Tagesarchiv: 29 April 2011

Radisson Blu Schwarzer Bock Hotel Wiesbaden: Nur 14,86 Euro – Jubiläumsrate zum 525-jährigen Bestehen

(Wiesbaden, 29. April 2011) 1486 entstand der „Schwarze Bock“ in Wiesbaden – zunächst als Badehaus. Mit 525 Jahren ist das seit über 15 Jahren als Radisson Blu geführte 142-Zimmer-Hotel eines der ältesten Hotels Deutschlands. Zum Jubiläum gibt es nun fürt Ortsansässige die Vorzugsrate von nur 14,86 EUR pro Person im Doppelzimmer.

Radisson Blu Schwarzer Bock Hotel Wiesbaden: Fassade von heute

Radisson Blu Schwarzer Bock Hotel Wiesbaden: Fassade von heute

“Ein Hotel mit dieser Historie zu leiten, ist eine wunderschöne Aufgabe. 1486 bis 2011 ist ein gewaltiger Zeitraum, für ein Menschenleben kaum greifbar. Um unsere Gäste aus aller Welt an diesem Event teilhaben zu lassen, haben wir ganzjährig exklusive Jubiläumsangebote zusammengestellt”, so General Manager Peter Mikkelsen.

Das Radisson Blu Schwarzer Bock Hotel in Wiesbaden feiert sein 525-jähriges Jubiläum. Es gilt als ältestes Grandhotel Deutschlands – mit seiner ersten urkundlichen Erwähnung im Jahr 1486 stammt es aus einer Zeit, in der es den Petersdom in Rom und die Basilius-Kathedrale am Roten Platz von Moskau noch nicht gab, in der Amerika und der Amazonas noch nicht entdeckt worden waren, und in der Martin Luther gerade einmal drei Jahre alt war.

Fassade von 1899

Fassade von 1899

Ursprünglich diente der “Schwarze Bock”, der seinen Namen seinem damaligen schwarzhaarigen Besitzer Philipp zum Bock verdankt, als öffentliches Badhaus. Wiesbaden hatte damals zwar nur 36 Einwohner, war aber schon seit langem für seine heißen und wohltuenden Quellen bekannt: Dass hier bereits die Römer ihre Leiden kurierten, beweisen Ziegelsteine aus dem Jahr 33 nach Christus, die bei Bauarbeiten auf dem Hotelgelände gefunden wurden und noch heute im Keller des “Schwarzen Bocks” zu sehen sind.

Im Lauf seiner frühen Geschichte hatte es der “Schwarze Bock” auch mit ungeliebten und illustren Gästen zu tun: Die Offiziere, die während des 30-jährigen Krieges im Haus einquartiert wurden, gingen mit dem Inventar nicht gerade zimperlich um, und die Pferde, für die einer der Besitzer zeitweilig ein eigenes Rossbad schuf, galten über die Stadtgrenzen hinaus als kuriose Attraktion. Doch dann entwickelte sich Wiesbaden zu einem der vornehmsten Kur- und Reiseziele Europas. Die Damen der nahen Frankfurter Gesellschaft ließen sich im Ehevertrag garantieren, dass sie einmal pro Jahr nach Wiesbaden durften – und dies ohne ihre Männer! Goethe war im “Schwarzen Bock” zu Gast und notierte die sinnigen Zeilen: “Beim Baden sei die erste Pflicht, dass man sich nicht den Kopf zerbricht, und dass man höchstens nur studiere, wie man das lustigste Leben führe.” Und Dostojewski arbeitete im “Schwarzen Bock” an seinem Roman “Der Spieler” – es soll nicht unerwähnt bleiben, dass dem Schriftsteller das Casino um die Ecke zum Verhängnis wurde: Er verspielte dort seine gesamte Reisekasse.

Anfang des 20. Jahrhunderts wurde das alte Badhaus abgerissen und durch einen modernen Neubau ersetzt, in dem den Gästen 220 Betten, elektrisches Licht, Lifte und später sogar fließendes Wasser zur Verfügung standen – zum Preis von 5 Mark pro Nacht! Nach dem Zweiten Weltkrieg hielten die Amerikaner den “Schwarzen Bock” noch zwölf Jahre lang besetzt; anschließend und bis zum heutigen Zeitpunkt wurde das Hotel immer weiter modernisiert. Die reiche Geschichte des Hauses behielt man dabei stets im Auge: So dient das historische “Ingelheimer Zimmer” mit wertvollen Schnitzereien und einer 1881 gestalteten Decke aus Nussbaum-, Eschen- und Thujaholz heute als exklusivster der insgesamt 8 Veranstaltungsräume. Und 2010 renovierten die aktuellen Eigentümer, die Capital Hotel Management B.V., das legendäre Badhaus: In seinem historischen Teil wurden Holztüren, Art-Déco-Fliesen und sogar Bronze-Auslaufventile an Wannen originalgetreu saniert, um die Tradition der Wiesbadener Badekultur zu wahren.

Klassisches Flair herrscht auch in den inzwischen 142 Zimmern und Suiten des Hotels, das seit 1995 als Radisson Blu firmiert. Doch keine Sorge: Die Zeit der Strohsäcke mit Unterbett und Haarmatratzen, auf denen man im “Schwarzen Bock” Ende des 18. Jahrhunderts schlief, sind längst vorbei. Und auch die Öfen in den Zimmern, auf denen sich die Gäste im 19. Jahrhundert ihr Essen selbst kochen mussten, da das Hotel noch kein Restaurant besaß, gehören der Vergangenheit an. Der “Schwarze Bock” bietet von traumhaften Betten und privaten Bädern bis zu Klimaanlage und kostenfreiem WiFi alle nur erdenklichen Annehmlichkeiten. Im Restaurant “Capricorne” stehen internationale und nationale Spezialitäten auf der Karte, und in der atmosphärischen Bar 1486, benannt nach dem offiziellen “Geburtsjahr”, klingt der Tag wunderbar aus. Wer hier eintritt, sollte aber nicht nur auf die Cocktailkarte einen Blick werfen, sondern auch auf die Eingangstür, denn diese ziert die erste belegte Jahreszahl des Hauses: 1486.

Hotelmarketing: Meisten Hotels setzen nicht auf Ratenparität

(Hamburg, 29. April 2011) Einheitliche Raten in allen Verkaufskanälen – die sog. Ratenparitätr ist nachwievor nicht sonderlich populär. 63 Prozent der Hoteliers bevorzugen unterschiedliche Raten auf der eigenen Website, den Hotelbuchungsportalen und am Telefon. Dies geht aus einer aktuellen Befragung von 270 Hotels in Deutschland hervor. Nach der Studie „Buchungsmedien & -portale 2011“ vom Marktforschungsinstitut Business Target Group, Scheeßel bei Hamburg (BTG), setzen gerade kleinere Häuser und Hotels mit dem wirtschaftlichen Schwerpunkt Individualreisende auf unterschiedliche Raten in den Verkaufskanälen.

„Mittlerweile stammen mehr als ein Drittel aller Buchungen aus den elektronischen Medien“, sagte BTG-Geschäftsführer Thilo Lambracht. „Für das aktuelle Jahr 2011 wird ein weiteres Ansteigen erwartet.“ An der Spitze und im Segment der Geschäftsreisen weiterhin unangefochten ist der Kölner Pionier hrs.de das Portal mit den häufigsten Buchungen (69% der Nennungen). Verfolger sind hier der deutsche Branchenspezialist hotel.de und das holländische Unternehmen booking.com.

Aber die Gäste buchen nicht nur häufiger online sondern bewerten die Hotels auch zunehmend in Gästebewertungsportalen wie trivago.de. Gerade Business-Hotels beurteilen den Einfluss der Gästebewertungen auf den wirtschaftlichen Erfolg als „hoch“ und sind auch der Meinung, dass 2011 deren Einfluss weiter steigen wird. 50 Prozent der Hoteliers aus Business-Hotels kontrollieren daher mindestens einmal wöchentlich die einschlägigen Online-Bewertungen. „Der Gast wird mündiger und vertraut offensichtlich lieber der Online-Community als Fragebögen auf den Zimmern“, kommentiert Lambracht.