Monatsarchiv: September 2010

Hotelmarkt Nordrhein-Westfalen: Landesregierung will Kölner Vorstoß für Bettensteuer genehmigen

(Düsseldorf, 06. September 2010) Die Genehmigung sei nur noch Formsache: Nach einem Bericht der „Rheinischen Post“ soll das Finanzministerium in Nordrhein-Westfalen dem Vorstoß des Kölner Stadtrates nach einer Bettensteuer stattgeben. Ein Beschluss wurde zwar noch nicht bestätigt, doch die Zustimmungen von Landesfinanzminister Norbert Walter-Borjans, früher Stadtkämmerer von Köln, und dem Landesinnenminister Ralf Jäger (beide SPD) gelten als sicher. Die Zusatzabgabe – fünf Prozent auf die Übernachtung – soll dann auch von anderen Kommunen erhoben werden können.

In Köln erhofft man sich durch die neue Zwangsabgabe Mehreinnahmen von rund 21,5 Millionen Euro. Die Regelung könnte ab dem nächsten Jahr gelten. Zeitungsberichten zufolge erwägen auch die Stadtverwaltungen von Essen und Bochum die Einführung einer Bettensteuer. Auch in Mönchengladbach gebe es entsprechende Überlegungen. Die Hoteliers vor Ort protestieren und verweisen auf die nicht gerade rosige Lage. „Die durchschnittliche Zimmerbelegung der Hotels in NRW beträgt 40 Prozent, während sie in Gladbach lediglich bei 29,7 Prozent liegt”, so Christian Jäger, Geschäftsführer des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes Nordrhein, gegenüber der „Rheinischen Post“.

Dehoga-Bundesverband und IHA wollen sich mit allen juristischen Mitteln gegen die Bettensteuer wehren. Nach einem Rechtsgutachten habe die sogenannten Kulturförderabgabe vor Gerichten keinen Bestand, heißt es. „Die Belastung von Geschäftsreisenden mit der Bettensteuer ist zweifellos unzulässig“, sagte der IHA-Vorsitzende Fritz G. Dreesen, selbst Hotelier in NRW (Rheinhotel Dreesen Ringhotel Bonn). Daher sehe die Kölner Satzung auch einen Erstattungsanspruch für Businessgäste vor. Dreesen macht deutlich: „Der Anteil der Geschäftsreisenden in Städten wie Köln beträgt 60 bis 80 Prozent. Das heißt, die große Mehrheit der Gäste muss die Bettensteuer erst bezahlen, um sie dann über einen schriftlichen Erstattungsantrag zurückzufordern. Bürokratie pur.“

Dehoga-Bundesverband/IHA: Hotellerie sagt Bettensteuer den Kampf an – Pläne in Köln “nicht rechtens” – Alle juristischen Mittel sollen eingesetzt werden

(Berlin, 3. September 2010) Der Dehoga-Bundesverband und Hotelverband Deutschland (IHA) werden sich gegen die in Köln und weiteren Kommunen diskutierten Bettensteuern mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln zur Wehr setzen. „Die Bettensteuer ist unverhältnismäßig, ungerecht, bürokratisch und verfassungswidrig“, erklärt Dehoga-Präsident Ernst Fischer am Freitag in Berlin vor dem Hintergrund aktueller Medienberichte, wonach die nordrhein-westfälische Landesregierung die Bettensteuer in Köln zu genehmigen gedenkt.

„Durch die Mehrwertsteuersenkung für Übernachtungen zum 1. Januar 2010 entstehen nach Auskunft der Bundesregierung allen Städten und Gemeinden in Deutschland Steuerausfälle in Höhe von 19 Millionen. Allein die Stadt Köln verspricht sich von ihrer Bettensteuer Mehreinnahmen von 20 Millionen Euro“, berichtet Fischer. „Die Einführung von Bettensteuern schadet dem lokalen Tourismus, der Attraktivität der Kommune als Wirtschaftsstandort und dem lokalen Handwerk und Einzelhandel. Sie konterkariert die Ziele des Wachstumsbeschleunigungsgesetzes.“ Es könne doch wohl nicht sein, dass Bund und Länder die Hoteliers entlasten und die Kommunen im gleichen Atemzug die Hotels mit neuen Abgaben belasten.

Die Erhebung einer solchen Steuer wäre zudem mit einem erheblichen bürokratischen Aufwand verbunden – nicht nur für die Hotels, sondern ebenso für die Geschäftsreisenden und Stadtverwaltungen. „Die Belastung von Geschäftsreisenden mit der Bettensteuer ist zweifellos unzulässig“, sagt der Vorsitzende des Hotelverbandes Fritz G. Dreesen. Daher sehe die Kölner Satzung auch einen Erstattungsanspruch für Businessgäste vor. Dreesen macht deutlich: „Der Anteil der Geschäftsreisenden in Städten wie Köln beträgt 60 bis 80 Prozent. Das heißt, die große Mehrheit der Gäste muss die Bettensteuer erst bezahlen, um sie dann über einen schriftlichen Erstattungsantrag zurückzufordern. Bürokratie pur.“

Der Dehoga-Bundesverband und der Hotelverband werden alle politischen und rechtlichen Mittel gegen die als „Wegelagerei“ empfundene neue Abgabe ausschöpfen. In ihrer Rechtsauffassung werden die Verbände von einem Gutachten der renommierten Anwaltskanzlei GleissLutz bestätigt. Nach umfassender Prüfung kommen die Verfassungsrechtler zu dem Ergebnis, dass die geplante Kulturförderabgabe vor den Gerichten keinen Bestand haben werde.

„Statt reflexartig eine Neidsteuer einzuführen, wären die Kommunen besser beraten, das Leistungspotenzial ihrer Hotellerie zu stärken, die vor Ort Arbeits- und Ausbildungsplätze schafft und dort ihre Steuern zahlt“, betonen die Verbände.

HOTELIER TV – Althoffs Festival der Meisterköche 2010 im Grandhotel Schloss Bensberg

Über 800 Gäste beim 8. Festival der Meisterköche! Ausverkauft: Zur achten Auflage des Festivals der Meisterköche begrüßte Hausherr Thomas H. Althoff am 29. August über 800 Gäste im zehn Jahre alten Grandhotel Schloss Bensberg bei Köln. Bei zum Teil dichtem Gedränge zeigten 30 Meisterköche mit ihren Teams sowie zahlreiche Gourmetlieferanten ihr Können im Front-cooking. HOTELIER TV berichtet von einem der wichtigsten Hotelevents des Jahres.

Jetzt live! Die neue Nachrichtensendung von HOTELIER TV

Kameha Grand Bonn: Thomas Kleber ist neuer GM – Carsten K. Rath konzentriert sich auf neue Hotelprojekte

(Bonn, 01. September 2010) „CKR“ kann sich nun voll auf die internationale Expansion konzentrieren: Seit 11. August steht Thomas Kleber (44) an der Spitze des Kameha Grand Bonn, des ersten „Life&Style“ Hotels der von Carsten K. Rath gegründeten Lifestyle Hospitality & Entertainment Group. Rath hatte bereits vor der Eröffnung des ersten Kameha-Hotels seinen Rückzug von der operativen Führung des 253-Zimmer-Hauses angekündigt. Er widmet sich nun ganz den beiden laufenden Neubauprojekten auf Mallorca und Hamburg sowie weiteren Entwicklungen in Fernostasien. Ausführlich Stellung dazu nimmt der Hotelvisionär im Interview mit HOTELIER TV.

Thomas Kleber

Thomas Kleber

Der geschäftsführende Direktor Thomas Kleber blickt auf eine beeindruckende internationale Karriere in der Hotellerie zurück und war zuletzt u.a. tätig als Verwaltungsrat des Park Hotel Vitznau in der Schweiz, als General Manager des Palais Coburg Hotel Residenz in Wien sowie als stellvertretender Direktor des Brenner’s Park Hotel & Spa in Baden Baden.

„Ich freue mich sehr, Thomas Kleber als Hoteldirektor im Kameha Grand Bonn begrüßen zu dürfen. Thomas ist für mich ein langjähriger Freund und Wegbegleiter und als engagierter und erfahrender Hotelier der ideale Mann für diese spannende und repräsentative Position. Er bringt das für uns so wichtige unternehmerische Denken gepaart mit dem Fokus auf höchstmögliche Qualität mit und wird täglich meine Vision von Kameha umsetzen“, so Carsten K. Rath. Auch der gebürtige Aachener Thomas Kleber freut sich auf seinen neuen Lieblings(arbeits)platz: „Das gesamte Konzept des Life&Style Hotels basiert auf Innovation, Qualität und Gastfreundschaft. Ich freue mich auf die spannende Aufgabe unsere Gäste – gemeinsam mit meinen Mitarbeitern und Carsten K. Rath – jeden Tag aufs Neue zu inspirieren und Ihnen einen Lieblingsplatz zu schaffen in Bonn am Rhein“.

Der passionierte Hotelier und Gastronom Thomas Kleber verfügt über mehr als 25 Jahre Erfahrung in der internationalen Luxushotellerie. Nach seiner Ausbildung zum Restaurantfachmann im Hotel Marina, Bernried am Starnberger See zog es Thomas Kleber nach München in das Hotel Königshof, das Restaurant Gourmet Mörth und zur Eröffnung des Hotel Rafael (heute Mandarin Oriental).

Anschließend kam der Sprung über den Atlantik und ins Management des Hotel The Mark, New York. Zurück in Europa, ging er in Paris und arbeitete dort als Night Manager. 1996 begann er dreißigjährig als Direktionsassistent im Brenner`s Park Hotel & Spa, wo er 1999 zum stellvertretenden Direktor befördert wurde. In den folgenden Jahren war er maßgeblich an der Neuorientierung des Grandhotels in Baden-Baden beteiligt, bevor er 2004 als geschäftsführender Direktor das Park Hotel Vitznau in der Schweiz, zu dieser Zeit Teil der Oetker Hotel Collection, übernahm. Unter seiner Führung erfuhr das Märchenschloss am Vierwaldstätter See seinen „zweiten Frühling“ und wurde inklusive kompletter Neubauplanung im Jahr 2009 an die Pühringer Gruppe verkauft. Im Anschluss zeichnete Thomas Kleber für die Umbauplanung verantwortlich und führte zeitgleich die Palais Coburg Hotel Residenz in Wien.
Berufsbegleitend bildete sich Thomas Kleber an der Cornell University in Ithaca, New York und an der Deutschen Weinakademie weiter, machte seine Ausbildereignungsprüfung und studierte in den Jahren 1994 bis 1996 an der Steigenberger Hotelfachschule in Bad Reichenhall Betriebswirtschaft. Diese schloss er als staatlich geprüfter Hotelbetriebswirt sowie als Restaurantmeister ab und wurde für beide Studien mit dem Bayrischen Staatspreis ausgezeichnet.
Die Menschen, ob Gäste, Mitarbeiter oder Kollegen, stehen für ihn jederzeit im Vordergrund. Thomas Kleber legt Wert auf die konsequente Umsetzung von exzellentem Service, Dienstleistung auf höchstem Niveau und ein gastorientiertes, hervorragendes Produkt. Seine knapp bemessene Zeit verbringt er am liebsten mit seiner Frau und seinen drei Kindern.
Das Kameha Grand Bonn verkörpert einen neuen Typus zeitgemäßer Luxushotels. Das nach herausragenden ökologischen Grundsätzen und Nachhaltigkeits-Prinzipien gebaute „Leading Hotel“ wurde unlängst auch mit dem „Design- und Architektur Oscar“ (Mipim Award) ausgezeichnet und wurde zum „Hotel des Jahres 2011“ (Schlummer Atlas) gekürt.

Carsten K. Rath

Carsten K. Rath

Carsten K. Rath ist „Hotel-Manager des Jahres 2011“
Carsten K. Rath, CEO & Gründer der Lifestyle Hospitality & Entertainment Group (LH&E Group) erhält die Auszeichnung „Hotel-Manager des Jahres 2011“ durch die Redaktion des „Schlummer Atlas“ (Busche Verlag). Sein erstes Markenhotel Kameha Grand Bonn wird zeitgleich als „Hotel des Jahres 2011“ gekürt. Die Auszeichnungen werden am 25. Oktober im Rahmen der „Busche Gala“, einer Topveranstaltung des gleichnamigen Dortmunder Verlages, verliehen.

Zur Gala werden die Spitzenköchen Harald Wohlfahrt, Sven Elverfeld, Christian Jürgens, Helmut Thieltges und Heinz Winkler sowie mit vielen weiteren prominenten Gästen aus der Politik, der Industrie, dem Showgeschäft und der Presse im Kameha Grand Bonn erwartet. Die Laudatio über Carsten K. Rath wird an diesem Abend von Frank Marrenbach, dem CEO der Oetker Hotel Collection und Direktor des Brenner’s Park Hotel & Spa in Baden Baden, gehalten. Frank Marrenbach ist seit der gemeinsamen Studienzeit 1992 ein langjähriger Wegbegleiter und enger Freund des neuen „Hotel Managers des Jahres 2011“.
Mit der Auszeichnung zum „Hotel-Manager des Jahres 2011“ ehrt die Busche Verlagsgesellschafft die erfolgreiche Karriere von Carsten K. Rath. „Ich freue mich sehr über diese hochkarätige Auszeichnung durch die Redaktion des Schlummer Atlas. In erster Linie ist dieser Preis eine Anerkennung für meine talentierten Mitarbeiter, die mit ihrer Herzlichkeit und Professionalität zum Erfolg von Kameha und der Lifestyle Hospitality & Entertainment Group beitragen und mich in der Umsetzung meiner Vision tatkräftig unterstützt haben“, so Carsten K. Rath.

Der leidenschaftliche Hotelier mit mehr als 20 Jahren Erfahrung in der Luxus Hotellerie und dem Tourismus startete seinen beruflichen Werdegang mit einer klassischen Ausbildung zum Hotelfachmann. Später studierte er berufsbegleitend während seiner Tätigkeit als F&B Direktor im Kempinski Hotel Taschenbergpalais in Dresden an der Hotelmanagement Akademie in Koblenz Betriebswirtschaft. Seine berufliche Laufbahn führte den Diplom-Betriebswirt (FH) auf vier Kontinente, dort war er in der international renommierten Grandhotellerie tätig. Besondere Herausforderungen waren dabei immer Eröffnungen renommierter Luxushotels, wie u.a. Hotel Grande Roche in Paarl bei Kapstadt, das Kempinski Hotel Bejing Lufthansa Centre, das Kempinski Hotel Taschenbergpalais in Dresden, das Kempinski Hotel Adlon in Berlin, das Hotel Kempinski The Bentley in London und das The Ritz- Carlton Golf Resort in Naples, Florida. Später war Carsten K. Rath als Geschäftsführer für alle Robinson Clubs weltweit verantwortlich.

Anschließend wirkte er drei Jahre lang als President & CEO der Arabella Hotel Holding International und war gleichzeitig Chairman der Arabella Starwood Hotels & Resorts. Außerdem war er Mitglied der Unternehmensleitung der Schörghuber Unternehmensgruppe. Neben seinen Executive Management Tätigkeiten war Carsten K. Rath in dieser Zeit Mitglied der Aufsichtsräte verschiedener internationaler Hotel und Touristik-Konzernen wie design hotels und aovo. Er ist im Beirat der Fachhochschule Worms, an der er auch lehrt, und der Internationalen Fachhochschule Bad Honnef/Bonn im Fachbereich Touristik.

Carsten Rath wurde 2006 als „Gastgeber des Jahres“ ausgezeichnet. 2007 erhielt er den Innovationspreis der Deutschen Tourismuswirtschaft. Der 43-jährige Carsten Rath ist Gründer & CEO und Gesellschafter der Lifestyle Hospitality & Entertainment Group, die das Kameha Grand Bonn betreibt. Die LH&E Group ist eine Managementgesellschaft für internationale Lifestyle Hotels & Resorts, Restaurants und Private-Residences.