Monatsarchiv: März 2011

Dorint-Geheimnis gelüftet: Zwischenlösung für Ex-InterConti-Hotels in Berlin und Düsseldorf?

(Köln, 31. März 2011) Für das sog. Dorint-Problem zeichnet sich eine Zwischenlösung ab: Unterrichteten Kreisen zufolge sollen die beiden bisherigen InterContinental Hotels in Berlin und Düsseldorf zunächst unter der Marke Dorint laufen, bis neue Betreiber internationalen Ranges gefunden sind.

Ex-InterConti: Dorint Hotel Königsallee Düsseldorf

Ex-InterConti: Dorint Hotel Königsallee Düsseldorf

Die Verhandlungen mit potenziellen Hotelketten laufen offenbar auf Hochtouren, konnten aber nicht abgeschlossen werden. Der Betreibervertrag mit IHG endet am heutigen 31. März.

Die beiden Häuser sind bereits auf dorint.com als Dorint Hotel Königsallee Düsseldorf und Dorint Hotel Convention Center Berlin aufgeführt.

Lesen Sie hier den vollständigen Beitrag: http://www.tophotel.de/index.php?dorint-zwischenloesung-duesseldorf-berlin

 

Selektion Deutscher Luxushotels: Sternekoch Christian Rach fördert Nachwuchsprogramme – Appell zu besserer Entlohnung

(Hamburg, 30. März 2011) Seit zehn Jahren fördern die Spitzenhotels der Selektion Deutscher Luxushotels ihren Nachwuchs in besonderer Weise. Nun wurde TV-Star Christian Rach (Restaurant „Tafelhaus“ in Hamburg, 1 Stern Michelin, 16 Punkte Gault Millau) als Schirmherr für das Programm „Selektion fördert“ gewonnen. Rach soll mit seinem persönlichen Engagement in der Förderung junger Menschen (Restaurantprojekt „Sloman“) und seiner TV-Bekanntheit („Rach der Restauranttester“ bei RTL) für mehr Aufmerksamkeit für das umfangreiche Förderprogramm sorgen.

„Man muss die Dinge selbst in die Hand nehmen und nicht immer auf die Politik warten und schimpfen“, sagte Rach bei einem Pressetermin im Fairmont Hotel Vier Jahreszeiten Hamburg. Die zuweilen anstrengende Arbeit in Hotellerie und gehobener Gastronomie soll Leidenschaft wecken und wieder weiter geöffnet werden. Nicht nur Abiturienten sollten in die Lehre aufgenommen werden, so sein Appell.

Ein klarer Aufruf von Rach an die Arbeitgeber ist sein Aufruf zu besserer Bezahlung. „Arbeitgeber müssen noch lernen, anders zu entlohnen“, so Rach. „Wir müssen da anders bezahlen, damit der Beruf attraktiv wird. Leider gelten die flexiblen Arbeitszeiten und das Lohnniveau vielerorts als unattraktiv.“
Jeder könne ein guter Gastgeber werden, so Ingo Peters, Chef des Vier Jahreszeiten und langjähriger Freund und Branchenkollege von Rach. In seinem Haus werden aktuell 50 junge Leute ausgebildet. In den neun Mitgliedsbetrieben der Selektion Deutscher Luxushotels werden insgesamt 350 Lehrlinge ausgebildet. „Mit Christian Rach haben wir einen Schirmherrn, der die Verbindung zwischen den traditionsreichen Hotels der Selektion und dem potenziellen Branchennachwuchs perfekt fördert“, so Peters. „Als Sternekoch hat er höchste Qualitätsansprüche, als Restauranttester und Ausbilder kann er diese hervorragend vermitteln und darstellen.“

Peters ist als Hotelier und Sprecher der Selektion Deutscher Luxushotels besonders in Sachen Nachwuchsförderung engagiert. Das Thema Fachkräftemangel bleibe auch weiterhin sehr bedeutend, sagte er in einem Interview mit „Hotelier TV“. Unter den GM der führenden Fünf-Sterne-Hotels werde das Thema Fachkräftemangel häufig diskutiert. Geld allein sei nicht ausschlaggebend, heißt es in der Analyse. Der Zauber der täglich wechselnden Herausforderungen im Gästekontakt treibe immer wieder „Abtrünnige“ zurück in das Hotelgeschäft. Doch dies seien zu wenige. Und nicht jeder sei der Richtige, so Peters. Hotellerie müsse man schon im Blut haben.

Das Nachwuchsprogramm „Selektion fördert“ basiert auf drei Säulen. Im Mai starten die schriftlichen Vorprüfungen für den jährlichen „Azubi Contest“. Es folgen mündliche und praktische Vorprüfungen. Der Abschluss findet am 16./17. Oktober im Hotels Vier Jahreszeiten Hamburg statt.  Für Auszubildende im dritten Lehrjahr gibt es die Möglichkeit, mindestens eine Woche lang ein Praktikum in einem Selektions-Hotels ihrer Wahl durchzuführen. Mit einem Traineeprogramm werden überdurchschnittlich begabte Azubi nach ihrer Lehre 15 Monate in fünf Selektions-Hotels besonders gefördert und hart gefordert. Wer das Zertifikat erreicht, darf damit ein Berufs-Qualitätssiegel erster Güte tragen.

Insider-Tipps für Top-Azubis (Christian Rach/Ingo Peters auf Fragen von Azubi der Selektions-Hotels):

  • Gutes Business-Englisch ist absolute Grundlage für die Karriere, auch in der Küche
  • Der Lebenslauf muss stringent sein – Auslandserfahrung ist sehr wünschenswert, doch nach der Lehre sollte man für zwei weitere Jahren im Heimatland bleiben
  • Fehler passieren – aber nie vor dem Gast unter den Tisch kehren! – Und: aus Fehler lernen – nicht drei Mal wiederholen!
  • Freundeskreis nach Branche ausrichten – Schichtdienst hat aber auch seine Vorteile für Freizeitvergnügen und Behördengänge
  • Sich stets gut vorbereiten – Faustformel „+10%“ für die Küchenpräparation
  • Hüten Sie sich Alkohol! Kein Champagner oder Aperol vor der Arbeit – Alkoholgenuss nur privat – Während der Arbeit sollte nur Wasser und Tee getrunken werden
  • Ehrliches Handwerk und fachliches Können und Know-how schätzen – ein Arzt ist nicht mehr Wert als ein Klempner
  • Echter Erfolg ist nur langfristig zu haben – Es ist toll, mal die Nr. 1 zu sein, großartig ist es dies zu wiederholen!
  • Man kann auch „krumme Karrieren“ machen: Alles ist möglich, man muss es nur wollen! Auch aus einem Pagen kann ein Topmanager eines Welt-Hotelunternehmens werden.
  • Burn-out vermeiden: Zeit für ganz persönliche Entspannung schaffen, z.B. mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren, Spaziergang im Park – auf seinen Körper hören und für Regenration sorgen – gut frühstücken – bewusst Auszeiten nehmen und nicht über die eigenen Kräft gehen – Jahresplanung für Urlaub/Kurzreisen frühzeitig beginnen – aktiv Sport treiben – Hobby verfolgen – freies Wochenende bewusst genießen!

Die Selektion Deutscher Luxushotels besteht seit 1987 als weltweit einmaliger Marketingverbund der absoluten deutschen Tophäuser je Standort. Die Kollektion umfasst das Brenner’s Park Hotel und Spa Baden-Baden, Grand Hotel Heiligendamm, Fairmont Hotel Vier Jahreszeiten Hamburg, Parkhotel Bremen, Ritz Carlton Berlin, Breidenbacher Hof Düsseldorf, Hotel Excelsior Ernst Köln, Nassauer Hof Wiesbaden, Mandarin Oriental München, Hotel Schloss Fuschl bei Salzburg. Partner sind Mercedes-Benz und die Reederei Deilmann.

Neue Dorint – „Bild“: Ex-InterConti Düssseldorf wird zum JW Marriott, Berlin wird zum Hilton

(Düsseldorf/Berlin, 30. März 2011) Sind das nur Gerüchte? Im bislang einmaligen Fall des Zerwürfnis zwischen der InterContinental Hotels Group (IHG) und Neue Dorint wird das Rennen um die richtigen Informationen immer knapper. Gestern wurde bekannt, dass das bisherige InterConti Köln als Dorint weitergeführt wird. Nun berichtet „Bild“, das bisherige IC in Düsseldorf werden zum JW Marriott, das Berliner Haus zum Hilton.

Der Zeitungsbericht wurde noch nicht offiziell bestätigt. Am Freitag werden die neuen Betreiberkonstellationen für die von der Neue Dorint als Verpächterin gehaltenen Tophotels bekannt gegeben.

Hilton Worldwide betreibt in Berlin mit dem Hilton Hotel am Gendarmenmarkt ein großes Haus (600 Zimmer, Generalsanierung für 20 Mio. Euro gerade abgeschlossen. Zweites Hotel ist das Hampton by Hilton in der City West (214 Zimmer). Ein absolutes Tophotel der Marke Waldorf Astoria (242 Zimmer) ist in Bau; Eröffnung soll im Herbst sein.

Marriott betreibt in Düsseldorf ein Renaissance Hotel (236 Zimmer) und zwei Courtyard by Marriott Hotels.

TV-Tipp: Heinz Horrmann ist Superjuror bei den ZDF-“Topfgeldjägern“

ZDF, 30. März 2011, 15:05 Uhr

(Mainz, 29. März 2011) Die Jubiläumssendung der beliebten ZDF-Nachmittagsshow „Topfgeldjäger“ wird zum besonderen Ereignis: Restaurantkritiker und Hoteltester Heinz Horrmann ist Super-Juror im Duell der beiden Starköche Steffen Henssler und Frank Rosin. Wer wird den härtesten aller Gastrokritiker überzeugen?

Frank Rosin (links) und Steffen Henssler: ZDF-Topfgeldjäger müssen die hohen Erwartungen von Gastrokritiker Heinz Horrmann erfüllen

Frank Rosin (links) und Steffen Henssler: ZDF-Topfgeldjäger müssen die hohen Erwartungen von Gastrokritiker Heinz Horrmann erfüllen

Zum 150. Mal gehen die „Topfgeldjäger“ auf Sendung. Markus Lanz moderiert die Sondersendung. Normalerweise kochen zwei Frauen gegen zwei Männer: Vorspeise, Hauptgericht und Dessert und das ganze innerhalb von 45 Minuten. Doch in der Jubiläumssendung stellen Moderator Steffen Henssler („Henssler & Henssler“, Hamburg) und Juror Frank Rosin (Restaurant „Rosin“, Dorsten) selbst ihr Können am Herd unter Beweis – und zwar gegeneinander. Bewertet wird das Ergebnis vom renommierten Gastronomie-Kritiker Heinz Horrmann. Die beiden Kontrahenten müssen aus Thai-Spargel, Rumpsteak, Steinbuttfilet, Bamberger Hörnchen, Basilikum, Sauerrahm & Co. ein Drei-Gänge-Menü zubereiten. Dabei stehen sie unter erheblichen Zeit- und Erfolgsdruck!

Die „Topfgeldjäger“ ist ein erfolgreiches TV-Konzept: Zwei Frauen kochen gegen zwei Männer: Vorspeise, Hauptgericht und Dessert innerhalb von 45 Minuten. Beide Teams haben identische Zutaten zur Verfügung und müssen sich überlegen, welche Gerichte sie daraus zaubern wollen. Das „Salz in der Suppe“ muss man sich bei diesem Wettbewerb allerdings erst noch verdienen: In vier Quizrunden, die während des Kochens zu absolvieren sind, können sich die „Topfgeldjäger“ wichtige Extra-Zutaten erspielen, mit denen sich vielleicht der kleine, aber feine Unterschied erkochen lässt.

Wer hier gut kochen will, muss also schlau, schnell und kreativ sein. Am Ende der Sendung entscheidet Juror Frank Rosin, welches Geschlechterteam den besseren Kochjob gemacht hat. Die Gewinner müssen sich dann entscheiden, ob sie die Siegprämie mit nach Hause nehmen oder das Geld riskieren und am nächsten Tag gegen neue Rivalen antreten, um dann um einen noch höheren Betrag zu spielen. Das beste und mutigste Team hat die Chance auf 10.000 Euro.

Mehr zu den „Topfgeldjägern“: http://topfgeldjaeger.zdf.de/ZDFde/inhalt/28/0,1872,8091836,00.html

Neue Dorint – Köln: InterConti wird ein Dorint

(Köln, 29. März 2011) Das InterContinental Köln wird ab dem 1. April unter dem Markennamen Dorint am Heumarkt Köln geführt. Das teilte heute die Betreibergesellschaft Neue Dorint GmbH in Köln mit. Bekanntlich hatte die InterContinental Hotels Group (IHG) das Management des Fünf-Sterne-Hotels (250 Zimmer) an die Pächterin der Immobilie Neue Dorint zurückgegeben. Damit betreibt Neue Dorint, deren Hauptverwaltung an der Aachener Straße liegt, neben dem Dorint An der Messe Köln ein zweites Hotel unter dem Markennamen Dorint Hotels & Resorts.

Bislang ein InterContinental: Dorint Hotel Köln am Heumarkt

Bislang ein InterContinental: Dorint Hotel Köln am Heumarkt

Das neue Dorint am Heumarkt Köln wird das neue Flaggschiff der Dorint Gruppe“, erläuterte Olaf Mertens, Geschäftsführer der Kölner Hotelgesellschaft. „Insbesondere versprechen wir uns Synergien aus der Zusammenarbeit der beiden Hotels im Bereich Verkauf und Marketing.“ Für die Gäste, so verspricht Mertens, wird sich nichts ändern. „Wir bleiben auch weiterhin ein Garant für höchste Ansprüche in der Sterne-Hotellerie.“

Keine Veränderung auch für die 163 Mitarbeiter: Sie sind bereits Angestellte der Neue Dorint GmbH und bleiben es auch. Zum Hintergrund: Die Neue Dorint GmbH ist Pächterin der Immobilie am Heumarkt und hatte schon mit der Eröffnung im Jahr 2003 die IHG mit dem Management beauftragt.

Das Dorint am Heumarkt Köln wird zunächst kommissarisch von Frank Oettinger, Bereichsdirektor Operations der Dorint Hotels & Resorts, geführt. Die Bewerbungsgespräche für einen General Manager mit internationalem Hintergrund werden bereits geführt, teilte die Hotelgruppe mit.

 

Neue Dorint: Entscheidung über Weiterbetrieb der Ex-Interconti-Hotels am Freitag

(Köln, 29. März 2011) Kein Aprilscherz: Just am Freitag, 1. April, will Olaf Mertens, Chef der Neue Dorint, die Entscheidung über den Weiterbetrieb der bisherigen Intercontinental Hotels in Berlin, Düsseldorf und Köln bekannt geben. Für 11 Uhr ist eine Pressekonferenz im Restaurant „Hugo’s“ im Ex-Interconti Berlin an der Budapester Strasse angesetzt.

Weitere Einzelheiten zu dem Umbruch mit den drei namhaften Tophotels sind noch nicht bekannt. Lediglich dies wurde bislang wenigstens nicht dementiert: Das Ex-Interconti Köln könnte ab April unter Dorint-Flagge laufen.

Offenbar führte man bei Neue Dorint in den vergangenen Wochen Gespräch mit mehreren möglichen Betreibern. Deutliche Dementi gab es von Rezidor und Ritz-Carlton (Marriott-Gruppe). Bei Kempinski nahm man bislang keine Stellung. Seit der ITB waren zum Teil wilde Gerüchte über neue Kooperationen ins Kraut geschossen.

Ende Januar hatte die Intercontinental Hotels Group (IHG) bekannt gegeben, die Betreiberverträge für ihre drei IC-Hotels in Berlin, Köln und Düsseldorf mit Verpächter Neue Dorint zu Ende März gekündigt zu haben. Grund dürfte ein jahrelanger Streit u.a. um Renovierungen sein. Zur ITB wurde noch das (böse) Gerücht von angeblich veruntreuten Geldern in Umlauf gesetzt; dies wurde jedoch umgehend von IHG klar dementiert.

FBMA-Ehrenmitglied Dieter Austen verstorben

(Hamburg, 29. März 2011) Kurz vor der Jahreshauptversammlung am Wochenende in Hamburg trauert die Food & Beverage Management Association (FBMA) um Ehrenmitglied Dieter Austen. Das Ehrenmitglied verstarb vor zehn Tagen in seinem Wohnort Salzweg bei Passau im Alter von 69 Jahren. Herr Austen war als Förderer und Vordenker des namhaften Branchenverbandes weit über die Grenzen Deutschlands bekannt, als Hotelier äußerst anerkannt und als kompetenter Gesprächspartner hoch geschätzt.

Der Hotelier, der nach Berufsstationen im In- und Ausland 25 Jahre lang das Hotel Passauer Wolf & Hotel Residenz Passau leitete und anschließend als Berater selbständig war, stand viele Jahre an der Spitze des Fachverbandes, zuerst als Regionaldirektor Süd, dann von 1990 bis 1994 als Präsident. Austen war Gründungsmitglied der am 12. August 1993 gegründeten FBMA-Stiftung, der er bis zum 31. Dezember 2000 als Vorsitzender des Stiftungsrats vorstand. Im Jahr 2000 wurde Dieter Austen zum Ehrenmitglied der Food + Beverage Management Association ernannt und setzte sein Engagement bis zuletzt unter anderem als Webmaster der FBMA Website unermüdlich fort.

 

RTL / Best Western Deutschland – TV-Tipp: Marcus Smola geht als „Undercover Boss“ in die Küche

(Eschborn/Taunus. 28. März 2011) In der neuen Real-Life-Doku „Undercover Boss“ gehen Führungskräfte einen ungewöhnlichen Weg. Sie arbeiten undercover im eigenen Unternehmen, um sich ein genaues Bild von der Arbeit an der Basis zu verschaffen. In der zweiten Folge, die RTL am 04. April um 21.15 Uhr ausstrahlt, tauscht Marcus Smola, Deutschland-Chef von Best Western, seinen Anzug gegen eine Kochschürze ein.

Neues RTL-Format: Marcus Smola als Undercover Boss in der Küche (Foto: Andreas Mann/RTL)

Neues RTL-Format: Marcus Smola als Undercover Boss in der Küche (Foto: Andreas Mann/RTL)

Marcus Smola ist als Deutschland-Chef verantwortlich für über 5.000 Mitarbeiter. Den 44-Jährigen erwartet in der einen Woche die harte Realität: Toiletten schrubben statt Bilanzen lesen, Betten machen statt Verhandlungsrunden führen. Er tauscht seinen Anzug gegen praktikablere Kleidung und putzt Zimmer, kocht essen und bedient Gäste. Mit der Behauptung, von einem Fernsehteam bei der Jobsuche begleitet zu werden, hat sich Marcus Smola undercover in die unterschiedlichsten Bereiche des Hotelbetriebs eingeschleust.

Onlinemarketing – Empfehlungsportale im Internet: Digitale Mundpropaganda

(Berlin, 28. März 2011) Sushi oder Currywurst? Haute Couture oder Wühltisch? Edel-Figaro oder Discount-Friseur? Auf Empfehlungsportalen können Nutzer ihre Erfahrungen mit Dienstleistern und Orten weitergeben – zum Vorteil anderer Verbraucher. test.de zeigt, wie die Portale funktionieren.

Klebt an vielen Eingangstüren in Gastronomie und Einzelhandel: „Wir sind in Qype“

Klebt an vielen Eingangstüren in Gastronomie und Einzelhandel: „Wir sind in Qype“

Die Meinung der anderenThomas Gotthal geht gerne essen. Und teilt das auch im Internet mit. Nicht, dass er gerne essen geht. Sondern wo er essen war. Und vor allem: wie es ihm geschmeckt hat, ob die Kellner freundlich gewesen sind und das Ambiente gestimmt hat. Thomas Gotthal ist kein Gastrokritiker im herkömmlichen Sinn. Auf einem Empfehlungsportal im Internet schreibt er auch Bewertungen zum Supermarkt um die Ecke oder einem Industrie-Kletterer. So können andere Nutzer von seinen Erfahrungen profitieren – der Grundgedanke von Empfehlungsportalen. Im Podcast erzählt Thomas Gotthal von seinen Erfahrungen mit Internet-Bewertungen.

Branchenbücher mit Kundenbewertungen
Empfehlungsportale funktionieren ähnlich wie Branchenbücher. Sie listen Informationen zu Dienstleistern wie Adresse, Homepage, Öffnungszeiten und Preisniveau auf. Gegenüber der Papierversion haben sie jedoch einen entscheidenden Vorteil: Die Meinung von anderen Kunden steht direkt unter dem Eintrag. Je mehr Einträge vorhanden sind, desto differenzierter wird das Bild eines Freizeitparks oder eines Restaurants.

Orientierung im Dienstleistungs-Dschungel
Menschen auf der Suche nach einem Geheimtipp können sich hier informieren genauso wie Touristen oder neu Zugezogene. Die Empfehlungsportale sind eine Entscheidungshilfe im täglichen Dienstleistungs-Dschungel. Im besten Fall vermeiden sie unnötigen Ärger für Verbraucher, vor allem wenn es um finanziell riskantere Entscheidungen geht. Vorausgesetzt, die viel beschworene Schwarmintelligenz des Internets funktioniert.

test.de zeigt eine Auswahl an Empfehlungsportalen für Dienstleister und Orte mit aktiven Bewertern: Golocal, Google Hotpot, Kennstdueinen, Qype, Yelp (Die Portale im Überblick: http://www.test.de/themen/computer-telefon/meldung/Empfehlungsportale-im-Internet-Digitale-Mundpropaganda-4210539-4210542/)

Idee für lokale Empfehlungen aus USA
Yelp ist das amerikanische Vorbild von Qype (sprich: kwaip). 2004 in San Francisco gegründet, startete Yelp im Sommer 2010 die deutsche Community. Golocal arbeitet mit dem Telefonbuch Das Örtliche zusammen und verfügt so über viele Brancheneinträge. Kennstdueinen hat sich auf Dienstleister spezialisiert: Wer kennt einen guten Steuerberater? Welcher Klempner arbeitet zuverlässig?

Google mit eigenem Dienst
Seit diesem Februar mischt auch Google mit: „Hotpot“ heißt das Empfehlungsportal. Menschen, die ein Google-Konto besitzen, können nun Orte und Dienstleister bewerten. Googles Suchergebnisse werden dadurch noch personalisierter. Eine Besonderheit: Nutzer, die nach einem bestimmten Geschäft suchen, bekommen auch die Erfahrungen aus anderen Empfehlungsportalen wie beispielsweise Qype und Yelp angezeigt.

Wie funktioniert das Bewerten?
In der Regel funktionieren die Portale so: Nach der kostenlosen Registrierung suchen die Nutzer den Dienstleister, den sie bewerten wollen. Sie schreiben einen Text mit der eigenen Erfahrung und vergeben bis zu fünf Sterne. Die Bewertung erscheint, wenn andere Nutzer nach dem Dienstleister suchen. Ähnlich wie bei test.de können die Bewertungen selbst auch wieder kommentiert werden: War die Erfahrung für andere hilfreich oder nicht? So können die Nutzer offensichtlichen Nonsens und Missbrauch markieren.

Wirkliche Empfehlung oder Schleichwerbung?
Das Herzstück dieser Portale sind die Bewertungen der Konsumenten. Selbstverständlich sind sie subjektiv und ihr Nutzwert variiert stark. Manche Nutzer wollen gute Lokalitäten ernsthaft weiter empfehlen. Einzelne wollen einfach nur plump Dampf ablassen. Das Profil der Nutzer kann da weiterhelfen. Habe ich es mit einem notorischen Nörgler oder einem abwägenden Kenner zu tun? Auch ein Problem: Eigenlob von Unternehmern kann vorkommen, bedingt durch die Anonymität im Internet. Tipps zum Einschätzen von Online-Bewertungen

Bewertungen vertrauenswürdiger machen
Klar, der naheliegende Web 2.0-Gedanke lautet: Die Community kontrolliert sich selbst. Zum Beispiel können fragwürdige Beiträge dem Portal gemeldet werden. Reicht nur leider nicht aus. Denn hier geht es auch um Geld – in den Taschen der potentiellen Kunden. Deshalb haben die Portale zusätzliche Kontrollmechanismen eingebaut, um mehr Vertrauen herzustellen.

Technische Filter und aufmerksame Nutzer
Kennstdueinen gleicht nach eigener Auskunft die E-Mail Adresse von Bewertern mit Dienstleister-Namen ab, um so Missbrauch zu verhindern. Ein automatischer Beitragsfilter, darauf vertraut Yelp. Google hat ein Sicherheitssystem installiert, das Verstöße erkennen soll. Genaue Angaben, wie das System funktioniert, will Google nicht machen. Sonst könne das System umgangen werden, so Google gegenüber test.de. Anders ist es bei Golocal und Qype: Sie verlassen sich größtenteils auf die Aufmerksamkeit ihrer Nutzer, die bedenkliche Bewertungen melden können. Den kritischen Verstand der Leser kann das allerdings nicht ersetzen. Tipps zum Einschätzen von Online-Bewertungen

Unterwegs mit Bewertungsportalen
Sich zu Hause informieren: sinnvoll. Unterwegs nach gut bewerten Lokalitäten suchen: noch sinnvoller, funktioniert allerdings nur mit Smartphone und GPS. Alle Portale funktionieren auf verschiedenen Betriebssystemen für Smartphones. Damit lässt sich die Realität erweitern: Kamera des Smartphones auf das gewünschte Café ausrichten. Dann zeigt die Anwendung Informationen zum Lokal an. So funktioniert beispielsweise der „Monocle“ von Yelp. Auch bei Qype und golocal können Nutzer unterwegs die Bewertungen einsehen – und ob Freunde in der Bar nebenan sitzen. Und wenn das Schnitzel kalt und das Bier warm gewesen sind: Bewertungen schreiben geht natürlich auch von unterwegs aus. Tipps zum Schreiben von Online-Bewertungen

Datenschutz
Die GPS-Funktion im Smartphone verrät den Standort des Nutzers auch an Anbieter – kein spezifisches Merkmal von Empfehlungsportalen. Die Anbieter mit Sitz in Deutschland wie Kennstdueinen, Golocal und Qype geben in ihren Datenschutz-Bestimmungen an, Daten an Dritte nur mit Einwilligung des Nutzers weiterzugeben. Yelp mit Sitz in Irland kann Daten an Geschäftspartner und Drittanbieter weitergeben, angeblich ohne die Daten einem konkreten Nutzer zuzuordnen. Dass Google gerne Daten sammelt, ist nichts Neues. Personalisierte Suchergebnisse gibt es nicht, ohne dass die Nutzer Daten von sich Preis geben. Gesonderte Datenschutz-Bestimmungen für Hotpot weist der kalifornische Konzern nicht aus. Für Googles Empfehlungsportal gelten dieselben Bestimmungen wie auch für andere Google Dienste.

Gastro Vision Hamburg 2011 – Rekord: Über 2.600 ausgewählte Fachbesucher

(Hamburg, 25. März 2011) Das Geheimnis ist, dass längst nicht jeder reinkommt: Die Edelmesse Gastro Vision, die seit zwölf Jahren parallel zur Internorga Hamburg stattfindet, verzeichnete in diesem Jahr ausgewählte 2.600 Fachbesucher. Dies sei ein neuer Rekord, teilte Veranstalter Klaus Klische mit. Die rund 70 Aussteller seien sehr zufrieden.

Gastro Vision Hamburg 2011: 70 Aussteller inszenierten sich im Empire Riverside Hotel Hamburg

Gastro Vision Hamburg 2011: 70 Aussteller inszenierten sich im Empire Riverside Hotel Hamburg

Nicht wenige versuchen auf sonderbaren Wegen, Zutritt zu der kleinen aber sehr feinen Messe mit Networking-Charakter im Empire Riverside Hotel Hamburg zu erlangen. Da greifen manche auch schon einmal zu geliehenen Einlassschildern und treten frech unter fremden Namen auf (werden aber doch erkannt). Die Gastro Vision hat an Anziehungskraft nicht verloren, auch wenn das neue Motto „Experience Tomorrow Today“ etwas unverständlich bleibt.

„Auch in diesem Jahr ist es den Veranstaltern hervorragend gelungen, eine ausgewogene Mischung aus bewährten Ausstellern, neuen innovativen Unternehmen sowie erstklassigen Köchen in den Live-Shows für sich zu gewinnen“, sagte Jörg Müller, General Manager des Hotel Fürstenhof Leipzig, und langjähriger Besucher des Branchentreffs. Während Aussteller aus dem Bereich Food den Schwerpunkt bilden, konnte aber auch ein weiter steigender Anteil an Hardware-, Non-Food- sowie Beverage-Ausstellern verzeichnet werden. „Die Gastro Vision hat in diesem Jahr eindrücklich belegt, dass Innovationen aus der Top-Gastronomie die Impuls gebenden Faktoren der Branche sind. Unabhängig davon, ob sie im Bereich Food oder Non Food stattfinden“, resümierte Veranstalter Klische.

Gastro Vision Hamburg 2011: Neuer Rekord mit rund 2.600 Fachbesuchern

Gastro Vision Hamburg 2011: Neuer Rekord mit rund 2.600 Fachbesuchern

Zentraler Anziehungspunkt war Showküche im zweiten Stock. Stündlich standen namhafte Chefs auf der Bühne, um ausgefallene Inszenierungen und neue Produkte zu präsentieren. So stellten die Kochpiraten der Berliner Kochbox ihre Interpretation eines Fleischsalats Deluxe als „Maurermarmelade aus dem Betonmischer“ vor und bewiesen, dass Lachs auch im Geschirrspüler exzellent zubereitet werden kann. Kostproben für die zahlreichen Besucher waren selbstverständlich inklusive. Gemeinsam mit den Ausstellern Furore und Die Räucherei zeigten sie überraschende Verwendungsmöglichkeiten von Käse und Fisch.

Sternekoch Heiko Antoniewicz stellte die Anwendungsvielfalt von „Basic Textur“ des Unternehmens Herbafood vor. Dieses neue Textur gebende Basisprodukt, das aus Citrusfasern der Zitrone gewonnen wird, bietet der gehobenen Gastronomie völlig neue Möglichkeiten im Bereich Präsentation und Bindung. „Das Feedback der Besucher auf Basic Textur ist durchweg positiv. Selbst wir waren teilweise von den kreativen Einsatzmöglichkeiten überrascht, die Heiko Antoniewicz in der Showküche täglich vorgestellt hat. Nach der Produktpräsentation auf der Showbühne haben wir regen Zulauf an unserem Stand gehabt und tolle Gespräche fortführen können“, berichtete Ferdinand Fox, Chef von Herbafood Ingredients.

Eine Deutschlandpremiere zur Gastro Vision feierte das Unternehmen Batania Direct mit seiner Einweggeschirr-Serie. Die kleinen praktischen Teller und Becher sind aus holzfreiem Zellstoff und sollen vollständig biologisch abbaubar sein. Darüber hinaus präsentierte der Spezialversandhandel bruchsichere Melaminschalen und -platten in erstklassiger Porzellanoptik sowie den „Curry Cup“, einen doppelwandigen Pappbecher für die Currywurst „to go“.
Auch Nestlé Professional stellte mit seinen „Chef Flakes“ etwas Neues vor. Durch die moderne Technologie, ähnlich dem Gefriertrocknen, soll jedes einzelne Flake 100 Prozent der verwendeten Zutaten erhalten und ermöglicht so einen intensiven Fleischgeschmack und eine hohe Produktqualität. Nach fast drei Jahren Entwicklungszeit kommen ab April 2011 fünf neue Sorten auf den Markt.

Gastronomie & Hygiene: Neuer Sachverstand ist gefragt

TV-Hygienechecker Ulrich Jander wurde zum offiziellen Sachverständigen ernannt – Neues Siegel für Sauberkeit in der Gastronomie

(Rüsselsheim, 24. März 2011) In Sachen Sauberkeit und Hygiene gibt es keine Kompromisse. Reinlichkeit wird von Gästen ebenso kritisch bewertet wie guter Geschmack und einwandfreie F&B-Rohwaren (F&B = Food & Beverages, Lebensmittel und Getränke). Der aus dem TV bekannte „Hygienechecker“ Ulrich Jander vergibt nun ein neues Siegel für Sauberkeit in der Gastronomie. Mit dem „Gastro-Smiley“ signalisieren die geprüften Gastbetriebe gegenüber ihren Gästen, dass sie regelmäßig und fundiert in Sachen Hygiene gecheckt werden. Der Rüsselsheimer Unternehmer Ulrich Jander wurde unterdessen zum offiziellen Sachverständigen für Gastro-Hygiene ernannt.

Ulrich Jander wurde nun auch zum Sachverständigen für Gastro-Hygiene ernannt – sein „Gastro-Smiley“ wird in ganz Deutschland in der Gastronomie verwendet

Ulrich Jander wurde nun auch zum Sachverständigen für Gastro-Hygiene ernannt – sein „Gastro-Smiley“ wird in ganz Deutschland in der Gastronomie verwendet

Es ist bereits der dritte Sachverständigen-Titel, den der 53-Jährige vom Bundesverband Deutscher Sachverständiger und Fachgutachter verliehen wurde. Seit 20 Jahren berät der Inhaber des Arbeitsmedizinischen und Sicherheitstechnischen Dienst (ASD) Rüsselsheim Hotel-, Restaurant- und Cateringbetriebe. Für Jander ist die Anerkennung zum Sachverständigen eine weitere Auszeichnung und ein Zeichen seiner Qualitätsarbeit. Denn seit 2005 ist auch das Rüsselsheimer Unternehmen ASD nach ISO zertifiziert und muss sich harten Prüfungen unterziehen.

„Wir erhalten damit in der Einführung des Gastro-Smiley eine wichtige Unterstützung“, so Jander. „Das Hygiene-Siegel wurde bereits in einigen Bundesländern eingeführt und folgt damit dem bundesweiten Trend nach Sauberkeits-Checks in der Gastronomie.“ Mit dem „Gastro-Smiley“ erlangen die prämierten Gastronomen einen wichtigen Wettbewerbsvorteil, so Jander.
Ulrich Jander ist als Experte für Sicherheit, Brandschutz, Ergonomie am Arbeitsplatz sowie Hygiene international bekannt. Durch zahlreiche Gastbeiträge in Fachmedien und Auftritten in mehr als 20 Fernsehreportagen für RTL, Kabel1, Pro7 und anderen Sendern ist Jander omnipräsent. Beim jüngsten TV-Dreh testete Jander mit dem bekannten RTL-Reporter Ralf Benkö drei Tage für die Sendung „Wir retten Ihren Urlaub“ hygienische Einrichtungenin öffentlichen Einrichtungen.

In den TV-Sendungen sind auch immer wieder unhaltbare Hygienezuständen in sog. Ekelküchen zu sehen. „Dagegen brauchen sich Betriebe, die mit dem Gastro-Smiley ausgezeichnet wurden, nicht zu verstecken“, so Jander. Denn eine Überprüfung dauert rund sechs Stunden. Dabei werden 120 Hauptkriterien und zahlreiche Einzelfragen in Küche, Lagerrung und Gästeräume überprüft – auch mit moderner Technik, die Bakterien und andere Verunreinigungen aufspüren.

Ulrich Jander ist Sicherheitsberater und Fachberater für Arbeits- und Objektschutz. Zusammen mit seiner Frau Martina leitet der die Unternehmen GQH Gesellschaft für Qualitätssicherung im Hotel und ASD Arbeitsmedizinischer & Sicherheitstechnischer Dienst. Der gelernte Bankkaufmann und Verwaltungsfach-Ingenieur ist u.a. Sachverständiger für Arbeitssicherheit und Brandrisikomanagement. Der 53-Jährige lebt in Rüsselsheim bei Frankfurt/Main.

MKG Hospitality – Hotelmarken-Ranking: Best Western auch in Europa mit Abstand führend

(London, 24. März 2011) Ob nun Hotelkette oder Marketingkooperation: Best Western ist als Hotelmarke nachwievor mit großem Abstand führend vor Ibis, Mercure, NH und Holiday Inn. Dies ergibt die aktuelle Auswertung von MKG Hospitality, London, der meistverbreiteten Hotelmarken in Europa. Mit über 1.300 Häuser ist Best Western aboluter Marken-Spitzenreiter.

Hotel Brands Ranking Europe 2011

Hotel Brands Ranking Europe 2011

Interessant: Unter den Top-10-Hotelmarken in Europa gehört Travelodge zu den Aufsteigern. Bei der Zahl der Hotels (+58) und Betten (+11% auf rund 29.900) verzeichnete das britische Unternehmen den größten Zuwachs.

Zu den aufstrebenden Hotelmarken in Europa gehören auch B&B (+12 Hotels, +7,5% mehr Betten), Park Inn (+13,1% mehr Betten), Sheraton (+10,2%), Scandic (+6,7%) und Radisson Blu (+6,6%).

Internorga Hamburg/ITB Berlin: Wieder Messe-Terminprobleme 2012

UPDATE (Hamburg/Berlin, 23. März 2011) Grandiose Messestimmungen in Hamburg und Berlin: Trotz positiver Verläufe von Internorga und ITB bleibt für 2012 ein Dämpfer. Erneut wird es zu einer Terminüberschneidung kommen. Die Gastro-Fachmesse Internorga Hamburg soll vom 09. bis 14. März stattfinden, die Tourismusschau ITB Berlin vom 07. bis 11. März. Obendrein gibt es mit der alle zwei Jahre stattfindenden Intergastra in Stuttgart (11. bis 15. Februar 2012) eine weitere wichtige Fachmesse.

 

Was für's Auge: Internorga Hamburg 2011 (Foto: Nico Maack/Hamburg Messe)

Was für's Auge: Internorga Hamburg 2011 (Foto: Nico Maack/Hamburg Messe)

Die Terminüberschneidungen könnte zu erheblichen Mehrkosten bei Ausstellern und Terminhetze bei Fachbesuchern führen. Die Terminüberschneidung war in diesem Jahr erstmals gezielt durch eine Verlegung der Internorga ausgeschaltet worden. Im nächsten Jahr sei trotz intensiver Suche kein Ausweichtermin zur ITB machbar, heißt es beim Internorga-Veranstalter Hamburg Messe. Da in der zweiten März-Hälfte in etlichen Bundesländern Osterferien stattfinden, musste der frührere Termin gewählt werden. Eine Terminkollision mit der ITB sei unausweichlich, bedauern die Messemanager.

Natürlich fiel die Internorga in diesem Jahr wie erwartet äußerst positiv aus. Die 1.144 Aussteller begrüßten insgesamt rund 100.000 Fachbesucher. Die Investitionsbereitschaft sei deutlich gestiegen und das Interesse an neuen Produkten und innovativen Ideen groß, heißt es in einer Pressemitteilung.
Ein Highlight war die weltweite Präsentation des neuen Profigerätes „Aguila“ von Nespresso. Die Kaffeemaschine für das äußerst erfolgreiche Pad-System von Nestlé wurde gemeinsam mit Thermoplan entwickelt. Dass der „World Launch“ auf der Internorga stattfand, spricht für die Bedeutung der Hamburger Gastro-Fachmesse.

Erstmals lud „Top hotel“ gemeinsam mit den Partner-Fachzeitschriften „Die Küche“ und „Convenience Shop“ zum „Hospitality Press Club“ ein – das Loungekonzept ging auf und soll im nächsten Jahr fortgeführt werden.

Ausführliche Messeberichte werden in Bälde bei HOTELIER TV zu sehen sein.

hrs.de – Internetumfrage: Nur 13% gegen Haustiere im Hotel

(Köln, 22. März 2011) Nur rund 13 Prozent der Gäste halten nichts von Vierbeinern im Hotel. Nach einer Onlineumfrage von E-Result im Auftrag von hrs.de unter 600 Personen – das ist nicht repräsentativ für die deutsche Bevölkerung – haben zwei Drittel nicht gegen Haustiere im Nachbarzimmer.

Nur 13% sind gegen Haustiere im Hotel

Nur 13% sind gegen Haustiere im Hotel

Knapp 33 Prozent schränken ihre Aussage ein und wollen lediglich in Bereichen wie dem Restaurant oder rund um den Hotel-Pool von tierischer Gesellschaft verschont bleiben. Genau 16 Prozent sind der Ansicht, Gäste mit Haustieren sollten dafür sorgen, dass diese im Zimmer ihres Besitzers bleiben und keinen Krach machen. Ein verschwindend kleiner Teil der Befragten gibt darüber hinaus gesundheitliche Gründe für die Ablehnung von Tieren im Hotel an, denn nur gut zwei Prozent stören sich aufgrund einer Tierhaarallergie an der Nähe von Hunden und Katzen.

Bei der Einstellung gegenüber Tieren im Hotel sind sich Männer und Frauen überwiegend einig. Die Herren der Schöpfung zeigen sich jedoch einen Tick empfindlicher als weibliche Reisende. So sind gut 15 Prozent der befragten Männer der Meinung, Tiere hätten im Hotel gar nichts zu suchen. Dieser Aussage stimmt nur etwa jede zehnte Frau zu.

Auffällige Unterschiede gibt es beim Alter der Befragten. Überraschenderweise zeigen sich hier die älteren Reisenden toleranter: Fast die Hälfte der Befragten ab 50 Jahren hat überhaupt kein Problem mit Tieren im Hotel oder findet diese sogar niedlich. Die Jüngeren fühlen sich dagegen schneller gestört, denn nur knapp ein Drittel der Befragten bis 29 Jahre antwortete, die Anwesenheit von Vierbeinern sei absolut in Ordnung.

Etwas mehr Anspannung zeigen auch Geschäftsreisende gegenüber Urlaubern: Von ihnen geben fast 19 Prozent an, sie fühlten sich durch Tiere gestört, bei den Privatreisenden sind es lediglich gut zwölf Prozent.

Hotelmarkt München – Deloitte-Studie: Platzhirsch gegen Newcomer – Moderates Wachstum

(München, 22. März 2011) Der Münchner Hotelmarkt verzeichnet seit Jahren ein stabiles Wachstum: In den Jahren 2008 bis 2010 hat sich viel getan – und der Markt wird auch zukünftig in Bewegung bleiben. Dies geht aus einer aktuellen Untersuchung von Deloitte hervor. Dennoch steht der Bettenzuwachs im gesunden Verhältnis zu Ankünften und Übernachtungen. Somit werden auch zukünftig nationale wie internationale Investoren und Betreiber auf der Suche nach geeigneten Standorten in der bayrischen Landeshauptstadt sein. Sind keine geeigneten Flächen für neue Hotels vorhanden, bleibt nur der Rückgriff auf den Bestand. Hier könnte Franchise die Lösung darstellen.

„Der Münchner Zimmerbestand belief sich in 2010 auf 29.876, wobei rund 60 Prozent des Kontingents durch markengebundene Hotels und die restlichen 40 Prozent durch Privathoteliers gestellt wurden“, erläuterte Kay Heimerer, Manager Hospitality bei Deloitte. „Den höchsten Anteil haben derzeit das 4- und das 3-Sterne-Segment mit 14.082 bzw. 10.353 Zimmern – das 5-Sterne-Luxussegment ist mit insgesamt 2.536 Zimmern deutlich niedriger repräsentiert.“

Markenranking: Neue Anwärter auf die Pole Position
Das Markenranking der Bayernmetropole wird angeführt vom französischen Accor Konzern, der mit rund 17 Prozent den größten Anteil des Bettenaufkommens markengebundener Hotels stellt. Dies liegt an der starken Markendiversifikation des Hotelkonzerns, der in allen Kategorien vor Ort vertreten ist – im Stadtgebiet München mit einem Sofitel, zwei Novotel, sechs Mercure, vier Ibis und einem Etap. Es folgen auf den Plätzen zwei und drei ArabellaStarwood Hotels & Resorts (9%) und InterContinental Hotels (8%). Ambitionierte Ketten wie Motel One (7%) oder Leonardo Hotels (6%) haben mit der Aufholjagd begonnen.

Hotelgesellschaft – Anteil markengebundener Zimmer
Accor  17%
ArabellaStarwood Hotels & Resorts  9%
InterContinental Hotels  8%
Motel One  7%
Hilton Hotels & Resorts  6%
Leonardo Hotels  6%
Marriott International  6%
NH Hoteles  5%
Derag Hotel and Living  3%
Maritim Hotels  3%
Quelle: Hotelverzeichnis der Stadt München 2010 (Zahlen inkl. Hotel/Hotel garni ohne Pensionen, Gästehäuser und Gasthöfe)

Die Entwicklung des Münchner Hotelmarktes wird sich auch in den kommenden Jahren fortsetzen – die Zeichen stehen auf moderates Wachstum. Sollten alle Hotelprojekte realisiert werden, die in Planung sind, ist in den kommenden Jahren mit weiteren 3.600 Zimmern zu rechnen, ein Großteil davon im 4-Sterne-Segment.

Investoren und Betreiber auf Standortsuche
Seit Jahren besteht bei Betreibern und Investoren Interesse, sich einen zentralen Standort in der Bayernhauptstadt zu sichern. Hier hat München ein echtes Luxusproblem: Die Realisierung scheitert nicht am mangelnden Willen der Beteiligten, sondern an der begrenzten Verfügbarkeit von Standorten in attraktiven Lagen. In der Vergangenheit haben zahlreiche (Luxus-)Hotelmarken, darunter Steigenberger und Hyatt, den Wunsch geäußert, ihr Quartier in der Hauptstadt aufzuschlagen – auch als Franchisenehmer.

„Immer mehr internationale Marken, wie Radisson Blu, Hilton, Sofitel oder Newcomer Langham, agieren als Franchisegeber“, betont Kay Heimerer. „Voraussetzung ist, dass Privathoteliers mit Hotelimmobilien in geeigneter Lage bereit sind, ein entsprechendes Abkommen zu schließen und ihr Haus fortan unter einer Marke zu betreiben. Ausschlaggebende Kriterien sind neben der Lage vor allem eine ausreichend hohe Zimmerkapazität und -größen sowie deren Ausstattungsmerkmale.“

Der kompletten Report steht unter www.presseportal.de zum Download bereit.

Hotel Price Index von hotels.com: Hotelzimmerpreise auf gleichem Niveau wie vor sieben Jahren

(London, 21. März 2011) Die durchschnittlichen Kosten eines Hotelzimmers sind im vergangenen Jahr weltweit um zwei Prozent gestiegen. Im Jahresvergleich ist dies der erste Anstieg der Durchschnittspreise für Hotelzimmer seit 2007. Dies geht aus dem Hotel Price Index (HPI) von hotels.com hervor. Der aktuelle HPI analysierte die Preise aus dem Jahre 2010 im Vergleich zu denen aus 2009.

Die Preise sind 2009 nach einem Absturz von 13 Prozent jedoch so tief gefallen, dass sich der Durchschnittspreis eines Hotelzimmers trotz des mässigen Anstiegs im vergangenen Jahr auf gleichem Niveau wie im Jahr 2004 befand. Während die Preise weltweit im ersten Halbjahr 2010 entweder gleich blieben oder gesunken sind, stiegen die durchschnittlichen Hotelzimmerpreise für das komplette Jahr in Lateinamerika und der Karibik um jeweils ein Prozent sowie in Nordamerika um zwei Prozent. In Europa blieb das Preisniveau stabil. Trotz eines Preisrückgangs um zwei Prozent war der Durchschnittspreis eines Hotelzimmers in Asien im vergangenen Jahr immer noch um 15 Prozent höher als zu Beginn der Auswertungen im Jahr 2004.

„Nach der schlimmen Krise in den meisten Teilen des Markts zeigt der HPI für das Jahr 2010, dass sich der Markt langsam wieder erholt. Durch den starken Preisrückgang in den Jahren zuvor, zahlten Hotelgäste aber auch 2010 noch immer ähnlich niedrige Preise wie vor sechs oder sieben Jahren. Obwohl die Flut von Reiserabatten langsam wieder sinkt, können Reisende noch immer preiswerte Angebote finden“, sagte David Roche, Präsident von hotels.com, dem Hotelreservierungsportal von Expedia.

Baden Baden am teuersten
Zum ersten Mal seit Ende 2008 steigen die durchschnittlichen Hotelpreise in Deutschland wieder leicht an. Im Vergleich zum Vorjahr stieg das Preisniveau 2010 um zwei Prozent auf durchschnittlich 90 Euro pro Zimmer und Nacht an.

Mit durchschnittlichen Übernachtungskosten von 117 Euro pro Zimmer war Baden Baden während des Untersuchungszeitraums die teuerste Stadt des Landes. Trotz eines geringen Preisanstiegs von lediglich einem Prozent platzierte sich der Kurort damit erstmals an der Spitze des deutschen Preisrankings. Platz zwei belegte die Domstadt Köln, in der zwischen Januar und Dezember 2010 im Durchschnitt 107 Euro pro Zimmer und Nacht gezahlt wurden, gefolgt von Garmisch-Partenkirchen (104 Euro), Lübeck (103 Euro) sowie München und Hamburg (je 102 Euro). Essen, Zentrum der Veranstaltungen im Rahmen von „Ruhr 2010″, lag mit Übernachtungskosten von 96 Euro pro Zimmer gleich auf mit Regensburg und Nürnberg. Bonn (94 Euro) teilte sich mit Mannheim und Frankfurt den siebten Platz der Top Ten. Deutlich günstiger nächtigten Städtereisende dagegen im Osten Deutschlands. In Leipzig kostete eine Nacht im Hotelbett nur 66 Euro im Schnitt, in Chemnitz mit 62 Euro sogar noch weniger. Berlin, weiterhin das mit Abstand beliebteste Reiseziel Deutschlands, hielt sein günstiges Preisniveau auch 2010 und lag mit 82 Euro pro Zimmer und Nacht unter dem Landesdurchschnitt.

Wuppertaler Preise schweben in die Höhe
Den mit Abstand kräftigsten Preisanstieg mussten Hotelgäste in Wuppertal (81 Euro) hinnehmen. Wer zwischen Januar und Dezember 2010 ein Zimmer im bergischen Land buchte, musste ganze 36 Prozent mehr zahlen als noch ein Jahr zuvor. Die Nachfrage nach Zimmern in der Stadt stieg stark an, da viele Reisende die zuvor sehr günstigen Übernachtungsmöglichkeiten nutzten und gleichzeitig von der Nähe zur teureren Rheinmetropole Düsseldorf (93 Euro) profitierten. Auch in Münster und Bochum stiegen die Preise im Vergleich zu 2009 deutlich an. Die Hoteliers der beiden Universitätsstädte konnten das Niveau um ein Fünftel anheben. Wer im Rhein-Main-Gebiet ein Hotel buchte und geschickt wählte, konnte viel Geld sparen. Während das Preisniveau in Wiesbaden um 17 Prozent anstieg und pro Übernachtung 92 Euro fällig wurden, zeigte Darmstadt den stärksten Rückgang während des Untersuchungszeitraums. In der viertgrößten Stadt Hessens sank das Preisniveau um 22 Prozent auf 78 Euro. Ebenfalls preiswerter wurden Hannover (minus 16 Prozent) und Weimar (minus zwölf Prozent).

Beste Restaurants – Hornstein-Ranking 2011: Harald Wohlfahrt’s „Schwarzwaldstube“ führend

(Wiesbaden, 18. März 2011) Die üblichen Verdächtigen: Auch im aktuellen Hornstein-Ranking, der statistischen Zusammenfassung aller wichtigen Restaurantbewertungen, sind Harald Wohlfahrt („Schwarzwaldstube“ im Hotel Traube Tonbach Baiersbronn), Helmut Thieltges (Waldhotel Sonnora Dreis-Wittlich) und Joachim Wissler („Vendome“ im Grandhotel Schloss Bensberg bei Köln) die führenden Chefs. Die von Laurent-Perrier herausgegebene Listung weist die am besten bewerteten Restaurants in Deutschland, Österreich, der Schweiz und in Südtirol aus.

Hornstein Ranking 2011 - Top 7 Restaurants

Hornstein Ranking 2011 - Top 7 Restaurants

 

 

Hornstein Ranking 2011 - Top Hotels

Hornstein Ranking 2011 - Top Hotels

Das nach dem Sternekoch und Hotelier Wolf von Hornstein (1918-2008) benannte Ranking fasst die Bewertungen von Guide Michelin, Gault Millau, Schlemmer-/Schlummer-Atlas und weiteren Guides bzw. führenden Special-Interest-Zeitschriften zusammen.

Das Hornstein-Ranking 2011 kann unter www.hornsteinranking.de als PDF-Ausgabe aufgerufen werden.

Start für jobsterne.de: Neues Stellenportal mit über 45.000 Jobs

(Stuttgart, 18. Januar 2011) Innovatives Jobportal der „AHGZ“: Der Stuttgarter Matthaes Verlag startet mit Jobsterne  www.jobsterne.de – ein Portal mit moderner Suchmaschinentechnologie und den meisten Stellenausschreibungen aus Hotellerie und Gastronomie im deutschsprachigen Raum.

 

Mit aktuell über 45.000 Jobs wird auf Anhieb der bisherige Marktführer hotel-career.com überholt. Das Portal listet alle verfügbaren Stellen auf – auch Jobs, die nur auf Hotel-Websites ausgeschrieben werden.

Die Verbraucher geben wieder mehr Geld aus: Gastronomie vor Internorga optimistisch – Allerdings klagt die deutsche Branche über Personalmangel

Die größten Unternehmen / Systeme / Gruppen mit Umsatzzuwachs – Erwartungen für 2011 von großem Optimismus geprägt

Zum dritten Mal in Folge erwirtschafteten die 100 führenden Gastronomen Deutschlands mit 10,6 Mrd. Euro Erlöse im zweistelligen Milliardenbereich. Der Gesamtumsatz, der in 16.500 Betrieben erzielt wurde, stieg um 2,3 Prozent (2009: +1,1%). Zu diesem Ergebnis gelangt die Wirtschaftsfachzeitschrift food-service (Deutscher Fachverlag, Frankfurt am Main) in ihrer aktuellen und exklusiven Branchenerhebung für das Jahr 2010. Zum 29. Mal präsentierte der Fachtitel dieses Top-100-Branchenranking.

Mit Blick auf die Daten des Statistischen Bundesamtes, das für die gesamte Gastronomie in Deutschland ein nominales Minus von 0,4 Prozent (real minus 1,6 Prozent) meldet, wird deutlich, dass die Spitze der Profi-Gastronomen weiterhin deutlich besser aufgestellt ist als das Gros der Branche. Seit 2000 sind die Umsätze der Top-10-Betriebe um knapp 20 Prozent gestiegen.
2010 war charakterisiert durch steigende Konsumlaune und fallende Arbeitslosigkeit sowie eine anziehende Binnenkonjunktur. Die stärkste Entwicklung war die im dritten Quartal zu verzeichnen. Wetterbedingt waren Bahnhöfe der Standort-Gewinner schlechthin, während Lagen, die man ausschließlich mit dem Auto erreichen kann, zu den größten Frequenz-Verlierern zählten.

McDonald’s, seit knapp 30 Jahren an der Spitze des Rankings von food-service, präsentiert 3,7 Prozent Erlösplus (2009: +2,6 %) und insgesamt 1386 Betriebe. Die Mehrumsätze wurden mit 25 zusätzlichen Restaurants erzielt. Zwischenzeitlich ist die Zahl der McCafés als Shop-in-Shop-Lösung auf 700 angestiegen, damit ist Deutschland europaweit (1.193 McCafés) führend. Während McDonald’s wächst, gibt es ein geschätztes Minus von 2,0 Prozent bei Burger King. Das Filialnetz von Subway wurde massiv reduziert und damit sank auch der Umsatz um 13 Prozent auf 200 Mio. Euro (geschätzter Wert).
Vom wertmäßigen Wachstum der Top 100 entfällt der größte Teil wie im Vorjahr auf den langjährigen Marktführer McDonald’s (+108,0 Mio. Euro), es folgen Eliance und Vapiano. Insgesamt melden 71 Prozent der Unternehmen Zuwachsraten (Vorjahr 65%), 19 davon sogar eine zweistellige Steigerung. 22 mussten hingegen ein Umsatzminus hinnehmen (Vorjahr: 31%). 68 Prozent aller Befragten nennen ihre Ertragslage gut bzw. sehr gut. Im Vorjahr waren es lediglich 54 Prozent.

Keine Rangverschiebung gab es 2010 auf den vorderen sechs Plätzen. Die SSP Deutschland GmbH klettert auf Platz 7, die Metro Group rutscht zurück auf Rang 13. Stattdessen befindet sich jetzt Yum! (KFC und Pizza Hut) unter den Top 10.

Erstmals sind alle drei europäischen Milliarden-Konzerne in Sachen Unterwegs-Gastronomie unter den Top 100 zu finden, nämlich Autogrill (Italien), Elior (Frankreich) sowie SSP (UK). Die drei Travel-Spezialisten begreifen Deutschland als wichtigen Zukunftsmarkt.

Die Erwartungen an das Jahr 2011 sind geprägt von großem Optimismus (Befragungszeitpunkt: Januar). Anfang des Jahres rechneten 86 Prozent der Unternehmen (2009: 62 %) für das neue Geschäftsjahr mit besseren Umsätzen. 76 Prozent erwarten höhere Erträgen, 75 Prozent rechnen mit steigenden Gästezahlen und 71 Prozent mit weiter wachsenden Durchschnittsbons.
Die besten Perspektiven hat in den Augen der Macher dieser Branche Take away, gefolgt von Home Delivery und Imbiss bei Bäckern, Metzgern und in Supermärkten. Als größte Herausforderung gilt die Beschaffung von Mitarbeitern. Sie ist von Platz 8 in die absolute Top-Position aufgestiegen. In der Psyche der Verantwortlichen sind weitere Mitarbeiter, vor allem gute, das Nadelöhr für Expansion und Wachstum schlechthin.

Das Top 30 Ranking hier: http://www.dfv.de/news/gif/Top30_Ranking.pdf

Profi-Gastronomen ausgezeichnet: Konzepte mit Strahlkraft und unternehmerische Spitzenleistung

Hamburger Foodservice-Preis 2011 für:

  • MoschMosch, Frankfurt am Main
  • Roland Kuffler, München
  • Zuma/Roka, London

Zum 29. Mal verleiht die Wirtschaftsfachzeitschrift food-service am 18. März 2011 den Hamburger Foodservice Preis. Die renommierte Branchenauszeichnung wird erneut dreifach vergeben – an erfolgreiche Außer-Haus-Akteure und Gastronomie-Formeln höchst unterschiedlicher Couleur. Gemeinsam ist ihnen eine überragende, zukunftsweisende konzeptionelle und unternehmerische Leistung. Das diesjährige Sieger-Trio spannt den Bogen von Fast Casual über Fullservice bis zu Fine Dining, von Mono- bis zu Multi-Konzept-Strategien. Wieder zählt zu den Ausgezeichneten ein internationaler Preisträger – und wieder wird neben herausragenden Konzepterfolgen auch eine Unternehmerpersönlichkeit geehrt.

Die Gewinner des Hamburger Foodservice Preises 2011:

MoschMosch, Frankfurt am Main.
Die junge Formel gehorcht der Lifestyle-Maxime ‚frisch, schnell, schön’. Gestartet 2002 in Frankfurt und damit ein Vorreiter des Genres in Deutschland, behauptet sich die japanische Nudelbar bis heute als Frontrunner im nicht nur hierzulande rasch wachsenden Segment asiatisch inspirierter Fast-Casual-Konzepte mit zeitgeistigem Auftritt. Von aktuell zehn Betrieben stehen allein fünf im Großraum Frankfurt, die Umsatzbandbreite reicht von 0,7 bis 2 Mio. EUR. Die zunächst für Innenstadtlagen entworfene Formel bewährt sich inzwischen auch an Flughafen-Standorten. Die Gründer Tobias Jäkel und Matthias Schönberger haben Ramen, sprich japanische Nudelsuppen, ins Zentrum des Sortiments gestellt – und es geschafft, das hierzulande noch kaum bekannte Produkt ihrem Publikum nachhaltig schmackhaft zu machen: eine echte Pionierleistung.

Roland Kuffler, München.
Ein Überzeugungstäter mit Vorstellungskraft, Rechenvermögen und Ausdauer für nachhaltiges Wachstum: So charakterisiert die Jury den größten Gastronomie-Unternehmer der bayerischen Hauptstadt. Roland Kuffler kann als Prototyp des gesunden deutschen Mittelständlers gelten – hemdsärmelig, patriarchalisch, liebenswert und mit exzellentem Spürsinn für Geschäftschancen und Geschäftspartner. Seit den frühen 60ern ist der heute 73-Jährige gastronomisch aktiv – was eher beiläufig begann, wurde zur Berufung. Heute steht Kufflers operatives Imperium für nahezu 100 Mio. EUR Jahresumsatz, erzielt mit knapp 40 Betrieben in Bayern, Hessen und Sachsen. Hauptdomäne sind die Münchener XXL-Engagements wie Haxnbauer, Spatenhaus oder Seehaus, aber auch das Weinzelt auf der Wiesn: heimische Küche von bodenständig bis fein, der Fullservice-Philosophie verpflichtet. Langzeiterfolge durch die Bank: Roland Kuffler wusste stets unternehmerische Intuition mit ausgeprägtem Qualitätssinn zu verbinden – Anpacker wie er sind Herz und Rückgrat unserer Branche.

Zuma/Roka, London.
Erdacht und betrieben von einem Deutschen, verwurzelt in der japanischen Esskultur, finanziert durch einen indischen Investor, gestartet in London und von dort aus in die weite Welt geschickt: Das Konzept-duo Zuma und Roka von Rainer Becker steht nicht nur für sensationelle Umsatzerfolge und gelungene internationale Multiplikation im High-End-Bereich der Profi-Gastronomie. Es repräsentiert zugleich eine einzigartige multikulturelle Erfolgsgeschichte: exemplarische Signatur des Zeitgeists. Im Jahr 2002 eröffnet, ist das Londoner Zuma bis heute Flaggschiff der Gruppe mit sagenhaften 14,5 Mio. Pfund Umsatz auf 190 Plätzen. Vergangenes Jahr generierten Zuma und das 2004 lancierte Schwesterkonzept Roka an acht Standorten auf drei Kontinenten Umsätze von insgesamt mehr als 56 Mio. Pfund. Der internationale Preisträger illustriert die enormen Potenziale fernöstlicher Küche auf globalem Level. Und liefert den Beweis, dass die Kombination von kulinarischer Spitzenqualität mit ungezwungener Atmosphäre weltweit ihr Publikum findet. Die preiswürdige Botschaft: Multipliziertes Wachstum kann auch für Gastronomie auf Top-Niveau ein Weg in die Zukunft sein.

Die Preisverleihung findet am Vorabend der Internorga-Messe im Grand Elysee Hotel Hamburg vor mehr als 400 geladenen Branchen-Gästen statt.
Die ausgezeichneten Protagonisten dieses Jahres belegen beispielhaft die Innovationskraft der Profi-Gastronomie und ihre Schrittmacherfunktion für den gesamten Außer-Haus-Markt. Ganz generell geht es beim Hamburger Foodservice Preis um unternehmerischen Erfolg in einem von massivem Strukturwandel geprägten Wirtschaftszweig.

Im Fokus stehen Leistungen, die Maßstäbe setzen und zur nachhaltigen Branchen-Profilierung beitragen – national wie international. Die Fachjury nimmt die gesamte gastronomische Bandbreite von Fast Food bis Fine Dining in den Blick.

Stifter des Branchen-Awards ist der Deutsche Fachverlag, Frankfurt am Main, Herausgeber der Wirtschaftsfachzeitschriften food-service und FoodService Europe & Middle East sowie zahlreicher weiterer führender B2B-Publikationen. Seit 1983 bis heute wurden insgesamt 86 Unternehmen und Persönlichkeiten der professionellen Gastronomie mit dem Hamburger Foodservice Preis gewürdigt, darunter auch herausragende Individualkonzepte und zahlreiche internationale Preisträger. In der Hall of Fame versammelt: Namen wie McDonald’s oder Gerd Käfer, der Europa-Park Rust, Burger King, Pret A Manger, Vapiano, Restaurant Hiltl Zürich, die Gastronomie der Autostadt Wolfsburg, Wagamama sowie Marché International und Sansibar.