Monatsarchiv: Januar 2011

Dioxin in Lebensmitteln: 10 Fragen und Antworten

(Berlin, 13. Januar 2011) Täglich gelangen neue Details des Dioxinskandals ans Licht. Viele Verbraucher sind verunsichert. test.de gibt Antworten auf die drängendsten Fragen.

Wie gefährlich ist Dioxin?
Die Rede ist von 210 chemischen Verbindungen, die bei Verbrennungsprozessen entstehen. Sie ähneln sich im Aufbau, wirken aber unterschiedlich giftig. 75 Verbindungen zählen zur Gruppe der Dioxine, 135 zu den Dibenzofuranen. Umgangssprachlich werden alle als Dioxine bezeichnet. Dioxine sind besonders bedenklich, da sie sich im tierischen und menschlichen Organismus anreichern und sehr langlebig sind. Sie werden auch in tierischen Lebensmitteln wie Eiern nachgewiesen. Einige können das Krebsrisiko erhöhen, bei anderen wirkten sich hohe Dosen im Tierversuch negativ auf das Immun- und Nervensystem, den Hormonhaushalt und die Fortpflanzungsfähigkeit aus. Besonders Leber und Schilddrüse scheinen empfindlich auf Dioxine zu reagieren. Die weitaus giftigste Substanz ist das TCDD (2,3,7,8-Tetrachlor-Dibenzo–p-Dioxin).

Wie gelangt Dioxin in Lebensmittel?
Meist sind tierische Produkte betroffen, die einen hohen Fettgehalt haben. Denn Dioxin lagert sich gerade im Fettgewebe ein. Ein Großteil des Dioxins, das wir aufnehmen, stammt aus Milch- und Milchprodukten sowie aus fettem Fisch. Eier tragen im Vergleich eher wenig zur Gesamtbelastung mit Dioxin bei. Im aktuellen Fall wurden erhöhte Dioxingehalte in Eiern und in Fleisch von Legehennen und Schweinen nachgewiesen – verantwortlich waren verunreinigte Fette, die in Futtermitteln verarbeitet wurden. Legehennen nehmen Dioxine aber auch über den Boden auf. Dioxine sind in der Umwelt praktisch allgegenwärtig, wenn auch meist nur in geringen Mengen. Ursache hierfür ist der zu sorglose Umgang in früheren Jahrzehnten, beispielsweise aus industriellen Prozessen oder alten Müllverbrennungsanlagen. Sie sind sehr langlebig und bauen sich nur sehr langsam ab. Tiere akkumulieren das aufgenommene Gift im Körper. Es ist schlecht abbaubar, da Säugetieren die entsprechenden Enzyme dafür fehlen. Nach einiger Zeit findet sich das aufgenommene Dioxin dann auch im Eigelb oder im Fleisch wieder.

Wie bedenklich sind dioxinbelastete Eier?
Dem Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit zufolge überschreiten die meisten der bislang untersuchten Eier keine Höchstmengen. Zwar sind Dioxine besonders giftig. Doch die gefundenen Mengen sind winzig. Die Maßeinheit dafür heißt Picogramm. Zur Vorstellung: ein Picogramm entspricht einem billionstel Gramm. Im Durchschnitt nehmen wir am Tag 1 bis 2 Picogramm Dioxin pro Kilogramm Körpergewicht auf, damit liegen wir bereits recht nah an den noch vertretbaren Zufuhrmengen: Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit hält über das ganze Leben verteilt zwei Picogramm pro Tag und Kilogramm Körpergewicht für vertretbar. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) gibt eine Spanne von 1 bis 4 Picogramm an. Wer in den vergangenen Wochen viele Lebensmittel gegessen hat, die stark mit Dioxin belastet waren, hat womöglich kurzfristig den WHO-Wert erreicht oder überschritten. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) sieht darin allerdings keine Gefahr für die Gesundheit, da der Verzehrszeitraum begrenzt ist. Dennoch sollten weitere Belastungen möglichst vermieden werden. Denn auch beim Menschen lagert sich Dioxin im Fettgewebe des Körpers ein und wird kaum abgebaut.

Gilt das auch für Kinder?
Besonders vorsichtig sollten Kinder sein: Wegen ihres geringeren Körpergewichts erreichen sie die kritische Aufnahmemenge von Dioxin schneller als Erwachsene. Sie sollten nicht mehr als ein bis zwei Eier pro Woche essen.

Ich habe ein hoch belastetes Ei gegessen. Was nun?
Eine akute Gesundheitsgefahr durch Dioxin schließt das BfR aus. Über ein einzelnes Ei muss sich daher niemand Sorgen machen. Wichtig ist, wie viel der Körper im Laufe seines Lebens verkraften muss, einzelne stark belastete Lebensmittel spielen keine Rolle.

Ich habe längere Zeit belastete Eier gegessen. Was nun?
Hierfür hat das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) einen Extremfall für Eierliebhaber entworfen: Angenommen ein junger Erwachsener isst ein Jahr lang täglich zwei Eier mit jeweils 10 Picogramm Dioxin pro Gramm Fett. Das entspräche einer deutlich höheren Belastung als normalerweise. Dann würde sich die durchschnittliche Dioxinaufnahme am Tag von 2 auf 4 Picogramm pro Kilogramm Körpergewicht erhöhen. Das liegt noch im Rahmen dessen, was die WHO als tolerierbar ansieht. Nach einem Jahr hätte die Person etwa 13 Picogramm Dioxin pro Gramm Fettgewebe im Körper – ein Anstieg von 30 Prozent im Verlauf dieses Jahres. Das klingt erst einmal hoch. Die Toxikologen des BfR sehen jedoch auch hierin keine erwiesene Gefahr für die Gesundheit. Begründung: Vor 20 Jahren hätte ein junger Erwachsener noch den doppelten Gehalt an Dioxin im Fettgewebe. Durch Umweltschutzmaßnahmen sei die Belastung gesenkt worden. Erkrankungen durch Dioxin wie die Chlorakne seien nur bei extrem hohen Belastungen, wie sie durch Industrieunfäll geschehen, aufgetreten. Ein Flussfischer, der regelmäßig selbst gefangene Fische isst, müsse sich mehr Sorgen machen als ein Eier-Fan.

Kann ich Dioxin im Körper messen lassen?
Ja, man müsste dann in einem spezialisierten Labor auf eigene Kosten eine Blutanalyse machen lassen. Diese ist allerdings recht teuer, die Aussagekraft nur gering. Die meisten Menschen haben im Körper Mengen angesammelt, die als unbedenklich gelten. Es besteht nur dann Grund zur Sorge, wenn man längere Zeit sehr hohen Dioxinbelastungen ausgesetzt war, etwa in einem bestimmten Arbeitsumfeld.

Habe ich belastete Lebensmittel im Kühlschrank?
Riechen oder schmecken lässt sich Dioxin nicht. Überhaupt ist es so gut wie unmöglich herauszubekommen, ob die Eier betroffen sind. Zwar gibt es einen Erzeugercode auf jedem Ei, über den es sich sehr gut zurückverfolgen lässt. Der Code gibt Auskunft, aus welchem Land, welcher Region und welchem Legebetrieb das Ei kommt. Doch bis jetzt wurde kaum öffentlich gemacht, welche Legebetriebe tatsächlich mit Dioxin belastetes Futter verwendet haben oder zwischenzeitlich geschlossen wurden. Nur tröpfchenweise veröffentlichen die Bundesländer Eiercodes von Höfen, auf denen erhöhte Dioxinwerte gemessen wurden. Noch schwieriger ist es, belastetes Schweinefleisch zu erkennen. Hersteller müssen die Herkunft des Fleisches nirgendwo angeben. Niedersachsen konnte bisher nicht mitteilen, ob dioxinbelastetes Schweinefleisch in den Handel gelangt ist.

Hilft die Hotline des Verbraucherministeriums?
Unter der Telefonnummer 0228/9 95 29 40 00 können besorgte Verbraucher sich zum Thema Dioxin informieren. Wir haben die Hotline probeweise anonym angerufen. Unser Eindruck: Die Mitarbeiter reagieren schnell und sind gut informiert. Man kann ihnen per Telefon die Erzeugercodes der Eier nennen, zu denen man Auskünfte möchte. Kommen die Eier nicht aus Niedersachsen oder Nordrhein-Westfalen, wird Entwarnung gegeben. Bisher wurden nur in diesen beiden Bundesländern Legehennebetriebe ermittelt, in denen zu stark belastetes Futter an die Tiere verfüttert wurde. Die Hotline gibt also den aktuellen Stand durch. Zu beachten ist aber, dass derzeit in vielen Bundesländern noch Ermittlungen laufen. Neben Legehennenbetrieben werden Mastbetriebe für Schweine, Puten und Hähnchen untersucht. Es ist nicht auszuschließen, dass in den kommenden Tagen und Wochen auch noch vor Eiern aus anderen Bundesländern als Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen gewarnt werden wird.

Sind Bio-Eier eine Alternative?
Im aktuellen Dioxin-Skandal gab es Entwarnung für Bio-Eier, sie sind nicht betroffen. Das war in der Vergangenheit nicht immer so. Im Mai 2010 hatten die Behörden in mehreren Bundesländern mit Dioxin belastete Bio-Eier entdeckt. Dutzende Legehennenbetriebe mussten schließen. Als Ursache galt damals mit Dioxin belasteter Mais aus der Ukraine. Das Futtermittel war zwar biozertifiziert, aber dennoch belastet.

Hotelsicherheit: Bauämter fordern Brandschutzbeauftragte in Hotels

(Wiesbaden/Düsseldorf, 12. Januar 2011) Neue Aufgaben für das Hotelmanagement: In Hessen und Nordrhein-Westfalen wird nun von allen Hotels die Benennung eines speziell ausgebildeten Brandschutzbeauftragten gefordert. Bislang war dies nur von großen Konferenzhotels verlangt worden. Darauf weist der aus dem TV bekannte Hotelsicherheitsexperte Ulrich Jander in der Onlineausgabe von “Top hotel” hin. „In den neuen Bauvorschriften in NRW und Hessen ist nun vorgeschrieben, dass spätestens bei der Brandverhütungsschau ein entsprechender Brandschutzexperte des Hotelbetreibers vorgestellt werden muss“, so Jander.

Hotelsicherheitsexperte Ulrich Jander: Hotels müssen nun einen Brandschutzbeauftragten benennen

Hotelsicherheitsexperte Ulrich Jander: Hotels müssen nun einen Brandschutzbeauftragten benennen

Grund für die Vorschrift sind die zahlreichen Brände, die in jüngster Zeit in Hotels aufgetreten waren. Selbst nur dichte Rauchentwicklung kann in Beherbergungsbetrieben zu zahlreichen Verletzte und erheblichen Schäden führen. „Offenbar sah sich der Gesetzgeber gezwungen, bei der sogenannten Sonderbauverordnung auch den Brandschutzbeauftragten mit einzufordern. Viele Hoteliers verdrängen diese Forderungen -  nur: Die Rechtsprechung und auch die Versicherungen nehmen die verantwortlichen Personen immer mehr in Regress“, sagt Jander.

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Umfrage von hrs.de – Pay-TV oder Minibar: Was Hotelgäste gerne kostenfrei nutzen würden

(Köln, 11. Januar 2011) Ein kühles Getränk aus der Minibar oder spannende Spielfilme im Pay-TV – viele Hotelgäste verzichten auf diese kostenpflichtigen Zusatzleistungen. Was wäre, wenn sich Hotelgäste aussuchen könnten, ob sie sich lieber kostenfrei aus der Minibar bedienen oder ohne Gebühr das komplette Fernsehangebot nutzen wollen? Der Kölner Buchungsdienstleister hrs.de befragte mit dem Marktforschungsinstitut eResult 600 Internetnutzer. Das Ergebnis: Kostenfreie Getränke aus der Minibar wären den meisten Gästen genehm.

Knapper Sieg für die Minibar: 56,3 Prozent der Befragten würden lieber ohne Zusatzkosten Getränke aus der Minibar konsumieren. Demgegenüber stimmten 43,7 Prozent für kostenfreies Pay-TV auf dem Hotelzimmer. Männer und Frauen zeigen dabei interessante Unterschiede bei ihren Vorlieben: Fast zwei Drittel (61,9 Prozent) der Damen würden sich lieber einen kostenlosen Piccolo oder einen Softdrink aus der Hotel-Minibar gönnen und für „Erwachsenenfilme“ oder Sportübertragungen extra zahlen. Bei den Männern gibt es keinen eindeutigen Gewinner: Gut 51 Prozent stimmen für kostenfreie Getränke, knapp 49 Prozent für Pay-TV.

Betrachtet man den Reisegrund, so zeigt die Untersuchung ebenfalls Spannendes: Knapp 70 Prozent und damit die große Mehrheit der Geschäftsreisenden würde sich nach einem anstrengenden Termin lieber bei Gratis-Drinks auf dem Hotelzimmer erholen als mit Bezahlfernsehen. Für etwa jeden dritten Business-Traveller hingegen ist das erweiterte Fernsehangebot reizvoller. Unter den Privatreisenden sind die Präferenzen bei Weitem ausgeglichener. Knapp 55 Prozent stimmten für die Minibar und rund 45 Prozent für Pay-TV.

Welcome Hotels: Werbung für neue Kundenkarte mit Heinz Horrmann

(Warstein, 10. Januar 2011) So entstehen echte Freundschaften: Die Welcome-Chefs Carsten Kritz und Mario Pick setzen abermals auf Heinz Horrmann als Werbeträger. Der international renommierte Hotelpublizist tritt als Protagonist der neuen Kundenkarte auf. Offenbar soll dessen ständige TV-Präsenz („Vox Kocharena“) die „Travel Card“ unter die Leute bringen. Für jeden Euro Umsatz gibt es 10 „Welcome Punkte“, die wiederum für Restaurantgutscheine, besondere Events oder komfortable Merchandising-präsente eingetauscht werden können.

Heinz Horrmann ist Werbeträger für die neuen Kundenkarte von Welcome Hotels

Heinz Horrmann ist Werbeträger für die neuen Kundenkarte von Welcome Hotels

„Wir haben viele Stammgäste, die von der Einführung der Travel Card profitieren können. Attraktive Prämien sollen zusätzlich Anreiz für neue Gäste sein in einem unserer Häuser zu verweilen“, so Carsten Kritz. Für absolute Welcome-Hotel-Fans gibt es den VIP-Status inklusive Upgrade bei Zimmerkategorien. Doch hierfür muss man mindestens 3.000 Euro bei Welcome ausgegeben haben.

Heinz Horrmann ist seit kurzem als Testimonial für Welcome Hotels verpflichtet. Er soll u.a. die Neueröffnung eines Hauses in Darmstadt begleiten. Horrmann hat jüngst sein 35. Buch veröffentlicht und wird dafür wiederholt mit dem „Five Star Diamond Award“ der American Academy of Hospitality Sciences ausgezeichnet; was einmalig ist. Der gebürtige Rheinländer und Wahl-Berliner steht regelmäßig für die „Kocharena“ bei Vox vor der Kamera.

hotel.de: 2010 sehr erfolgreich : +12,4% mehr Buchungen

(Nürnberg, 10. Januar 2011) Keine Krise bei Zimmerreservierungen: Das vergangene Geschäftsjahr entwickelte sich beim börsennotierten Buchungsportal hotel.de, Nürnberg, bestens. Der Umsatz stieg um 12,4 Prozent auf 392,08 Millionen Euro und übertrifft damit sogar den bisherigen Rekordwert von 2008. Da hrs.de und Booking.com keine aktuellen Geschäftszahlen veröffentlichen, sind die Umsatzwerte von hotel.de ein wichtiger Gradmesser für die Konjunktur bei den immer wichtigeren Onlinebuchungen in der Hotellerie.

„Das Wachstum des Buchungsvolumens ist ein Resultat unserer intensiven Investitionen in die Neukundengewinnung und die Internationalisierung unseres Geschäftsmodells. Außerdem steigt die Nachfrage nach kostengünstigen Online-Buchungssystemen. Davon profitieren wir als einer der führenden Anbieter im Markt“, erklärte Vorstandschef Heinz Raufer

Die Anzahl der getätigten Buchungen überstieg im Gesamtjahr 2010 zudem mit 2.013.818 erstmalig die Zwei-Millionen-Marke (Vorjahr: 1.821.253). Auf das vierte Quartal entfielen 498.357 Buchungen, was einer Verbesserung gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 14,3 Prozent entspricht (Q4 2009: 436.012). Auch das durchschnittliche Reservierungsvolumen pro Buchung stieg weiter, was im Wesentlichen auf die im Vergleich zum Vorjahr höhere durchschnittliche Übernachtungsdauer pro Buchung zurückzuführen ist.

Im vierten Quartal steigen die Buchungen um 19,3 Prozent auf 95,62 Millionen Euro (Q4 2009: 80,17 Mio. Euro). Das ausländische Buchungsvolumen erhöhte sich um 18,0 Prozent von 33,76 auf 39,84 Millionen Euro und entspricht damit einem Anteil am gesamten Buchungsvolumen von rund 41,6 Prozent. Vor allem das Buchungsvolumen in Frankreich (gemessen am Hotelstandort) legte wie bereits in den Vorquartalen mit 27,5 Prozent deutlich zu. Das Inlandsgeschäft verbesserte sich um 20,2 Prozent von 46,41 auf 55,78 Millionen Euro.

Deutsche Restaurants heißen am liebsten „Ratskeller“

Namensbestandteile in der Gastronomie – Fernost-Gastro heißen meist „Asia“ – Der Grieche nebenan nennt sich „Akropolis“ – Pizza- und Pasta-Küchen setzen auf „Roma“

(Hamburg, 10. Januar 2011) Gute Küchen sollten Emotionen freisetzen, nach der großen weiten Welt klingen, einen besonderen Namen tragen. Weit gefehlt! Bei der Wahl der Namen setzen die Gastronomen in Deutschland auf althergebrachte und eher behäbige Bezeichnungen. Wegweisende oder markenähnliche Eigennamen wie das gebieterisch klingende „Planea“ sind der Gourmetklasse vorbehalten. Die gutbürgerliche Speisegaststätte deutschen Typus heißt „Ratskeller“, „Linde“ oder „Krone“. Dies ist Ergebnis einer Namensstudie des auf den Außer-Haus-Markt spezialisierten Marktforschungsinstitutes The Business Target Group unter allen 56.328 Restaurants hierzulande.

Top 10 der Restaurant-Namen in Deutschland

„Wie auch bei Hotels und Gasthöfen dominieren klassische Bezeichnungen und Namensbestandteile die A-la-carte-Gastronomie“, sagt Thilo Lambracht, Geschäftsführer der The Business Target Group. Bei der Auswertung gab es auffallend viele Namensähnlichkeiten mit kleineren Beherbergungsbetrieben. „Viele Gasthöfe definieren sich sehr stark über ihr regional verwurzeltes F&B-Angebot – im Gegensatz zu größeren Hotels, die immer Schwierigkeiten haben, ihre höchst unterschiedlich benannten Hotelrestaurants bekannt zu machen“, erläutert Lambracht.

Bei den beliebtesten ausländischen Küchenrichtungen – italienisch und griechisch – überwiegt das touristische Interesse. Das typische „Ristoranta Italia“ ziert sich mit dem Namen der jahrtausendealten Hauptstadt („Roma“) oder dem romantisch klingenden Namen einer südlichen Hafenmetropole („Napoli“). „Witzig ist der häufige Gebrauch von Pinocchio“, so Lambracht. „Der Name der langnasigen Holzpuppe soll wohl bei Erwachsenen Kindheitserinnerungen wecken und sich beim mitbestimmenden Nachwuchs als Favorit hervortun.“

Bei den Gaumenfreuden Hellas` dominieren die Namen von bedeutenden Sehenswürdigkeiten, Städten und Regionen. „Die typische Taverne Akropolis soll den Traum von Sonne, Strand, Meer, Klassik und Kultur verkörpern – bei einem schmackhaften Moussaka und einem Glas würzigem Retsina-Wein“, so Lambracht. In der ostasiatischen Küche überwiegen chinesische Namen – ganz wie in der geopolitischen Realität. „Das durchschnittliche, meist auf „Quick Food“ ausgerichtete Asia-Restaurant heißt meist Peking“, berichtet Lambracht.

Top 10 der Restaurantnamen in Deutschland

Deutsche Küche
1.    Ratskeller
2.    Linde
3.    Krone
4.    Post
5.    Krug
6.    Brauhaus
7.    Adler
8.    Mühle
9.    Dorfkrug
10.    Weinstube

Italienische Küche
1.    Roma
2.    Napoli
3.    Toscana
4.    Pinocchio
5.    Marco
6.    Mamma
7.    Capri
8.    Franco
9.    Venezia
10.    Piccola

Griechische Küche
1.    Akropolis
2.    Athen
3.    Poseidon
4.    Delphi
5.    Olympia
6.    Mykonos
7.    Rhodos
8.    Hellas
9.    Dionysos
10.    Korfu

Asiatische Küchenrichtungen
1.    Asia
2.    Peking
3.    Thai
4.    Garden
5.    Lotus
6.    Mandarin
7.    Shanghai
8.    Jade
9.    Hongkong
10.    China-Town

The Business Target Group GmbH ist ein Spezialist für Marktforschung, Adressenrecherche und –bereitstellung, Datenbankmanagement, Business Intelligence sowie Telemarketing. Das Unternehmen verfügt über langjährige Erfahrung im Gastgewerbe (Commercial Foodservice) und der Gemeinschaftsverpflegung (Non Commercial/Social Foodservice). Zu den Kunden zählen nahezu alle namhaften Hersteller und Lieferanten aus F&B und Ausrüstung/Ausstattung.

Schleswig-Holstein Gourmet Festival: 24 Jahre erlesene Gastlichkeit – „Tour de Gourmet Jeunesse“ als Highlight

(Hamburg, 09. Januar 2011) Bereits zum 24. Mal findet derzeit das Schleswig-Holstein Gourmet Festival statt. 15 Mitglieder der Kooperation „Gastliches Wikingerland“ und 18 Sterneköche zeigen noch bis 6. März ihr bestes Können. Highlight seit nunmehr vier Jahren ist die „Tour de Gourmet Jeunesse“, die dem „Gourmet-Nachwuchs“ von 18 bis 35 Jahren vorbehalten ist. Heute, am 09. Januar, lässt die der Tross der jungen Feinschmecker mit A8-Promi-Limousinen über Lübeck, Plön nach Timmendorfer Strand chauffieren. Exklusiv dabei ist HOTELIER TV und wird mit besonderen Ein- und Aussichten davon berichten.

Tour de Gourmet Jeunesse: Feinschmecker-Nachwuchs in A8-Limos beim Restaurant-Hopping

Tour de Gourmet Jeunesse: Feinschmecker-Nachwuchs in A8-Limos beim Restaurant-Hopping

Die „Tour de Gourmet Jeunesse“ ist beliebt und schnell ausgebucht. Mit dem amüsanten Restaurant-Hopping für junge Genießer hat die Kooperation Gastliches Wikingland ins Schwarze getroffen. Maximal 40 Gäste zwischen 18 und 35 Jahren können an der kommunikativen Sinnestour mit Erlebnis-Charakter teilnehmen.

Der Auftakt mittags mit Lanson-Champagner im historisch-maritimen Ambiente der Schiffergesellschaft Lübeck. Im Herzen der UNESCO-Weltkulturerbe Stadt bereitet Küchenchef Holger Grätz den ersten Gang zu. Mit dem Audi VIP-Shuttle geht es danach an herrlicher Seenlandschaft vorbei zum Hotel & Restaurant Stolz in Plön. Hausherr Robert Stolz zeichnet für den Fischgang mit regionalen Beilagen verantwortlich.

Eine Augenweide, wenn die Audi A8 und Q7 durch die Schneelandschaft an die Ostsee zum Timmendorfer Strand fahren. Ein Feuerwerk an Aromen erwartet die Gäste beim Hauptgang und Dessert – strahlt doch schon lange ein Michelin-Stern über der Orangerie. Maître Lutz Niemann und Sommelier Ralf Brönner sind Meister des Verwöhnens – vinologisch wie kulinarisch.

Vox: Start für Doku-Soap „Unser erstes Restaurant“

(Köln, 07. Januar 2011) „Einen Plan B gibt es nicht!“ – Michael & Suzi aus Bonn, Tom & Nicole aus Lohmar, Björn aus Hammoor, Thomas aus Koblenz, Familie Gridelli aus München, Thomas & Simona aus Kaufbeuren und Familie Stehr aus Beverstedt haben einen gemeinsamen Traum: Sie wollen ein eigenes Restaurant eröffnen. Damit ihnen der lang ersehnte Sprung in die Selbstständigkeit gelingt, haben sie ihre Jobs gekündigt, ihr Erspartes zusammengekratzt und all ihr Geld und ihre Arbeitskraft in die Renovierung ihres Gastronomiebetriebs gesteckt. Trotzdem zeigt sich überall das gleiche Bild: Zeit und Geld sind knapp und die Nerven liegen blank. Selbst kurz vor der Eröffnung! Wie die Existenzgründer mit den Schwierigkeiten umgehen und ob am Ende tatsächlich alle ihr Restaurant eröffnen, zeigt der Kölner Privatkanal Vox (RTL-Gruppe) ab dem 11. Januar immer dienstags um 22:15 Uhr in der zwölfteiligen Doku-Soap „Unser erstes Restaurant“.

Björn Stieper (28) und Julia Lorenzen (26) - Foto: Vox/Boris Waserka

Björn Stieper (28) und Julia Lorenzen (26) - Foto: Vox/Boris Waserka

Die siebenköpfige Familie Stehr aus Beverstedt möchte in drei Monaten die Wiedereröffnung des 350 Jahre alten Landgasthofs im Ort feiern. Doch die Familienoberhäupter Ingrid (55) und Kurt (51) haben ihr neues Projekt unterschätzt. Der Gasthof ist eine absolute Bruchbude: Die Böden sind morsch, die Wände verschimmelt und die Heizungsrohre geplatzt. „Das ist nicht mehr Renovierung, das ist Sanierung“, schimpft Sohn Benni (28), der zusammen mit seiner Frau Petra (32) und den drei Kindern in den Landgasthof gezogen ist, um sich um die Renovierungsarbeiten zu kümmern. Doch dann gehen der Familie auch noch die Ersparnisse aus. Um die Bauarbeiten abschließen zu können, brauchen die Stehrs mindestens 50.000 Euro. Die soll ihnen die Bank geben. „Wir müssen den Kredit kriegen. Wenn wir den nicht kriegen, steht das ganze Gebäude hier kurz vor dem Kippen“, erklärt Benni den Ernst der Lage.

Tom, Nicole - Foto: Vox/Birga Sonst/LL

Tom, Nicole - Foto: Vox/Birga Sonst/LL

Nicole (39) und Tom (47) aus Lohmar wollen aus einem Kellerloch das moderne Szenerestaurant „Kellergold“ machen. Nicole übernimmt die handwerklichen Aufgaben, Tom entscheidet und koordiniert. „Wer die Musik zahlt, bestimmt was sie spielt“, erklärt er. Trotz der klaren Aufgabenteilung kleben sechs Wochen vor der Eröffnung aber weder die Tapeten an den Wänden, noch ist die Theke bestellt. Als dann auch noch kurzfristig der Koch abspringt, liegen die Nerven des Paars blank. Woher sollen sie so kurzfristig einen guten Ersatz bekommen? Tom ist verzweifelt: „Das ist so ein bisschen wie die ganz kleine Nadel im ganz großen Heuhaufen suchen.“

Michael, Susan - Foto: Vox/Boris Waszerka/LL

Michael, Susan - Foto: Vox/Boris Waszerka/LL

Auch dem 23-jährigen Michael aus Bonn läuft die Zeit davon. In zwei Wochen möchte er die „BarbaraBar“ eröffnen. Doch noch steckt er mitten in den Renovierungsarbeiten. Und um professionelle Handwerker zu beschäftigen, fehlt ihm das Geld. Schwester Suzi (31) sorgt sich um ihren Bruder: „Man denkt halt: Der ist noch so jung. Was, wenn das nicht funktioniert?“ Doch Michael ist fest entschlossen, seinen Traum wahrzumachen – pünktlich: „Einen Plan B gibt es nicht. Menschen wie ich setzen alles auf eine Karte. Das muss jetzt hier laufen – und gut ist.“

Hyatt Regency Düsseldorf / Feuring Hotel Consulting: Hotelentwickler Matthias Lowin: Design im Hotel darf keinem kurzfristigen Trend folgen

(Düsselsorf/Mainz, 06. Januar 2011) Mit dem Hyatt Regency im Medienhafen Düsseldorf (303 Zimmer) wurde im Dezember ein weithin beachtetes Hotelprojekt eröffnet. Hotelentwickler Matthias Lowin von der Mainzer Feuring Group erläutert das spannende Projekt im Interview mit dieser Fach-Illustrierten. Das Hyatt Regency Düsseldorf befindet sich in einem von zwei neu gebauten, 19-stöckigen Türmen an prominenter Stelle auf der Spitze einer Landzunge im Medienhafen der Rheinmetropole. Für Hyatt ist es das fünfte Hotel in Deutschland sowie nach Köln und Mainz das dritte unter der Marke Hyatt Regency. Die offizielle Eröffnung des von Monique Dekker geführten Hauses erfolgte am 03. Januar. 170 Mitarbeiter finden hier Beschäftigung. Ein erster „Test“ erfolgte bereits kurz vor Weihnachten mit einer Firmenfeier, an der 600 Gäste teilnahmen. Zum Jahreswechsel folgten Konzerte von Justus Frantz und der „Philharmonie der Nationen“.

Hyatt Regency Düsseldorf nun eröffnet – Zeitlose Eleganz im rheinischen Kapitalismus

Hyatt Regency Düsseldorf nun eröffnet – Zeitlose Eleganz im rheinischen Kapitalismus

Mit dem Hyatt Regency Düsseldorf haben Sie ein Tophotel des modernen Typs entwickelt. Was ist denn hier das Besondere?
Matthias Lowin: „Das Besondere ist der hohe Anspruch, der an das Konzept gestellt wurde: Es galt im bereits hart umkämpften Düsseldorfer Hotelmarkt ein wettbewerbsfähiges Produkt zu schaffen, welches Gäste, Hotelbetreiber und Eigentümer langfristig erfreut und noch dazu die technischen Möglichkeiten zur Optimierung verschiedener Verbrauchsmedien, wie beispielsweise den Wasserverbrauch des Hotels in einem neuen Umfang nutzt. Die spektakuläre Architektur und Tatsache, dass man hier im Rheinwasser bauen würde, waren darüber hinaus zwei der größten Herausforderungen, die das gesamte Projektteam aus Architekten, Projektsteuerern, Fachplanern und den Planungsspezialisten des Hotelbetreibers bewältigen mussten. Herausgekommen ist ein außergewöhnliches Hotelprodukt, welches nicht nur stilistisch wegweisend ist und in Sachen Funktionalität, Effizienz & Nachhaltigkeit seinesgleichen sucht, sondern auch in allen operativen ‚Disziplinen’ eines Hotelbetriebs neue Standards setzen wird in Düsseldorf.“

Ein Hotel wie dieses braucht ein gerüttelt Maß an Design. Aber: Von einem ‘Designhotel’ zu sprechen, wäre vermessen. Wieviel Design braucht es denn?
„Wieviel ‚Design’ ein Hotel braucht hängt sicherlich auch von der Standortbeschaffenheit ab. Im Düsseldorfer Medienhafen ist Design tief in der Standortphilosophie verankert. Es gibt in Deutschland nur wenige Orte, die als eigenes Stadtquartier von so hoher ästhetischer Qualität sind, insbesondere was die Architektur angeht. Somit brauchte das Hotel neben dem hohen Anspruch an die Außenarchitektur in Punkto ästhetischer Ausgestaltung im Inneren in jedem Fall mehr Aufmerksamkeit als viele andere Standorte. Wichtig war jedoch hier, dass das Design im Hotel keinem kurzfristigen Trend folgt, was leider bei vielen ‚Designhotels’ der Fall ist, sondern eine zeitlose Eleganz geschaffen wird, die sowohl Freizeit- als auch Geschäftsreisende gleichermaßen anspricht. Im Übrigen hatten wir das Glück mit Hyatt einen herausragenden Partner gefunden zu haben, der in dieser Frage ebenfalls einen hohen Anspruch hat.“

Hotelentwickler Matthias Lowin: Wichtig war jedoch hier, dass das Design im Hotel keinem kurzfristigen Trend folgt, was leider bei vielen ‚Designhotels’ der Fall ist

Hotelentwickler Matthias Lowin: Wichtig war jedoch hier, dass das Design im Hotel keinem kurzfristigen Trend folgt, was leider bei vielen ‚Designhotels’ der Fall ist

Der Standort im Medienhafen gilt zwar als trendy, ist aber nicht ganz zentral. War das hier ein Kompromiss?
„Der Düsseldorfer Medienhafen ist zwar nicht zentral, wenn man als ‚zentral’ die Kö und die Altstadt bezeichnet, aber ist noch lange keine Randlage. Der Medienhafen hat sich in den letzten Jahren als eigenständige Destination inmitten der Stadt entwickelt, die mit eigenen kommerziellen Angeboten und vielen kulinarischen Highlights eine echte Alternative zum Stadtzentrum darstellt. Natürlich ist das Hotel auch auf die Übernachtungsnachfrage aus dem Stadtzentrum angewiesen; durch die gute und schnelle Anbindung sehen wir hier jedoch auch kein Problem. Und wenn man erst einmal aus einem der obersten Stockwerke auf die Stadt geschaut hat oder im Sommer in dem Dach-Pavillion ‚Pebbles’ mit Blick auf das Wasser die Sonne genießen konnte, möchte man mit Sicherheit nur noch im Hyatt übernachten.“

Der Hotelmarkt Düsseldorf stand zuletzt unter Druck. Und Raten-treibende Topevents wie der “European Song Contest” sind nun mal selten. Was macht Sie denn optimistisch, dass es hier schon gut laufen wird?
„Der Hotelmarkt in Düsseldorf steht in einem zwei- bis dreijährigem Turnus wegen der Messeintervalle unter Druck, und wird gleichzeitig alle zwei bis drei Jahre als ein Standort gepriesen, der extrem hohe Zuwachsraten im durchschnittlichen Revpar realisieren konnte. Das Auf und Ab wird folglich durch die Messezyklen bestimmt. Genau genommen ist das also keine wirklich neue Erkenntnis, spannend ist jedoch, dass im engeren Wettbewerbsumfeld ausgezeichnete Preise und Belegungen erzielt werden, so dass wir das gelassen sehen. Bei der Entscheidung für einen Hotelneubau ist im Übrigen weniger die kurzfristige Entwicklung von Hotelraten ausschlaggebend, sondern vielmehr die langfristige Entwicklung der Übernachtungszahlen. Die sind in Düsseldorf absolut positiv. Alles Weitere wird der Markt entscheiden. Das Hyatt Regency in Düsseldorf ist ein so aufregendes und spektakuläres Hotelprodukt, dass es sich ausgezeichnet im Düsseldorfer Markt positionieren wird.“

Welches Hotelprojekt packen Sie als nächstes an?
„Bei uns geht es derzeit tatsächlich recht turbulent zu, denn wir haben aktuell drei Hotelprojekte in Deutschland und der Schweiz in der Entwicklung. Zwei weitere Projekte gehen Anfang und Mitte 2011 in die Entwicklung. Zudem verzeichnen wir derzeit – neben der Projektentwicklungsberatung – auch im klassischen Hotelberatungsbereich, d.h. bei der Erstellung von Machbarkeitsstudien und Bewertungen oder auch Asset Management eine stärkere Nachfrage. Gerade wurden wir für das operative Hotel Asset Management für zwei weitere Hotels, die in 2011 eröffnen, beauftragt.“

Hotelmarkt Köln: Klage wird vor dem Verwaltungsgericht wohl erst im Juni verhandelt

(Köln, 05. Januar 2011) Warten, warten, warten: Die Klage des Kölner Hoteliers Wolf Hönigs (Lint Hotel in der Altstadt) gegen die kommunale Bettensteuer wird voraussichtlich erst im Juni vor dem Verwaltungsgericht er Domstadt verhandelt. Dies berichten Kölner Rundfunksender. Die Klage werde zwar bevorzugt behandelt, aber schneller ging es wohl nicht. Den Berichten zufolge liegt eine Stellungnahme der Stadt bereits vor.

Von der Klage mit Mustercharakter wird ein bundesweites Signal ausgehen, meinen Juristen. Bislang ist nur in München der kommunalpolitische Vorstoß für eine Matratzenmaut gescheitert. Bundesweit planen immer mehr Städte und Gemeinden die neue Zwangsabgabe.

Internorga Hamburg – Kaffee verantwortungsvoll genießen: Qualität und Nachhaltigkeit als Mega-Trends

(Hamburg, 04. Januar 2011) Er ist und bleibt Spitze. Durchschnittlich 150 Liter Kaffee tranken die Bundesbürger pro Person im Jahr 2009. Damit ist Kaffee weiterhin das am meisten konsumierte Getränk in Deutschland und er legt noch zu. So hat sich der Konsum seit dem Jahr 2005 um durchschnittlich sechs Liter pro Kopf gesteigert. Auch im Außer-Haus-Markt ist Kaffee eines der dynamischsten Segmente. Holger Preibisch, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Kaffeeverbandes mit Sitz in Hamburg. „Dabei stehen Espresso basierte Getränke wie Latte Macchiato, Cappuccino und Cafe Latte besonders hoch im Kurs.“ Die Trends rund um die schwarze Bohne und die Neuheiten der Röster und Technikhersteller zeigt die Hamburger Außer-Haus-Fachmesse Internorga (18. bis 23. März).

Internorga Hamburg: Kaffee wieder einmal im Fokus (Foto: Romanus Fuhrmann/Hamburg Messe)

Internorga Hamburg: Kaffee wieder einmal im Fokus (Foto: Romanus Fuhrmann/Hamburg Messe)

Nach den aktuellen Trends befragt, äußern sich führende Unternehmen, die alle auf der Internorga ausstellen, unisono: „Qualität“ und „Nachhaltigkeit“ sind die Mega-Themen. Katja Radünz, Marketing Management, Franke bremer: „Der Gast hat ein hohes Qualitätsbewusstsein für Kaffeespezialitäten entwickelt. Damit wächst auch der Anspruch des Außer-Haus-Marktes an die Rohstoffe und technischen Produkte.“ Guido Civati, Geschäftsführer und Marketing Director Luigi Lavazza Deutschland: „Gastronomen und Konsumenten legen bei der Auswahl ihres Kaffees Wert auf durchgehend hohe Qualität. Außerdem steigt die Nachfrage nach Bio- und nachhaltig produzierten Produkten seit Jahren stetig, da Verbraucher zunehmend auf die Herkunft ihrer Produkte achten.“

Das bestätigt auch Frank Hilgenberg, Marketingleiter J.J.Darboven: „Vielen Verbrauchern ist die Verbindung von Genuss und nachhaltigem Handeln zunehmend wichtiger, denn das Bewusstsein der Konsumenten für einen verantwortungsvollen Umgang mit ihrer Umwelt ist deutlich gewachsen.“ Udo Leunissen, Geschäftsführer Sara Lee Deutschland: „Der Trend zu nachhaltig produziertem Kaffee ist ungebrochen. Die Nachfrage steigt sowohl bei unseren Gastronomie-Kunden als auch bei den Endverbrauchern.“ Für Hendrik Schütze, Leiter Werbung und PR Melitta SystemService, liegt darin eine Chance für Gastronomen: „Angebote von nachhaltigen Produkten werden in der Gastronomie immer mehr zu einem Profilierungspunkt und zum Qualitätsmerkmal. Hier wächst die Gastronomie in eine Vorreiterrolle.“

Wenn es um die Getränkespezialitäten geht, ist Vielfalt von entscheidender Bedeutung. Frank Hilgenberg von J.J.Darboven: „Die Kunden wünschen eine große Auswahl und mehr Abwechslung: Wir beobachten einen Trend hin zu speziellen Röstungen und Kaffee-Kompositionen.“ Katja Radünz von Franke bremer: „Innovative Getränke sind gefragt: Milchschaum mit Flavour, ob heiß oder kalt, Schoko mit Frischmilch oder Irish Coffee.“ Ähnlich äußert sich Guido Civati von Luigi Lavazza: „Angesagt sind Kaffeegetränke mit Milch. Zudem wird Kaffee gern mit Aromen oder Sirupen getrunken. Im Sommer ist die Nachfrage nach kühlen Kreationen wie Shakes und Frappés hoch.“ Hendrik Schütze von Melitta SystemService: „Ein Wachstumstreiber bei den Heißgetränken ist Schoko in verschiedenen Sorten von weiß bis dunkel, pur oder in Verbindung mit Kaffee als besondere Spezialität.“

Im Technik-Bereich steht nach Ansicht von Udo Leunissen von Sara Lee die Funktionalität im Fokus: „Selbsterklärende, leistungsfähige Kaffeevollautomaten mit automatischen Reinigungsprogrammen werden immer beliebter – besonders dann, wenn in kurzer Zeit eine große Menge Kaffee benötigt wird, wie beim Frühstück oder im Tagungsbereich. Kaffeevollautomaten, die automatisch Milchschaum zubereiten, der mit separat aufgeschäumter Milch vergleichbar ist, liegen voll im Trend.“

Auch für Hendrik Schütze von Melitta SystemService spielt die „einfache, intuitive Bedienung“ eine zentrale Rolle: „Vielfalt der Kaffeeprodukte bei geringem Platzbedarf, Schnelligkeit und einfache automatische Reinigung sind weitere immer wichtigere Nachfrage-Kriterien, genauso wie Beratung und Service vor Ort für den reibungslosen, sicheren Betrieb über die gesamte Nutzungsdauer.“ Nach Ansicht von Melanie Nolte, Leitung Marketing Kaffeemaschinen WMF wird von den Technik-Herstellern ein immer höheres Qualitätsniveau verlangt: „Der Kunde setzt verstärkt auf Qualität und Kompetenz und fordert eine Rundum-Betreuung auch beim Service und Kundendienst. Im Bereich der Getränkevielfalt ist die komplette Produktpalette gefragt – immer in Top-Qualität und bei einfacher Bedienbarkeit der Kaffeemaschine.“

Mit welchen neuen Produkten und innovativen Konzepten die Unternehmen auf die Trends reagieren, zeigen sie auf der Internorga. Frank Hilgenberg, Darboven: „Wir stellen unser neues Modulsystem für die Gastronomie vor. Das Servicesystem umfasst individuell zusammenstellbare Heißgetränke-Module die sich auf die unterschiedlichen Bedürfnisse der Gastronomen zuschneiden lassen.“ Katja Radünz, Franke bremer: „Dem Trend folgend zeigen wir auf, wie Getränkevielfalt durch Technik funktioniert.“ Udo Leunissen, Sara Lee: „wir präsentieren die Weiterentwicklung unseres Cafitesse Konzeptes, einen neuen Blend und eine neue Kaffeemaschine als Komplett-Konzept.“ Auch WMF und Melitta SystemService werden auf der Fachmesse neue Produkten und Konzepten vorstellen.