Monatsarchiv: März 2011

Internorga Hamburg 2011: 1. Zukunftspreis geht an Elro Grossküchentechnik und Kliniken Heiligenfeld

(Hamburg, 17. März 2011) Der erstmalig vergebene Internorga-Zukunftspreis geht an das Schweizer Unternehmen Elro Grossküchentechnik (Kategorie Angebot) und die Kliniken Heiligenfeld (Kategorie Anwendung). Ein Spezialpreis geht an den Energieversorger Lichtblick.

Elro erhält den nach “Green Hospitality” ausgerichteten Zukunftspreis für seine Apparatserie “2300″; das sind thermische Koch- und Bratgeräte mit besonderer Energieeffizienz und geringem Wasserbedarf.

Die Kliniken Heiligenfeld werden für besondere Strategien in Sachen Nachhaltigkeit ausgezeichnet. Das zukunftsweisende Umwelt- und Energiemanagement, die Einbindung regionaler Wertschöpfungspotenziale und ein ökologisches Ernährungskonzept hatte die Jury überzeugt.

Lichtblick wird für seine auf dem Schwarm-Modell basierenden Mini-Kraftwerke geehrt. Dabei werden dezentrale Kraftwerke zur flexiblen Anpassung vernetzt. Lichtblick setzt zudem stark auf den Umbau auf erneuerbare Energieträger und will die dezentrale Energieautonomie stärken. Dies ist angesichts der Atomkatastrophe in Japan im Fokus der Menschen.

Die Internorga Hamburg, eine der größten Fachmessen für den Außer-Haus-Markt in Europa, beginnt morgen und dauert bis 23. März. Wiederum sind soviele Aussteller dabei, dass erstmals eine Leichtbauhalle zusätzlich aufgestellt werden musste.

Erweitert wurde die „Newcomer’s Area“ für Innovationen, die ja seit Jahrzehnten für Interesse rund um die Internorga sorgen. Dort präsentiert u.a. Rofobox den ersten Roboter zum Serviettenfalten.

Zahlreiche Unternehmen hatten sich für den Internorga-Zukunftspreis beworben, wurde mitgeteilt. Die Abstimmungen für die Preisträger seien einstimmig gefallen. Der Zukunftspreis soll nun jährlich an sog. „Toprunner“-Unternehmen vergeben werden. Auch Hotels und Gastronomieunternehmen können sich bewerben.

Höchstpersönlich: Jamie Oliver im Scandic Hotel Berlin Potsdamer Platz

(Berlin, 15. März 2011) Jamie Oliver ist in Berlin! Genauer gesagt im Scandic Berlin Potsdamer Platz. Und präsentiert dort höchstpersönlich seine Kooperation mit der derzeit erfolgreichsten skandinavischen Hotelkette. Seit der Eröffnung des neuen Scandic Flaggschiffs werden auch die Gäste hier in Berlin mit den Kreationen des britischen Starkochs Jamie Oliver verwöhnt. Hier sind es vor allem die Teilnehmer von Meetings und Tagungen, die in den Genuss von leichten und gesunden Mahlzeiten à la Jamie Oliver kommen. Auf der Speisekarte: Müsli-Riegel für die Tagungspausen, Suppen mit ausgewählten Zutaten und speziellen Garnierungen für Desserts. Jamie Olivers Geheimnis bei den Scandic Tagungs-Menüs: er will den Gästen mit seinen Kreationen Energie für den ganzen Meeting-Tag liefern.

Jamie Oliver im Scandic Hotel Berlin - der britische Starkoch entwickelt Menüs für die Hotelkette

Jamie Oliver im Scandic Hotel Berlin - der britische Starkoch entwickelt Menüs für die Hotelkette

Die Kooperation mit Jamie Oliver wird seit fast zwei Jahren in den 160 Scandic Hotels gelebt und von den Gästen geliebt. Besonders der Nachwuchs ist begeistert von den Kindermenüs des sympathischen Fernsehkochs. Eine Herzensangelegenheit für den 35-Jährigen, der sich als Vater von drei Töchtern und seinem sechs Monate alten Sohn Buddy für eine gesunde Ernährung schon bei den Kleinsten stark macht.

Sie haben sich für eine Zusammenarbeit mit der internationalen Hotelkette Scandic entschieden. Was war ausschlaggebend dafür?
Jamie Oliver: „Scandic verkörpert in meinen Augen einen vorbildlichen Umwelt- und Gesundheitsgedanken. Die Philosophie von Scandic unterstreicht mein Engagement für bewusstes und verantwortungsvolles Leben und Genießen. Diese Hotelkette setzt auch im Detail auf Nachhaltigkeit und somit langfristig auf ein gesünderes Leben. Von dem ganzheitlichen Meetingkonzept „Green Creative Energy“ war ich von der ersten Minute an begeistert. Mit meiner großen Leidenschaft, dem Kochen, kann ich mich in diesem „grünen“ Konzept hervorragend einbringen. Vorwiegend für Scandic´s Tagungsgäste habe ich vitamin- und nährstoffreiche Mahlzeiten kreiert. Man weiß, wie viel Energie solche Meetings kosten und wie hochkonzentriert die Teilnehmer sein müssen. Wer das falsche Essen in sich „hineinstopft“, wird schnell müde und unkonzentriert. Aber auch „schnelles“ Essen kann ausgewogen sein. All unsere Test-Esser waren begeistert. Was mich noch besonders an dieser Kooperation reizt: dass die Gäste mit ihrer Wahl in das Scandic-Hotel zu gehen, bereits ihr Interesse an diesen relevanten Themen wie Umweltbewusstsein und Nachhaltigkeit signalisieren und offen sind für Neues. In diesem Rahmen meine Menüs anzubieten, heißt noch mehr Menschen für eine gute Ernährung zu sensibilisieren und zu erreichen – das ist großartig und spricht mir ganz aus dem Herzen.“

Worin liegt das Geheimnis der Kreationen für das Scandic Berlin Potsdamer Platz und was bereitete Ihnen besonders viel Freude bei der Planung?
Oliver: „Ich liebe es kreativ zu sein. Bei der Planung der Scandic-Menüs war es wichtig den Aspekt der Kommunikation, Freude und Ausgelassenheit beim Essen nicht aus den Augen zu verlieren. Ob es verschiedene Suppen mit frischem saisonalen Gemüse, Salate mit unterschiedlichen Dressings und Früchten oder spezielle Garnierungen für die Desserts sind – jedes Menü ist darauf ausgerichtet vom Gast individuell kreiert zu werden. Jeder genießt also auf seine ganz persönliche Art. Das fördert die Interaktivität und die Kommunikation, das Miteinander eben. Ein Meeting kann dadurch noch produktiver werden. Und eben das ist es auch, worauf ich mich mit meinen Kollegen immer besonders freue. So macht die Arbeit Spaß und wir können zusammen Ideen weiterentwickeln. Natürlich ist es auch immer eine große Herausforderung für viele hundert hungrige Tagungsgäste zu planen, aber ich habe viel Erfahrung und weiß, wie ich die Gäste mit einer leichten und erstklassigen Küche überzeugen und stärken kann.“

Woher nehmen Sie Ihre Energie und Kraft, um Ihre Projekte weltweit umzusetzen? Alleine aus Ihrer Ernährung?
Oliver: „In erster Linie gibt mir meine Familie die Kraft und den Rückhalt. Aber nicht nur das, sie ist es auch, die mir zeigt, dass eine gesunde Ernährung eine besonders wichtige Rolle für jeden einzelnen, innerhalb des Familienkreises und darüber hinaus in der Gesellschaft spielt. Dieses Bewusstsein treibt mich bei meinen Projekten an. Kooperationen, wie die mit Scandic, sind mir in diesem Zusammenhang umso wichtiger. Mein Ziel ist es, so viele Menschen wie möglich mit kreativem und gesundem Kochen zu begeistern – vor allem die Kinder. Am liebsten möchte ich sie zum Mitmachen und Ausprobieren ermuntern, weil Kochen einfach so viel Freude macht und inspiriert. Es ist eine große Bereicherung für jeden. In England arbeite ich eng mit verschiedenen Schulen zusammen, um das Essen für die Schüler zu optimieren und um gegen ungesunde Ernährung anzukämpfen. Wie hier im Scandic Berlin Potsdamer Platz kann ich die Kinder und Erwachsenen mit meiner Idee direkt ansprechen, das ist toll.“

Ausgehend von ihrer Wohltätigkeitsorganisation „Fifteen“ in London, verschaffen sie mittlerweile auch Jugendlichen in Cornwall, Amsterdam und seit 2006 sogar in Australien (Melbourne) eine Perspektive, indem sie in ihren Restaurants zum Koch ausgebildet werden können. Haben Sie weitere soziale Pläne in der Zukunft?
Oliver: „Die Arbeit mit den Jugendlichen liegt mir sehr am Herzen und ich werde mich in Zukunft unbedingt weiter darauf konzentrieren. Auch die Arbeit an Schulen mit den Kindern ist sehr wichtig für mich geworden, weil ich mir wünsche, dass Bewegung in die Gesellschaft kommt. Jedes Kind sollte früh Unterricht in Sachen Ernährung erhalten, Familien sollten wieder mehr, bewusster und mit Spaß kochen und wir sollten so gemeinsam mithelfen, Übergewicht zu bekämpfen. Wir konnten in England bewirken, dass die Regierung mehr Geld in das Essen an Schulen investiert. Insgesamt ein großes Projekt, an dem ich weiter arbeiten und für das ich kochen und kreativ sein werde.“

Was ist denn ihr Lieblingsgericht? Sündigen Sie auch mal?
Oliver: „Ich liebe es auch privat aus einfachen Zutaten die leckersten Gerichte auf den Tisch zu zaubern. Mein momentaner Hit:  frische Pasta! Auf meinen Reisen durch Italien habe ich die landestypischen Spezialitäten lieben und genießen gelernt. Aber natürlich esse ich auch gerne abwechslungsreich, ob Fisch, Salat oder Fleisch. Die Herkunft und Frische der Zutaten sind dabei entscheidend und dann kann es gern auch mal ein großer Hamburger sein – selbst zubereitet natürlich. Der ist auf jeden Fall eine Sünde wert.“

Haben Sie noch Zeit für ein Hobby bei eigener Fernsehshow, eigenem Restaurant und den zahlreichen anderen Projekten?
Oliver: „Um ehrlich zu sein, viel Zeit habe ich nicht, vor allem bin ich jetzt wirklich oft unterwegs. Außerdem habe ich bis jetzt an meinem neuen Buch gearbeitet und seit der Geburt meines jüngsten Kindes Buddy – er ist jetzt fast sechs Monate alt – bleibt mir natürlich noch weniger Freiraum, mich mal zurückzuziehen. Außerdem hat meine Rasselbande – ich habe ja jetzt vier Kinder – ein Recht auf ihren Vater. Da ich aber eine tolle Frau habe, kann ich doch ab und zu mit meinen Freunden in unserer Band „Scarlet Division“ Schlagzeug zu spielen. Das ist einfach befreiend für mich und ich kann richtig Gas geben. Genauso wie beim Motorradfahren. Dann vergesse ich alles um mich herum, mein Kopf wird frei. So tanke ich Kraft für meine Familie und für die Arbeit. Glauben Sie mir, ich genieße mein Leben sehr, fühle mich manchmal selber noch wie ein Kind, ganz leicht, frei und unbeschwert…“

James „Jamie“ Trevor Oliver (* 27. Mai 1975 in Clavering, Essex) ist britischer Starkoch und lebt in London. Sein Spitzname The Naked Chef geht auf seine erste Kochsendung zurück und steht für die Einfachheit der Zubereitung seiner Rezepte. Seine Kochshows werden in über 50 Länder übertragen. Die Leidenschaft für das Kochen entdeckte er in dem Restaurant seiner Eltern in Essex. Bei einer Dokumentation über das Restaurant, in dem er nach seiner Ausbildung arbeitete, wurde er entdeckt und bekam seine eigene Kochsendung „The Naked Chef“. Seitdem veröffentlichte er zahlreiche Kochbücher und betreibt mehrere Restaurants, zum Beispiel in Amsterdam und Melbourne. Im Fernsehen ist er u.a. mit seiner Kampagne für eine bessere Qualität in Schulkantinen und mit seiner Wohltätigkeitsorganisation „Fifteen Foundation“, mit der er arbeitslosen jungen Erwachsenen die Chance gibt, Koch zu werden, zu sehen. Schon 2003 erhielt er für sein soziales Engagement den britischen Verdienstorden „Order of the British Empire“ und 2010 einen Emmy für die Kochserie „Jamie Olivers Food Revolution“. Seit vergangenem September ist er vierfacher Vater und bereits seit Juni 2000 mit seiner Frau Juliette Norton glücklich verheiratet.

 

Das ist moderne Küche: Alle Varianten eines Produktes ausgiebig testen

Kirill Kinfelt vom Aufsteiger-Restaurant „Planea“ in Göttingen setzt auf neue Studien mit Top-Rohwaren und Geschmacks-Gegensätzen

(Göttingen, 15. März 2011) Wieviele Möglichkeiten gibt es, Schweinebauch mit Jakobsmuscheln zu kombinieren? Nun ist diese Zusammenstellung an Fleisch- und Fischgenuss per se ungewöhnlich – und in den Variationen von Kirill Kinfelt stets ein exzellenter Gaumenschmaus. Der aufstrebende Chefkoch des Fine-Dining-Restaurants „Planea“ in Göttingen steht wie kein anderer der „Aufsteiger“ in der Top-Cuisine für moderne Küche weit über die Grenzen des bisher Erreichten hinaus. Das hat nichts mit „Cucina moleculare“ zu tun, sondern mit feinem Sinn für zahllose Möglichkeiten mit Top-Produkten aus regionaler Herkunft. Also: Neue Grenzen testen, ohne Bodenhaftung zu verlieren.

Neue Küche braucht das Land: Kirill Kinfelt vom „Planea“ Göttingen testet neue Grenzen aus – und dies erfolgreich (Foto: Planea/Hotel Freizeit In Göttingen)

Neue Küche braucht das Land: Kirill Kinfelt vom „Planea“ Göttingen testet neue Grenzen aus – und dies erfolgreich (Foto: Planea/Hotel Freizeit In Göttingen)

Manch einen mag Kinfelt’s Experimentierfreudigkeit überraschen. Doch just in der Universitätsstadt Göttingen – und nicht in einer Weltmetropole – kommt sein eigenwilliger Kochstil an. Immer mehr Gäste lassen sich mittags wie abends von den nur rudimentär in der Speisekarten beschriebenen Speisen („Rindfilet – Artischocke – Sellerie“) überraschen. Die Minimalistik in der textilen Annoncierung wird bei Bedarf vom Service erläutert. Doch das ist wie bei einer Vernissage: Mit zuviel Text wird das Kunstwerk zerredet. Dem geneigten Gourmet sollen Anmutung, Ambiente und geschmackliche Komposition überzeugen. Auch ein verwöhnter Testesser aus Berlin würde hier bekennen: „Es passt!“.

Kinfelt setzt auf neue Gewinne im erprobten Gelände. „Surf’n Turf“, die gewagte Fusion aus Fleisch und Fisch zum Hauptgang, wurde vor bereits sechs Jahrzehnten erobert. Nun will der Aufsteiger aus Göttingen neue Grenzen austesten: Dem Schweinebauch lässt er bei 40 Stunden Garzeit unter Niedrigtemperaturen das Fett entziehen und setzt mit aromatischen Kräutern dem Fleisch eine gewisse Süße hinzu. Die angebratene Jakobsmuschel bringt verwöhnende Karamelligkeit mit. „Beides zusammen ergibt die absolute Überraschung“, gibt sich Kinfelt selbstbewusst.

Auch auf einem anderen „Minenfeld“ der Gourmetküche bewegt sich Kinfelt stilsicher: Rinderfilet & Pulpo an Artischocke (sic!) bedarf der richtigen Balance. Die richtige Menge von fünf Schreiben Tintenfisch ergebe eine „perfekte Kombi“.

Bei der Auswahl der Produkte setzt Kinfelt, der es in noch nicht einmal einem Jahr seit Eröffnung in die Nominierten-Liste der weithin beachteteten „S.Pellegrino Kulinarische Auslese“ schaffte, auf Top-Qualität aus regionaler Herkunft. Nachhaltigkeit und Bio-Prinzipien spielen dabei eine gewichtige Rolle. Absolute Frische ist unabdingbar. Wie bei jedem großen Chefkoch sind dies die Erfolgsfaktoren für eine Spitzenküche.

In moderner „Twitter“-Manier (max 140 Zeichen) müsste es zu Kinfelt’s Küche heißen: „Jung, modern, ambitioniert, viele Varianten, ein Experiment & Genuss, zum Erleben bei besonderen Menschen, anders als andere“. Kirill Kinfelt ist auf dem Weg nach oben. Man wird noch viel über ihn lesen können.

Das Fine-Dining-Restaurant „Planea“ wurde Ende Mai 2010 eröffnet und ist ein Unternehmen der Hotel Freizeit In GmbH, Göttingen. Über 400.000 Euro wurden in den kubus-artigen Neubau neben der historischen Sternwarte am Rander der Innenstadt investiert. Das Team des „Planea“ umfasst rund 30 Mitarbeiter.

InterContinental Hotels Group: Gelder veruntreut? – Klares Dementi!

(Düsseldorf, 15. März 2011) Das Dorint-Problem bei der InterContinental Hotels Group (IHG) ging zur ITB Berlin in eine neue Runde. In Medienberichten wurde kolportiert, im Interconti Düsseldorf seien Gelder in Millionenhöhe „veruntreut“ worden. “An diesen Gerüchten ist nichts Wahres”, sagte dazu Jennifer Fox, Chief Operating Officer Kontinentaleuropa.

Alles nur Aufregung um schmutzige Wäsche? Offenbar dienen diese gezielt gestreuten Gerüchte dazu, die Trennung zwischen IHG und Dorint zu manifestieren. Hinter vorgehaltener Hand vermuten erfahrene Marktbeobachter, dass es in letzter Minute zu einer neuen Einigung bei IHG kommen könnte. Gerade beim Berliner Hotels, das Union Investment gehört, sei noch nicht vorstellbar, dass sich IHG nach vielen Jahrzehnten erfolgreicher Führung zum 31. März verabschieden würde. Doch meist bevorzugen institutionelle Investoren einen starren Pachtvertrag und Hotelbetreiber flexible Managemenetverträge.

Der Krimi um die drei von Dorint gepachteten und von IHG betriebenen Hotels in Berlin, Köln und Düsseldorf verspricht noch einige spannende Kapitel.

Lifestyle Hospitality & Entertainment Management: Neue Kameha-Projekte in Vorbereitung

(Zug/Schweiz, 15. März 2011) Drei neue Kameha-Projekte sind in Planung: Nachwievor möchte Carsten K. Rath, Chef der Lifestyle Hospitality & Entertainment (LH&E) Management AG mit Sitz im schweizerischen Zug, in Hamburg-Harburg, Zürich und auf Mallorca sowie in Asien weitere Hotels verwirklichen. Allerdings ist das nicht so einfach. Auf der ITB 2010 kündigte er die Submarke „K-Star Hotels“ mit dem Projekt in Hamburg an, doch daraus wurde zunächst nichts. Schwierigkeiten beim Denkmalschutz bremsten Rath und seinen Entwicklungspartner RIMC bislang aus.

Kameha Grand Zürich - Eröffnung soll 2013 sein

Kameha Grand Zürich - Eröffnung soll 2013 sein

Nachwievor seien Projekte in Laos, Thailand sowie Residences in Düsseldorfg und Köln geplant, heißt es. „All unsere Projekte sind auf vier Säulen aufgebaut: Architektur und Design als ganzheitliches Konzept und in Verbindung mit Kunst, ein herzlicher Service, ökologische Nachhaltigkeit und ein Ort für Ruhe und Platz zum Feiern“, so Rath.

Konkret in Planung das Kameha Grand Zürich (260 Zimmer), das 2013 eröffnen soll. Mit dem Kameha Resort Andaman entstehen auf Thailands größter Insel Phuket 79 individuelle Lifestyle-Villen mit jeweils eigenem Pool in direkter Strandlage. Das Resort ist nur 20 Minuten vom internationalen Flughafen in Phuket entfernt und eröffnet 2013. Im Kameha Resort Luang Prabang entstehen zeitgleich 50 Lifestyle Residences auf einer Fläche von mehr als 120.000 Quadratmetern. Das Medical & Health Spa Resort befindet sich in der alten Königsstadt Luang Prabang, im Norden von Laos.

Das erste Projekt der Marke „Kameha Residence“ befindet sich in der Rhein-Metropole Düsseldorf: Dort entstehen bis 2012 mit der Kameha Residence Düsseldorf 57 Lifestyle-Appartements und Luxus-Wohnungen auf mehr als 8000 Quadratmetern Wohnfläche. Rund 70 Millionen Euro Investitionskosten wurden für das Projekt, das der Kameha Residences Objektgesellschaft gehört, veranschlagt. Der Quadratmeterpreis liegt durchschnittlich bei 8500 Euro. Die erste „K-Star Residence“ entsteht zurzeit in Köln nur wenige hundert Meter vom Hauptbahnhof. Das Projekt wird 2012 fertig gestellt und verfügt über 32 voll ausgestattete Appartements zwischen 57 und 80 Quadratmetern Größe.

Entwicklung des Gastronomiemarktes in Deutschland: Stabile Konsumentenausgaben in der Branche in 2010

(Nürnberg, 14. März 2011) Der Außer-Haus-Markt in Deutschland konnte trotz der positiven gesamtökonomischen Voraussetzungen im Gesamtjahr 2010 noch nicht wieder wachsen. Nach Ergebnissen aus dem “Crest”-Verbraucherpanel der NPD Group Deutschland, Nürnberg, gaben die Konsumenten in Deutschland mit 64,3 Milliarden Euro praktisch genauso viel aus wie im Vorjahr, rechnerisch ergab sich ein Plus von +0,2%. Im Vorjahr 2009 sanken die Verbraucherausgaben für Essen-außer-Haus krisenbedingt noch um -1,3%. Die Anzahl der Besuche sank in 2010 allerdings weiter um -1,3% auf 11,7 Milliarden. Damit registrierten Restaurants, Imbisse, Kantinen und Co. rund 32 Millionen ‚Verzehrsfälle‘ pro Tag. Die Gesamtausgaben blieben stabil, da pro Besuch mehr Geld ausgegeben wurde. Somit konnte trotz des deutlich verbesserten Konsumklimas sowie der rückläufigen Arbeitslosigkeit der Gastronomiemarkt noch nicht vom Aufschwung profitieren. Gründe für die Zurückhaltung der Verbraucher lagen insbesondere darin, dass während der Wirtschaftskrise erlerntes Verzehrsverhalten beibehalten wurde, so ‚snackten‘ die Deutschen weiterhin weniger (rückläufiger Zwischendurchverzehr). Außerdem wurde das Geld eher für andere größere Anschaffungen wie Unterhaltungselektronik ausgegeben, die im Vorjahr noch verschoben wurden.

Entwicklung des Gastronomiemarktes in Deutschland 2010

Entwicklung des Gastronomiemarktes in Deutschland 2010

Erholung in der zweiten Jahreshälfte
Im Jahresverlauf hat sich die Entwicklung von Quartal zu Quartal allerdings verbessert. Das erste Halbjahr war von einer rückläufigen Entwicklung der Konsumentenausgaben geprägt, im zweiten Halbjahr gaben die Verbraucher aber wieder mehr aus als im Vorjahreszeitraum. Lediglich durch die schwierigen Wetterbedingungen wurde das Wachstum in den letzten Monaten des Jahres deutlich gebremst.

Gewinner war die Gemeinschaftsverpflegung
Im Jahresvergleich konnte die Gemeinschaftsverpflegung (Arbeits- und Ausbildungsplatzverpflegung) mit +1,9% die größten Umsatzzuwächse verbuchen, insbesondere durch rückläufige Kurzarbeit, einer höheren Anzahl Vollzeitbeschäftigter sowie dem weiteren Ausbau der Schulverpflegung. Die Schnellgastronomie profitierte besonders von einem Besuchsplus zur Mittagszeit unter der Woche. Weiter rückläufig blieben die Ausgaben in den Bedienungs- und Hotelrestaurants sowie in der Erlebnisgastronomie.

Frühindikatoren im Markt zeigten sich verbessert
Während des Jahres 2009 besuchten besonders die Familien seltener die Gastronomie, an den sogenannten ‚Socializing-Besuchen‘ (Freunde treffen, mit Partner oder Famile ausgehen) sowie dem Zwischendurchverzehr wurde gespart. Zumindest bei den Familien sowie den Socializing-Besuchen zeigte sich der Markt in 2010 jedoch wieder erholt.

Neben dem Verzicht auf Gastronomiebesuche (‚Trading Out‘) konnte in 2009 jedoch auch beobachtet werden, dass die Verbraucher versuchten, die Ausgaben pro Besuch niedriger zu halten (‚Trading Down‘). Dies erfolgte durch den Verzicht auf einzelne Produkte und die Wahl günstigerer Produkte und Marktsegmente. „In 2010 zeigte sich, dass die Verbraucher wieder bereit waren, etwas mehr für ihren Gastronomiebesuch auszugeben. Sie entschieden sich häufiger für höherpreisige Produkte und Marktsegmente. Allerdings blieben die Verbraucher weiterhin sehr preissensibel und entschieden sich öfter für Betriebe mit besserem Preis-Leistungs-Verhältnis“, sagte Jochen Pinsker, Senior Vice President Foodservice Europe der NPD Group Deutschland.

Ausblick
Die Zeichen für die Entwicklung der Gastronomie im Jahr 2011 sind überwiegend positiv. Die erwartete Erholung des gesamtwirtschaftlichen Umfeldes sollte mittelfristig dazu führen, dass die Verbraucher ihr Ausgehverhalten sukzessive ändern und ihre Besuchsfrequenz erhöhen.  Die ersten Ergebnisse für die Monate Januar und Februar 2011 sehen bereits sehr vielversprechend aus. Insbesondere wer sich in Bezug auf gutes Preis-Leistungs-Verhältnis positioniert, dabei Gäste bindet und Loyalität stärkt, hat gute Chancen auf Wachstum in 2011.

Quality Reservations: Prizeotel Bremen ist Performance-Sieger

(Berlin, 14. März 2011) Umsatzplus von +105,2%, 90% mehr Übernachtungen, 64,24 Euro Durchschnittsrate (+4,75 Euro): Das Budget-Hotel Prizeotel Bremen ist Performance-Sieger bei jährlichen Yield-Management-Wettbewerb „UPS“ von Quality Reservations (QR). Auf der ITB Berlin wurde dem Team um Hotelchef Marco Nussbaum die bundesweit beachtete Auszeichnung verliehen. Unter den derzeit 351 Partnerhotels von QR werden jedes Jahr die Häuser mit den stärksten Zahlensteigerungen geehrt.

So sieht’s im Prizeotel Bremen aus: Performancesieger 2010 mit Umsatzplus von +105,2%, 90% mehr Übernachtungen, 64,24 Euro Durchschnittsrate (+4,75 Euro) (Foto: Prizeotel Management Group)

So sieht’s im Prizeotel Bremen aus: Performancesieger 2010 mit Umsatzplus von +105,2%, 90% mehr Übernachtungen, 64,24 Euro Durchschnittsrate (+4,75 Euro) (Foto: Prizeotel Management Group)

Die Umsatzsteigerung erzielte man im Prizeotel ausschließlich über Onlinebuchungen auf der eigenen Website. Dem traditionellen Verkauf von Zimmern über Reisebüros hat man abgeschworen. „Für uns ist Online Vertriebskanal Nummer eins“, meinte Nussbaum. „Mit unserem Produkt, der Serviceleistung und dem Fokus auf Online treffen wir den Nerv der Zeit. Wer einmal erfolgreich online gebucht hat, wird es immer wieder tun.“

Auf Platz Zwei beim „UPS“-Wettbewerb – „UPS“ stand in diesem Jahr für „Ungebremst Positive Schwingungen“ – kam Victor’s Residenz Hotel Saarlouis mit einem Umsatzplus von 97,6 Prozent, 100 Prozent mehr Übernachtungen und einer Durchschnittsrate von 71,90 Euro im vergangenen Jahr. Auf Platz Drei gelangte das Atlantic Hotel Airport Bremen mit 76,8 Prozent mehr Umsatz, 97,1 Prozent mehr Übernachtungen und einer Durchschnittsrate von 106,66 Euro.

Auf Platz Vier setzte sich das Feng-Shui Corbin Hotel Freising mit 89,9 Prozent mehr Umsatz, 92,1 Prozent mehr Übernachtungen und einer Durchschnittsrate von 107,05 Euro. Auf Platz Fünf kam das Hotel Kaiserhof Münster mit 149,5 Prozent mehr Umsatz, 171,9 Prozent mehr Übernachtungen und einer Durchschnittsrate von 97 Euro. Eine Sonderehrung als „Newcomer“ erhielt das G-Hotel München City für einen Umsatzzuwachs von 120,6 Prozent, 148,4 Prozent mehr Übernachtungen und einer Durchschnittsrate von 80,77 Prozent.

Der Yield-Management-Wettbewerb von Quality Reservations ist eine Hotel-Leistungsschau der besonderen Art. Die Teilnahme ist nur möglich, wenn man in einem Kalenderjahr massive Steigerungen von mindestens 50 Prozent mehr Übernachtungen, 20 Prozent Steigerung der Durchschnittsrate und 30 Prozent mehr Umsatz daraus generieren kann. Das bedeutet eine Performance, von der etliche Hotels in Deutschland nur träumen können. Oft liegt es an den offenbar sehr geschätzten Sales- und Marketingleistungen von Quality Reservations, dass die Partnerhotels solche überaus positiven Ergebnisse präsentieren können.

Im nächsten Jahr will das QR-Team um Carolin Brauer erneut auf der ITB Berlin die stärksten Hotels ehren und die Marketingerfolge rund um Social Media herausstellen. Die Preisverleihung wird wieder auf der quirligen Tourismusmesse vorgenommen und anschließend bei einer besonderen Abendveranstaltung gefeiert – in diesem Jahr trafen sich die Hoteliers zu einem festlichen Dinner im charaktervollen „Clärchens Ballhaus“ in Berlin.

Hoteldesign im Fokus der architectureworld

JOI-Design prägt Sonderveranstaltung „Hoteltag“ bei Europas größten Architekturkongress am 17. März auf dem Messegelände Frankfurt/Main

(Hamburg/Frankfurt am Main, 13. März 2011) Europas größter Architekturkongress setzt auf Hoteldesign: Mit dem „Deutschen Hoteltag“ am 17. März findet eine hochkarätig besetzte Sonderveranstaltung im Rahmen der architectureworld 2011 auf dem Messegelände in Frankfurt/Main statt. Das international renommierte Hamburger Innenarchitektur-Büro JOI-Design unterstützt den erstmals stattfindenden Hoteltag gemeinsam mit zahlreichen Partnern. Hoteldesigner Peter Joehnk begrüßt die Teilnehmer und führt in das anspruchsvolle Vortragsprogramm von namhaften Designern und Kommunikationsprofis ein. Corinna Kretschmar-Joehnk eröffnet am Samstag mit einem Vortrag die interior world. Der Kongressbesuch ist im Messepreis (15 Euro) inbegriffen.


Ein Herzstück der Ausstellung zur architectureworld ist das „Hotelzimmer der Zukunft“ – ein innovatives Konzept von JOI-Design umgesetzt durch LG Hausys / HI-MACS. Neben modernen Gestaltungselementen stehen dabei vor allem Komfort, Bequemlichkeit der Möbel und moderne Kommunikationselemente im Fokus. Etliche Ausstatter haben den „Future Hotelroom“ und eine angrenzende Lounge von JOI-Design mit gestaltet:

  • Akzo Nobel – Wandfarben
  • Foscarini –Stehleuchten
  • HTW Carpets – Teppich im Zimmer
  • Marburg – Tapeten
  • Moroso – Sitzmöbel
  • Peters Design –Pendelleuchten und Licht im „Hotelzimmer der Zukunft“
  • Sign Design – Tresen
  • Vitra – Schreibtischstuhl

Die architectureworld ist im Zusammenschluss mit der interiorworld und dem Deutschen Hoteltag Europas größter Architektenkongress, der sich vom 17. bis 19. März 2011 in Frankfurt/Main mit Themen rund um Architektur, Innenarchitektur und Design beschäftigt. Veranstalter HeMa Event aus Bremen erwartet rund 30.000 Besucher. Der Messekongress wird zum ersten Mal in Frankfurt/Main unter dem Dach der ISH durchgeführt. Die ISH ist internationale Leitmesse für innovatives Baddesign, energieeffiziente Heizungs- und Klimatechnik sowie erneuerbare Energien.


Über JOI-Design – Das Unternehmen JOI-Design hat sich spezialisiert auf die Gestaltung von Hotels, Restaurants und SPAs und realisiert die Projekte weltweit. Das Innenarchitektenteam mit Hauptsitz in Hamburg kreiert Konzepte, die eine individuelle Designidee nach außen transportieren und dabei auch funktionieren. Neben einem hohen Anspruch an das Design wird das Ambiente auch als wesentliches Marketingstatement verstanden, das die Marke unterstützt. Hierbei steht ein holistischer Ansatz im Vordergrund, der auch Projektstudien, Markenauftritte, und ganzheitliche CI-Konzepte mit einbezieht. Kunden sind z. B. Le Méridien, Hilton, Hilton Garden Inn, Kempinski, Dolce Hotels, InterContinental, Mövenpick, Radisson BLU, Park Inn, Aspria, Robinson Club, TUI Group, Steigenberger, Mercure, Novotel, Ritz Carlton, Sheraton, CinemaxX, NH Hoteles, Four Points, McDonald´s, McCafé, Dorint, Crowne Plaza, Darboven, Otto Group, PwC.

HOTELIER TV – BREAKING NEWS: Über das Dorint-Problem

Heißes Thema auf der ITB in Berlin: Wie geht es mit den drei bisher von InterContinental Hotels Group (IHG) betrieben Hotels in Berlin, Köln und Düsseldorf weiter? Das Haus in Köln wird offenbar als Dorint weiter betrieben, hieß es. Offiziell wird das zwar von Neue Dorint nicht bestätigt, in diesem Fall aber auch nicht dementiert. Für Düsseldorf und Berlin seien aber internationale Betreiber gefragt. Verhandlungen – mit wem auch immer – würden geführt. Aber auch das will noch niemand in der Branche bestätigen.

Sehen Sie erste Eindrücke von der ITB Berlin 2011 – Abonnieren Sie jetzt HOTELIER TV bei Youtube: www.youtube.com/user/hoteliertv

American Academy of Hospitality Sciences: „Five Star Diamond Award“ bereits zum 2. Mal für Hotelautor Heinz Horrmann – Ehrungen für Hotel Adlon Kempinski Berlin und Reto Wittwer

(Berlin, 11.März 2011) Die renommierte American Academy of Hospitality Sciences zeichnete nun den Journalisten, TV-Juror und Buchautor Heinz Horrmann bereits zum zweiten Mal mit dem international geachteten und prestigeträchtigen „Five Star Diamond Award“ aus; diesmal für sein Lebenswerk. Der legendäre Publizist und TV-Hotelinspektor sei weltweit als einer der herausragenden Autoren von 35 Büchern über Hotels, Reise- und Gourmetthemen bekannt, heißt es in der Ehrung. Bereits 2001 war Horrmann als bislang einziger Journalist mit dem „Five Star“ ausgezeichnet worden. Die Preisverleihung fand in exklusivem Rahmen parallel zur weltgrößten Reisemesse ITB im Hotel Adlon Berlin statt.

Five Star Diamond Award 2011

Der in der internationalen Tophotellerie und bei Medien geschätzte Preis ging in diesem Jahr auch an das Hotel Adlon Kempinski Berlin (vertreten durch Hoteldirektor Oliver Eller), Kempinski-Vorstandschef Reto Wittwer und Ulrich Eckhardt, President Middle East & Africa bei Kempinski. Das Adlon erhielt den „Five Star“ ebenfalls zum zweiten Mal. Wittwer und Eckhardt wurde um ihre herausragenden Leistungen und weltweit beachteten Verdienste in der Grandhotellerie geehrt.

Der „Five Star Diamond Award“ wird jährlich nur an herausragende Hotels, Resorts, Touristikunternehmen vergeben. Die Auszeichnung einzelner Personen findet höchst selten statt. In diesem Jahr ging der „Five Star“ u.a. an das Hotel Meurice Paris und die Dorchester Group, London.

Heinz Horrmann vollendete vor kurzem sein 35. Buch, den im Klocke-Verlag erschienenen vierten Band der Erfolgsserie „In fremden Betten“ (englisch: „Pillow Talk“). Darin bietet der weitgereiste Hotelautor persönliche Erlebnisse sowie seriöse Bewertungen und damit eine Übersicht über die besten Metropolen-Hotels weltweit. Sein 36. Buch – eine Neuauflage des Berliner Restaurantguides „Gourmetspitzen“ –  erscheint in Kürze.

 

EuGH-Urteil zum reduzierten Mehrwertsteuersatz bei Speisen

Dehoga: Schluss mit den Widersprüchen – Einheitlicher reduzierter Satz für Lebensmittel längst überfällig

(Berlin, 11. März 2011) Wie der Europäische Gerichtshof (EuGH) in  Luxemburg am Donnerstag entschieden hat, kann für Speisen an Imbissen und in Kinos der ermäßigte Mehrwertsteuersatz von sieben Prozent angewendet werden. Findet der Verzehr vor Ort dagegen in einem restaurantähnlichen Rahmen statt, wird dieser weiterhin als Dienstleistung betrachtet und ist mit 19 Prozent zu besteuern. Wie der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga-Bundesverband) in Berlin erklärt, bestätigt die Entscheidung den Niedrigsteuersatz für Take-away-Umsätze. Gleichwohl werfe das Urteil auch neue Fragen auf. “Für zahlreiche Fallkonstellationen werden die Abgrenzungsschwierigkeiten nicht kleiner”, sagt Ernst Fischer, Präsident des DEHOGA Bundesverbandes. Es stehe zu erwarten, dass das Bundesfinanzministerium Konkretisierungen vornehmen wird. Vor diesem Hintergrund bekräftigt Fischer die Forderung der Branche nach Einführung des ermäßigten Mehrwertsteuersatzes für die Gastronomie.

“Einmal mehr wird deutlich, dass der einheitliche reduzierte Satz für Lebensmittel unabhängig von der Art der Zubereitung und vom Verzehrsort auch in Deutschland längst überfällig ist”, so der Dehoga-Präsident. In 15 EU-Staaten gelten bereits für gastronomische Umsätze wie für Lebensmittel reduzierte Mehrwertsteuersätze. “Das EuGH-Urteil vergrößert die Wettbewerbsnachteile der Gastwirte gegenüber den Bäckern, Metzgern und dem Lebensmitteleinzelhandel. Wer gesunde Ernährung und Esskultur fördern möchte, sollte konsequenterweise der Tütensuppe im Lebensmitteleinzelhandel und der frisch zubereiteten Suppe im Restaurant denselben Steuersatz gewähren.”

Fischer hofft, dass die geplante Mehrwertsteuerreform der Bundesregierung mit dem bestehenden “Steuerirrsinn” aufräumt: “Wir fordern endlich Chancengleichheit und fairen Wettbewerb für eine besonders arbeitsintensive Dienstleistungsbranche, in der auf den gleichen Umsatz sechs Mal so viel Beschäftigte kommen wie im Lebensmitteleinzelhandel.”

 

ITB Berlin: Die wichtigsten Termine im Berliner Messe-Hexenkessel

(Berlin, 09. März 2011) 11.162 Aussteller, 26 Hallen, 160.000 Quadratmeter, 100.000 Fachbesucher: Die ITB Berlin startet heute um 10 Uhr. Als weltweit wichtigste Fachmesse für die Touristik bietet die ITB auch ein dichtes Veranstaltungsprogramm. Welche Termine wichtig sind, lesen Sie hier.

09. März 2011
10:30-17h – Business Travel Day – MICE Day – Halle 7.1a, Saal New York 2
10:30 – 11.30h – eTravel Worlkd Lab: Wie und warum beeinflusst Social Media die zukünftige strategische Ausrichtung touristischer Unternehmen und Destinationen? (englisch) – Halle 7.1c
11-11:30h – eTravel World Stage: Moderne Reiseplanung: wann das Smartphone zum Travel Manager wird – Halle 7.1c
11-12h – ADAC Reisemonitor 2011 – Funkturm-Lounge
11:30-12h – eTravel World Lab: Social CRM – Neue Regeln im Relationship Management – Halle 7.1c
13:30-14h – eTravel World Stage: m-Hotel – Das Hotel wird mobil oder der Zwang zum Content – Halle 7.1c

10. März 2011
10:30-18h – ITB Hospitality Day – Halle 7.1b, Saal London
10-11h – Karriere im Fokus: Future Hospitality Managers meets Executives – Bühne Halle 5.1
10:30-15:30h – New Media Summit – Halle 7.1c, Auditorium eTravel Lab
14-16h – TripAdvisor to Hotels: How to use the world’s largest travel website to your advantage – ICC, Raum 15/16
14-16h – Willy Scharnow Stiftung für Touristik – ICC, Saal 7

11. März 2011
10-11h – FUR Reiseanalyse – ICC, Saal 3
13-13:30h – eTravel World Lab: Wie gut ist meine App wirklich? – Halle 7.1c
14-14:30h – eTravel World Lab: Facebook im Tourismus, Erfofolgsfaktorn & Trends – Halle 7.1c
16-17h – eTravel World Lab: Wandel der Branche durch Social Media – Halle 7.1c
17:50-18:10h – Die Kempetener Reisemängeltabelle, Update 2011 – Bühne Halle 5.1

12. März 2011
11-13h – eTravel World Lab: Social Media in der Touristik – Facebook, Twitter & Co. – Halle 7.1c

Alle Veranstaltungstermine sind unter www.itb-berlin.de oder über die kostenfreie iPhone App abrufbar.

Hoteltester Heinz Horrmann im neuen Welcome Hotel Frankfurt/Main – Hotelcheck auf Herz und Nieren

(Frankfurt/Main, 08. März 2011) “Hotel Autorität” Heinz Horrmann testet das neu eröffnete Welcome Hotel Frankfurt/Main. Das First-Class-Messehotel mit 173 Zimmern und Suiten wird eingehend von dem erfahrenen Hoteltester untersucht. Sein Fazit? — Sehen Sie selbst!

Heinz Horrmann ist einer der erfahrensten Hoteltester der Welt – über 12.000 Hotels hat er bereits ausführlich gecheckt. Sein Urteil findet Beachtung bin in die höchsten Chefetagen der Top-Hotellerie. Als Autor und Publizist ist Heinz Horrmann im deutschen Free-TV und führenden Tageszeitungen und Hochglanzmagazinen omnipräsent. Jüngst erschien sein 35. Hotelbuch; zwei weitere Bücher sind in Arbeit. Für ein publizistisches Lebenswerk wurde Heinz Horrmann als einziger Mensch weltweit nun der renommierte “Five Star Diamond Award” der American Academy of Hospitality Sciences verliehen. Weitere Infos: www.heinzhorrmann.de

Zum Hotel: http://www.welcome-hotels.com/de/welcome_hotel_frankfurt
Mehr zum neuen Welcome Hotel Frankfurt/Main lesen Sie hier: http://www.tophotel.de/index.php?4d6cffdee7b9d|1

hotel.de: Ralf Ahamer wird neuer Marketingvorstand

(Nürnberg, 08. März 2011) Wechsel von xing.com zu hotel.de: Ralf Ahamer (37) tritt am 1. Mai seinen neuen Vorstandsposten bei der börsennotierten hotel.de AG in Nürnberg an. Bislang ist Ahamer Chief Marketing Offer bei der ebenfalls börsennotierten Xing AG. Sein Ressort wird neu gebildet: Vorstandschef Heinz Raufer gibt die Marketingführung an ihn ab. Zudem soll Ahamer auch das Produktmanagement leiten. Er wird dann eng mit Reinhartd Wick, Vorstandskollege für Vertrieb und Einkauf, zusammen arbeiten.

Ralf Ahamer

Ralf Ahamer

In seiner Zeit von OpenBC bis Xing verantwortete Ahamer u.a. die Ressorts Marketing, Customer Care, Community-Management und Produktmanagement. Des Weiteren baute er den Bereich Ad Sales auf und war maßgeblich für die Entwicklung des Geschäftsmodells des Job-Marktplatzes verantwortlich. Er lancierte erfolgreiche Kampagnen und Kooperationen im In- und Ausland und baute skalierbare Strukturen für das internationale Wachstum von Xing auf, z.B. in den Bereichen Webanalyse oder CRM.

Service-Checks: Servicepreis für Motel One – Sandals Resorts international führend

(Hamburg/San Rafael in Kalifornien, 08. März 2011) Professionelle Hotelchecks sind sehr umfangreich: Mehrere tausend Kriterien müssen geprüft werden. Ob dies bei den aktuellen Service-Checks des Deutsches Instituts für Service-Qualität (DISQ, Hamburg) und Market Metrix Hospitality Index (MMHI) auch so stattfindet, ist nicht bekannt. Nach deren Prüfungen seien die Budget-Hotelkette Motel One und Sandals Resorts in punkto „Software“ führend.

Rangfolge Deutscher Servicepreis 2011  Kategorie Tourismus

Der „Deutsche Servicepreis 2011“ – vergeben vom DISQ mit n-tv – geht in der Kategorie Tourisms an die stark expandierende Münchner Designhotelkette, wieder einmal: Beim Motel One seien die Mitarbeiter an der Rezeption sehr motiviert und nähmen sich genügend Zeit für die Kunden, heißt es in einer Pressemitteilung. Zudem punktete die Hotelkette bei Sauberkeit und Ambiente. Bereits im vergangenen Jahr lag Motel One bei den Checks auf Platz 1. Ein Zufall? Die aktuelle Studie in der „Kategorie Tourismus“ führt gerade einmal fünf Hotelbetreiber – und diese allesamt aus den Segmenten Budget und Economy – auf. Von einer umfassenden Untersuchung kann damit keine Rede sein.

Weitere Servicesieger sind laut DISQ das Reiseportal travelchannel.de („kompetente Berater am Telefon, eine sehr informative Homepage und einen transparenten Buchungsprozess“) und TUI Cruises („beantwortete E-Mails sehr vorbildlich, Mitarbeiter am Telefon waren stets schnell erreichbar und berieten ausgesprochen individuell“). Insgesamt wurden 61 Tourismusanbieter anhand von 1.880 verdeckten Testerkontakten analysiert.

Die DISQ-Tester lassen sich laut eigenen Angaben vor Ort beraten oder untersuchen die Servicequalität per Telefon und per E-Mail. Wartezeit, Gesprächsatmosphäre sowie Freundlichkeit und Kompetenz waren dabei die Schlüsselkriterien. Auch die Internetauftritte der Anbieter wurden unter die Lupe genommen. Unter anderem bewerteten die Marktforscher die Bedienungsfreundlichkeit, das Informationsangebot und die Transparenz, heißt es.

Market Metrix Hospitality Index 2010: Sandals Resorts bei Gästezufriedenheit führend
Sandals Resorts führt vor Mandarin Oriental beim jährlichen Check der Gästezufriedenheit in den USA. Der „Market Metrix Hospitality Index 2010“ weist als beste Hotels die Sandals Resorts noch vor Joie de Vivre Hospitality, Drury Inns, Mandarin Oriental, Microtel Inns & Suites und Red Lion Hotels aus.

Market Metrix Hospitality Index 2010

Pluspunkte bei „Testsieger“ Sandals seien vor allem der Service am Strand, heißt es in einer Pressemitteilung. Gerade bei den karibischen Resorts schätzten die Gästen Annehmlichkeiten wie persönliche Butler und Dinner-Service an der Wasserlinie.

Im mittleren Hotelsegment, wo vor allem die F&B-Kompetenz geprüft wurde, seien die Red Lion Hotels vor den Holiday Inn Spree Resorts, Loews Hotel und Hyatt Resorts führend. Rückschläge bei der Gästezufriedenheit mussten vor allem die Hyatt Summerfield Suites und Shilo Inns & Resorts hinnehmen.

 

Steigenberger Hotel Group: 100 Mio. Euro für Renovierungen

(Frankfurt/Main, 07. März 2011) Arco Buijs will Steigenberger wieder auf Vordermann bringen: Der Chef der traditionsreichen Hotelkette will in diesem Jahr rund 100 Millionen Euro für Renovierung der Häuser in Frankfurt/Main, Düsseldorf und Stuttgart ausgeben. Zudem sollen zahlreiche neue Hotels eröffnet werden – jedes Jahr 15 in Europa, Nahen Osten und China. Dies sagte Buijs gegenüber der „Welt“.

Das nötige Kleingeld sei aufzutreiben, so Buijs. „„Wir reinvestieren den größten Teil unserer Gewinne ins Unternehmen und haben keine Schulden bei Banken“, wird er zitiert. In China gebe es Verhandlungen mit Investoren, die sogar eine ganze Hotelkette mit Steigenberger aufbauen wollen.

Die Steigenberger Hotels AG (45 Steigenberger Hotels und 32 InterCity Hotels) gehört der Travco Group des ägyptischen Touristikunternehmers Hamed El Chiaty. Im vergangenen Jahr stieg die durchschnittliche Zimmerbelegung um 3,4 auf 63,3 Prozent, Revpar um 14,4 Prozent auf 58,06 Euro und der durchschnittliche Zimmerpreis um 8,3 Prozent auf 91,79 Euro.

Verstärkung beim Business Development Team
Das Business Development erhäkt Verstärkung: Zum 1. März 2011 startete mit Franco Peruza ein Experte für das Expansionsgebiet Süd-Ost-Europa. Peruza ist seit 15 Jahren im Bereich Hotelentwicklung aktiv. Zuletzt war der Master of Business Administration als Senior Consultant für Horwath HTL, Zagreb, Kroatien, sowie als Development Direktor CEE für die Domina Hotel Group in Mailand, Italien, tätig.

“Ziel des Ausbaus ist es, die Zusammenarbeit mit Partnern und potenziellen Investoren in unseren Wunsch-Destinationen zu intensivieren und neue Hotelprojekte zu realisieren”, so Claus-Dieter Jandel, Generalbevollmächtigter und Chief Development Officer.

 

Tourismus: Titel „Reiseweltmeister“ wird erfolgreich verteidigt

(Berlin, 07. März 2011) Mit 380 Millionen Übernachtungen in gewerblichen Betrieben und im Touristikcamping im vergangenen Jahr hat Deutschland zum dritten Mal in Folge Platz eins im europäischen Vergleich belegt. Die positive Entwicklung im Deutschlandtourismus setzt sich damit weiter fort. „Deutschland ist, anders als die meisten anderen europäischen Staaten, gestärkt aus der Krise hervorgegangen“, sagte Reinhard Meyer, Präsident des Deutschen Tourismusverbandes e.V. (DTV) in Berlin.

Deutschland ist immer eine Reise wert (Foto: Shopping in Hannover / DZT, Dirk Topel)

Deutschland ist immer eine Reise wert (Foto: Shopping in Hannover / DZT, Dirk Topel)

Man habe, so Meyer, schon im Krisenjahr 2009 ein hohes Niveau halten und 2010 sogar Zuwächse bei den Übernachtungen verzeichnen können (plus 2,9 Prozent in gewerblichen Betrieben im Vergleich von 2008 zu 2010). Der DTV-Präsident stützt sich dabei auf die Ergebnisse des „Sparkassen-Tourismusbarometers Deutschland 2010“ des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV). Demnach ist Deutschland das Land mit dem größten Inlandsreiseanteil in Europa. Dies wirkt stabilisierend und macht vergleichweise unabhängig von ausländischen Quellmärkten.

Tourismusbranche investiert verhalten
Trotz der positiven Nachfrage investieren die Tourismusbetriebe jedoch eher verhalten. Nach Angaben der Sparkassen ist das Kreditvolumen touristischer Betriebe in den letzten zwei Jahren leicht gesunken. Jede zweite Sparkasse hat in ihrem Geschäftsgebiet einen Investitionsstau in der Tourismuswirtschaft identifiziert. Davon betroffen sind insbesondere Gasthöfe und Pensionen, aber auch Restaurants und kleinere Hotels. „Diese Entwicklung ist bedenklich. Bei zunehmendem Wettbewerb und steigenden Ansprüchen der Gäste laufen die Betriebe Gefahr, mittelfristig nicht mehr wettbewerbsfähig zu sein“, kommentiert Dr. Karl-Peter Schackmann-Fallis, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes die Entwicklung.

2010: Die Krise ist vorbei
Im Jahr 2010 konnte Deutschland mit seinen vielen naturnahen Angeboten und seinem im europäischen Vergleich guten Preis-Leistungs-Verhältnis wieder zunehmend das Interesse der ausländischen Reisenden wecken. So sind die Übernachtungen der ausländischen Gäste nach Angaben des Statistischen Bundesamtes um zehn Prozent gestiegen. Auch der internationale Geschäftstourismus hat sich nach dramatischen Einbußen in 2009 wieder deutlich erholt; so konnte Deutschland sich als Top-Messe- und Tagungsort im internationalen Vergleich behaupten.

Knapp 356 Millionen Übernachtungen wurden im vergangenen Jahr in gewerblichen Betrieben mit über neun Betten und 24,4 Millionen auf Campingplätzen gezählt. Hinzu kommen 87 Millionen Übernachtungen in Privatunterkünften. In den gewerblichen Betrieben bedeutet dies bundesweit einen Übernachtungszuwachs von 3,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Mit Ausnahme Mecklenburg-Vorpommerns, das Verluste von 2,6 Prozent hinnehmen musste, und Thüringens, mit geringen Verlusten von 0,4 Prozent, konnten sämtliche Bundesländer Zuwächse bei den Übernachtungszahlen verbuchen.

Städtetourismus boomt
Besonders die Städte haben im vergangenen Jahr bei den Übernachtungen wieder kräftig zugelegt. Entsprechend führen die drei Stadtstaaten Bremen (+10,6%), Berlin (+10,2%) und Hamburg (+9,2%) die Liste der Zugewinne bei den einzelnen Bundesländern mit Abstand an. Diese Entwicklung entspricht einem Trend, der sich europaweit abzeichnet: Städtereisen sind „in“ (deutsche Großstädte: plus 23 Prozent, Klein- und Mittelstädte: plus zwölf Prozent im Vergleich von 2009 zu 2004). Aber auch der Urlaub am Wasser liegt voll im Trend (an der Küste +9%, an Seen +14% im Vergleich von 2004 zu 2009). Mittel- und Hochgebirgsregionen hingegen haben in Deutschland (im gleichen Zeitraum) mit einem Minus von einem bzw. zwei Prozent an Beliebtheit leicht eingebüßt.

Umsätze hinken hinterher
Trotz einem Plus von 1,1 Prozent im Beherbergungsgewerbe, blieben die Umsätze im Gastgewerbe mit einem Rückgang von insgesamt 0,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr hinter den Erwartungen zurück. Die Gastronomie musste ein Minus von 1,6 Prozent bei den Umsätzen verzeichnen. Nach wie vor prägt die Preissensibilität der Gäste das Ausgabeverhalten im Gastgewerbe.
Deutschland: Ein Reiseland mit gutem Preis-Leistungs-VerhältnisDeutschland liegt beim europäischen Ranking der Hotelzimmerpreise im Mittelfeld. Auch eine bundesweite Gästebefragung im Rahmen des Qualitätsmonitors Deutschland weist die gute Ausgangslage des Reiselandes Deutschland nach: Die Gästezufriedenheit und das gebotene Preis-Leistungs-Verhältnis werden von in- und ausländischen Gästen als sehr gut bis gut bewertet. Dies, betonte DTV-Präsident Meyer, sei ein wichtiger Wegweiser in die Zukunft: So planen 89 Prozent der deutschen und 61 Prozent der ausländischen Gäste in den kommenden zwei bis drei Jahren einen weiteren Urlaub in Deutschland.

 

Deutschland ist neuer Tourismus-Vizeweltmeister
Die Spitze der weltweiten Tourismusindustrie ist nur noch zum Teil deutschsprachig: Das Urlaubsland Österreich rutscht im Vergleich zu 2008 im „Travel & Tourism Competitiveness Report 2011“ zwei Plätze auf Rang vier ab.

 Travel & Tourism Competitiveness Index - Vergleich 2011 2009 und 2008

Travel & Tourism Competitiveness Index - Vergleich 2011 2009 und 2008

Deutschland hingegen arbeitet sich innerhalb des Spitzentrios weiter nach vorne und positioniert sich nun nach dem Tourismusweltmeister Schweiz auf Rang zwei. Auch Frankreich ist einer der Gewinner der Langzeit-Studie. Belegte das westeuropäische Land 2008 noch Rang zehn, nimmt es inzwischen Rang drei im internationalen Vergleich ein.

Bereits zum vierten Mal erstellte das World Economic Forum in Partnerschaft mit der internationalen Strategieberatung Booz & Company gemeinsam die globale Tourismusstudie. Das daraus resultierende Ranking der 139 untersuchten Staaten präsentierten sie heute im unmittelbaren Vorfeld der ITB.

Im Fokus der Analyse stehen die Rahmenbedingungen der jeweiligen Reiseindustrien in den Bereichen Sicherheit und Gesundheit, Infrastruktur, Preisniveau, kulturelles Angebot, Umweltschutz sowie gesetzliche Regulierung. Deutschland profitierte bei der Bewertung von langfristigen und kontinuierlichen Investitionen in nachhaltige Tourismuskonzepte und Umweltschutzinitiativen. Vor allem kulturelle und landschaftliche Ressourcen wie das Wattenmeer, das seit 2009 UNESCO Naturerbestätte ist, sind ein wichtiges Asset für die Reisedestination Deutschland. Überflieger Frankreich setzt seit 2008 auf eine neu formulierte nationale Tourismusstrategie, die neue Besuchersegmente,  beispielsweise aus dem Mittleren Osten und Asien, anziehen soll. Dafür wurde in Hotelmodernisierungen, die Überarbeitung der Hotelklassifizierungen und in internationale Marketingaktivitäten investiert. Um die Folgen der Wirtschaftskrise abzufedern, unterstützt der französische Staat die Reiseindustrie zudem durch eine drastische Senkung der Mehrwertsteuer für Tourismusdienstleistungen.

Generell bleibt der durchschnittliche Gesamtscore zu den touristischen Rahmenbedingungen in den untersuchten Reisedestinationen gegenüber 2008 weitgehend stabil. „Für die etablierten Reiseziele ist eine Bewahrung des Status quo mit Sicherheit keine zukunftsfähige Strategie, um sich gegen neue, aufstrebende Urlaubsregionen aus Osteuropa, dem Mittleren Osten oder aus Asien zu behaupten. Für diese dynamischen  Regionen haben wir in der Studie deutlich überdurchschnittliche strukturelle Verbesserungen festgestellt“, sagt Jürgen Ringbeck, Senior Partner und Tourismusexperte bei Booz & Company. Wachstumsmarkt AsienInsgesamt verschiebt sich die Dynamik im Tourismussektor weg von den etablierten Regionen wie Europa und Nordamerika Richtung Osten. Im asiatisch-pazifischen Raum nahmen die internationalen Touristenankünfte von 2000 bis 2010 etwa doppelt so schnell zu (85%) wie im weltweiten Schnitt (39%). China, laut UNWTO in 2010 bereits das am drittmeisten besuchte Land gemessen an internationalen Touristenankünften, ist für diese Entwicklung ein entscheidender Wachstumstreiber. Die Ergebnisse der aktuellen Studie „Travel & Tourism Competitiveness Report 2011“ spiegeln diese überdurchschnittliche Dynamik wider: Die Volksrepublik machte in den vergangenen vier Jahren 23 Plätze gut und liegt nun bereits auf Rang 39. Das Land profitiert erheblich von den strategischen Investitionen in die Infrastruktur und die Tourismusindustrie – nicht zuletzt für die Expo 2010 in Shanghai sowie für die Olympischen Spiele in Peking 2008. Allerdings bringen das rasante Wirtschaftswachstum im bevölkerungsreichsten Land der Erde und natürlich die Folgen des Tourismusbooms auch ökologische Probleme mit sich. „Das schiere Wachstum steht hier häufig im Vordergrund der Strukturpolitik. Umweltschutz und sanfte Tourismuskonzepte haben meist noch das Nachsehen. Beim Thema Nachhaltigkeit weisen viele Regionen erheblichen Aufholbedarf auf“, so Ringbeck. Golfstaaten überholen nordafrikanische Touristenhochburgen

Die Indexentwicklung zeigt deutlich: Traditionelle nordafrikanische Destinationen wie Tunesien und Ägypten fallen im Ranking zurück, da ihre Entwicklung stagniert und sie von aufstrebenden Ländern überholt werden.
So liegt Ägypten derzeit auf Platz 75, hat aber über die letzten vier Jahre bereits sieben Plätze verloren. Tunesien nimmt aktuell Rang 47 ein. Das Königreich Bahrein (2011: Rang 40) hingegen konnte seit 2008 acht Plätze gut machen. Und Oman legt sogar 15 Plätze (2011: Rang 61) zu. Die aktuellen politischen Unruhen in vielen nordafrikanischen bzw. arabischen Ländern können die Gesamtsituation zumindest kurzfristig negativ beeinflussen. So wurde beispielsweise ein touristisches Großereignis, das für März in Bahrein geplante Formel 1-Rennen, abgesagt. „Kommt es allerdings zu einer politischen Stabilisierung, verbunden mit einer weiteren Marktöffnung, könnte sich das positiv und nachhaltig auf die Wettbewerbsfähigkeit der jeweiligen Staaten auswirken“, so das Fazit von Ringbeck. Europäische Gewinner und VerliererDabei ist Europa noch immer stark in den Top 10 vertreten. Allein sieben europäische Destinationen können einen Platz in der Spitzengruppe behaupten. Deutlich auf der Verliererseite der europäischen Tourismusnationen stehen allerdings Griechenland und Portugal. Die Ergebnisse für die beliebten Urlaubsländer spiegeln in erheblichem Maße die Folgen der Wirtschafts- und Verschuldungskrise wider, von der beide Destinationen besonders betroffen sind. Griechenland setzen beispielsweise die Auswirkungen von Generalstreiks auf den Flugverkehr und damit auf das Gastgewerbe zu. Portugal büßt vor allem aufgrund fehlender Mittel für dringend nötige Infrastruktur-Investitionen im Vergleich zu 2008 drei Plätze ein und belegt damit nur noch Rang 18.

Griechenland findet sich nach Rang 22 (2008) in der aktuellen Liste nur auf Platz 29 wieder. Ein echter Gewinner der diesjährigen Studie ist Montenegro. Der Balkanstaat verankert Umweltschutz sogar in der Verfassung, setzt auf nachhaltige Hotelentwicklung und etabliert seine Bergregionen als beliebte Wander- und Skiziele. Die bewusste Entscheidung gegen einen Massentourismus, wie ihn beispielsweise Spanien in den 80er Jahren vorangetrieben hat, ermöglicht der Destination einen Sprung von Platz 59 im Jahr 2008 auf Rang 36 in der aktuellen Studie. Insgesamt wurden weltweit 139 Staaten unter Zuhilfenahme von mehr als 60 Variablen untersucht. Diese berücksichtigten u.a. gesetzliche Regulierungen, Sicherheit und Gesundheit, Infrastruktur, das lokale Preisniveau sowie kulturelle Aspekte. Außerdem wurden die Faktoren Umweltschutz und Reiseverkehr untersucht. Der komplette Report sowie die einzelnen Auswertungen steht unter www.weforum.org zum Download zur Verfügung.

Deutsche Reiseindustrie setzt weiter auf Nahen und Mittleren Osten – zurück zur Normalität bereits in diesem Jahr
Ungeachtet der politischen und gesellschaftlichen Veränderungen im Nahen und Mittleren Osten: Die deutsche Reiseindustrie setzt auch weiterhin auf die klassischen Urlaubsländer wie Ägypten und Tunesien und glaubt an die Zukunft dieser Region als attraktive Urlaubsziele. Noch in diesem Jahr – so die Einschätzung von Entscheidern der deutschen Reiseindustrie – wird der Tourismus in diesen Ländern wieder in gewohnte Bahnen zurückkehren. Bei einer Erhebung unter Entscheidern der deutschen Reiseindustrie waren sich 58 Prozent aller Befragten bei der im Auftrag des Travel Industry Club von dem auf die Touristik spezialisierten Marktforschungs- und Beratungsunternehmen Trendscope erhobenen Umfrage darin einig, dass sich die Reiseströme nach Arabien und den Norden Afrikas auch nach den politischen Veränderungen nicht grundlegend verschieben werden. 42 Prozent der Befragten sind dagegen der Meinung, dass die politische Neuordnung durchaus Einfluss auf den Tourismus in diese Region haben wird.

Ähnlich gespalten ist die Meinung der Manager im Hinblick auf die Reiseindustrie in den von den politischen Umwälzungen betroffenen Ländern. Während 52 Prozent der Mitte Februar 2011 befragten Entscheider der Meinung sind, dass alles beim alten bleiben wird, gehen 48 Prozent der Befragten davon aus, dass sich die Reiseindustrie in Ländern wie Ägypten und Tunesien aufgrund der neuen politischen Konstellation verändern wird. Zur Normalität wird der Tourismus in Ägypten und Tunesien bereits im Laufe dieses Jahres zurückkehren. Von den insgesamt 257 befragten Managern sind 42 Prozent der Ansicht, dass der Tourismus zur Wintersaison 2011/2012 wieder in gewohnten Dimensionen abläuft. 36 Prozent der Befragten gehen sogar davon aus, dass der Tourismus in diesen Ländern bereits in diesem Sommer zur Normalität zurückkehren wird. Nur 22 Prozent der Befragten sind weniger optimistisch und meinen, dass sich die Situation erst später beruhigen wird.

Grand Elysee Hamburg: Paul Kernatsch übernimmt das Ruder

(Hamburg, 06. März 2011) Im Juli ist Übergabe: Neuer GM im Grand Elysee Hamburg wird Paul Kernatsch. Nach 14 Jahren im Hotel Elephant Weimar suchte er nach einen neuen Herausforderung. Dies berichtet die Fach-Illustrierte für das Hotel-Management „Top hotel“ in ihrer Online-Ausgabe.

Paul Kernatsch

Paul Kernatsch

Kernatsch löst Jürgen von Massow ab, der drei Jahre lang – und das ist in der Geschichte des Hamburger Hotel von „Block Menü“-Eigentümer Eugen Block eine lange Zeit – die Elysee Hotel Hamburg AG als Vorstand führte. Welche neuen Aufgaben von Massow übernehmen wird, ist noch nicht bekannt.

Hotelwerbung auf eBay bringt provisionsfreie Buchungen

Cultuzz erstellt professionelle Microsites mit einzigartigen Zusatzfunktionen für den weltweit größten Internet-Marktplatz

(Berlin, 06. März 2011) eBay bringt Buchungen auf die hoteleigenen Websites: Mit professionellen Microsites auf dem weltweit größten Internet-Marktplatz sorgt der Berliner Spezialist für Online-Distribution Cultuzz Digital Media für mehr Vertriebserfolg. Die multimediale Präsentation im Corporate Design des Hotels wird u.a. mit Slide Shows, YouTube-Videos und einer Standortanzeige von Google Maps ausgestattet. Jede von Cultuzz gestaltete eBay-Microsite ist über die hoteleigene eBay “Mich”-Seite” mit der Hotel-Website verlinkt und sorgt damit für Buchungen in der Booking Engine des Hotels – ganz ohne Provisionen.


Gleichzeitig bietet Cultuzz den Hotelbetrieben einen Leistungsumfang, der im eBay Reisebereich weltweit einmalig ist. “Durch die eBay Microsite erhöht sich die Besucherzahl auf der hoteleigenen Website ganz enorm, daher ist die Verlinkung zwischen beiden Distributionskanälen auch so wichtig.” sagt Ted Montreal, Director of Sales and Marketing bei Cultuzz. “Aber erst die Möglichkeit, den online erworbenen Hotelaufenthalt innerhalb der Kaufabwicklung von eBay zu reservieren, macht eBay zu einem wirklich vollwertigen Distributionskanal, der anderen Kanälen in nichts nachsteht.”

Cultuzz hat diesen Trend sehr frühzeitig erkannt und daher als einziger Anbieter den eBay-Verfügbarkeitskalender entwickelt und als Standardleistung integriert.” Mithilfe des eBay-Verfügbarkeitskalenders kann der potentielle Hotelgast noch vor dem Kauf sehen, an welchen Tagen eine Anreise möglich ist. Des Weiteren kann er die Buchung nahtlos bei eBay vornehmen. “Da wir bei eBay oft Restkapazitäten anbieten, stellen die Hotels auch oft nur ein geringes Kontingent zur Verfügung. Der Verfügbarkeitskalender hilft daher enorm, um Missverständnissen vorzubeugen und Ärger auf der Käufer- sowie auf der Verkäuferseite zu vermeiden”, so Ted Montreal weiter.

Zudem bietet Cultuzz eine Beratung und einen Full-Service für die komplette Abwicklung im eBay-Reisebereich. Das Hotel muss abschließend nur noch die Buchung entgegennehmen. “eBay hat sich in den letzten Jahren zu einem anerkannten Distributionskanal für die Tourismusbranche entwickelt”, berichtet Ted Montreal. Die Marketing- und Vertriebskosten sind vergleichsweise gering. “Bei eBay vermarkten wir für zahlreiche Hotels erfolgreich Gutscheine für Arrangements, die sofort eingebucht werden können. Zudem sorgen wir mit den neuen Anwendungen für eine steigende Zahl an Buchungen auf den Hotel-Websites.”

Mit den Microsites baut Cultuzz seine Marktführerschaft beim eBay-Hotelmarketing weiter aus. Cultuzz ist mit 750.000 verkauften Hotelgutscheinen bei eBay der größte Anbieter in diesem Bereich. Unter den Hotelpartnern finden sich vor allem namhafte Ketten und Markenanbieter sowie führende Privathotels, aber auch kleine Hotelbetriebe nehmen diese Leistungen in Anspruch.

Die Gestaltungsmöglichkeiten und Funktionen der eBay-Microsites stellt Cultuzz auf der Internationalen Tourismusbörse in Berlin (09. bis 13. März 2011) vor: Halle 8.1, Stand 120. Terminanfragen können an marketing <at> cultuzz.com gesendet werden.

Die Cultuzz Digital Media GmbH wurde 2000 von Dr. Reinhard Vogel in Berlin gegründet. Tochtergesellschaften bestehen in Europa, USA und Indien. Das Unternehmen ist spezialisiert auf Onlinevertrieb für Hotels und Tourismusunternehmen und ist weltweiter Marktführer für den Verkauf von Hotelgutscheinen bei eBay.

Mövenpick Hotel Hamburg: Erneut feiger Anschlag mit Buttersäure – Hotelmitarbeiter und Gäste betroffen

(Hamburg, 04. März 2011) Dieses Mal gab es Verletzte: Unbekannte verübten am Mittwochabend einen Anschlag auf das Mövenpick Hotel Hamburg. Sie konnten Buttersäure in die zentrale Lüftungsanlage bringen, was bei Gästen und Mitarbeitern zu Übelkeit führten. Zwei Barmitarbeiter wurden mit Atemwegsverätzungen in ein Krankenhaus gebracht; es soll Ihnen schon wieder besser gehen.

Mövenpick Hotel Hamburg

Mövenpick Hotel Hamburg

Die Schwere des erneuten Vorfalles zeigt, dass sich erklärte Gegner des vor rund vier Jahren eröffneten Hotels am Multikulti-Viertel Sternschanze einfach nicht zurück ziehen wollen. Der Anschlag mit Christbaumkugeln, die beim Aufprall zerplatzten und die Buttersäure freigaben, ereignete sich offenbar vor Dienstantritt eines Sicherheitsmitarbeiters. Die Hotelführung muss seit geraumer Zeit mit eigenen Mitteln für die Sicherheit des Hauses sorgen; zuvor gab es Unterstützung von der Polizei.

Der jüngste Anschlag war der bisher der Schwerste. Verletzte hatte es bislang nicht gegeben. Zuvor waren Farbbeutel geflogen oder – einst auf der Hotel-Baustelle – ein Generator in Brand (ohne größere Folgen) gesteckt worden. Das sehr erfolgreiche Hotel ist offenbar nachwievor radikalen Akteuren aus dem linken Spektrum ein Dorn im Auge. Es ist zu erwarten, dass die Polizeibehörden wieder eingreifen. (car.)