des Wettbewerbs. Einmal in seinem Leben am legendären Bocuse d’Or teilzunehmen, ob als Commis, Kandidat oder Jurymitglied ist wohl der Herzenswunsch jedes Spitzenkochs.“
 
Ambitionierte Köche können sich noch bis zum 31.12.2011 für eine Teilnahme bewerben. Interessierte und Bewerber finden weitere Informationen auf der offiziellen Homepage des Bocuse d’Or – Selection Germany: www.bocuse-dor.de

Corps Touristique zeichnet beste Reise-Messe 2011 aus – Neues CT-Mitgliederverzeichnis 2012 erhältlich

(Frankfurt/Main, 15. Dezember 2011) Das Präsidium des Corps Touristique e.V. (CT) und seine Mitglieder haben erneut abgestimmt – und die drei besten Reise-Messen Deutschlands 2011 gewählt. CT-Präsident Andreas Sakkas, zugleich Direktor der Fremdenverkehrszentrale Zypern in Frankfurt/Main, überreichte kürzlich im Rahmen der jährlichen CT-Weihnachtsfeier eine gläserne Weltkugel samt Urkunde als Ehrenpreis an die Stuttgarter CMT als Erstplatzierte sowie an die ITB Berlin auf dem zweiten und die Leipziger Touristik & Caravaning auf dem dritten Platz.

Die CT-Mitglieder haben in einer internen Umfrage 18 Reise-Messen von Nord- bis Süddeutschland bewertet, soweit sie an diesen teilgenommen haben. Maximal je zehn Punkte in den drei Kategorien ‚fachliche Inhalte’, ‚Publikumsakzente’ und ‚Betreuung durch die Messe’ konnten dabei vergeben werden. CT-Präsident Sakkas freut sich besonders über die Nummer eins, die bereits zum vierten Mal als beste Reisemesse Deutschlands ausgezeichnet wurde.

Gleichzeitig stellte das CT sein neues Mitgliederverzeichnis 2012 vor: Das kostenfreie, durchgängig farbig gehaltene CT-Verzeichnis hat einen Umfang von 32 Seiten und enthält einen Serviceanteil mit Tipps und Informationen rund um das Reisen in nahe und ferne Länder. Es erscheint in einer Auflage von 5.000 Exemplaren und wird auf Anfrage zugeschickt. Gedacht ist es als Recherche- und Hilfsmittel für Mitarbeiter der Tourismusbranche – beispielsweise als praktischer Helfer für Expedienten, die Länderinformationen suchen, sowie für Medienvertreter. Bestellungen sind ab sofort möglich unter E-Mail sekretariat@corps-touristique.de oder Telefon 06021 / 449059, Fax 06021 / 449295.

Das Corps Touristique startet mit 67 ordentlichen Mitgliedern aus 51 Ländern sowie  23 Ehrenmitgliedern und zwei Ehrenpräsidenten ins Jahr 2012.