Monatsarchiv: Juni 2011

Rosewood Hotels: Übernahme durch Pentahotels-Miteigentümer New World Hospitality

(Dallas/USA, 21. Juni 2011) Übernahme für rund 229 Millionen US-Dollar: Die 22 Häuser zählende Hotelgruppe Rosewood wird von Pentahotel-Miteigentümer New World Hospitality aus Hongkong übernommen. Rosewood soll künftig als Premiummarke weitergeführt werden. Verkäufer sind Rosewood Corp. und die Hotelinvestment-Firma Maritz Wolff & Co.

Gehört nun zu New World: The Carlyle New York City, Flagghotel der Rosewood-Gruppe

Gehört nun zu New World: The Carlyle New York City, Flagghotel der Rosewood-Gruppe

Der Verkauf soll bis Ende Juni abgeschlossen werden. „Die Übernahme stellt eine wichtige strategische Weichenstellung für unser Unternehmen dar, um unsere Stellung im Markt der Luxushotels weltweit auszubauen“, sagte Sonia Cheng, Chairman von New World Hospitality. Weitere Informationen über die Integration von Rosewood bei New World Hospitality sollen nach Abschluss der Übernahme verlautbart werden.

Rosewood ist eine der besten Luxushotelketten weltweit. Dazu gehören das Carlyle in New York City und Rosewood Mansion on Turtle Creek in Dallas. Die moisten Tophotels und Resorts sind in den USA, Mexiko und der Karibik zu finden. In Saudi-Arabien gibt es drei Rosewood-Hotels, in Dubai und Abu Dhabi jeweils eines.

New World Hospitality wurde 2006 in Hongkong gegründet und gehört zur Investmentgruppe New World Group. Zum Portfoltio gehören 20 Hotelimmobilien mit über 4.000 Zimmern, darunter zwei Pentahotels in Peking und Shanghai und Luxushotels der Eigenmarke „New World“ sowie das Chancery Court Hotel London (356 Zimmer).

Hotelcup 2011: Elf des Innside by Meliá Frankfurt/M. siegt bei Hotel-Fussballturnier

(Köln, 21. Juni 2011) Sieger ist die Elf vom Hotel Innside by Meliá Frankfurt/Main: Beim Deutschlandfinale des „Hotelcup 2011“ mit 13 namhaften Hotels setzte sich die Betriebsmannschaft gegen das Team vom Hilton Köln mit 5:4 nach Strafstoßschießen durch. Den entscheidenden Treffer erzielte Teamchef Ionnis Lazaridis.

Hotelcup Sieger 2011: Team des Innside by Melia Hotel Frankfurt/M. mit Wanderpokal

Hotelcup Sieger 2011: Team des Innside by Melia Hotel Frankfurt/M. mit Wanderpokal

Das Finale des Hotel-Fußballturniers entwickelte sich zu einer äußerst stimmungsvollen und sehr umkämpften Partie, nicht zuletzt durch die Anfeuerungen der weiblichen Fangruppe des Hilton Köln. Besonders auszeichnen konnten sich auch zwei Stuttgarter Teilnehmer mit dem „Hotelcup-Fairnesspreis“ für das Maritim Hotel und als beste Thekenkünstler zeigte die Mannschaft vom Millennium Hotel was man mit Wodkakreationen alles anstellen kann.

Auf Platz 2 beim Hotelcup 2011: Elf des Hilton Cologne

Auf Platz 2 beim Hotelcup 2011: Elf des Hilton Cologne

Und das Hilton Hotel aus Köln feierte seinen zweiten Platz noch im Biergarten des Soccer Center Kautz mit Kölsch bis spät in die Nacht. Zahlreiche Videos, Fotos und weitere Ergebnisse findet man auf www.hotelcup.de.

Veranstalter des „Hotelcup“ ist die Hürther Gastrobase GmbH unter der Leitung Boris Hauenstein, die auch die bekannten „Hotel Staff Parties“ durchführt. Hauenstein ist auch treibende Kraft der Community hotelsunited.de

Starker Auftritt: Deutschlandfinale des Hotelcup 2011 in Köln

Starker Auftritt: Deutschlandfinale des Hotelcup 2011 in Köln

UNWTO: Welttourismustag findet am 27. September statt

(New York/USA, 21. Juni 2011) Das Thema lautet “Tourism – Linking Cultures”: Der Welttourismustag findet in diesem Jahr am 27. September statt. Dies teilte die Welttourismusorganisation UNWTO mit.

UNWTO Welttourismustag findet am 27. September statt

“Die Botschaft des Welttourismustages ist, dass Millionen an Menschen unterschiedlichster Kulturen dank des Tourismus einander näher gebracht werden als je zuvor“, sagte UNWTO-Generalsekretär Taleb Rifai. Der Tourismus ist weltweit eine wenigen boomenden Branchen. Im vergangenen Jahr wurden 940 Millionen Reisende gezählt.

Unister Holding: Start für holidaytest.de – Dirk Bach und Sonja Zietlow als Testimonials

(Leipzig, 20. Juni 2011) Das hat gerade noch gefehlt: Die Leipziger Unister Holding startete nun mit holidaytest.de ein eigenes Gütesiegel für Hotels. Damit werden Kriterien wie Lage, Service, Gastronomie, Sport & Unterhaltung, das Zimmer und der Gesamteindruck bewertet. Nur Hotels, die von unseren Mitgliedern als sehr gut, gut, befriedigend oder ausreichend beurteilt wurden, bekommen solch ein wertvolles Gütezeichen. Dieses Bewertungssystem soll eine Ergänzung zum Reisekatalogtext sein und die Erfahrungen der Urlauber widerspiegeln. Damit schafft Unister ein weiteres Markeingtool, das mit TV-Werbung eingeführt wird.

Sonja Zietlow und Dirk Bach sollen das neue Unister-Gütesiegel für Hotels präsentieren

Sonja Zietlow und Dirk Bach sollen das neue Unister-Gütesiegel für Hotels präsentieren

Sonja Zietlow und Dirk Bach, die Moderatoren des RTL-„Dschungelsamp“, wurden als Testimonials eingekauft. Sie sollen das Gütesiegel „Holidaytest“ mit Spots auf Pro 7, Kabel 1 und Sat 1 präsentieren. Im Mittelpunkt stehen Geschichten über „unschöne Begleiterscheinungen“ im Urlaub. Die Holidaytest.de Gütesiegel-Bewertungen reichen von „exzellent“ über „sehr gut“, „gut“, „befriedigend“ bis hin zu „ausreichend“.  So bekommen die Zuschauer unter anderem folgenden Dialog zu hören: Sonja: „Dirk, was ernährt sich von Essensresten und hat sechs Beine?“ Dirk: „Kakerlaken?“ Sonja: „Nein, drei Pauschalurlauber an einem völlig überfüllten Strand, die sich eine Liege teilen.“

Die Bewertungsmaßstäbe von holidaytest.de beruhen laut Unister-Mitteilung u.a. auf über 200.000 Reisebewertungen von Privat- und Geschäftsreisenden. Ein Unister-Team überprüfe die Hotelbewertungen, heißt es; genauer wird dies nicht ausgeführt. „Das Siegel versteht sich als neutrales Bewertungssymbol, welches die Reisenden bei der Urlaubsplanung unterstützen soll“, Ralph Michaelsen, Director Travel & Tourism bei Unister.

Viele Supermärkte und Discounter verkaufen Schimmel-Obst und -Gemüse

(Hamburg, 20. Juni 2011) Sendung “Markt” am Montag, 20. Juni, 20.15 Uhr im NDR Fernsehen: In vielen Supermärkten und Discountern wird Obst und Gemüse angeboten, das vergammelt ist und laut Lebensmittelverordnung nicht mehr verkauft werden dürfte. Das haben Recherchen des NDR Verbraucher- und Wirtschaftsmagazins “Markt” ergeben. Drei Viertel der getesteten Märkte bieten in ihren Verkaufsregalen schimmelige Ware an. Das Ergebnis alarmiert Experten für Lebensmittelsicherheit.

“Markt” hat in einer Stichprobe Märkte von Rewe, Edeka, Penny und Lidl besucht. “Frisch” oder “jeden Tag besser” – so werben die Einzelhändler für ihre Produkte. Doch die Wirklichkeit sieht oft anders aus: In den Obst- und Gemüseabteilungen liegen gammelige oder schimmelige Weintrauben, Blaubeeren, Pfirsiche, Aprikosen, Paprika, Salatherzen, Pilze und Tomaten. Und selbst am darauffolgenden Tag werden dieselben verdorbenen Produkte noch zum Verkauf angeboten, angeblich als frische Ware vom Tag. Die Reporter von “Markt” konnten ganze Einkaufstüten mit schimmeliger Ware füllen. Nur bei der Lidl-Stichprobe war die Qualität einwandfrei.

Die Expertin für Lebensmittelsicherheit, Dr. Bianca Brauer, ist schockiert. Solche Produkte müssten ausgeräumt werden und sollten nicht noch andere Produkte anstecken. Die Ware sei ungenießbar und Schimmelpilze nicht ungefährlich, so Brauer. Auf Anfrage von “Markt” will Rewe entsprechende Schritte einleiten, um die Qualität in den Märkten zu verbessern. Edeka kann sich den Befund nicht erklären, will aber in Zukunft verstärkt auf die Qualitätsanforderungen achten. Penny hat sich bislang nicht geäußert. Der Kunde muss sich die Ware also genau anschauen, bevor er damit an die Kasse geht. Denn in der Stichprobe haben Rewe, Edeka und Penny die verdorbene Ware einfach verkauft.

Weitere Informationen zu “Markt” im Internet unter www.ndr.de/Markt

MKG Hospitality: Hilton führt in Nordamerika, Accor in Lateinamerika

(Paris, 17. Juni 2011) Hilton führt in den USA: Mit 505.654 Hotelzimmern ist die gute alte Hotelkette die größte in Nordamerika (USA, Kanada, Mexiko). Das starke Wachstum (11.824 mehr Zimmer im Vergleich zum Vorjahr) sichert den Spitzenplatz im aktuellen Hotelketten-Ranking von MKG Hospitality. Auf Platz zwei steht die Wyndham Hotel Group, die um 18.122 Zimmer zulegte. In Lateinamerika steht Europas führender Hotelkonzern Accor auf Platz eins der Hotelketten, noch vor Meliá Hotels International.

Hotelriese Marriott steht in Nordamerika nur an dritter Stelle (486.787 Zimmer). Die britische InterContinental Hotels Group (IHG) sackte mit 422.726 Zimmern auf Platz vier, da über 5.500 Zimmer durch ehamlige Holiday-Inn-Hotelpartner verloren gingen. Choice Hotels liegt mit 419.918 Zimmern auf dem fünften Platz.

Lodging Econometrics: 790 neue Hotels werden in Europa noch gebaut

(London, 17. Juni 2011) Massiver Zuwachs in ganz Europa: Aktuell sind 790 Hotelprojekte mit insgesamt 125.296 Zimmern in Bau bzw. in Entwicklung. Allein 208 Projekte (27.607 Zimmer) zählt der Bauinformationsdienstleister Lodging Econometrics (LE) in Großbritannien. Damit sind in Westeuropa neun Prozent mehr Hotelprojekte in der Pipeline (als im Vorjahresquartal). Die Zahl der in Bau befindlichen Hotelzimmer stieg um drei Prozent. Dies zeigt, dass die zum Teil erheblichen negativen Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise überstanden sind.

Die Hotelplanungen in Europa werden in der Anzahl der Hotelzimmer etwas zurück gefahren. 77 Prozent der geplanten Häuser werden weniger als 200 Zimmer haben. Aktuell sind 405 Projekte (69.456 Zimmer) in Bau. 204 Hotelprojekte (29.588 Zimmer) sollen noch in diesem Jahr eröffnet werden.

Im Nahen Osten zählt LE aktuell 425 Hotelprojekte (114.618 Zimmer), zwei Prozent weniger als zuletzt. Die meisten Hotels werden nachwievor in Dubai und Abu Dhabi gebaut, auch wenn etliche Projekte durch Finanzierungsschwierigkeiten erheblich verzögert wurden. In Afrika werden aktuell 190 größere Hotels (37.141 Zimmer) geplant, sieben Prozent mehr als im erstes Quartal des Vorjahres. Allein 64 Hotelbau-Projekte (11.955 Zimmer) entstehen in Marokko, 19 (3.979 Zimmer) in Nigeria und 17 (2.492) in Südafrika. Die Umstürze und Unruhen in Libyen, Tunesien und Ägypten bremsten den Ausbau der Hotellerie stark.

Touristiker Stefan Seidl: „Bayerische Tourismusgeschichte darf nicht in Vergessenheit geraten!“

(Starnberg, 17. Juni 2011) Als am 21. Januar 1961 im Bonner Presseclub der Studienkreis für Tourismus gegründet wurde, ging es schon damals nicht nur um die Fragen der Erholung, sondern auch um die der Bildung und internationalen Begegnungen während der Urlaubsreise. Die an diesen Fragen interessierten Persönlichkeiten aus recht verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen hatten eine gute Wahl getroffen, als sie den Sozialwissenschaftler Heinz Hahn beauftragten, die Gründung dieser Institution vorzubereiten und in die Wege zu leiten. Sitz des Studienkreises wurde Starnberg, eine gute Entscheidung, denn als Reiseland spielte Bayern in Deutschland schon immer eine wichtige Rolle. Davon zeugt ein Blick in die Tourismusgeschichte. Diese Geschichte des Tourismus in Bayern festzuhalten und fortzuschreiben, gehörte zu den unerlässlichen Aufgaben dieser Branche.

Doch wer kümmert sich hier darum? Es gibt seit vielen Jahren Bemühungen um die Bayerische Tourismusgeschichte, aber an einer generellen, zielgerichteten Darstellung, verbunden mit einer geordneten Übersicht, mangelte es. Dieser Problematik hat sich der Arbeitskreis von Stefan Seidl, Touristiker mit Leib und Seele, gestellt und es sich zur Aufgabe gemacht hat, alles, was über die Tourismusgeschichte Bayerns zu finden ist, in einem Archiv zu sammeln und übersichtlich zu ordnen.

„Gerade Bayern als Reiseland Nr. 1 in Deutschland hat genug Interessantes zu bieten, das es gilt festzuhalten,“ meint der gelernte Tourismusfachwirt. Er ist ständig auf der Suche nach historischen Berichten, erwähnenswerten Tourismuspionieren und persönlichen Zeitzeugen. Wichtig sind Seidl unter anderem die Anfänge des Tourismus in Bayern und Berichte der ersten „Sommerfrischler. „Mittlerweile habe ich zwar einen guten Bestand  und gute Kontakte“ meint er. „Da ich mein Projekt jedoch rein privat finanziere, benötigt ich dringend Unterstützung.“ 

Er fordert daher alle Interessierten auf :  „Helfen Sie mit und werden Sie zum Tourismusforscher!“

Weitere Infos gibt es unter: www.tourismushistorie.de

HOTELIER TV Exklusiv: Gastro Premium Night auf dem Hamburger Süllberg

(Hamburg, 17. Juni 2011) Die “Gastro Premium Night” auf Karlheinz Hauser’s Süllberg ist sicherlich ein Highlight zur Fachmesse Internorga. Eingeladen sind nur Spitzenköche und Topgastronomen. Präsentiert werden seltene Spezialitäten, serviert werden feinste Speisen und edelste Getränke und das Show- und Partyprogramm kann sich nun wirklich sehen lassen.

Abonnieren Sie HOTELIER TV auf Youtube und verpassen keine Sendung mehr: www.youtube.com/user/hoteliertv

HOTELIER TV ist der erste Branchensender für das internationale Hotelmanagement und Spitzengastronomie. Macher sind der bekannte Fachjournalist Carsten Hennig und aspirer media aus Hamburg. HOTELIER TV bringt spannende Interviews, exklusive Bilder von Topevents, interessante Gespräche und heiße Themen auf den Bildschirm. Mehr: www.hoteliertv.net

Hotelmarkt Berlin: Budget und Boarding im Trend – Deloitte-Studie prognostiziert verstärkten Preisdruck

(Berlin, 16. Juni 2011) Mit über 20 Mio. Übernachtungen konnte Berlin letztes Jahr einen historischen Rekord aufstellen. Die deutsche Metropole überraschte selbst Tourismusexperten. Berlin ist hip, sexy und hat jedem was zu bieten – mit diesem Image gelingt es sogar, Schwergewichten wie Rom, Madrid oder London den Rang strittig zu machen. Dies geht aus einer aktuellen Hotelmarkt-Studie von Deloitte hervor.

Auch die aktuelle touristische Bilanz des ersten Quartals 2011 gestaltet sich mit 1,8 Millionen Ankünften und 4,077 Millionen Übernachtungen positiv und lässt auf ein weiteres Erfolgsjahr hoffen. Dennoch haben die Hoteliers der Hauptstadt zu kämpfen: Durch zahlreiche Neueröffnungen ist das Berliner Bettenangebot überproportional gewachsen – und es wird weiter geplant. Bereits jetzt wird es zunehmend schwieriger, Auslastung und Zimmerpreise auf einem wirtschaftlichen Niveau zu halten.

“Budget und Boarding Häuser liegen voll im Trend. Sie profitieren einerseits von überdurchschnittlichen Auslastungszahlen und andererseits von reduzierten Betriebs- und Nebenkosten”, erläutert Kay Heimerer, Manager Hospitality bei Deloitte. “Darüber hinaus sind diese beiden Marktsegmente in Deutschland bisher noch nicht so umkämpft wie die traditionelle Mittelklassehotellerie.”

Markenranking: Die Aufholjagd hat begonnen
Accor stellt mit rund 14 Prozent den größten Anteil am gesamten Zimmeraufkommen in Kettenhotels, gefolgt von InterContinental (ca. 9%). Motel One, NH, Best Western und Rezidor sind dabei aufzuschließen, sie besetzen Anteile zwischen 5,5 bis 7 Prozent am Gesamtzimmerbestand der Ketten.

Hotelgesellschaft / Anteil an markengebundenen Zimmern
Accor – 13,7%
InterContinental Hotels – 8,8%
Motel One – 7,0%
NH Hoteles – 5,8%
Best Western – 5,6%
Rezidor – 5,5%
Grand City Hotels – 4,0%
Marriott International – 3,0%
Maritim Hotels – 2,9%
Ramada – 2,9%

Quellen: Hotelverzeichnis der Stadt Berlin 2010
(Zahlen inkl. Hotel/Hotel garni ohne Pensionen, Gästehäuser und
Gasthöfe), Deloitte Recherche

Blickt man auf die zahlreichen Projekte, die in Berlin realisiert werden sollen, erscheint es nur eine Frage der Zeit, bis sich das Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage zunehmend unausgewogen entwickelt – erste Anzeichen machen sich bereits jetzt bemerkbar. Eine Gesamteinschätzung des Berliner Entwicklungsvolumens gestaltet sich aufgrund der Ungewissheit vieler Projekte schwierig – Branchenexperten gehen aber in den nächsten Jahren von 49 neuen Hotels mit über 11.000 Betten aus.

Budget und Boarding auf dem Vormarsch
Das Boardinghaus-Konzept hat sich als krisenresistent bewiesen, einige Firmen haben Reiserichtlinien herausgegeben, die für längere Aufenthalte die Prüfung entsprechender Unterkunftsangebote vorschreiben. “Erfolgskriterien sind zentrale Lage und attraktive Infrastruktur. Das flexible Beherbergungskonzept gewährt die Balance zwischen Freiraum und Unterstützung/Entlastung des Gastes. Ausstattung, personalisierte Dienstleistungen und Preis spielen ebenfalls eine wichtige Rolle, um das Konzept nachfragegerecht umzusetzen”, weiß Kay Heimerer. Zu den internationalen Betreibern, die mit Boardinghäusern in Berlin vertreten sind, zählen die australische Vier-Sterne-Kette Adina Apartment Hotels der Toga Hospitality, Ascott Limited mit Citadines sowie die Adagio City Aparthotels (Joint Venture von Accor und Pierre & Vacances).

Die Riege der Budgethotels wurde in 2010 u.a. durch das easyHotel Berlin nahe des Hackeschen Marktes (125 Zimmer), das all seasons Hotel Berlin Mitte (145 Zimmer) und das Motel One Berlin-Spittelmarkt (303 Zimmer) erweitert. Im Juni 2011 hat das Motel One Berlin-Hauptbahnhof (505 Zimmer) seine Pforten geöffnet. Motel One betreibt gegenwärtig acht Häuser in der Hauptstadt – künftig könnten noch weitere hinzukommen.

“Vor einigen Jahren noch als Nischenkonzept bekannt, haben Budgethotels und Boardinghäuser ihre Präsenz massiv ausgebaut. Dieser Trend macht sich auch in Berlin bemerkbar”, resümiert Kay Heimerer. “Doch die Nachhaltigkeit dieser Produkte muss sich in den kommenden Jahren noch zeigen.”

Der kompletten Report steht unter http://www.deloitte.com/view/de_DE/de/branchen/b8c80a5448390310VgnVCM2000001b56f00aRCRD.htm zum kostenfreien Download zur Verfügung.

Hotelgäste – Norweger sind Nacktschläfer, der Deutsche bevorzugt Textil

(Berlin, 15. Juni 2011) Hüllenlos im Hotelbett: Immerhin 13 Prozent der Deutschen schlafen auf Reisen am liebsten wie Gott sie schuf, bei den Italienern sind es nur neun Prozent, während sich gut jeder dritte Norweger im Adamskostüm auf dem Hotelbettlaken räkelt. Das ist eines der Ergebnisse, die eine weltweite Kundenumfrage von hotels.com im April 2011 ergeben hat.

Der deutsche Gast nutzt das Hotelbett mit Vorliebe als TV- und Lesesessel und erst dann für amouröse Abenteuer, zum onlinesurfen und essen

Der deutsche Gast nutzt das Hotelbett mit Vorliebe als TV- und Lesesessel und erst dann für amouröse Abenteuer, zum onlinesurfen und essen

Kaum zu glauben, dass die oft als heißblütig geltenden Südeuropäer gar nicht so offenherzig sind, wie vermutet und dagegen die eher reservierten Skandinavier im Hotelbett am liebsten alle Hüllen fallen lassen? 49 Prozent der Norweger gaben bei der Umfrage an, im Hotelbett bevorzugt in der eigenen Unterwäsche zu schlafen, 31 Prozent der Wikinger-Nachkommen betten sich sogar ganz nackt auf das Hotellaken. Auch 22 Prozent der Schweden und 21 Prozent der Dänen schlafen bevorzugt im Adamskostüm, nur die Finnen zeigen sich etwas zurückhaltender, mit nur 17 Prozent FKK-Schläfern. Bei den Briten trägt jeder Vierte zur Nacht den aktuellen Nude-Look während bei 26 Prozent der Franzosen Dessous besonders en vogue sind. Mit 13 Prozent Nacktschläfern bilden deutsche Urlauber zwar nicht das europäische Schlusslicht, dennoch hat der traditionelle Schlafanzug bei 69 Prozent hierzulande noch immer einen festen Platz im Reisegepäck. Italiener sind im Hotelbett noch zugeknöpfter als die Deutschen, nur neun Prozent der Südeuropäer träumen sich vollkommen ohne Pyjama durch die Nacht. Auch die Spanier gehören mit 14 Prozent Nacktschläfern nicht gerade zu den freizügigsten Hotelgästen Europas.

Die Matratze ist entscheidend
Wie wohl sich der Europäer im Hotelbett fühlt und wie gut er schläft, steht und fällt mit der Matratze. Für 59 Prozent der Befragten ist besonders wichtig, dass diese vom Härte- beziehungsweise Weichegrad her den eigenen Vorlieben entspricht. 30 Prozent der Europäer möchten am liebsten in einem Meer aus Kissen versinken und setzen daher eine möglichst große Anzahl der weichen Kopfpolster voraus. Dass es beim Hotelbett doch auf die Größe ankommt, gaben 18 Prozent der Reisenden als essentiell für die nächtliche Erholung an, Sauberkeit der Laken und des Rests des Bettes stehen für zehn Prozent der Befragten aus Europa an erster Stelle.
Bisweilen können auch äußere Einflüsse das Schlafvergnügen in der Herberge stören. So fühlen sich interessanter Weise viele Briten (54 Prozent) durch die Lautstärke anderer Gäste oder des Hotelpersonals in ihrer Ruhe gestört, deutsche Hotelgäste sind eher in Sachen Straßenlärm empfindlich (69 Prozent). Reisende Iren fühlen sich in der Fremde des Hotelzimmers besonders verloren (20 Prozent) und versuchen sich mit dem lokalen TV-Programm oder einem Buch abzulenken.

Zweckentfremdung des Hotelbetts
Dass das Hotelbett nicht nur dem Schlafen dient, wird durch seine vielseitige Verwendung deutlich. Am häufigsten vertreiben sich Europäer die Zeit im Hotelbett mit Fernsehen (74 Prozent) und Lesen (58 Prozent). Interessanter Weise nutzen 62 Prozent der sich anfänglich so zurückhaltend gezeigten Spanier das Hotelbett am liebsten für romantische Stunden zu zweit und auch Dänen (51 Prozent), Norweger und Schweden (48 Prozent), sowie Franzosen (47 Prozent) und Italiener (46 Prozent) sind einem derartigen Hotelrendezvous nicht abgeneigt. Der deutsche Gast nutzt das Hotelbett mit Vorliebe als TV- und Lesesessel und erst dann für amouröse Abenteuer, zum onlinesurfen und essen.

Hotellerie: Viele Profiköche tun sich schwer mit dem Thema HACCP

(Rüsselsheim, 14. Juni 2011) Der nächste Lebensmittel-Skandal kommt bestimmt. Nach der EHEC-Krise ist die Fachdiskussion im Küchenhygiene neu entbrannt. „Viele Hotels und Restaurants tun sich mit dem Thema HACCP noch immer schwer“, bekennt der aus dem TV bekannte Hygienekontrolleur und Hotelsicherheits-Experte Ulrich Jander aus Rüsselsheim. Er verweist auf die DIN EN ISO-Norm 22000 über Managementsysteme für Lebensmittelsicherheit. „Wenn ich diese Vorschriften kenne und mich daran halte, kann mir eigentlich nicht viel passieren, egal ob es um Rückstellproben geht oder um die Reinigung“, so Jander. Die DIN-Norm sagt auch, dass interne Audits durchgeführt werden müssen. „Aber wer macht das denn?“, fragt sich der Gastroexperte.

Alles was man über Küchenhygiene wissen muss, steht in der DIN EN ISO-Norm 22000 über Managementsysteme für Lebensmittelsicherheit (Foto: Lucky Dragon/fotolia.com)

Alles was man über Küchenhygiene wissen muss, steht in der DIN EN ISO-Norm 22000 über Managementsysteme für Lebensmittelsicherheit (Foto: Lucky Dragon/fotolia.com)

Welcher Koch könne von sich sagen, dass er in den Rechtsvorschriften der Lebensmittelverordnung sattelfest sei. Küchen sind ein hochsensibles Thema und wenn das Thema Lebensmittelsicherheit ins Spiel kommt, würden viele Entscheider gleich abblocken, berichtet Jander. „Da sind viele beratungsresistent und nehmen sachliche Kritik gleich sehr persönlich“, beklagt sich der Hygienetester. Da ging es auch um Hinweise auf Schädlinge aus dem Ausland, die beispielsweise mit Rohwaren aus exotischen Ländern in die Küchen geraten. Kaum jemand wisse, wie man damit umzugehen habe, so Jander.

Dabei entwickelt sich das Hygienemanagement im Gastgewerbe schnell weiter. Der jüngste politische Beschluss, ab 2012 ein staatliches Hygiene-Kontrollbarometer („Restaurant-Hygieneampel“) zu starten rief lauten Protest hervor. Dabei wurde dies bereits im November 2007 mit der Novellierung des Verbraucherinformationsgesetz eingeführt.

Hygieneexperte Ulrich Jander: Noch mehr Kontrollen in der Gastronomie sind nötig

Hygieneexperte Ulrich Jander: Noch mehr Kontrollen in der Gastronomie sind nötig

Seit 2005 gilt die DIN-Norm für Lebensmittelsicherheit, in Anlehnung an die Bundeswehrvorschrift ZDV 36/1. „Wenn man mal die Armee mit der Hotellerie vergleicht, stellt sich heraus, dass die Bundeswehr mit ihren Vorschriften Meilen voraus war und und nur sehr wenige Beanstandungen zu verzeichnet hatte“, so Jander.

Seit nunmehr drei Jahren werden Gastbetriebe von Jander in Sachen Sauberkeit und Hygiene zertifiziert. „Ein wichtiger Faktor bei der Auditierung war Küchenhygiene, was viele Betriebe begrüßt haben“, so der Hygienechecker. Seit dem vergangenen Jahr vergibt Jander den „Gastro-Smiley“ in der klassischen Gastronomie.

„Wir werden nicht umhinkommen, immer mehr Kontrollen durchführen zu müssen“, so Jander. Immer wieder fallen schwarze Schafe unter den Gastronomen und Hoteliers auf. In anderen Wirtschaftsbereichen, z.B. der Logistik mit „Schrottlastern“, heißt der Umstand dann „rechtswidrige Gewinnabschöpfung“. Diese Anschuldigung könnte bei einem Rechtstreit den Gastronomen eventuell auch treffen, gibt Jander zu bedenken.

Gefährliche Keime – “Panorama Nord” findet MRSA-Bakterien in Fleisch aus dem Supermarkt

(Hamburg, 14. Juni 2011) Reporter des NDR-Politmagazins “Panorama Nord” sind bei einem Test von Fleisch aus dem Supermarkt auf gefährliche MRSA-Keime gestoßen. Bei Laboruntersuchungen im Auftrag des Magazins wurde der Keim im Auftauwasser von tiefgefrorenem Hähnchenfleisch zweifelsfrei nachgewiesen. Experten gehen davon aus, dass eine größere Menge an Fleisch belastet sein könnte. Im vergangenen Jahr hatten Wissenschaftler des Robert-Koch-Instituts bei Untersuchungen von Mastgeflügel in fast jeder dritten Probe MRSA-Bakterien im Auftauwasser gefunden.

Zwar hatte die Landwirtschaftskammer Niedersachsen in der Vergangenheit den Verzehr von Fleisch von MRSA-positiven Tieren für unbedenklich erklärt. Auch das Robert-Koch-Institut hält Fleisch, das erhitzt wurde, für ungefährlich. Dennoch sind die Keime im Auftauwasser des rohen Fleisches für den Verbraucher potentiell gesundheitsschädigend. So können die Bakterien bei der Zubereitung – etwa über eine kleine Wunde an der Hand – in den menschlichen Körper gelangen und dort laut Robert-Koch-Institut im schlimmsten Fall tiefgehende Entzündungen auslösen: “Wenn ich ein solches Masthähnchen zubereite, dann fasse ich es ja an und dann habe ich auch die Hände damit kontaminiert. Und wenn ich Wunden an den Händen habe – kleine Schnittwunden, kleine Eintrittspforten – können daraus natürlich tiefgehende Hautweichgewebeinfektionen resultieren”, sagte der Mikrobiologe Wolfgang Witte vom Robert-Koch-Institut gegenüber “Panorama Nord”. Zum Schutz rät das Robert-Koch-Institut bei der Fleischzubereitung Einweg-Handschuhe zu benutzen.

MRSA-Bakterien sind multiresistente Keime, die gegen eine Vielzahl von Antibiotika resistent sind, sich also sehr schlecht behandeln lassen. Bisher ist vor allem die Gefahr von multiresistenten, so genannten “Krankenhauskeimen”, bekannt, die vor allem in Kliniken auftreten. Nach Schätzungen des Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung verläuft für 15 000 Patienten eine Infektion mit diesen Keimen jedes Jahr tödlich.

Darüber hinaus geht auch von so genannten Tier-MRSA-Bakterien, die von Nutztieren auf den Menschen übertragen werden können, mittlerweile eine große Gefahr aus. Experten sehen einen Zusammenhang zwischen dem massiven Einsatz von Antibiotika in der Massentierhaltung und dem vermehrten Auftreten von MRSA-Keimen bei Tieren. “Mit Antibiotika im Stall züchten wir ungewollt Resistenzen, Antibiotika sind das Schwert im Kampf gegen Infektionskrankheiten. Dieses Schwert wird durch täglichen Gebrauch stumpfer”, so der Chirurg Burkhard Kursch im Interview mit “Panorama Nord”.

Experten befürchten für die Zukunft eine Einschleppung des Tier-MRSA in Krankenhäuser und damit eine weitere Ausbreitung von MRSA-Keimen und die Entstehung neuer Antibiotika-Resistenzen. Thomas Fein, Facharzt für Allgemeinmedizin, warnte gegenüber “Panorama Nord”: “Wenn wir irgendwann nicht mehr in der Lage sind, bakterielle Infektionen vernünftig mit Antibiotika zu behandeln, dann kann so etwas wie eine mikrobiologische Apokalypse ins Haus stehen.”

“Panorama Nord” wird am Dienstag, 14. Juni, um 21.15 Uhr im NDR Fernsehen ausgestrahlt. Mehr: http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/mrsa113.html

EHEC: Warnung vor Gurken, Tomaten und Salat aufgehoben

UPDATE (Hamburg, 10. Juni 2011) Die wegen der EHEC-Epidemie geltende Warnung vor dem Verzehr roher Tomaten, Gurken und Blattsalat wurde aufgehoben. Die für die Suche nach dem EHEC-Erreger zuständigen Behörden – Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR, http://www.bfr.bund.de), das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) und das Robert Koch-Institut (RKI, http://www.rki.de/) – halten Ihre Wanrung vor dieser Rohkost nicht mehr aufrecht. Dies wurde heute vormittag in Berlin mitgeteilt. Die Warnung vor Sprossen bleibe dagegen bestehen, heißt es.

Über die üblichen Hygienemaßnahmen hinaus solle man vorsorglich bis auf weiteres Sprossen nicht roh verzehren, heißt es. Gastronomiebetrieben wird empfohlen noch vorrätige Sprossen sowie möglicherweise damit in Berührung gekommene Lebensmittel zu vernichten. Zudem sollte alle Lebensmittel, die aus einem bestimmten Betrieb in Bienenbüttel/Niedersachsen stammen, aus dem Verkehr gezogen werden, wurde mitgeteilt. Ausdrücklich weisen die Behörden darauf hin, dass die üblichen Hygieneempfehlungen im Umgang mit Lebensmittel streng zu befolgen seien.

In jüngster Zeit stehen Sprossen im Verdacht, für die zahlreichen EHEC-Erkrankungen verantwortlich zu sein

In jüngster Zeit stehen Sprossen im Verdacht, für die zahlreichen EHEC-Erkrankungen verantwortlich zu sein

Sprossen, eine Gefahr für die Gesundheit?
In jüngster Zeit stehen Sprossen im Verdacht, für die zahlreichen EHEC-Erkrankungen verantwortlich zu sein, die seit einigen Tagen überwiegend im norddeutschen Raum auftreten. Dies verunsichert den Verbraucher, denn bislang hatten Sprossen den Ruf eines besonders gesunden Nahrungsmittels. Rohe Sprossen sind deshalb bei Personen, die sich gesundheitsbewusst ernähren, besonders beliebt. In Lebensmittelgeschäften und v. a. in Bioläden wird eine Vielzahl von Sprossen angeboten: am meisten verbreitet sind Alfalfa-Sprossen und Mungo-Sprossen. Aber auch Soja-, Adzuki-, Brokkoli-, Rucola-, Radieschen-, Linsen- und Weizensprossen sind im Angebot.

Sprossen werden positive Effekte auf die Gesundheit nachgesagt. Sie sind reich an essentiellen Aminosäuren, mehrfach ungesättigten Fettsäuren, Enzymen, Vitamin A, C, E, B-Komplex, Rutin, Ballaststoffen und Spurenelementen. Weniger seriös sind Anpreisungen als „Vitalstoffbomben“ oder gar als „Wundermittel“ gegen Muskelerkrankungen, Haarprobleme, Verdauungsstörungen und Stoffwechselstörungen. Unbestritten ist jedoch der hohe ernährungsphysiologische Wert der Keimlinge.

Mehr dazu: http://www.cvuas.de/pub/beitrag.asp?subid=1&Thema_ID=2&ID=1442

Anhaltende Konsumzurückhaltung bei Gemüse
Nach Angaben der Agrarmarkt Informations GmbH verursacht die EHEC-Epidemie weiterhin eine erhebliche Kaufzurückhaltung bei vielen Gemüsearten. Nach einer Analyse der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI) verloren Salatgurken schon in Woche 21 gegenüber der Vorwoche knapp 40 Prozent aller Käufer. Ab Donnerstag (26.05.2011) brach der Gurkenmarkt dann völlig zusammen. In Woche 22 war die Käuferschaft gegenüber Woche 20 schon um über 70 Prozent geschrumpft. Bei Salaten waren in Woche 22 schon 60 Prozent der Käufer abgewandert. Bei Rispentomaten betrug der Rückgang zwischen Woche 20 und Woche 22 immerhin noch fast 50 Prozent. Von der rückläufigen Zahl der kaufenden Haushalte kann man recht gut auf den Rückgang der eingekauften Mengen schließen, denn die durchschnittliche Menge je Käuferhaushalt schwankt nur in sehr engen Grenzen.

Aber auch Arten, die nicht ausdrücklich in den Warnungen genannt wurden, wurden in deutlich geringerer Menge verkauft. Bei Radieschen ging die Zahl der Käuferhaushalte um ein Drittel zurück. Bei Möhren und Broccoli liegt der Anteil der Käuferhaushalte in den letzten beiden Wochen am unteren Rand der normal üblichen Werte. Bemerkenswert ist auch die Entwicklung bei Erdbeeren, die ausgehend von einem Spitzenwert in Woche 20 bis Woche 22 ein Drittel der Käufer verloren.

Produzenten im In- und Ausland müssen einen erheblichen Teil ihrer Ernten vernichten, da es für ihre Produkte keine Käufer gibt. Obwohl deutsche Gemüseerzeuger schon frühzeitig durch eine Vielzahl von Analysen nachweisen konnten, dass ihre Ware frei von EHEC Erregern ist, konnten sie den Umsatzeinbruch nicht verhindern. 

EHEC-Untersuchungen: Bisher keine positiven Ergebnisse
Die Ermittlungen der Lieferbeziehungen des Sprossen-Erzeugers in Bienenbüttel werden mit Hochdruck fortgesetzt. Die Indizienkette konnte durch weitere Klärung von Verbindungen zu Erkrankungsfällen weiter abgesichert werden. Durch Rückmeldungen von Erkrankten ergaben sich weitere Hinweise zum Zusammenhang mit dem Verzehr von Sprossen, teilte das niedersächsische Landwirtschaftsministerium mit. In Folge der Meldungen und im Zusammenhang mit neuen Erkrankungsfällen konnten Proben von Sprossen, die in den Haushalten noch vorhanden waren, für die Untersuchung gewonnen werden. Auch Proben anderer Hersteller wurden beprobt.

Ein Expertenteam hat in dem Erzeugerbetrieb mehrere hundert Proben entnommen. Dabei wurden alle Produkte und Betriebsbereiche einschließlich Wasser- und Abwasserversorgung berücksichtigt. Bisher wurden insgesamt 853 Proben eingeliefert. Eine EHEC-positive Probe lag zuletzt noch nicht vor. Bei 471 Proben war das Untersuchungsergebnis negativ. 382 Proben sind noch in Bearbeitung oder bedürfen weiterer Absicherung. Von den 17 bisher ausstehenden Proben der zunächst aus dem Bienenbütteler Betrieb entnommenen 40 Proben sind bisher neun Untersuchungen abgeschlossen worden, die Ergebnisse sind negativ. Acht Untersuchungen laufen noch.
Verfahren des Fraunhofer FEP desinfiziert sicher und effizient Saatgut
Wissenschaftler am Fraunhofer-Institut für Elektronenstrahl- und Plasmatechnik FEP in Dresden haben ein Verfahren etabliert, um zuverlässig und effizient Saatgut von Krankheitserregern, wie Bakterien und Pilzen, zu befreien. Pathogene EHEC-Bakterien haben in den letzten Wochen in Deutschland und Europa zahlreiche Krankheitsfälle und große Verunsicherung bei Verbrauchern ausgelöst. Neuen Meldungen zufolge steht Saatgut von Sprossen im Verdacht mit EHEC-Bakterien belastet zu sein. Welcher Auslöser auch gefunden wird, in den letzten Wochen ist deutlich geworden, welche Auswirkungen kontaminierte Lebensmittel haben können und wie wichtig die zuverlässige Behandlung von Saatgut und die Sterilisation von Lebensmitteln sind.

Bei der Saatgut-Behandlung des Dresdener Institutes können die Schädlinge keine Resistenzen ausbilden, wie es bei Verwendung von Antibiotika geschehen kann, da es sich um ein rein physikalisches Verfahren handelt. Zudem kommt es ohne Chemikalien aus, die belastend für die Umwelt und die Gesundheit des Anwenders sein können.

In Deutschland konnte die Wirksamkeit für viele Arten von Getreidesaatgut gegen unterschiedliche Krankheitserreger (u.a. auch Pseudomonas-Bakterien) nachgewiesen werden und in langjähriger Zusammenarbeit mit dem Julius-Kühn-Institut als geeignete Saatgutbehandlungsmethode für unterschiedliche Anbaubedingungen bestätigt werden. Neben dem Julius-Kühn-Institut empfiehlt auch die europäische und mediterrane Planzenschutzorganisation EPPO (European and Mediterranean Plant Protection Organization) das Verfahren für die konventionelle als auch für die ökologische Landwirtschaft.

Für die Anwendung steht bereits ein mobiles System mit einer Stundenleistung von bis zu 30 Tonnen Saatgut zur Verfügung. Bisher werden in Deutschland 4.000 bis 5.000 Tonnen Saatgut pro Jahr, vorrangig Getreide (Weizen, Gerste, Hafer), aber auch Raps, Leguminosen und Gemüsesaatgut mit der Technologie behandelt und in der konventionellen sowie in der ökologischen Landwirtschaft angebaut. Frank-Holm Rögner, Leiter der Abteilung »Elektronenstrahl-Prozesse« am Fraunhofer FEP, bekräftigt: »Die Elektronenbehandlung von Saatgut ist technologisch ausgereift und in Sachsen bereits auf dem Markt. Eine Erweiterung der Technologie auf die Sterilisation von Lebensmitteln ist technologisch auf jeden Fall machbar.«

In Deutschland ist die Behandlung von Lebensmitteln mit beschleunigten Elektronen nicht gestattet. Eine aktuelle Studie der EU konnte jedoch belegen, dass beschleunigte Elektronen gegenüber konventionellen Sterilisationsverfahren keine negativen Auswirkungen auf die Lebensmitteleigenschaften haben.
Hintergrund: Was macht das BfR im aktuellen EHEC-Ausbruchsgeschehen?
Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) ist in Deutschland für wissenschaftliche Risikobewertungen im gesundheitlichen Verbraucherschutz zuständig. Das Institut bewertet gesundheitliche Risiken, erarbeitet Empfehlungen zur Risikobegrenzung und kommuniziert diese Prozesse transparent an die Öffentlichkeit. Das BfR ist aktuell an der Aufklärung des derzeitigen EHEC-Ausbruchsgeschehens beteiligt. Dabei stützt es seine Arbeit auf mehrere Säulen: Entwicklung von Labortests und Untersuchungen von Isolaten und Proben, Analyse des Ausbruchsgeschehens sowie gesundheitliche Risikobewertung des Keims EHEC O104:H4. Darüber hinaus übernimmt es eine wichtige Rolle in der Risikokommunikation zwischen den Behörden und Gremien des Bundes, der Länder und der Europäischen Union.

Das BfR wurde im November 2002 errichtet, um den gesundheitlichen Verbraucherschutz zu stärken. Es ist die wissenschaftliche Einrichtung der Bundesrepublik Deutschland, die Gutachten und Stellungnahmen zu Fragen der Lebens- und Futtermittelsicherheit sowie zur Sicherheit von Chemikalien und Produkten erarbeitet. Das BfR gehört zum Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV). In seiner wissenschaftlichen Bewertung, Forschung und Kommunikation ist es unabhängig.

Das BfR arbeitet unter anderem gemeinsam mit dem Robert Koch-Institut (RKI) am aktuellen Ausbruchsgeschehen. Das RKI ist ein Bundesinstitut im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit und für die Erkennung, Verhütung und Bekämpfung von Krankheiten, insbesondere der Infektionskrankheiten, zuständig.

Das am 01. Januar 2001 in Kraft getretene Infektionsschutzgesetz (IfSG) regelt, welche Krankheiten bei Verdacht, Erkrankung oder Tod und welche labordiagnostischen Nachweise von Erregern meldepflichtig sind. Weiterhin legt das Gesetz fest, welche Angaben von den Meldepflichtigen gemacht werden und welche dieser Angaben vom lokalen Gesundheitsamt weiter übermittelt werden. Mit der Einführung des IfSG wurden in Deutschland Falldefinitionen zur routinemäßigen Übermittlung der meldepflichtigen übertragbaren Krankheiten eingeführt.

Im aktuellen EHEC/HUS-Ausbruchsgeschehen arbeiten die Überwachungsbehörden der Länder auf Hochtouren, um die Ausbruchsquelle ausfindig zu machen. Das BfR ist an dieser Ausbruchsaufklärung durch umfangreiche Analysen, Datenlieferungen und gesundheitliche Risikobewertungen beteiligt. Ein wesentlicher Baustein in der Klärung des Ausbruchsgeschehens ist es, die Kontaminationsquelle für die betroffenen Lebensmittel ausfindig zu machen und zu verschließen. Dazu muss auf dem Gemüse der Ausbruchsstamm nachgewiesen werden, der im Stuhl der Erkrankten als Krankheitsursache identifiziert wurde.

Das BfR führt Laboruntersuchungen durch und entwickelt ein Test-System zur Identifikation von EHEC-Keim O104:H4 in Lebensmitteln
Das Nationale Referenzlabor für Escherichia coli des BfR ist eng in die Aufklärung eingebunden. Es hat den Untersuchungslaboratorien der Länder eine neue Untersuchungsmethode zur Verfügung gestellt, um den Ausbruchsstamm in verdächtigten Isolaten identifizieren zu können. Diese Methode wurde zusammen mit Experten der französischen Lebensmittelagentur ANSES entwickelt und evaluiert.

Damit die Infektketten schnellstmöglich aufgeklärt werden können, untersucht derzeit das Nationale Referenzlabor für Escherichia coli außerdem Isolate aus dem Ausbruchsgeschehen, die von den Überwachungsbehörden der Länder an das BfR eingesandt werden. Als Referenzlabor hat es die Funktion, die Untersuchungsergebnisse der Labore der Landesüberwachungsbehörden zu bestätigen.

Weiterhin führt das Nationale Referenzlabor für Escherichia coli Untersuchungen an unterschiedlichen Proben durch, die es von den amtlichen Überwachungsbehörden bekommt: Umfeldproben, Bodenproben, Tupferproben aus Gullis, Wasserproben aus verdächtigten Betrieben sowie Proben aus Haushalten, in denen Menschen an dem EHEC-Keim O104:H4 erkrankt sind. Im Referenzlabor werden diese Proben mit aufwändigen analytischen Verfahren systematisch untersucht, um den vermuteten Erreger zweifelsfrei nachweisen zu können.

Das Nationale Referenzlabor für Escherichia coli arbeitet auch eng mit dem europäischen Referenzlabor für Escherichia coli zusammen. Zur zweifelsfreien Typisierung von Isolaten werden diese nach Untersuchung im BfR an das europäische Referenzlabor geschickt. So konnte bei den verdächtigten Lebensmitteln wie Gurken mit Sicherheit ausgeschlossen werden, dass sie den Keim tragen.

Das BfR arbeitet an der Aufklärung des Lebensmittelausbruchs
In Deutschland werden jährlich mehr als 200 000 Erkrankungsfälle beim Menschen gemel-det, von denen anzunehmen ist, dass sie über Lebensmittel übertragen wurden. Der Verdacht auf einen lebensmittelbedingten Krankheitsausbruch besteht bei Erkrankungen von zwei oder mehr Personen, welche im Zusammenhang mit demselben Lebensmittel aufgetreten sind.

BfR-Experten unterstützen derzeit die für die Lebensmittelüberwachung zuständigen Landesbehörden bei Betriebsbesichtigungen vor Ort und bei der Datenerhebung zur Identifizierung von ursächlich beteiligten Lebensmitteln. Sie führen ebenso Interviews im Rahmen der epidemiologischen Fallkontrollstudien des Robert Koch-Instituts (RKI) durch.

Teams des BfR und des RKI reisen in die Städte und Kommunen, in denen der verdächtigte Erreger vermutet wird, um gemeinsam mit den Lebensmittelüberwachungsbehörden und den Untersuchungsämtern vor Ort Erkenntnisse zu möglichen Kontaminationswegen zu gewinnen. Dabei werden Proben von Rohstoffen und Arbeitsgegenständen genommen, die u.a. an das Nationale Referenzlabor für Escherichia coli im BfR zur Abklärung geschickt werden.

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des BfR versorgen eine diesbezüglich eingerichtete „Task Force“ kontinuierlich mit aktuellen Daten, um die Ausbruchsaufklärung voran zu bringen. An dieser „Task Force“, in der die länderübergreifende Aufklärungsarbeit koordiniert und systematisiert wird, ist unter anderem auch das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) beteiligt. Dort werden die gesammelten Daten zu Lieferlisten und Vertriebswegen, Erkrankungsfällen, Interviewangaben, etc. betrachtet und gewichtet. Durch eine sog. Clusterbildung von Erkrankungen und verdächtigen Lebensmittelbefunden erhoffen sich die Experten, das Ausbruchsgeschehen zurück zu verfolgen und auf die Quelle des Erregers schließen zu können.

Die Ursachenforschung bei Ausbruchsgeschehen ist wichtig, um die Lebensmittelsicherheit in Deutschland und der Europäischen Union weiterhin zu verbessern und die Anzahl von Lebensmittelinfektionen und -intoxikationen reduzieren zu können. Dazu führt das BfR das bundesweite System zur zentralen Erfassung von Lebensmitteln, die bei Krankheitsausbrüchen beteiligt sind (BELA).

Das BfR führt gesundheitliche Risikobewertung zu EHEC-Keim O104:H4 durch
Das BfR führt regelmäßig mikrobiologische Risikobewertungen für an Ausbrüchen beteiligten Lebensmitteln und Erregern durch.

Im gegenwärtigen Fall hat das BfR frühzeitig aufgrund der vorliegenden Daten zum Ausbruchsgeschehen gemeinsam mit dem RKI eine Verzehrsempfehlung erlassen. Diese stützt sich auf Hypothesen aus den epidemiologischen Fallstudien des RKI und folgt dem Ansatz des vorsorgenden Gesundheitsschutzes, da die Datenlage noch keine abschließende Bewertung zulässt.

Die Experten des BfR geben Teilrisikobewertungen zu Einzelfragen, u.a. zur Sicherheit von Tiefkühlkost, Stillen, Dekontamination und Desinfektion von Lebensmitteln hinsichtlich einer Erkrankung mit dem EHEC-Keim O104:H4.
Wenn die Quelle des aktuellen Ausbruchsgeschehens identifiziert worden ist, kann das BfR auf Grundlage der epidemiologischen Daten des RKI und einer Expositionsschätzung eine Risikobewertung zum EHEC-Keim O104:H4 vornehmen.

Zur Minimierung des Risikos hat das BfR auch Empfehlungen zum richtigen Umgang mit Lebensmitteln und zur Küchenhygiene erarbeitet.

Das BfR wird von den BfR-Kommissionen für Hygiene und für Expositionsabschätzung beraten
Die Komplexität des Phänomens „Lebensmittelinfektionen“ erfordert erfolgreiche Strategien zur Prävention. Deswegen wurden 2008 die BfR-Kommissionen für Hygiene und für Expositionsabschätzung eingerichtet. Sie koordinieren ein multidisziplinäres Zusammenwirken von verschiedenen externen Experten (Epidemiologen, Mikrobiologen, Lebensmitteltechnologen, Human- und Veterinärmediziner).

Das BfR betreibt aktive Risikokommunikation
Das BfR hat auch den gesetzlichen Auftrag, die Öffentlichkeit über mögliche, identifizierte und bewertete Risiken zu informieren, die Lebensmittel für den Verbraucher bergen können. Das BfR aktualisiert täglich seine Internetseite zu den Ergebnissen des aktuellen Ausbruchsgeschehens.

Die Risikokommunikation richtet sich aber nicht nur an die Öffentlichkeit. Auch im Rahmen der nationalen, europäischen und internationalen Zusammenarbeit (in die auch die WHO eingebunden ist) der verschiedenen Gremien von Bundesministerien und -behörden, Landesministerien und -behörden sowie der europäischen und internationalen Ebene übernimmt das BfR eine wichtige Mittlerfunktion im Austausch der Daten und Informationen zum aktuellen EHEC-Ausbruch. Als nationale Kontaktstelle für die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) versorgt es die europäischen Mitgliedsstaaten kontinuierlich mit aktuellen Informationen zum Stand der Ausbruchsaufklärung.

Göttinger Gourmet Festival: gelungener Auftakt für noch mehr große Küche – Vorbereitungen für Köche-Treffen im Juni 2012 laufen bereits

(Göttingen, 10. Juni 2011) Taittinger-Champagner, „Fine de claire“-Austern und ganz große Küche: Das erste „Göttingen Gourmet Festival“ war mit rund 120 Gästen und fünf Spitzenköchen ein gelungener Erfolg. Im Park des Fine-Dining-Restaurant „Planea“ versammelten sich die Liebhaber außergewöhnlicher Küche aus Göttingen, Südniedersachsen und Nordhessen. Die hochsommerlichen Temperaturen, Sonnenhüte und Sommerkleider erinnerten an den Filmklassiker „Pretty Woman“ und verbreiteten eine entspannte Atmosphäre auf Loungemöbeln im Garten bei kühlem Champagner, fantastischem Riesling und wunderbaren Kleinigkeiten aus den Töpfen der Küchenchefs, die sich im Laufe des Nachmittags zu den Gästen gesellten. Auch im nächsten Jahr wird das „Göttingen Gourmet Festival“ wieder stattfinden. Der Termin wird voraussichtlich im Juni 2012 sein und wird rechtzeitig bekannt gegeben.

Grandioser Auftakt: Das „Göttingen Gourmet Festival“ findet auch 2012 wieder statt (Links: Olaf Feuerstein/Freizeit In, Ingo Bockler/Relais & Chateaux Hotel Hohenhaus Herleshausen, Tina Pfaffmann/Weingut Pfaffmann Frankweiler, Peter Scharff/Kräuterexperte und TV-Koch, Jürgen Reidt/Küchendrektor Hotel Traube Tonbach Baiersbronn; hinten links: Alexander Frien/Küchenchef Schloss Wilkinghege Münster; 2. von rechts: Kirill Kinfelt/Küchenchef Restaurant „Planea“ Göttingen)

Grandioser Auftakt: Das „Göttingen Gourmet Festival“ findet auch 2012 wieder statt (Links: Olaf Feuerstein/Freizeit In, Ingo Bockler/Relais & Chateaux Hotel Hohenhaus Herleshausen, Tina Pfaffmann/Weingut Pfaffmann Frankweiler, Peter Scharff/Kräuterexperte und TV-Koch, Jürgen Reidt/Küchendrektor Hotel Traube Tonbach Baiersbronn; hinten links: Alexander Frien/Küchenchef Schloss Wilkinghege Münster; 2. von rechts: Kirill Kinfelt/Küchenchef Restaurant „Planea“ Göttingen)

„Mit dem Köche- und Genuss-Festival haben wir einen erfolgreichen Auftakt zu zahlreichen weiteren Veranstaltungen der besonderen Art erlebt“, sagte Olaf Feuerstein, Geschäftsführender Gesellschafter der Freizeit In Unternehmensgruppe, zu der das „Planea“ gehört. Im nächsten Jahr soll das „Göttinger Gourmet Festival“ weiter ausgebaut werden – mit noch mehr Gastköchen, Lieferantenpartnern und zusätzlich einem attraktiv gestaltetem Rahmenprogramm.

Aktuelle Fotos vom „Göttingen Gourmet Festival“ sind hier abrufbar: http://www.planea.de/de/bildergalerien/

Ein Exklusivvideo von Branchensender „Hotelier TV“ ist bei Youtube erschienen: http://www.youtube.com/watch?v=zp1zZN89Tvo&feature=player_profilepage

1. Göttingen Gourmet Festival im „Planea“: Deutschlands bester Fischkoch Peter Scharff

1. Göttingen Gourmet Festival im „Planea“: Deutschlands bester Fischkoch Peter Scharff

Und das war das erste „Göttinger Gourmet Festival“:

Ingo Bockler, Chefkoch im Relais & Chateaux Hotel Hohenhaus Herleshausen, kochte:

  • Lackierter Bauch vom Milchferkel mit Flusskrebsschaum und Ingwer
  • Mediterranes Gemüse mit Pecorino dolce im Sariette-Brotmantel

Jürgen Reidt, Küchendirektor im Hotel Traube Tonbach, ließ servieren:

  • Filet vom Schwäbisch Hällischem Eichelmastschein mit Speck und Heu gegart
  • Sandwich von Zander und geräuchertem Schwarzwälder Bachsaibling mit Senfeierschaum auf Iffezheimer Stangenspargel

Alexander Frien, „Chef“ im Schloss Wilkinghege Münster, kredenzte:

  • Froschschenkel mit Aal, Pfifferlingen und Mandarine
  • Jacobsmuschel Wellington mit Krustentiergel

Peter Scharff, Kräuterexperte, TV-Koch und Patissier, brillierte mit:

  • Hausgebeizter Wildkräuterlachs mit Limonenkaviarcreme an Wiesenkräutersalat, Meeresluft
  • Dessert: gelierte Waldmeisterbowle mit zweierlei von der Erdbeere und Mandelmilch als Gläserfood serviert

Kirill Kinfelt, Chefkoch im „Planea“ in Göttingen und Gastgeber beim ersten „Göttinger Gourmet Festival“, empfahl mit seinem Team:

  • Rinder Tartar
  • Gazpacho Thunfisch
  • Tomaten Luft
  • Ochsenbacke – Spargel – Kerbel
  • Perlhuhn Consommé – Ravioli – Erbsen
  • Minz Granite (Mojito)
  • „Planea“-Torte
  • Marzipan ° Schoko

    Reiste eigens für das Göttingen Gourmet Festival an: Starwinzerin Tina Pfaffmann

    Reiste eigens für das Göttingen Gourmet Festival an: Starwinzerin Tina Pfaffmann

 

Weitere Spitzen-Genüsse waren (Auswahl):

  • Vier ausgewählte Tropfen von Starwinzerin Tina Pfaffmann (2009 STEINGUT Riesling trocken / 2010 T Cuvée weiss trocken / 2010 Ü 40 Riesling trocken / 2010 Weisser Burgunder trocken)
  • Champagner von Taittinger
  • „Fine de claire“-Austern von Herrscher Impex
  • Feine Backwaren von Bäckerei Hildebrand
  • Erlesene Weinspezielitäten vom Weingut Dressigacker

Das Fine-Dining-Restaurant „Planea“ wurde Ende Mai 2010 eröffnet und ist ein Unternehmen der Hotel Freizeit In GmbH, Göttingen. Über 400.000 Euro wurden in den kubus-artigen Neubau neben der historischen Sternwarte am Rander der Innenstadt investiert. Das Team des „Planea“ umfasst rund 18 Mitarbeiter.

„Stern TV“: Neue Manipulationen bei Hotel-Bewertungsportalen

(Berlin, 09. Juni 2011) Neue Vorwürfe an holidaycheck.de und tripadvisor.com: Bei einem Test konnte die Redaktion von „Stern TV“ zusammen mit einem Brancheninsider manipulierte Hotelbewertungen einstellen. Das Hotel Astor Köln wurde für eine „Dachterrasse mit Pool“ – die es gar nicht gibt – fälschlicherweise bewertet und mit angesicchts der Innenstadt-Lage absurd klingenden Sätzen wie “Das Hotel liegt nur fünf Minuten vom Strand entfernt” und “Auch für die Kinder war der Riesenspielplatz direkt am Friesenplatz super. Wasserrutsche, Bolzplatz, alles da.” Beschrieben. Diese „Gästebewertung“ wurde laut „Stern TV“ auch auch hotelzeugnis.de und ciao.de veröffentlicht.

Damit wird einmal mehr deutlich, dass die Sicherheitsfunktionen von führenden Hotelbewertungsportalen wie holidaycheck.de und tripadvisor.com nicht umfassend sind. Hotelkritiken seien nicht immer echt und haben an Glaubwürdigkeit stark verloren, heißt es bei „Stern TV“. „50 Prozent der Deutschen informieren sich vor Reiseantritt im Internet über ihr Urlaubsziel. Viele erleben am Ende eine böse Überraschung“, notiert die Redaktion.

Das Geschäft mit manipulierten Hotelbewertungen aber geht weiter. “Der Druck auf die Hotels ist riesengroß”, wird ein Brancheninsider (der Redaktion bekannt) zitiert. Nur gute Bewertungen würden auch Verkauf bedeuten. Der Insider habe selbst auch jahrelang falsche Hotelbewertungen verfasst – gegen Geld natürlich. Dazu legte er sich falsche Identitäten mit passenden E-Mails zu. Etliche davon sind u.a. bei holidaycheck.de noch aktiv.

Hotelbewertungen im Internet sind ein zweischneidiges Schwert: Auf der einen Seite wirken sich gute Gästerezensionen positiv auf Onlinebuchungen aus. Auf der anderen Seite sind negative Gästekritiken, die oftmals nicht sehr sachlich und teilweise sehr unfair verfasst sind, ein echtes Geschäftshindernis. Zudem ist die Frage zu stellen, ob Bewertungsportale einfach Hotelkritiken zu kommerziellen Zwecken (Reiseverkauf, Bannerwerbung) vermarkten dürfen. Vor diesem Hintergrund klagt A&O-Hotels-Chef Oliver Winter gegen das zum Burda-Konzern gehörende Bewertungsportal holidaycheck.de.

Der europäische Branchen-Dachverband Hotrec hat bereits im Herbst vergangenen Jahres ein Arbeitspapier mit „10 Prinzipien für Hotelbewertungsportale“ vorgestellt. Was davon bereits beherzigt bzw. umgesetzt wurde, ist unklar. Unterdessen werden Hotelbewertungen im Internet mmer wichtiger. Nun sollen die Gästerezensionen bei der Vergabe der Hotelsterne mit berücksicht werden. Und in Kürze erscheint der erste Reisekatalog mit Hotelbewertungen.

hrs.de: Vergessliche Hotelgäste – Jüngere schusseliger als ältere Personen

(Köln, 09. Juni 2011) Über 50 Prozent der Gäste hat schon einmal Gegenstände im Hotel liegen gelassen. Interessant dabei: Je älter die Befragten, desto weniger vergesslich sind sie. Dies ergab eine Befragung des Marktforschungsinstituts eResult im Auftrag von hrs.de. Während in der Altersgruppe bis 29 Jahre rund 55 Prozent der Umfrageteilnehmer schon einen Gegenstand im Hotelzimmer vergessen haben, sinkt die Quote bei der Altersgruppe 50 Jahre und älter auf 51,8 Prozent.

Oft bleiben Sachen im Hotel oft zurück, besonders Badartikel (Foto: fotolia.com)

Oft bleiben Sachen im Hotel oft zurück, besonders Badartikel (Foto: fotolia.com)

Zu den Top Drei der übersehenen Gegenstände gehören Badartikel, die von 28,5 Prozent der Befragten genannt wurden, vor Kleidungsstücken, die knapp jeder Fünfte schon einmal vergaß. Knapp dahinter folgen Ladekabel mit 17,3 Prozent. Auf Medikamente und persönliche Dokumente hingegen passen Hotelgäste besser auf. Dokumente wie Personalausweis oder Reisepass wurden lediglich von 1,5 Prozent der Befragten in der Vergangenheit schon einmal vergessen, Arzneimittel von 3,5 Prozent.

Geschäftsreisende besonders vergesslich
Ob es am Termindruck und dem damit einhergehenden hastigen Verlassen des Hotelzimmers liegt oder an ihrer Zerstreutheit – fast zwei Drittel der befragten Geschäftsreisenden haben nach einem Hotelaufenthalt schon einmal versäumt, wieder alle Reise-Utensilien einzupacken. Nur etwa 35 Prozent der Business Traveller gaben zu Protokoll, noch nie etwas im Hotelzimmer vergessen zu haben. Unter den befragten Privatreisenden sind es gut 48 Prozent. Besonders ärgerlich für Geschäftsreisende: Mehr als jeder Vierte vergaß schon einmal ein Ladekabel für Smartphone oder Laptop, was gerade bei Terminen sehr hinderlich sein kann. Auch auf den letzten prüfenden Blick ins Badezimmer scheinen Geschäftsreisende häufiger zu verzichten. Badartikel haben gut 38 Prozent schon einmal vergessen, von den Privatreisenden vermissten lediglich 27 Prozent nach dem Check-out Gegenstände aus der Kulturtasche.

Frauen passen besser auf Geldbörse und Unterwäsche auf
Die Umfrage machte interessante geschlechtsspezifische Unterschiede deutlich: Während mehr Frauen als Männer Duschgel, Kosmetik oder andere Badartikel im Hotelzimmer liegen lassen, passt die Damenwelt besser auf ihre Unterwäsche sowie die Geldbörse auf, die tendenziell eher von Männern vergessen werden.

Im Auftrag von HRS befragte das Marktforschungsinstitut eResult Ende Mai 600 Personen was sie schon einmal im Hotelzimmer vergessen haben.

Gastgewerbe: Mülltrennung wird ab 2015 ausgeweitet

(Berlin, 09. Juni 2011) Die Bundesregierung will das deutsche Abfallrecht neu ordnen und zugleich an die Abfallrahmenrichtlinie der EU anpassen. Diesem Zweck dient der Entwurf eines Gesetzes zur Neuordnung des Kreislauf-wirtschafts- und Abfallrechts. Das betrifft auch die Betriebe des Gastgewerbe. Ziel der Novelle sei insgesamt eine ”ökologisch und ökonomisch effizientere sowie verbraucherfreundlichere Ausrichtung der Abfallwirtschaft“, schreibt die Bundesregierung.

Ab 2015 soll noch mehr Müll getrennt werden und die „Wertstofftonne“ kommt hinzu (Foto: giannip/fotolia.com)

Ab 2015 soll noch mehr Müll getrennt werden und die „Wertstofftonne“ kommt hinzu (Foto: giannip/fotolia.com)

Ab 2015 sollen Bioabfälle sowie Papier- Metall-, Kunststoff- und Glasabfälle flächendeckend getrennt gesammelt werden müssen. Darüber hinaus wird die Rechtsgrundlage für die Einführung einer ”Wertstofftonne“ geschaffen. Ab 2013 soll ein Abfallvermeidungsprogram erstellt werden, das auch eine Prüfung der bisherigen Maßnahmen beinhaltet. Mit Hilfe dieses Programms werde die Vermeidung von Abfall einem ”kontinuierlichen Dynamisierungsprozess“ unterzogen, hofft die Bundesregierung.

Neben der Umsetzung von EU-Bestimmungen geht es auch um eine stärkere Ausrichtung der Kreislaufwirtschaft auf den Ressourcen-, Klima- und Umweltschutz. Die Vermeidung und hochwertige Verwertung von Abfall soll gestärkt werden. Zu diesem Zweck wird eine fünfstufige Abfallhierarchie eingeführt. Sie sieht anstelle der bisherigen drei Stufen (Vermeidung, Verwertung, Beseitigung) eine weitere Ausdifferenzierung der Verwertungsstufe vor (Vorbereitung zur Wiederverwendung, Recycling, sonstige Verwertung). Die Hierarchie stärke den Stellenwert des Recyclings als weitere stoffliche Verwertungs-option, schreibt die Bundesregierung und beschreibt die Funktionsweise: ”Sie ist eine allgemeine Handlungsanleitung, nach welcher derjenigen Abfallbewirtschaftungsmaßnahme der Vorrang eingeräumt werden muss, welche den Schutz von Mensch und Umwelt bei der Erzeugung und Bewirtschaftung von Abfällen unter Berücksichtigung des Vorsorge- und Nachhaltig-keitsprinzips sowie unter Beachtung der technischen Mög-lichkeit, der wirtschaftlichen Zumutbarkeit und der sozialen Folgen am besten gewährleistet.“

Grundsätzlich werde mit dem Gesetzentwurf die Grundlage für eine ”Kaskadennutzung“ geschaffen. Das bedeute, ”dass Rohstoffe so lange, so häufig und so effizient wie möglich zu nutzen und erst am Ende ihrer Nutzungsdauer energetisch zu verwerten sind“. Der Gesetzentwurf sei damit ”unmittelbar am Prinzip der Nachhaltigkeit orientiert“. Von 387 Millionen Tonnen Abfällen würden inzwischen 75 Prozent verwertet, schreibt die Regierung unter Berufung auf Zahlenangaben aus dem Jahre 2007. Bei Verpackungen (fast 80%) und Abfällen aus der Bauwirtschaft (89,2%) hätten noch bessere Verwertungsergebnisse erzielt werden können. der Bundesrat hat in seiner Stellungnahme zahlreiche Änderungen vorgeschlagen.

Beherbergung: Zahl der Gästeübernachtungen steigt im April um 11%

(Wiesbaden, 09. Juni 2011) Starker Zuwachs in der Hotellerie: Im April verzeihneten die Beherbergungsbetrieben in Deutschland insgesamt 31,5 Millionen Gästeübernachtungen. Das sind elf Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Dies teilt das Statistische Bundesamt (Destatis, Wiesbaden) mit.

Die Zahl der Übernachtungen von Gästen aus dem Ausland erhöhte sich um neun Prozent auf 4,8 Millionen. Bei Gästen aus dem Inland stieg die Übernachtungszahl um elf Prozent auf 26,7 Millionen.

Von Januar bis April erhöhte sich die Zahl der Gästeübernachtungen im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum um fünf Prozent auf 97,9 Millionen. Davon entfielen 81,9 Millionen Übernachtungen auf Gäste aus dem Inland (+5%) und 16,0 Millionen auf ausländische Gäste (+9%).

TUI Hotels & Resorts: Startschuss für den ersten Bauabschnitt des Toskana-Projekts Castelfalfi

(Hannover, 07. Juni 2011) Endlich Baustart: Europas Tourismusprimus hat nun den Startschuss für die Umsetzung des „Toskana Resorts Castelfalfi“ gegeben. Nach mehrjähriger Entwicklungs- und Genehmigungsphase beginnen jetzt die Bauarbeiten der Phase eins. Auf einem elf Quadratkilometer großen Areal entstehen ein Boutique-Hotel, Landhäuser und Appartements. Ergänzt werden die Immobilien um einen 18-Loch-Golfplatz, der bereits im vergangenen Herbst fertig gestellt wurde. Die vorläufigen Investitionen betragen rund 250 Millionen Euro.

Toskana Resorts Castelfalfi: Baustart für 250-Millionen-Euro-Projekt der TUI

Toskana Resorts Castelfalfi: Baustart für 250-Millionen-Euro-Projekt der TUI

Diese Summe, wovon bereits ein Großteil mit Erwerb des Grundstücks geflossen ist, ist in der mittelfristigen Investitionsplanung von TUI Hotels & Resorts enthalten. Zuvor hatten die Behörden TUI das prinzipielle Baurecht für die nächsten zehn Jahre erteilt – die Voraussetzung für den Beginn der Bauarbeiten. In Phase zwei sollen zwei weitere Hotels entstehen. Bei Fertigstellung des gesamten Projekts werden lediglich 0,003 Prozent der Gesamtfläche bebaut sein. Die Immobilien werden international vermarktet.

Nur der geringste Teil des alten toskanischen Dorfes soll mit dem "Eco Resort" bebaut werden

Nur der geringste Teil des alten toskanischen Dorfes soll mit dem "Eco Resort" bebaut werden

„Mit diesem Projekt schlagen wir ein neues Kapitel von TUI Hotels & Resorts auf. Wir entwickeln ein weitläufiges Resort, das seinesgleichen in der Toskana suchen wird. Nachhaltigkeitsaspekte sowie der Erhalt und die Wiederherstellung dieser einzigartigen Kulturlandschaft sind für uns oberstes Gebot“, sagt TUI-Vorstandschef Dr. Michael Frenzel. Im Jahr 2007 hatte die TUI AG ein ganzes Dorf im Herzen der Toskana gekauft. Tenuta di Castelfalfi gehört zur Gemeinde Montaione und liegt in der Mitte des magischen Dreiecks zwischen Florenz, Siena und Pisa. Gerade einmal zwei Personen wohnten damals noch in dem Dorfkern. Die 26 Bauernhäuser des Ortes waren über die Zeit zu Ruinen verfallen. Das Areal ist geprägt von der hügeligen, wilden Landschaft der Toskana mit Olivenhainen, Weinbergen, Zypressen, Pinien- und Mischwäldern. Über dem Tal thront der so genannte Borgo mit einer Burg aus dem elften Jahrhundert, einer kleinen Kirche und einer Handvoll unbewohnter Häuser.

In diese Jahrhunderte alte Kulturlandschaft der Toskana werden nun behutsam neue Elemente eingebettet. „Der lokalen Verwaltung ist es hier gelungen, vielen Versuchungen zu widerstehen. So konnten in dieser Region Bausünden weitgehend vermieden werden. Viele Ausblicke sind wie vor 150 Jahren. Unser Ziel ist es, dass das auch in Castelfalfi so bleibt“, sagte Karl J. Pojer, Bereichsvorstand TUI Hotels & Resorts. Und weiter: „Zeitgemäße und auf Zielgruppen ausgerichtete Hotelkonzepte findet man in der Toskana nicht. Mit unserer langjährigen Erfahrung werden wir diese Region behutsam entwickeln.“

"Grünes Resort": Das Toskana Resorts Castelfalfi soll zum großen Teil Energie selbst erzeugen und Wasser selbst aufbereiten

"Grünes Resort": Das Toskana Resorts Castelfalfi soll zum großen Teil Energie selbst erzeugen und Wasser selbst aufbereiten

60 Prozent des Energiebedarfs werden dezentral in einem Blockkraftwerk erzeugt, das lokale Biomasse verarbeitet. Der gesamte Wasserbedarf wird aus eigenen Brunnen gewonnen. Bei der Wasserver- und Brauchwasserentsorgung sind biologische Klärung und Mehrfachnutzung vorgesehen. Die Landwirtschaft von Castelfalfi wird erhalten. Die Reben der 30 Hektar Weinberge werden im eigenen Betrieb gekeltert, die Oliven der 9.000 Bäume in der eigenen Presse zu jährlich mehreren Tausend Litern Olivenöl verarbeitet. Das Umweltmanagement des Resorts wird auf Basis der DIN EN ISO 14001-Standards und der erweiterten Umwelt- und Nachhaltigkeitsstandards für das TUI eigene Gütesiegel „Eco Resort“ betrieben. Insgesamt sollen rund 250 Arbeitsplätze in der Region entstehen.
 
Die Bauarbeiten am Boutique-Hotel haben inzwischen begonnen. Das 32-Zimmer-Hotel entsteht in den Gemäuern einer alten Tabakfabrik und soll Mitte 2012 als erstes Hotel von Castelfalfi eröffnet werden. Die mittelalterliche Burg von Castelfalfi wird zu einer gehobenen Gastronomie ausgebaut. Ein weiteres Restaurant befindet sich in der zwischenzeitlich renovierten Pizzeria. Der restliche Borgo wird saniert und die rund 50 Wohneinheitenals Ferienimmobilien verkauft. „Ziel ist es, dass wir das dörfliche Leben wieder in Gang bringen“, sagt TUI-Hotelchef Pojer. Das Konzept für die 26 ehemaligen Bauernhäuser sieht vor, diese in exklusive Landhäuser umzuwandeln. Alle Immobilien werden international vermarktet. Erste Muster-Villen werden in Kürze entstehen. Für den Verkauf dieser besonders hochwertigen Immobilien kooperiert die TUI in Deutschland mit Engels & Völkers.

Bereits im September 2010 wurde ein 18-Loch-Golfplatz („Mountain Course“) unterhalb des Borgo eröffnet. Weitere neun Löcher („Lake Course“) kommen noch in diesem Jahr hinzu. Der bestehende Kurs, den Experten als den schönsten neuen Golfplatz Italiens einstufen, steht neben den Clubmitgliedern und den künftigen Gästen auch Besuchern offen.