Tagesarchiv: 31 Mai 2010

Hotel Gates Berlin City East – Kostenfreie Nutzung für jeden Gast: iPad gegen 500 Euro Pfand

(Berlin, 31. Mai 2010) Der Hype um das iPad erfasst auch die Hotellerie: Nun bietet das Hotel Gates Berlin City East jedem Gast eines der neuen Apple-Tablets zur kostenfreien Nutzung an. Berichten von Berliner Zeitungen zufolge wird dafür ein Pfand in Höhe von 500 Euro verlangt – per Kreditkartenbelastung oder eben bar. Bei einem ersten Test der Boulevard-Zeitung „B.Z.“ funktionierte allerdings der Internetzugang nicht; ohne Web ist aber ein iPad wohl eher nutzlos.

Branchenbeobachter erwarten, dass mehrere Hotels das iPad zur Nutzung anbieten werden. Trendige Apple-Gadgets sind in der Tophotellerie gern gesehen: In manchen Topresorts erhält der Gast zum Beispiel einen iPod „serviert“ – voll gefüllt mit seiner Wunschmusik.

Mehrwertsteuer-Debatte: Steuersenkung für Hotels in ernster Gefahr?

(Berlin, 31. Mai 2010) Irritation in der Hotellerie: Die zum Jahreswechsel erfolgte Mehrwertsteuersenkung für Hotelübernachtungen könnte wieder rückgängig gemacht werden. In der politischen Debatte um die Staatsfinanzen mehren sich die Stimmen auch aus der Regierungskoalition, die von 19 auf sieben Prozent gesenkte Umsatzsteuer für die Hotellerie wieder anzugleichen. Davor war von der Führung des Dehoga-Bundesverband bereits mehrfach gewarnt worden. Daher mussten die Investitionsvorhaben plakativ dargestellt werden; doch die PR-Kampagne der Beherbergungsbetriebe kommt offenbar nicht bei allen an. Nun plädierte der haushaltspolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Otto Fricke, für eine Überprüfung der Steuersenkung.

“Wir wollen den Haushalt sanieren, aber ganz sicher nicht durch Steuererhöhungen. Das Wachstumsbeschleunigungsgesetz steht nicht zur Disposition”, hält Ernst Burgbacher, Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium und Tourismusbeauftragter der Bundesregierung, dagegen. Doch die neuerlich aufflammende Debatte um die auch unter Wirtschaftsverbänden umstrittene Steuersenkung zeigt, dass die Hotellerie weiterhin politisch stark unter Druck steht. Daher müssten die Investitionen und Anstrengungen um neue Arbeitsplätze weiter voran getrieben werden, appellieren verschiedene Branchenführer. Das Bestreben, auch für die Gastronomie eine Mehrwertsteuersenkung zu erreichen, ist allerdings in weite Ferne gerückt.

Octavian Hotel Holding – Nach Tod von Investor Dieter Bock: Hotelsanierungen laufen wie geplant weiter

(Frankfurt am Main, 31. Mai 2010) Kein Grund zur weiteren Besorgnis: Die laufenden Investitionen an den unter Kempinski-Flagge laufenden Hotels in Gravenbruch bei Frankfurt/Main und Hamburg sind sicher gestellt. Dies sagte Uwe Klaus, Geschäftsführer der Eigentümergesellschaft Octavian Hotel Holding, gegenüber “Top hotel“.

Nach dem überraschenden Tod von Miteigentümner Dieter Bock (wir berichteten) waren Befürchtungen über einen Strategiewechsel aufgekommen. Der Immobilieninvestor hatte die Geschicke der Hotelholding entscheidend mit bestimmt. Er war Mitte Mai im Atlantic Hotel Kempinski Hamburg verstorben; dem Vernehmen nach an Herzversagen.
„Der Ausbau in Hamburg läuft unbeeinflusst weiter“, sagte Klaus. Bis April 2011 wird das hundert Jahre alte Grand Hotel für rund 25 Millionen Euro grundlegend saniert und erweitert. Das Renovierungsprojekt konnte nach schwierigen Bankverhandlungen erst mit erheblicher Verspätung starten.

Die Erweiterung des Kempinski Hotels Gravenbruch um ein Kongresszentrum soll weiter voran getrieben werden. Doch hier muss zunächst das laufenden Genehmigungsverfahren abgeschlossen werden, so Klaus.

Uwe Klaus, der den tragischen Verlust von Dieter Bock persönlich sehr bedauert, betonte die glücklicherweise positive Lage des Unternehmens: „Die Hotels sind operativ auf einem sehr guten Weg. In allen Betrieben sind wir sehr gut aufgestellt.“ Zur Octavian Hotel Holding gehören neben die Kempinski Hotels Atlantic Hamburg, Bristol Berlin, Taschenbergpalais Dresden, Gravenbruch bei Frankfurt/Main und Schloss Reinhartshausen Eltville sowie das Mercure Parkhotel Görlitz. Zu den Eigentümer bei Octavian gehört auch die Familie von Erwin Conradi.